Wie wir in Norwegen dem Regen davongeradelt sind – Esra & Josi berichten

Die Straße ist schmal und kaum befahren.

Das Geschenk, welches Josi und ich im August am ersten Tag der Reise von unserer Busfahrerin bekommen, wird man im Nachhinein leicht als Omen oder Vorzeichen deuten können. Josi sollte es die gesamten 2.000 Kilometer auf ihrem Gepäckträger herumfahren, stets bereit, es bei einer Pause am Straßenrand zu entfalten. Es sollte oft von uns benutzt werden, wenn auch nicht während der Fahrt. Es ist schwarz und hat bestimmt nicht viel gekostet, doch an diesem ersten Tag ist es für uns sehr wertvoll. Es ist ein Regenschirm. Radreise…ohne Fahrräder? Josi und ich sind gerade am Flughafen in Bergen gelandet. Hier soll sie losgehen, unsere nächste Radtour. Erst wollen wir nach Norden fahren, zum Geiranger-Fjord, dann via Oslo in Richtung Schweden weiter. …
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Esras Radtour durch die Alpen: 800 Kilometer über die höchsten Straßenpässe Europas.

Sommer 2016: Meine Reise über die Alpen nahm ihren Anfang in einem trägen Geoinformatik-Seminar, als mich Falk, ein Kommilitone, fragte: „Sag mal Esra, du fährst doch so viel Rad… hast du Lust, mal die französischen Alpen zu überqueren?“. Ich war zwar noch nie in den Alpen gewesen, doch natürlich sagte ich zu. Ich bin gerne spontan und optimistisch – eine Verhaltensweise, die sich schon auf einigen Radtouren bewährt hat, und ich nun auch anwende, wenn ich nicht gerade auf Tour bin. Ein paar Wochen später saßen wir im Zug zum Genfer See. Unser Ziel war das Mittelmeer, 800 Kilometer weit entfernt. Auf unserem Weg von Lausanne nach Nizza folgen wir meistens der Route des Grandes Alpes. Die höchsten Straßenpässe in …
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Mit wenig Geld von Budapest nach Zürich – Radreise von Esra & Josi

Ein einzelnes Zelt steht in der ungarischen Landschaft, daneben liegen zwei Fahrräder, und darauf scheint die Morgensonne. Es ist gerade mal halb sieben, doch unser Zelt ist schon auf dem besten Weg, ein kleines Gewächshaus zu werden. Wie gewohnt fängt also auch dieser Tag der Radreise früh an, wir packen alles zusammen und sind lange vor acht Uhr schon auf der Straße; für Studenten ist das noch mitten in der Nacht! Noch wissen wir es nicht, als wir auf den Ungarischen Landstraßen Richtung Nordwesten fahren, doch meine Freundin und Ich werden auf dieser Reise keinen Cent für Übernachtungen ausgeben. Was anfangs nur eine vage Idee war („Wär‘ schon cool, wenn wir immer einen Platz finden würden, wo wir kostenlos zelten …
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Esra’s Auslandsemester in Göteborg – Rückblickende Gedanken

Das Auslandssemester neigt sich dem Ende zu, morgen ist das letzte Seminar an der Uni. Bald sitze ich wieder im Zug nach Deutschland und die Monate hier in Schweden werden früher oder später unter „Gute alte Zeit“ archiviert. Wie war es denn nun so, ein halbes Jahr in Skandinavien zu leben und zu studieren? Was waren die größten Unterschiede im Alltag? Ich habe mal ein paar Punkte zusammengeschrieben, die für mich das Leben hier wirklich schön (und manchmal umständlich) gemacht haben. Die Walderreichbarkeit Meine bescheidene Bleibe (ein Container, nett ausgebaut) liegt sehr zentral, die Stadtmitte ist keine zwei Kilometer entfernt. Trotzdem liegt wortwörtlich direkt vor meiner Haustür ein Hektar Wald. Überall in der Stadt sind Parks oder kleine Stücke Wald, …
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Kanelbullar, Lagom & Allemansrätten – Esra berichtet von seinem Auslandssemester in Göteborg, Schweden.

Als ich vor etwa einem Monat mit einem großen Rucksack und einem voll beladenen Rad am Göteborger Hauptbahnhof ankam, rangen Vorfreude und Müdigkeit miteinander. Es war früh am Morgen und ich hatte die ganze Nacht über kein Auge zugetan, da ich etliche Male umsteigen musste und generell in Zügen nicht schlafen kann. Was würde das Semester in der neuen (aber nicht gänzlich unbekannten) Stadt bereithalten? Ich studiere hier Geowissenschaften, und die Uni begann gleich am ersten Tag. Ich war eigentlich nur zum Institut gelaufen, um endgültig zu klären, welche Kurse ich belegen würde – und erfuhr dann, dass der erste Kurs bereits nebenan im Gange war! Hier in Schweden laufen die Kurse übrigens nicht parallel, sondern immer einer nach dem …
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Ein etwas anderer Leuchtturm – Rezept inklusive

