Esras Radtour durch die Alpen: 800 Kilometer über die höchsten Straßenpässe Europas.

Sommer 2016: Meine Reise über die Alpen nahm ihren Anfang in einem trägen Geoinformatik-Seminar, als mich Falk, ein Kommilitone, fragte: „Sag mal Esra, du fährst doch so viel Rad… hast du Lust, mal die französischen Alpen zu überqueren?“. Ich war zwar noch nie in den Alpen gewesen, doch natürlich sagte ich zu. Ich bin gerne spontan und optimistisch – eine Verhaltensweise, die sich schon auf einigen Radtouren bewährt hat, und ich nun auch anwende, wenn ich nicht gerade auf Tour bin. Ein paar Wochen später saßen wir im Zug zum Genfer See. Unser Ziel war das Mittelmeer, 800 Kilometer weit entfernt. Auf unserem Weg von Lausanne nach Nizza folgen wir meistens der Route des Grandes Alpes. Die höchsten Straßenpässe in …
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Mit wenig Geld von Budapest nach Zürich – Radreise von Esra & Josi

Ein einzelnes Zelt steht in der ungarischen Landschaft, daneben liegen zwei Fahrräder, und darauf scheint die Morgensonne. Es ist gerade mal halb sieben, doch unser Zelt ist schon auf dem besten Weg, ein kleines Gewächshaus zu werden. Wie gewohnt fängt also auch dieser Tag der Radreise früh an, wir packen alles zusammen und sind lange vor acht Uhr schon auf der Straße; für Studenten ist das noch mitten in der Nacht! Noch wissen wir es nicht, als wir auf den Ungarischen Landstraßen Richtung Nordwesten fahren, doch meine Freundin und Ich werden auf dieser Reise keinen Cent für Übernachtungen ausgeben. Was anfangs nur eine vage Idee war („Wär‘ schon cool, wenn wir immer einen Platz finden würden, wo wir kostenlos zelten …
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Bei Sturm und Regen getestet: meine Ausrüstung auf der Radtour

Das Gestänge ist außen, was den Aufbau sehr schnell und einfach macht

Vor der Reise hatte ich eine Packliste angefertigt, jetzt kommt der Testbericht. Monatelang hab ich meine Ausrüstung in Benutzung gehabt und kann nun sehr gut Urteile darüber fällen. Bei einigen Ausrüstungsgegenständen muss man nicht sonderlich auf die Qualität achten, um eine gute Reise zu haben – Wasserflaschen, Essgeschirr und Socken müssen keine exquisiten, handgefertigten Einzelstücke sein, da tut es auch das, was man zuhause sowieso im Schrank hat. Auch die Zahnbürste und Sonnencreme werde ich hier nicht weiter ausführen. Wenn man aber am falschen Ende spart, macht die Reise bald keinen Spaß mehr. Mit undichter Regenkleidung und einem Fahrrad, das man alle 50 Kilometer reparieren muss, kommt man nicht weit. Dieser Beitrag soll jenen helfen, die selbst eine Radreise planen …
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Sommer-Radtour, Teil 6: von Inverness zurück nach Newcastle

Mein treues Vaude-Zelt vor der Dalwhinnie Distillerie

Achtung, dieser Beitrag ist sehr bildlastig. Ich konnte mich nicht entscheiden, welche ich rauswerfen sollte, jetzt sind sie eben alle drin! – Wind und Whisky – Langsam wurde es Zeit für mich, wieder nach Süden zu fahren. Ich hatte die Fähre nach Amsterdam bereits gebucht, im Anschluss an die Schottlandreise wollte ich gleich nach Schweden weiterfahren. In den nördlichen Highlands machte das Radfahren nur bei Windstille Spaß. Da man weit und breit kaum drei Bäume am Horizont ausmachen kann, gibt es nichts, um den Wind etwas auszubremsen. Wie gewohnt blies mir ein starker Gegenwind ins Gesicht und holte im Laufe eines Tage eine beachtliche Anzahl an Flüchen und Schimpfworten aus mir heraus, da ich trotz meiner Anstrengungen nur eine sehr …
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Sommer-Radtour, Teil 5: Von der Westküste an die Ostküste im Regen

Der Leuchtturm bei Fortrose

Endlich hatte ich die Isle of Skye an der Westküste Schottlands erreicht. Ich wollte erst eine Woche dort verbringen und mein Zelt an allen schönen Ecken der Insel aufpflanzen, doch ich hatte einen gravierenden Fehler gemacht: Ich hatte meine Rechnung ohne das Wetter gemacht. Am ersten Tag waren 14 Sonnenstunden vorhergesagt, der tatsächliche Wert lag eher um die Null. Es regnete allerdings an diesem Tag noch nicht, was ihn wettertechnisch zum besten Tag auf Skye machte. Ich kam morgens mit der ersten Fähre von Mallaig aus auf die Insel und entschloss mich, als erstes den Südzipfel von Skye zu erkunden. Die Straße verlief wie eine Wellenkurve. Es ging entweder herauf oder herunter, ein ebenes Stück war kaum zu finden. Je …
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Sommer-Radtour, Teil 4: Mit dem Rad durch die Highlands

