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​Reisetipps für einen Roadtrip zu den Nordlichtern in schwedisch Lappland

Die Nordlichtsaison ist wieder in vollem Gange. Wir waren leider schon seit einigen Jahren nicht mehr in Norwegen.

Über unsere lange Winterreise, die wir mit dem VW Bus unternommen hatten, bloggten wir damals nur Live. Schrieben also nachts noch Reiseberichte und entwickelten die RAW Dateien am kleinen, sehr langsamen Notebook. Die Fotos waren hier nicht immer optimal präsentiert.

Diese sechsmonatige Reise führte uns zu unseren Freunden in der Nähe von Stockholm, dann über Harnösand nach Lueå, weilter nach Narvik bis zu den Lofoten und Vesterålen und natürlich auch wieder zurück. Wir waren mit unsere drei jugendlichen Kindern unterwegs.

Doch Corona hat auch was Gutes: ich sitze am Rechner und organisiere die liegengebliebenen Dateien einiger Jahre. Bearbeite sie mit der wesentlich besseren allerneuesten Lightroomversion. Wir schreiben endlich richtige Reportagen über diese Reise und reichern sie mit nützlichen Tipps für Deine Reiseplanung an. Ja, jetzt machen wir dir die Nase lang und schüren deine Reiselust!

Wir merken es übrigens auch gerade in unserem Freundeskreis:  Reisen in den Norden werden geplant. Wir werden angesprochen, ob wir nicht helfen können bei der Planung und gefragt, wie es denn im hohen Norden so aussieht.

Ja und Fotos vermitteln das doch am allerbesten. Hier sparen wir damit auch nicht. Klick dich durch, lass dich Inspirieren und frag nach, wenn du noch was wissen möchtest!

Die Bilder und die Tipps sind zeitlos, die persönlichen Reiseeindrücke trotz ihres Alters immer noch hilfreich.

Hier also Teil 2, unsere Reise von Katrineholm nach Luleå. (Teil 1 folgt noch!)

Wirklich abenteuerlich war die Reise eher nicht, wenn man davon absieht, dass uns schon nach wenigen hundert Kilomtern auf der Autobahn aus drei Gründen das Licht des Autos mitten in der Nacht ausging. Wir hatten keine Kühltasche dabei und bedauerten das zutiefst. Warum erfährst du alles hier im Beitrag.

Die Live Reiseberichte Schweden im Winter

Und los geht’s….

Im Winter mit dem Auto durch Schweden

Straße in Schweden nach einem Sturm

Winterliche Straße in Schweden nach einem Sturm

 

Straßen in der Nähe von Katrineholm, Schweden

Straßen in der Nähe von Katrineholm, Schweden

Neujahr ist schon eine Weile vorbei und ganz Schweden liegt still unter einem dicken Panzer aus Eis und Schnee. Wir haben wunderbare Weihnachts- und Wintertage bei unseren Freunden in Mittelschweden verbracht und sind langsam bereit für ein neues Abenteuer.

Schwedisch Lappland, weit oben im Norden am Polarkreis, lockt uns mit der Faszination von Einsamkeit, extremen Klimabedingungen und natürlich mit der einmaligen Chance, in dieser fantastischen Winterlandschaft Nordlicht zu beobachten und fotografieren.

Braucht der T4 Synchro Spikesreifen?

Die letzten Wochen sind wir mit unseren Winterreifen trotz ständig verschneiter und vereister Straßen ganz gut auf Schwedens schneebedeckten Straßen herumgekommen. Nur an Kreuzungen, wo die Straßen schon sehr glatt sind, kommt man, wenn man zu abrupt bremst, ins Rutschen.

Die schwedischen Straßenmeistereien streuen nicht im Winter. Entweder ist es so kalt, dass das Salz eh nicht hilft, oder es bildet sich bei milderen Minusgraden brauner Schneematsch, auf den auch niemand Lust hat.

Bis zu unserem Ziel in Luleå sind es von Mittelschweden aus 1000 Kilometer auf vereisten und verschneiten Straßen. Da lassen wir und doch vorsichtshalber Spikesreifen aufziehen. Die Mehrzahl der Skandinavier fährt im Winter mit Spikes.

Und wer mit dem Flugzeug anreisen möchte, der kann sich sicher sein, dass der Mietwage auch Spikesreifen hat. Wir sind also zum nächstgelegenen Däckservice gefahren, das ist der Reifendienst, und haben uns Dubbdäck, so heißen die Spikesreifen hier, aufziehen lassen.

Wir prüfen zusätzlich, ob das Kühl- und Scheibenwaschwasser frostfest bis ungefähr minus 50° C ist, besorgen uns noch eine Schneeschaufel und einen Sack Katzenstreu, falls wir in Schneewehen oder trotz der Spikes auf Glatteis hängenbleiben sollten.

Spikesreifen im Winter, Schweden

Spikesreifen im Winter, Schweden

​Notfallausstattung für Winterfahrten und Zeitplanung

Für Fahrten in diese einsamen kalten Gegenden gibt es einige Grundregeln, die für das Überleben wichtig sind, wenn wenn man mit dem Fahrzeug liegen- oder steckenbleibt.

Darüber haben wir im Nordlicht Tutorial bereits geschrieben. Lies den Artikel „Autofahren im hohen Norden“ unbedingt für deine Reiseplanung. Da findest du auch eine Packliste für’s Auto.

Auf jedem Fall haben wir mehr Zeit für die Fahrt eingeplant, als wir für erforderlich halten. 50% bis sogar 100% Aufschlag sind nach unseren Erfahrungen keine übertriebene Vorsicht.  Solche Verzögerungen werden bei den unkalkulierbaren Wetterbedingungen schnell Realität.

Wir mussten aber auch unsere Übernachtungsziele gut planen.  Mit fünf Leuten wird es teuer, wenn man kurzfristig im Hotel unterkommen muss oder wenn man wegen einem Schneesturm tagelang festsitzen würde!

​Auf der Autobahn wird es plötzlich stockdunkel

Am Vorabend unserer Abreise hatten wir unsere Koffer schon gepackt. Morgens mussten wir nur noch frühstücken – dachten wir. Zum Glück haben wir einen sehr geräumigen Bus, das Beladen ist ruckzuck erledigt. Die Verabschiedung von unseren Freunden dauert etwas länger, aber kurz nach Mittag sind wir endlich auf dem Weg. Zu unserer nächsten Station, Härnösand, sind es 500 Kilometer.

Das Wetter ist für Januar recht warm, nur einige Grade unter Null, am Himmel hängen dicke graue schneeschwangere Wolken. Es dauert nicht lange, da fallen auch schon die ersten Schneeflocken. Gegen drei Uhr bricht schon die Abenddämmerung an, doch wir pflügen unermüdlich weiter durch Dunkelheit und Schneegestöber. Die Sichtverhältnisse sind nicht sehr toll, wenigstens hält sich das Verkehrsaufkommen in Grenzen. So ist die Fahrt halbwegs entspannt.

Doch auf einmal wird es vor uns stockdunkel. Wo ist denn nun die Straße? Wenn Gegenverkehr auf der anderen Seite fährt, wird es wirklich kritisch. Dann weiß ich gar nicht mehr, wo wir fahren. Das ist gefährlich!

Die Straßen sind nass, es ist dunkle Nacht, es schneit und unsere Scheinwerfer scheinen kein Licht mehr produzieren zu wollen. Die Schwärze der Nacht verschluckt sogar das Fernlicht. Hilfe, das fühlt sich gerade so richtig sch… an.

Zum Glück sind wir kurz vor einer Stadt und fahren fast im Blinflug auf den Parkplatz eines Einkaufszentrums.

Was ist passiert?  DREI Dinge haben zu der Fast-Blind-Fahrt geführt:

  • auf einer Seite ist die Birne des Abblendlichts durchgebrannt,
  • und zusätzlich hat sich der Schnee von der Motorhaube gelöst und ist über beide Scheinwerfer gerutscht.
  • Da sowiel Dreck auf der Fahrbahn war, betätigte ich die Schreibenwaschanlage oft. Mit dem Kühlmittel hatte sich Schaum gebildet, der bei erneuertem Drücken nicht nur auf die Scheibe sondern auch auf die Scheinwerfer gesprüht wurde. Bis der Schaum wieder runtergelaufen war, sah man fast nichts mehr!

In den meisten Einkaufszentren ist ein Autozubehör-Markt mit dabei, so auch hier. Wir tauschen die defekte Glühbirne und frieren uns dabei die Finger ab. Dann besorgen wir uns direkt wieder Ersatzbirnen. Wir befreien das Auto vom Neuschnee und vertreten uns etwas die Füße, dann gehts wieder weiter. Mich stresste diese Erfahrung schon gewaltig. Aber jetzt ist die Sicht wesentlich besser. Der größere Teil der Strecke liegt noch vor uns.

Wir kommen spätabens in Härnosand an und haben fast doppelt so lang gebraucht, wie es unter günstigen Wetterbedingungen möglich gewesen wäre. Der 100 Prozent Aufschlag war fast noch zu knapp kalkuliert. Wir wollen 2 Nächte bei unseren Servas-Gastgebern Mimmi und Anton bleiben. Sie ist Lehrerin, er Arzt. Sie empfangen und herzlich und wir unterhalten uns angeregt bei einem zünftigen Elch-Haschee-Essen. Recht spät beziehen wir unser Quartier im Wohnzimmer und kriechen in unsere Schlafsäcke.

​Härnösand an der vereisten Ostsee

Wir wollen uns hier an der Ostseeküste kurz umsehen, bevor wir weiterfahren. Härnösand eignet sich gut dazu denn es liegt direkt am Wasser und ist auf einer Insel erbaut.

Eis an der Küste in Harnösand

Eis an der Küste in Harnösand

Wir gehen gemeinsam in die Schule und staunen

Am nächsten Morgen besuchen wir mit Mimmi die Schule in Härnösand und dürfen dem Unterricht beiwohnen. Uns fällt sofort die lockere Atmosphäre in der kombinierten 7. und 8. Klasse auf. Die Schüler lernen in Gruppenarbeit je nach Wissenstand aus unterschiedlichen Büchern, und sie reden auch untereinander Englisch.

Auch die Prüfungen sind total entspannt. Wenn sich ein Schüler für einen Test bereit empfindet, meldet er sich bei der Lehrerin, geht in einen ruhigen Raum und schreibt die Prüfung direkt. Kein Stress also, wenn jemand länger an einem Thema bleiben will.

Draußen werden derweil die Dächer der Schulgebäude geräumt, sie biegen sich fast unter der Last der Schneemassen durch und drohen einzuknicken.

 

Unglaublich viel Schnee in Härnösand, Schweden

Unglaublich viel Schnee in Härnösand, Schweden

 

Durch die Schneemassen an die Küste

Nachmittags gehen wir mit Anton auf Erkundungstour. Überall in Härnösand liegt der Schnee meterhoch, die Straßen sind nur schmale Trassen zwischen Schneebergen. Ganze Kolonnen von Lastwagen schaffen unaufhörlich die weiße Pracht aus der Stadt hinaus. Wir schaffen es durch die Schneemassen zur völlig vereisten Küste und kämpfen uns dort zu Fuß durch den hohen Schnee. Schneeschuhe wären nötig gewesen.

An der Ostsee sind wir bei strahlendem Sonnenschein ganz allein unterwegs und stapfen durch den Tiefschnee. Immer wieder brechen wir bis zur Hüfte in den pulvrigen Schnee ein. Das ist so lange lustig, bis wir am schrägen Hang zur Küstenlinie hin auf Eis unter der Schneedecke stoßen. Da wird die Kletterei plötzlich brandgefährlich. Wenn wir hier einen unvorsichtigen Schritt tun, können wir ins eiskalte Ostsee-Wasser rutschen. Die Ostsee ist noch nicht mit Eis bedeckt, aber das tiefdunkle Wasser, das träge über die Uferfelsen schwappt, hat Gefrierpunkttemperatur.

Ein Besuch des Technikhus, des Technikmuseums, wäre fast ins Wasser gefallen. Dort angekommen, hat es gerade geschlossen. Netterweise lässt man uns kurz, dafür umsonst rein und wir können uns die interessanten Ausstellungsstücke noch schnell ansehen.

 

Winter in Härnösand, Schweden

Winter in Härnösand, Schweden

 

Hilfte, die Erde hebt sich

Von unseren Gastgebern lernen wir so nebenbei noch eine Menge zur Geologie der Gegend. Ganz Skandinavien war in der letzten Eiszeit unter einer drei Kilometer! dicken Eissschicht begraben, da wurden die Erdmassen durch das immense Gewicht weit nach unten in den Erdmantel hineingedrückt. Im Vergleich zu solchen Massen sind all die schneebeladenen Lastwagen in Härnösand nicht der Rede wert. Jetzt, 12000 Jahre später, hebt sich das Land weiterhin. Die postglaziale Landhebung beträgt immer noch einen Zentimeter pro Jahr. Es gibt Stellen in den küstennahen Hügeln, wo man in 100 Metern Höhe die Spuren alter Uferlinien sehen kann.

Wir fahren deshalb zu einer seichten Bucht an und können hier ungefährdet am flachen Strand entlangwandern und die kristallklare, eiskalte Luft genießen. Am Nachmittag, als die Sonne sich anschickt, hinter dem Horizont zu verschwinden, stehen wir oben an der Skistation auf dem Hausberg, bewundern das Panorama, und schauen zu, wie die warmen Lichter der Stadt nach und nach angehen und mit dem lila Sonnenuntergang konkurrieren.

​Die nächste Etappe nach Luleå

Für die nächsten 500 Kilometer sind die Wetteraussichten vielversprechend. Keine Wolken und kein Schnee. Aber die Temperaturen fallen wieder. Wir verabschieden uns herzlich von unseren Gastgebern und brechen am späten Vormittag auf. Wir haben Proviant für die Fahrt eingekauft und vollgetankt. Auf der E4 Nationalstraße liegt kaum Schnee, dafür ist sie mit einer geschlossenen silbergrauen Eisdecke überzogen. Mit unseren Spikesreifen ist das aber kein Problem. An die brummenden Abrollgeräusche und das dezente Rubbeln haben wir uns schon gewöhnt. Wir vertreiben uns die lange Fahrzeit mit ein paar spannenden Krimis und genießen die vorbeiziehende Schneelandschaft.

Je weiter wir Richtung Norden kommen, desto weiter fällt das Thermometer. Es ist früher Nachmittag, die Sonne steht hinter dem Horizont, ein ungewöhnliches violett-orange-rosa Dämmerlicht liegt über den tiefverschneiten Baumwipfeln, und das Außenthermometer zeigt inzwischen minus 25° C an. Die Eisschicht auf der E4 wird rauher, geriffelter und zwingt uns, unsere Reisegeschwindigkeit zu drosseln. Unsere Heizung und die Lüftung laufen auf Höchsttouren, damit die Front- und Seitenscheiben nicht völlig vereisen.

Schau dir dieses LICHT an!!!

Eisige Straßen und geniales Licht in schwedisch Lappland

Eisige Straßen und geniales Licht in schwedisch Lappland

 

Am Straßenrand gab es auch reichlich Fotomotive.

Sehr schade, dass wir nicht die Möglichkeit hatten mehrere Tage in der Gegend zu bleiben.

​Nordlicht in Luleå

Auch auf dieser Fahrt kommen wir relativ spät abends am Ziel in der Jugendherberge in Gammelstad an. Wir waren müde, wir waren hungrig. Doch zuerst mussten wir unserem Kram aus dem Auto holen. Im Winter muss da mehr ausgeräumt werden als zu anderen Jahreszeiten. Jegliches Kameraequipment muss mit. Die Temperaturen tun der Technik nicht gut. Auch sind Lebensmittel nach einer Nacht bei mehr als minus 30°C nur schwer aufzutauen und für einige Zeit nicht verzehrbar. Frisches Gemüse ist schon nach kurzem Frost hinüber. Wir vermissen sehnlich eine Kühlbox. Nicht um frische Ware kühl zu halten, sondern um sie warm zu halten.

Das ist uns leider schon passiert, dass wir frische Gurken teuer eingekauft und ins Auto gelegt haben. Dann noch kurz in ein anderes Geschäft und schon war es um die Gurken geschehen. Die Kälte hat gnadenlos zugeschlagen. Anstatt leckeren Gurkensalat gab es trauigen Gurkenmatsch, den wir vom Rücksitz kratzen mussten.

Wir schleppten uns also an unserem Gepäck einen ab. Dann überzogen wir noch die Betten, tranken was warmes und bereiteten die Weiterreise für den nächsten Tag vor. Proviant einkaufen, Eier abkochen, versuchen an Internet ran zu kommen. Und all so Sachen.

Jugendherberge in Lulea Schweden

Jugendherberge in Lulea Schweden

 

Nordlicht über den Häusern von Gammelstad Lulea

Nordlicht in Luleå, Schweden

 

Doch dann zieht es uns wieder ins Freie. Die Jugendherberge liegt einige Kilometer landeinwärts vom neuen Luleå auf der anderen Seite der Schnellstraße.  Warm eingepackt wandern wir zwischen den kleinen, geduckten, eng aneinandergeschmiegten roten Holzhäuschen der Gammelstad, der Altstadt von Luleå, umher. Immer wieder richten wir unsere Blicke erwartungsvoll gegen den wolkenlosen und sternenübersäten Nachthimmel. Da, schräg über uns schimmert ein schwaches grünes Band zwischen den Sternen. Das kann durchaus der Vorbote einer starken Nordlichteruption sein.

Und tatsächlich wird der grüne Schimmer stetig kräftiger, nimmt konkrete Formen an, und das Band beginnt sanft wie im Sternenwind zu wehen. Plötzlich flammt der grüne Streifen auf, fächert sich auf und wird zu einer gemächlich flatternden Himmelsgardine, die sich majestätisch über den Himmel ausdehnt.

Die beißende Kälte und die Müdigkeit sind vergessen, wir stehen still im Schnee und lassen uns von dem faszinierenden Schauspiel verzaubern, das in gespenstischer Stille vor unseren Augen stattfindet.

Wer noch nicht weiß, wie das Nordlicht entsteht, hier eine kurze Erklärung:

Bei hoher Sonnenfleckenaktivität wird Plasma in Form von Protonen und Elektronen von der Sonne in den Weltraum katapultiert. Das wird auch Sonnnenwind genannt. Diese Plasma braucht wesentlich länger als das Licht, bis es auf die Erde trifft. Deswegen gibt es recht zuverlässige Nordlichtvorhersagen. Trifft der Sonnenwind auf die Erde, wird er entlang der Magnetfeldlinien zu den Polen hin abgelenkt, wo er auf die obere Erdatmosphäre (ca. 60-300 km) trifft und deren Moleküle zum Leuchten anregt. Je nach Auftreffhöhe, Stärke und beteiligten Molekülen leuchten verschiedene Farben auf. Je nachdem, wie der Sonnenwind auftrifft, formt das Nordlicht Bänder, Vorhänge, Bögen oder sogar eine Corona.

In Nordschweden sind es hauptsächlich die Orte Luleå, Gällivare, Kiruna und Abisko, die sich für Nordlichtbeobachtung anbieten.

Langsam werden die Lichterscheinungen wieder schwächer und jetzt spüren wir, wie sich die Kälte in unsere ungeschützte Gesichtshaut krallt, und uns tief in die Knochen fährt. Jetzt machen sich auch die Strapazen der langen Fahrt bemerkbar. Arme, Beine und Augenlider werden immer schwerer. So trotten wir langsam zurück zu unserer Unterkunft und kriechen müde, aber glücklich in die warmen Betten.

Nordlicht Coronen

​Eiskaltes Vergnügen

Wir sind schon kurz nach 6:00 Uhr wieder auf den Beinen.

Wir müssen die Betten abziehen, packen, Frühstücken, Proviant vorbereiten – Tee kochen, Eier sieden, Brote schmieren, das Gepäck zum Auto tragen und das Zimmer säubern. Ein strahlend blauer Morgenhimmel löst bald die sternklare Nacht ab. Wir wollen uns noch die Altstadt im arktischen Morgenlicht ansehen, und schauen vorher schnell nochmal auf das Außenthermometer: minus 40° C, für uns ist das ein neuer Rekord. Im warmen Zimmer merken wir nichts davon. Erst als wir vor die Tür treten, spüren wir, wie der bittere Frost sich direkt in die Haut des Gesichts krallt. Wir reiben schnell Wangen und Nasen mit Fettcreme ein, um uns vor Erfrierungen zu schützen. Gunters Winterjacke lag über Nacht im Auto, die wollen wir noch holen. Die Autotür geht kaum auf, das Scharnierfett ist bei diesen Minusgraden steinhart. Und die Jacke ist buchstäblich in Winterstarre gefallen. Wir müssen sie langsam im warmen Zimmer auftauen bevor Gunter sie anziehen kann. Sonst würde sie vielleicht noch zerbrechen.

Hütte bei minus 40°C, Lulea, Schweden

Hütte bei minus 40°C, Lulea, Schweden

In der Eiseskälte gefriert der Atem sofort zu winzigen glitzernden Kristallen, die wie mikroskopisch kleine Diamanten in der Luft schweben. Wir vermeiden stärkere Anstrengung, da uns die kalte Luft bei zu tiefen Atemzügen in den Lungen wehtut.

Dieses Winterwetter hat auch die lokalen Künstler ins Freie gelockt. Auf dem Marktplatz der Gammelstad steht eine Skulptur, die das aus soliden Eisblöcken herausgehauene, oder geschnittene Stadtwappen der Altstadt darstellt.

Ich mag Lulea unglaublich gern in dieser winterlichen Stimmung. Das wirkt so exotisch, dass die Häuser je nach Windrichtung komplett mit Eis überzogen sind. In Straßenunterführungen werden die Graffities nicht gemalt, sondern in Eis geritzt.