Leuchttürme spielen in unserer Familie eine besondere Rolle. Wir suchen auf unseren Reisen die größten und die kleinsten, die beeindruckendsten und auch die unscheinbarsten Leuchttürme auf, um sie im besten Licht einzufangen – manchmal auch nachts, wenn das Licht von ihnen selbst ausgeht. Wir haben schon stundenlange Wanderungen unternommen, um einen besonders abgelegenen Leuchtturm zu erreichen, wir haben Bilder von Leuchttürmen unter den Nordlichtern geschossen, und wir haben sogar schon mehrmals für ein paar Tage in einem Leuchtturm gewohnt. Eine unserer schönsten Reiseerinnerungen ist die Zeit, die wir mit einer Handvoll anderer Leute auf einer kleinen Leuchtturminsel vor den norwegischen Vesteralen verbracht haben. Als ich also letztens den Lebkuchenteig ansetzte, war bereits klar, was daraus werden würde: keine Armee süßer …
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Regenwald, Kratersee, Pazifikküste – die natürliche Vielfalt der amerikanischen Westküste

Wizard's Island im Crater Lake, OR.

Die Reise ist zwar vorbei, der Reisebericht allerdings noch lange nicht! Nach dem letzten Artikel über die Städte der Westküste berichte ich hier über die Zeit, als meine Kommilitonin und gute Freundin Sandra und ich wir uns wieder in die Natur wagten. Im Bundestaat Washington findet man viele temperierte Regenwälder – es ist also nicht verwunderlich, dass man dort recht oft in einen Regenschauer gerät. 4.000 mm Niederschlag fallen an den feuchtesten Orten in Washington, und als wir dort im März herumziehen, fällt gerade ungewöhnlich viel Regen für die Region. Das Sauwetter treibt uns erst in die Städte, doch als es schließlich etwas abschwächt stehen wieder Nationalparks auf dem Plan. Der Rockport State Park ist ein winzig kleiner Park, verglichen …
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Die Städte des amerikanischen Nordwestens – Portland, Seatle und Vancouver

Selbst der beste Plan überlebt nicht den ersten Feindkontakt. Unser Reiseplan ist keine Ausnahme dieser Regel. Der Feind, in unserem Fall, ist das Wetter. Als wir im Süden Oregons in der Nähe des Crater Lake National Parks sind, erfahren wir, dass dieser wegen unbändigbarer Schneemassen unzugänglich ist. Und während in der Höhe Schnee fällt, prasselt unten an der Küste der Regen. Den Olympic National Park können wir auch nicht besuchen, wenn es wie aus Eimern regnet, daher wird der Plan kurzerhand über Bord geworfen und wir schauen uns so lange die Städte an, bis das Wetter sich bessert. Von Süden kommend liegt Portland als erstes auf unserem Wege. Portland – Refugium von allem Alternativen. Wie in San Francisco besuchen wir …
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Nationalparks Californiens in der Vorsaison

Sandra im Redwood Wald

  Californiens Nationalparks   Zwei Nächte in San Francisco waren uns genug Zivilisation – eigentlich bereisen Sandra und ich die USA wegen der grandiosen Naturlandschaften. Wir holten also unser Auto ab und starteten unseren großen Roadtrip entlang der Westküste. Der fahrbare Untersatz, den wir uns gemietet haben, entspricht in etwa einem VW Bus, nur dass er eben ein Ford ist. Er ist ausgesprochen bunt bemalt und wir nennen ihn Henry. Henry hat ein großes Bett, einen Kühlschrank, einen Gaskocher und sogar eine kleine Spüle, bietet also ausreichend Komfort für zwei Studenten, die eigentlich von vornherein keine sonderlich hohen Ansprüche haben. Zuerst fahren wir Henry nach Süden, an der Küste entlang nach Monterey, um dort zu Tauchen. Da wir aber zu …
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USA – nach 17 Jahren wieder zurück. Eine Geographie-Exkursion von Esra.

Zwei Geographie-Studenten auf USA Reise: meine Kommilitonin und gute Freundin Sandra und ich.

Als Geographiestudent muss man auch auf Exkursion gehen – ich flieg in die USA. Aber wäre ja doof, nur zwei Wochen dort zu verbringen, wenn man auch sechs Wochen da sein kann, oder? Das dachten sich zumindest eine Kommilitonin und ich uns, und buchten den Flug vier Wochen eher. Seit Donnerstag sind wir jetzt in San Francisco, Samstagmorgen holen wir unseren gemieteten Camper ab. Dann geht’s richtig los. Aber erst einmal ein paar Fotos von der Stadt. Zwei Geographie-Studenten auf USA Reise: meine Kommilitonin und gute Freundin Sandra und ich. Sandra und ich sind Mitglieder bei Servas. das funktioniert ca. so wie Couchsurfing: man hat eine Liste mit Gastbegern, und die kann man dann als Reisender kontaktieren und besuchen. Wir …
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