Nordlichtfotografie Teil 7 – Kameraausrüstung und ausführliche Anleitung

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1. Die geeignete Kamera

Für technisch gelungene Aufnahmen sollte eure Kamera  ein paar grundlegende Voraussetzungen mitbringen:

Einen großen Sensor, im Four-Thirds, Micro-Four-Thirds, APS-C oder Kleinbild-Vollformat.
Speichermöglichkeit im RAW-Format.
Rauscharme hohe ISO-Werte.
Freie Wahl zwischen langen Belichtungszeiten, Blende und ISO-Werten.

Hier ist die Auswahl an aktuellen Kameramodellen fast unübersehbar. Darum werde ich auch keine konkreten Empfehlungen geben. Fast alle Spiegelreflex-Kameramodelle, die neuen spiegellosen Systemkameras mit Wechselobjektiven und einige wenige hochpreisige Sucherkameras mit fest eingebautem Objektiv erfüllen diese Bedingungen.

Mehr Pixel bedeuten oft mehr Rauschen, entscheidend ist die Größe der einzelnen Sensorpixel. Das ist auch der Grund, warum Aufnahmen mit einer topaktuellen Kamera mit APS-C Sensor und 24 Megapixeln bei hoher Empfindlichkeit wahrscheinlich stärker rauschen, als z.B. ältere Vollformat-Modelle mit halb so vielen Megapixeln. Es kann sich durchaus lohnen, die Gebrauchtbörsen nach älteren hochwertigen Kameragehäusen, wie der Canon 5D Mk I abzuklappern.

Die Masse der Kompaktkameras ist nicht für den geplanten Einsatzzweck geeignet, ebensowenig Handys oder Smartphones.

 

grün-blaues Nordlicht über Namsos - aufgenommen im August 2013

grün-blaues Nordlicht über Namsos – aufgenommen im August 2013

Fotografen bei der Arbeit

Fotografen bei der Arbeit

 

2. Das richtige Objektiv

Es soll einen großen Bildwinkel haben und wenig verzerren (Superweitwinkel)
Es soll möglichst lichtstark sein (Blende 2.8 oder größer)
Es muss manuelle Entfernungseinstellung ermöglichen

Optimal wäre natürlich eine hochlichtstarkes Superweitwinkelobjektiv, das schon bei offener Blende exzellente Abbildungseigenschaften hat. Allerdings ist so was auch heftig teuer. Aber auch ein gutes Weitwinkel-Zoomobjektiv mit Anfangsöffnung von 2.8 bis 4 leistet ordentliche Dienste. Wichtig ist die Umschaltbarkeit auf manuelles Fokussieren.

Hier ein paar Beispiele (für CANON-SLRs):

  • Carl Zeiss 15 mm / F 2,8 DISTAGON T*.  Das Traumobjektiv für Nordlichtfotografie. Mit 2600 Euro nicht gerade ein Schnäppchen und deshalb auch etwas außerhalb unserer Möglichkeiten. (Für Vollformat geeignet)
  • Walimex Pro 14 mm 1:2,8. Die preisgünstige Variante mit ordentlicher Abbildungsleistung für knapp 400 Euro. Wird auch unter der Marke Samyang angeboten. (Für Vollformat geeignet)
  • TokinaAT-X Pro, 11-16mm, f/2,8. Haben wir und sind voll zufrieden damit. Es kostet circa 600 Euro.
  • Tamron SP AF 17-50mm 2,8 Di II VC. Das ist Gunters bildstabilisiertes Standardobjektiv an seiner 7D. Wegen der Bildualität und der hohen Lichtstärke ist es eine gute Wahl fürs Nordlicht. Mit ungefähr 350 Euro ist es auch günstig.

 

3. Das RAW-Format

Bei der Nordlichtfotografie muss die Kamera ihr Bestes geben. Stellt sie deswegen auf RAW-Modus mit höchster Auflösung ein. RAW-Dateien brauchen zwar noch eine Konvertierung in betrachtbare und druckbare Bilder, haben aber viel  mehr Bildinformation gespeichert als ein JPEG. So lässt sich bei der Bearbeitung noch viel Detail herausholen.  Und die Bearbeitung verändert nicht die RAW-Datei, falls mal was schiefgehen sollte.

