Achtung, dieser Beitrag ist sehr bildlastig. Ich konnte mich nicht entscheiden, welche ich rauswerfen sollte, jetzt sind sie eben alle drin!
– Wind und Whisky –
Langsam wurde es Zeit für mich, wieder nach Süden zu fahren. Ich hatte die Fähre nach Amsterdam bereits gebucht, im Anschluss an die Schottlandreise wollte ich gleich nach Schweden weiterfahren.
In den nördlichen Highlands machte das Radfahren nur bei Windstille Spaß. Da man weit und breit kaum drei Bäume am Horizont ausmachen kann, gibt es nichts, um den Wind etwas auszubremsen. Wie gewohnt blies mir ein starker Gegenwind ins Gesicht und holte im Laufe eines Tage eine beachtliche Anzahl an Flüchen und Schimpfworten aus mir heraus, da ich trotz meiner Anstrengungen nur eine sehr überschaubare Geschwindigkeit aufrecht erhalten konnte. Teilweise war der Gegenwind so stark, dass ich selbst bergab in die Pedale treten musste, um nicht stehen zu bleiben!

Die Landschaft im Norden Schottlands ist karg und weit. Hier fühlt sich der Wind richtig wohl, weil ihn keine ollen Bäume ausbremsen.

Blick aus meiner „Haustür“
Was dort oben an Wäldern fehlt, das wird mit Whisky-Destillerien wieder wett gemacht. In der Speyside-Region stehen mehr Destillerien als irgendwo anders in Schottland, alle paar Kilometer kommt man an einer vorbei. Leider hatte ich nie die Gelegenheit, eine genauer zu besichtigen, da entweder die Zeit fehlte, ich zu spät kam oder es zu teuer war. Ich fand aber direkt neben der Dalwhinnie-Destillerie einen schönen Platz zum Zelten.

Mein treues Vaude-Zelt vor der Dalwhinnie Destillerie

Eine Eideckse am Wegesrand

Typisch Schottischer (und oregoner) Humor

Wildcampen im Wald
Nocheinmal Servas und ein zufäliges Frühstück in Edinburgh
Auf halbem Weg zwischen Edinburgh und Glasgow traf ich Val, eine Servas-Gastgeberin, die im kleinen Dörfchen Muthill lebte. Wir kamen sehr gut miteinander zurecht und ich blieb drei Tage statt den üblichen zwei. Kurz nach mir tauchten noch mehr deutsche Besucher bei ihr auf. Es war eine Familie aus der Nähe von Aachen, die sich von ihren kleinen Kindern nicht davon abhalten ließen, mit einem Land Rover und einem großen Zelt die Highlands zu bereisen (ich finde generell jeden sympathisch, der mit Kindern reist.)

Im kleinen Dörfchen Muthill machte ich ein weiteres Mal Halt bei einer Servas-Gastgeberin

Val (rechts) bekam außer mir noch mehr Besuch aus Deutschland, das Haus war schön voll

Die berühmte Eisenbahnbrücke bei Edinburgh
Je weiter südlich ich kam, desto mehr Bäume und sogar Wälder tauchten auf, und die Berge wurden von Hügeln ersetzt. Das Vorankommen war nun viel einfacher, und ich konnte weiter fahren. Je früher ich in Newcastle ankäme, desto mehr Zeit würde ich dort haben, mit Alicia, einer Freundin von mir, die Gegend zu erkunden und Dinge zu unternehmen.
Ich fuhr wieder durch Edinburgh, hielt mich allerdings nicht dort auf, weil es regnete. In einer Kleinstadt nicht weit von Edinburgh schlug ich mein Zelt an diesem Abend auf. Am nächsten Morgen rief mich eine Frau von ihrem Gartenzaun zu sich, als sie mich aus meinem Zelt kommen sah. Was sie wohl will? Darf man hier etwa nicht campen? Es ist doch überall erlaubt? Ich lief mal zu ihr.
„Guten Morgen!“ rief sie und fragte freundlich, ob ich denn gut geschlafen hätte.
Dann: „Sag mal, willst du Frühstück haben?“
Was für eine Frage! Einen Radfahrer zu fragen ob er Hunger hat. Das wäre, als wenn man einen Hund fragen würde, ob er ein Schnitzel will. Natürlich nahm ich das Angebot dankend an. Sie wollte wissen, wo ich überall schon gewesen bin, ich erzählte ihr von meiner bisherigen Reise. An diesem Tag kam ich wirklich nicht sehr früh in die Gänge – um 11 saß ich noch plaudernd in ihrer Küche.

