Wir liefen morgens nochmal alle los zum Strand und zu den Brochs. Das Wetter war mittlerweile wirklich gut, zwar wolkig doch trocken und teilweise sogar sonnig. Gut, der kalte Wind, der bläst immer. Am späten Vormittag machten wir uns auf den Weg nach Stacks of Duncansby. Diese hohen Steinpyramiden wollten wir gerne fotografieren und auch die Vogelwelt auf den Klippen betrachten.
Es gibt auch einen Leuchtturm auf dem Kap. Der sieht, meiner Meinung nach, ganz anders aus, als die, die wir bisher fotografierten. Viele Infos gab es leider nicht und wie alle anderen Leuchttürme ist er in Privatbesitz und nicht offen für Touristen.
Wir liefen ziemlich weit, bis endlich die hohen Schafszäune aufhörten und wir freie Sicht auf die Stacks hatten. Doch von dieser Seite wirkten sie nicht mehr ganz so grandios und staffelten sich nicht so toll. Seltsamerweise waren jenseits der Zäune nicht nur keine Schafe, sondern auch keine Touristen mehr. Nun, wir waren ausgekühlt, trotz sonnigem Wetter – das Problem ist zur Zeit die Kleidung! Der Wind ist biestig kalt, die Sonne relativ warm, wenn man mit Gepäck läuft, kommt man ins Schwitzen und dann ist der Wind noch unangenehmer. Ich tue mich wirlich schwer mit der Kleidungswahl.

Die Oldtimer

Die Oldtimer und ein Teil der Dudelsackband

Stacks of Duncansby

Die Jungs und die Oldtimer

Stacks of Duncansby

Warum steht dieses Schild in John o Groats?

Interessante Strukturen am Strand
Das Olympische Feuer in John O Groats
In John O Groats gab es eine Oldtimer Ausstellung. Das sah sehr interessant aus, natürlich wollten wir da hin. Bei der Anmeldung auf dem Campingplatz erfuhren wir, dass heute auch noch das olympische Feuer kommen würde. Was für ein Glück! Wir waren mal wieder zur rechten Zeit am rechten Ort – und ganz ohne Vorplanung.
Wir hatten alle eine Dusche nötig, mußten die Toilette leeren und Wäsche waschen. Was für ein Programm! Ich betrachtete mir die Duschräume und verzichtete auf die Dusche – es war saukalt, das Wasser lief nur spärlich.
Gunter fühlte sich nicht wohl, da hatte wohl der Wind ganze Arbeit geleistet, „er war durch den Wind“. So liefen die Jungs und ich zu den Oldtimern. Wir liesen die typische Jahrmarktstimmung auf uns wirken, die Gewinner wurden über blechern klingende Lautsprecher nominiert. Die Fahrzeuge waren liebevoll gepflegt und restauriert. Die Ausstellung war tatsächlich sehenswert.
Die Straße war mittlerweile abgesperrt, ein großes Polizeiaufgebot sorgte für eine freie Straße. Wann würde die Fakel kommen und wo? Wir fragten uns durch, waren dann auch rechtzeitig vor Ort. Esra verfasste je bereits einen ganzen Artikel über dieses Event.
Wir machten uns noch an die Wäsche, das Licht war trüb, ideal also. Die einzige Maschine lief ewig, dann noch ewiger der Trockner. Wir gingen nicht mehr auf Fototour obwohl die Küste direkt am Campingplatz ideal geeignet war. Es nieselte sich so durch die helle Nacht.
Der Wäscherei-Zwischenfall
Nach der Übernachtung in Broch Harbour überzeugte uns ein Blick auf den überquellenden Wäscheberg im Kofferraum, einen Campingplatz mit Waschgelegenheit aufzusuchen. Auf dem Campground von John O’Groats fanden wir das Gesuchte in zwei betagteren amerikanischen MAYTAG-Maschinen, je eine fürs Waschen und fürs Trocknen. Also füllten wir die Waschmaschine vom Typ „Bottich mit Wäsche herumschubsendem trägem Paddel“ mit heller Wäsche und zwei Ein-Pfund-Coins und harrten zwei Stunden, bis die Prozedur mit mäßig gutem Erfolg beendet war. Der Trockner benötigte nochmal eineinhalb Stunden und 2 £, es war inzwischen zu spät für einen zweiten Waschzyklus. Deswegen füllten wir die dunkle Wäsche mit hohem flauschigen Baumwollanteil am nächsten Morgen um Sieben in den Waschrührer.