4. Der Weißabgleich

Eine universell gültige Einstellung zu empfehlen, fällt mir hier schwer, da jedes Kameramodell anders reagiert. Wir verwenden oft den automatischen Weißabgleich und wechseln nur bei Bedarf auf die Einstellung fester Werte. Außerdem lässt sich der Weißabgleich ja bei der RAW-Bearbeitung nachträglich verstellen.

Viele Kameras erzeugen mit dem automatischen Weißabgleich (AWB)  farbig gut differenzierte Bilder. Einige Fotografen schwören darauf, eine feste Farbtemperatur als Kelvin-Wert vorzugeben. Das hat seine Tücken: Je nach Mondphase, Höhe des Mondes über dem Horizont und Wolkenbedeckung schwankt die Farbtemperatur auch nachts erheblich. Vollmond wird oft mit 4000 Kelvin angegeben, brauchbare Werte wird man im Bereich zwischen 3000 und 6000 Kelvin finden.

Natürlich ist das alles Geschmacksache, der eine mag einen wärmeren, der andere einen kälteren Bildeindruck. Wichtig sind die Landschaften im Bild, die sollen real wirken.

5. Die Lichtempfindlichkeit, ISO-Werte

Auch wenn sich das Nordlicht bunt strahlend über den gesamten Himmel erstreckt, es ist relativ lichtschwach. Nur keine Hemmungen und rauf mit der Empfindlichkeit: ISO 1000 ist ein guter Richtwert. Sogar ISO 2000, also zwanzigfache Steigerung gegenüber ISO 100, oder noch höher, kann sinnvoll sein. Hier müsst ihr aber das Rauschverhalten eurer Kamera im Auge behalten.

Für die Beurteilung betrachtet ihr am Besten eure High-ISO-Probeaufnahmen am Computer bei 100%iger Vergrößerung. Oft sieht das unfein aus, lässt sich aber mit den Bildentrauschungs-, bzw. Weichzeichner-Filtern des Fotobearbeitungsprogramms auf ein augenschonendes Maß reduzieren, ohne zuviel Details zu opfern. Und im Print fällt das Rauschen lange nicht so stark auf, wie am Bildschirm.

Anzeige auf der Canon D 6

Anzeige auf der Canon D 6 – Eigenstellt für die Nordlichtfotografie! Das „s“ steht für leise Auslösung – ist natürlich nicht unbedingt nötig 🙂

6. Autofokus ausschalten und manuelles Scharfstellen

Weil der Autofokus nachts am Himmel nichts zum Fokussieren findet, müsst ihr die Schärfe vor der Aufnahme per Hand einstellen. Am sichersten auf die Unendlich-Position, damit die Sterne punktscharf kommen.

Die modernen Objektive haben leider keinen exakten Unendlich-Anschlag mehr. Wegen höherer Toleranzgrenzen in der rationellen Massenfertigung fokussieren viele auch darüber hinaus, was ja auch beim Einsatz von Autofokus kaum eine Rolle spielt. Wer also einfach den Entfernungsring bis zum Anschlag dreht, hat unter Umständen überfokussiert und erntet unscharfe Aufnahmen. Weil diese auf dem Kameradisplay trotzdem noch halbwegs scharf aussehen, ist das besonders fies. Man sieht das Malheur erst daheim am großen Monitor.

Die genaue 8-Einstellung ist zwar auf der Entfernungsskala markiert, trotzdem schadet es nicht, diese bei Tag in einer ruhigen Stunde auf Genauigkeit zu überprüfen, und sich die Position genau zu merken.

Eine andere Möglichkeit ist es, sich eine weit entfernte Lampe, oder vielleicht den Mond als Hilfe zur Scharfstellung zu nutzen. Im Live-View Modus zoomt man auf die Lichtquelle und stellt darauf scharf. Danach wählt man den gewünschten Bildausschnitt. Je nach Zoomposition ändert sich die Schärfeeinstellung und da können wenige mm entscheidend sein!
Hat das Objektiv einen optischen Stabilisator eingebaut, muss dieser unbedingt abgeschaltet werden. Dasselbe gilt für Kameragehäuse mit eingebautem Stabilisator.

Die Unendlichkeitseinstellung am 24-105 mm

Die Unendlichkeitseinstellung am 24-105 mm – Am Anschlag des Einstellrings ist das Objektiv überfokussiert, das Bild wird generell unscharf.

