Wir waren schon kurz nach 6:00 Uhr auf den Beinen. Direkt wieder Betten abziehen, packen, Frühstücken, Essen für die Fahrt vorbereiten, alles in Auto tragen (war viel) und dann das Zimmer wieder putzen. Dafür war die Unterkunft günstig:-)
Eiskalt in Luleå
Es war eiskalt morgens. Wir wissen leider nicht, wie kalt es wirklich war. Aber wesentlich kälter als die minus 30° C, die wir bereits hatten. Das Licht war genial. Es wird so schön arktisch hell, mit schönen Pastellfarben.
Alles, was noch im Auto geblieben war, fühlte sich sehr seltsam an. Es war wohl so kalt in der Nacht gewesen, dass die Kälte dermaßen überall hineingekrochen war, dass alles bis tief hinein gefroren war. Die Klamotten schienen bei Berührung zu zerberechen! Vielleicht ist sogar unsere letzte halbe Flasche Wiskey eingefroren? On the rocks halt. Mir tat das arme Auto leid. Die Türen öffneten sich nur noch einen kleinen Spalt breit, die Kopfkissen, die wir liegen gelassen hatten waren wie Bretter. Das finde ich gleichzeitig faszinierend und beängstigend!

eisiges Denkmal
Und wieder war die Fahrt einfach nur traumhaft schön. Die Straßen waren annehmbar, nicht zugeschneit, ein wenig mit Eis überzogen. Die Bäume und das Licht, wieder einmal erste Sahne. Sowas Schönes habe ich wirklich noch nicht gesehen. (Mutti – da halten sogar die Lofoten nicht mit!)

Lappland mit dem VW T4
Bei dem Eis auf der Straße sind wir froh, Spikesreifen zu haben!

märchenhafter Wald
Rentiere
Wir sahen zahlreiche Rentiere, konnten aber leider kein schönes Foto machen. Die Rentiere, die stillhielten waren nicht mehr fotogen, da tot. Da saßen immer die Raben drauf, konnte man schon von weitem sehen. Leider sahen wir davon sehr viele. Und immer waren noch lebendige Rentiere in der Nähe. Traurig, oder? Einen Fuchs sahen wir durch den Schnee stapfen.
Trotzdem, wir hatten morgens das Wetter gecheckt, es soll Schnee geben, Freitag und Samstag und wir müssen über einen Pass. Also hielten wir kaum an, machten ein paar Fotostopps, kauften einmal einen Kaffee, weil ich in einem Kaffee die Toilette benutzen aber ich bei fast minus 30°C nicht an der Straße pinkeln wollte. Eigentlich hatten wir ja vor, bis Kiruna zu fahren, und dort in einem Wandrehem unterzukommen. Wir waren relativ früh dort, gegen 14:00 Uhr, und so beschlossen wir, mit der Schneenachricht im Hinterkopf, doch noch ein paar km zu fahren.
Schweren Herzens fuhr ich auch am Eishotel vorbei…. Auf dem Rückweg, hoffentlich… Abisko würde ja auch noch Möglichkeiten bieten. Als wir da waren, war die Sonne schon weg. Wir sind ja jetzt nördlich des Polarkreises, da geht die Sonne ja auch früh unter. Ich wollte mich, bevor wir Schweden verlassen, sowieso noch von Maria verabschieden, so rief ich jetzt an. Bat sie darum, nochmal das Wetter zu checken. Noch was es halbwegs hell, wir könnten es vielleicht sogar bis nach Narvik schaffen. Maria meinte, dass Schnee für morgen vorhergesagt war. Dann sahen wir, dass die Jugenherberge in Abisko offen war und fragten dort nochmal nach. Gleiche Auskunft, nur meinte der nette Herr dort, dass die Straße relativ schnell gesperrt werden würde bei Schneefall.
Doch noch bis nach Narvik
So entschlossen wir uns doch weiter zu fahren… Mittlerweile war es doch nicht mehr so wirklich hell. Und es kam noch Nebel dazu, der auf der Scheibe gefror. Ich sah nicht mehr viel. War vielleicht auch besser so, denn jetzt wurde es steil. Die Reifen bewährten sich sehr gut, denn der Nebel bildete auf der sowieso rutschigen Straße einen Schmierfilm.

