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Nordlicht-Sichtungen an ungewöhnlichen Orten

 

Du möchtest einmal in deinem Leben Nordlichter mit eigenen Augen sehen? Vielleicht befasst du dich ja schon mit der Planung einer Nordlichtreise.

Du könntest auch Glück haben und das Nordlicht kommt sogar zu dir nach Hause.

Wir beobachten bereits seit Jahren aufmerksam die Meldungen über die Sonnenfleckenaktivitäten und die davon abhängigen Nordlicht-Erscheinungen.

Im Jahr 2005 beobachtete und fotografierte ich das Nordlicht zum ersten Mal in Norwegen. Damals besuchte ich die Vesteralen, um Orcas im Tysfjord zu fotografieren.

Seitdem fuhren wir mehrfach in den hohen Norden, um das außergewöhnlich beeindruckende Schauspiel zu erleben. Mit unseren drei Kindern verbrachten wir sogar einen ganzen Winter in Skandinaviens Norden. Das ist übrigens die schönste Art Nordlichter zu beobachten – gemeinsam mit der Familie.

 

Immer gut informiert sein mit einer Nordlichtvorhersage

Ich schaue zwar nicht jeden Tag auf die Nordlichtvorhersagen im Internet, kriege aber immer mit, wenn die Nordlichtaktivität stark ansteigt. Auf Facebook bin ich Mitglied in mehreren Nordlichtgruppen. Das ist praktisch, weil ich so immer auf dem Laufenden bleibe, auch wenn wir gerade nicht im Norden unterwegs sind. Die Mitgliedschaft in den Nordlicht-Foren bescherte mir bereits zweimal außergewöhnliche Nordlichtmöglichkeiten, ohne dass ich den weiten Weg nach Nord-Skandinavien auf mich nehmen musste.

 

Nordlicht auf der Belle Ile in der Bretagne

Unsere bisher südlichste Nordlichterfahrung erlebten wir im März 2015 auf der Belle Ile en Mer in der Bretagne. Während unseres Inselaufenthaltes erreichte mich die Meldung, dass ein KP Wert von 8 angekündigt war. KP 9 ist der höchste Wert, der erreicht werden kann. Bei KP 8 kann sich das Nordlicht bis zum 50. Breitengrad ausdehnen, also bis zum Rhein-Main-Gebiet.

Die Belle Ile liegt zwischen dem 47. und 48. Breitengrad. Wir hatten also eine reale Chance, dort Nordlicht zu beobachten, wenn auch nur dicht über den nördlichen Horizont.

Es ist natürlich wichtig, auf Fotos nicht nur Meer, Nordlicht und die Sterne zu sehen, denn das Foto könnte ja überall aufgenommen worden sein. Eine Sehenswürdigkeit oder ein Wahrzeichen sollte schon im Bild zu sehen sein.

Wir wählten den Grand Phare, den größten Leuchtturm auf der Belle Ile dafür aus. Als wir am Grand Phare ankamen, war es tiefschwarze Nacht, nur die Sterne funkelten am wolkenlosen Firmament.

Wir schossen uns fotografisch auf den Leuchtturm ein, die Abstimmung der Belichtung in tiefschwarzer Nacht mit einem grellen Leuchtturmlicht ist kein Kinderspiel. Nach einer Weile zeigte sich ein schwaches, rotes, diffuses Leuchten am Horizont. Nicht wirklich spektakulär, aber wir waren sofort aus dem Häuschen. Nordlicht in der Bretagne! Die Lichterscheinung hielt leider nur kurz an, dann war der Himmel wieder tiefschwarz.

Phare de Goulphar, Belle Ile, Bretagne

Phare de Goulphar, Belle Ile, Bretagne. Der schwache rote Widerschein einer starken Polarlichteruption weiter im Norden ist noch in der Süd-Bretagne zu sehen.

Phare de Goulphar, Belle Ile, Bretagne

Phare de Goulphar, Belle Ile, Bretagne. Eine halbe Stunde vor dem roten Himmelsleuchten war davon noch nichts zu sehen. Also war das auch kein Widerschein einer Stadtbeleuchtung.

Die Belle Ile mit zahlreichen Blogbeiträgen – auch mit Interview des Leuchtturmwärters

Als Zugabe leuchtet das Meer in der Nacht

Aber wir gaben nicht so schnell auf. Wir eilten zur Nordseite der Insel und schauten am Grand Sable, dem großen weiten Sandstrand, übers Meer Richtung Norden. Wir hörten die Wellen rauschen, sahen aber nichts. Aber irgendwie spiegelten sich die funkelnden Sterne seltsam im Wasser

Das waren keine Reflektionen, das war die Biolumineszenz im Meer. Unzählige winzige Algen leuchteten dicht unter der Wasseroberfläche, als wären es pflanzliche Glühwürmchen. Wir versuchten, dieses Phänomen fotografisch festzuhalten, es gelang uns jedoch nicht. Schade. Aber, es einmal gesehen zu haben war genial.

So hatten wir an einem einzigen Abend zwei völlig unterschiedliche Naturphänomene erlebt, Nordlicht und leuchtendes Meer. Frierend aber euphorisiert fuhren wir zurück in die Ferienwohnung und gönnten uns etwas Warmes zu trinken. Den Rest der Reise suchten wir nachts an der Küste nach Spuren von Biolumineszenz, fanden sie aber nicht mehr.

Dem zweiten, weit im Süden sichtbaren Nordlicht begegneten wir im März 2016 auf Sylt

Endlich schafften wir es auch, in Deutschland das Nordlicht zu fotografieren. Zwar nicht zuhause, aber während unseres Aufenthaltes auf Sylt. Übrigens ist der Ellenbogen auf Sylt der nördlichtste Landzipfel Deutschlands.

Auch hier suchten wir uns als Vordergrundmotiv den Leuchtturm  List West als Landmarke. Logischerweise ist es schwieriger, das Nordlicht mit dem starken Licht des Leuchtturms zu fotografieren. Das gleiche Problem wie auf der Belle Ile. Ich denke aber, die Mühe, diese beiden Lichterscheinungen auf einem Foto zu vereinen hat sich gelohnt.

Den ausführlichen Blogbericht mit weiteren Fotos dazu findest du hier.

Nordlicht am Leuchtturm List West, Sylt, Deutschland

Nordlicht am Leuchtturm List West, Sylt. Grünes Nordlicht ist im Süden wesentlich seltener, weil es viel näher über der Erdoberfläche angesiedelt ist

Nordlicht am Leuchtturm List West, Sylt, Deutschland

Nordlicht am Leuchtturm List West, Sylt. Das ist der typische weiter im Süden zu beobachtende lila-rote Schimmer

Die Insel Sylt mit Dackel hier im Blog

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Fotografisches und optisch sichtbares Nordlicht

Ist Nordlicht in unseren Breitengraden zu sehen, ist es in der Regel sehr schwach, nicht mehr als ein schwacher Schimmer. Der Kamerasensor reagiert wesentlich empfindlicher auf diese Lichterscheinung als unser Auge und stellt es viel intensiver dar. Deswegen hat sich unter Nordlicht-Fans der Begriff „fotografisches Nordlicht“ etabliert.

In den Polargebieten gibt es ebenfalls fotografisches Nordlicht. Das ist aber fast immer der Vorbote von richtigen Nordlicht-Ausbrüchen.