Die Unendlichkeitseinstellung am 24-105 mm

Die Unendlichkeitseinstellung am 24-105 mm – Das ist die theroretische Unendlich-Position. Es ist aber immer besser, vor Ort die Schärfe nachzuprüfen. Je nach Brennweite und Außentemperatur kann der Schärfepunkt auch „wandern“.

 

7. Belichtung mit Zeitautomatik (A) oder manuell (M und B)

Die wichtigen Einstellungen verbergen sich hinter den Buchstaben A, M und B. Diese lassen dem Fotografen die nötige Kontrolle über Zeit- und Blendeneinstellung.

A (oder Av) steht für Zeitautomatik (Aperture Value = fester Blendenwert). Die Blende wird auf die größtmögliche Öffnung (kleinste Zahl) eingestellt, die Kamera sucht sich automatisch die passende Zeit dazu aus, bei maximal 30 Sekunden ist in der Regel Schluss.
Ist die Aufnahme dann immer noch zu dunkel, kann die ISO-Zahl weiter erhöht werden. Viele Kameramodelle neigen nachts, speziell wenn Lichtquellen im Bild sind, zur Unterbelichtung. Da kann man die Belichtungskorrektur ruhig auf +1 oder höher stellen.

M steht für manuelle Belichtung. Blende und Zeit werden hier von Hand eingestellt. Der Zeitbereich reicht auch wieder bis zu 30 oder 60 Sekunden.  Für die Erfolgskontrolle sieht man sich nach der Aufnahme das Histogramm im Display genau an.

Mit der Info-Taste lässt sich im Betrachtungsmodus das Histogramm zuschalten, welches die Helligkeitsverteilung im Bild anhand eines Diagramms darstellt.
Das lässt sich hervorragend für Belichtungskorrekturen nutzen. Zeigt das Histogramm ein hohes, eng gedrängtes Gebirge am linken Rand der Grafik, ist das Bild zu dunkel. Durch längere Belichtungszeit spreizt sich der „Belichtungshügel“ weiter Richtung Mitte des Histogramms, die Qualität der Bildinformation steigt spürbar an.
Theoretisch ist eine Verteilung über den ganzen Diagrammbereich ideal, das ist aber bei Nachtaufnahmen nicht nötig, Es ist O.K., wenn sich der „Belichtungshügel“  über das linke Viertel bis Drittel erstreckt.

Nordlicht-Histogramm, aus RAW Konvertiertes Foto

Nordlicht-Histogramm, aus RAW Konvertiertes Foto

 

B steht für Bulb. Hier bleibt der Kameraverschluss so lange offen, wie der Auslöseknopf gedrückt wird. So sind fast beliebig lange Zeiten realisierbar. Was natürlich mit einem feststellbaren Kabelauslöser viel bequemer ist.  B wird hauptsächlich für Belichtungen über dreißig Sekunden eingesetzt. Auch hier erfolgt die Kontrolle mithilfe des Histogramms.

Programmwählrad der Canon 6 D
Programmwählrad der Canon 6 D –  wir nutzen entweder M, B oder AV mit den entsprechenden Plus Korrenturen!

Die beste Belichtungszeit für Nordlicht ist die kürzestmögliche. Die Technik bestimmt die Grenzen des Machbaren, gewöhnlich landet man im Zeitenbereich zwischen zwei und dreißig Sekunden. Das ist abhängig von der Intensität und der Beweglichkeit des Nordlichts und vom vorhandenem Mondlicht. Länger als eine halbe Minute solltet ihr auch nicht belichten, weil sich aufgrund der Erddrehung die Sterne auf dem Bild oval verformen und bei noch längeren Zeiten zu Strichen werden. Richtig lange Sternbahnen auf Fotos sind meist das Resultat von Stunden der Belichtung.

Schaut dazu auch die Exif Daten der Fotos hier an: Eine Nordlichtnacht in Bildern: Bø auf den Vesterålen am 10.10.2013

8. Wichtiges Zubehör

Wie nützlich so eine LED-Leuchte oder Mini-Taschenlampe ist, zeigt sich meist erst dann, wenn man sie vergessen hat. Im Dunkeln schnell mal einen Einstellknopf finden oder die Entfernungsskala am Objektiv kontrollieren ist ohne sie fast unmöglich. Etwas kleines, nicht allzu helles hat sogar Vorteile. Zu helle Lichtschleudern blenden nicht nur eventuell anwesende Fotografenkollegen, und ruinieren auch noch deren Bilder, auch die eigenen Augen verlieren die Adaption an die Dunkelheit.