blaue Stunde
Grenzkontrolle
Dann wurden wir tatsächlich zum ersten Mal, etwa 10 km hinter der Grenze, kontrolliert. Ob wir Alkohol dabei hätten? Ja, eine halbe Flasche Wiskey. „Und auch Bier?“ Nein, das würde nur einfrieren:-) Dann kontrollierte der Zollbeamte sicherheitshalber noch unseren schön vollgeräumten Kofferraum – beim T4 ja rießig, und bei uns auch fast voll!
Schließlich fanden wir in Narvik noch eine Jugenherberge wo wir die letzten beiden Zimmer bekamen. Und da das hier so ein Mix aus Hotel und Herberge ist sind die Betten schon bezogen und morgen werden wir Frühstück bekommen. Wow! Aber TEUER war es. 250 Euro für eine Nacht!
Wilde Wetter auf den Lofoten
Das Wetter ist ein Erlebnis hier. Es wechselt, dauernd, und immer wieder ist es schön, sogar, wenn es eigentlich schlechtes Wetter ist. Stürmisch, trüb und regnerisch. Gehört wohl aber dazu. Und ich habe mir vorgenommen, trotzdem und vor allem dann zu fotografieren:-)
Hier ein paar Fotos vom gestrigen Tag. Es fing mit einem wahnsinns Sonnenaufgang an. Einfach absolut fantastisch. Ich wollte mich gerade zum heißen Tee mit Knäcke niedersetzten, da blickte ich aus dem Fenster und mein Hintern berührte den Stuhl nicht mehr. Ohne Jacke und Handschuhe, was sich als Fehler herausstellte, lief ich hinters Haus, und dann doch noch weiter und weiter auf den Hügel. Im Wind froren mir nicht nur die Finger ein. Trotzallem: ein wunderbar warmes Gefühl durchströmte mein Herz. Der Vestfjord war so schön. Ist er eigentlich immer, aber in diesem Licht! Wow!
Das Frühstück packte ich dann glücklich mit einer schon gefüllten Kameraspeicherkarte. So wurde auch noch mein müder Körper gesättigt:-)
leuchtende Wolke
Na, kann man meine Begeisterung nachvollziehen?
Vestfjord
Dann kamen die Wolken zu uns. Es schneite und sah wieder gut aus:-) Ich war viel unterwegs, mir tut die frische Luft sehr gut.
kleines Leuchtfeuer
Schneeflocken und Weg nach Henningsvaer
Und abends war es nur trüb, leider. Ich machte also keinen Ausflug in die Nacht. Nur, kurz an die Brücke.
Brücke am Abend
Nordlichter und Sonnenschein
Vorweg eine nette Info: das ist der 100. Beitrag, den ich hier schreibe:-)
Noah und die Schneeflocken
Gestern war es klasse. Nach einem sehr trüben Tag mit Regen und Schneematsch, tat die Sonne gut. Nun, sie geht erst gegen 10:00 Uhr auf, da kann man sich gemütlich fertig machen, wenn man aus den Federn kommt.
Wir waren, dank Wetterbericht, vorbereitet und machten uns schon vor Sonnenaufgang auf den Weg. Wollten man nach Hov fahren, um dort am Strand den neuen Schnee zu begutachten. Es hatte schon relativ viel geschneit nachts. Das Auto war sowas von zugepatscht mit Schnee, der heftig klebte. Es hatte ja vorher geregnet, war also ideal, um alles, natürlich mal wieder samt Schlösser zu vereisen. Wir schrubbten eine ganze Weile.
Die Fahrt war natürlich atemberaubend. Wer die Lofoten im Winter kennt, weiss wovon ich rede. Leider sind hier nicht wie in Schweden, die Parkplätze geräumt. Wir konnten also weniger oft anhalten, als wir das gern getan hätten. In Hov war es noch heftiger, da konnte man erstmal gar nicht parken. Vielleicht erwartete ich aber auch von Schweden her mehr Schnee, man muß das einfach vorher testen, wie tief der am Rand ist. Die Straßen sind übrigens spiegelglatt. Zum Glück haben wir Spikes. Hatten uns schon Gedanken gemacht, ob die Ausgabe lohnt oder nicht. Jetzt sind wir uns sicher. Es ist besser. Habe gestern ein Auto an der Brücke gesehen, das mußte wegen Gegenverkehr halten und kam und kam nicht mehr weg. Die Brücken sind hier fast alle steil.