So können wir unsere Digitalkameras quasi als Himmels-Scanner benutzen, um beginnende Nordlicht-Aktivitäten auszumachen. Wenn es dann richtig abgeht, sind wir bereit und haben unseren Aufnahme-Standort schon bezogen.

Kann man den Fotos von Nordlicht ansehen, ob es fotografisches oder mit dem Auge gut sichtbares Nordlicht gewesen ist?

Wir denken, schon. Das schwache fotografische Nordlicht ist diffus und konturlos, eigentlich nur eine leuchtende, meist grünliche Wolke.
Wird es dann stärker, zeigt es immer mehr seine Formen, Strahlen und Bewegungen. Die Bilder von wabernden grünen Vorhängen und strahlenförmigen Koronen sind auch in Wirklichkeit so eindrucksvoll und mitreißend.

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Wo haben wir sonst noch Nordlicht beobachtet?

In den letzten Jahren durften wir aber auch in Schweden schon Nordlichter beobachten. Etwa 80 Kilometer südwestlich von Stockholm auf der Farm unserer Freunde sahen wir richtig kräftiges Nordlicht, und im gleichen Winter überraschte uns in Schwedisch Lappland bei Minus 40° C ein wahnsinnig starker Ausbruch auf der Rückreise nach Deutschland.

Kräftiges Nordlicht, wie hier ein Bogen in Schwedisch Lappland hat meist deutliche sichtbare Struktur

Kräftiges Nordlicht, wie hier ein Bogen in Schwedisch Lappland hat meist deutliche sichtbare Struktur

Askö, Stockholm, Schweden

Askö, Stockholm, Schweden. Schwaches Nordlicht hinter den Wolken. Die orangenen Lichter links und rechts sind Reflektionen von Dorfbeleuchtungen.

Im August 2014 sahen wir Nordlicht an zwei Abenden auf den finnischen Aland-Inseln

Rotes Nordlicht, Aland

Rotes Nordlicht, Aland. Dies ist ein weit entferntes starkes Nordlicht. Das lila Leuchten oben tritt nur bei sehr starken magnetosphärischen Störungen auf.

Schwaches Nordlicht, Aland, Finnland

Nordlicht auf Åland, Finnland. Es war relativ schwach, aber auch mit den Augen gut erkennbar da es sich leicht bewegte und deswegen eine sichtbare Struktur aufweist.

Ausführlicher Reisebericht zu den finnischen Aland Inseln

Im April 2013 erlebten wir auf den schottischen Shetland Inseln ein besonderes, grünes Nordlicht am nördlichen Horizont über der Nordsee

Eshaness Leuchtturm, Shetland

Eshaness Leuchtturm, Shetland. Das Nordlicht war hier schon in der Abklingphase.

Nordlicht in Eshaness, Shetland

Nordlicht in Eshaness, Shetland. Auf dem Höhepunkt war das grüne Band gut zu sehen. Die Klippen wurden vom Leuchtturm illuminiert.

Ganz besonders war für uns die Location. Wir wohnten für eine Woche im Eshaness Leuchtturm, der hoch über den Klippen steht. Die Region ist sehr einsam, es gibt keine Lichtverschmutzung, sieht man einmal vom grellen Lichtstrahl des Leuchtturms ab. Es war für uns genial, direkt in einer solchen Kulisse zu wohnen. Wir mussten einfach nur die Tür öffnen und rausgehen und schon standen wir auf den unglaublich gewaltigen Klippen über dem tosenden Meer. Leider verpassten wir rotes Nordlicht an diesem Abend, weil wir kurz drinnen waren um uns aufzuwärmen. Ich sah das grandiose sehr farbkräftige und strukturierte Licht durch das Fenster der Ferienwohnung. Der Kamera, die draußen aufgestellt war, um Zeitrafferaufnahmen zu schießen, war die Batterie ausgegangen. Schade!

Sheltand Live Reisebericht

Nordlichter auf den Lofoten, Norwegen

Eine Corona, Lofoten

Eine Corona, Lofoten. Coronen sind die kräftigsten und am schnellsten beweglichen Nordlichter, meist direkt über dem Beobachter.

Rotes Nordlicht, Lofoten

Rotes Nordlicht, Lofoten. Rotes Licht entsteht in etwa 400 km Höhe, grünes Licht in etwa 200 km.

Starkes Nordlicht auf den Lofoten

Starkes Nordlicht auf den Lofoten. Solch ein starker Ausbruch ist in dieser Intensität nur in den Polarregionen zu beobachten.

Live Reisebericht Lofoten im Winter

Nördlich des Polarkreises, auf den Lofoten und Vesteralen ist es natürlich möglich auch bei geringer Nordlichtaktivität Nordlichter aufzunehmen. Bei hohen KP Werten wird es aber besonders spannend, weil dann die Nordlichter auch über den Köpfen der Beobachter tanzen. Das nennt sich dann eine Nordlicht Corona. Oft kommt es zu sehr schnell bewegten, sehr farbigen teilweise grell grünen Nordlichtern. Die Nordlichtbeobachtung im Norden ist spannender als die im Süden. Trotzdem freuten wir uns über jedes Nordlicht, welches wir fotografieren konnten. Im Süden wesentlich weniger spektakulär aber umso seltener.

Unser Tipp – sei immer bereit, Nordlichter zu sehen!

Also, als Tipp für dich: Nordlicht kann jederzeit und überall in Nordeuropa vorkommen. Und kann sogar, wenn auch äußerst selten, relativ weit im Süden zu sehen sein.

Als Empfehlung für deine anstehende Nordlichtreise: Wir haben ein informatives Buch über alles, was die Reise zum Nordlicht betrifft, geschrieben. Über das Erleben, über praktische Dinge und natürlich ausführlich über das Fotografieren dieser Himmelserscheinung.

Dein Weg zum Nordlichtbuch, Gabi & Gunter Reichert

Dein Weg zum Nordlichtbuch, Gabi & Gunter Reichert

„Dein Weg zum Nordlichtfoto“ von Gabi & Gunter Reichert – auf 164 Seiten geballte Information zum Thema! Jetzt als EBook für 15 Euro in unserem Buchladen!

 

Der Leuchtturm-Dackel, Mit Hund auf Leuchtturm-Reise durch Europa

Wir brauchen Deine Hilfe. Unser Buch, welches zuerst den Titel „Unser Dackel ist geTürmt“ hatte, bekommt einen neuen Titel. Es scheint, als verwirrte der Titel zu sehr. Die Leute dachten, unser Dackel wäre weggelaufen.

Jetzt drucken wir die erste „richtige“ Auflage des Dackel-Leuchtturm Buchs mit einem klaren Titel. Das Buch heißt nun: „Der Leuchtturm-Dackel, Mit Hund auf Leuchtturm-Reise durch Europa“. Auch das Titelfoto ist nun ein anderes. Es zeigt unseren Dackel vor dem Leuchtturm När auf der Insel Gotland in Schweden.

Jetzt haben wir drei verschiedene Cover Versionen und wüssten gern, welche du  am liebsten magst!

Findest du den Titel so besser als zuvor?

Hättest du noch bessere Vorschläge?

Wir würden uns sehr freuen, deine Meinung zu hören!