Es regnete, als ich durch Edinburgh fuhr
Warum es toll ist, allein zu reisen
Am Anfang meiner Reise machte ich mir noch Sorgen wie wohl werden würde, ganz alleine unterwegs in Schottland. Diese ewige Fahrerei alleine, abends einsam im Zelt, niemand, mit dem ich reden könnte…
Doch meine Sorgen waren unbegründet. Was ich nämlich nicht wusste: wenn man alleine unterwegs ist, kommt man viel mehr mit Leuten in Berührung. Ganz oft sah mich jemand vorbeifahren, den einzelnen Radfahrer, und lud mich kurzerhand zu einem Tee ein. Ist ja nur einer, da geht das ganz einfach. Ich hatte allergrößte Freiheit bei der Planung, ich musste ja keine Rücksicht auf Mitreisende nehmen. So konnte ich einfach mal eine Woche in Glasgow bleiben oder mich mit anderen Radlern zusammentun und mit denen ein paar Tage fahren.
Das passierte mir nämlich auch hin und wieder, dass ich jemanden traf und dann einen oder mehrere Tage mit dieser Person verbrachte. Ich wurde von einer alten Dame in ihr Gästezimmer eingeladen, von Pfadfinderinnen aufgenommen, in Edinburgh bekam ich Frühstück, mit anderen Radlern furh ich zusammen herum. Und dann war ja noch Servas, was als Einzelperson wirklich sehr praktisch ist. Ich war zwar alleine unterwegs, aber ich war nie einsam!
Und wenn ich mal stunenlang durch die weite, leere Landschaft raldelte, dann hatte ich Zeit zum Nachdenken. Oder ich sang laute, selbstgedichtete Lieder; es war ja niemand da, den es störte!

Das Wetter was sehr wechselhaft, wie immer. Immerhin macht der Regen die Landschaft schön satt und grün
Zurück nach Newcastle, nach ca. 1500km
Schließlich verabschiedete ich mich aber doch, und im Laufe des Tages brachte ich doch noch ein wenig Land zwischen mich und Edinburgh. Am nächsten Tag war ich schon in England. Die Hügel waren hier kleiner als in Schottland, doch sie waren auch zahlreicher und fieser. In den Highlands geht es teilweise kilometerlang bergauf, doch es ist oft nur eine schwache, stetige Steigung. In England muss man fast jeden halben Kilometer einen kleinen, gemeinen Hügel erklimmen, nur um auf der anderen Seite gleich den nächsten zu sehen. Bäh!
Auf der anderen Seite gab es viel Wald. Ich fuhr durch den Kielder Forest Park, auf der Karte als großer grüner Fleck erkennbar, der gleichzeitig den kürzesten Weg darstellte. In Null Komma Nix war ich wieder in Newcastle.

Auf dem Weg nach Newcastle fuhr ich durch den Kielder Forest

An der Grenze nach England. Tschüss Schottland!

Mit diesen beiden Kanadiern verbrachte ich einen Abend plaudernd in deren Zelt
Sich in Newcastle zurecht zu finden war weitaus schwieriger als in Edinburgh und Glasgow. In den beiden schottischen Städten sind die Straßen mehr oder weniger gerade und überschaubar, doch ich Newcastle ist das Straßennetz eher ein Labyrinth. Es ist, als hätten die Stadtplaner einst eine große Landkarte genommen, einen Haufen Schnüre drauf geworfen, und dann die Straßen einfach da gebaut, wo die Schnüre lagen.
Schließlich fand ich doch noch zu Alicias Haus, wo ich vier Tage blieb. In Newcastle und Umbegung wird es einem bestimmt nicht langweilig, jeden Tag hatten wir irgendwas auf dem Plan, Museen, Innenstadt, ein Kletterpark, Grillparty – die letzten vier Tage in Großbritannien waren nicht schlecht!

Wieder in Newcastle mit Alicia, bei der ich ein paar Tage verbrachte

Die Gateshead Millenium Bridge in Newcastle

Ein Kaffeehaus in Newcastle
Alles im Lot aufm Boot? Ja! Überfahrt nach Amsterdam
Irgendwann musste ich dann doch zum Fährhafen. Ich fuhr wieder mit DFDS, diesmal ging es statt mit der „King Seaways“ mit der „Princess Seaways“ über die Nordsee. Radfahrer, merkt euch das für später: Wenn ihr die Wahl habt, fahrt mit der Princess. Da kommt mal als Radfahrer viel einfacher rein und auch wieder raus. Bei der King Seaways muss man warten, bis alle anderen von Schiff gefahen sind, bevor man selbst dran ist.
Die Überfahrt war sehr schön, vor allem, weil ich gute Gesellschaft hatte. Ich verquatschte mich am Fährhafen mit zwei englischen Radlern, und wir verbrachten den gesamten Abend zusammen. Erst verkosteten wir ein paar selbstgebraute Biere, die die beiden gemacht hatten, dann setzten wir uns in eine der vielen Bars und hörten Live-Musik. Es wurde recht spät, viel Schlaf bekam ich nicht diese Nacht.

Wieder auf der Fähre zurück nach Amsterdam

Meine sehr gemütliche Kabine

Diese beiden Radler aus England vernichteten mit mir große Mengen ihres selbstgebrauten Biers

Das Frühstücksbuffet war toll

Hmm!