Fotos hier lang….
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Magische Sonnemomente auf den Lofoten
Nach der langen Reise brauchen wir erst mal ein wenig Ruhe…
Trotzdem ziehen wir automatisch los, wenn das Licht schön wird, da kann ich als Fotografin nicht drinnen sitzen, da muß ich raus. Dringend. Und ich kann dir sagen: die Lofoten sind im Winter ein TRAUM.
Hier also nur ein paar Fotos von gestern, damit du siehst, wie schön es bei wechselhaften Wetter sein kann. Heute nieselt es, alles ist grau in grau, also wesentlich weniger fotogen.
Scheune auf der Insel
auf dem Weg nach Henningsvaer
Über diese Brücke laufen wir, wenn wir von der Insel, wo wir wohnen nach Henningsvaer wollen. Ein schöner Spaziergang, aber auch windig…
Schneereiche Wolken
klasse, wie die abschneien. Hier wechselt das Wetter sehr oft, ständig neue Ansichten
Berge in der Ferne
kommen die Wolken dann näher, sieht’s so aus
So, in den nächsten Tagen meer….
Angekommen auf den Lofoten
Wir kamen im Dunkeln in Narvik an. Nun, es ist ja früh dunkel, wir sind nochmal ein ganzes Stück gen Norden gefahren. In der Stadt suchten wir sogleich eine Tankstelle und dort füllten wir nicht nur unseren Dieseltank auf, sondern auch das norwegische Handy. Glücklicherweise konnten wir die Sim Karte vom September noch nutzen, und mußten nur das Guthaben aufladen. Dann suchten wir die Jugenherger, bekamen die letzten beiden Zimmer (fällt mir gerade auf, hatte ich gestern schon geschrieben, gell? Bin wohl etwas überanstrengt) Im Zimmer hatten wir leider keinen Internetempfang, so mußte ich mich in die Lobby setzen und sah auch, wieviele Leute und Jugendliche hier wohnten. So ganz wohl fühlte ich mich nicht, aber Esra kam und leistete mir Gesellschaft, da ging es besser:-)
Regen auf Eisstaße – sehr unangenehm
Eine Nacht in Narvik
Die Nacht in Narvik war nicht sonderlich ruhig. Die ganze Jugenherberge war voller Jugendlicher:-) Und die schlafen nachts nicht so viel, wie wir aus Erfahrung wissen. Trotzdem fand ich irgendwann in den Schlaf. Und wieder klingelte der Wecker gegen 6:00 Uhr. Nicht, dass Ihr denkt, wir machen hier einen auf Erholung! Ich duschte, es war mal schön warm. Als ich mich allerdings so nackt im Spiegel sah, erschrak ich. Uff, so dünn war ich seit Jahren nicht. Meine Hosen schlabbern jetzt auch mit der langen, wollenen Unterwäsche drunter und ohne Gürtel würde ich die Hose in weniger als 1 Minute verlieren. Hmmm, wäre ja doch interessiert zu wissen, was ich wiege. Ich nenne das jedenfalls meine Reise- und Fotodiät. Nehme eigentlich immer unterwegs fast genauso viel ab, wie mein Fotorucksack wiegt. Damit das Gewicht halbwegs gleich bleibt. Nur sind zur Zeit die Abstände zum Erholen dazwischen nicht mehr vorhanden, so scheint es doch etwas zu niedrig zu werden…..