 

Faszination Kälte

Die Schneekristalle leuchten und funkeln im kurzen Tageslicht. Bäume, Häuser, Masten, alles ist mit der weißen Pracht ummantelt.

Jetzt geht es aber weiter Richtung Kiruna und Narvik. Die Straßen sind gut zu fahren, kein Schnee, nur eine dünne Eisschicht liegt über dem Asphalt. Die Bäume und das Licht sind wieder einmal phänomenal, das wird hier fast zur Gewohnheit. Aber nicht für uns. Wir nehmen diese Schönheit wahr, werden nie wieder vergessen, wie außergewöhnlich schön schwedische Lappland im Winter ist. Wir genießen wirklich jede Minute der Fahrt.

Schon bald sinkt die tiefstehende Sonne wieder unter den Horizont. Die Region ist wieder in dieses typische von Rot-Orangetönen bestimmte Licht getaucht. Es ist als fahren wir durch eine magische, unwirkliche Wunderwelt. Immer wieder ruft einer von uns begeistert aus, wie schön das doch ist. Alle anderen stimmen dem zu. Diese wohlig, glücklichen Ausrufe und Seufzer hören sich sicherlich lustig an. Zum Glück sind wir allein, dass es niemand hören kann. Langsam färbt sich alles blau, dann tritt die Dunkelheit wieder ihre Herrschaft an. Wir wagen uns erneut in die kalte Nacht und halten nach Anzeichen von Grün in der ansonsten farblosen Landschaft Ausschau. Vielleicht haben wir Glück und sehen Nordlichter.

Straßen in schwedisch Lappland

Straßen in schwedisch Lappland

Winterzeit in Lappland sorgt bei diesen extremen Temperaturen für ein unvergessliches Erlebnis. Die fantastischen Farben der langen Dämmerungsphasen, diese herrliche Ruhe und Stille. Es ist, als ob die Zeit mit eingefroren ist, und vor allem das Nordlicht ist der krönende Höhepunkt. Der Entschluss, einmal im Winter länger in dieser Polarkreisregion zu verweilen, steht jetzt schon felsenfest. Sobald wir uns finaziell von der Corona Krise erholt haben, ziehen wir wieder los.

Warum im Winter nach Norwegen?

Im Sommer sind wir schon seit Jahren immer in Norwegen um die Mitternachtssonne und die Tiere zu genießen und fotografieren. Schon oft traf ich Fotografen, die mir den Tipp gaben, doch mal im Winter zu kommen um die Orcas im Tysfjord zu fotografieren. Die Orcas sind nur im Winter, von ca. November bis Januar im Tysfjord, in der letzten Zeit eher im Vestfjord. Der norwegische Winter machte mich neugierig. Ich versuchte mir die Landschaft im Schnee vorzustellen und war schon vor Reisebeginn begeistert und aufgeregt. Im Winter nach Nord Norwegen zu reisen ist nicht unbedingt einfach, denn man braucht die unterschiedlichsten Fortbegewungsmittel. Nach zwei Flügen nahm ich den Bus zur Fähre und wurde nach einstündiger Überfahrt von Lodingen nach Bognes von einem Freund abgeholt. Ein ganzer Reisetag lag zwischen dem grauen, nassen Deutschland und dem verschneit, norwegischem Winterwunderland.

eine Gruppe Orcas in wunderbarer winterlicher Fjordstimmung

eine Gruppe Orcas in wunderbarer winterlicher Fjordstimmung

eine Gruppe Orcas in wunderbarer winterlicher Fjordstimmung

Am nächsten morgen ging ich sogleich auf die erste Waltour. Da wir Stunden auf dem Boot verbringen würden, waren alle sehr warm eingepackt. Weil man sich auf einem Boot nicht so bewegen kann, wie in der freien Natur, sollte man Schuhe wählen, die bis auf – 40°C warm halten, auch, wenn es so kalt nicht ist. Meine Füße waren also bestens versorgt, nur meine Handschuhe eigneten sich wenig, weil ich darin schwitzte und sehr bald kalte Finger hatte. Für Fotografen sind natürlich warme Hände essentiell. Nach dieser Erfahrung werde ich nur noch Handschuhe benutzen, mit denen ich auch ohne das Hochklappen der Fingerspitzen die Kamera bedienen kann. Bei Temperaturen von – 10°C und Wind auf dem Boot stecken die Fingerspitzen diese völlige Blöße nicht weg. Aber: man kann in Norwegen bestens Handschuhe kaufen und sollte sich zuhause nicht zu viele Gedanken darum machen.

Orca an einem regnerischen, trüben Tag, Tysfjord, Norwegen

Orca an einem regnerischen, trüben Tag, Tysfjord, Norwegen

Orca an einem regnerischen, trüben Tag, Tysfjord, Norwegen

Regenwetter – es ist zwar schwierig, weil die Kamera dauern naß wurde aber die Fotos wirken autentisch und vermitteln die typische Stimmung im Fjord.

blasender Orca, Tysfjord, Norwegen

blasender Orca, Tysfjord, Norwegen

blasender Orca, Tysfjord, Norwegen

Nun, ich stand also auf dem Boot, der Leonora, und betrachtete begeistert die winterliche Landschaft. Dazu hatte ich nicht viel Zeit, schon sichteten wir die ersten Orcas. Seit 1992 werden im Tysfjord in Norwegen Orca Touren angeboten. Besonders gut eignet sich dieses Gebiet, weil die Orcas ab Oktober den Heringen in den Fjord folgen und man diesen relativ (im Vergleich zum offenen Meer) kleinen Fjord gut überschauen kann. So findet man mit sehr großer Sicherheit Wale auf den Touren, die je nach Licht und Witterung 5-8 Stunden dauern. Orcas sind so interessant für Walbeobachter, weil sie sehr soziale, in Gruppen lebende Säugetiere sind und man sehr viele verschiedene Aktivitäten vom Boot aus beobachten kann. Wenn die Tiere ruhige an der Wasseroberfläche liegen „schlafen“ sie, indem eine Gehirhälfte abschaltet, während die andere das lebensnotwendige Atmen steuert. Der Kapitän, Per Ole Lund, dreht das Boot dann ab, um den Tieren die nötige Ruhe zu ermöglichen.

Oft kann man den Gruppen in angemessenen Abstand folgen, wenn sie von einer Stelle im Fjord zum nächsten unterwegs sind. Diese Reisebewegungen der Wale zu beobachten ist fotografisch sehr interessant, denn man sieht, wie schnell und optimal angepaßt sie in ihrem Lebensraum sind. Oft hat man hier die Chance sehr dynamische Fotos zu machen. Am belebtesten und fotografisch am herausfordernsten wird es, wenn man die Orcas beim gemeinsamen Jagen der Heringe erleben kann. Hier im Tysfjord haben die Wale ein ganz besondere Jagdmethode entwickelt, die man „Carousell Feeding“ nennt. Dabei treiben die Wale in Teamwork die Heringe mit Hilfe ihrer hellen Bauchunterseite immer enger zusammen. Mit Schlägen der Fluken über und unter Wasser werden die zur Kugel zusammengetriebenen Heringe danach betäubt und nach und nach einzeln verspeist. Manchmal, wenn man Glück hat, kann man sehen, wie die Heringe in einem letzten Versuch zu entkommen, aus dem Wasser springen. Doch auch in der Luft warten schon tausende Möwen und sehr viele Seeadler, die auch einen Teil des Festmahls haben möchten. Welch ein Spektakel! Schwierig ist die Fotografie in solchen Momenten, weil es sehr viele Wale zu beobachten gibt, man aber nie weiss, wann ein Wal wo auftaucht. Man kann sich ein wenig an den Blasgeräuschen orientieren. In solchen Augenblicken werden auch die Orcas neugierig und strecken den Oberkörper aus dem Wasser um über der Wasseroberfläche zu sehen was passiert. Diese sogenannten „Spyhops“ sind besonders schön auf Fotos, aber auch Glükssache, denn der Blickkontakt zwischen Wal und Waltourist dauert nur wenige Sekunden. Nach einer solchen Waltour, auch, wenn sie anstrengend, kalt und evtl naß war, sieht man tatsächlich nur glückliche Menschen an Bord.

Fischerboote im Tysfjord, diese Lichtstimmung hielt sich übrigens stundenlang

Fischerboote im Tysfjord, diese Lichtstimmung hielt sich übrigens stundenlang

Fischerboote im Tysfjord, diese Lichtstimmung hielt sich übrigens stundenlang

Doch warum ist die Orca Fotografie eine solche Herausforderung?

Da sich der Tysfjord oberhalb des Polarkreises befindet, werden die Tage im Winter immer kürzer, bis dann die Sonne Ende November gar nicht mehr über den Horizont und schon gar nicht über die Berge kommt. Diese Zeit vor der Polarnacht kann sehr schön sein, weil man sich sozusagen im ständigen Sonnenauf- oder auch untergang befindet. Das Licht und die Farben sind phänomenal, doch auch sehr schwach. Mit den neuen Digitalkameras ist man also sehr im Vorteil, weil man die Isozahl ständig den unterschiedlichen Lichtbedingungen anpassen kann. Man sollte für eine gute Fotoausbeute mehrere Tage einplanen, denn je nach Bewölkung bekommt man ganz unterschiedliche Stimmungen. Ich hatte an den 5 Tagen auf dem Meer sehr großes Glück und von klarem Himmel bis starken Regenfällen war alles dabei. An meinem letzten Tag, dem 24.11. kam ich sogar um 12:00 Uhr mittags nicht über 800 ISO.

Es lohnt sich also eher Anfang November einzuplanen, weil man dann evtl Sonnenlicht auf den Walen hat, was Ende November gar nicht mehr der Fall ist. Die Touren werden von Mitte Oktober bis ca. 20 Januar angeboten. Mittlerweile scheint es besser zu sein, etwas später zu fahren, weil die Wale eher später kommen.

Um eine weitere Perspektive zu sehen, buchte ich auch eine Tour mit dem Zodiac, einem sehr schnellen Schlauchboot. Von dieser Basis aus gibt es die Möglichkeit in besonderen Trockentauchanzügen auch mit den Orcas schwimmen zu gehen, was ich mir ersparte:-) Nun, später bereute ich es, denn in diesen Anzügen war man bestens für das Wetter, welches auf Regen umgestellt hatte, gerüstet. Am Ende waren alle naß auch die ohne diese Anzüge! Für die Kameraausrüstung war es ein Härtetest, denn zum Regen kam die Gischt hinzu, wenn das Zodiac mit hoher Geschwindigkeit über den Fjord schoss. Die Kameras, ich war mit zwei Canon 20d’s unterwegs, hielten das Ganze bestens aus, die Wassertropfen, die sich unweigerlich auf der Linse sammelten, unterstrichen die regnerische Stimmung. Ein Akku packte selbst bei -8°C und Wind ca. 800 Bilder. Bei einigen Leuten auf dem Boot setzte gerade bei diesen sehr niedrigen Temperaturen die Canon 350d zeitweise aus. Nach kurzem Aufwärmen des Akkus in der Hosentasche oder unter der Jacke waren diese Kameras nach wenigen Minuten wieder einsatzbereit.

Ja und wenn man dann Abends nicht zu müde ist, lohnt es sich immer, den Himmel im Blick zu halten, denn das Nordlicht ist für uns Deutsche doch eine sehr seltene Erscheinung, für die sich das Mitschleppen des Stativs auf alle Fälle lohnt. Als Ausgleich zur reportageartigen Art der Fotografie an Bord eines Schiffes ist das Arbeiten mit Stativ und Drahtauslöser eine schöne Art der Meditation und ein toller Abschluß einer fotografisch anspruchsvollen Reise!

Und Elvis schaut herab - seht Ihr ihn?

Und Elvis schaut herab – seht Ihr ihn?

Und Elvis schaut herab – seht Ihr ihn?

Anmerkung im Oktober 2009: Die Touren wurden bisher, wie hier beschrieben im Tysfjord veranstaltet. Jedoch änderten die Orcas ihre Route. Man findet sie nicht mehr im gut erreichbaren Fjord, weil die Heringe dort nicht mehr überwintern. Jetzt werden die Orcas meist im offenen Meer gesichtet. Per Ole Lund – der weltbeste Walwatching Kapitän – bieten nun längere und den Bedingungen angepasste Touren an. Wenn jemand die Orcas finden kann, dann er!

An dieser Stelle zur Inspiration nocheinmal der Artikel, der in der Digitalfoto im Mai 06 erschienen war. Hier habe ich allerdings andere Bilder eingefügt, ich habe so viel Auswahl!
Fotogalerie Orcas

Zum großen Nordlicht Fotografie Tutorial

Wer im tiefsten Winter lieber daheim im Warmen sitzt, verpasst die tollsten Fotomotive. Also keine Angst vor Kälte und Schnee, die aktuelle Kameratechnik kann schon einiges vertragen, ohne gleich kaputt zu gehen. Auch während unserer fünfmonatigen Winterreise in Schweden, Lappland und auf den Lofoten haben uns unsere Kameras und Objektive ohne Murren und Zicken treu begleitet.

Vorbereitung der Kameraausrüstung für den Winter

Neben dem obligatorischen Funktionscheck der Ausrüstung packen wir für eine winterliche Fototour zusätzliche Akkus ein. Den Intervalltimer für Langzeit-, Nacht- und Serienaufnahmen dürfen wir nicht vergessen. Die Beinklemmungen unserer Manfrotto-Alustative bekommen ein paar Tropfen Öl ab, Werkzeug zur Nachjustierung der Klemmkraft haben wir dabei, da Klemmkräfte sich in der Kälte ändern können.
Die meisten Kameramodelle arbeiten laut Herstellerangabe nicht bei Minustemperaturen. Von Canon wird der Arbeitsbereich unserer Kameras mit 0-40° C angegeben.
Aber die Praxis hat uns gezeigt, dass selbst stundenlanges Fotografieren bei Temperaturen unter -15° C möglich ist. Selbt bei -40° C in Lappland war es kein Problem, sofern die Kamera nicht über Nacht im Auto völlig durchgekühlt wurde.
Sobald die Kameraausrüstungen zurück im Haus waren, haben wir sie einige Zeit in den Kamerataschen akklimatisieren lassen, damit sich kein Kondenswasser bildet. Ist trotzdem mal was feucht geworden, trocknet das gute Teil im warmen Zimmer wieder schnell, da im kalten Winter die Raumluft gewöhnlich staubtrocken ist.

Der kältebedingte Kapazitätsverlust bei Kamera-Akkus störte uns nur zum Teil. Die 1800 mAh Akkus der Canon 5D MkII und der 7D zeigen kaum Leistungsverluste, während die 1100 mAh Akkus der 5D MkI und der 40D wesentlich schneller den Dienst quittieren. Einen Zusammenhang zwischen Batteriegröße/-kapazität und Kälteresistenz darf gern vermutet werden.

Essentiell bei Alu-Stativen ist ein Griffschutz, sonst frieren unbehandschuhte Hände sofort am Metall fest. Neopren-Manschetten, Griffband für Tennisschläger oder Korkband für Fahrradlenker sind für diese Zwecke gut geeignet.
Ein Dreibein im kniehohen Schnee benimmt sich wie ein störrischer Esel. Kaum hineingedrückt, schiebt es sich wieder hoch. Da bleibt nichts anderes übrig, als den Schnee wegzuschaufeln oder gut festzutrampeln. Sorgfalt beim Aufstellen und kräftiges Andrücken ist bei Serien- und Langzeitaufnahmen eminent wichtig. Durch den stundenlangen Druck kann der Schnee unter den Stativbeinen erweichen und nachgeben, dann ist die Qualiät der Aufnahmen dahin.
In der Dämmerung und in der Nacht ist eine kleine LED-Leuchte zur Kontrolle der Kameraeinstellungen äußerst hilfreich.

1. Farbakzente

In der typischen Schneelandschaft herrschen Weiß und Blau vor, das wirkt auf den Bildern leicht kalt und monoton. Deshalb kann es interessant sein, wärmere Farben in die Komposition einzubeziehen. Das können farbenfroh gekleidete Menschen sein, aber auch Gebäude, Straßenbeleuchtung, Felsen, Moos etc. Zu Sonnenauf- und -untergang wird die Vorherrschaft der kalten Farben gebrochen. In dieser Zeitspanne zeigt sich die Winterlandschaft von ihrer „wärmsten“ Seite.

 

reste eines Bootwracks im norwegischen Fjord, Winterliche Berge, Lofoten

Reste eines Bootwracks vor schneebedeckten Bergen, im Moorfjord bei Laukvik , Lofoten

schräges Sonnenlicht auf einem Fels, Waldlandschaft in Schweden

schräges Sonnenlicht fällt auf einem Fels, Waldlandschaft in Schweden

in der blauen Winterlandschaft tut ein wenig rot und gelb sehr gut

in der blauen Winterlandschaft tut ein wenig rot und gelb dem Gemüt sehr gut, Henningsvaer, Lofoten

Gabi's rote Warnweste hebt sich in der Winterlandschaft bei Eggum gut ab

Gabi’s rote Warnweste hebt sich in der Winterlandschaft bei Eggum heab

 

2. Wetterwechsel

Haltet die Wettervorhersage im Auge. Wetterwechsel von sonnig nach bewölkt und umgekehrt sind äußerst dankbare Motivquellen. Heraufziehende dunkle Wolken, vor denen die Sonne mit ihren letzten Strahlen die Landschaft streichelt, bringen Dramatik ins Bild. Aufklarender Himmel nach kräftigen Schneeschauern enthüllt eine weiß gepuderte Märchenwelt. Jungfräulicher Schnee liegt auf den kleinsten Zweigen. Und gerade mitten im Schlechtwetter gelingen ungewöhnliche Bilder, die sonst kaum jemand macht.

Henningsvaer, Lofoten

Fischtrockengestelle in Henningsvaer, Lofoten

Schneefall, Lofoten

heraufziehende Schneewolken mit beginnendem Schneefall, Lofoten

Wolke über dem Vestfjord

Schneebeladene Wolke über dem Vestfjord, kurz darauf saßen wir mitten im Schneegestöber

wilde Wetter auf den Lofoten, Norwegen

schnelle und häufige Wetterwechsel sind auf den Lofoten normal, Norwegen

nach dem Schneesturm, Schweden

nach einem Schneesturm sind die Bäume rundum gepudert, Schweden

3. Vollmondnächte und Schnee

Je weiter die Winterreise nach Norden geht, desto kürzer werden die Tage, länger die Nächte, bis sich hinterm Polarkreis das letzte Tageslicht verliert. Was liegt dann näher, als in der Nacht auf Motivsuche zu gehen. Bei Vollmond im Schnee zu wandern ist ein unvergessliches Erlebnis. Konturen und Schatten sind extrem ausgeprägt. Künstliches Licht von Ansiedlungen setzt einen warmen Kontrapunkt.
Generell sollte die Schärfe nachts manuell auf Unendlich eingestellt werden. Der Autofokus müht sich dabei im Dunkeln vergeblich ab. Aber Achtung, fast alle Objektive lassen sich über die Unendlich-Markierung hinaus einstellen. Wer also einfach den Entfernungsring bis zum Anschlag dreht, überfokussiert unter Umständen und erntet unscharfe Aufnahmen. Oft fällt das erst daheim am Monitor auf. Moderne Gehäuse mit Live-View-Funktion bieten einfache und direkte Kontrolle vor der Aufnahme unter Verwendung der Ausschnittsvergrößerung auf dem Display. Ansonsten ermittelt man bei Tag die exakte Unendlichposition für jedes Objektiv und die wichtigsten Brennweiten und macht sich Notizen.
Optischen Stabilisatoren müssen generell bei Stativeinsatz abgeschaltet werden.

Winterlandschaft auf den Lofoten

mondbeschienene Winterlandschaft bei Hov auf den Lofoten

glitzernder Schnee in der hellen Mondnacht, Schweden

Blick aus dem Wohnzimmerfenster: glitzernder Schnee in heller Mondnacht, Schweden

Schatten in der Nacht, Schweden

Schatten in der Nacht, Schweden

4. Gedämpfte Farben bei bedecktem Himmel

An trüben Wintertagen gelingen oft Aufnahmen mit melancholichem Touch. Die konturarme Landschaft und die gedämpfte Farbigkeit lassen feine Strukturen besser hervortreten, und die Kälte wird im Bild fühlbar. Siehe auch unter Punkt 10 – Nebelaufnahmen, wo mit Konzentration auf nahe Objekte und einer Portion Überbelichtung hauchzarte Kompositionen entstehen.

Eggum, Lofoten

Trübe Aussichten: Küstenlandschaft bei Eggum, Lofoten

Reif, Schweden

Reifüberzogene Bäume, Schweden

Winter am See, Schweden

Winter am See, Schweden

blaue Stunde, Winter am See, Schweden

blaue Stunde, Winter am See, Schweden

5. Akzente setzen mit dem Aufhellblitz

Gerade in der Dämmerung lassen sich mit dem Anblitzen des Vordergrundes starke kalt-warm und hell-dunkel Kontraste realisieren. Digitale Kameras bieten hier vielfältige Möglichkeiten der gezielten Blitzdosierung und des entfesselten Blitzens.

Hellt man mit dem Blitz etwas auf, wir das vorherrschende Blau der winterlichen Landschaft so richtig deutlich

Hellt man mit dem Blitz etwas auf, wir das vorherrschende Blau der winterlichen Landschaft erst richtig deutlich

Eisskulptur am See in Schweden

Eisskulptur am See in Schweden, auch hier konkurriert das Blitzlicht mit dem kräftigen Blau

 

6. Sichtbarmachung von Schneetreiben

Fallender Schnee ist auf Fotos schlecht erkennbar, wenn kein dunkler Hintergrund zur Verfügung steht. Abhilfe schafft das Anblitzen der Schneeflocken. Je nach Belichtungszeit und Windstärke erhält man kreisrunde  oder mehr dynamische, kometenartige Punkte. Für die letzeren habe ich eine heftige Windboe abgewartet, die mich fast umgeworfen hätte. Dafür kommt das Sturmgefühl gut rüber. Interessant sind auch Aufnahmen durch die Windschutzscheibe beim Fahren mit Fernlicht im Schneesturm.

