In Erquy waren wir schon des öfteren. Und wirklich jedesmal hatten wir dort Regenwetter. Diesmal vom Feinsten. Es regnete nicht, es schüttete, aber, es hört zwischendrin auch immer wieder auf. Am Strand war viel Aktivität, denn es war Wochenende. Es gefiel mir sehr, die Kitesurfer zu beobachten, weil das so sehr nach Spaß und genialem Körperbewußtsein aussah. Einfach Lebensfreude pur! Eine große Gruppe etwa 8-jähriger Kinder lernte das Strandsegeln, auch das fanden wir alle sehr interessant. Wir hätten das so gerne ausprobiert, fanden aber auch nach langer Suche niemanden zum Ansprechen wegen der Miete. Schade. In Gedanken und verbal spielten wir es durch, wie es wohl wäre, einfach eines dieser Kids runter zu werfen und dann böse grinsend im Sturm wegzufahren. Machten wir natürlich nicht, aber man kann gedanklich ja Spaß haben.
Wir blieben zwei Tage, genossen es, nicht zu fahren. Die Jungs lasen all Ihre Horation Hornblower Bücher zu Ende. Vorsorglich streiteten sie sich schon mal, wer dann da fünfte Buch der Serie daheim als erster anfangen darf.
Die Hornblower Verfilmung auf DVD hatten wir in Schweden gekauft und uns auch angsehen. Das sind 8 DVD“s, also wunderbar für einen langen, kalten, verschneiten und dunklen schwedischen Winter. In Schweden war die Serie übrigens sehr günstig, etwas über 20 Euro, bei uns kostet sie 80 Euro! Dafür nahmen wir in Kauf, dass es keine englischen Untertitel gibt, nur schwedische, norwegische, finische und dänische – und wir merkten, dass schwedische manchmal doch sehr hilfreich waren. Nun, die Bücher sind besser, sagen die Jungs, und da die ersten Bände in der Bretagne spielen, war das die optimale Lektüre. Hier der Link zu Amazon. Die Jungs werden hier noch ausführlich über diese Serie berichten!

Leuchtturm Erquy
Natürlich lernten wir auch wieder nette Leute kennen. Jetzt, da wir wieder mehr im belebteren Gebiet waren, trafen wir viel mehr Deutsche. Wir unterhielten uns ausgiebig mit den Langzeitreisenden Rita und Eva, dank Euch beiden für die tolle Zeit.
Bald werde ich an dieser Stelle auch über das Reisen allgemein berichten. Wir können alle sehr von den Rentnern lernen, vor allem bezüglich der Reisegeschwindigkeit.
In einer längeren Regenpause, wir hatten wirklich viel Glück, wanderten wir in den Ort und quer durch den Hafen. Die Wolken verzierten dramatisch schön den Himmel, die Boote schaukelten im Sturm, alles war frisch nach den starken Regenfällen der letzten Tage! Wie Friedensreich Hundertwasser das so schön sagte: es ist dunkelbunt nach dem Regen und er hat so Recht. Die frischen Farben, die saubere Luft, der Duft nach nassem Gras, so ein ergiebiger Regen ist doch traumhaft, und selbst, wenn wir nass geworden wären. Hatten eh eine Dusche nötig.
Nun, ein Nachteil, wenn man zu fünft im relativ engen Mobil unterwegs ist: wird man einmal so richtig nass – hatten wir in England logischerweise sehr oft – dann trocknet nichts mehr. Selbst die Betten sind dann klamm, wenn man sich reinlegt, brrr……
Das genialste waren die Sonnenuntergänge: und das, obwohl es den ganzen Tag so richtig dramatisch grau in dunkelgrau gewesen war. Es wurde so richtig farbig am Abend. Da scheint Erquy in beste Ecke zu sein, für dramatische Sonnenuntergänge. Einer vom letzten Jahr ziert den Kalender „Sehnsucht nach dem Meer 2012“ Der ist jetzt auch schon bei Amazon im Programm! Aber davon auch bald meer…..

Surfer in Erquy

Sonnenuntergang Erquy
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Barfleur, Normandie und Algen
Wir waren schon öfters in dem malerischen Hafenstädtchen Barfleur und haben dort noch nie so viele Algen gesehen, wie dieses Mal. Der ganze Hafen war mit einem grün schimmernden Teppich bedeckt, die schrägen Betonrampen hinter dem Hafenbecken waren mit glibberigen Algen überzogen. Wir liefen an der Hafenmauer entlang ins Zentrum des Städchens, da roch es plötzlich streng nach Chemie. Hmm, Esra und ich sahen uns um und entdeckten einen Arbeiter mit einer Spritze auf dem Rücken, der versuchte, der Algenplage Herr zu werden. Es sah nicht so aus, als ob er diesen Kampf gewinnen könnte. Chemie gegen einen Zustand, die durch zu viel Chemie ausgelöst wurde!! Das ist schon verrückt, passt aber gut in die heutige Zeit mit all ihren Widersprüchen.