Ich war nicht der einzige Radler auf dem Schiff
Am Morgen frühstückte ich noch einmal ordentlich (das Buffet war schön groß!) und traf dann den Rest meiner Familie in Ijmuiden am Fährhafen. Sie würden am nächsten Tag nach Großbritannien fahren, also verbrachten wir einen Tag zusammen, bevor ich weiter nach Schweden fuhr. Darüber berichte ich dann im nächsten Beitrag! Hier ist noch eine Landkarte von Schottland mit meiner Route drauf:
Schulfrei-Festival – vier geniale Tage mit 500 anderen Freilernern
Falls ihr euch gefragt habt, warum auf diesem Blog in den letzten Tagen Flaute war: wir waren auf dem Schulfrei-Festival in Brandenburg. Auf einem großen Gelände haben sich fast 500 Freigeister und Verrückte wie wir getroffen, um Konferenzen zu halten, Workshops zu veranstalten und Spaß zu haben. Noah und ich hielten einen Vortrag dazu, wie wir das Abitur und den Realschulabschluss abgelegt haben, Gunter bot einen Bumerang-Workshop an und Gabi redete über das Lernen auf Reisen und wie man als Familie günstig lange Touren machen kann. Und natürlich tauschten wir uns über das freie Lernen und Reisen in privaten Gesprächen aus.
Zeltwald auf dem Schulfrei-Festival
Es waren auch viele andere Langzeitreisende mit dem Wohnmobil da
Gunter demonstriert, wie man einen Bumerang wirft
Amy und Josi mit Bumerangs
Abends gab es immer ein Lagerfeuer und viel Musik, oder Kartenspiele. Es war toll, mit so vielen netten Leuten auf einmal zusammen zu sein, die alle auch nicht unbedingt zur Schule gehen oder gegangen sind. Auf einmal waren wir nicht anders, sondern ganz normal! Leider dauerte das Festival nur vier Tage – viel zu kurz, um alle kennen zu lernen. Es hätte auch gerne eine Woche dauern können!
Bilder habe ich leider nur gemacht, wenn gerade nicht so viel los war… aber wenigsten gibt es ein paar!
In den nächsten Tagen geht es mit den Berichten weiter. Im Moment sind wir auf einem Hausboot auf der Havel, der Mecklenburger Seenplatte unterwegs.
Julian, einer der Organisatoren, fotografiert gerade einen Regenbogen
Die Bar im Abendlicht
Sommer-Radtour, Teil 6: von Inverness zurück nach Newcastle
Achtung, dieser Beitrag ist sehr bildlastig. Ich konnte mich nicht entscheiden, welche ich rauswerfen sollte, jetzt sind sie eben alle drin!
– Wind und Whisky –
Langsam wurde es Zeit für mich, wieder nach Süden zu fahren. Ich hatte die Fähre nach Amsterdam bereits gebucht, im Anschluss an die Schottlandreise wollte ich gleich nach Schweden weiterfahren.
In den nördlichen Highlands machte das Radfahren nur bei Windstille Spaß. Da man weit und breit kaum drei Bäume am Horizont ausmachen kann, gibt es nichts, um den Wind etwas auszubremsen. Wie gewohnt blies mir ein starker Gegenwind ins Gesicht und holte im Laufe eines Tage eine beachtliche Anzahl an Flüchen und Schimpfworten aus mir heraus, da ich trotz meiner Anstrengungen nur eine sehr überschaubare Geschwindigkeit aufrecht erhalten konnte. Teilweise war der Gegenwind so stark, dass ich selbst bergab in die Pedale treten musste, um nicht stehen zu bleiben!
Die Landschaft im Norden Schottlands ist karg und weit. Hier fühlt sich der Wind richtig wohl, weil ihn keine ollen Bäume ausbremsen.
Blick aus meiner „Haustür“
Was dort oben an Wäldern fehlt, das wird mit Whisky-Destillerien wieder wett gemacht. In der Speyside-Region stehen mehr Destillerien als irgendwo anders in Schottland, alle paar Kilometer kommt man an einer vorbei. Leider hatte ich nie die Gelegenheit, eine genauer zu besichtigen, da entweder die Zeit fehlte, ich zu spät kam oder es zu teuer war. Ich fand aber direkt neben der Dalwhinnie-Destillerie einen schönen Platz zum Zelten.
Mein treues Vaude-Zelt vor der Dalwhinnie Destillerie
Eine Eideckse am Wegesrand
Typisch Schottischer (und oregoner) Humor
Wildcampen im Wald
Nocheinmal Servas und ein zufäliges Frühstück in Edinburgh
Auf halbem Weg zwischen Edinburgh und Glasgow traf ich Val, eine Servas-Gastgeberin, die im kleinen Dörfchen Muthill lebte. Wir kamen sehr gut miteinander zurecht und ich blieb drei Tage statt den üblichen zwei. Kurz nach mir tauchten noch mehr deutsche Besucher bei ihr auf. Es war eine Familie aus der Nähe von Aachen, die sich von ihren kleinen Kindern nicht davon abhalten ließen, mit einem Land Rover und einem großen Zelt die Highlands zu bereisen (ich finde generell jeden sympathisch, der mit Kindern reist.)