Der Leuchtturm Dackel - Buch Cover 1

Der Leuchtturm Dackel – Buch Cover 1

Der Leuchtturm Dackel - Buch Cover 2

Der Leuchtturm Dackel – Buch Cover 2

Der Leuchtturm Dackel - Buch Cover 3

Der Leuchtturm Dackel – Buch Cover 3

Das hier ist das ursprüngliche Cover.

Dackel auf Leuchtturm Reise

Dackel auf Leuchtturm Reise

Übrigens ist unsere Grindel im August/September-Heft 5/2019 von DOGStoday mit einer Story über die schwedische Insel Gotland vertreten.
Der Titel: Dackelblick & Leuchtfeuer

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Was haben wir alles in den 192 Seiten starken Band hineingepackt?

    • gewohnt eindrucksvolle Fotografien landschaftlich traumhaft gelegener Leuchttürme, mit Dackel, ohne Dackel und bei Nacht
    • Informationen zum jeweiligen Leuchtturm mit Landkarten
    • GPS-Daten der Leuchttürme
    • ausgewählte Zitate zum Träumen, Nachdenken oder Schmunzeln
    • persönliche Reportagen zu hundefreundlichen Reisezielen
    • Tipps zu Reisen mit Hund ins Ausland
    • Ratschläge für erfolgreiche Hundefotos
    • und natürlich unseren gutgelaunten Dackel als wichtigen Spaßfaktor

Lass dich also für deine nächste Leuchtturmtour inspirieren. Lies nach, welche Reiseziele wir Hundebesitzern besonders empfehlen können. Oder genieße einfach die Fotos und Zitate im DIN A5 Bildband.

»Unser Dackel… als Hund eine Katastrophe – als Mensch unersetzlich!« Johannes Rau

 

Das 192 seitige, durchweg farbige Buch wird es ab Mitte September als gedrucktes Buch in Softcover für 18 Euro und als EBook 10 Euro geben.

 Softcover Buch, plus Porto und Verpackung/Deutschland kosten zusammen 20,20 Euro!
Der Versand über Deutschlands Grenzen hinaus kostet 7 Euro, das macht dann 25 Euro für unsere europäischen Besteller.

(Klick auf Jetzt Kaufen führt Dich zu unserem Shopsystem Sendowl, Bezahlung per PayPal).

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Hier unsere Widerrufsbelehrung und die AGB

Bist Du nicht zufrieden, kannst du das Buch innerhalb von 14 Tagen zurückgeben – siehe die Widerrufsbelehrung oben.

Du möchtest das Buch auf Rechnung kaufen? Schreib uns an: gabi@5reicherts.com

 

Die ausführliche Beschreibung des Buches und zahlreiche Fotos aus dem Innenteil findest du hier:

 

Das Auslandssemester neigt sich dem Ende zu, morgen ist das letzte Seminar an der Uni. Bald sitze ich wieder im Zug nach Deutschland und die Monate hier in Schweden werden früher oder später unter „Gute alte Zeit“ archiviert. Wie war es denn nun so, ein halbes Jahr in Skandinavien zu leben und zu studieren? Was waren die größten Unterschiede im Alltag? Ich habe mal ein paar Punkte zusammengeschrieben, die für mich das Leben hier wirklich schön (und manchmal umständlich) gemacht haben.

Die Walderreichbarkeit

Meine bescheidene Bleibe (ein Container, nett ausgebaut) liegt sehr zentral, die Stadtmitte ist keine zwei Kilometer entfernt. Trotzdem liegt wortwörtlich direkt vor meiner Haustür ein Hektar Wald. Überall in der Stadt sind Parks oder kleine Stücke Wald, die an den steilen Hängen der Hügel wachsen, die man nicht bebaut hat. Das Grün vor meinem Container ist aber kein Park mit angelegten Wegen und gepflegten Bäumen, es ist einfach eine kleine Enklave Wald in der Stadt, mit einer kleinen moorigen Fläche, einem Trampelpfad und einem Picknicktisch am anderen Ende, wo die Aussicht toll ist.

50 Meter von meiner Haustür entfernt war im März der Boden noch eingefroren.

Bei Nebel wurde aus dem natürlichen Refugium ein Hexenwald.

Hinter dem Wald hat man eine schicke Aussicht.

Und wenn man einen Kilometer nach Süden läuft und den Botanischen Garten durchquert, kommt man ins Naturreservat. Das ist einfach ein großer Wald, mit Seen und Wanderwegen, direkt im Süden der zweitgrößten Stadt Schwedens. Da ich gerne in der Natur herumlaufe, habe ich das Grünflächenangebot Göteborgs sehr genossen. Zuhause vermisse ich die Bäume – Rheinhessen ist die waldärmste Gegend in ganz Deutschland.

Allemansrätten (Das „Jedermannsrecht“)

Und wo wir gerade bei der Natur sind: In Schweden wird das Outdoor-Leben großgeschrieben. Wandern gehen, Kanufahren, Klettern, und Skifahren genießen hier allesamt Volkssportstatus. Und da die Schweden gerne in der Natur sind, ist es hier auch legal, auf allen wilden Grünflächen zu zelten.
Als Josi, meine Freundin, letztens hier war, haben wir also einfach die Räder genommen und sind mit einem geborgten Zelt irgendwo hingefahren. Nach ein paar Stunden waren wir am Meer, ein gutes Stück entfernt von der nächsten kleinen Siedlung, und hatten komplett unsere Ruhe. Wildgänse und Möwen haben die Luft mit einer wunderbaren Geräuschkulisse gefüllt, und das stille Wasser war nur ein bisschen zu kalt, um darin zu schwimmen (versucht haben wir es natürlich trotzdem).

Mit dem Rad ans Ende der Straße – und noch ein bisschen weiter!

Zelten ist überall erlaubt.

Josi und ihre Spiegellung im Dämmerlichtt.

Rad!

Und während man in Deutschland das Zelt beim Wildcampen immer schön verstecken muss, dass auch ja kein übereifriger Spaziergänger morgens um halb sieben die Polizei zwecks Verjagen der Camper ruft, kann man hier in Schweden ganz entspannt auf jeder passenden Fläche im Freien das Zelt aufschlagen. Himmlisch!