Nach dem Waschende um Neun räumten wir die fertige, aber mangels Schleuderkraft noch viel zu nasse Wäsche in den Trockner. Die Drehzahl des betagten Teils entsprach wohl eher der eines alten Maulesels an einem mexikanischen Bewässerungsbrunnen.
So ging es auch weiter. Nach weiteren 3 £ und zwei Stunden, wir sollten eigentlich den Platz schon verlassen haben, hatte der Wasservorrat in unseren Klamotten nicht signifikant abgenommen. Auch auf stärkster Trocknungsstufe war die Wäsche mit bestem Willen als schwach lauwarm zu bezeichnen. Der herbeigerufene Platzwart konnte außer Schulterzucken und einem kurzen Exkurs über die Beladekapazität und Funktion (mit Gasbrenner als Heizung) antiker Trockner auch nicht weiterhelfen. Wenigstens investierte er weitere 3 £, aber unsere Wäsche klammerte sich weiterhin verzweifelt an das innewohnende Wasser. Frustriert packten wir die feuchten Sachen in unseren Kofferraum und verließen John O’Groats.
Die nächstgelegene nennenswerte Ansiedlung mit der Chance auf einen Waschsalon war Wick. Nicht verkehrt, denn Wick hat einen Leuchtturm, eine Burgruine und schöne Steilküste zu erkunden. Wir machten tatsächlich eine kommerzielle Wäscherei ausfindig, leider hatte die kurz vor unserer Ankunft Feierabend gemacht. Die Klamotten konnten so noch die Nacht vor sich hin gammeln, bis wir am nächsten Morgen den Waschsalon wieder anfuhren.
Dieser hatte tatsächlich moderneres Equipment der Marke „Speed Queen“, welches seinem Namen alle Ehre machte, wie sich zeigen sollte. Die Trockentrommeln waren groß genug, um einen ganzen Kindergarten samt Erzieherinnen darin komforatabel unterzubringen, allerdings kosteten 10 Minuten 1 £, was uns recht teuer erschien. Wir zahlten erstmal für zwei Runden und Esra blieb dabei und bewachte Magazine lesend unsere Schätze. Erstaunlicherweise waren unsere Sachen schon nach 10 Minuten fast getrocknet, das ist kommerzielle Effizienz.
Ärgerlich an der ganzen Geschichte war im Endeffekt die eklatante Zeitverschwendung, als wir stundenlang vergeblich mit ineffektiven Wäschetrocknern zugange waren. In Zukunft werden wir uns die Maschinen auf den Campingplätzen genau ansehen und im Zweifelsfall lieber einen Waschsalon aufsuchen.
Info John o‘ Groats
Obwohl viele Leute es annehmen, ist John o‘ Groats nicht Großbritanniens nördlichster Punkt (diesen Job übernimmnt der nahegelegene Dunnet Head) Allerdings ist John o‘ Groats der Punk auf der britischen Insel, der von „Lands End“ in Cornwall am weitesten entfernt ist, nämlich 874 Meilen bzw. 1406 km.
Nicht weit entfernt liegen die „Duncansby Stacks“, spektakuläre Felsformationen, die unzählige seltene Vogelarten beherbergen.
Man sagt, dass sich der Name John o‘ Groats von dem des Niederländers Jan de Groot herleitet, der dort die erste Fährverbindung zu den Orkneys aufbaute. Da Groot vier Pence für die Überfahrt verlangte, nannte man diese Summe kurzerhand „Groat“
Direkt an der Küste hat man vor einiger Zeit einen Wegweiser aufgestellt, der im Laufe der Jahre zu einiger bekanntheit gelangte. Viele Touristen lassen sich vom „Signpost Photographer“ mit ihm fotografieren.