Im kleinen Dörfchen Muthill machte ich ein weiteres Mal Halt bei einer Servas-Gastgeberin
Val (rechts) bekam außer mir noch mehr Besuch aus Deutschland, das Haus war schön voll
Die berühmte Eisenbahnbrücke bei Edinburgh
Je weiter südlich ich kam, desto mehr Bäume und sogar Wälder tauchten auf, und die Berge wurden von Hügeln ersetzt. Das Vorankommen war nun viel einfacher, und ich konnte weiter fahren. Je früher ich in Newcastle ankäme, desto mehr Zeit würde ich dort haben, mit Alicia, einer Freundin von mir, die Gegend zu erkunden und Dinge zu unternehmen.
Ich fuhr wieder durch Edinburgh, hielt mich allerdings nicht dort auf, weil es regnete. In einer Kleinstadt nicht weit von Edinburgh schlug ich mein Zelt an diesem Abend auf. Am nächsten Morgen rief mich eine Frau von ihrem Gartenzaun zu sich, als sie mich aus meinem Zelt kommen sah. Was sie wohl will? Darf man hier etwa nicht campen? Es ist doch überall erlaubt? Ich lief mal zu ihr.
„Guten Morgen!“ rief sie und fragte freundlich, ob ich denn gut geschlafen hätte.
Dann: „Sag mal, willst du Frühstück haben?“
Was für eine Frage! Einen Radfahrer zu fragen ob er Hunger hat. Das wäre, als wenn man einen Hund fragen würde, ob er ein Schnitzel will. Natürlich nahm ich das Angebot dankend an. Sie wollte wissen, wo ich überall schon gewesen bin, ich erzählte ihr von meiner bisherigen Reise. An diesem Tag kam ich wirklich nicht sehr früh in die Gänge – um 11 saß ich noch plaudernd in ihrer Küche.
Es regnete, als ich durch Edinburgh fuhr
Warum es toll ist, allein zu reisen
Am Anfang meiner Reise machte ich mir noch Sorgen wie wohl werden würde, ganz alleine unterwegs in Schottland. Diese ewige Fahrerei alleine, abends einsam im Zelt, niemand, mit dem ich reden könnte…
Doch meine Sorgen waren unbegründet. Was ich nämlich nicht wusste: wenn man alleine unterwegs ist, kommt man viel mehr mit Leuten in Berührung. Ganz oft sah mich jemand vorbeifahren, den einzelnen Radfahrer, und lud mich kurzerhand zu einem Tee ein. Ist ja nur einer, da geht das ganz einfach. Ich hatte allergrößte Freiheit bei der Planung, ich musste ja keine Rücksicht auf Mitreisende nehmen. So konnte ich einfach mal eine Woche in Glasgow bleiben oder mich mit anderen Radlern zusammentun und mit denen ein paar Tage fahren.
Das passierte mir nämlich auch hin und wieder, dass ich jemanden traf und dann einen oder mehrere Tage mit dieser Person verbrachte. Ich wurde von einer alten Dame in ihr Gästezimmer eingeladen, von Pfadfinderinnen aufgenommen, in Edinburgh bekam ich Frühstück, mit anderen Radlern furh ich zusammen herum. Und dann war ja noch Servas, was als Einzelperson wirklich sehr praktisch ist. Ich war zwar alleine unterwegs, aber ich war nie einsam!
Und wenn ich mal stunenlang durch die weite, leere Landschaft raldelte, dann hatte ich Zeit zum Nachdenken. Oder ich sang laute, selbstgedichtete Lieder; es war ja niemand da, den es störte!
Das Wetter was sehr wechselhaft, wie immer. Immerhin macht der Regen die Landschaft schön satt und grün
Zurück nach Newcastle, nach ca. 1500km
Schließlich verabschiedete ich mich aber doch, und im Laufe des Tages brachte ich doch noch ein wenig Land zwischen mich und Edinburgh. Am nächsten Tag war ich schon in England. Die Hügel waren hier kleiner als in Schottland, doch sie waren auch zahlreicher und fieser. In den Highlands geht es teilweise kilometerlang bergauf, doch es ist oft nur eine schwache, stetige Steigung. In England muss man fast jeden halben Kilometer einen kleinen, gemeinen Hügel erklimmen, nur um auf der anderen Seite gleich den nächsten zu sehen. Bäh!
Auf der anderen Seite gab es viel Wald. Ich fuhr durch den Kielder Forest Park, auf der Karte als großer grüner Fleck erkennbar, der gleichzeitig den kürzesten Weg darstellte. In Null Komma Nix war ich wieder in Newcastle.
Auf dem Weg nach Newcastle fuhr ich durch den Kielder Forest
An der Grenze nach England. Tschüss Schottland!
Mit diesen beiden Kanadiern verbrachte ich einen Abend plaudernd in deren Zelt