Ein lichtstarke Mini-Taschenlampe für den Schlüsselbund kann man gut gebrauchen, um größere Gebäude während der Aufnahme auszuleuchten: LiteXpress Mini Palm 101 schwarz

 

Vordergrund mit roter Minilampe beleuchtet!

Vordergrund mit ganz schwacher Lampe beleuchtet! So wirkt sich das bei hoher ISO aus! – Auch mit kleinen Leuchten kann man die Fotokollegen gewaltig nerven. Eine rote Lampe ist besser als eine weiße, weil es die Anpassung der Augen an die Dunkelheit weniger stört!

 

Kabelauslöser zum sanften verwacklungsfreien Auslösen! Fast alle Modelle haben einen arretierbaren Knopf für manuelle Langzeitbelichtung (siehe B-Modus). Die teureren sind programmierbar für Intervall- und Serienaufnahmen. Bitte achtet beim Kauf darauf, dass der gewünschte Auslöser an eure Kamera passt. Nicht alle Modelle eines Herstellers müssen den gleichen Anschluss haben.

Kabelauslöser mit Timerfunktion:  DerTimer Fernauslöser JJC TM-A ist wesentlich billiger als der Originaltimer Canon Kabelfernauslöser TC-80N3

CANON-Timer

CANON-Timer – es kann auch ein ganz einfacher sein!

Standfestes Stativ! Wir empfehlen generell, ein ordentliches Markenstativ zu kaufen, mit stabilem Kugelkopf und Schnellarretiersystem für die Kamera. Das erscheint zwar auf den ersten Blick recht teuer, hält aber ein Leben und viele Kameragenerationen lang, während Billigstative oft schon nach kurzer Zeit ihr Leben aushauchen und den Müllberg vergrößern. Die Materialfrage Alu oder Carbon ist primär eine Geldsache. Das teurere Carbon ist leichter und etwas schwingungsärmer, aber anfälliger gegen mechanische Einwirkung, und es kann in extremer Kälte brüchig werden. Noch ein kleiner Tipp für Aufstellung im Tiefschnee: Schnee vorher gut festtrampeln, sonst kann sich das Dreibein wieder hoch aus dem Schnee herausschieben, oder es sackt langsam tiefer ein.

Wir nutzen so ein Stativ: Manfrotto 190XPROB, das beliebte und günstige Reisestativ. Der Nachfolger ist zwar variabler, aber erheblich teurer geworden.

Ein Kugelkopf dazu: Der FLM CB-32 E ist leicht und ohne Schnickschnack. Gut für Outdoor da einfach zu reinigen. Und er hält bombenfest. Die teureren FLM-Köpfe haben mehr Einstellmöglichkeiten und Schnellspannplatten dabei.

Eine ausführliche Stativkaufberatung hier im Blog.

Ersatzakkus! Zwei bis drei zusätzliche Akkus kann man leicht unter der warmen Jacke bereithalten, in starker Kälte ist die Batteriekapazität reduziert. Es müssen nicht die teuren Original-Akkus sein, wir haben sogar festgestellt, dass Fremd-Akkus aus verlässlichen Quellen nicht nur viel billiger, sondern teilweise auch leistungsfähiger sind.

Ersatzakku: Der original Canon Kamera Akkupack LP-E6 (LI-ION) kostet gut über 50 Euro, ein Weiss LP-E6/LPE6 Li-Ion Akku zum Beispiel, weniger als die Hälfte.

Hast du noch Fragen?

Hast du Nordlicht fotografiert bist aber mit den Fotos nicht zufrieden? Vielleicht liegt es an der RAW Konvertierung? Darüber berichten wir dann ausführlich im nächsten Teil des Tutorials! Gerne kannst Du uns mal eines der Fotos schicken – ich würde dazu meine Meinung äußern, Verbesserungsvorschläge machen und es „bearbeiten“! Also: Mutige vor 🙂

Das gesamte Nordlichttutorial

 

Dein Weg zum Nordlichtbuch, Gabi & Gunter Reichert

„Dein Weg zum Nordlichtfoto“, Gabi & Gunter Reichert

Weitere Infos im umfangreichen Ebook  „Dein Weg zum Nordlichtfoto“ in unserem Buchladen.