Durness, Smoo Cave
Wir hatten gleich zwei Nächte bezahlt, und das, obwohl dieser Campingplatz der teuerste bisher ist. Ersa zahlt auch als Erwachsener und selbst die beiden „kleinen“ kosten jeweils 4 Pfund, was für uns dann über 30 Pfund ausmachte. Die Lage ist einfach bombastisch, dieser Strand traumhaft schön. Nur der Sturm, der blies dermaßen, dass nur das Zuhören im Mobil schon erschöpfend war. Und ich kam noch auf die Idee, weiter vor an die Klippen zu fahren, damit ich freien Blick auf den Strand hätte. Das hat bei mir jedoch nur die Auswirkung, dass ich nervös aus dem Fenster schaue und nur noch fotografieren möchte. Bei der Kälte und den sehr langen Tagen jedoch kräftemäßig unmöglich.
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Durness – Sanga Bay
Morgens lief ich im eher trüben Nieselwetter nocheinmal Richtung Strand. Dazu mußten wir, Esra begleitete mich, über die Felsen am Ufer laufen, sehr anstrengend auf Dauer. Als der Regen dann doch stärker war, kehrten wir um. Schade, den Strand hätte ich gerne im guten Fotolicht mal aufgenommen.
Im Regen spielten wir weiter Karten, dann ging es weiter Richtung Westen. Ein paar Steigungen würden wir bewältigen müssen, das ist mit unserem Mobil nicht mehr ganz so einfach, weil der Motor wohl nach den vielen Jahren mit der dicken Kiste hinten drauf, etwas müde ist. Die Steigungen waren jedoch nicht der Rede wert. Die Strecke dagegen wunderschön! Jetzt wird es richtig einsam. Doch für die „single track road“ war es nicht einsam genug. Oftmals hielten wir wegen Gegenverkehr und genauso oft um Fahrzeuge vorbei zu lassen.
Dann kam die Sonne raus und es sah noch schöner aus! Ah, Traumhaft. Postkartenmovtive überall. Die Strände so weiss, das Wasser so blau und türkis. Wir liefen an einigen Ständen enlang, genossen die Sonne im kalten Wind.
Dann kamen wir zum Campingplatz etwas westlich von Durness. Allein der Blick auf den Platz….
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Dunnet Head, Strathy Point Lighthouse nach Melness
Morgens bekamen wir für 1 Pfund unsere Wäsche endlich trocken -Bericht weiter hinten.
Dunnet Head Leuchtturm
Jetzt ging es Richtung Westen. Der erste Stopp war Dunnet Head mit dem Leuchtturm und der Vogelkolonie. Doch auch hier blies der Sturm enorm. Kalt war es zudem. Wir liefen auf den Klippen, fotografierten den Leuchtturm – wieder ein Stevenson – und suchten die Puffins, fanden sie jedoch nicht. Bei dem Strum war es zu gefährlich an den Steilhängen zu schauen. Wir aßen noch etwas und machten und dann weiter gen Westen.
Auf dem Hinweg zum Aussichtspunkt hatten wir einen Wanderer mit schwerem Gepäck gesehen, der tat mir Leid, denn der Weg war weit, die Sonne kam gar nicht raus und wie gesagt, der kalte Sturm. Ich sah den Herrn auch am Leuchtturm und dann stand er mit ausgestrecktem Daumen und wir nahmen ihn auf dem Rückweg mit. Ein netter Belgier, der sich angeregt mit den Kids unterhielt während wir nach Thurso fuhren. Dort wollte er die Bahn nach Hause nehmen.
Esra am nördlichsten Punk von Festland Großbritannien
Torfbriketts
Strathy Point Lighthouse
Strandgrasnelken
Strathy Point Lighthouse
Der Strand bei Talmine
Tang und Fjord
Leuchtturm bei Dunnet Head
Gunter fotografiert und tritt fast auf die brütende Ente
Der Friedhof von Melness
Beim Fähranleger nach Orkneys, in Scrabster, gibt es einen weiteren Leuchtturm, doch wir konnten nicht parken und fuhren unverrichter Dinge weiter.