Schneefall mit Aufhellblitz

Schneefall mit Aufhellblitz

Es schneit - ja, wo denn?

Es schneit – ja, wo denn? Ohne Beleuchtung sind die Schneeflocken kaum zu erkennen.

Schneesturm

Schneesturm. Langzeitsynchronisation des Blitzes auf den 2. Verschlussvorhang

leise rieselt der Schnee

leise rieselt der Schnee, hier war es windstill

7. Wintersonne

Scharen von Fotografen und anderen Menschen lockt es an sonnigen Wintertagen hinaus in die Kälte. Die Luft ist klar, die Sonne scheint brillant, das schreit geradezu danach, direkt ins Licht hineinzufotografieren und auch die Sonne mal mit ins Bild zu nehmen. Gegenlicht schafft Raumtiefe und bringt aufstiebenden Schnee und Eiskristalle zum Aufleuchten.

 

Abendlicht am eisigen Strand, Westjütland, Dänemark

Warmes Abendlicht am vereisten Strand von Sidselbjerg, Westjütland, Dänemark

Gefrorene Wellen am Abend

Gefrorene Wellen am Abend, Jütland, Dänemark. Das Eisblau kontrastiert wunderbar mit den Himmelsfarben

letztes Licht auf den Bergspitzen, Lofoten

die letzten Sonnenstrahlen des Tages berühren die Bergspitzen, Lofoten

8. Winterdetails

Die Winterlandschaft steckt voller kleiner Wunder. Morgendlicher Rauhreif verwandelt banale Pflanzenteile in Kunstwerke, auf den Fenstern im Haus wachsen Eisblumen in unendlich vielfältigen Mustern, die von der aufgehenden Sonne in schillernde Farben getaucht werden. Also Augen auf für die kleinen Dinge.

winterliche Pflanze im Licht, Schweden

reifbedeckte Pflanzen leuchten im Licht der tiefstehenden Sonne auf, Askö, Schweden

Eiswürfel in der Welle, Dänemark

Eiswürfel in der Welle: es war so kalt, dass wir dachten, die Welle bleibt gleich gefroren stehen. Dänemark

Schnee und Wellen, Lofoten

Schnee und Wellen abstrakt in monochromem Blau, Lofoten

Schnee, Schweden

Schneekristalle am Wegesrand ganz nah, Schweden

9. Winterstürme

Das sind die Tage, wo kaum jemand freiwillig draußen in der Natur verharrt. Es war düster, der Wind rüttelte an Ausrüstung und am Fotografen. Hohe Empfindlichkeitseinstellung und recht offene Blende waren ein Muss. Die resultierenden Bilder zeigen deshalb mehr Körnigkeit und auch mehr Unschärfen, was allerdings die Authentizität des Erlebten noch unterstreichen dürfte.

Sturm in Unstad, Lofoten

Sturm in Unstad, riesige Wellenmonster wälzen sich gegen den Wind Richtung Strand, Lofoten

Sturm auf den Lofoten

Sturm auf den Lofoten, eiskaltes Wasser gischtet gegen die Felsen

Sturm auf den Lofoten

Ein trüber Tag mit Sturm auf den Lofoten

 

 

 10. Nebel – keine Farben

Nebel ist eine der fotogensten Naturerscheinungen, nicht nur im Winter. Mit etwas Überbelichtung entstehen zarte, duftige Bilder mit träumerischem Flair.

Nebel betont naheliegende Motive, der Hintergrund verschwindet hinter einer weißen Wand. Das schafft natürlich Möglichkeiten, mit der Perspektive zu arbeiten. Auf der einen Seite kann das Motiv völlig von seiner Umgebung gelöst und völlig flach dargestellt werde. Zum anderen lässt sich der Effekt der Luftperspektive (Kontrast mit der Entfernung abnehmend, dabei Helligkeit zunehmend und Farben verblassend) auf sehr engem Raum für die Tiefendarstellung gestalterisch nutzen.

Nebel am See, Schweden

Nebelwand am See, Schweden. Der Hintergrund ist vollständig ausgeblendet

Nebelschwaden über den Feldern, Schweden

Nebelschwaden ziehen über den Feldern dahin, Schweden

Am See im schwedischen Winter

Am Öljaren-See im schwedischen Winter. Beispiel für Tiefenstaffelung

Birke im Nebel, Schweden

Birke im Nebel, Schweden. Zweidimensionale Wirkung ohne Tiefe

 

Dein Weg zum Nordlichtbuch, Gabi & Gunter Reichert

„Dein Weg zum Nordlichtfoto“, Gabi & Gunter Reichert

Weitere Infos im umfangreichen Ebook im Buchladen – hier klicken!

 

 

Für deine Nordlicht Reise bieten sich unterschiedliche Übernachtungsmöglichkeiten an. Die richten sich sehr nach deinen üblichen Reisearten. Es ist möglich, mit dem Wohemobil zu den Nordlichtern zu fahren. Aber auch Ferienwohnungen und Unterkünfte bei privaten Gastgebern, wie zum Beispiel Servas, bieten sich an.

1. Wohnmobil und Auto

2. Ferienhäuser und Apartements mit Selbstversorgung

Ich schätze mal, das ist die bevorzugte Art, einen Winterurlaub im Norden zu verbringen. Ferienwohnungen in Norwegen stehen oft einsam in freier Natur, oder sind Teil kleiner Siedlungen. Im Winter sind sie aber knapp und teuer. Es empfiehlt sich also, früh zu buchen. Der Preis relativiert sich, wenn man die Kosten auf vier bis sechs Personen verteilen kann. Die Selbstversorgung macht zeitlich unabhängig und ist viel preiswerter als Restaurantbesuche. Vor allem sind geöffnete Restaurants außerhalb der wenigen Städte sehr dünn gesät und generell teuer.

Informationen zu Ferienhäusern, Hotels und Sehenswürdigkeiten findest du bei Visit Norway.

3. Hotels, Jugendherbergen und Gästehäuser

Damit haben wir nur begrenzt Erfahrung, weil es nicht zu unserem bevorzugten Reisestil passt. Hotels und Jugendherbergen sind nur in den größeren Ansiedlungen zu finden, Gästehäuser auch in kleineren Ortschaften. Ich war einmal im Winter in Henningsvaer im Hotel und fühlte mich sehr wohl. Zu bedenken ist, dass viele Hotels im Januar und Februar noch geschlossen haben! Das Hotel auf den Vesterålen, wo wir auf die Reperatur unseres Mobils gewartet hatten, war weniger gut, als Pension für 50 Euro die Nacht hätte ich es O.K. gefunden, für 250 Euro war es einfach für das Gebotene zu teuer.

Für Hotelgäste beginnt die Nordlichtjagd mit Fahrerei. Raus aus der Stadt und geguckt, wo kein künstliches Licht mehr stört. Gästehäuser in landschaftlich schöner Lage, wie der Friisgarden in Ramberg, bieten auf Nordlichtinteressierte zugeschnittenes Wochenprogramm mit Halbpension an.

UND das Essen ist ein enorm wichtiger Faktor! Es gibt keine nennenswerte Auswahl an Restaurants, die auch im Winter geöffnet sind. Nun, auch im Sommer ist das Angebot noch sehr überschaubar im Vergleich zu belebteren Regionen. Aber, und das ist das Hauptargument für eine Unterkunft mit Verpflegung: im Winter ist es kalt! Klare Ansage, was? Die Nordlichtfotografie ist eine sehr anstrengende Unternehmung. Mit Fotogepäck stapft man durch hohen Schnee, setzt sich kaltem Wind aus, wartet teilweise stundenlang mitten in der Nacht. Das kostet Kalorien. Ich schaffte es bei unserem langen Winteraufenthalt nicht, genügend Nahrung in mich hinein zu stopfen. Ich verlor massiv an Gewicht und war hinterher rappeldürr! Viel zu dünn! Jetzt denke nicht: gut, ich brauch eh eine Diät :-) Schaufel rein, was geht, du brauchst es.

4. Couchsurfing

Das ist die unter jüngeren Alleinreisenden eine beliebte Methode. Im Internet findet man die entsprechenden Seiten,  allgemeine Infos gibt es unter Couchsurfing.de. Wir haben bisher keine Erfahrung mit Couchsurfing gemacht, deswegen fragten wir Timo der das Blog „Bruder Leichtfuß“ betreibt. Er war erst im Oktober auf den Vesterålen als Couchsurfer unterwegs.

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Couchsurfing gehört für mich zu den schönsten Dingen, die man auf Reisen überhaupt tun kann! – Text & Fotos von Timo Peters, Bruder Leichtfuß

Ihr kennt das Prinzip nicht? Dann wird es sich für euch vielleicht erst einmal komisch anhören: Menschen stellen Reisenden, die in ihrer Gegend unterwegs sind, Schlafplätze in ihrer Wohnung zur Verfügung, und zwar umsonst, ohne jede verpflichtende Gegenleistung, und ohne sich vorher jemals getroffen zu haben.

Surfer lernen ihre Hosts nur online kennen, Vertrauen wird durch ein öffentliches Bewertungssystem hergestellt: Nachdem eine Couch gesurft wurde, bewerten sich Surfer und Host gegenseitig und die Bewertungen sind öffentlich für jedes Couchsurfing-Mitglied zu sehen. Das war’s, und es funktioniert.

Ich bin auf meinen Reisen schon oft bei Couchsurfern untergekommen, und habe ähnlich vielen Surfern den Platz auf meiner Couch in Hamburg überlassen – und habe bislang ausschließlich unglaublich tolle Erfahrungen gemacht. Als Host genieße ich es, mir mit den Reisenden ein bisschen Reiseatmosphäre zu mir nach Hause zu holen – plötzlich stoßen spannende Menschen, die oft gerade echte Abenteuer erleben, in meinen Alltag.

Außerdem bringen Surfer immer irgendeine Art von „Gegenleistung“: Oft kochen sie ein typisches Gericht aus der Heimat für mich, meistens haben sie spannende Geschichten auf Lager und immer sind sie eines: tierisch dankbar für meine Gastfreundschaft.

Wenn ich die Couchs der Welt besurfe, beeindruckt mich immer wieder die Gastfreundschaft und das Vertrauen, die Couchsurfer fremden Menschen entgegen bringen. Ich habe schon oft nach wenigen Minuten einen eigenen Wohnungsschlüssel in die Hand gedrückt bekommen, viele Partys erlebt und Orte gesehen, auf die ich als Tourist vom Hostel aus niemals gestoßen wäre. Dazu gibt es Stadtführungen aus allererster Hand und die besten Tipps, was ich in meinem Reiseland nicht verpassen darf.

Genauso ging es mir auch, als ich kürzlich eine Couch in Stokmarknes auf den Vesterålen in Nord-Norwegen surfen durfte. Zunächst bekam ich nicht nur eine Couch, sondern sogar mein eigenes Zimmer. Wie so oft verstand ich mich mit der jungen Familie, die mich in ihr Zuhause einlud, auf Anhieb spitzenmäßig – kaum hatte ich erzählt, dass ich gerne mal die Nordlichter sehen würde, boten David und Linda mir ihre Polarcampingausrüstung an, um auch jetzt im Winter campen gehen zu können. Obendrauf gab es ihr Auto – schließlich müsse ich ja auch an den perfekten Ort gelangen und das Bussystem auf den Vesterålen sei nicht wirklich gut.

Zwei Tage lang war ich also mit dem Auto meiner Hosts auf den Vesterålen unterwegs, habe in ihrem Zelt übernachtet und in ihrem Schlafsack geschlafen – da kannten wir uns gerade mal 24 Stunden! Als Krönung meines Vesterålen-Trips gab es am letzen Tag noch eine Inselrundfahrt zu Davids Lieblingsplätzen – inklusive seinem Lieblingsstrand Taen, den ich sonst niemals entdeckt hätte.

Fast jede meiner Couchsurfing-Erfahrungen hinterließ bei mir ein fast euphorisches Gefühl: Die Menschen sind gut! Ich freue mich riesig darauf, wenn David und Linda mich irgendwann in Hamburg besuchen kommen – sie bekommen dann auf jeden Fall das volle Couchsurfing-Programm von mir!

So wird es beim Couchsurfing fast zur Nebensache, was gerade in teueren Ländern wie Norwegen dennoch eine große Hilfe für Low-Budget-Reisende ist: Eine Übernachtung „bezahle“ ich meist mit einem Bauernfrühstück nach Omas Art. Auch, wenn meinen Hosts meist auch ein einfaches Lächeln und ein „Dankeschön!“ reichen würde.

Mein CS-Profil: http://www.couchsurfing.org/people/timoishappy/

Taen, Vesteralen

Taen, Vesteralen –  Foto Timo, Bruder Leichtfuß

Timo Vesteralen

Timo Vesteralen – Foto Timo, Bruder Leichtfuß

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Wir selbst waren jahrelang Mitglieder bei Servas, was so ähnlich wie Couchsurfing ist. Allerdings muss man da zuerst zu einem Interview und die Gastgeberlisten gibt es als gedruckte Hefte. Es war schwierig Gastgeber zu finden, die fünf Reisende auf einmal beherbergen können. Deswegen machen wir es nicht mehr. Trotzallem erlebten wir ähnlich herzliche Gastfreundschaft wie Timo und wir werden diese Reiseart in Zukunft garantiert nicht aus den Augen verlieren.

5. Woofing

Über das Woofen hatten wir bereits ausführlich geschrieben, als wir diese Reiseart eher durch Zufall und unfreiwillig auf Elenas Leuchtturminsel ausprobieren durften. Das war der absolute Höhepunkt unserer letzten Reise! Ein ganz besonderes Erlebnis besonders für die Kinder.

Für Norwegen gibt es eine Woofing Seite im Internet: http://www.wwoofnorway.org/

6. Housesitting

Wir hatten bei unserem langen Winteraufenthalt auf das Haus einer Freundin aufgepasst. Es gibt sicher Agenturen, die Häuser vermitteln, damit haben wir leider keine Erfahrung. Diese Seite listet ein paar Häuser: http://www.sabbaticalhomes.com/Home-Exchange-Country-Norway

Hat jemand Erfahrung damit?

Du träumst davon wenigstens einmal im Leben Nordlicht zu sehen? Jetzt hast du keine Ausrede mehr! Alles ist möglich! Auf gehts!

 

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Gastbeitrag: Nordlichtfotografie auf der Hurtigrute

Gastbeitrag: Nordlichtfotografie auf der Hurtigrute

Hunting the Light – Nordlichtfotografie für Anfänger/innen Seit Dezember 2012 fotografiere ich mit einer Spiegelreflexkamera, der Canon EOS 600D bzw. aktuell der 700D. Im November 2014 erfüllte ich mir einen Traum und reiste mit einem Postschiff der Hurtigruten die Küste Norwegens ...

Kreisrunde Sternenbahnen fotografieren

Kreisrunde Sternenbahnen fotografieren

Klare kalte Nächte sind ideal zum Sterne fotografieren. Und vielleicht hast du ja Riesenglück und ein mächtiger Nordlichtsturm streckt seine Ausläufer bis nach Deutschland aus.

Nordlicht-Sichtungen an ungewöhnlichen Orten, von den Lofoten bis in die Bretagne

Nordlicht-Sichtungen an ungewöhnlichen Orten, von den Lofoten bis in die Bretagne

Nordlicht-Sichtungen an ungewöhnlichen Orten   Du möchtest einmal in deinem Leben Nordlichter mit eigenen Augen sehen? Vielleicht befasst du dich ja schon mit der Planung einer Nordlichtreise. Du könntest auch Glück haben und das Nordlicht kommt sogar zu dir nach Hause. Wir beobachten bereits ...

Buch-Bundle-Angebote zum Start der Nordlichtsaison

Buch-Bundle-Angebote zum Start der Nordlichtsaison

Wir bieten jetzt auch Bundles an: gebundenes Buch plus Ebook. „Wir dackeln durch Europa“ und „Dein Weg zum Nordlichtfoto“

Nordlichtwarnung für Deutschland 30.10.21

Nordlichtwarnung für Deutschland 30.10.21

Eine sehr kurze Meldung für uns an die Polarlicht Interessierten. Die Chancen auf Nordlicht in Deutschland sind ab dem 29.10. schon recht hoch. Der beste Zeitpunk wird wohl die Nacht zum Sonntag 30.10. sein. Also, auf klaren Himmel hoffen und dann ...

​Reisetipps für einen Roadtrip zu den Nordlichtern in schwedisch Lappland

Die Nordlichtsaison ist wieder in vollem Gange. Wir waren leider schon seit einigen Jahren nicht mehr in Norwegen.

Über unsere lange Winterreise, die wir mit dem VW Bus unternommen hatten, bloggten wir damals nur Live. Schrieben also nachts noch Reiseberichte und entwickelten die RAW Dateien am kleinen, sehr langsamen Notebook. Die Fotos waren hier nicht immer optimal präsentiert.

Diese sechsmonatige Reise führte uns zu unseren Freunden in der Nähe von Stockholm, dann über Harnösand nach Lueå, weilter nach Narvik bis zu den Lofoten und Vesterålen und natürlich auch wieder zurück. Wir waren mit unsere drei jugendlichen Kindern unterwegs.

Doch Corona hat auch was Gutes: ich sitze am Rechner und organisiere die liegengebliebenen Dateien einiger Jahre. Bearbeite sie mit der wesentlich besseren allerneuesten Lightroomversion. Wir schreiben endlich richtige Reportagen über diese Reise und reichern sie mit nützlichen Tipps für Deine Reiseplanung an. Ja, jetzt machen wir dir die Nase lang und schüren deine Reiselust!

Wir merken es übrigens auch gerade in unserem Freundeskreis:  Reisen in den Norden werden geplant. Wir werden angesprochen, ob wir nicht helfen können bei der Planung und gefragt, wie es denn im hohen Norden so aussieht.

Ja und Fotos vermitteln das doch am allerbesten. Hier sparen wir damit auch nicht. Klick dich durch, lass dich Inspirieren und frag nach, wenn du noch was wissen möchtest!

Die Bilder und die Tipps sind zeitlos, die persönlichen Reiseeindrücke trotz ihres Alters immer noch hilfreich.

Hier also Teil 2, unsere Reise von Katrineholm nach Luleå. (Teil 1 folgt noch!)

Wirklich abenteuerlich war die Reise eher nicht, wenn man davon absieht, dass uns schon nach wenigen hundert Kilomtern auf der Autobahn aus drei Gründen das Licht des Autos mitten in der Nacht ausging. Wir hatten keine Kühltasche dabei und bedauerten das zutiefst. Warum erfährst du alles hier im Beitrag.

Die Live Reiseberichte Schweden im Winter

Und los geht’s….

Im Winter mit dem Auto durch Schweden

Straße in Schweden nach einem Sturm

Winterliche Straße in Schweden nach einem Sturm

 

Straßen in der Nähe von Katrineholm, Schweden

Straßen in der Nähe von Katrineholm, Schweden

Neujahr ist schon eine Weile vorbei und ganz Schweden liegt still unter einem dicken Panzer aus Eis und Schnee. Wir haben wunderbare Weihnachts- und Wintertage bei unseren Freunden in Mittelschweden verbracht und sind langsam bereit für ein neues Abenteuer.

Schwedisch Lappland, weit oben im Norden am Polarkreis, lockt uns mit der Faszination von Einsamkeit, extremen Klimabedingungen und natürlich mit der einmaligen Chance, in dieser fantastischen Winterlandschaft Nordlicht zu beobachten und fotografieren.

Braucht der T4 Synchro Spikesreifen?

Die letzten Wochen sind wir mit unseren Winterreifen trotz ständig verschneiter und vereister Straßen ganz gut auf Schwedens schneebedeckten Straßen herumgekommen. Nur an Kreuzungen, wo die Straßen schon sehr glatt sind, kommt man, wenn man zu abrupt bremst, ins Rutschen.

Die schwedischen Straßenmeistereien streuen nicht im Winter. Entweder ist es so kalt, dass das Salz eh nicht hilft, oder es bildet sich bei milderen Minusgraden brauner Schneematsch, auf den auch niemand Lust hat.

Bis zu unserem Ziel in Luleå sind es von Mittelschweden aus 1000 Kilometer auf vereisten und verschneiten Straßen. Da lassen wir und doch vorsichtshalber Spikesreifen aufziehen. Die Mehrzahl der Skandinavier fährt im Winter mit Spikes.

Und wer mit dem Flugzeug anreisen möchte, der kann sich sicher sein, dass der Mietwage auch Spikesreifen hat. Wir sind also zum nächstgelegenen Däckservice gefahren, das ist der Reifendienst, und haben uns Dubbdäck, so heißen die Spikesreifen hier, aufziehen lassen.

Wir prüfen zusätzlich, ob das Kühl- und Scheibenwaschwasser frostfest bis ungefähr minus 50° C ist, besorgen uns noch eine Schneeschaufel und einen Sack Katzenstreu, falls wir in Schneewehen oder trotz der Spikes auf Glatteis hängenbleiben sollten.

Spikesreifen im Winter, Schweden

Spikesreifen im Winter, Schweden

​Notfallausstattung für Winterfahrten und Zeitplanung

Für Fahrten in diese einsamen kalten Gegenden gibt es einige Grundregeln, die für das Überleben wichtig sind, wenn wenn man mit dem Fahrzeug liegen- oder steckenbleibt.