Schlechte Straßenbedingungen
Jedenfalls ging es dann mit einer Stressdiät weiter. Es fing an zu regnen und das auf einer festgefahrenen Eis-Schneedecke. So war es ja auch vorhergesagt. Hmm, ich dachte, ich hätte das Fahren in nordischen Winter mittlerweile gelernt. Na ja, es geht noch was! Wir kamen uns vor, wie auf hoher See, bei schlechtem Wetter. Es war rutschig, es war nass, ach so nass. Teilweise stand so viel Wasser auf der Straße, dass man, wenn man mit ca.50 km/h reinfuhr fast zum Stillstand kam. Und dann noch die LKW’s, die rasen, wie überall, nur hier sind die Straßen eng, viel enger als in Schweden, und die Laste rscheinen noch schneller zu fahren.
Es geht rechts und links meist irgenwo tief runter, oder es gibt direkt am Straßenrand hohe, kantige Felsen. Und ein Elch stand auch da. Und dann fing es an zu schneien. Auf dem Eis, mit der Schicht Wasser oben drauf und dann noch eine dünne Schicht Schnee. Die grandiosen Berge sahen wir kaum, die Fjorde sahen nur grau und dunkel aus. So wenig konnte ich diese, normalerweise atemberaubende Strecke, noch nie genießen. Aber, ich kenne den Weg ja mittlerweile, ich weiss gar nicht mehr, wie oft wir schon hier waren…
Straße in Norwegen
ob Schnee besser ist? ich weiss es nicht….
Wir kauften dann in Svolvaer ein. Einen USB Stick für’s Internet kauften wir nicht. Im Vergleich zu Schweden sowas von teuer! Heftig! Das Modem kostet schon mal 500NOK und dann 10NOK pro Tag. Hört sich ja gut an. Nur ist der Traffic auf 200MB pro Monat begrenzt und das hat man wohl schnell voll. Danach läuft der Stick nur noch extrem langsam. Hmmm, wir wollten versuchen unser Modem, welches wir in England gekauft hatten, zu nutzen, aber es funktionierte leider nicht. Also, erstmal kein Internet hier im Haus, evtl in Office von Ocean Sounds.
Haus aufheizen
Das Haus war noch relativ kalt als wir ankamen. Wir trafen den Vermieter aber gleich, was gut war. Er zeigte uns noch ein wenig rum, drehte die Heizung hoch und meinte, wir sollen anrufen, falls was wäre. Das ist ja gut zu wissen. Und er hat zwei Kinder etwa im Alter von unseren.
Kaum hatten wir das Auto ausgeräumt, da fegte ein Sturm über uns hinweg. Der Schneeregen kam wirklich ganz horizontal. Erstaunlich, wie wild es hier im Vergleich zu Südschweden ist. Jetzt werden wir uns mal ein wenig ausruhen und denn natürlich nach dem Nordlicht Ausschau halten. Ich werde weiter berichten…..
nach Narvik
Wir waren schon kurz nach 6:00 Uhr auf den Beinen. Direkt wieder Betten abziehen, packen, Frühstücken, Essen für die Fahrt vorbereiten, alles in Auto tragen (war viel) und dann das Zimmer wieder putzen. Dafür war die Unterkunft günstig:-)
Eiskalt in Luleå
Es war eiskalt morgens. Wir wissen leider nicht, wie kalt es wirklich war. Aber wesentlich kälter als die minus 30° C, die wir bereits hatten. Das Licht war genial. Es wird so schön arktisch hell, mit schönen Pastellfarben.
Alles, was noch im Auto geblieben war, fühlte sich sehr seltsam an. Es war wohl so kalt in der Nacht gewesen, dass die Kälte dermaßen überall hineingekrochen war, dass alles bis tief hinein gefroren war. Die Klamotten schienen bei Berührung zu zerberechen! Vielleicht ist sogar unsere letzte halbe Flasche Wiskey eingefroren? On the rocks halt. Mir tat das arme Auto leid. Die Türen öffneten sich nur noch einen kleinen Spalt breit, die Kopfkissen, die wir liegen gelassen hatten waren wie Bretter. Das finde ich gleichzeitig faszinierend und beängstigend!
eisiges Denkmal
Und wieder war die Fahrt einfach nur traumhaft schön. Die Straßen waren annehmbar, nicht zugeschneit, ein wenig mit Eis überzogen. Die Bäume und das Licht, wieder einmal erste Sahne. Sowas Schönes habe ich wirklich noch nicht gesehen. (Mutti – da halten sogar die Lofoten nicht mit!)