Da gab es noch einen Leuchtturm, den wir uns ansehen wollten. Vor drei Jahren hatten wir diesen nicht erwandert, sondern nur aus der Ferne fotografiert. Wir fuhren die engen Gassen dorthin. Wir wanderten den angenehmen ebenen Pfad zu den Klippen über die er sich noch erhob. Die weich geschwungenden Wiesen mit den vorgelagerten Felsklippen gefielen uns sehr. Auch hier fanden wir zahlreiche rosa Blümchen. Eine Ente fanden wir auf ihren Eiern sitzen. Sie war so ruhig, dass wir fast auf sie getreten wären. Schnell gaben wir dem aufgeregten Tier wieder den nötigen Platz. Ein englischer Camper wies uns darauf hin, dass man die „no overnight parking“ Schilder in Schottland getrost ignorieren könne. Doch auf diesem Platz wollten wir nicht bleiben. Wir fuhren weiter Richtunh Westen. Beim Melness Cemetary gibt es einen großen Parkplatz, wo wir übernachteten. Der Campingplatz im Ort Talmine sah sehr eng und etwas heruntergekommen aus, die Bucht davon gefiel uns zwar, doch hatten wir keine große Lust uns durch die sehr engen Gassen auf den noch engeren Platz zu qüalen.
Wir spielten gerade Rommee als die Sonne raus kam, da hielt mich natürlich im Mobil nichts, ich mußte raus und fotografieren. Wir fanden dann auch zahlreiche Motive. Nur zum großen Strand packte ich es nicht, weil es anfing zu regnen. Den Strand nah ich mir für morgens vor.
Wick – Girnigoe and Sinclair Castle
Von John o Groats fuhren wir nochmal zurück nach Wick, denn da gibt es noch viele interesannte Küstenabschnitte, eine Burgruine und einen Leuchtturm. So fuhren wir durch die Stadt und fanden einen großen Parkplatz vor den Ruinen des Sinclair Castles. Wir wollten den Leuchtturm Noss Head fotografieren, doch auch dieser ist in Privatbesitz und nicht zu besichtigen.
Hier ein Link zu weiteren Infos
Noss Head Lighthouse, Schottland
So liefen wir entlang der Küste und fanden einen ganz besonders schönen Strand. Die Sonne lachte, der Wind blies nach wie vor sehr kalt, doch unten zwischen den Felsen war es erträglich. Das Meer erstahlte im klaren tiefblau eines sonnigen Tages. Die Wellen rollten mächtig in die Bucht, eine Robbe streckte neugierig den Kopf hoch aus dem Wasser. Wir nutzten die Sonne und fotografierten, obwohl das Licht natürlich eher mittaglich war. Dann erwanderten wir über den hohen Küstepfad, begleitet von der kreischenden Musik der Möwen, die Ruine des Sinclair Castles. Sie liegt in beeindruckender Lage in der Bucht. Wir lasen die zahlreichen Hinweisschilder und stellten uns vor, wie das Leben früher wohl war.
Klick dich durch die Fotogalerie der Küste bei Wick
Girnigoe and Sinclair Castle im Regenwetter
Girnigoe and Sinclair Castle
Girnigoe and Sinclair Castle
Klick dich durch die Foto Galerie zum Castle Sinclair Girnigoe, Ostküste Schottland
Information zum Girnigoe and Sinclair Castle
Girnigoe and Sinclair Castle sind zwei Burgruinen etwa fünf Kilometer nördlich von Wick in den schottischen Highlands auf einem riesigen Felsen direkt an der Sinclair’s Bay errichtet wurden. Sie wurden aus dem plattenartigen Gestein der Kliffs erbaut. Geheimgänge durchziehen den Burgfelsen und reichen bis hinunter zum Meer.
Das Castle Girnigoe aus dem 15. Jahrhundert war ein Turmhaus (Tower house) und gehörte den Sinclairs Earls of Caithness. Bis zum 17. Jahrhundert entstanden Anbauten in Form von „Court Yards“, die später als Sinclair Castle bezeichnet wurden. Der Zugang erfolgte über eine klapprige Holzbrücke.