Systembolaget und ökonomischer Vegetarismus

Um wieder thematisch von der Natur in die Stadt zurückzukehren: Das Einkaufsverhalten ist hier in Schweden definitiv anders als zuhause. In Deutschland plant man seine Einkäufe brav um den heiligen Sonntag herum, an dem die Pforten aller Supermärkte mit der Selbstverständlichkeit des Amens in der Kirche verschlossen bleiben. Hier in Schweden (genau wie im Großteil vom Rest der Welt) stößt dieses Konzept auf Stirnrunzeln. Hier hat nämlich alles auf, bis auf Systembolaget. Das ist der einzige Laden, der Alkohol mit mehr als 3,5 Umdrehungen verkaufen darf. Staatlich kontrolliert, mit astronomischen Preisen und drakonischen Öffnungszeiten (Der Laden macht samstags bereits um 15 Uhr zu!) kauft man hier das Bier nicht Kisten-, sondern Dosen-weise. Die billigste Fasche Vodka ist aus Plastik und kostet trotz Desinfektionsmittelgeschmack noch über 20€, und das billigste Dosenbier will immerhin noch mit über einem Euro bezahlt werden. Damit will der Schwedische Staat den Alkoholkonsum seiner Bevölkerung in Grenzen halten. Weniger Alkohol als die Deutschen trinken die Schweden jedoch nicht. Sie trinken ihren Alkohol nur eben an weniger Tagen im Jahr. Eine Party wird hier der Preise wegen auch ohne Alkohol vom Gastgeber organisiert, außer die Person ist reich wie ein Ölscheich. Es bringt einfach jeder Sein Bier selbst mit.
Was das Essen angeht, so ist das Angebot nicht viel anders als in Deutschland, nur muss eben das ganze Gemüse auf seinem Weg vom Süden nochmal tausend Kilometer mehr im Lastwagen verbringen und ist daher etwas kleiner und älter. Und wenn ein Stück Fleisch auf dem Kassenband liegt, weint das Portemonnaie bittere Tränen. Das führt dazu, dass ich mich hier weitgehend vegetarisch ernährt habe. Eine Packung Hühnchen hat nur zu seltenen Anlässen seinen Weg in meine Pfanne gefunden.

Bildertouren

Wenn man mitten in einer schönen Stad lebt und dazu noch Sohn zweier Fotografen ist, dann zieht es einen immer wiederbei gutem Licht nach draußen. Ich habe es sehr genossen, immer wieder mit der Kamera und gelegentlich dem kleinen Rollei Stativ die Stadt zu fotografieren. Ob bei Nebel im Winter oder der späten Dämmerung im Sommer, Göteborg hat immer ein Motiv zu bieten.

Blaue Stunde an der berühmten Fischkirche.

Neblige Stimmung über der Hauptverkehrsstraße.

Nach 23 Uhr geht im Sommer immer noch was ab am Himmel.

In der Nähe des Hafens und der Innenstadt.

Mein 133. Sonnenuntergang in dieser tollen Stadt.

Und nochmal Nebelstimmung vom feinsten!

Fahrradinfrastruktur, Spikesreifen und die Fahrradküche

Wer mich kennt weiß, dass ich selten auf vier Rädern unterwegs bin. Zwei sind mir viel lieber, und deswegen habe ich mein Fahrrad auch mit nach Göteborg gebracht. Und ich muss wirklich sagen: zum Radfahren ist diese Stadt perfekt geeignet. Überall hin führt ein Radweg, teilweise auch schön getrennt von Fußwegen und Straße, damit sich dort keiner drauf verirrt. Die erstklassige Beschilderung lässt einen entspannt auch ohne Karte auf dem Handy fahren, denn jeder Stadtteil in der Nähe ist auf den Schildern aufgeführt. Viele Radwege haben auch einen Mittelstreifen, wie eine richtige Straße, und die Autofahrer in Göteborg sind sehr rücksichtsvoll, weil sie ja daran gewöhnt sind, mit Radlern die Stadt zu teilen. Es ist also ein Fahrradparadies! …Naja, nicht ganz. Manchmal ist der Radweg immer auf der falschen Straßenseite, man muss diese also dauernd wechseln. Und nicht jeder Weg ist brav getrennt vom Fußweg, was bedeutet, dass die Klingel schnell ausleiert.

Mein treues Rad lauert auf die nächste Fahrt.

Die Radwege sind teilweise so breit wie die Straße.

Im Januar war auf jeden Fall noch ein Stück Spezialausrüstung notwendig: Spikesreifen. Zwar wird immer und überall gestreut (zum Glück kein Salz), aber doch will man bei eisigen Konditionen die kleinen Stahlnoppen am Reifen haben. Das tiefe Summen der Reifen auf Asphalt ist dann überall zu hören, denn viele Radfahrer von hier lassen sich nicht von ein paar Grad unter Null und Schneegestöber aus dem Sattel treiben.
Und wer ohne Rad gekommen ist, kann ganz schnell eins bekommen, man muss nur zu „Cykelkötek“ gehen: der Fahrradküche. Das ist eine große, öffentliche Fahrradwerkstatt in der Nähe des Zentrums, wo alle alten, eingesammelten Räder der Stadt hingebracht werden. Wenn ein Mietshausbesitzer alle Jahre wieder die hinterlassenen Drahtesel vor seiner Immobilie abflext, dann landen die in der Fahrradküche. Und dort kann man für 5€ Mitglied werden, sich eines der rostigen, klapperigen Gestelle mit zwei platten Reifen aussuchen, und es mithilfe eines riesengroßen Magazins an Werkzeugen und kostenlosen Ersatzteilen wieder in einen fahrbaren Untersatz verwandeln. Genau das habe ich für Josi getan, damit sie hier auch ein Rad hatte, als sie mich mehrmals besuchen kam.

Alles in allem kann ich kaum etwas Negatives über dieses Semester sagen. Die Uni war Top, die Kurse spannend, und ich habe tatsächlich auch zwei, drei echte Freunde kennen gelernt, mit denen ich auch weiterhin in Kontakt sein werde. Nur mein Konto, das hat hart einstecken müssen. Grün und blau geschlagen liegt es in der Ecke und will nach Hause, wo eine Fahrradtasche voll mit den günstigeren Lebensmitteln im Supermarkt nicht 40€, sondern 15€ kostet.

Im April hab ich mal alle zusammengetrommelt, um ein Gruppenfoto zu machen.

Noch eins!

Als ich vor etwa einem Monat mit einem großen Rucksack und einem voll beladenen Rad am Göteborger Hauptbahnhof ankam, rangen Vorfreude und Müdigkeit miteinander. Es war früh am Morgen und ich hatte die ganze Nacht über kein Auge zugetan, da ich etliche Male umsteigen musste und generell in Zügen nicht schlafen kann. Was würde das Semester in der neuen (aber nicht gänzlich unbekannten) Stadt bereithalten?

Ich studiere hier Geowissenschaften, und die Uni begann gleich am ersten Tag. Ich war eigentlich nur zum Institut gelaufen, um endgültig zu klären, welche Kurse ich belegen würde – und erfuhr dann, dass der erste Kurs bereits nebenan im Gange war! Hier in Schweden laufen die Kurse übrigens nicht parallel, sondern immer einer nach dem anderen. Die ersten fünf Wochen hatte ich jeden Tag Geophysik. Ich hatte das Glück, in meinem Kurs der einzige Austauschstudent zu sein und mich zusammen mit schwedischen Kommilitonen durch die Materie zu arbeiten. In meinem Wohnheim leben nämlich ausschließlich andere Ausländische Studenten, und man findet sich schnell in einer Blase wieder – die Anwesenheit eines Schweden auf einer Zimmerparty ist eher ein Ausnahmefall.

So kommt es, dass mein neu gegründeter Freundeskreis aus dutzenden Nationalitäten besteht. Viele machen das Auslandssemester auch, um neue Leute kennen zu lernen und das Studentenleben in einer fremden Stadt zu erleben. Von daher ist das Gemeinschaftsleben zwischen den ERASMUS-Studenten besonders lebhaft und bunt. Jeden Tag wird irgendwo zusammen gekocht, man trifft sich in der Stadt zum Fika und unternimmt Ausflüge und Reisen zusammen. Ich werde im April mit 10 anderen Geowisschenschafts-Studenten auf eine zweiwöchige Exkursion nach China fahren, und ich bin schon sehr gespannt, davon zu berichten.