Gunter

Gunter testet gerne neue Geräte wie Kameras, Zubehör, Stative

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Autor: Gunter

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33 Kommentare

  1. Sehr interessant. Ich hab mir sogar auch noch was mitnehmen können, obwohl du mir ja schon ziemlich viel über die Nordlichtfotografie erzählt hast. Eine Frage habe ich aber: Du schreibst unter dem zweiten Bild bei Punkt 6:

    “ Je nach Brennweite und Außentemperatur kann der Schärfepunkt auch “wandern”.“

    Mir ist nicht ganz klar, wie die Temperatur für das Wandern des Schärfepunktes verantwortlich ist. Kannst du dann etwas genauer erläutern?

  2. @Sebastian: Ein Beispiel: bei 17 mm Brennweite hast Du an einer APS-C-Kamera bei Entfernungseinstellung auf 5,4 m eine Tiefenschärfe von 2,7 m bis Unendlich. Das reicht normal für Landschaften, Sterne und Nordlicht, es sei denn, Du willst zusätzlich wirklich nah an den Vordergrund ran. Dann hilft Dir Blende 8 (Schärfe von 1m bis Unendlich). Siehe http://www.dofmaster.com/dofjs.html.
    @Michael: Auch moderne Werkstoffe reagieren auf Temperaturschwankungen mit Strecken und Zusammenziehen. Das ist nicht viel, aber gerade bei Zoomobjektiven mit Innenfokussierung sind die nötigen Verstellwege fürs Zoomen und Scharfstellen sehr kurz gehalten, so dass auch kleinste Veränderungen bemerkbare Verschiebungen ergeben. Das ist gleichzeitig mit ein Grund, warum viele Objektive über Unendlich hinaus einstellbar sind. Das ist praktisch die Notreserve bei Extrembedingungen. Beim Arbeiten mit Autofokus fällt das überhaupt nicht auf, nur bei manuellem Einstellen muss man halt ein Auge drauf haben, und lieber zweimal als keinmal nachprüfen.

  3. Toller Artikel!!
    Wir wollen Anfang März nach Tromsø fliegen, dort einen Wagen mieten, Richtung Lofoten und Vesterålen aufbrechen und mit den Hurtigruten zurück nach Tromsø fahren. Hast du vielleicht einen Tipp, auf was wir beim Mietwagen achten müssen? Ein kleiner Wagen würde uns zwei ja reichen, aber ist der auch bei den winterlichen Straßenverhältnissen geeignet?

    • Hi Nicole,

      ich war mal mit meiner Mutter und meinem ältesten Sohn mit Mietwagen unterwegs. Wir dachten auch, ein kleiner Wagen langt uns dicke. Doch: die Koffer, die man im Winter braucht sind einfach groß! Dazu noch der Fotokram und wir hatten das Problem, dass der Kofferraum viel zu klein war! Da passt bei kleinen Autos fast nichts rein!
      Nimm einen etwas größeres Fahrzeug – das macht im Preis nicht so viel aus. Und evtl fühlst Du dich dann auch sicherer!
      Die meisten Mietautos haben Spikesreifen.
      liebe Grüße

      Gabi

  4. Nachdem ich meine vorige Frage zum falschen Beitrag gestellt habe (sorry!), nochmal eine Frage zur Nordlichtfotografie. Wir haben „nur“ eine Bridgekamera, die Panasonic Lumix DMC-FZ150. Die genannten Einstellungsmöglichkeiten müsste die Kamera eigentlich auch haben, soweit ich das jetzt überblicke. Hast du Erfahrungswerte, ob das klappen kann?

  5. Noch eine Frage aus Facebook:
    Hallo Gabi, wir werden in 3 Wochen auf die Lofoten fahren und hoffen dort natürlich Nordlichter zu erwischen. Du schreibst in deinem Blog, dass du deine Kamera mit + korrigierst. Ich fotografiere eigentlich immer mit einer Minuskorrektur von 0,7. Ist diese Pluskorrektur extra so für die Nordlys? Und wie hoch stellst du die Korrektur ein? Wir waren ja auch im Sommer oben und haben da mal auch in einer (der vielen) Nächte auf Nordlys gewartet und dann sind uns die Objektive zugefroren. Ist euch das auch schon passiert? Was hilft dagegen? Übrigens- ganz starke Tipps von euch! Haben uns nun auch schon die Kamik Stiefeln besorgt.lG Änne

  6. @ Nicole: Wie im Artikel angesprochen, hängt die Bildqualität entscheidend von der Sensorgröße ab. Deine Lumix hat einen 1/2.3″ (6.17 x 4.55 mm) Sensor, wie die meisten Kompaktkameras, was wir nicht empfehlen. Zumindest bietet sie RAW-Format, was bei der Nachbearbeitung hilft und ist recht lichtstark. Stell die Kamera doch mal nachts bei klarem Sternenhimmel raus und mach Langzeitaufnahmen mit verschieden hohen ISO-Einstellungen. Da kannst Du schon gut erkennen, mit welcher Bildqualität Du auch beim Nordlicht rechnen kannst und ob Dir das genügt.