Sich in Newcastle zurecht zu finden war weitaus schwieriger als in Edinburgh und Glasgow. In den beiden schottischen Städten sind die Straßen mehr oder weniger gerade und überschaubar, doch ich Newcastle ist das Straßennetz eher ein Labyrinth. Es ist, als hätten die Stadtplaner einst eine große Landkarte genommen, einen Haufen Schnüre drauf geworfen, und dann die Straßen einfach da gebaut, wo die Schnüre lagen.
Schließlich fand ich doch noch zu Alicias Haus, wo ich vier Tage blieb. In Newcastle und Umbegung wird es einem bestimmt nicht langweilig, jeden Tag hatten wir irgendwas auf dem Plan, Museen, Innenstadt, ein Kletterpark, Grillparty – die letzten vier Tage in Großbritannien waren nicht schlecht!
Wieder in Newcastle mit Alicia, bei der ich ein paar Tage verbrachte
Die Gateshead Millenium Bridge in Newcastle
Ein Kaffeehaus in Newcastle
Alles im Lot aufm Boot? Ja! Überfahrt nach Amsterdam
Irgendwann musste ich dann doch zum Fährhafen. Ich fuhr wieder mit DFDS, diesmal ging es statt mit der „King Seaways“ mit der „Princess Seaways“ über die Nordsee. Radfahrer, merkt euch das für später: Wenn ihr die Wahl habt, fahrt mit der Princess. Da kommt mal als Radfahrer viel einfacher rein und auch wieder raus. Bei der King Seaways muss man warten, bis alle anderen von Schiff gefahen sind, bevor man selbst dran ist.
Die Überfahrt war sehr schön, vor allem, weil ich gute Gesellschaft hatte. Ich verquatschte mich am Fährhafen mit zwei englischen Radlern, und wir verbrachten den gesamten Abend zusammen. Erst verkosteten wir ein paar selbstgebraute Biere, die die beiden gemacht hatten, dann setzten wir uns in eine der vielen Bars und hörten Live-Musik. Es wurde recht spät, viel Schlaf bekam ich nicht diese Nacht.
Wieder auf der Fähre zurück nach Amsterdam
Meine sehr gemütliche Kabine
Diese beiden Radler aus England vernichteten mit mir große Mengen ihres selbstgebrauten Biers
Das Frühstücksbuffet war toll
Hmm!
Ich war nicht der einzige Radler auf dem Schiff
Am Morgen frühstückte ich noch einmal ordentlich (das Buffet war schön groß!) und traf dann den Rest meiner Familie in Ijmuiden am Fährhafen. Sie würden am nächsten Tag nach Großbritannien fahren, also verbrachten wir einen Tag zusammen, bevor ich weiter nach Schweden fuhr. Darüber berichte ich dann im nächsten Beitrag! Hier ist noch eine Landkarte von Schottland mit meiner Route drauf:
Dackel Grindel in Schottland
Wir reisen zum ersten Mal mit Dackel Grindel. Es macht sehr großen Spaß mit Hund in Schottland unterwegs zu sein. Wir treffen sehr, sehr viele Hunde und ihre Besitzer und kommen dadurch noch öfters ins Gespräch. Oftmals kommen Leute aus Läden heraus, um den Dackel zu knuddeln. Grindel liebt Sandstrände, sie bleibt immer dicht bei uns – es sei denn ein toter Vogel liegt in den Dünen und riecht gut – so können wir die Fotografie sogar mit Hund ausführen. An der Leine funktioniert es eher nicht. Grindel ist immer gut gelaunt, sie springt und rennt und buddelt Löcher. Wir hätten nicht gedacht, dass das soviel mehr Spaß macht mit Hund unterwegs zu sein. Nun, im Wohnmobil haben wir signifikant mehr Sand.
Wir sind noch wenige Tage in Schottland unterwegs und das soll nur mal eine kurze Meldung sein. Das Wetter ist weiterhin so gut, dass wir mehr draußen sind, als vor Notebook zu sitzen. Und wenn wir uns dann ins Mobil zurückziehen sind wir einfach nur platt. Die meisten Berichte werden also kommen, wenn wir wieder daheim sind.
Ratray Lighthouse mit Regenbogen
Wolken, Regen und Sonne, was will man mehr
Dackel Grindel am Strand – so eine Fotosession ist nicht unbedingt ungefährlich für die Kamera.
Dackel Grindel am Strand
Dackel Grindel am Strand
Wir haben einen Tischaufsteller mit Dackel Grindel und Leuchttürmen zusammengestellt. Schau ihn dir an!
Zürück zur Übersichtsseite Schottland Wohnmobiltour
St Andrews, die Golfhauptstadt
Die Golfhauptstadt St Andrews
Von einem Parkplatz hoch oben auf dem Berg schauen wir auf St Andrews herab. Das kleine Städtchen am Meer sieht sogar aus der Ferne geschichtsträchig aus. Im Ort herrscht fast Verkehrschaos, den die Schotten gelassen nehmen. Es geht einfach etwas langsamer durch die engen Gassen. Ein großer Teil der Stadt ist für ein mittelalterliches Fest abgesperrt. An der Uni finden wir sogar mit unserem Mobil einen kostenlosen Parkplatz.