Darüber haben wir im Nordlicht Tutorial bereits geschrieben. Lies den Artikel „Autofahren im hohen Norden“ unbedingt für deine Reiseplanung. Da findest du auch eine Packliste für’s Auto.

Auf jedem Fall haben wir mehr Zeit für die Fahrt eingeplant, als wir für erforderlich halten. 50% bis sogar 100% Aufschlag sind nach unseren Erfahrungen keine übertriebene Vorsicht.  Solche Verzögerungen werden bei den unkalkulierbaren Wetterbedingungen schnell Realität.

Wir mussten aber auch unsere Übernachtungsziele gut planen.  Mit fünf Leuten wird es teuer, wenn man kurzfristig im Hotel unterkommen muss oder wenn man wegen einem Schneesturm tagelang festsitzen würde!

​Auf der Autobahn wird es plötzlich stockdunkel

Am Vorabend unserer Abreise hatten wir unsere Koffer schon gepackt. Morgens mussten wir nur noch frühstücken – dachten wir. Zum Glück haben wir einen sehr geräumigen Bus, das Beladen ist ruckzuck erledigt. Die Verabschiedung von unseren Freunden dauert etwas länger, aber kurz nach Mittag sind wir endlich auf dem Weg. Zu unserer nächsten Station, Härnösand, sind es 500 Kilometer.

Das Wetter ist für Januar recht warm, nur einige Grade unter Null, am Himmel hängen dicke graue schneeschwangere Wolken. Es dauert nicht lange, da fallen auch schon die ersten Schneeflocken. Gegen drei Uhr bricht schon die Abenddämmerung an, doch wir pflügen unermüdlich weiter durch Dunkelheit und Schneegestöber. Die Sichtverhältnisse sind nicht sehr toll, wenigstens hält sich das Verkehrsaufkommen in Grenzen. So ist die Fahrt halbwegs entspannt.

Doch auf einmal wird es vor uns stockdunkel. Wo ist denn nun die Straße? Wenn Gegenverkehr auf der anderen Seite fährt, wird es wirklich kritisch. Dann weiß ich gar nicht mehr, wo wir fahren. Das ist gefährlich!

Die Straßen sind nass, es ist dunkle Nacht, es schneit und unsere Scheinwerfer scheinen kein Licht mehr produzieren zu wollen. Die Schwärze der Nacht verschluckt sogar das Fernlicht. Hilfe, das fühlt sich gerade so richtig sch… an.

Zum Glück sind wir kurz vor einer Stadt und fahren fast im Blinflug auf den Parkplatz eines Einkaufszentrums.

Was ist passiert?  DREI Dinge haben zu der Fast-Blind-Fahrt geführt:

  • auf einer Seite ist die Birne des Abblendlichts durchgebrannt,
  • und zusätzlich hat sich der Schnee von der Motorhaube gelöst und ist über beide Scheinwerfer gerutscht.
  • Da sowiel Dreck auf der Fahrbahn war, betätigte ich die Schreibenwaschanlage oft. Mit dem Kühlmittel hatte sich Schaum gebildet, der bei erneuertem Drücken nicht nur auf die Scheibe sondern auch auf die Scheinwerfer gesprüht wurde. Bis der Schaum wieder runtergelaufen war, sah man fast nichts mehr!

In den meisten Einkaufszentren ist ein Autozubehör-Markt mit dabei, so auch hier. Wir tauschen die defekte Glühbirne und frieren uns dabei die Finger ab. Dann besorgen wir uns direkt wieder Ersatzbirnen. Wir befreien das Auto vom Neuschnee und vertreten uns etwas die Füße, dann gehts wieder weiter. Mich stresste diese Erfahrung schon gewaltig. Aber jetzt ist die Sicht wesentlich besser. Der größere Teil der Strecke liegt noch vor uns.

Wir kommen spätabens in Härnosand an und haben fast doppelt so lang gebraucht, wie es unter günstigen Wetterbedingungen möglich gewesen wäre. Der 100 Prozent Aufschlag war fast noch zu knapp kalkuliert. Wir wollen 2 Nächte bei unseren Servas-Gastgebern Mimmi und Anton bleiben. Sie ist Lehrerin, er Arzt. Sie empfangen und herzlich und wir unterhalten uns angeregt bei einem zünftigen Elch-Haschee-Essen. Recht spät beziehen wir unser Quartier im Wohnzimmer und kriechen in unsere Schlafsäcke.

​Härnösand an der vereisten Ostsee

Wir wollen uns hier an der Ostseeküste kurz umsehen, bevor wir weiterfahren. Härnösand eignet sich gut dazu denn es liegt direkt am Wasser und ist auf einer Insel erbaut.

Eis an der Küste in Harnösand

Eis an der Küste in Harnösand

Wir gehen gemeinsam in die Schule und staunen

Am nächsten Morgen besuchen wir mit Mimmi die Schule in Härnösand und dürfen dem Unterricht beiwohnen. Uns fällt sofort die lockere Atmosphäre in der kombinierten 7. und 8. Klasse auf. Die Schüler lernen in Gruppenarbeit je nach Wissenstand aus unterschiedlichen Büchern, und sie reden auch untereinander Englisch.

Auch die Prüfungen sind total entspannt. Wenn sich ein Schüler für einen Test bereit empfindet, meldet er sich bei der Lehrerin, geht in einen ruhigen Raum und schreibt die Prüfung direkt. Kein Stress also, wenn jemand länger an einem Thema bleiben will.

Draußen werden derweil die Dächer der Schulgebäude geräumt, sie biegen sich fast unter der Last der Schneemassen durch und drohen einzuknicken.

 

Unglaublich viel Schnee in Härnösand, Schweden

Unglaublich viel Schnee in Härnösand, Schweden

 

Durch die Schneemassen an die Küste

Nachmittags gehen wir mit Anton auf Erkundungstour. Überall in Härnösand liegt der Schnee meterhoch, die Straßen sind nur schmale Trassen zwischen Schneebergen. Ganze Kolonnen von Lastwagen schaffen unaufhörlich die weiße Pracht aus der Stadt hinaus. Wir schaffen es durch die Schneemassen zur völlig vereisten Küste und kämpfen uns dort zu Fuß durch den hohen Schnee. Schneeschuhe wären nötig gewesen.

An der Ostsee sind wir bei strahlendem Sonnenschein ganz allein unterwegs und stapfen durch den Tiefschnee. Immer wieder brechen wir bis zur Hüfte in den pulvrigen Schnee ein. Das ist so lange lustig, bis wir am schrägen Hang zur Küstenlinie hin auf Eis unter der Schneedecke stoßen. Da wird die Kletterei plötzlich brandgefährlich. Wenn wir hier einen unvorsichtigen Schritt tun, können wir ins eiskalte Ostsee-Wasser rutschen. Die Ostsee ist noch nicht mit Eis bedeckt, aber das tiefdunkle Wasser, das träge über die Uferfelsen schwappt, hat Gefrierpunkttemperatur.

Ein Besuch des Technikhus, des Technikmuseums, wäre fast ins Wasser gefallen. Dort angekommen, hat es gerade geschlossen. Netterweise lässt man uns kurz, dafür umsonst rein und wir können uns die interessanten Ausstellungsstücke noch schnell ansehen.

 

Winter in Härnösand, Schweden

Winter in Härnösand, Schweden

 

Hilfte, die Erde hebt sich

Von unseren Gastgebern lernen wir so nebenbei noch eine Menge zur Geologie der Gegend. Ganz Skandinavien war in der letzten Eiszeit unter einer drei Kilometer! dicken Eissschicht begraben, da wurden die Erdmassen durch das immense Gewicht weit nach unten in den Erdmantel hineingedrückt. Im Vergleich zu solchen Massen sind all die schneebeladenen Lastwagen in Härnösand nicht der Rede wert. Jetzt, 12000 Jahre später, hebt sich das Land weiterhin. Die postglaziale Landhebung beträgt immer noch einen Zentimeter pro Jahr. Es gibt Stellen in den küstennahen Hügeln, wo man in 100 Metern Höhe die Spuren alter Uferlinien sehen kann.

Wir fahren deshalb zu einer seichten Bucht an und können hier ungefährdet am flachen Strand entlangwandern und die kristallklare, eiskalte Luft genießen. Am Nachmittag, als die Sonne sich anschickt, hinter dem Horizont zu verschwinden, stehen wir oben an der Skistation auf dem Hausberg, bewundern das Panorama, und schauen zu, wie die warmen Lichter der Stadt nach und nach angehen und mit dem lila Sonnenuntergang konkurrieren.

​Die nächste Etappe nach Luleå

Für die nächsten 500 Kilometer sind die Wetteraussichten vielversprechend. Keine Wolken und kein Schnee. Aber die Temperaturen fallen wieder. Wir verabschieden uns herzlich von unseren Gastgebern und brechen am späten Vormittag auf. Wir haben Proviant für die Fahrt eingekauft und vollgetankt. Auf der E4 Nationalstraße liegt kaum Schnee, dafür ist sie mit einer geschlossenen silbergrauen Eisdecke überzogen. Mit unseren Spikesreifen ist das aber kein Problem. An die brummenden Abrollgeräusche und das dezente Rubbeln haben wir uns schon gewöhnt. Wir vertreiben uns die lange Fahrzeit mit ein paar spannenden Krimis und genießen die vorbeiziehende Schneelandschaft.

Je weiter wir Richtung Norden kommen, desto weiter fällt das Thermometer. Es ist früher Nachmittag, die Sonne steht hinter dem Horizont, ein ungewöhnliches violett-orange-rosa Dämmerlicht liegt über den tiefverschneiten Baumwipfeln, und das Außenthermometer zeigt inzwischen minus 25° C an. Die Eisschicht auf der E4 wird rauher, geriffelter und zwingt uns, unsere Reisegeschwindigkeit zu drosseln. Unsere Heizung und die Lüftung laufen auf Höchsttouren, damit die Front- und Seitenscheiben nicht völlig vereisen.

Schau dir dieses LICHT an!!!

Eisige Straßen und geniales Licht in schwedisch Lappland

Eisige Straßen und geniales Licht in schwedisch Lappland

 

Am Straßenrand gab es auch reichlich Fotomotive.

Sehr schade, dass wir nicht die Möglichkeit hatten mehrere Tage in der Gegend zu bleiben.

​Nordlicht in Luleå

Auch auf dieser Fahrt kommen wir relativ spät abends am Ziel in der Jugendherberge in Gammelstad an. Wir waren müde, wir waren hungrig. Doch zuerst mussten wir unserem Kram aus dem Auto holen. Im Winter muss da mehr ausgeräumt werden als zu anderen Jahreszeiten. Jegliches Kameraequipment muss mit. Die Temperaturen tun der Technik nicht gut. Auch sind Lebensmittel nach einer Nacht bei mehr als minus 30°C nur schwer aufzutauen und für einige Zeit nicht verzehrbar. Frisches Gemüse ist schon nach kurzem Frost hinüber. Wir vermissen sehnlich eine Kühlbox. Nicht um frische Ware kühl zu halten, sondern um sie warm zu halten.

Das ist uns leider schon passiert, dass wir frische Gurken teuer eingekauft und ins Auto gelegt haben. Dann noch kurz in ein anderes Geschäft und schon war es um die Gurken geschehen. Die Kälte hat gnadenlos zugeschlagen. Anstatt leckeren Gurkensalat gab es trauigen Gurkenmatsch, den wir vom Rücksitz kratzen mussten.

Wir schleppten uns also an unserem Gepäck einen ab. Dann überzogen wir noch die Betten, tranken was warmes und bereiteten die Weiterreise für den nächsten Tag vor. Proviant einkaufen, Eier abkochen, versuchen an Internet ran zu kommen. Und all so Sachen.

Jugendherberge in Lulea Schweden

Jugendherberge in Lulea Schweden

 

Nordlicht über den Häusern von Gammelstad Lulea

Nordlicht in Luleå, Schweden

 

Doch dann zieht es uns wieder ins Freie. Die Jugendherberge liegt einige Kilometer landeinwärts vom neuen Luleå auf der anderen Seite der Schnellstraße.  Warm eingepackt wandern wir zwischen den kleinen, geduckten, eng aneinandergeschmiegten roten Holzhäuschen der Gammelstad, der Altstadt von Luleå, umher. Immer wieder richten wir unsere Blicke erwartungsvoll gegen den wolkenlosen und sternenübersäten Nachthimmel. Da, schräg über uns schimmert ein schwaches grünes Band zwischen den Sternen. Das kann durchaus der Vorbote einer starken Nordlichteruption sein.

Und tatsächlich wird der grüne Schimmer stetig kräftiger, nimmt konkrete Formen an, und das Band beginnt sanft wie im Sternenwind zu wehen. Plötzlich flammt der grüne Streifen auf, fächert sich auf und wird zu einer gemächlich flatternden Himmelsgardine, die sich majestätisch über den Himmel ausdehnt.

Die beißende Kälte und die Müdigkeit sind vergessen, wir stehen still im Schnee und lassen uns von dem faszinierenden Schauspiel verzaubern, das in gespenstischer Stille vor unseren Augen stattfindet.

Wer noch nicht weiß, wie das Nordlicht entsteht, hier eine kurze Erklärung:

Bei hoher Sonnenfleckenaktivität wird Plasma in Form von Protonen und Elektronen von der Sonne in den Weltraum katapultiert. Das wird auch Sonnnenwind genannt. Diese Plasma braucht wesentlich länger als das Licht, bis es auf die Erde trifft. Deswegen gibt es recht zuverlässige Nordlichtvorhersagen. Trifft der Sonnenwind auf die Erde, wird er entlang der Magnetfeldlinien zu den Polen hin abgelenkt, wo er auf die obere Erdatmosphäre (ca. 60-300 km) trifft und deren Moleküle zum Leuchten anregt. Je nach Auftreffhöhe, Stärke und beteiligten Molekülen leuchten verschiedene Farben auf. Je nachdem, wie der Sonnenwind auftrifft, formt das Nordlicht Bänder, Vorhänge, Bögen oder sogar eine Corona.

In Nordschweden sind es hauptsächlich die Orte Luleå, Gällivare, Kiruna und Abisko, die sich für Nordlichtbeobachtung anbieten.

Langsam werden die Lichterscheinungen wieder schwächer und jetzt spüren wir, wie sich die Kälte in unsere ungeschützte Gesichtshaut krallt, und uns tief in die Knochen fährt. Jetzt machen sich auch die Strapazen der langen Fahrt bemerkbar. Arme, Beine und Augenlider werden immer schwerer. So trotten wir langsam zurück zu unserer Unterkunft und kriechen müde, aber glücklich in die warmen Betten.

Nordlicht Coronen

​Eiskaltes Vergnügen

Wir sind schon kurz nach 6:00 Uhr wieder auf den Beinen.

Wir müssen die Betten abziehen, packen, Frühstücken, Proviant vorbereiten – Tee kochen, Eier sieden, Brote schmieren, das Gepäck zum Auto tragen und das Zimmer säubern. Ein strahlend blauer Morgenhimmel löst bald die sternklare Nacht ab. Wir wollen uns noch die Altstadt im arktischen Morgenlicht ansehen, und schauen vorher schnell nochmal auf das Außenthermometer: minus 40° C, für uns ist das ein neuer Rekord. Im warmen Zimmer merken wir nichts davon. Erst als wir vor die Tür treten, spüren wir, wie der bittere Frost sich direkt in die Haut des Gesichts krallt. Wir reiben schnell Wangen und Nasen mit Fettcreme ein, um uns vor Erfrierungen zu schützen. Gunters Winterjacke lag über Nacht im Auto, die wollen wir noch holen. Die Autotür geht kaum auf, das Scharnierfett ist bei diesen Minusgraden steinhart. Und die Jacke ist buchstäblich in Winterstarre gefallen. Wir müssen sie langsam im warmen Zimmer auftauen bevor Gunter sie anziehen kann. Sonst würde sie vielleicht noch zerbrechen.

Hütte bei minus 40°C, Lulea, Schweden

Hütte bei minus 40°C, Lulea, Schweden

In der Eiseskälte gefriert der Atem sofort zu winzigen glitzernden Kristallen, die wie mikroskopisch kleine Diamanten in der Luft schweben. Wir vermeiden stärkere Anstrengung, da uns die kalte Luft bei zu tiefen Atemzügen in den Lungen wehtut.

Dieses Winterwetter hat auch die lokalen Künstler ins Freie gelockt. Auf dem Marktplatz der Gammelstad steht eine Skulptur, die das aus soliden Eisblöcken herausgehauene, oder geschnittene Stadtwappen der Altstadt darstellt.

Ich mag Lulea unglaublich gern in dieser winterlichen Stimmung. Das wirkt so exotisch, dass die Häuser je nach Windrichtung komplett mit Eis überzogen sind. In Straßenunterführungen werden die Graffities nicht gemalt, sondern in Eis geritzt.

 

Faszination Kälte

Die Schneekristalle leuchten und funkeln im kurzen Tageslicht. Bäume, Häuser, Masten, alles ist mit der weißen Pracht ummantelt.

Jetzt geht es aber weiter Richtung Kiruna und Narvik. Die Straßen sind gut zu fahren, kein Schnee, nur eine dünne Eisschicht liegt über dem Asphalt. Die Bäume und das Licht sind wieder einmal phänomenal, das wird hier fast zur Gewohnheit. Aber nicht für uns. Wir nehmen diese Schönheit wahr, werden nie wieder vergessen, wie außergewöhnlich schön schwedische Lappland im Winter ist. Wir genießen wirklich jede Minute der Fahrt.

Schon bald sinkt die tiefstehende Sonne wieder unter den Horizont. Die Region ist wieder in dieses typische von Rot-Orangetönen bestimmte Licht getaucht. Es ist als fahren wir durch eine magische, unwirkliche Wunderwelt. Immer wieder ruft einer von uns begeistert aus, wie schön das doch ist. Alle anderen stimmen dem zu. Diese wohlig, glücklichen Ausrufe und Seufzer hören sich sicherlich lustig an. Zum Glück sind wir allein, dass es niemand hören kann. Langsam färbt sich alles blau, dann tritt die Dunkelheit wieder ihre Herrschaft an. Wir wagen uns erneut in die kalte Nacht und halten nach Anzeichen von Grün in der ansonsten farblosen Landschaft Ausschau. Vielleicht haben wir Glück und sehen Nordlichter.

Straßen in schwedisch Lappland

Straßen in schwedisch Lappland

Winterzeit in Lappland sorgt bei diesen extremen Temperaturen für ein unvergessliches Erlebnis. Die fantastischen Farben der langen Dämmerungsphasen, diese herrliche Ruhe und Stille. Es ist, als ob die Zeit mit eingefroren ist, und vor allem das Nordlicht ist der krönende Höhepunkt. Der Entschluss, einmal im Winter länger in dieser Polarkreisregion zu verweilen, steht jetzt schon felsenfest. Sobald wir uns finaziell von der Corona Krise erholt haben, ziehen wir wieder los.

Warum im Winter nach Norwegen?

Im Sommer sind wir schon seit Jahren immer in Norwegen um die Mitternachtssonne und die Tiere zu genießen und fotografieren. Schon oft traf ich Fotografen, die mir den Tipp gaben, doch mal im Winter zu kommen um die Orcas im Tysfjord zu fotografieren. Die Orcas sind nur im Winter, von ca. November bis Januar im Tysfjord, in der letzten Zeit eher im Vestfjord. Der norwegische Winter machte mich neugierig. Ich versuchte mir die Landschaft im Schnee vorzustellen und war schon vor Reisebeginn begeistert und aufgeregt. Im Winter nach Nord Norwegen zu reisen ist nicht unbedingt einfach, denn man braucht die unterschiedlichsten Fortbegewungsmittel. Nach zwei Flügen nahm ich den Bus zur Fähre und wurde nach einstündiger Überfahrt von Lodingen nach Bognes von einem Freund abgeholt. Ein ganzer Reisetag lag zwischen dem grauen, nassen Deutschland und dem verschneit, norwegischem Winterwunderland.

eine Gruppe Orcas in wunderbarer winterlicher Fjordstimmung

eine Gruppe Orcas in wunderbarer winterlicher Fjordstimmung

eine Gruppe Orcas in wunderbarer winterlicher Fjordstimmung

Am nächsten morgen ging ich sogleich auf die erste Waltour. Da wir Stunden auf dem Boot verbringen würden, waren alle sehr warm eingepackt. Weil man sich auf einem Boot nicht so bewegen kann, wie in der freien Natur, sollte man Schuhe wählen, die bis auf – 40°C warm halten, auch, wenn es so kalt nicht ist. Meine Füße waren also bestens versorgt, nur meine Handschuhe eigneten sich wenig, weil ich darin schwitzte und sehr bald kalte Finger hatte. Für Fotografen sind natürlich warme Hände essentiell. Nach dieser Erfahrung werde ich nur noch Handschuhe benutzen, mit denen ich auch ohne das Hochklappen der Fingerspitzen die Kamera bedienen kann. Bei Temperaturen von – 10°C und Wind auf dem Boot stecken die Fingerspitzen diese völlige Blöße nicht weg. Aber: man kann in Norwegen bestens Handschuhe kaufen und sollte sich zuhause nicht zu viele Gedanken darum machen.