  7. @ Änne: Nachts messen viele Kameras anders, da geht die Korrektur auch schon mal in die andere Richtung. Halte einfach das Histogramm im Auge, dann erkennst Du schnell, welche Korrektur bei Deiner Kamera zu guten Ergebnissen führt.
    Klar ist uns das Einfrieren auch schon passiert. Dagegen hilft nur, die Kamera bei hoher Luftfeuchtigkeit nicht zu lange im Freien stehen zu lassen. Also zwischendurch mindestens den Objektivdeckel draufstecken, besser noch die Kamera mit unter die Jacke einpacken.

  8. Hallo !
    Euren Ausführungen ist kaum etwas hinzuzufügen, trotzdem noch paar Tipps:
    – Die ultimativen Stative für Polarlichtfotografien gibt es bei BERLEBACH (http://www.berlebach.de/?bereich=details&id=234) sehr stabil, aber auch nicht ganz leicht und ziemlich groß. Holz ist aber sehr angenehm zu tragen.
    – Bevor ich die Kamera nach der Fotosession mit ins Zimmer nehme, wickle ich sie in ein kleines Handtuch ein, dass verhindert das Beschlagen mit Feuchtigkeit. (Das Handtuch kann man vorher gut als Schal verwenden.)
    – Es ist ziemlich in Mode gekommen die Umgebung taghell abzubilden, dass sieht zwar ganz schön aus, entspricht aber nur selten der Realität, höchstens bei Vollmond im Rücken ( http://url9.de/RHi ).
    – Wer mit dem Gedanken spielt eine gebrauchte Spiegelreflex zu kaufen, sollte mal die D 700 von Nikon im Auge behalten. Seit es die 800 gibt, sind die Preise durchaus akzeptabel.

    LG
    Lutz

  9. Hallo Gabi und Gunther, herzlichen Dank erst einmal wieder für die ausführlichen Tips. Auch meine Reise auf die Vesteralen steht unmittelbar bevor und ich hoffe schöne Aufnahmen mit heimbringen zu können. Zur Kompelettierung meiner Ausrüstung habe ich mir noch ein Iso-SItzkissen besorgt und eine Schutzplane für meine Kamera, damit meine Kameraausrüstung auch die Walbeobachtungstour in Andenes übersteht. Auch eine Doppelsteckdose habe ich mir mitgenommen, da ich nicht denke, dass das Hotelzimmer (bin ja Alleinreisender) gut mit Steckdosen ausgestattet ist. Ich bin mir lediglich noch nicht im klaren darüber, was für einen Radius ich von Andenes aus bereisen kann. Sicher hängt das von der Witterung ab, aber ich möchte natürlich auch viel sehen.
    Herzliche Grüße aus Hamburg
    Christian

  10. Hallo ihr Beiden,
    sehr ausführlich erklärt, kann ich alles nur unterstreichen. Und bin froh, dies auch alles so gemacht zu haben.
    Ergänzend möchte ich hinzufügen, dass ich mit einem Canon EF 28mm 1:1,8 USM Objektiv fotografiert hatte, welches auch an einer APS-Kamera (Canon 7D) einen beachtlichen Bildausschnitt lieferte, damals noch für 356 €. Da ich vom Postschiff während der Fahrt fotografierte, hat mir die Offenbelende Zeiten unter 1 s ermöglicht.
    Nach dem Fokussieren habe ich das Objektiv mit einem Klebeband fixiert, um unabsichtlichtliches Verdrehen zu vermeiden.
    Ich wünsche euch weiterhin noch eine Vielzahl toller Fotos.
    Viele Grüße Niels

  11. Hallo Ihr Lieben,

    hab da mal ´ne Frage 😉 Wie kriege ich die ganzen Info in mein Hirn? 😉
    „wandernde Schärfe“ kannte ich bisher nur beim Essen, wenn etwas Scharfes den Hals hinunter brennt. Aber jetzt mal im Ernst, ihr habt da eine Masse an Infos eingestellt, dafür will ich einfach mal DANKE sagen.Hoffe, dass ich mich bald mal ausführlich mit der Bildbearbeitung beschäftigen kann.
    Auf euren angekündigten Beitrag zur RAW-Konvertierung und Nachbearbeitung bin ich schon sehr gespannt. Vielleicht habe ich ja doch wenigstens eine brauchbare Aufnahme vom Nordlicht gemacht?