1690 belagerte George Sinclair of Keiss die beiden Burgen und konnte sie mittels schwerer Kanonen zerstören und somit den Sieg über die Verteidiger erringen. Dabei zerstörte er sein eigenes Erbe, denn die Burgen standen ihm zu. Nach der Wiedereinnahme gab er jedoch jeden Anspruch an den zerstörten Burgen auf. Erst vor ein paar Jahren wurde begonnen, die Ruinen zu restaurieren.
Die schlechtesten Fish & Chips unseres Lebens
Wir hatten alle Hunger, der kalte Wind, die Überdosis frische Luft und anstrengende Kletterei über die Felsen fordert eine hohen Kalorienzufuhr. Wir hatten an diesem Abend Lust auf Fish & Chips und gönnten uns diesen Luxus ausnahmsweise. In Wick fanden wir nur einen Laden und der hieß Pit Stop! Hmm, das hätte uns zu denken geben sollen.
Wir bestellten zum ersten Mal gleich 4 Portionen und eine Pommes, zahlten über 20 Pfund und trugen die fettige Beute zum Mobil. Das Papier, in welches die Fritten eingepackt war, triefte nur so von Fett und war völlig durchweicht. Die Pommes waren dick und massig, wie üblich hier in Großbritannien, doch diese hier hatten das Fett welchen noch dazu nie und nimmer heiß gewesen war, höchstens ein paar Sekunden lang gesehen. Von wegen heiß und knackig. Lauwarm und wabbelig, dazu schmeckte das Fett noch richtig alt. Gunter und Esra hatten Haggis, auch enorm fettig. Nun, wir brauchen ja zur Zeit viele Kalorien – doch schmecken soll es auch. Wir saßen alle traurig vor dem miserablen, stinkenden Häufchen Elend und quälten nur was in uns hinein, weil es so teuer gewesen war. Doch Amy und ich gaben auf, es war tatsächlich widerlich. Wir können behaupten, dass dies das schlechteste Essen war, welches wir je hatten!! Bild kommt noch!
Danach hielten wir beim Tesco – unserem Lieblingsupermarkt – und kauften nach dieser kulinarischen Erfahrung Unmengen an frischem Gemüse und einen Whisky zur Verdauung.
Fish & Chips in Schottland
Fettige Fish & Chips in Schottland
Abendstimmung am Strand von Wick
Den Abend wollten wir in der Nähe der Ruinen und dem tollen Strand verbringen, so übernachteten wir auf dem Parkplatz, wo noch ein Österreicher mit einem gefährlich wirkenden Rottweiler stand und ein deutsches Mobil auch wild campte.
Gunter, Esra und ich setzten uns mutig dem abendlichen Sturm und der Kälte aus – ohne Handschuhe kann ich nachts übrigens nicht fotografieren! Der Sonnenuntergang gegen 22:00 Uhr war fantastisch und mit Nieselregen vermischt, was die Felsen am Strand wunderbar zum Leuchten brachte jedoch auch vorsichtiges Klettern forderte. Wir wissen alle, wie rutschig Felsen nach einem Nieselregen sind.
Felsenküste und Sturm in Wick, Langzeitbelichtung
Felsenküste und Sturm in Wick, Langzeitbelichtung
Abendlicht, Wick
Wellen an der Küste von Wick
Möwen im Abendlicht, Wick
Abendlicht, Wick
Felsenküste in Wick, Langzeitbelichtung
Felsenküste in Wick, Langzeitbelichtung
Wellen an der Küste von Wick
Zum nächsten Blogbeitrag des Live Reiseberichtes Schottland
John O Groats – Oltimer Ausstellung
Wir liefen morgens nochmal alle los zum Strand und zu den Brochs. Das Wetter war mittlerweile wirklich gut, zwar wolkig doch trocken und teilweise sogar sonnig. Gut, der kalte Wind, der bläst immer. Am späten Vormittag machten wir uns auf den Weg nach Stacks of Duncansby. Diese hohen Steinpyramiden wollten wir gerne fotografieren und auch die Vogelwelt auf den Klippen betrachten.
