Suche nach dem Mangersta Strand

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Heute war es ziemlich trüb, aber halbwegs trocken. Mir gefällt der Blick aus dem Fenster trotzdem immer! Auch, wenn Nieselregen im Wind über die Hügel zieht. Morgens zog ich in der Region umher. Lief den felsigen Strand entlang. Traf wieder den netten Schafhirten Malcom. Die Unterhaltungen mit ihm sind sehr informativ und angenehm.

felsiger Strand, Bernera

felsiger Strand, Bernera

 

Malcom untersucht den Knöchel des Schafs

Malcom untersucht den Knöchel des Schafs

glückliche Schafe bei der Fütterung, es nieselt

glückliche Schafe bei der Fütterung, es nieselt

Gegen Mittag fuhren wir über diese engen, kurvigen, hügeligen Straßen los. Gerade hier auf Bernera ist das Fahren sehr anstrengend. Und diese „schlimmsten“ 16 km, fahren wir jeden Tag mindestens zweimal. In einer Kurve kam uns plötzlich ein großer, silberner SUV, eine junge Frau am Steuer, Kinder im Wagen, auf UNSERER Spur entgegen. Sie schaffte es nicht, den Wagen unter Kontrolle zu bringen und wieder auf ihre Seite zu ziehen! Mir blieb in den unendlich langen Sekunden nur eine Wahl: der Graben. Ich bremste ab, steuerte unseren Bus ins Gras am Rand, zum Glück gerade breit genug für uns, und kam mit Herzklopfen zum Stehen! Das war knapp! So knapp wie noch nie in meiner 30 jährigen Fahrpraxis! UFF.

Die Dame blieb einige hundert Meter hinter uns auch zum Stehen. Ich wollte aussteigen und mit ihr reden. Nicht mal geschimpft hätte ich, so froh war ich, dass es gut gegangen war! Meine erste Frage war übrigens: bin ich auf der richtigen Straßenseite! War ich. Sie war es nicht! Gunter drängelte, fahr einfach weiter. Nun gut. Der Schrecken saß!

Auf dem Weg nach Uig hatten wir beim letzten Mal zwei Highland Rinder gesehen. Vor dem Zaun hielt ein Defender, hinten schauten mindestens drei der hier so  typischen Border Collies raus. Die Kühe wurden mit frischen Heu versorgt. Im Gespräch erfuhren wir, dass die beiden trächtig seinen und deswegen das gute Futter brauchten. Für uns war das ein Geschenk des Himmels, die beiden Kühe waren so nah und beschäftigt. Zuerst wechselte ich das Objektiv gegen ein Weitwinkel, dann noch den Blitz drauf und jetzt hatte ich SPAß! Und was für einen. Knie und Ellenbogen wie immer nass und matschig, aber das ist mir ein gutes Foto immer wert. Mit den großen Hörnern musste ich enorm aufpassen, die waren immer nur wenige Zentimeter von meiner Linse entfernt. Ich war zufrieden und glücklich. Die Bilder habt ihr ja bereits hier gesehen 🙂

Wir fuhren diesmal entlang einer Straße, die mit Blick über den weiten Atlantik ausgestattet ist. Ich schrie vor Freude auf. Das Licht, die Wellen, die Gischt und Sicht! Mensch, wie schön die Welt doch ist! Doch was sehe ich da: Hirsche!

Die hatte ich mir gewünscht 🙂 Kaum war das 400 mm Tele drauf, kam die Abendsonne raus. Wow! Die Hirsche positionierten sich perfekt vor den Bergen. Das  Licht, wie von magischer Hand optimal gesetzt, klickten wir munter, grinsend vor uns hin!

Hirsche im Abendlicht

Hirsche im Abendlicht

Wellen in der Nacht

Wellen in der Nacht

Wir fuhren nochmal zur Kuhweide, wo Gunter letztens von fluchtgefährdeten Kühen belauert wurde. Diesmal hatten wir einen schönen Blick auf die Felsen. Doch das war nicht die Stelle gewesen, die wir gesucht hatten. Schön war es trotzdem. Wir werden in den nächsten Tagen einen weiteren Versuch starten.

Jetzt, erst vom Schrecken gebeutelt, dann vom Glück umspült, fuhren wir weiter entlang dieser engen Straße zum Ende der traumhaften Welt! Es wurde schöner und schöner. Ja, hier könnte ich wohnen! Ein Fest für die Augen!

Nachts lag ich noch lange wach. Was wäre passiert, wenn wir ein paar Sekunden später losgefahren wären? Hätte ich dann noch ausweichen können? Wie schnell kann es vorbei sein? Das war ein aufregender Tag gewesen! Ich fahre jetzt noch langsamer und vorsichtiger –  doch immer mit dem rücksichtslosen Verhalten der Anderen zu rechnen ist anstrengend!!

 

Gabi

hier schreibt Gabi

Ich liebe das Reisen, die Fotografie und meine Familie!
Am besten - alles zusammen!

Autor: Gabi

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6 Kommentare

  1. Ups…. ein Glück fähr euer Schutzengel stetig mit! Nicht auszudenken, was hätte passieren können… bin ja so froh Gabi, hast du so prima reagiert!

    Ich freue mich, dass ihr diese Situation mit wunderschönenm Ausblick, tollem Motiv und wunderbarem Licht „verarbeiten“ konntet…!!

    Liebe Grüsse
    Sandra

    • Hi Sandra,

      uff, das war wirklich Glück! Das wäre gar nicht gut ausgegangen, wenn sie uns getroffen hätte.

      Die Fototour danach war wirklich klasse, ein guter Ausgleich!

      liebe Grüße

      Gabi

  2. Ging ja zum Glück nochmals gut !!! Also die Fahrerei auf diesen Strassen würde mich sicherlich auch viele Nerven kosten…..
    Übrigens, das Bild mit den Schafen bei der Fütterung find ich herrlich !
    Gruß, Ricarda

    • Hi Ricarda,

      eigentlich dachte ich, wäre ich hart im Nehmen, was die Straßen anbetrifft 🙂
      Hier die Straßen sind tatsächlich eine Herausforderung. Wir werden das mal für Euch filmen. Da kommt das besesr raus 🙂
      Die Lofoten im Winter sind auch nicht gerade einfach zu fahren! Da ist es nicht ganz so hügelig.

      Liebe Grüße

      Gabi

  3. ….Ich fahr jetzt noch langsamer und vorsichtiger.

    Noch mal Glück gehabt – aber die Rechnung geht auch anders herum auf, wärst du schneller gefahren, so wärst du an der gefährlichen Stelle schon vorbei gewesen ,-) .

    Gute Reise !
    Lutz

    • Hi Lutz, kann sein! Aber, es ist wirklich schwierig, bei den Straßen das Auto in den Kurven in der Bahn zu halten! Und schneller wären wir im Graben nicht gut aufgehoben gewesen 🙂
      Es ging ja gut! Macht uns aber auch bewußt, wie schnell etwas passieren kann, auch, wenn man selbst sehr vorsichtig fährt!

      liebe Grüße

      Gabi

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