    Weiterhin alles Gute und viele schöne Momente auf Reisen!

    Liebe Grüße
    Ursula

    PS: Am Blog-Voting habe ich schon teilgenommen.

  12. Danke, Gunter, für deine Antwort!
    Wir haben uns jetzt kurzerhand eine Nikon D-7000 zugelegt. Als ich das o.g. Tamron-Objekt dazu kaufen wollte, hat mir der Verkäufer für die Nordlichtfotografie das AF-S DX NIKKOR 35 mm 1:1,8G empfohlen, das wäre günstiger und besser für den Zweck geeignet. Was meinst du dazu? Danke im Voraus für deine Antwort!

  13. Hallo Familie Reichert,

    danke für die vielen Tipps in euren Blogs. Nordlichter möchte ich auch gern mal fotografieren, aber dieses Jahr geht es erst mal auf die Philippinen, die Heimat meiner Frau. Hoffentlich bin ich bis zum Sommer gut genug um tolle Fotos zu machen. Habe mir eine Canon 650d mit Tamron SP 17-50 VC, ein günstiges Stativ und Fernauslöser zugelegt.

    Habe manchmal Probleme den Fokus richtig zu bestimmen, na kann ja nur besser werden.

    Viele liebe Grüße
    Christian

  14. Hallo Fam Reichert,
    danke für die vielen Tipps ,danke für die tollen Bilder und das ihr eure Lebenseinstellung mit uns teilt.
    Wir sind seit dem 5.2 auf den Lofoten sitzen jetzt gerade in unsere Rorbuer in Hamnoy
    Eliassen,wir hatten am 6.2 -7.2 und heute früh fantastische Nordlichter ,heute früh
    in Grün in Rot in mischmasch alles halt ,wofür sich der Weg lohnt.
    Der Weg führt uns übrigens von Berlin – Kiel – Oslo – Trondheim -Tosbotnet und dann noch ein wenig Fähre von Bodö nach Moskenes, sozusagen der tollste Weg zwischen zwei Punkten.Der Sonnenuntergang in Bodö wars schon wert.
    Das Fahren war kein Problem 😉 aber Bremsen war nicht immer so Prickelnd,bei Temperaturen um 0 sind die Strassen glatter als wenns richtig knackig Kalt ist . Ralph

  15. @ Nicole,

    hallo Nicole, sorry für die verspätete Antwort, aber anscheinend hat Dein Verkäufer keine Ahnung von Nordlicht. Das 35mm-Nikon ist sehr gut, hat aber an der D7000 einen viel zu engen Aufnahmewinkel. Das ist schon mehr Standard- bis leichte Tele-Brennweite. Da bist Du mit dem Tamron 17-50 viel besser dran. Oder wenn schon Festbrennweite, dann ein Superweitwinkel wie z.B. das oben aufgelistete Walimex 2.8/14mm, damit kriegst Du auch einen ordentlichen Ausschnitt vom Himmel mit aufs Bild.
    Gunter

  16. Pingback: Nordnorwegen: Auf der Suche nach dem Nordlicht : Ausreisserin

  17. Hallo,
    ihr habt wahrscheinlich die einzige umfassende Anleitung, wie man Nordlichter fotografieren kann. Danke.
    Leider war bei unserem letzten Urlaub über Silvester nur Hochnebel vorhanden (FI -Yllas).
    VG
    Hermann

  18. Pingback: Liebster Award - 11 Fragen rund ums Reisebloggen : Ausreisserin

  19. Oha, drei Monate bis zur Reise auf die Lofoten ist noch sooo lang – aber mit den vielen Infos die ihr hier gebt, verfliegt die Zeit der Planung geradezu! Herzlichen Dank dafür!