Wir sind diesem Übermaß an grünen Algen schon öfter in der Bretagne begegnet, es wird von Jahr zu Jahr schlimmer und immer mehr Küstengebiete leiden darunter. Einige Strände sind so stark betroffen, dass es gefährlich ist, dort entlang zu laufen. Wir haben schon mit unseren Freunden in St. Michel en Greve über dieses Thema diskutiert, dort ist sogar schon ein Pferd an den Gärgasen erstickt, der Reiter kam gerade noch davon, und wahrscheinlich starb auch ein Mitarbeiter bei der Algenentsorgung daran. Die Algenthematik ist schon einige Jahre präsent und es bleibt zu hoffen, dass die Verantwortlichen endlich zur Vernunft kommen und was gegen die Ursachen, die massive Überdüngung der Felder und die Massentierhaltung, unternehmen.
Heute fanden wir einen Artikel über die Algen bei Spiegel.de! Es frustriert mich enorm, diesen Artikel zu lesen, es scheint sich wegen Machterhalt und Profitsucht will sich niemand richtig darum kümmern. Mir kam ein Teil eines Verses des Tao in den Sinn:
„Unwissen erkennen ist Stärke – Erkenntnis misachten ist Krankheit“
Einfach den Tatsachen nicht in die Augen sehen, weiter Geldscheffeln?? Wo wird das enden? Kranke Gesellschaft!
Hafen von Barfleur, Normandie
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Nordlichter auf Stern.de
Die Redaktion von Stern View scheint unsere Nordlichtfotos zu mögen. In der aktuellen Fotostrecke „Tanzende Lichter“ auf Stern.de sind 7 von 12 Aufnahmen von mir:-) Schaut mal rein und teilt bei Facebook! Sind aktuell nicht mehr zu sehen…
Nordlichtfotos auf Stern.de
Erquy im Regen, dann nach Barfleur
Die Regentage in Erquy brachten viele Motive und gute Möglichkeiten Bücher zu Ende zu lesen:-) Außerdem lernten wir wieder nette Leute kennen und unterhielten uns viel. Oft „beschnuppert“ man sich am ersten Tag so ein wenig, vertieft aber die Unterhaltungen immer mehr und erst nach ein paar Tagen hat man das Gefühl jemanden kennengelernt zu haben. So ging es mir auch hier mit Rita und Eva, die wir immer wieder trafen. Daher genieße ich es zur Zeit, dass wir es uns, wie all die langzeitreisenden Rentner, erlauben können, länger zu verweilen. Auch, wenn das noch ein Lernprozess ist. Habt Ihr ja sicher an der Route, die wir gefahren sind gemerkt, dass wir wohl noch etwas bremsen lernen müssen.
Nach den paar Tagen in Erquy machten wir uns so langsam auf den Weg Richtung Heimat. Da das Wetter sich doch auch nach Tagen kaum besserte, legten wir doch größere Strecken zurück. So fuhren wir nach Barfleur in der Normandie. Dieses kleine Fischerörtchen ist sehr gemütlich und wunderschön. Außerdem haben wir bisher den Leuchtturm bei Gatteville nur bei Regen ansehen können. Leider war es diesmal wieder so, es regnete und regnete. Wir fanden einen netten Platz direkt im Ort, es war Sonntag und es gab überall Radrennen. Teilweise mit abgesperrten Straßen. Es sah aber toll aus, wie dieser rießige Pulk an Radfahrern an uns vorbeirauschte. Wir genossen den Regen lesend im Mobil, doch von der Ferne kam Musik zu uns herüber. Und es waren alles Songs, die auch Joan Baez singt. Und die mag ich ja so gerne. Also machte ich mich auf die Suche nach der Sängerin. In den engen Gassen hörte man zwar die Musik, doch wir konnten nicht ausmachen, woher sie wohl kam. Esra war mitgekommen, und schließlich fanden wir eine Band, und zwar gerade, als die schöne Folkmusik zu Ende war.