Wir stürzen uns in den Trubel auf der Suche nach gebrauchten Buchläden. St Andrews hat Flair, die Gebäude der 1410 gebründeten Univerität sind auf die ganze Stadt verteilt. Sie ist somit die älteste Uni Schottlands. Während der Studienzeit sind ein Drittel der Einwohner St Andrews Studenten. Hier hat sogar Prinz William studiert und in einem Kaffee, welches jetzt Werbung damit macht, traf er auf Kate. In einer Art grandiosem Innenhof feiert ein Paar Hochzeit. Die gutgekleidete Hochzeitsgesellschaft passt perfekt zum Ambiente.
Hochzeit in St Andrews
Burgruine in St Andrews
Küstenlinie in St Andrews
Die Initialen von Patrik Hamilton. Darauf tritt kein Student, denn das bedeute schlechte Noten. Patrik reiste nach Deutschland und traf dort auf Martin Luther, da er desssen Thesen vertrat wurde er im Alter von 24 Jahren verbrannt.
Abendstimmung in St Andrews
Mittelalterliches Fest?
Die Kathedrale von St Andrews
Die 1158 erbaute katholische Kathedrale war zeitweise das größte Gebäude Schottlands. Sie wurde nach der Schottischen Reformation im 16. Jahrhundert dem Verfall preisgegeben. Schon von weitem sehen wir die Ruinen. Tagsüber ist es möglich das Gelände der Kathedrale zu besuchen. Wir zahlen den Eintritt nicht, sondern schlendern so zwischen den Gräbern hindurch. Vom Hafen aus bekommen wir einen guten Überblick über die Kathedrale und die Burg. Die um 1200 erbaute Burg war Residenz, Gefängnis und Festung des Bistums.
Abendstimmung in St Andrews
Abendstimmung in St Andrews
Abendstimmung an der Kathedrake von St Andrews
Gräber auf dem Friedhof vor der Kathedrale
Gräber auf dem Friedhof vor der Kathedrale
Wir bleiben gleich zwei Nächte, um der Stadt fotografisch gerecht zu werden. Amy und Noah klappen zwischenzeitlich alle Gebrauchtläden ab, finden das gewünschte Buch jedoch nur neu.
Golfplätze und eine kleine Brücke
St. Andrews ist die „Heimatstadt des Golfsports.“ Der 1754 gegründete Royal and Ancient Golf Club ist für die Regelauslegung zuständig, 5 der besten Golfplätze der Welt gehören zu St. Andrews. Es dauert eine Weile, bis wir den ältesten Golfplatz mit der berühmten steinernen Brücke finden. Jeder Tourist möchte genau hier sein Foto machen. Wir stehen an, denn logischerweise möchten wir genau dieses Foto auch haben. Allerdings ohne uns, nur die Brücke mit den Bauten des Golfclubs im Hintergrund.
Gabi auf dem berühmten Golfplatz
Golfplatz St Andrews
Die berühmte Brücke auf dem Golfplatz
Jeder will auf der kleinen Brücke stehend fotografiert werden
Endlich ein Foto ohne Menschen
Die Gebäude des Golfclubs
Ein olympischer Strand
Der 2 Meilen lange Weststrand der Stadt ist bei Ebbe extrem weitläufig. Sonntagsausflüger tummeln sich auf dem nassen Sand. Der West Sands Beach war Kulisse für die Eröffnungsszene von „Chariots of Fire,“ die auch hier für die 2012er Olympischen Spiele nachgestellt wurde.
German Sausage
Wo Kate Wiilliam traf
viel Sand am Strand – Chariots of Fire
Abends im Hafen von St Andrews
Das mittelalterliche Fest ist nichts, was wir als Deutsche erwarten würden. Es ist einfach nur Trubel mit Kirmesbuden. Gerade in der Kulisse von St Andrews wäre so ein richtig schönes Fest mit Kostümen eine geniale Idee. Schade, dass die Schotten da Kirmesbuden lieber mögen.
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Leuchtturm in Elie, Schottland
Elie liegt am Firth of Forth in Fife (sprecht das mal laut aus ohne zu lachen!)
Als wir in Elie auf den Parkplatz am Leuchtturm und Strand fahren schlägt unser Herz schon höher. Der Strand und der kleine Leuchtturm sehen fotogen aus, das Licht spielt mit und am Himmel hängen gut verteilt ein paar Wölkchen. Wir greifen das Stativ, satteln die Fotorucksäcke, nehmen Grindel an die Leine und ziehen los. Die Kids und der Dackel ziehen alsbald ihre eigenen Kreise, wir brauchen länger, da wir ständig neue Fotos sehen und festhalten.
Elie Lighthouse
Elie Lighthouse
Elie Lighthouse
Eine Umkleidekabine aus dem 18. Jahrhundert
Wir kommen mit ein paar Leuten ins Gespräch und lernen, dass die Trumruinen keine Burgfragmente sind, sondern die Überreste einer noblen Umkleidekabine sind. Der Lady’s Tower war die Umkleidekabine der Lady Anstruther in den 1770er Jahren. Jedesmal wenn sie badete, musste ein Diener mit einem Glöckchen bimmeln, damit ja keiner der Einheimischen in die Nähe kam.