Genauso wird in den kommenden Monaten viel Gebrauch vom Allemansrätten (übersetzt: Jedermannsrecht) gemacht werden, welches einem erlaubt, überall in Schweden eine Nacht in der Natur zu zelten, solange man keine Spuren hinterlässt.

Generell freue ich mich schon sehr, vom Leben und Reisen hier in Schweden zu berichten, und ich hoffe, die Fotos schaffen einen ersten Eindruck!

P.s.: Lagom ist ein schwedischer Ausdruck ohne deutsche Übrsetzung. Er beschreibt die genau richtige Menge von etwas. Wie viel Milch muss in den Pfannenkuchenteig? Lagom. Wie viel hast du für die letzte Klausur gelernt? Lagom!

Jedes dritte Wochenende im August ist den Leuchttürmen gewidmet. Zwei Tage lang haben an diesem internationalen Leuchtturmtag die Leuchttürme für Besucher geöffnet. Wer jetzt denkt, dass wäre MEIN Feiertag, der irrt. Ich war gefrustet! Ganz viele Leuchttürme offen und ich kann höchstens zwei, drei besichtigen. Was für ein Stress. Ich wollte mir doch gerne alle ansehen.

Wir waren an diesem verregneten Samstag in Farö, also ganz im Norden Gotlands. Dort steht ein hoher, weißer Leuchtturm, den wir schon einen Tag zuvor mit unseren Kameras mehrfach umkreist hatten. Niemand wusste aber Bescheid, wann denn dieser Leuchtturm öffnen würde. Ich fragte jeden, der mir über den Weg lief und noch ein paar Leute mehr. Nichts. Keine Info. Wir warteten bis 10:00 Uhr dann entschieden wir, doch wieder nach Gotland zu fahren.

Auf dem Weg fotografierten wir noch Felsbögen, und erkundeten die Küste im Westen. Es fing an zu nieseln. Das war einer dieser ergiebigen Nieselregen, die quer kommen und dich ganz schnell bis auf die Knochen durchweichen. Kein schöner Tag.

Felsbogen, Gotland

Felsbogen, Gotland

Felsbogen, Gotland

Felsbogen, Gotland

Ich drängte Gunter dazu, trotz des miesen Wetters zum När Leuchtturm zu fahren. Dort würden wir sicher Leuchtturmfans finden. Denen plante ich ein Loch in den Bauch zu fragen. Der Plan ging tatsächlich auf. Wir kamen zwar über eine halbe Stunde zu spät am Leuchtturm an, die Leute verabschiedeten sich gerade. Ich durfte aber noch ganz schnell in den Leuchtturm hineinhuschen, kletterte die metallenen Stufen hinauf und schaute auf die regennasse Landschaft hinunter.

Ein Leuchtturm, der ein Schiff versenkte

Lars, der den Leuchtturm an diesem Tag betreute erzählte mir im Freien noch alles Wichtige. In der ersten Nacht als der Leuchtturm När in Betrieb war lief ein Schiff auf Grund und versank. Der Kapitän hatte vom neuen Leuchtfeuer nichts mitbekommen, das Licht für den Hoburg Leuchtturm weiter im Süden gehalten, und deswegen Gotlands Küste gerammt. Der Leuchtturm versenkte also in der ersten Nacht ein Schiff.

Lars, der Leuchtturm Enthusiast

Lars, der Leuchtturm Enthusiast

Jagd auf Roter Oktober

Am Ende des kalten Krieges fuhr in den schwedischen Gewässern der Ostsee eine russisches Fregatte. Der Kapitän wollte zur Nato überwechseln. Er ruderte mit einem kleinen Boot an Land und suchte nach einem Haus. Das fand er am När Leuchtturm. Klar war dieser Kapitän und sein Wissen für den Westen äußerst interessant. Die Story war sogar interessant für die Filmindustrie. Da in Holywood gedreht wurde, tauschten die Filmemacher Gotland gegen die USA und die Fregatte gegen ein U-Boot aus.

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Das historische Leuchtfeuer in Grynge sollte an diesem Abend entzündet werden. Lars und seine Frau Kaidi würden auch nach Grynge kommen. Endlich hatte ich mal einen Ansprechpartner gefunden, der sich auskannte. Jetzt würden wir das Anzünden des Feuers nicht verpassen, da ich die genaue Zeit und den Ort hatte.

Den kleine Fischerort fanden wir problemlos. Es war ruhig, nur ein Auto parkte vor den kleinen Fischerhütten. Der Nieselregen ließ langsam nach, was ein Glück.

Holzfeuer, Grynge

Holzfeuer, Grynge

Lars erzählte uns, dass diese Wochenede nicht nur wegen der Leuchttürme so interessant sei. Es ist das letzte Ferienwochende, danach, meint er, fahren alle Stockholmer Geldsäcke, die Häuser auf Gotland besitzen, wieder nach Hause. Dann gehört Gotland wieder seinen Bewohnern und es wird ruhig. Vor allem auf den Straßen.

Es waren außer uns wohl auch keine Touristen da, als das Feuer entzündet wurde. Das Fotografieren gestaltete sich schwierig, weil viele Leute anwesend waren, noch etwas Regen in der Luft hing und es schnell dunkel wurde. Mir machte die ganze Sache trotzdem richtig Spaß!

Kaidi verriet, dass sie einen eigenen, kleinen Leuchtturm im Garten stehen haben. Das Leuchtfeuer im Hafen von Herrvik hatte eine neue Lampe erhalten. Die ausgediente Lampe sollte auf den Müll wandern. Das wusste Lars zu verhindern. Er holte die historische Leuchtanlage zu sich nach Hause und baute einen kleinen Leuchtturm als Basis darunter. Ja, und da steht der jetzt, etwas zu weit weg vom Meer. Der wohl am schwierigsten zu findende Leuchtturm Gotlands. Wir wurden zum am nächsten Tag zum Abendessen eingeladen, da konnten wir den kleinen Leuchtturm besichtigen.

Und ein Dackel bellt!

 

Das historische Leuchtfeuer Grynge wird entzündet. Smartphone Video

Grindel und die interessante Hagebuttehecke – kurzes Smartphone Video.

 

Die schwedische Insel Gotland

Wir besichtigten soviele verschiedene Leuchttürme und erlebten soviel wohltuende Natur, dass wir im Reisebericht zwei ganze Tage ganz vergessen haben. Die waren extrem „Leuchtturmreich“, deswegen liefern wir sie nach und berichten dann weiter über die Ostseeinsel Gotland.

Leuchtturm Duseudde

Nicht weit vom traumhaften Leuchtturm Stavik entfernt findet man den Leuchtturm Duseudde. Im Wald hinter einem großen Campingplatz steht der Turm auf einem Haus indem sich auch ein Restaurant befindet. Viele Urlauber laufen hier über die glatten Felsen und wandern zum Restaurant. Wir schauen uns um, gehen hinunter ans Wasser und fotografieren den Leuchtturm von allen Seiten. Die Wolken sind gigantisch und extrem fotogen. Es macht Spaß im sonnigen Wetter. Ich springe nach vorne auf die Felsen um auch etwas Wasser ins Foto zu bekommen, dann mache ich mich auf den Rückweg zu Amy und Grindel nur 10 m von mir entfernt. In den zwei Minuten hatte sich eine ca. ein Meter lange Kreuzotter auf den Weg zu den warmen Felsen gemacht. Sie schlängelt sich in einer wahnsinns Geschwindigkeit in eine der Felsspalten. Für Grindel wäre eine solche Schlange gefährlich, wir passen jetzt noch mehr auf.