Regen über dem Stellplatz von Erquy
Amy bei der Wanderung
Boote im Hafen von Erquy
Kitesurfing
Kitesurfing
Am nächsten Morgen klarte es etwas auf, doch hing der Himmel noch voller grauer Wolken. Der Hafen sah sehr grün aus. Alles voller Algen. Ob es jetzt dieses Problem auch hier gibt? Wir liefen in den Hafen und es stank ganz fürchterlich nach Chemie. Die schrägen Flächen, die Zufahrten zum Hafen, wurden wegen der rutschigen Algen eingespüht. Hmmm, das gab mir doch zu denken. Durch die Überdüngung der Felder und die Viehzucht im Landesinneren veralgt das Meer, dann geht man mit Chemie dagegen an.
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„Was fotografiert Ihr denn?“
Meneham, Bretagne
Wir standen mit den Kameras auf den Stativen am Meer. Es hatte geregnet, zog sich immer wieder zu, klarte immer wieder kurz auf. Wechselhaftes Wetter mindert zwar den Drang, nach draussen zu gehen, ist aber ideal für außergewöhnliche Fotografie. Man weiss nie, was man dann wirklich bekommt. Es kann auch ohne brauchbare Fotos enden und man schleicht völlig durchgeweicht von heftigen Regenschauern wieder ins Mobil zurück. Meistens bieten sich jedoch kurze, sehr fotogene Momente, die man nicht missen möchte. So auch an diesem Abend. Wir fanden fantastische Ansichten, die Wolken hingen sehr tief und dunkel am Hoizont. Über uns jedoch war der Himmel frei und das brachte das Meer zum Leuchten. Das schaffte einen genialen Kontrast zwischen Himmel und Wasseroberfläche.
Eine Touristin stand zwischen den Felsen und beachtete uns zuerst gar nicht. Irgendwann wurde sie doch zu neugierig, kam auf uns zu und sprach und auf Deutsch an: „Was fotografiert Ihr denn da? Da gibt es doch gar nichts zu sehen? Und es ist doch schon viel zu dunkel zum Fotografieren? Früher am Tag, als die Sonne noch schien, da war es schön!“
Ja was sieht man denn da überhaupt! Ich beschrieb einfach, was ich sah und war doch überracht, dass nicht jeder diese Magie wahrnimmt! Seltsam. Als ich darauf hinwies, wie das Wasser leuchtete, wie sich die Wolken so dunkel kontrastierend davon abheben, auf die hellen Flechten auf dem großen Felsen, die im Farbkontrast zur Umgebung standen – da sah sie es auch! Und dann zeigte ich ihr das Foto auf dem Display der Kamera! Da kam dann ein erstauntes „Wow!“ und große Augen.
Nun meine Schlußfolgerung: man sieht und genießt als Fotograf anders! Und ich finde das einfach sowas von Klasse!
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all die lieben Kommentatoren – DANKE!
Wir haben ja wirklich treue Leser und noch treuere Kommentatoren hier im Blog! Ich freu mich immer so sehr über Eure Anmerkungen. Danke an alle, die hier so fleißig schreiben. Wenn man unterwegs ist, teilweise müde und kaputt von langen Tagen in der wilden Natur, da tut es o gut zu wissen, dass das Geschreibsel von uns auch gelesen wird!!!
So stelle ich jetzt mal alle, die eine Webpage haben, hier vor. In den Anmerkungen findet das vielleicht nicht jeder! Außerdem werde ich die Links jetzt auch in der Blogroll einfügen. Hoffe, ich vergesse niemanden, wenn doch, schickt mir eine mail – oder schreibt einen Kommentar, ich ergänze das dann!
Ursula – ohne Blog aber ich denke, die fleißigte Kommentarschreiberin.
Helen – auch ohne Blog – ohne Helen geht es nicht! Kommentare sind nur wichtig, wenn wir weg von Bubenheim sind, ansonsten genügt ein kleiner Spaziergang zum Klönen bei toller Musik! Danke Helen!
Michael – Er hilft mir oft mit dem Blog, hat ihn wirkich richtig schön gemacht. Danke Michael! Und auf dieser Reise hat Michael auch die Kommentare freigeschaltet, weil wir nicht so oft ins Internet kamen. Einer seiner Blogs befindet sich bereits in der Blogroll.