Orca an einem regnerischen, trüben Tag, Tysfjord, Norwegen

Orca an einem regnerischen, trüben Tag, Tysfjord, Norwegen

Orca an einem regnerischen, trüben Tag, Tysfjord, Norwegen

Regenwetter – es ist zwar schwierig, weil die Kamera dauern naß wurde aber die Fotos wirken autentisch und vermitteln die typische Stimmung im Fjord.

blasender Orca, Tysfjord, Norwegen

blasender Orca, Tysfjord, Norwegen

blasender Orca, Tysfjord, Norwegen

Nun, ich stand also auf dem Boot, der Leonora, und betrachtete begeistert die winterliche Landschaft. Dazu hatte ich nicht viel Zeit, schon sichteten wir die ersten Orcas. Seit 1992 werden im Tysfjord in Norwegen Orca Touren angeboten. Besonders gut eignet sich dieses Gebiet, weil die Orcas ab Oktober den Heringen in den Fjord folgen und man diesen relativ (im Vergleich zum offenen Meer) kleinen Fjord gut überschauen kann. So findet man mit sehr großer Sicherheit Wale auf den Touren, die je nach Licht und Witterung 5-8 Stunden dauern. Orcas sind so interessant für Walbeobachter, weil sie sehr soziale, in Gruppen lebende Säugetiere sind und man sehr viele verschiedene Aktivitäten vom Boot aus beobachten kann. Wenn die Tiere ruhige an der Wasseroberfläche liegen „schlafen“ sie, indem eine Gehirhälfte abschaltet, während die andere das lebensnotwendige Atmen steuert. Der Kapitän, Per Ole Lund, dreht das Boot dann ab, um den Tieren die nötige Ruhe zu ermöglichen.

Oft kann man den Gruppen in angemessenen Abstand folgen, wenn sie von einer Stelle im Fjord zum nächsten unterwegs sind. Diese Reisebewegungen der Wale zu beobachten ist fotografisch sehr interessant, denn man sieht, wie schnell und optimal angepaßt sie in ihrem Lebensraum sind. Oft hat man hier die Chance sehr dynamische Fotos zu machen. Am belebtesten und fotografisch am herausfordernsten wird es, wenn man die Orcas beim gemeinsamen Jagen der Heringe erleben kann. Hier im Tysfjord haben die Wale ein ganz besondere Jagdmethode entwickelt, die man „Carousell Feeding“ nennt. Dabei treiben die Wale in Teamwork die Heringe mit Hilfe ihrer hellen Bauchunterseite immer enger zusammen. Mit Schlägen der Fluken über und unter Wasser werden die zur Kugel zusammengetriebenen Heringe danach betäubt und nach und nach einzeln verspeist. Manchmal, wenn man Glück hat, kann man sehen, wie die Heringe in einem letzten Versuch zu entkommen, aus dem Wasser springen. Doch auch in der Luft warten schon tausende Möwen und sehr viele Seeadler, die auch einen Teil des Festmahls haben möchten. Welch ein Spektakel! Schwierig ist die Fotografie in solchen Momenten, weil es sehr viele Wale zu beobachten gibt, man aber nie weiss, wann ein Wal wo auftaucht. Man kann sich ein wenig an den Blasgeräuschen orientieren. In solchen Augenblicken werden auch die Orcas neugierig und strecken den Oberkörper aus dem Wasser um über der Wasseroberfläche zu sehen was passiert. Diese sogenannten „Spyhops“ sind besonders schön auf Fotos, aber auch Glükssache, denn der Blickkontakt zwischen Wal und Waltourist dauert nur wenige Sekunden. Nach einer solchen Waltour, auch, wenn sie anstrengend, kalt und evtl naß war, sieht man tatsächlich nur glückliche Menschen an Bord.

Fischerboote im Tysfjord, diese Lichtstimmung hielt sich übrigens stundenlang

Fischerboote im Tysfjord, diese Lichtstimmung hielt sich übrigens stundenlang

Fischerboote im Tysfjord, diese Lichtstimmung hielt sich übrigens stundenlang

Doch warum ist die Orca Fotografie eine solche Herausforderung?

Da sich der Tysfjord oberhalb des Polarkreises befindet, werden die Tage im Winter immer kürzer, bis dann die Sonne Ende November gar nicht mehr über den Horizont und schon gar nicht über die Berge kommt. Diese Zeit vor der Polarnacht kann sehr schön sein, weil man sich sozusagen im ständigen Sonnenauf- oder auch untergang befindet. Das Licht und die Farben sind phänomenal, doch auch sehr schwach. Mit den neuen Digitalkameras ist man also sehr im Vorteil, weil man die Isozahl ständig den unterschiedlichen Lichtbedingungen anpassen kann. Man sollte für eine gute Fotoausbeute mehrere Tage einplanen, denn je nach Bewölkung bekommt man ganz unterschiedliche Stimmungen. Ich hatte an den 5 Tagen auf dem Meer sehr großes Glück und von klarem Himmel bis starken Regenfällen war alles dabei. An meinem letzten Tag, dem 24.11. kam ich sogar um 12:00 Uhr mittags nicht über 800 ISO.

Es lohnt sich also eher Anfang November einzuplanen, weil man dann evtl Sonnenlicht auf den Walen hat, was Ende November gar nicht mehr der Fall ist. Die Touren werden von Mitte Oktober bis ca. 20 Januar angeboten. Mittlerweile scheint es besser zu sein, etwas später zu fahren, weil die Wale eher später kommen.

Um eine weitere Perspektive zu sehen, buchte ich auch eine Tour mit dem Zodiac, einem sehr schnellen Schlauchboot. Von dieser Basis aus gibt es die Möglichkeit in besonderen Trockentauchanzügen auch mit den Orcas schwimmen zu gehen, was ich mir ersparte:-) Nun, später bereute ich es, denn in diesen Anzügen war man bestens für das Wetter, welches auf Regen umgestellt hatte, gerüstet. Am Ende waren alle naß auch die ohne diese Anzüge! Für die Kameraausrüstung war es ein Härtetest, denn zum Regen kam die Gischt hinzu, wenn das Zodiac mit hoher Geschwindigkeit über den Fjord schoss. Die Kameras, ich war mit zwei Canon 20d’s unterwegs, hielten das Ganze bestens aus, die Wassertropfen, die sich unweigerlich auf der Linse sammelten, unterstrichen die regnerische Stimmung. Ein Akku packte selbst bei -8°C und Wind ca. 800 Bilder. Bei einigen Leuten auf dem Boot setzte gerade bei diesen sehr niedrigen Temperaturen die Canon 350d zeitweise aus. Nach kurzem Aufwärmen des Akkus in der Hosentasche oder unter der Jacke waren diese Kameras nach wenigen Minuten wieder einsatzbereit.

Ja und wenn man dann Abends nicht zu müde ist, lohnt es sich immer, den Himmel im Blick zu halten, denn das Nordlicht ist für uns Deutsche doch eine sehr seltene Erscheinung, für die sich das Mitschleppen des Stativs auf alle Fälle lohnt. Als Ausgleich zur reportageartigen Art der Fotografie an Bord eines Schiffes ist das Arbeiten mit Stativ und Drahtauslöser eine schöne Art der Meditation und ein toller Abschluß einer fotografisch anspruchsvollen Reise!

Und Elvis schaut herab - seht Ihr ihn?

Und Elvis schaut herab – seht Ihr ihn?

Und Elvis schaut herab – seht Ihr ihn?

Anmerkung im Oktober 2009: Die Touren wurden bisher, wie hier beschrieben im Tysfjord veranstaltet. Jedoch änderten die Orcas ihre Route. Man findet sie nicht mehr im gut erreichbaren Fjord, weil die Heringe dort nicht mehr überwintern. Jetzt werden die Orcas meist im offenen Meer gesichtet. Per Ole Lund – der weltbeste Walwatching Kapitän – bieten nun längere und den Bedingungen angepasste Touren an. Wenn jemand die Orcas finden kann, dann er!

An dieser Stelle zur Inspiration nocheinmal der Artikel, der in der Digitalfoto im Mai 06 erschienen war. Hier habe ich allerdings andere Bilder eingefügt, ich habe so viel Auswahl!
Fotogalerie Orcas

Zum großen Nordlicht Fotografie Tutorial

Die Lofoten im Sommer und im Winter – Live Reiseberichte

Die Lofoten sind eines unserer liebsten Reiseziele. Die 3500 km zu der arktischen Inselgruppe legen wir meist gemütlich mit dem Wohnmobil zurück. Der Weg ist das Ziel.

Demnächst werden wir eine Zusammenfassung mit all unseren Tipps zusammenstellen. Bis es soweit ist, lest unsere Live-Reiseberichte.


2013 – eine Sommer/Herbstreise

Die 5 Reicherts auf den Lofoten

Ein Fuchs in Henningsvaer und Zugvögel auf den Lofoten

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11.09.13

In Henningsvaer auf den Lofoten tummeln sich zahlreiche Füchse. Wenn du also Fotos von Füchsen machen willst ist das ein ...

Leuchtturm in Henningsvaer und Gallerie Lille Kabelvåg

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13.09.13

In Henningsvaer fällt der typische, gut geschützte Hafen als erstes auf. Er bietet sich wunderbar als Fotomotiv an. Im Sommer ...

Im Süden der Lofoten, Reine im Regen

Im Süden der Lofoten, Reine im Regen

14.09.13

Das Wetter wechselt schnell auf den Inseln der Lofoten. Selbst Regentage bieten fotogene Motive. Irgendwie gehört das wechselhafte Wetter ja ...

Im Polarlightcenter bei Rob - was meint der Experte zur Nordlichtsaison

Im Polarlightcenter bei Rob – was meint der Experte zur Nordlichtsaison

14.09.13

Im Polarlight-Center in Laukvik Auf der Fahrt von Henningsvær nach Digermulen schauten wir in Laukvik kurz bei Rob rein. Rob betreibt ...

Lärm im Meer - ein Zodiac-Trip mit Heike Vester von Ocean Sounds

Lärm im Meer – ein Zodiac-Trip mit Heike Vester von Ocean Sounds

14.09.13

Von Esra – Als wir Anfang dieser Woche bei Heike waren erzählte sie uns, dass sie später am Tag noch auf den ...

Nordlichter in stürmischer Nacht

Nordlichter in stürmischer Nacht

15.09.13

Tagsüber kam die Sonne noch ein paar Mal durch die Wolken und tauchte fantastische Strände in warmes Licht. Die Wellen ...

Schlaflos glücklich - Nordlichter in Hov, Lofoten

Schlaflos glücklich – Nordlichter in Hov, Lofoten

15.09.13

Ohne weitere Worte… Eine Nordlichtnacht in Hov auf den Lofoten.       Wie du Nordlichter sehen und selbst fotografieren kannst, beschreiben wir in ...

Emily, die Weltenbummlerin aus Kanada

Emily, die Weltenbummlerin aus Kanada

17.09.13

Mit dem Fahrrad über die Inselgruppe der Lofoten Vor einigen Tagen trafen wir Emily, eine kanadische Weltbummlerin, auf einem Stellplatz nördlich ...

Die Strände von Hov, Lofoten

Die Strände von Hov, Lofoten

18.09.13

warum die Strände auf Hov auf den Lofoten so fotogen sind? Und warum Island Pferde auf den Lofoten angesiedelt werden.

Nordlicht und Mondbogen auf den Lofoten

Nordlicht und Mondbogen GLEICHZEITIG!

Nordlicht und Mondbogen GLEICHZEITIG!

19.09.13

Ein grandioser Start in den Tag Leider war die Nacht eher trüb, kein Nordlicht weit und breit. Doch der frühe Morgen ...

Interessante Begegnungen auf den Lofoten und Sturm

Zwei Spanier im Norden - Rodrigo und Cristina

Zwei Spanier im Norden – Rodrigo und Cristina

20.09.13

Cristina und Rodrigo, das spanische Pärchen, das wir 2011 während unseres Winteraufenthaltes auf den Lofoten kennengelernt hatten, arbeiten nicht mehr ...

Die Bucht bei Kvalvika - ein ungewöhnliches Winterquartier!

Die Bucht bei Kvalvika – ein ungewöhnliches Winterquartier!

20.09.13

Wanderung zum Kvalvika Strand Der Kvalvika-Strand liegt nicht gerade in direkter Nachbarschaft mit der Zivilisation – er ist von typisch-lofotischen, rauen ...

Henning & Lisa - Friisgården in Ramberg

Henning & Lisa – Friisgården in Ramberg

22.09.13

Durch einen netten Zufall bin ich, als wir in Hov weilten, auf  Hennings Webpage gelandet. Kurzentschlossen schrieb ich ihm eine ...

Sturm aber wenig Wellen - eine laute Nacht in Unstad, Lofoten

Sturm aber wenig Wellen – eine laute Nacht in Unstad, Lofoten

22.09.13

Status Live Reisebericht von den Lofoten Bei uns überschlagen sich zur Zeit die Ereignisse. Wir treffen interessante Menschen – Reisende, Auswanderer, ...

Reisende aus Polen

Reisende aus Polen

23.09.13

Wir berichteten bereits über einige Reisende, die wir unterwegs getroffen haben. Bärtige Wanderer vor ihrem tausendsten Kilometer, eine Fahrrad-Globetrotterin aus ...

Die Lofoten im Winter

Kabelvag, Lofoten im Winter

Kabelvag, Lofoten im Winter

Anfahrt durch die eisige Winterlandschaft

nach Norden...

nach Norden…

16.01.11

Wir haben uns jetzt an die Kälte gewöhnt, scheinen schon etwas abgehärtet zu sein. Jetzt schauen wir auf’s Termometer, damit ...

In Härnösand - So viel Schnee haben wir noch nie gesehen!

In Härnösand – So viel Schnee haben wir noch nie gesehen!

19.01.11

Wir sind gerade in Härnösand, unserer erste Station auf dem Weg nach „oben“. Unsere Gastgeber sind eine Lehrerin, Mimmi, und ...

nach Lulea

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20.01.11

Unsere Fahrt nach Lulea fing schlecht an. Schon um 6:00 Uhr waren wir auf, wollten zusammen mit Mimi aus dem ...

nach Narvik

nach Narvik

20.01.11

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angekommen auf den Lofoten

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22.01.11

Wir kamen im Dunkeln in Narvik an. Nun, es ist ja früh dunkel, wir sind nochmal ein ganzes Stück gen ...

Erste Lofotenmomente – magisches, arktisches Licht

Magische Sonnemomente auf den Lofoten

Magische Sonnemomente auf den Lofoten

23.01.11

Nach der langen Reise brauchen wir erst mal ein wenig Ruhe… Trotzdem ziehen wir automatisch los, wenn das Licht schön wird, ...

Nordlichter und Sonnenschein

Nordlichter und Sonnenschein

25.01.11

Vorweg eine nette Info: das ist der 100. Beitrag, den ich hier schreibe:-) Gestern war es klasse. Nach einem sehr trüben ...

Wilde Wetter auf den Lofoten

Wilde Wetter auf den Lofoten

26.01.11

Das Wetter ist ein Erlebnis hier. Es wechselt, dauernd, und immer wieder ist es schön, sogar, wenn es eigentlich schlechtes ...

Kurzes Nordlicht in Henningsvaer, Lofoten

Kurzes Nordlicht in Henningsvaer, Lofoten

27.01.11

Die blaue Stunde war gestern sehr fotogen. Ich war eine ganze Weile in der Kälte unterwegs. Der Schnee war festgebacken ...

Regen und Sturm auf den Lofoten....

Regen und Sturm auf den Lofoten….

28.01.11

da nahm ich mir die Zeit, meine ersten Nordlichtbilder dieser Tour doch mal genauer anzusehen und auch zu optimieren:-) Ihr ...

Begegnung im Winter auf den Lofoten

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30.01.11

Nur kurz im Text, ich melde mich später nochmal….. Aber ein paar Bilder wollte ich doch schon hochladen. Frisch gepudert präsentierte ...

Eggum - Schneeregen und Wind

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31.01.11

Wir machten eine sonntäglichen Ausflug nach Eggum. Alles weiß. So weiß…… Hier nur zwei Fotos. Wir machen uns jetzt auf den ...

Unser Reisealltag und grandiose Nordlichtnächte

Nordlicht im Regen und hohe Wellen

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Wir waren gestern sehr lange unterwegs. Aßen aber vorher ausgiebig und schmierten auch mächtig viele Brote., dann noch Obst in ...

Wie sieht unser Reisealltag aus? Hast du Fragen an uns?

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Gestern kam eine mail von meinem Freund Robert aus Ketteler Kolleg Zeiten. Er war voller Fragen und ich sehr dankbar ...

Hohe Wellen in Unstad und Nordlichter vom Feinsten

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Während wir am Frühstückstisch saßen, schickte uns die arktische Sonne warme, freundliche Lichtsstrahlen auf das schlabbrige norwegische Brot. Gestern war ...

Hier kommen die Nordlichtfotos

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Wie versprochen, nun ein paar der gestrigen Nordlichter:-) Das war ein Abend. Wow! Überall konnten wir die Nordlichter sehen und ...

Wilder Februar auf den Lofoten, Nordlichtfotos und Surfer in Unstad

Nordlichter auf den Lofoten - Nordlichtfotografie

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06.02.11

Wunderbare Nordlichter auf den Lofoten, Norwegen! Aufgenommen in Hov, im Februar 2011. Viele weitere Nordlichtfotos findest du hier im Blog in ...

Viel Schnee, frischer Fisch und Ruhe auf der Insel Sauoya, Lofoten

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07.02.11

Wir schliefen heute lang. Es war trüb und schneite in Strömen (sic!). Ich hatte gerade das Notebook angeworfen, da klingelte ...

Noch ein Wintersturm und eine klare Lofotennacht mit Nordlicht

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09.02.11

Es stürmte und schneite die ganze Nacht. Eis klackerte ohne Unterlass an die Fenster. Vom stürmischen Lärm aufgeweckt ,nahmen wir ...

Gefrorene Tränen am Strand von Hov, Lofoten

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10.02.11

Sehr wechselhaft, extrem fotogen, das Wetter gestern. Aber, es wehte ein frischer Wind, sehr frisch. Wenn man sich nicht irgendwo ...

Menschen treffen – wir sind nicht allein mit der Begeisterung fürs Nordlicht!

Wir treffen trotz der Kälte jede Menge interessante Menschen auf den Lofoten und Vesterålen und fragen denen Löcher in den Bauch. Einige kommen nur wegen dem Nordlicht in den Norden. Wir redeten aber auch mit Künstlern und Heilern.

Walkapitän Per Ole Lund und Freunde treffen, Vesteralen im Winter

Walkapitän Per Ole Lund und Freunde treffen, Vesteralen im Winter

02.02.11

Wir waren also auf den Vesterålen. Die Hinfahrt war anstrengend, sehr anstrengend. Es regnete auf die Schnee- und Eisdecke auf ...

Besuch beim Schamanen, Lofoten

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06.02.11

Das war wieder mal ein trüber Tag. Für mich als Fotografin sind das die Tage an denen ich ohne schlechtes ...

Lofoten Surfer in der Kälte

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07.02.11

Es war Sonntag. Vorm Strand von Unstad parkten viele Autos. Da kam direkt die Frage auf: Surfer? Und tatsächlich – da ...

Gastbeitrag von Tor Andreas - The power of example

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09.02.11

The power of the example We must not let ourselves be deceived into fighting the old struggle of the manners in ...

Polarlightcenter in Laukvik - Nordlichtshow und ein neugieriger Fuchs

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11.02.11

Der Nordlichtexperte Rob zeigt uns seine Instrumente zur Messung der Nordlichtaktivität. Abends fotografieren wir Nordlichter und einen Fuchs zur gleichen ...

Treffen mit GDT Fotografen, Nordlicht in heller Mondnacht

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14.02.11

Vor ein paar Wochen wurden wir per mail kontaktiert. Drei Naturfotografen würden im Februar auf die Lofoten reisen. Gerhard hatte ...

Der Künstler Thor Erdahl in Kabelvåg

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18.02.11

Heute besuchten wir mit unserem neuen Freund Tor den Maler Thor Erdahl, der die Galeri Lille Kabelvåg führt. Gunter und ...

Demonstration gegen die Ölförderung vor den Lofoten

Demonstration gegen die Ölförderung vor den Lofoten

22.02.11

Vor zwei Tagen gab es eine Demonstration in Svolvaer. Die Bewohner der Lofoten taten ihren Unmut gegen die geplante Ölförderung ...

zwei Spanier im hohen Norden

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22.02.11

Auf der Jagd nach dem Nordlicht stoppten wir im Northern Light Base Camp und interviewten Rodrigo und Cristina, ein nettes. ...

Lebensträume erfüllen

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05.03.11

Fast jeder Mensch hat einen Traum. Etwas, was sie/er immer mal machen wollte. Etwas, was man sehen oder erleben will. ...

Mit Kindern in den richtigen Winter – unser Traum wird wahr

Schneemoster auf den Lofoten

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12.02.11

Oliver und das Rudel machten sich übrigens heute auf den Rückweg, leider kamen sie in heftigen Schneefall. Ich hatte gestern ...

Schneemonster - Timelapse

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13.02.11

Hier nun unsere Kinder, wie sie wie Calvin von Calvin und Hobbes, Schneemonster bauen. Viel Spaß mit dem Timelapse (Zeitraffer) ...

Spaß im hohen Schnee

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22.02.11

Es war einer der zur Zeit seltenen, sonningen Tage. Wir waren den ganzen Tag unterwegs, genossen die Berge, das Licht, ...

Nie wieder langweilige Autofahrten - Hörbücher hören verbindet!

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25.02.11

Hörbücher sind perfekt dazu geeignet, sich während einer langen Fahrt die Zeit zu vertreiben. Es ist im Grunde genau so, ...

Jeder Tag ein besonderes Erlebnis

Fantastisches Nordlichtspektakel

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15.02.11

Nur kurz im Text: Gestern war es phänomenal, das Nordlicht! Wir waren den ganzen Nachmittag unterwegs, besuchten noch Leander im ...

Nordlichter bis nach Deutschland!!

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16.02.11

Hi Ihr lieben Leser:-) Heute und die nächsten zwei Tage sind die Chance sehr groß, dass ihr auch in Deutschland Nordlichter ...

Gastbeitrag - Lundehund Breite und Lappländischer Rentierhund Saga

Gastbeitrag – Lundehund Breite und Lappländischer Rentierhund Saga

16.02.11

Hallo liebe Blogbesucher. Nachdem wir vor kurzem Gabi und Ihre Familie in Norwegen getroffen haben und die Wenigsten bislang etwas ...