Das Licht wird besser und besser, die Wolken spielen mit und bescheren uns einen fotografisch erfolgreichen Abend.
Umkleidekabine in Elie – links in der Ferne ist übrigens der Bass Rock zu sehen
Umkleidekabine in Elie
Am Parkplatz steht mal wieder das Schild „No overnight parking“. Da die Zufahrt mit einer zwei Meter hohen aufgeklappten Schranke versehen ist, fahren wir weg, obwohl wir lieber bleiben würden. Das Leuchttürmchen hat eine außergewöhnliche Form und steht zudem vorne auf den Felsen direkt am Meer – den wollen wir noch in der Nacht und am Morgen fotografieren. Wir quetschen uns schließlich auf einen Parkplatz am Hafen. Ich treffe beim spätabendlichen Spaziergang eine Familie, mit der ich bereits in North Berwick geredet hatte. Komisch, wenn jemand auf der Straße in einem Ort, wo du noch nie warst, deinen Namen ruft.
Die Kids schlafen noch und ich laufe früh allein den Strand entlang. Es ist friedlich und Grindel ist auf dem weichen Sandstrand unendlich glücklich. Sie buddelt, flitzt auch ohne Spielkameraden wild herum. Es macht einfach Spaß ihr zuzusehen und diese gute Laune aufzusaugen.
Ich fotografiere die Muster im Sand und den kleinen Leuchtturm. Wir frühstücken und fahren weiter gen Norden.
Muster im Sand in Elie, doch die Flut kommt schon
Grindel buddelt überall Löcher
Nach getaner Arbeit
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Sommer-Radtour, Teil 5: Von der Westküste an die Ostküste im Regen
Endlich hatte ich die Isle of Skye an der Westküste Schottlands erreicht. Ich wollte erst eine Woche dort verbringen und mein Zelt an allen schönen Ecken der Insel aufpflanzen, doch ich hatte einen gravierenden Fehler gemacht: Ich hatte meine Rechnung ohne das Wetter gemacht. Am ersten Tag waren 14 Sonnenstunden vorhergesagt, der tatsächliche Wert lag eher um die Null. Es regnete allerdings an diesem Tag noch nicht, was ihn wettertechnisch zum besten Tag auf Skye machte.
Ich kam morgens mit der ersten Fähre von Mallaig aus auf die Insel und entschloss mich, als erstes den Südzipfel von Skye zu erkunden. Die Straße verlief wie eine Wellenkurve. Es ging entweder herauf oder herunter, ein ebenes Stück war kaum zu finden. Je näher ich dem Ende der Insel kam, desto dünner wurde die Straße, bis sie schließlich in einem Schotterpfad endete, dem ich nicht weiter folgte. Am Straßenrand neben einem kleinen Häuschen fand ich eine Kiste mit der Aufschrift „Cake Box“. Wenn man einen Radfahrer fangen will, ist das genau der richtige Köder. Kaum hatte ich die Kiste gesehen war auch schon der Deckel auf und ich inspizierte den Inhalt. Ich fand eine Auswahl verschiedenster Kuchen und eine Honesty Box, in die ich eine Pfundmünze steckte.
Lisa-Jane mit ihrem Hund Toby
Ich genoss gerade die Aussicht und futterte mein Stück Kuchen, da kam die Besitzerin der kleinen Hütte (und der Kuchenkiste) raus und fing an, sich mit mir zu unterhalten. Wir standen bestimmt 20 Minuten an ihrem Gartenzaun, ich auf der einen Seite, sie auf der anderen, und plauderten über die Insel, ihren Hund, Kuchen, und Gott und die Welt. Plötzlich schaute sie ganz erschrocken und ruft „Mist, ich hab ja mein Brot im Ofen ganz vergessen!“. Sie eilte in ihre Küche und winkte mich hinter ihr her. Das Brot war zum Glück noch nicht zum Brikett geworden, es roch sehr lecker. Lisa-Jane (das war ihr Name) schnitt ein paar Scheiben davon ab und bot sie mir an, dazu braute sie eine Kanne Kaffee. Im Gegenzug erzählte ich, wo ich bisher schon überall gewesen war und zeigte ihr Fotos von meiner Reise. Ich finde es toll, wie schnell man in Schottland Leute trifft und wie gastfreundlich sie alle sind!
Nach ein paar Stunden bei Lisa-Jane fuhr ich weiter. Ich folgte der einzigen Straße auf der Insel, die nach Norden führt, und fand mich gegen Abend in Carbost wieder, nicht weit von der Talisker Bay. In der Bucht selbst konnte ich leider nicht campen (es lagen überall Steine und Schafdreck auf den Wiesen herum), also gab ich mich mit dem Glen zufrieden, das hinter der Bucht lag. In dieser Nacht begann es ordentlich zu regnen. Zuerst störte mich das nicht weiter, ich saß ja in meinem Zelt und blieb trocken. Als es dann aber am späten Morgen immer noch nicht aufgehört hatte, fand ich mich damit ab, dass ich einen Tag im Regen verbringen würde, und fuhr los.