Klick auf die Fotos für Bildunterschriften und eine größere Ansicht.

Die schwedischen Binnensee-Leuchttürme sind wahrlich kein Muster an leichter Erreichbarkeit. Die Hauptverkehrsstraßen verlaufen in respektvoller Entfernung von den Seeufern. Wir fahren über kleine Sträßchen, Schotterwege und Feldwege durch waldreiches Gebiet, damit wir mit Navi-Unterstützung überhaupt in die Nähe der Leuchtfeuer kommen.

Gälle Udde am Westufer des Vänern

Auf dem Weg zum Turm von Gälle Udde am Westufer des Vänern spielt sich genau dieses Szenario ab. Bis wir mit unserem Wohnmobil vor einer Schranke halten. Die Weiterfahrt ist nicht erlaubt. Den letzten Kilometer schleppen wir unsere Kameraausrüstungen zum Seeufer. Das macht nicht wirklich Laune, denn der Himmel ist bedeckt und es nieselt leicht. Schwer abzuschätzen, ob sich die Mühe überhaupt lohnt. Unser Dackel freut sich jedenfalls über einen ausgedehnten Spaziergang. Na gönnen wir es ihr.

Der kombinierte Feld- Waldweg endet, wie soll es anders sein, an einem Privatgelände mit Sommerhaus. Zwischen Wohnhaus und Schuppen ragt der vielbeinige rote Leuchtturm über die Baumwipfel. Wir versuchen, die Besitzer zu kontaktieren aber niemand ist zuhause. Ein Auto ist auch nicht zu entdecken.
Der Nieselregen hat sich zwischenzeitlich verkrümelt, zwischen den schnell dahinziehenden Wolken klaffen blaustrahlende Lücken, und dann bricht tatsächlich die Sonne durch. Belohnt für das Warten, haben wir perfekte Lichtbedingungen gegen dunklen Wolkenhintergrund. Wir fotografieren los, was das Zeug hält, während Grindel aufgeregt mit der Nase am Boden über das Gelände und an der felsigen Küste wuselt. Bevor uns die rechten Zeigefinger abfallen, packen wir unseren Kram wieder zusammen und wandern zurück. Auf dem Rückweg verlieren wir Grindel fast. Sie entdeckt etwas Interessantes im Gebüsch und verschwindet für mehrere Minuten. Das hatten wir noch nicht. Wir machen uns gerade Sorgen, da taucht sie wieder auf.

Wegweiser zum Leuchtturm

Wegweiser zum Leuchtturm

rote und drahtig, der Gäller Udde Leuchtturm

rote und drahtig, der Gälle Udde Leuchtturm

Die Küste des Vänern

Die Küste des Vänern

endlich kommt die Sonne raus

endlich kommt die Sonne raus, Gälle Udde Fyr

Der Leuchtturm in den Bäumen – Hjortens Udde

Ein weiterer Leuchtturm weiter südlich will noch von uns entdeckt werden. Wir fahren ein kurzes Stück auf der Hauptstraße bevor wir uns wieder in die Büsche schlagen. Irgendwann hört der holprige Weg auf. Wir stehen vor einer verschlossenen Einfahrt, es ist kaum Platz zum Wenden, geschweige denn zum Parken vorhanden. Notdürftig klemmen wir unser Mobil ins Gebüsch am Straßenrand und suchen den Leuchtturm von Hjortens Udde, was übersetzt in etwa das Kap der Hirsche heißt. Der eckige, spitz zulaufende Holzturm steht direkt vor uns, im dichtesten Wald. Kein Platz, um den Leuchtturm anständig ins Bild zu setzen. Ich fotografiere trotzdem, in Hecken eingezwängt. Der See ist an dieser Stelle besonders tückisch. Der Leuchtturm wurde 1852 errichtet, als nach der Eröffnung des Göte Kanals reger Bootsverkehr aufkam.

Außer uns sind noch ein paar Leuchtturmfans da. Die haben auch einen Hund und tun sich genauso schwer mit der Fotografie wie wir.

Hier sind noch weitere Infos auf schwedisch im Fyr Wiki.

Lidköping

Spät Abends erreichen wir dann Lidköping. In der Nähe des Hafens stellen wir uns neben ein schwedisches Wohnmobil. Jetzt ist erstmal Schluss mit Natur. In der Stadt findet ein Straßenrennen statt. Wir hören nicht nur das Heulen der Autos, wir riechen heißen Gummi und die Bremswolken ziehen zu uns herüber. Das ganze Gelände ist industriell. Wir laufen zum Leuchtturm auf der Mole. Das Wasser des Vänern ist klar. Also doch ein wenig heile Natur. Das Licht ist super und wir fotografieren auch, wenn wir super müde sind. Der Tag war lang. Erst als es dunkel ist, gönnen wir uns was zu essen. Dann hört auch der Lärm des Rennens auf und es wird ruhig. Die Sterne funkeln. Es soll ne Menge Sternschnuppen geben. Ich schau immer wieder raus, aber es ist so richtig kalt. Die Temperatur geht auf 6 ° C runter und ich schlüpfe müde unter die Bettdecke. Grindel kuschelt, was gut ist, denn sie wärmt mich.

Lidköping

Lidköping

Hier eine schöne Seite zu den Leuchttürmen in Schweden.

 

Übersichtsseite Wohnmobil Reise zu den schwedischen Leuchttürmen

Das Leuchtturmbuch

Natürlich statten wir dem Leuchtturm von Hoburg am nächsten Morgen einen weiteren Besuch ab. Dicke weiße Wolken hängen tief am Horizont. Die hingen gestern da noch nicht. Ist das nicht schön. Wir fotografieren wie am Tag zuvor und ich unterhalte mich wieder mit Barbro. Sie liebt das Meer und ist selbst auf einer langen Tour entlang der schwedischen Küste. Sollte ich vielleicht auch mal ein paar Wochen einen Leuchtturm betreuen? Irgendwo habe ich gelesen, dass hin und wieder Voluntäre gesucht werden.

Barbro zeigt mir einen Bildband über Gotlands Leuchttürme. Und nach Leuchttürmen mag ich Bücher über Leuchttürme am zweitliebsten. Ich würde es gern kaufen, aber es ist nicht mehr im Druck und nur schwer zu finden. Wie cool, dass ich mich an mein neues Smartphone in meiner Hosentasche erinnere. Ich fotografiere schnell die englischsprachigen Seiten über den Hoburg Leuchtturm und speichere sie in mein digitales Notizbuch.

Jedenfalls steht zum Hoburg Leuchtturm interessantes Zeugs drin. 1741 bereiste Karl von Linne die Inseln Öland und Gotland. Er vermerkte in seinem auf schwedisch verfassten Reisebericht, dass es sinnvoll wäre, im Süden Gotlands einen Leuchtturm zu errichten. Erst einhundert Jahre später wird der Bau des Leuchtturms bewilligt.