Ein Jaguarfahrer war so nett, ein paar Bilder von mir zu machen

Diesen Teil des Reiseberichtes schreibe ich von zuhause aus. Nach etwa 80 Tagen hat die Reise ein Ende – zwar habe ich es in dieser Zeit nicht ganz um die Welt geschafft, doch wenn man bedenkt, dass ich über die Hälfte der Zeit bei Freunden und netten Leuten verbrachte, dann sind 3.700km gar nicht so übel, finde ich. Jetzt wird als erstes der Reisebericht vollendet! Raus auf Glasgow, rein in die Highlands! Nach einer Woche in Glasgow hatte ich genug vom Stadtleben und entschied, meine Reise in Richtung Norden fortzusetzen. Der durchgehend blaue Himmel entschied mehr oder weniger zur gleichen Zeit, dass er nun lange genug blau gewesen war, und es fing an zu regnen, kaum war ich aus den …
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Sommer-Radtour, Teil 3: Edinburgh und Glasgow – Mit dem Rad quer durch die Schottischen Metropolen

In den Strassen Glasgows

Das ist der zweite Teil meines Schottland-Reiseberichtes Entspannte Tage in den Borders, Schottlands Grenzregion im Süden Ich war immer noch unterwegs mit Joey und Chris, meinen neugefundenen Reisekameraden. Wir hatten es alles andere als eilig, fuhren ohne eine einzige Sorge im Süden Schottlands herum und genossen das gute Wetter. Es machte richtig Spass, mit zwei anderen Radlern zusammen unterwegs zu sein, vor allem, da wir in etwa das gleiche Level an Fitness hatten – oft, wenn meine Beine nach einem Hügel müde waren und ich eine Pause vorschlagen wollte, kam mir einer der anderen knapp zuvor. Gedanken um Schlafplätze mussten wir uns wenige machen, da in Schottland das Campen nahezu überall erlaubt ist. Wir nahmen nicht den Kuestenweg, sondern fuhren …
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Sommer-Radtour, Teil 2: Mit dem Fahrrad nach Schottland – Wie die Reise begann

Diesen ersten Teil des Reiseberichts schreibe ich bei meinen Freunden in Schweden, wo ich direkt nach meiner Schottland-Reise hingeradelt bin. Von Amsterdam nach Newcastle Die Reise begann am ersten Juni in Amsterdam, wo ich aus Zeitgründen mit dem Zug hingefahren war. Die Fähre von Amsterdam nach Newcastle, die von DFDS betrieben wird, ist perfekt für eine Schottlandreise – ich muss nicht erst durch ganz England fahren, um nach Schottland zu kommen. Von Newcastle aus ist man in ein oder zwei Tagen mit dem Rad in Schottland. Da meine Fähre aber erst am nächsten Tag ging, fuhr ich in der Gegend herum und suchte einen Campingplatz. Radfahren ist in Amsterdam und Umgebung so einfach wie kaum an einem anderen Ort, überall …
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Ein paar Zeilen von unterwegs. Schottland: Raue Landschaften, uralte Autos, nette Leute.

Auf dem Weg durch die Highlands

Ich sitze gerade bei einer netten schottischen Lady im Gästezimmer und tippe ein kleines Reiseupdate in ihren Laptop, bevor ich nach der Tour den “richtgen Bericht” verfasse. Ich bin seit dem letzten Blogbeitrag von Glasgow zur Isle of Skye gefahren, von dort aus zur Black Isle und Inverness, und dann wieder nach Süden. Momentan mache ich in einem kleinen Doerfchen namens Muthill Station, morgen geht es dann weiter nach Edinburgh. Unterwegs habe ich immer wieder Servas genutzt. Servas ist eine Organisation, die im Namen der Völkerverständigung Reisende und gastfreundliche Anwohner zusammenbringt. Als Reisender bekommt man eine Liste mit Adressen und Namen, und man kann sich bei diesen Leuten melden, wenn man zwei Tage bei ihnen verbringen möchte. Zum Beispiel traf …
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Sommer-Radtour, Teil 1: Der romantische Rhein, der Beginn einer Schottland Radreise, die vorläufig in Düsseldorf endete

Einer der Radwege wo wir wohnen

Einer der Radwege wo wir wohnen, Gabi und Gunter begleiteten mich noch ein Stück! Das ist ein “nachgeschobener” Beitrag über meine erste Reiseetappe vor einigen Wochen. Ich musste wegen Knieproblemen abbrechen, bin aber mittlerweile da, wo ich hin wollte: Schottland! Vor einiger Zeit fuhr ich mit dem Rad von zuhause los, mein Ziel war Schottland. Anfangs sah ich den Rhein nur als Wegweiser, dem ich bis an die Nordsee folgen musste, um zum Fährhafen zu kommen. Als ich dann aber durch das Rheintal hinter Bingen rollte, änderte sich meine Einstellung dem Rhein gegenüber abrupt. Brauchen wir den Reiz des Neuen, um ein Urlaubsziel toll zu finden? Wir übersehen oft die Schönheit unserer gewohnten Umgebung. Der Rhein, die Weinberge – das …
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