Die Straße, die von einem Ende der Isle of Skye zum anderen führt
Mein Übernachtungsplatz unweit der Talisker Bay
Ein typisches Abendessen – Müsli, Brötchen mit Frischkäse, und Schockoriegel
Blick in die verregnete Landschaft
Eine kapelle bei Carbost
Dafür sind diese Spiegel doch da, oder?
Viele meiner Pläne für Skye fielen ins Wasser (haha), denn was bringt die schönste Aussicht vom höchsten Hügel, wenn man nicht weit sieht und es schüttet. Leider bringen die Bilder das Wetter nicht ordentlich rüber, denn ich habe die Kamera ja nur dann aus der Tasche geholt, wenn es mal kurz nicht regnete. Ich machte an diesem Tag viele Pausen, jede Kneipe und jedes Café auf dem Weg steuerte ich an, um etwas Warmes zu mir zu nehmen und das Wetter draußen zu lassen. Die Leute, die ich in den Cafes traf, warfen mir abwechselnd beeindruckte und mitleidige Blicke zu, und wie immer wurde ich oft angesprochen.
Aufgrund des Wetters wollte ich doch nicht so lange auf der Isle of Skye bleiben, also machte ich mich am dritten Tag wieder auf den Weg nach Osten. An der Ostküste Schottland ist es generell trockener als an der Westküste.
Ausblick über ein Loch irgendwo zwischen der Westküste und der Ostküste
Auf dem Weg zwischen den Küsten regnete es immer noch, was eigentlich nicht weiter schlimm gewesen wäre – man kann sich ja in Pubs und Cafes unterstellen. Leider gab es keine Pubs und keine Cafes an der kleinen Straße, auf der ich unterwegs war. Es regnete, an jeder Kurve machte ich mir Hoffnung, dass dahinter eine Siedlung auftauchen würde, und immer waren es nur noch mehr Hügel, Lochs, und nasses Moorland. Nach 40 Kilometern kam ich endlich an einem Hotel vorbei, in dem ich ein halbe Stunde Trockenheit genießen konnte. Es war ein feiner Schuppen, also kosteten meine Fischsuppe und mein Kako so viel wie sonst geich drei volle Mahlzeiten, doch in dem Moment war es mir egal. Haupsache, es gab was Warmes! Ich hängte meine Regenjacke über eine Heizung, denn nach vielen Stunden Dauerbeanspruchung war auch meine sonst so verlässliche Regenjacke stellenweise nass geworden. Irgendwann ließ der Regen nach und ich konnte weiter fahren.
Ein Hotel mitten im Nirgendwo, dort konnte ich Rast machen
Am Ende des langen Tages erreichte ich die Black Isle bei Inverness. Es wurde spät und ich machte mich auf die Suche nach einem Schlafplatz, konnte aber keine freie Wiese finden, um mein Zelt aufzuschlagen. Zufällig stolperte ich aber über eine Gruppe Pfadfinderinnen, die in ihrem Clubhaus eine Party veranstalteten und mich kurzerhand dazu einluden. Es gab ausschließlich Cocktails und Speisen, die Schokolade enthielten, was meinem hungrigen Magen sehr gefiel (zum Glück habe ich eine hohe Toleranz für Süßes!). Ich durfte die Nacht auch noch im Clubhaus verbringen, wofür ich sehr dankbar war, denn ich konnte meine Regenklamotten gut trocknen und das Zelt mal lüften.
Mein Camp im Pfadfinderclubhaus, wo ich sehr dankbar für ein Dach über dem Kopf war
Der Leuchtturm bei Fortrose
Ölbohrinseln vor der Black Isle
Am nächsten Tag war das Wetter gleich viel besser, und ich nutze den Sonnenschein, um die Black Isle zu umrunden. Abends wollte ich mir in einem Pub etwas Kaltes gönnen, stolperte aber mitten in eine große Hochzeitsgesellschaft. Drei Schotten, die nicht zur Hochzeit gehörten, winkten mich prompt zu ihrem Tisch herüber „Hey, wir gehören auch nicht dazu, setz dich zu uns!“
Drei Schotten luden mich ein einem Pub beim Culoden Battlefield zu einem Drink ein
Mein nächstes Ziel war das Haus von meinen dritten Servas Gastgebern, die sehr ländlich lebten (sprich, mitten im Nirgendwo). Es war schön, auf einem so großen Grundstück entspannen zu können. Wobei wir uns nicht den ganzen Tag entspannten – ich half Phil, dem Vater der Familie, einen Tag lang beim Holzhacken und Rasenmähen. Außerdem gingen wir Vögel beobachten, backten Kuchen und Pizza, und ich machte mal wieder Wäsche.
Als nächstes ging es durch die Highlands wieder nach Süden, ich befand mich ja gerade in der Nähe von Inverness, recht weit im Norden. Doch das kommt im nächsten Beitrag. Bis dann!
Bei Phil und seiner Familie verbrachte ich zwei Nächte
So sieht die Landschaft bei Phil um die Ecke aus