Unsere Corona Fotos im rumänischen TV

Unsere Corona Fotos im rumänischen TV

19.02.11

Wir hatten ja das große Glück, am 14. Februar die Corona über den Lofoten gesehen und auch fotografiert zu haben. ...

Nordlicht, Sterne und ein Mond hinter den Wolken

Nordlicht, Sterne und ein Mond hinter den Wolken

21.02.11

Nordlicht hinter dem Berg und Vollmond unter den Wolken – ein Farbspektakel im Fjord.

Hurtigrute im Raftsund

Hurtigrute im Raftsund

24.02.11

Jetzt sind wir schon seit fast 5 Wochen hier und haben die Hurtigrute nicht fotografieren können, weil es immer dunkel ...

Wieder mal Nordlicht und eine Fotografengruppe

Wieder mal Nordlicht und eine Fotografengruppe

25.02.11

Gestern abend war es sternenklar und es flackerte hier und da sogar etwas Grünes auf. Der Wind blies mal wieder ...

Wintersturm und Wellen auf dem Lofoten

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25.02.11

Wir fotografieren im Winter wildes Meer und knallende Wellen in Henningsvaer auf den Lofoten, Norwegen.

Die norwegische Waldkatze

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26.02.11

Die norwegische Waldkatze – ein Artikel von Noah In Norwegen sind Katzen sehr beliebt, da sie in der Kälte des Nordens ...

Flaschenpost - Danke an Alle!!! Peter der Skipper hat geantwortet!

Flaschenpost – Danke an Alle!!! Peter der Skipper hat geantwortet!

28.02.11

Endlich habe ich mal eine Flaschenpost gefunden! Wow! Sie lag in Unstad zwischen den Felsen. Leider kann man nicht alles lesen! ...

Winterliche Fahrt nach Luleå, Schweden

Winterliche Fahrt nach Luleå, Schweden

02.03.11

Gestern verließen wir unsere geliebten Lofoten.  Da Sturm und starke Regenfälle auf den Lofoten und Schnee in Abisko für Mittwoch ...

Urlaub von einer Nordlichtreise

Urlaub von einer Nordlichtreise

10.03.11

Wir sind bei unseren schwedischen Freunden in der Nähe von Stockholm angekommen. Machen mal eine Weile Urlaub! Doch, das haben wir ...

Ocean Sounds Boot

Ocean Sounds Boot

24.12.11

In den letzten Jahren kamen immer mal wieder Blog Beiträge über Ocean Sounds von Heike Vester. Wir unterstützten Heike mit einer ...

Fotos und Timelapse von Nordlichtern auf den Lofoten

Fotos und Timelapse von Nordlichtern auf den Lofoten

09.01.12

Wie sieht Nordlicht  „Wirklichkeit“ aus? Wie schnell bewegt es sich? Wir haben das versucht darzustellen. Es gibt im Film aber auch ...

Fotos – Winterlandschaften und Nordlichter

Fotos vom norwegischen Winter #2

Fotos vom norwegischen Winter #2

27.04.11

Nordlichtfotografie kann trickreich sein. Da wir diesen Winter viel Zeit hatten, konnten wir die verschiedensten Möglichkeiten erleben und fotografisch erproben. ...

Fotos vom norwegischen Winter

Fotos vom norwegischen Winter

09.05.11

Starkes Nordlicht ist seltsamerweise schwieriger zu fotografieren als schwaches Nordlicht. Das helle Licht steht im Kontrast zur im Vergleich sehr dunklen ...

Fotoinspiration: Blaue Stunde nach dem Sturm

Fotoinspiration: Blaue Stunde nach dem Sturm

13.05.11

Brauchst du etwas Abkühlung? Das ist das ideale, kalte Winterfoto! Aufgenommen am Abend nach einem heftigen Schneesturm in Henningsvaer auf den ...

Nordlicht in stürmischer Nacht

Nordlicht in stürmischer Nacht

14.05.11

Den Sturm sieht man auf diesem Bild nicht wirklich. Doch ich kann versichern, es war extrem kalt in dieser Nacht. ...

Fotoinspiration: Dunkler Winter?

Fotoinspiration: Dunkler Winter?

15.05.11

Mit dem Schnee und der Sonne war es manchmal so hell, dass man ohne Sonnenbrille nicht rauskamen!  Kommt auf dieser ...

Ruhe und Sturm

Ruhe und Sturm

16.05.11

Auch ein Sturm kann Ruhe ausstrahlen. Solche Stimmungen fangen wir sehr gerne mit Langzeitbeichtungen ein.

Multimediashow - Ein Winter in der Arktis - Zauber des Nordlichts

Multimediashow – Ein Winter in der Arktis – Zauber des Nordlichts

18.11.11

Den Winter 2010/11, einem der kältesten und schneereichsten der letzten achtzig Jahre, verbrachten wir in Skandinavien. Begleiten Sie uns auf ...

Welches Panorama des Tranoy Fyr gefällt Dir besser?

Welches Panorama des Tranoy Fyr gefällt Dir besser?

28.07.12

Ich flüchte mich gerade in die „kalten“ Fotos. Mache die Panoramen vom Winter fertig, da liegen immer noch unbearbeitete Fotos ...


Lofoten Panorama

Lofoten Panorama

Wer im tiefsten Winter lieber daheim im Warmen sitzt, verpasst die tollsten Fotomotive. Also keine Angst vor Kälte und Schnee, die aktuelle Kameratechnik kann schon einiges vertragen, ohne gleich kaputt zu gehen. Auch während unserer fünfmonatigen Winterreise in Schweden, Lappland und auf den Lofoten haben uns unsere Kameras und Objektive ohne Murren und Zicken treu begleitet.

Vorbereitung der Kameraausrüstung für den Winter

Neben dem obligatorischen Funktionscheck der Ausrüstung packen wir für eine winterliche Fototour zusätzliche Akkus ein. Den Intervalltimer für Langzeit-, Nacht- und Serienaufnahmen dürfen wir nicht vergessen. Die Beinklemmungen unserer Manfrotto-Alustative bekommen ein paar Tropfen Öl ab, Werkzeug zur Nachjustierung der Klemmkraft haben wir dabei, da Klemmkräfte sich in der Kälte ändern können.
Die meisten Kameramodelle arbeiten laut Herstellerangabe nicht bei Minustemperaturen. Von Canon wird der Arbeitsbereich unserer Kameras mit 0-40° C angegeben.
Aber die Praxis hat uns gezeigt, dass selbst stundenlanges Fotografieren bei Temperaturen unter -15° C möglich ist. Selbt bei -40° C in Lappland war es kein Problem, sofern die Kamera nicht über Nacht im Auto völlig durchgekühlt wurde.
Sobald die Kameraausrüstungen zurück im Haus waren, haben wir sie einige Zeit in den Kamerataschen akklimatisieren lassen, damit sich kein Kondenswasser bildet. Ist trotzdem mal was feucht geworden, trocknet das gute Teil im warmen Zimmer wieder schnell, da im kalten Winter die Raumluft gewöhnlich staubtrocken ist.

Der kältebedingte Kapazitätsverlust bei Kamera-Akkus störte uns nur zum Teil. Die 1800 mAh Akkus der Canon 5D MkII und der 7D zeigen kaum Leistungsverluste, während die 1100 mAh Akkus der 5D MkI und der 40D wesentlich schneller den Dienst quittieren. Einen Zusammenhang zwischen Batteriegröße/-kapazität und Kälteresistenz darf gern vermutet werden.

Essentiell bei Alu-Stativen ist ein Griffschutz, sonst frieren unbehandschuhte Hände sofort am Metall fest. Neopren-Manschetten, Griffband für Tennisschläger oder Korkband für Fahrradlenker sind für diese Zwecke gut geeignet.
Ein Dreibein im kniehohen Schnee benimmt sich wie ein störrischer Esel. Kaum hineingedrückt, schiebt es sich wieder hoch. Da bleibt nichts anderes übrig, als den Schnee wegzuschaufeln oder gut festzutrampeln. Sorgfalt beim Aufstellen und kräftiges Andrücken ist bei Serien- und Langzeitaufnahmen eminent wichtig. Durch den stundenlangen Druck kann der Schnee unter den Stativbeinen erweichen und nachgeben, dann ist die Qualiät der Aufnahmen dahin.
In der Dämmerung und in der Nacht ist eine kleine LED-Leuchte zur Kontrolle der Kameraeinstellungen äußerst hilfreich.

1. Farbakzente

In der typischen Schneelandschaft herrschen Weiß und Blau vor, das wirkt auf den Bildern leicht kalt und monoton. Deshalb kann es interessant sein, wärmere Farben in die Komposition einzubeziehen. Das können farbenfroh gekleidete Menschen sein, aber auch Gebäude, Straßenbeleuchtung, Felsen, Moos etc. Zu Sonnenauf- und -untergang wird die Vorherrschaft der kalten Farben gebrochen. In dieser Zeitspanne zeigt sich die Winterlandschaft von ihrer „wärmsten“ Seite.

 

reste eines Bootwracks im norwegischen Fjord, Winterliche Berge, Lofoten

Reste eines Bootwracks vor schneebedeckten Bergen, im Moorfjord bei Laukvik , Lofoten

schräges Sonnenlicht auf einem Fels, Waldlandschaft in Schweden

schräges Sonnenlicht fällt auf einem Fels, Waldlandschaft in Schweden

in der blauen Winterlandschaft tut ein wenig rot und gelb sehr gut

in der blauen Winterlandschaft tut ein wenig rot und gelb dem Gemüt sehr gut, Henningsvaer, Lofoten

Gabi's rote Warnweste hebt sich in der Winterlandschaft bei Eggum gut ab

Gabi’s rote Warnweste hebt sich in der Winterlandschaft bei Eggum heab

 

2. Wetterwechsel

Haltet die Wettervorhersage im Auge. Wetterwechsel von sonnig nach bewölkt und umgekehrt sind äußerst dankbare Motivquellen. Heraufziehende dunkle Wolken, vor denen die Sonne mit ihren letzten Strahlen die Landschaft streichelt, bringen Dramatik ins Bild. Aufklarender Himmel nach kräftigen Schneeschauern enthüllt eine weiß gepuderte Märchenwelt. Jungfräulicher Schnee liegt auf den kleinsten Zweigen. Und gerade mitten im Schlechtwetter gelingen ungewöhnliche Bilder, die sonst kaum jemand macht.

Henningsvaer, Lofoten

Fischtrockengestelle in Henningsvaer, Lofoten

Schneefall, Lofoten

heraufziehende Schneewolken mit beginnendem Schneefall, Lofoten

Wolke über dem Vestfjord

Schneebeladene Wolke über dem Vestfjord, kurz darauf saßen wir mitten im Schneegestöber

wilde Wetter auf den Lofoten, Norwegen

schnelle und häufige Wetterwechsel sind auf den Lofoten normal, Norwegen

nach dem Schneesturm, Schweden

nach einem Schneesturm sind die Bäume rundum gepudert, Schweden

3. Vollmondnächte und Schnee

Je weiter die Winterreise nach Norden geht, desto kürzer werden die Tage, länger die Nächte, bis sich hinterm Polarkreis das letzte Tageslicht verliert. Was liegt dann näher, als in der Nacht auf Motivsuche zu gehen. Bei Vollmond im Schnee zu wandern ist ein unvergessliches Erlebnis. Konturen und Schatten sind extrem ausgeprägt. Künstliches Licht von Ansiedlungen setzt einen warmen Kontrapunkt.
Generell sollte die Schärfe nachts manuell auf Unendlich eingestellt werden. Der Autofokus müht sich dabei im Dunkeln vergeblich ab. Aber Achtung, fast alle Objektive lassen sich über die Unendlich-Markierung hinaus einstellen. Wer also einfach den Entfernungsring bis zum Anschlag dreht, überfokussiert unter Umständen und erntet unscharfe Aufnahmen. Oft fällt das erst daheim am Monitor auf. Moderne Gehäuse mit Live-View-Funktion bieten einfache und direkte Kontrolle vor der Aufnahme unter Verwendung der Ausschnittsvergrößerung auf dem Display. Ansonsten ermittelt man bei Tag die exakte Unendlichposition für jedes Objektiv und die wichtigsten Brennweiten und macht sich Notizen.
Optischen Stabilisatoren müssen generell bei Stativeinsatz abgeschaltet werden.

Winterlandschaft auf den Lofoten

mondbeschienene Winterlandschaft bei Hov auf den Lofoten

glitzernder Schnee in der hellen Mondnacht, Schweden

Blick aus dem Wohnzimmerfenster: glitzernder Schnee in heller Mondnacht, Schweden

Schatten in der Nacht, Schweden

Schatten in der Nacht, Schweden

4. Gedämpfte Farben bei bedecktem Himmel

An trüben Wintertagen gelingen oft Aufnahmen mit melancholichem Touch. Die konturarme Landschaft und die gedämpfte Farbigkeit lassen feine Strukturen besser hervortreten, und die Kälte wird im Bild fühlbar. Siehe auch unter Punkt 10 – Nebelaufnahmen, wo mit Konzentration auf nahe Objekte und einer Portion Überbelichtung hauchzarte Kompositionen entstehen.

Eggum, Lofoten

Trübe Aussichten: Küstenlandschaft bei Eggum, Lofoten

Reif, Schweden

Reifüberzogene Bäume, Schweden

Winter am See, Schweden

Winter am See, Schweden

blaue Stunde, Winter am See, Schweden

blaue Stunde, Winter am See, Schweden

5. Akzente setzen mit dem Aufhellblitz

Gerade in der Dämmerung lassen sich mit dem Anblitzen des Vordergrundes starke kalt-warm und hell-dunkel Kontraste realisieren. Digitale Kameras bieten hier vielfältige Möglichkeiten der gezielten Blitzdosierung und des entfesselten Blitzens.

Hellt man mit dem Blitz etwas auf, wir das vorherrschende Blau der winterlichen Landschaft so richtig deutlich

Hellt man mit dem Blitz etwas auf, wir das vorherrschende Blau der winterlichen Landschaft erst richtig deutlich

Eisskulptur am See in Schweden

Eisskulptur am See in Schweden, auch hier konkurriert das Blitzlicht mit dem kräftigen Blau

 

6. Sichtbarmachung von Schneetreiben

Fallender Schnee ist auf Fotos schlecht erkennbar, wenn kein dunkler Hintergrund zur Verfügung steht. Abhilfe schafft das Anblitzen der Schneeflocken. Je nach Belichtungszeit und Windstärke erhält man kreisrunde  oder mehr dynamische, kometenartige Punkte. Für die letzeren habe ich eine heftige Windboe abgewartet, die mich fast umgeworfen hätte. Dafür kommt das Sturmgefühl gut rüber. Interessant sind auch Aufnahmen durch die Windschutzscheibe beim Fahren mit Fernlicht im Schneesturm.

Schneefall mit Aufhellblitz

Schneefall mit Aufhellblitz

Es schneit - ja, wo denn?

Es schneit – ja, wo denn? Ohne Beleuchtung sind die Schneeflocken kaum zu erkennen.

Schneesturm

Schneesturm. Langzeitsynchronisation des Blitzes auf den 2. Verschlussvorhang

leise rieselt der Schnee

leise rieselt der Schnee, hier war es windstill

7. Wintersonne

Scharen von Fotografen und anderen Menschen lockt es an sonnigen Wintertagen hinaus in die Kälte. Die Luft ist klar, die Sonne scheint brillant, das schreit geradezu danach, direkt ins Licht hineinzufotografieren und auch die Sonne mal mit ins Bild zu nehmen. Gegenlicht schafft Raumtiefe und bringt aufstiebenden Schnee und Eiskristalle zum Aufleuchten.

 

Abendlicht am eisigen Strand, Westjütland, Dänemark

Warmes Abendlicht am vereisten Strand von Sidselbjerg, Westjütland, Dänemark

Gefrorene Wellen am Abend

Gefrorene Wellen am Abend, Jütland, Dänemark. Das Eisblau kontrastiert wunderbar mit den Himmelsfarben

letztes Licht auf den Bergspitzen, Lofoten

die letzten Sonnenstrahlen des Tages berühren die Bergspitzen, Lofoten

8. Winterdetails

Die Winterlandschaft steckt voller kleiner Wunder. Morgendlicher Rauhreif verwandelt banale Pflanzenteile in Kunstwerke, auf den Fenstern im Haus wachsen Eisblumen in unendlich vielfältigen Mustern, die von der aufgehenden Sonne in schillernde Farben getaucht werden. Also Augen auf für die kleinen Dinge.

winterliche Pflanze im Licht, Schweden

reifbedeckte Pflanzen leuchten im Licht der tiefstehenden Sonne auf, Askö, Schweden

Eiswürfel in der Welle, Dänemark

Eiswürfel in der Welle: es war so kalt, dass wir dachten, die Welle bleibt gleich gefroren stehen. Dänemark

Schnee und Wellen, Lofoten

Schnee und Wellen abstrakt in monochromem Blau, Lofoten

Schnee, Schweden

Schneekristalle am Wegesrand ganz nah, Schweden

9. Winterstürme

Das sind die Tage, wo kaum jemand freiwillig draußen in der Natur verharrt. Es war düster, der Wind rüttelte an Ausrüstung und am Fotografen. Hohe Empfindlichkeitseinstellung und recht offene Blende waren ein Muss. Die resultierenden Bilder zeigen deshalb mehr Körnigkeit und auch mehr Unschärfen, was allerdings die Authentizität des Erlebten noch unterstreichen dürfte.

Sturm in Unstad, Lofoten

Sturm in Unstad, riesige Wellenmonster wälzen sich gegen den Wind Richtung Strand, Lofoten

Sturm auf den Lofoten

Sturm auf den Lofoten, eiskaltes Wasser gischtet gegen die Felsen

Sturm auf den Lofoten

Ein trüber Tag mit Sturm auf den Lofoten

 

 

 10. Nebel – keine Farben

Nebel ist eine der fotogensten Naturerscheinungen, nicht nur im Winter. Mit etwas Überbelichtung entstehen zarte, duftige Bilder mit träumerischem Flair.

Nebel betont naheliegende Motive, der Hintergrund verschwindet hinter einer weißen Wand. Das schafft natürlich Möglichkeiten, mit der Perspektive zu arbeiten. Auf der einen Seite kann das Motiv völlig von seiner Umgebung gelöst und völlig flach dargestellt werde. Zum anderen lässt sich der Effekt der Luftperspektive (Kontrast mit der Entfernung abnehmend, dabei Helligkeit zunehmend und Farben verblassend) auf sehr engem Raum für die Tiefendarstellung gestalterisch nutzen.

Nebel am See, Schweden

Nebelwand am See, Schweden. Der Hintergrund ist vollständig ausgeblendet

Nebelschwaden über den Feldern, Schweden

Nebelschwaden ziehen über den Feldern dahin, Schweden

Am See im schwedischen Winter

Am Öljaren-See im schwedischen Winter. Beispiel für Tiefenstaffelung

Birke im Nebel, Schweden

Birke im Nebel, Schweden. Zweidimensionale Wirkung ohne Tiefe

 

Dein Weg zum Nordlichtbuch, Gabi & Gunter Reichert

„Dein Weg zum Nordlichtfoto“, Gabi & Gunter Reichert

Weitere Infos im umfangreichen Ebook im Buchladen – hier klicken!

 

 

Für deine Nordlicht Reise bieten sich unterschiedliche Übernachtungsmöglichkeiten an. Die richten sich sehr nach deinen üblichen Reisearten. Es ist möglich, mit dem Wohemobil zu den Nordlichtern zu fahren. Aber auch Ferienwohnungen und Unterkünfte bei privaten Gastgebern, wie zum Beispiel Servas, bieten sich an.

1. Wohnmobil und Auto

2. Ferienhäuser und Apartements mit Selbstversorgung

Ich schätze mal, das ist die bevorzugte Art, einen Winterurlaub im Norden zu verbringen. Ferienwohnungen in Norwegen stehen oft einsam in freier Natur, oder sind Teil kleiner Siedlungen. Im Winter sind sie aber knapp und teuer. Es empfiehlt sich also, früh zu buchen. Der Preis relativiert sich, wenn man die Kosten auf vier bis sechs Personen verteilen kann. Die Selbstversorgung macht zeitlich unabhängig und ist viel preiswerter als Restaurantbesuche. Vor allem sind geöffnete Restaurants außerhalb der wenigen Städte sehr dünn gesät und generell teuer.

Informationen zu Ferienhäusern, Hotels und Sehenswürdigkeiten findest du bei Visit Norway.

3. Hotels, Jugendherbergen und Gästehäuser

Damit haben wir nur begrenzt Erfahrung, weil es nicht zu unserem bevorzugten Reisestil passt. Hotels und Jugendherbergen sind nur in den größeren Ansiedlungen zu finden, Gästehäuser auch in kleineren Ortschaften. Ich war einmal im Winter in Henningsvaer im Hotel und fühlte mich sehr wohl. Zu bedenken ist, dass viele Hotels im Januar und Februar noch geschlossen haben! Das Hotel auf den Vesterålen, wo wir auf die Reperatur unseres Mobils gewartet hatten, war weniger gut, als Pension für 50 Euro die Nacht hätte ich es O.K. gefunden, für 250 Euro war es einfach für das Gebotene zu teuer.

Für Hotelgäste beginnt die Nordlichtjagd mit Fahrerei. Raus aus der Stadt und geguckt, wo kein künstliches Licht mehr stört. Gästehäuser in landschaftlich schöner Lage, wie der Friisgarden in Ramberg, bieten auf Nordlichtinteressierte zugeschnittenes Wochenprogramm mit Halbpension an.