Es gibt auch einen Leuchtturm auf dem Kap. Der sieht, meiner Meinung nach, ganz anders aus, als die, die wir bisher fotografierten. Viele Infos gab es leider nicht und wie alle anderen Leuchttürme ist er in Privatbesitz und nicht offen für Touristen.
Wir liefen ziemlich weit, bis endlich die hohen Schafszäune aufhörten und wir freie Sicht auf die Stacks hatten. Doch von dieser Seite wirkten sie nicht mehr ganz so grandios und staffelten sich nicht so toll. Seltsamerweise waren jenseits der Zäune nicht nur keine Schafe, sondern auch keine Touristen mehr. Nun, wir waren ausgekühlt, trotz sonnigem Wetter – das Problem ist zur Zeit die Kleidung! Der Wind ist biestig kalt, die Sonne relativ warm, wenn man mit Gepäck läuft, kommt man ins Schwitzen und dann ist der Wind noch unangenehmer. Ich tue mich wirlich schwer mit der Kleidungswahl.
Die Oldtimer
Die Oldtimer und ein Teil der Dudelsackband
Stacks of Duncansby
Die Jungs und die Oldtimer
Stacks of Duncansby
Warum steht dieses Schild in John o Groats?
Interessante Strukturen am Strand
Das Olympische Feuer in John O Groats
In John O Groats gab es eine Oldtimer Ausstellung. Das sah sehr interessant aus, natürlich wollten wir da hin. Bei der Anmeldung auf dem Campingplatz erfuhren wir, dass heute auch noch das olympische Feuer kommen würde. Was für ein Glück! Wir waren mal wieder zur rechten Zeit am rechten Ort – und ganz ohne Vorplanung.
Wir hatten alle eine Dusche nötig, mußten die Toilette leeren und Wäsche waschen. Was für ein Programm! Ich betrachtete mir die Duschräume und verzichtete auf die Dusche – es war saukalt, das Wasser lief nur spärlich.
Gunter fühlte sich nicht wohl, da hatte wohl der Wind ganze Arbeit geleistet, „er war durch den Wind“. So liefen die Jungs und ich zu den Oldtimern. Wir liesen die typische Jahrmarktstimmung auf uns wirken, die Gewinner wurden über blechern klingende Lautsprecher nominiert. Die Fahrzeuge waren liebevoll gepflegt und restauriert. Die Ausstellung war tatsächlich sehenswert.
Die Straße war mittlerweile abgesperrt, ein großes Polizeiaufgebot sorgte für eine freie Straße. Wann würde die Fakel kommen und wo? Wir fragten uns durch, waren dann auch rechtzeitig vor Ort. Esra verfasste je bereits einen ganzen Artikel über dieses Event.
Wir machten uns noch an die Wäsche, das Licht war trüb, ideal also. Die einzige Maschine lief ewig, dann noch ewiger der Trockner. Wir gingen nicht mehr auf Fototour obwohl die Küste direkt am Campingplatz ideal geeignet war. Es nieselte sich so durch die helle Nacht.
Der Wäscherei-Zwischenfall
Nach der Übernachtung in Broch Harbour überzeugte uns ein Blick auf den überquellenden Wäscheberg im Kofferraum, einen Campingplatz mit Waschgelegenheit aufzusuchen. Auf dem Campground von John O’Groats fanden wir das Gesuchte in zwei betagteren amerikanischen MAYTAG-Maschinen, je eine fürs Waschen und fürs Trocknen. Also füllten wir die Waschmaschine vom Typ „Bottich mit Wäsche herumschubsendem trägem Paddel“ mit heller Wäsche und zwei Ein-Pfund-Coins und harrten zwei Stunden, bis die Prozedur mit mäßig gutem Erfolg beendet war. Der Trockner benötigte nochmal eineinhalb Stunden und 2 £, es war inzwischen zu spät für einen zweiten Waschzyklus. Deswegen füllten wir die dunkle Wäsche mit hohem flauschigen Baumwollanteil am nächsten Morgen um Sieben in den Waschrührer.
Nach dem Waschende um Neun räumten wir die fertige, aber mangels Schleuderkraft noch viel zu nasse Wäsche in den Trockner. Die Drehzahl des betagten Teils entsprach wohl eher der eines alten Maulesels an einem mexikanischen Bewässerungsbrunnen.