Edeltraud – meine Mutter:-) Berichtet auch über Ihre Reisen und hat sehr viele Naturfotos, vor allem von Vögeln auf Ihrer Webpage
Sandra – sie berichtet auch über Reisen im Mobil in Ihrem Blog Resan
Maria – hat einen Blog über Naturfotografie – ah, wie ich auch das verstehen kann
Jenny – Weltwunderer – reisen und weltwundern mit Kindern
Moni – hat viele schöne Bretagne Fotos in der Fotocommunity
Gabi – die wir auf Reisen gen Norden gern in Mecklenburg Vorpommern besuchen. Sie ist sehr engagiert in der Storchenschule Cammin
Erquy
In Erquy waren wir schon des öfteren. Und wirklich jedesmal hatten wir dort Regenwetter. Diesmal vom Feinsten. Es regnete nicht, es schüttete, aber, es hört zwischendrin auch immer wieder auf. Am Strand war viel Aktivität, denn es war Wochenende. Es gefiel mir sehr, die Kitesurfer zu beobachten, weil das so sehr nach Spaß und genialem Körperbewußtsein aussah. Einfach Lebensfreude pur! Eine große Gruppe etwa 8-jähriger Kinder lernte das Strandsegeln, auch das fanden wir alle sehr interessant. Wir hätten das so gerne ausprobiert, fanden aber auch nach langer Suche niemanden zum Ansprechen wegen der Miete. Schade. In Gedanken und verbal spielten wir es durch, wie es wohl wäre, einfach eines dieser Kids runter zu werfen und dann böse grinsend im Sturm wegzufahren. Machten wir natürlich nicht, aber man kann gedanklich ja Spaß haben.
Wir blieben zwei Tage, genossen es, nicht zu fahren. Die Jungs lasen all Ihre Horation Hornblower Bücher zu Ende. Vorsorglich streiteten sie sich schon mal, wer dann da fünfte Buch der Serie daheim als erster anfangen darf.
Die Hornblower Verfilmung auf DVD hatten wir in Schweden gekauft und uns auch angsehen. Das sind 8 DVD“s, also wunderbar für einen langen, kalten, verschneiten und dunklen schwedischen Winter. In Schweden war die Serie übrigens sehr günstig, etwas über 20 Euro, bei uns kostet sie 80 Euro! Dafür nahmen wir in Kauf, dass es keine englischen Untertitel gibt, nur schwedische, norwegische, finische und dänische – und wir merkten, dass schwedische manchmal doch sehr hilfreich waren. Nun, die Bücher sind besser, sagen die Jungs, und da die ersten Bände in der Bretagne spielen, war das die optimale Lektüre. Hier der Link zu Amazon. Die Jungs werden hier noch ausführlich über diese Serie berichten!
Leuchtturm Erquy
Natürlich lernten wir auch wieder nette Leute kennen. Jetzt, da wir wieder mehr im belebteren Gebiet waren, trafen wir viel mehr Deutsche. Wir unterhielten uns ausgiebig mit den Langzeitreisenden Rita und Eva, dank Euch beiden für die tolle Zeit.
Bald werde ich an dieser Stelle auch über das Reisen allgemein berichten. Wir können alle sehr von den Rentnern lernen, vor allem bezüglich der Reisegeschwindigkeit.
In einer längeren Regenpause, wir hatten wirklich viel Glück, wanderten wir in den Ort und quer durch den Hafen. Die Wolken verzierten dramatisch schön den Himmel, die Boote schaukelten im Sturm, alles war frisch nach den starken Regenfällen der letzten Tage! Wie Friedensreich Hundertwasser das so schön sagte: es ist dunkelbunt nach dem Regen und er hat so Recht. Die frischen Farben, die saubere Luft, der Duft nach nassem Gras, so ein ergiebiger Regen ist doch traumhaft, und selbst, wenn wir nass geworden wären. Hatten eh eine Dusche nötig.
Nun, ein Nachteil, wenn man zu fünft im relativ engen Mobil unterwegs ist: wird man einmal so richtig nass – hatten wir in England logischerweise sehr oft – dann trocknet nichts mehr. Selbst die Betten sind dann klamm, wenn man sich reinlegt, brrr……
Das genialste waren die Sonnenuntergänge: und das, obwohl es den ganzen Tag so richtig dramatisch grau in dunkelgrau gewesen war. Es wurde so richtig farbig am Abend. Da scheint Erquy in beste Ecke zu sein, für dramatische Sonnenuntergänge. Einer vom letzten Jahr ziert den Kalender „Sehnsucht nach dem Meer 2012“ Der ist jetzt auch schon bei Amazon im Programm! Aber davon auch bald meer…..
Surfer in Erquy
Sonnenuntergang Erquy
Übersichtsseite Normandie & Bretagne Wohnmobil Tour im Sommer