    Mitte September scheint es dort durchaus „mal etwas windig“ zu sein und ich möchte meine 6D schon gern unbeschadet wieder mit nach Hause nehmen… 😉 Wie schützt ihr eure Objektive bei Fotoausflügen an einen Strand wenn das Salzwasser-/Sandgemisch im Sekundentakt die Linse verunreinigt? Ich liebe die raue See mit tollen Wellen aber meine letzten Erfahrungen waren eigentlich eher eine dauerhafte Reinigung der Linse und weniger der Fotogenuss, eher selten eine LZB.

    Polarlichter im Nieselregen werden doch dann kaum möglich sein oder täusche ich mich da? Wie schützt ihr eure Kamera in solchen Fällen? Ist evtl. eine Kamera-Regencape (sieht aus wie eine durchsichtige Plastiktüte) sinnvoll?

    Viele Grüße und Immer gutes Licht,
    Melanie
    fototante.de

  20. Ihr lieben Reicherts,
    ich möchte mich ganz herzlich für euer Nordlichttutorial bedanken! Es hat mir im letzten November sehr geholfen, als ich mir meinen Traum von der Hurtigrutenreise erfüllte, für die ich fast 5 Jahre gespart habe. In Svolvaer kam das Nordlicht mit voller Wucht „über uns“ und es war einfach großartig, da wir das Glück hatten, im Hafen zu liegen. Daher lag das Schiff still und vibrierte auch fast gar nicht. Mit eurer Hilfe sind mir auch einige schöne Fotos gelungen, obwohl ich erst seit zwei Jahren mit einer Canon 600D fotografiere. Auf der Hurtigrutenreise hatte ich dann eine Canon 700D dabei! Auf meinem blog könnt ihr euch gern davon überzeugen: http://www.brittalieder.blogspot.de
    Auf jeden Fall bin ich seitdem vom Nordlicht „angefixt“! Es ist ein so unglaubliches Erlebnis…das will man immer wieder erleben!
    Viele liebe Grüße,
    Britta

  21. Hallo ihr beiden
    Ich bin auf Eure Web-Seite gestoßen – einfach toll!
    Zur Nordlicht-Fotografie eine bescheidene Frage: Ist es sinnvoll, hierbei mit Pol-Filter zu arbeiten?
    Für eine schnelle Antwort wäre ich sehr dankbar.

    Liebe Grüße

    Albert

  22. Tolle Hilfe, besser geht es nicht. Dann kann es Mitte Februar losgehen in Richtung Island. Freue mich schon riesig.
    Habt Ihr auch schon mit Zeitraffer gearbeitet? Im Netz sind tolle Filme mit Nordlichtern.

    Liebe Grüß Dirk

    • Hallo Dirk,
      klar haben wir auch mit Zeitraffern gearbeitet. Die Nordlichtfilme auf unserem Blog sind entweder Überblendungen (langsamer) oder Zeitraffer (schnell). Wir sind gerade dabei, unser Nordlicht-Tutorial fertigzustellen, da werden wir auch auf die Grundlagen der Zeitrafferaufnahmen eingehen.
      lg Gunter

  23. Hallo Fam. reicherts und danke für die vilen Infos.Ich habe bisher nur Automatik fotografiert (Bridge FZ200, DigiTZ71) und da ich im Januar nach Norwegen fliege,um Nordlichter zu jagen,will ich den Schritt zu einer DSLR wagen und die Einstellung manuell usw. lernen. eine Kamera habe ich schon im Auge. Die D5300, möchte nun das RICHTIGE Ojektiv für die Polarlicht fotografie erwerben. festbrennweite oder oder? Bin völlig unbeholfen.Würde für ALLES Nikkor 18-200/3,5-5,6 (oder reicht 18-105?)wählen und als zweites eben die 35mm,f/1,8 oder ??? Gibts da verschiedene? Für Tagesaufnahmen werde ich wohl weiter mit meiner Bridge arbeiten, die kleine Kompakte ist wegen 30er Zoom gut für weit entferntes. Aber welche Entscheidung für die NACht/Dunkelheit,speziell Polarlichtszenen??? Danke für umgehnde Hilfe.LG Bärbel

  24. Hallo!

    Ich habe eine Canon 100D und werde Ende September in Island unterwegs sein. Welches Objektiv für Fotos von Nordlichtern und Sternen könnt ihr mir denn da empfehlen?

    Danke und lg

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