Bei Nebel gab es ein Detonationssignal mit TNT

In Zeiten vor der Elektrizität wurde bei Nebel alle fünf Minuten TNT gezündet, um die Schiffe zu warnen. Das nannte sich Detonationssignal. Der Leuchtturmwärter konnte immer zwei Geschosse laden und schoss sie dann nacheinander ab. Wenn es mal hektisch wurde, weil der Wärter im Wetterbericht hinterherhinkte, klappte das Befüllen mit TNT nicht so exakt, dann passierte es auch einmal, dass die Fenster bei einer zu starken Explosion zerbarsten. Das scheint ja ein richtig aufregender Job gewesen zu sein. Ab den fünfziger Jahren wurde das TNT von einem elektrischen Nautophon abgelöst.

Neben dem Leuchtturm wohnt ein »Wetterbeobachter«, der auch nach dem Leuchtturm schaut. Leider fand ich niemanden für ein Interview vor. Ich werde also die Augen aufhalten, das Gotländer Leuchtturmbuch möchte ich unbedingt haben.

Valar Leuchtturm an der Südwestküste Gotlands

Wir wählen für die Weiterfahrt eine Route entlang der westlichen Küste. Dabei halten wir bei einem kleinen Sandsteinmuseum. Bei der Fahrt entlang des Meeres erfreuen wir uns am tiefen strahlenden Blau des Wassers und des Himmels.

Den nächsten Leuchtturm Valar finden wir nicht auf Anhieb. Er hat sich gut versteckt. Die Straßen sind enge Feldwege. Vom Womo aus sehen wir keinen Leuchtturm, nicht mal bis zu Wasser können wir wegen dem niedrigen Baumbestand schauen. Wir finden aber einen Trampelpfad und wandern in der grellen Sonne los. Es ist extrem trocken. Das Gras knirscht unter unseren Schuhen. Wir schwitzen. Aber Grindel freut sich. Sie hüpft und springt im Gebüsch herum, rennt permanent vor uns zurück. Ein glücklicher Dackel ist ein erhebender Anblick.

Immer am Meer entlanggehend müsste der kleine 1889 erbaute Leuchtturm  doch zu finden sein. Und siehe da, bald steht er vor uns, integriert in eine Baumreihe. Grandios ist das weiße Türmchen nicht, aber der Himmel ist es. Wolken hängen massig und trotzdem luftig leicht am blauen Himmel. Durch die Bäume hindurch glitzert die klare Ostsee. In der Ferne dreht eine Horde von Windmühlen gemächlich ihre Rotoren. Wir sind allein und fotografieren ausgiebig. Auch Grindel muss hier wieder als Model herhalten.

Der Leuchtturm Valar schaut über die Ostsee, Gotland

Der Leuchtturm Valar schaut über die Ostsee, Gotland

Auf dem Rückweg achten wir mehr auf Details in der Landschaft. Wilde Apfelbäume hängen voller gelber Früchte, Beeren in den Hecken laden zum Naschen ein, und überall drumherum trockenes Gras und Dornengestrüpp.

Den Leuchtturm Faludden verlassen wir ohne Foto

Und weiter geht unsere Tour Richtung Nordwesten nach Faludden. Wir haben den nächsten Leuchtturm auf der Karte gefunden, werden aber mächtig enttäuscht. Der Turm ist recht klein, aber ästhetisch geformt. Dummerweise steht er in militärischem Sperrgebiet und der hohe Stacheldrahtzaun ist nur so mit Fotografierverbotssschildern bestückt. Ich traue mich so nicht, zu fotografieren, finde auch keinen Ansprechpartner, den ich um Erlaubnis fragen könnte. So trinken wir einen Kaffee, spielen eine Runde Romee und fahren unverrichteter Dinge wieder weg. Merke, der Faludden Leuchtturm lohnt sich nicht.

weiter Blick - kleine Windmühle

weiter Blick – kleine Windmühle

Die Wolken kommen

Die Wolken kommen

Der Leuchtturm När

Die Sonne lacht noch immer vom Himmel, und unsere Tour geht direkt weiter. Zum schönsten Leuchtturm Gotlands, dem rot-weißen Leuchtturm bei När. Das ist tatsächlich ein richtiger Bilderbuchleuchtturm. Die Anfahrt dahin ist schon ein Erlebnis. Plötzlich wird das Land so karg, die Bäume so klein, dass wir uns in ein völlig anderes Land versetzt fühlen. Wäre eine Giraffe vorüber gelaufen, hätte ich mich nicht gewundert. Die Weite dieser Steppe ist Balsam für die Augen. Der Feldweg ist mit Kalkstein geschottert, weiß und grell schlängelt er sich auf den Leuchtturm zu. Wir entdecken schon Fotomotive, lange bevor wir den Leuchtturm erreichen.

Steppe beim Leuchtturm När

Steppe beim Leuchtturm När

Der weiße Feldweg führt zum Leuchtturm När

Der weiße Feldweg führt zum Leuchtturm När

Noch sind einige Leute am Leuchtturm, aber die verziehen sich bald. Jetzt sind wir allein und können ohne störende Menschen fotografieren. Das Licht ist perfekt, sanft mit hellen Wolken. Doch schon zieht von Norden her eine dichte Wolkendecke zu uns rüber. Noch schnell ein paar Bilder, dann können wir ohne schlechtes Fotogewissen unser Abendessen kochen.

Nach dem Essen spielen wir wieder Karten. Ich bin wie immer nervös und aufgekratzt, und laufe trotz dichter werdender Wolkendecke mit der Kamera über das karge Gras. Am Horizont spannt sich ein heller Streifen, da könnte die Sonne später unter den Wolken durch scheinen. Ich bin darauf vorbereitet und das ist auch gut so. Plötzlich glüht der Himmel feurig für ein paar Minuten grell rot-orange auf. Perfekt!

So schnell wie das Feuerwerk begonnen hat, ist es vorbei. Es wird trist und dunkel, und es fängt an zu nieseln. Wir parken hinter dem Leuchtturm und ich würde gerne Nachtaufnahmen machen. So aber wird das nichts. Es regnet sich ein, was eigentlich auch gut ist, denn ich bin müde. Ich schlafe mit Blick auf das Leuchtturmlicht ein .

Übrigens gibt es zu diesem Leuchtturm auch eine Menge spannende Stories. Das erzähle ich im nächsten Blogpost.

Sonnenuntergang am Leuchtturm När

Sonnenuntergang am Leuchtturm När

Die Sonne war schnell weg, graue Wolken blieben übrig

Die Sonne war schnell weg, graue Wolken blieben übrig

 

 

Die schwedische Insel Gotland

Morgens kurz vor 9:00 Uhr begrüßt uns die Sonne und der Verkehrslärm. Klar, die montägliche Rush Hour ist im Gange. Etwas weiter Richtung Süden liegt ein ruhigerer Stellplatz, das merken wir uns für den nächsten Gotland-Besuch.

Visby

Noch müde von der kurzen Nacht schlendern wir durch Visby. Gestern war der letzte Tag des berühmten Mittelalterfestes. Reste dieses Events begegnen uns überall. Gestern haben wir die noch verkleideten Rückkehrer in Oskarshamn gesehen.