UND das Essen ist ein enorm wichtiger Faktor! Es gibt keine nennenswerte Auswahl an Restaurants, die auch im Winter geöffnet sind. Nun, auch im Sommer ist das Angebot noch sehr überschaubar im Vergleich zu belebteren Regionen. Aber, und das ist das Hauptargument für eine Unterkunft mit Verpflegung: im Winter ist es kalt! Klare Ansage, was? Die Nordlichtfotografie ist eine sehr anstrengende Unternehmung. Mit Fotogepäck stapft man durch hohen Schnee, setzt sich kaltem Wind aus, wartet teilweise stundenlang mitten in der Nacht. Das kostet Kalorien. Ich schaffte es bei unserem langen Winteraufenthalt nicht, genügend Nahrung in mich hinein zu stopfen. Ich verlor massiv an Gewicht und war hinterher rappeldürr! Viel zu dünn! Jetzt denke nicht: gut, ich brauch eh eine Diät :-) Schaufel rein, was geht, du brauchst es.

4. Couchsurfing

Das ist die unter jüngeren Alleinreisenden eine beliebte Methode. Im Internet findet man die entsprechenden Seiten,  allgemeine Infos gibt es unter Couchsurfing.de. Wir haben bisher keine Erfahrung mit Couchsurfing gemacht, deswegen fragten wir Timo der das Blog „Bruder Leichtfuß“ betreibt. Er war erst im Oktober auf den Vesterålen als Couchsurfer unterwegs.

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Couchsurfing gehört für mich zu den schönsten Dingen, die man auf Reisen überhaupt tun kann! – Text & Fotos von Timo Peters, Bruder Leichtfuß

Ihr kennt das Prinzip nicht? Dann wird es sich für euch vielleicht erst einmal komisch anhören: Menschen stellen Reisenden, die in ihrer Gegend unterwegs sind, Schlafplätze in ihrer Wohnung zur Verfügung, und zwar umsonst, ohne jede verpflichtende Gegenleistung, und ohne sich vorher jemals getroffen zu haben.

Surfer lernen ihre Hosts nur online kennen, Vertrauen wird durch ein öffentliches Bewertungssystem hergestellt: Nachdem eine Couch gesurft wurde, bewerten sich Surfer und Host gegenseitig und die Bewertungen sind öffentlich für jedes Couchsurfing-Mitglied zu sehen. Das war’s, und es funktioniert.

Ich bin auf meinen Reisen schon oft bei Couchsurfern untergekommen, und habe ähnlich vielen Surfern den Platz auf meiner Couch in Hamburg überlassen – und habe bislang ausschließlich unglaublich tolle Erfahrungen gemacht. Als Host genieße ich es, mir mit den Reisenden ein bisschen Reiseatmosphäre zu mir nach Hause zu holen – plötzlich stoßen spannende Menschen, die oft gerade echte Abenteuer erleben, in meinen Alltag.

Außerdem bringen Surfer immer irgendeine Art von „Gegenleistung“: Oft kochen sie ein typisches Gericht aus der Heimat für mich, meistens haben sie spannende Geschichten auf Lager und immer sind sie eines: tierisch dankbar für meine Gastfreundschaft.

Wenn ich die Couchs der Welt besurfe, beeindruckt mich immer wieder die Gastfreundschaft und das Vertrauen, die Couchsurfer fremden Menschen entgegen bringen. Ich habe schon oft nach wenigen Minuten einen eigenen Wohnungsschlüssel in die Hand gedrückt bekommen, viele Partys erlebt und Orte gesehen, auf die ich als Tourist vom Hostel aus niemals gestoßen wäre. Dazu gibt es Stadtführungen aus allererster Hand und die besten Tipps, was ich in meinem Reiseland nicht verpassen darf.

Genauso ging es mir auch, als ich kürzlich eine Couch in Stokmarknes auf den Vesterålen in Nord-Norwegen surfen durfte. Zunächst bekam ich nicht nur eine Couch, sondern sogar mein eigenes Zimmer. Wie so oft verstand ich mich mit der jungen Familie, die mich in ihr Zuhause einlud, auf Anhieb spitzenmäßig – kaum hatte ich erzählt, dass ich gerne mal die Nordlichter sehen würde, boten David und Linda mir ihre Polarcampingausrüstung an, um auch jetzt im Winter campen gehen zu können. Obendrauf gab es ihr Auto – schließlich müsse ich ja auch an den perfekten Ort gelangen und das Bussystem auf den Vesterålen sei nicht wirklich gut.

Zwei Tage lang war ich also mit dem Auto meiner Hosts auf den Vesterålen unterwegs, habe in ihrem Zelt übernachtet und in ihrem Schlafsack geschlafen – da kannten wir uns gerade mal 24 Stunden! Als Krönung meines Vesterålen-Trips gab es am letzen Tag noch eine Inselrundfahrt zu Davids Lieblingsplätzen – inklusive seinem Lieblingsstrand Taen, den ich sonst niemals entdeckt hätte.

Fast jede meiner Couchsurfing-Erfahrungen hinterließ bei mir ein fast euphorisches Gefühl: Die Menschen sind gut! Ich freue mich riesig darauf, wenn David und Linda mich irgendwann in Hamburg besuchen kommen – sie bekommen dann auf jeden Fall das volle Couchsurfing-Programm von mir!

So wird es beim Couchsurfing fast zur Nebensache, was gerade in teueren Ländern wie Norwegen dennoch eine große Hilfe für Low-Budget-Reisende ist: Eine Übernachtung „bezahle“ ich meist mit einem Bauernfrühstück nach Omas Art. Auch, wenn meinen Hosts meist auch ein einfaches Lächeln und ein „Dankeschön!“ reichen würde.

Mein CS-Profil: http://www.couchsurfing.org/people/timoishappy/

Taen, Vesteralen

Taen, Vesteralen –  Foto Timo, Bruder Leichtfuß

Timo Vesteralen

Timo Vesteralen – Foto Timo, Bruder Leichtfuß

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Wir selbst waren jahrelang Mitglieder bei Servas, was so ähnlich wie Couchsurfing ist. Allerdings muss man da zuerst zu einem Interview und die Gastgeberlisten gibt es als gedruckte Hefte. Es war schwierig Gastgeber zu finden, die fünf Reisende auf einmal beherbergen können. Deswegen machen wir es nicht mehr. Trotzallem erlebten wir ähnlich herzliche Gastfreundschaft wie Timo und wir werden diese Reiseart in Zukunft garantiert nicht aus den Augen verlieren.

5. Woofing

Über das Woofen hatten wir bereits ausführlich geschrieben, als wir diese Reiseart eher durch Zufall und unfreiwillig auf Elenas Leuchtturminsel ausprobieren durften. Das war der absolute Höhepunkt unserer letzten Reise! Ein ganz besonderes Erlebnis besonders für die Kinder.

Für Norwegen gibt es eine Woofing Seite im Internet: http://www.wwoofnorway.org/

6. Housesitting

Wir hatten bei unserem langen Winteraufenthalt auf das Haus einer Freundin aufgepasst. Es gibt sicher Agenturen, die Häuser vermitteln, damit haben wir leider keine Erfahrung. Diese Seite listet ein paar Häuser: http://www.sabbaticalhomes.com/Home-Exchange-Country-Norway

Hat jemand Erfahrung damit?

Du träumst davon wenigstens einmal im Leben Nordlicht zu sehen? Jetzt hast du keine Ausrede mehr! Alles ist möglich! Auf gehts!

 

Nordlichtfotografie - Teil 1 - Autofahren auf Eis und Schnee

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Laut unserer Umfrage über das Nordlicht, träumen sehr viele von unseren Lesern davon, selbst Nordlichter zu sehen und auch zu fotografieren. Deswegen möchten wir in diesem Tutorial einmal all unsere Erfahrungen, die wir mit der „Nordlichtjagd“ haben, aufschreiben. Wir möchten ...

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Praktische Tipps für die Kleidung für Fotoreisen zu den Nordlichtern. Fotografieren in der Polarregion. Warten auf das Nordlicht in langen, kalten Nächten. Wer denkt da nicht an Berge von warmen Klamotten, die beim besten Willen nicht in den Koffer passen ...

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Wie laufen Nordlichtnächte ab? Was musst du wissen, wenn du Nordlichter fotografieren möchtest. Soviel vorweg: Eine typische Nordlichtnacht gibt es nicht. Wir haben wirklich schon viele verschiedene Nordlichtnächte erlebt und es zeigte sich, dass es lohnt immer wieder draußen zu ...

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Nordlichtfotografie Teil 7 – Kameraausrüstung und ausführliche Anleitung

In diesem Bloggeitrag beschreiben wir, welche Fotoausrüstung sich für die Nordlicht Fotografie eignet. Wir beschreiben die Vorbereitungen, die für die nächtliche Fotografie nötig sind. Das ist besonders wichtig, im Bezug auf die Schärfeeinstellungen am Objektiv. Folgen der ausführlichen Anleitung zur ...

Nordlichtfotografie Teil 8 - Ist die Nordlichtfotografie besser bei Neumond oder Vollmond?

Nordlichtfotografie Teil 8 – Ist die Nordlichtfotografie besser bei Neumond oder Vollmond?

Nordlichtfotografie funktioniert unserer Meinung nach besser in Nächten mit Mondlicht. Warum erklären wir auch anhand von Beispielfotos.

Nordlichtfotografie Teil 9 - Konvertierung der RAW Daten in Lightroom

Nordlichtfotografie Teil 9 – Konvertierung der RAW Daten in Lightroom

Ohne Frage ist die RAW-Konvertierung der Nordlicht-Fotos einer der wichtigsten Schritte zum fertigen Bild. Lightroom – die eierlegende Wollmilchsau Wir benutzen dazu das Programm Adobe Lightroom 6. Ein mächtiges Werkzeug mit einer Unmenge an Einstell-Möglichkeiten. Lightroom ist Datenbank, Raw Konvertierung und Bildbearbeitung ...

Gastbeitrag: Nordlichtfotografie auf der Hurtigrute

Gastbeitrag: Nordlichtfotografie auf der Hurtigrute

Hunting the Light – Nordlichtfotografie für Anfänger/innen Seit Dezember 2012 fotografiere ich mit einer Spiegelreflexkamera, der Canon EOS 600D bzw. aktuell der 700D. Im November 2014 erfüllte ich mir einen Traum und reiste mit einem Postschiff der Hurtigruten die Küste Norwegens ...

Kreisrunde Sternenbahnen fotografieren

Kreisrunde Sternenbahnen fotografieren

Klare kalte Nächte sind ideal zum Sterne fotografieren. Und vielleicht hast du ja Riesenglück und ein mächtiger Nordlichtsturm streckt seine Ausläufer bis nach Deutschland aus.

Nordlicht-Sichtungen an ungewöhnlichen Orten, von den Lofoten bis in die Bretagne

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Nordlicht-Sichtungen an ungewöhnlichen Orten   Du möchtest einmal in deinem Leben Nordlichter mit eigenen Augen sehen? Vielleicht befasst du dich ja schon mit der Planung einer Nordlichtreise. Du könntest auch Glück haben und das Nordlicht kommt sogar zu dir nach Hause. Wir beobachten bereits ...

Buch-Bundle-Angebote zum Start der Nordlichtsaison

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Wir bieten jetzt auch Bundles an: gebundenes Buch plus Ebook. „Wir dackeln durch Europa“ und „Dein Weg zum Nordlichtfoto“

Nordlichtwarnung für Deutschland 30.10.21

Nordlichtwarnung für Deutschland 30.10.21

Eine sehr kurze Meldung für uns an die Polarlicht Interessierten. Die Chancen auf Nordlicht in Deutschland sind ab dem 29.10. schon recht hoch. Der beste Zeitpunk wird wohl die Nacht zum Sonntag 30.10. sein. Also, auf klaren Himmel hoffen und dann ...

Es gibt etliche Möglichkeiten, in Norwegen zu Reisen und dabei Nordlicht zu fotografieren.

1. Mit dem Wohnmobil

Wir mögen den September als Reisemonat besonders gern, weil wir noch mit dem Wohnmobil unterwegs sein können. Damit sind wir flexibel und können dorthin fahren, wo die Landschaft und das Wetter die beste Sicht auf das Nordlicht ermöglichen.In letzten live Bericht konntet ihr ja ausführlich lesen, wie wir das machen! Deswegen gibt es hier nur ein Foto von Wohnmobil und Nordlicht.

Unser Wohnmobil unter dem Nordlicht

Unser Wohnmobil unter dem Nordlicht

Doch es muss nicht unbedingt ein Wohnmobil sein, Alleinreisende oder Ehepaare können auch kleinere Fahrzeuge nutzen. Und das sogar im Winter.

Lest die Erfahrungsberichte von Thomas, Rita und Lutz!

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Thomas Härtrich ist im Internet unter www.Norwegenfotograf.de zu finden. Er rief mich eines Tages an, weil er Fragen über das Nordlicht hatte. Seither telefonieren wir öfters mal. Auf unserer letzten Reise trafen wir uns tatsächlich in Norwegen und verbrachten ein paar Tage gemeinsam auf Litløy Fyr. Thomas reist meist allein mit seinem VW Caddy.

Gabi: Wie oft warst Du schon im Winter im Norden unterwegs? Und wie lange bist Du unterwegs?

Thomas: Im „richtigen“ Winter bisher zweimal. Um die Aurora Borealis zu fotografieren, bin ich auch gerne im September/Oktober in Nordskandinavien. Meine Touren in den Hohen Norden dauern mindestens vier Wochen, die Fahrzeiten für An- und Abreise sind nicht nur bei Eis und Schnee ziemlich lang.

Gabi: Stelle mal Dein Auto vor – das ist ja mehr als nur ein Fortbewegungsmittel. Du schläfst ja auch im Winter darin.

Thomas: Seit 2 ½ Jahren bin ich mit einem VW-Caddy unterwegs, den ich zum Ein-Mann-Mini-Wohnmobil für meine Bedürfnisse selbst ausgebaut habe: Hintere Sitzbank raus, eine Siebdruckplatte unten reingeschraubt, Bettkasten drauf, dazu Kompressor-Kühlschrank und zwei Boxen für Ausguss und Wasser/Abwasser. Im Internet gibt es verschiedene Ausbauanleitungen.
Der Hochdachkombi-PKW ist zum Übernachten im Winter nur eine Notlösung und man muss schon ein bisschen verrückt sein, dies zu tun. In so einem Auto kann es trotz Standheizung schnell richtig ungemütlich werden – man kann ja nicht ständig fahren oder im Daunenschlafsack liegen.

Gabi: Wie machst Du das mit der Verpflegung und dem Waschen, Toilette?

Thomas: Einen Teil meiner Verpflegung nehme ich von D aus mit, wie die „richtigen“ Wohnmobile. Brot, Milch, Vitamine usw. kaufe ich selbstverständlich frisch.
Bei Nächten im Auto bleibt es bei einer „Katzenwäsche“, die tägliche Toilette finde ich auf Rastplätzen, auf einer Fähre oder im Einkaufscenter. Zwischenübernachtungen zum Duschen, Durchwärmen oder zum Sachen trocknen sind unumgänglich. Ich besuche Freunde, nutze den geheizten Aufenthaltsraum eines Campingplatzes, miete eine Hütte… Besonders schön ist es, eine Teilstrecke auf der Hurtigruten zu fahren.

Caddy unter Nordlicht

Caddy unter Nordlicht, Foto Thomas Härtrich

Gabi: Was sind die größten Vorteile dieser Reiseart für Dich als Fotograf?

Thomas: Ich bin flexibel und völlig unabhängig, kann immer dorthin fahren, wo ich fotografieren möchte. In den hellen Stunden suche ich die geeignete Location für eine Nordlichtnacht, und ich kann auch weit fahren, um wolkenfreien Himmel zu finden. Oft schneit es in den Küstengebieten westlich der Gebirge, während es dahinter in Schweden kalt und klar ist. Von einem Hotel aus auf Nordlichtjagd zu gehen, kann ich mir nicht vorstellen.
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Lutz und Rita Mager berichten von ihren Winter-Erfahrungen mit dem VW Campingbus:

Wir haben in der Mehrzahl der Nächte in unserem California-Camper (Cali) geschlafen. Bis zu – 2°C Außentemperatur haben wir ohne durchlaufende Heizung geschlafen – zum Zudecken hatten wir unsere Federbetten dabei. Als Unterlage diente ein sogenanntes Unterbett. Zur Isolation des Innenraums hat meine Frau Alufolien (wie sie im Sommer auf die Frontscheibe gegen Sonneneinstrahlung gelegt werden) auf die serienmäßigen Gardinen unseres Calis genäht.
Unsere kälteste Nacht im VW war bei -16° C Außentemperatur. In dieser Nacht ist die Luftheizung auf Stufe 1 durchgelaufen. Da ich kurz vorher erst getankt hatte, konnte ich den Dieselverbrauch für diese 12 Stunden Heizphase recht gut errechnen und bin auf ca. 4 Liter gekommen.

Bei der An- und Abreise in den „Hohen Norden“ haben wir auch öfters in Motels übernachtet, dass ist relativ preiswert und unkompliziert. Wenn wir im VW übernachten nehmen wir gerne die Annehmlichkeiten (Toilette,Waschraum) auf den großen Rast- bzw. Parkplätzen in Anspruch. Vielen Leuten graut ja vor den großen Entfernungen und langen Fahrzeiten in Skandinavien, aber die Straßen sind auch im Winter in einem recht guten Zustand. Wir haben jetzt 2mal eine „Blitzabreise“ von den Lofoten gehabt. Wir sind um die Mittagszeit auf den Lofoten gestartet und waren am nächsten Abend südlich von Oslo.

Freischaufeln des VWs

Freischaufeln des VWs – Foto Rita Mager

Nordlicht über dem Campingplatz

Nordlicht über dem Campingplatz – Foto von Lutz Mager

VW Wintercamping

VW Wintercamping, Foto Lutz Mager

Wir haben lange überlegt ob wir wieder Spikesreifen leihen sollen, sind nun aber ohne Spikes, aber mit fast neuen Winterreifen gefahren – und hatten nie Probleme. Es war mitunter sauglatt aber wir sind Berge mit 11% sehr gut hinauf und auch wieder herunter gekommen. Wichtig ist vor allem, dass man genug Abstand zum Vordermann hält und vor der Kurve bremst. Bergab fährt man eben mit kleinem Gang. Falls man aber am Berg mal anfahren muss, sollte man ein Säckchen Splitt dabei haben und für schwierige Fälle Schneeketten (haben wir beides nie gebraucht).
Nachdem ich in Särna in den Straßengraben gerutscht war, habe ich mir eine ordentliche Schneeschaufel zugelegt und die habe ich oft gebraucht, um meinen Parkplatz an den Campinghütten freizuschaufeln.

Auf den Lofoten hatten wir uns in einer Hütte auf dem Campingplatz in  eingemietet. Die für max. 4 Personen geeignete Hütte kostete ca. 70 € pro Nacht.

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Die Kurzanleitung Nordlichtfotografie findest Du im PDF! kostenlos für Newsletterabonnenten

 

Nordlichtfotografie - Teil 1 - Autofahren auf Eis und Schnee

Nordlichtfotografie – Teil 1 – Autofahren auf Eis und Schnee

Laut unserer Umfrage über das Nordlicht, träumen sehr viele von unseren Lesern davon, selbst Nordlichter zu sehen und auch zu fotografieren. Deswegen möchten wir in diesem Tutorial einmal all unsere Erfahrungen, die wir mit der „Nordlichtjagd“ haben, aufschreiben. Wir möchten ...

Nordlichtfotografie Teil 2 - Günstige warme Kleidung für den nordischen Winter

Nordlichtfotografie Teil 2 – Günstige warme Kleidung für den nordischen Winter

Praktische Tipps für die Kleidung für Fotoreisen zu den Nordlichtern. Fotografieren in der Polarregion. Warten auf das Nordlicht in langen, kalten Nächten. Wer denkt da nicht an Berge von warmen Klamotten, die beim besten Willen nicht in den Koffer passen ...

Nordlichtfotografie Teil 3 - Eine Nordlichtnacht in Fotos, Bø auf den Vesterålen

Nordlichtfotografie Teil 3 – Eine Nordlichtnacht in Fotos, Bø auf den Vesterålen

Wie laufen Nordlichtnächte ab? Was musst du wissen, wenn du Nordlichter fotografieren möchtest. Soviel vorweg: Eine typische Nordlichtnacht gibt es nicht. Wir haben wirklich schon viele verschiedene Nordlichtnächte erlebt und es zeigte sich, dass es lohnt immer wieder draußen zu ...

Nordlichtfotografie Teil 4 - wann und wo kann man Nordlichter sehen? Die Nordlichtvorhersage.

Nordlichtfotografie Teil 4 – wann und wo kann man Nordlichter sehen? Die Nordlichtvorhersage.

Wann kann man Nordlichter sehen? Polarlichter tauchen zu allen Tages- und Nachtzeiten über alle Jahreszeiten hinweg auf, sowohl in den arktischen, als auch in den antarktischen Regionen. Sie sind wie auch die Sterne sehr leuchtschwach, deshalb kann man sie nur in ...

Nordlichtfotografie Teil 5 - Unterkünfte: Wohnmobil und Auto

Nordlichtfotografie Teil 5 – Unterkünfte: Wohnmobil und Auto

Es gibt etliche Möglichkeiten, in Norwegen zu Reisen und dabei Nordlicht zu fotografieren. 1. Mit dem Wohnmobil Wir mögen den September als Reisemonat besonders gern, weil wir noch mit dem Wohnmobil unterwegs sein können. Damit sind wir flexibel und können dorthin ...

Nordlichtfotografie Teil 6 - in welchem Bettchen soll ich schlafen?

Nordlichtfotografie Teil 6 – in welchem Bettchen soll ich schlafen?