So ging es auch weiter. Nach weiteren 3 £ und zwei Stunden, wir sollten eigentlich den Platz schon verlassen haben, hatte der Wasservorrat in unseren Klamotten nicht signifikant abgenommen. Auch auf stärkster Trocknungsstufe war die Wäsche mit bestem Willen als schwach lauwarm zu bezeichnen. Der herbeigerufene Platzwart konnte außer Schulterzucken und einem kurzen Exkurs über die Beladekapazität und Funktion (mit Gasbrenner als Heizung) antiker Trockner auch nicht weiterhelfen. Wenigstens investierte er weitere 3 £, aber unsere Wäsche klammerte sich weiterhin verzweifelt an das innewohnende Wasser. Frustriert packten wir die feuchten Sachen in unseren Kofferraum und verließen John O’Groats.
Die nächstgelegene nennenswerte Ansiedlung mit der Chance auf einen Waschsalon war Wick. Nicht verkehrt, denn Wick hat einen Leuchtturm, eine Burgruine und schöne Steilküste zu erkunden. Wir machten tatsächlich eine kommerzielle Wäscherei ausfindig, leider hatte die kurz vor unserer Ankunft Feierabend gemacht. Die Klamotten konnten so noch die Nacht vor sich hin gammeln, bis wir am nächsten Morgen den Waschsalon wieder anfuhren.
Dieser hatte tatsächlich moderneres Equipment der Marke „Speed Queen“, welches seinem Namen alle Ehre machte, wie sich zeigen sollte. Die Trockentrommeln waren groß genug, um einen ganzen Kindergarten samt Erzieherinnen darin komforatabel unterzubringen, allerdings kosteten 10 Minuten 1 £, was uns recht teuer erschien. Wir zahlten erstmal für zwei Runden und Esra blieb dabei und bewachte Magazine lesend unsere Schätze. Erstaunlicherweise waren unsere Sachen schon nach 10 Minuten fast getrocknet, das ist kommerzielle Effizienz.
Ärgerlich an der ganzen Geschichte war im Endeffekt die eklatante Zeitverschwendung, als wir stundenlang vergeblich mit ineffektiven Wäschetrocknern zugange waren. In Zukunft werden wir uns die Maschinen auf den Campingplätzen genau ansehen und im Zweifelsfall lieber einen Waschsalon aufsuchen.
Info John o‘ Groats
Obwohl viele Leute es annehmen, ist John o‘ Groats nicht Großbritanniens nördlichster Punkt (diesen Job übernimmnt der nahegelegene Dunnet Head) Allerdings ist John o‘ Groats der Punk auf der britischen Insel, der von „Lands End“ in Cornwall am weitesten entfernt ist, nämlich 874 Meilen bzw. 1406 km.
Nicht weit entfernt liegen die „Duncansby Stacks“, spektakuläre Felsformationen, die unzählige seltene Vogelarten beherbergen.
Man sagt, dass sich der Name John o‘ Groats von dem des Niederländers Jan de Groot herleitet, der dort die erste Fährverbindung zu den Orkneys aufbaute. Da Groot vier Pence für die Überfahrt verlangte, nannte man diese Summe kurzerhand „Groat“
Direkt an der Küste hat man vor einiger Zeit einen Wegweiser aufgestellt, der im Laufe der Jahre zu einiger bekanntheit gelangte. Viele Touristen lassen sich vom „Signpost Photographer“ mit ihm fotografieren.
Die olympische Fackel in John O Groats
Am 10. Juni hielten wir an Großbritanniens äußerster Ecke – John O‘ Groats, wo wir zu unserer großen Überraschung feststellten, dass man an diesem Tag die olympische Fackel hier vorbeitragen würde. Der Punkt der Übergabe war nur 200 Meter von unserer Haustür entfernt, und wir waren gerade noch rechtzeitig angekommen, bevor man die Straße absperrte.
Die Gelegenheit am Schopf packend, spazierten wir nach dem Mittagessen zum berühmten „John O‘ Groats“-Schild, wo man schon zu Hunderten auf das reisende Feuer wartete.
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