Lappland mit dem VW T4
Bei dem Eis auf der Straße sind wir froh, Spikesreifen zu haben!
märchenhafter Wald
Rentiere
Wir sahen zahlreiche Rentiere, konnten aber leider kein schönes Foto machen. Die Rentiere, die stillhielten waren nicht mehr fotogen, da tot. Da saßen immer die Raben drauf, konnte man schon von weitem sehen. Leider sahen wir davon sehr viele. Und immer waren noch lebendige Rentiere in der Nähe. Traurig, oder? Einen Fuchs sahen wir durch den Schnee stapfen.
Trotzdem, wir hatten morgens das Wetter gecheckt, es soll Schnee geben, Freitag und Samstag und wir müssen über einen Pass. Also hielten wir kaum an, machten ein paar Fotostopps, kauften einmal einen Kaffee, weil ich in einem Kaffee die Toilette benutzen aber ich bei fast minus 30°C nicht an der Straße pinkeln wollte. Eigentlich hatten wir ja vor, bis Kiruna zu fahren, und dort in einem Wandrehem unterzukommen. Wir waren relativ früh dort, gegen 14:00 Uhr, und so beschlossen wir, mit der Schneenachricht im Hinterkopf, doch noch ein paar km zu fahren.
Schweren Herzens fuhr ich auch am Eishotel vorbei…. Auf dem Rückweg, hoffentlich… Abisko würde ja auch noch Möglichkeiten bieten. Als wir da waren, war die Sonne schon weg. Wir sind ja jetzt nördlich des Polarkreises, da geht die Sonne ja auch früh unter. Ich wollte mich, bevor wir Schweden verlassen, sowieso noch von Maria verabschieden, so rief ich jetzt an. Bat sie darum, nochmal das Wetter zu checken. Noch was es halbwegs hell, wir könnten es vielleicht sogar bis nach Narvik schaffen. Maria meinte, dass Schnee für morgen vorhergesagt war. Dann sahen wir, dass die Jugenherberge in Abisko offen war und fragten dort nochmal nach. Gleiche Auskunft, nur meinte der nette Herr dort, dass die Straße relativ schnell gesperrt werden würde bei Schneefall.
Doch noch bis nach Narvik
So entschlossen wir uns doch weiter zu fahren… Mittlerweile war es doch nicht mehr so wirklich hell. Und es kam noch Nebel dazu, der auf der Scheibe gefror. Ich sah nicht mehr viel. War vielleicht auch besser so, denn jetzt wurde es steil. Die Reifen bewährten sich sehr gut, denn der Nebel bildete auf der sowieso rutschigen Straße einen Schmierfilm.
blaue Stunde
Grenzkontrolle
Dann wurden wir tatsächlich zum ersten Mal, etwa 10 km hinter der Grenze, kontrolliert. Ob wir Alkohol dabei hätten? Ja, eine halbe Flasche Wiskey. „Und auch Bier?“ Nein, das würde nur einfrieren:-) Dann kontrollierte der Zollbeamte sicherheitshalber noch unseren schön vollgeräumten Kofferraum – beim T4 ja rießig, und bei uns auch fast voll!
Schließlich fanden wir in Narvik noch eine Jugenherberge wo wir die letzten beiden Zimmer bekamen. Und da das hier so ein Mix aus Hotel und Herberge ist sind die Betten schon bezogen und morgen werden wir Frühstück bekommen. Wow! Aber TEUER war es. 250 Euro für eine Nacht!
nach Lulea
Unsere Fahrt nach Lulea fing schlecht an. Schon um 6:00 Uhr waren wir auf, wollten zusammen mit Mimi aus dem Haus und so auch die helle Tageszeit für die Fahrt nutzen. Unseren Bus hatten wir in der Einfahrt des Nachbarn etwas nach vorn abschüssig geparkt. Und gestern war auf der Tour um die Insel die Tankleuchte angegangen. Wir waren nur noch etwa 10km gefahren, und wollten morgens als erstes tanken. Abends hatte es angefangen zu nieseln und das bei weiterhin unter Null.