Die Altstadt von Visby hat einen ganz besonderen Charme. Die Gassen sind so eng, dass kaum ein Auto durchpasst. Nur Anlieger dürfen in die Stadt hinein, und das ist auch gut so. Auf dem Marktplatz stehen Stände mit Hemden, Schmuck, Honig und anderem Tand. Die schwarzen Türme einer der vielen Kirchen erheben sich über die Dächer der Häuser. Sie zieht uns in den Bann, denn sie hat ein bißchen was von einem Märchenschloss. Von einem Hügel schauen wir hinunter auf die Dächer und Giebel der Häuser, dahinter schimmert das blaue Meer. Ein frisches Lüftchen weht, die Sonne scheint. Das Leben ist schön! Jetzt kann es losgehen mit der Erkundung Gotlands.

Klick auf die Fotos für Bildbeschreibungen und eine größere Ansicht!

Der Leuchtturm Hoburg

Mit welchem Leuchtturm sollen wir anfangen? Vom schwedischen Leuchtturmverein hatte ich die Info bekommen, dass der südlichste Leuchtturm: Hoburg, als einziger geöffnet ist. Meine Idee ist es, dort an Infos zu den anderen Leuchttürmen heranzukommen.

Aber halblang – wir sind ja noch gar nicht dort angekommen. Gotland ist mit knapp 200 Kilometern Länge Schwedens größte Insel. Also nicht so überschaubar wie zum Beispiel Ouessant oder die Ile de Sein. Da müssen wir schon eine Weile fahren. Wir wählen eine Route entlang des Meeres. Am Rand einer kargen Wiese mit kleinen, windgebeugten Bäumen legen wir eine Kaffeepause ein. Die haben wir nötig, wir können kaum die Augen offen halten. Fünf Stunden Schlaf sind einfach zu wenig. Den Rest der zweistündigen Fahrt schaffen wir dann ohne Probleme.

Der Leuchtturm Hoburg sieht direkt toll aus, der weiße Schotterweg führt in einer gewundenen Linie direkt zu ihm hin. Ich parke das Mobil weiter unten am Weg, damit der große weiße Kasten nicht meine Bilder ruiniert.

Ich komme direkt mit der Leuchtturmbetreuerin ins Gespräch. Barbro liebt ebenfalls das Meer und die Leuchttürme – wir verstehen uns auf Anhieb bestens. Und mein Plan geht auf. Hier bekomme ich Infos über Gotlands Leuchttürme. Ich nehme jeden verfügbaren Flyer mit und kaufe mir Spielkarten mit Leuchtturmmotiven. Hier hätte ich auch das Fyrhandbuch des schwedischen Leuchtturmvereins kriegen können das ich in Stavik von Gunno gekauft hatte.

Gunter und Amy wollen nicht in den Leuchtturm, so klettere ich alleine hoch und schaue mir dabei an den Innenwänden die Fotos anderer Leuchttürme an. Die Aussicht oben ist nett, zu fast allen Seiten ist das Meer zu sehen.

Das typische Grindel Leuchtturmfoto - Hoburg, Gotland

Das typische Grindel Leuchtturmfoto – Hoburg, Gotland

Abends schlängelt eine klitzekleine Kreuzotter über den Parkplatz. Sie kriecht unter den Reifen

Abends schlängelt eine klitzekleine Kreuzotter über den Parkplatz. Sie kriecht unter den Reifen.

Die Kreuzotter ist nicht größer als ein Regenwurm – trotzdem kann sie für Grindel gefährlich werden. Wir sind sehr auf der Hut! Die Schlange sucht Schutz vor der Sonne und kriecht in das Reifenprofil – ja, so klein ist sie. Ich lasse das Womo nach hinten rollen, sonst hätte es einen Kreuzotterkeks gegeben.

Wir bleiben noch ein Stündchen und stellen dann unser Mobil noch etwas weiter südlich auf einen größeren Parkplatz bei einem Restaurant, auf dem bereits zwei Mobile stehen.

Der Strand und die Felsenlandschaft hier fühlt sich wie eine karge Wüste an. Es hat auch den ganzen Sommer lang keinen einzigen Tropfen geregnet. Die Küste ist an dieser Stelle steinig und wir weiter im Süden felsiger. Wir sehen die ersten Raukare Gotlands und fotografieren eine ganze Weile. Wolken ziehen sich vor die Sonne, wir packen das Stativ ein und laufen zum Womo zurück. Kaum öffnen wir die Tür, da kommt eine Sonnenstrahl unter den Wolken hervor. Ich spurte los, wieder runter an den Strand und schieße schöne Felsen-Wellen-Sonnenuntergangsfotos.

Wir sehen die ersten Raukare auf Gotland ganz im Süden der Insel

Wir sehen die ersten Raukare auf Gotland ganz im Süden der Insel

touristische Steintürmchen

touristische Steintürmchen

Ein wunderschöner Sonnenuntergang

Ein wunderschöner Sonnenuntergang

Ein wunderschöner Sonnenuntergang

Ein wunderschöner Sonnenuntergang

Wellen, Felsen und schließlich Wolken

Wellen, Felsen und schließlich Wolken

Sonnenuntergang im Süden Gotlands

Sonnenuntergang im Süden Gotlands

Die schwedische Insel Gotland

Seiten

Live Reiseberichte aus Schweden

Schweden ist so vielfältig, dass es sich immer wieder lohnt dort hin zu reisen. Wir entdecken jedesmal etwas Neues.

Wir besuchten Schweden zu allen Jahreszeiten. Im Winter 2010/2011 verbrachten wir einige Monate in der Nähe unserer Freunde südlich von Stockholm. Dann reisten wir als Familie durch schwedisch Lappland zu den Lofoten.

Die Leuchttürme am Vänern und Vättern sind fotogen und vor allem sieht jeder anders aus. Das typisch schwedische sieht man den Leuchttürmen aber immer an.

Auf unseren Wohnmobilreisen besuchen wir auch gerne Inseln. Die langestreckte Insel Öland lohnt sich für einen spontanen Besuch. Sie ist über eine Brücke zu erreichen. Öland ist hingegen nur mit einer mehrstündigen Fähre zu erreichen.




Kleine Schweden Fotogalerie




Schwedische Leuchttürme


Reisetipp – Schweden

Schweden eignet sich ganz wunderbar für Touren mit dem Wohnmobil. Leuchtturm und Natur Liebhaber werden in dem langen skandinavischen sehr viel Freude haben.


Northern Spirits – Fotogalerie

Belgien

Deutschland

Hafeneinfahrt Warnemünde, Deutschland

Hafeneinfahrt Warnemünde, Deutschland

Schottland

St Abbs, Borders, Schottland

St Abbs, Borders, Schottland

Caerlaverrock Castle, Dumfries, Schottland

Caerlaverrock Castle, Dumfries, Schottland

Bretagne

Ile Vierge, Bretagne

Ile Vierge, Bretagne

Schweden

Allee, Askö, Schweden

Allee, Askö, Schweden

Schweden – Insel Öland

Neptuni åkrar, Öland, Schweden

Neptuni åkrar, Öland, Schweden

Schweden – Insel Gotland

Junfru Klint, Gotland, Schweden

Junfru Klint, Gotland, Schweden

Finnland – Insel Aland

Kastelholmer Schloss, Åland, Finnland

Kastelholmer Schloss, Åland, Finnland