Die dicke Eissschicht, die sich nicht wegkratzen lassen wollte
Unsere Windschutztscheibe war so dick voller richtig festem Eis, dass wir es nicht kratzen konnten. Absolut nicht! Keinen cm bekamen wir frei. So machte ich das Auto an, um mit Hilfe des Gebläses besser vorran zu kommen. Doch nach nur 5 Minuten ging der Motor wieder aus. Hmmm, da war doch gestern was? Ja, klar. Tank leer! Und das, wo wir uns doch vorgenommen hatten im Winter in Schweden immer besonders vorsichtig zu sein.
Gunter und Esra liefen los, die Tankstelle war nicht weit. Trotzdem, ärgerlich so was. Während wir warteten, das schöne Licht genossen, sprang ein Reh aus dem Garten über die Straße und in den nächsten Garten. Amy und Noah waren total begeistert. Ich hatte es verpasst, weil ich wieder mal ungedulig nach den Männern der Familie gesehen hatte. Nach dem Einfüllen des Kanisters dann die bange Frage: Würde der Bus jetzt auch anspringen? Nein, das wollte er nicht. Zig mal mußte ich zünden und pumpen. Ich hatte schon Bedenken, dass ich die Batterie leer ziehen würde, da sprang er endlich an. Uff, Glück gehabt und wieder eine Erfahrung reicher!
Traumhafte Schneelandschaft in schwedisch Lappland
Traumhaft schön sieht die Landschaft aus. Eigentlich unfotografierbar, was ich ungern sage:-) Vielleicht braucht man eine gefrorene Nase, um in die richtige Stimmung zu kommen. Wußtet Ihr, dass es sehr wohl einen Unterschied macht, ob es minus 15, minus 20 oder gar minus 30° sind? Heftig! Ich kann’s Euch sagen. Bei minus 30° tut’s weh. Auch die Hände werden da sehr schnell, sehr, sehr kalt…..
Wir haben fotografiert unterwegs, diese Schönheit der Winterlandschaft konnten wir aber auf den kurzen Stopps nicht wirklich festhalten. Ich denke, Lappland ist selbst auch eine ganze Reise wert. Habe noch nie so schönes Licht, so wunderschönen Wald und so klare Luft gesehen. Und das Fahren war OK; wir fuhren so zwischen 70-90 km/h.
Schneelast
findet ihr’s? das Parkplatzschild? Ja, wir taten uns auch schwer. Ich würde sagen, dass 70% der Schilder nicht lesbar sind. Nur an der Form kann man abschätzen, was es wohl sein könnte.
Angekommen in der Jugenherberge von Luleå
Wir waren jedenfalls abends in Luleå noch kurz was für’s Frühstück einkaufen. Man kann im Auto ja nichts lange lagern, es friert alles viel zu schnell ein und verdirbt. Danach zogen wir noch los, um etwas zu Abend essen. Und dann mußten wir noch arbeiten: Betten beziehen, Auto ausräumen, Essen für den nächsten Tag vorbereiten, wie zum Beispiel Eier abkochen und so weiter….
Ich bin hundemüde ins Bett gefallen, wollte eigentlich nochmal raus fotografieren, bin aber so fest eingeschlafen, dass ich es nicht mehr packte.
Es sah so klasse aus in Luleå. Alle Bäume waren dick mit Eis überzogen, sogar die Graffities sind hier in Eis geritzt:-) Schade, dass ich keine nächtliche Fototour mehr schaffte! Ich brauchte wohl den Schlaf nötiger! Reisen bei der Kälte sind anscheinend anstrengender als sonst? Sowieso scheint die ganze Welt starr, stillstehend, halt eingefroren!
nächtliche Straße in Lappland
So, wir sitzen schon am Frühtsück, gestern bekamen wir den Zugang zum Internet nicht. Und jetzt machen wir uns auf den Weg nach Kiruna. Melde mich also bald wieder….
PS für Leute, die auch noch hier durchreisen werden (Oliver!) Hier ist eine gute Seite zur Planung:
http://trafikinfo.trafikverket.se/lpvmenu/lpvmenu.htm#id=15