Für deine Nordlicht Reise bieten sich unterschiedliche Übernachtungsmöglichkeiten an. Die richten sich sehr nach deinen üblichen Reisearten. Es ist möglich, mit dem Wohemobil zu den Nordlichtern zu fahren. Aber auch Ferienwohnungen und Unterkünfte bei privaten Gastgebern, wie zum Beispiel Servas, ...

Nordlichtfotografie Teil 7 - Kameraausrüstung und ausführliche Anleitung

Nordlichtfotografie Teil 7 – Kameraausrüstung und ausführliche Anleitung

In diesem Bloggeitrag beschreiben wir, welche Fotoausrüstung sich für die Nordlicht Fotografie eignet. Wir beschreiben die Vorbereitungen, die für die nächtliche Fotografie nötig sind. Das ist besonders wichtig, im Bezug auf die Schärfeeinstellungen am Objektiv. Folgen der ausführlichen Anleitung zur ...

Nordlichtfotografie Teil 8 - Ist die Nordlichtfotografie besser bei Neumond oder Vollmond?

Nordlichtfotografie Teil 8 – Ist die Nordlichtfotografie besser bei Neumond oder Vollmond?

Nordlichtfotografie funktioniert unserer Meinung nach besser in Nächten mit Mondlicht. Warum erklären wir auch anhand von Beispielfotos.

Nordlichtfotografie Teil 9 - Konvertierung der RAW Daten in Lightroom

Nordlichtfotografie Teil 9 – Konvertierung der RAW Daten in Lightroom

Ohne Frage ist die RAW-Konvertierung der Nordlicht-Fotos einer der wichtigsten Schritte zum fertigen Bild. Lightroom – die eierlegende Wollmilchsau Wir benutzen dazu das Programm Adobe Lightroom 6. Ein mächtiges Werkzeug mit einer Unmenge an Einstell-Möglichkeiten. Lightroom ist Datenbank, Raw Konvertierung und Bildbearbeitung ...

Gastbeitrag: Nordlichtfotografie auf der Hurtigrute

Gastbeitrag: Nordlichtfotografie auf der Hurtigrute

Hunting the Light – Nordlichtfotografie für Anfänger/innen Seit Dezember 2012 fotografiere ich mit einer Spiegelreflexkamera, der Canon EOS 600D bzw. aktuell der 700D. Im November 2014 erfüllte ich mir einen Traum und reiste mit einem Postschiff der Hurtigruten die Küste Norwegens ...

Kreisrunde Sternenbahnen fotografieren

Kreisrunde Sternenbahnen fotografieren

Klare kalte Nächte sind ideal zum Sterne fotografieren. Und vielleicht hast du ja Riesenglück und ein mächtiger Nordlichtsturm streckt seine Ausläufer bis nach Deutschland aus.

Nordlicht-Sichtungen an ungewöhnlichen Orten, von den Lofoten bis in die Bretagne

Nordlicht-Sichtungen an ungewöhnlichen Orten, von den Lofoten bis in die Bretagne

Nordlicht-Sichtungen an ungewöhnlichen Orten   Du möchtest einmal in deinem Leben Nordlichter mit eigenen Augen sehen? Vielleicht befasst du dich ja schon mit der Planung einer Nordlichtreise. Du könntest auch Glück haben und das Nordlicht kommt sogar zu dir nach Hause. Wir beobachten bereits ...

Buch-Bundle-Angebote zum Start der Nordlichtsaison

Buch-Bundle-Angebote zum Start der Nordlichtsaison

Wir bieten jetzt auch Bundles an: gebundenes Buch plus Ebook. „Wir dackeln durch Europa“ und „Dein Weg zum Nordlichtfoto“

Nordlichtwarnung für Deutschland 30.10.21

Nordlichtwarnung für Deutschland 30.10.21

Eine sehr kurze Meldung für uns an die Polarlicht Interessierten. Die Chancen auf Nordlicht in Deutschland sind ab dem 29.10. schon recht hoch. Der beste Zeitpunk wird wohl die Nacht zum Sonntag 30.10. sein. Also, auf klaren Himmel hoffen und dann ...

 

Dein Weg zum Nordlichtbuch, Gabi & Gunter Reichert

„Dein Weg zum Nordlichtfoto“, Gabi & Gunter Reichert

Weitere Infos im umfangreichen Ebook im Buchladen.

Schwedischer Winterwald

Schwedischer Winterwald

Foto der Woche – Während der kurzen Wintertage steht die Sonne in Schweden auch Mittags schräg. Wir stapften an einem sonnigen, aber eiskalten Tag in kniehohem Pulverschnee durch den Wald und versuchten das flirrende Licht und die hohen Kontraste mit der Kamera einzufangen.

An einer winzigen Lichtung beschien die Sonne die Baumstämme und brachte so mehr Farbe ins Bild. Während der Belichtung bewegten wir die Kamera auf und ab, das dämpft die Kontraste und gibt dem Wald einen impressionistischen Touch.

Das ausgewählte Bild drückt das Gefühl von Stille und Winterlicht am Besten aus.

Seiten

Die Lofoten im Sommer und im Winter – Live Reiseberichte

Die Lofoten sind eines unserer liebsten Reiseziele. Die 3500 km zu der arktischen Inselgruppe legen wir meist gemütlich mit dem Wohnmobil zurück. Der Weg ist das Ziel.

Demnächst werden wir eine Zusammenfassung mit all unseren Tipps zusammenstellen. Bis es soweit ist, lest unsere Live-Reiseberichte.


2013 – eine Sommer/Herbstreise

Die 5 Reicherts auf den Lofoten

Ein Fuchs in Henningsvaer und Zugvögel auf den Lofoten

Ein Fuchs in Henningsvaer und Zugvögel auf den Lofoten

11.09.13

In Henningsvaer auf den Lofoten tummeln sich zahlreiche Füchse. Wenn du also Fotos von Füchsen machen willst ist das ein ...

Leuchtturm in Henningsvaer und Gallerie Lille Kabelvåg

Leuchtturm in Henningsvaer und Gallerie Lille Kabelvåg

13.09.13

In Henningsvaer fällt der typische, gut geschützte Hafen als erstes auf. Er bietet sich wunderbar als Fotomotiv an. Im Sommer ...

Im Süden der Lofoten, Reine im Regen

Im Süden der Lofoten, Reine im Regen

14.09.13

Das Wetter wechselt schnell auf den Inseln der Lofoten. Selbst Regentage bieten fotogene Motive. Irgendwie gehört das wechselhafte Wetter ja ...

Im Polarlightcenter bei Rob - was meint der Experte zur Nordlichtsaison

Im Polarlightcenter bei Rob – was meint der Experte zur Nordlichtsaison

14.09.13

Im Polarlight-Center in Laukvik Auf der Fahrt von Henningsvær nach Digermulen schauten wir in Laukvik kurz bei Rob rein. Rob betreibt ...

Lärm im Meer - ein Zodiac-Trip mit Heike Vester von Ocean Sounds

Lärm im Meer – ein Zodiac-Trip mit Heike Vester von Ocean Sounds

14.09.13

Von Esra – Als wir Anfang dieser Woche bei Heike waren erzählte sie uns, dass sie später am Tag noch auf den ...

Nordlichter in stürmischer Nacht

Nordlichter in stürmischer Nacht

15.09.13

Tagsüber kam die Sonne noch ein paar Mal durch die Wolken und tauchte fantastische Strände in warmes Licht. Die Wellen ...

Schlaflos glücklich - Nordlichter in Hov, Lofoten

Schlaflos glücklich – Nordlichter in Hov, Lofoten

15.09.13

Ohne weitere Worte… Eine Nordlichtnacht in Hov auf den Lofoten.       Wie du Nordlichter sehen und selbst fotografieren kannst, beschreiben wir in ...

Emily, die Weltenbummlerin aus Kanada

Emily, die Weltenbummlerin aus Kanada

17.09.13

Mit dem Fahrrad über die Inselgruppe der Lofoten Vor einigen Tagen trafen wir Emily, eine kanadische Weltbummlerin, auf einem Stellplatz nördlich ...

Die Strände von Hov, Lofoten

Die Strände von Hov, Lofoten

18.09.13

warum die Strände auf Hov auf den Lofoten so fotogen sind? Und warum Island Pferde auf den Lofoten angesiedelt werden.

Nordlicht und Mondbogen auf den Lofoten

Nordlicht und Mondbogen GLEICHZEITIG!

Nordlicht und Mondbogen GLEICHZEITIG!

19.09.13

Ein grandioser Start in den Tag Leider war die Nacht eher trüb, kein Nordlicht weit und breit. Doch der frühe Morgen ...

Interessante Begegnungen auf den Lofoten und Sturm

Zwei Spanier im Norden - Rodrigo und Cristina

Zwei Spanier im Norden – Rodrigo und Cristina

20.09.13

Cristina und Rodrigo, das spanische Pärchen, das wir 2011 während unseres Winteraufenthaltes auf den Lofoten kennengelernt hatten, arbeiten nicht mehr ...

Die Bucht bei Kvalvika - ein ungewöhnliches Winterquartier!

Die Bucht bei Kvalvika – ein ungewöhnliches Winterquartier!

20.09.13

Wanderung zum Kvalvika Strand Der Kvalvika-Strand liegt nicht gerade in direkter Nachbarschaft mit der Zivilisation – er ist von typisch-lofotischen, rauen ...

Henning & Lisa - Friisgården in Ramberg

Henning & Lisa – Friisgården in Ramberg

22.09.13

Durch einen netten Zufall bin ich, als wir in Hov weilten, auf  Hennings Webpage gelandet. Kurzentschlossen schrieb ich ihm eine ...

Sturm aber wenig Wellen - eine laute Nacht in Unstad, Lofoten

Sturm aber wenig Wellen – eine laute Nacht in Unstad, Lofoten

22.09.13

Status Live Reisebericht von den Lofoten Bei uns überschlagen sich zur Zeit die Ereignisse. Wir treffen interessante Menschen – Reisende, Auswanderer, ...

Reisende aus Polen

Reisende aus Polen

23.09.13

Wir berichteten bereits über einige Reisende, die wir unterwegs getroffen haben. Bärtige Wanderer vor ihrem tausendsten Kilometer, eine Fahrrad-Globetrotterin aus ...

Die Lofoten im Winter

Kabelvag, Lofoten im Winter

Kabelvag, Lofoten im Winter

Anfahrt durch die eisige Winterlandschaft

nach Norden...

nach Norden…

16.01.11

Wir haben uns jetzt an die Kälte gewöhnt, scheinen schon etwas abgehärtet zu sein. Jetzt schauen wir auf’s Termometer, damit ...

In Härnösand - So viel Schnee haben wir noch nie gesehen!

In Härnösand – So viel Schnee haben wir noch nie gesehen!

19.01.11

Wir sind gerade in Härnösand, unserer erste Station auf dem Weg nach „oben“. Unsere Gastgeber sind eine Lehrerin, Mimmi, und ...

nach Lulea

nach Lulea

20.01.11

Unsere Fahrt nach Lulea fing schlecht an. Schon um 6:00 Uhr waren wir auf, wollten zusammen mit Mimi aus dem ...

nach Narvik

nach Narvik

20.01.11

Wir waren schon kurz nach 6:00 Uhr auf den Beinen. Direkt wieder Betten abziehen, packen, Frühstücken, Essen für die Fahrt ...

angekommen auf den Lofoten

angekommen auf den Lofoten

22.01.11

Wir kamen im Dunkeln in Narvik an. Nun, es ist ja früh dunkel, wir sind nochmal ein ganzes Stück gen ...

Erste Lofotenmomente – magisches, arktisches Licht

Magische Sonnemomente auf den Lofoten

Magische Sonnemomente auf den Lofoten

23.01.11

Nach der langen Reise brauchen wir erst mal ein wenig Ruhe… Trotzdem ziehen wir automatisch los, wenn das Licht schön wird, ...

Nordlichter und Sonnenschein

Nordlichter und Sonnenschein

25.01.11

Vorweg eine nette Info: das ist der 100. Beitrag, den ich hier schreibe:-) Gestern war es klasse. Nach einem sehr trüben ...

Wilde Wetter auf den Lofoten

Wilde Wetter auf den Lofoten

26.01.11

Das Wetter ist ein Erlebnis hier. Es wechselt, dauernd, und immer wieder ist es schön, sogar, wenn es eigentlich schlechtes ...

Kurzes Nordlicht in Henningsvaer, Lofoten

Kurzes Nordlicht in Henningsvaer, Lofoten

27.01.11

Die blaue Stunde war gestern sehr fotogen. Ich war eine ganze Weile in der Kälte unterwegs. Der Schnee war festgebacken ...

Regen und Sturm auf den Lofoten....

Regen und Sturm auf den Lofoten….

28.01.11

da nahm ich mir die Zeit, meine ersten Nordlichtbilder dieser Tour doch mal genauer anzusehen und auch zu optimieren:-) Ihr ...

Begegnung im Winter auf den Lofoten

Begegnung im Winter auf den Lofoten

30.01.11

Nur kurz im Text, ich melde mich später nochmal….. Aber ein paar Bilder wollte ich doch schon hochladen. Frisch gepudert präsentierte ...

Eggum - Schneeregen und Wind

Eggum – Schneeregen und Wind

31.01.11

Wir machten eine sonntäglichen Ausflug nach Eggum. Alles weiß. So weiß…… Hier nur zwei Fotos. Wir machen uns jetzt auf den ...

Unser Reisealltag und grandiose Nordlichtnächte

Nordlicht im Regen und hohe Wellen

Nordlicht im Regen und hohe Wellen

Wir waren gestern sehr lange unterwegs. Aßen aber vorher ausgiebig und schmierten auch mächtig viele Brote., dann noch Obst in ...

Wie sieht unser Reisealltag aus? Hast du Fragen an uns?

Wie sieht unser Reisealltag aus? Hast du Fragen an uns?

Gestern kam eine mail von meinem Freund Robert aus Ketteler Kolleg Zeiten. Er war voller Fragen und ich sehr dankbar ...

Hohe Wellen in Unstad und Nordlichter vom Feinsten

Hohe Wellen in Unstad und Nordlichter vom Feinsten

Während wir am Frühstückstisch saßen, schickte uns die arktische Sonne warme, freundliche Lichtsstrahlen auf das schlabbrige norwegische Brot. Gestern war ...

Hier kommen die Nordlichtfotos

Hier kommen die Nordlichtfotos

Wie versprochen, nun ein paar der gestrigen Nordlichter:-) Das war ein Abend. Wow! Überall konnten wir die Nordlichter sehen und ...

Wilder Februar auf den Lofoten, Nordlichtfotos und Surfer in Unstad

Nordlichter auf den Lofoten - Nordlichtfotografie

Nordlichter auf den Lofoten – Nordlichtfotografie

06.02.11

Wunderbare Nordlichter auf den Lofoten, Norwegen! Aufgenommen in Hov, im Februar 2011. Viele weitere Nordlichtfotos findest du hier im Blog in ...

Viel Schnee, frischer Fisch und Ruhe auf der Insel Sauoya, Lofoten

Viel Schnee, frischer Fisch und Ruhe auf der Insel Sauoya, Lofoten

07.02.11

Wir schliefen heute lang. Es war trüb und schneite in Strömen (sic!). Ich hatte gerade das Notebook angeworfen, da klingelte ...

Noch ein Wintersturm und eine klare Lofotennacht mit Nordlicht

Noch ein Wintersturm und eine klare Lofotennacht mit Nordlicht

09.02.11

Es stürmte und schneite die ganze Nacht. Eis klackerte ohne Unterlass an die Fenster. Vom stürmischen Lärm aufgeweckt ,nahmen wir ...

Gefrorene Tränen am Strand von Hov, Lofoten

Gefrorene Tränen am Strand von Hov, Lofoten

10.02.11

Sehr wechselhaft, extrem fotogen, das Wetter gestern. Aber, es wehte ein frischer Wind, sehr frisch. Wenn man sich nicht irgendwo ...

Menschen treffen – wir sind nicht allein mit der Begeisterung fürs Nordlicht!

Wir treffen trotz der Kälte jede Menge interessante Menschen auf den Lofoten und Vesterålen und fragen denen Löcher in den Bauch. Einige kommen nur wegen dem Nordlicht in den Norden. Wir redeten aber auch mit Künstlern und Heilern.

Walkapitän Per Ole Lund und Freunde treffen, Vesteralen im Winter

Walkapitän Per Ole Lund und Freunde treffen, Vesteralen im Winter

02.02.11

Wir waren also auf den Vesterålen. Die Hinfahrt war anstrengend, sehr anstrengend. Es regnete auf die Schnee- und Eisdecke auf ...

Besuch beim Schamanen, Lofoten

Besuch beim Schamanen, Lofoten

06.02.11

Das war wieder mal ein trüber Tag. Für mich als Fotografin sind das die Tage an denen ich ohne schlechtes ...

Lofoten Surfer in der Kälte

Lofoten Surfer in der Kälte

07.02.11

Es war Sonntag. Vorm Strand von Unstad parkten viele Autos. Da kam direkt die Frage auf: Surfer? Und tatsächlich – da ...

Gastbeitrag von Tor Andreas - The power of example

Gastbeitrag von Tor Andreas – The power of example

09.02.11

The power of the example We must not let ourselves be deceived into fighting the old struggle of the manners in ...

Polarlightcenter in Laukvik - Nordlichtshow und ein neugieriger Fuchs

Polarlightcenter in Laukvik – Nordlichtshow und ein neugieriger Fuchs

11.02.11

Der Nordlichtexperte Rob zeigt uns seine Instrumente zur Messung der Nordlichtaktivität. Abends fotografieren wir Nordlichter und einen Fuchs zur gleichen ...

Treffen mit GDT Fotografen, Nordlicht in heller Mondnacht

Treffen mit GDT Fotografen, Nordlicht in heller Mondnacht

14.02.11

Vor ein paar Wochen wurden wir per mail kontaktiert. Drei Naturfotografen würden im Februar auf die Lofoten reisen. Gerhard hatte ...

Der Künstler Thor Erdahl in Kabelvåg

Der Künstler Thor Erdahl in Kabelvåg

18.02.11

Heute besuchten wir mit unserem neuen Freund Tor den Maler Thor Erdahl, der die Galeri Lille Kabelvåg führt. Gunter und ...

Demonstration gegen die Ölförderung vor den Lofoten

Demonstration gegen die Ölförderung vor den Lofoten

22.02.11

Vor zwei Tagen gab es eine Demonstration in Svolvaer. Die Bewohner der Lofoten taten ihren Unmut gegen die geplante Ölförderung ...

zwei Spanier im hohen Norden

zwei Spanier im hohen Norden

22.02.11

Auf der Jagd nach dem Nordlicht stoppten wir im Northern Light Base Camp und interviewten Rodrigo und Cristina, ein nettes. ...

Lebensträume erfüllen

Lebensträume erfüllen

05.03.11

Fast jeder Mensch hat einen Traum. Etwas, was sie/er immer mal machen wollte. Etwas, was man sehen oder erleben will. ...

Mit Kindern in den richtigen Winter – unser Traum wird wahr

Schneemoster auf den Lofoten

Schneemoster auf den Lofoten

12.02.11

Oliver und das Rudel machten sich übrigens heute auf den Rückweg, leider kamen sie in heftigen Schneefall. Ich hatte gestern ...

Schneemonster - Timelapse

Schneemonster – Timelapse

13.02.11

Hier nun unsere Kinder, wie sie wie Calvin von Calvin und Hobbes, Schneemonster bauen. Viel Spaß mit dem Timelapse (Zeitraffer) ...

Spaß im hohen Schnee

Spaß im hohen Schnee

22.02.11

Es war einer der zur Zeit seltenen, sonningen Tage. Wir waren den ganzen Tag unterwegs, genossen die Berge, das Licht, ...

Nie wieder langweilige Autofahrten - Hörbücher hören verbindet!

Nie wieder langweilige Autofahrten – Hörbücher hören verbindet!

25.02.11

Hörbücher sind perfekt dazu geeignet, sich während einer langen Fahrt die Zeit zu vertreiben. Es ist im Grunde genau so, ...

Jeder Tag ein besonderes Erlebnis

Fantastisches Nordlichtspektakel

Fantastisches Nordlichtspektakel

15.02.11

Nur kurz im Text: Gestern war es phänomenal, das Nordlicht! Wir waren den ganzen Nachmittag unterwegs, besuchten noch Leander im ...

Nordlichter bis nach Deutschland!!

Nordlichter bis nach Deutschland!!

16.02.11

Hi Ihr lieben Leser:-) Heute und die nächsten zwei Tage sind die Chance sehr groß, dass ihr auch in Deutschland Nordlichter ...

Gastbeitrag - Lundehund Breite und Lappländischer Rentierhund Saga

Gastbeitrag – Lundehund Breite und Lappländischer Rentierhund Saga

16.02.11

Hallo liebe Blogbesucher. Nachdem wir vor kurzem Gabi und Ihre Familie in Norwegen getroffen haben und die Wenigsten bislang etwas ...

Unsere Corona Fotos im rumänischen TV

Unsere Corona Fotos im rumänischen TV

19.02.11

Wir hatten ja das große Glück, am 14. Februar die Corona über den Lofoten gesehen und auch fotografiert zu haben. ...

Nordlicht, Sterne und ein Mond hinter den Wolken

Nordlicht, Sterne und ein Mond hinter den Wolken

21.02.11

Nordlicht hinter dem Berg und Vollmond unter den Wolken – ein Farbspektakel im Fjord.

Hurtigrute im Raftsund

Hurtigrute im Raftsund

24.02.11

Jetzt sind wir schon seit fast 5 Wochen hier und haben die Hurtigrute nicht fotografieren können, weil es immer dunkel ...

Wieder mal Nordlicht und eine Fotografengruppe

Wieder mal Nordlicht und eine Fotografengruppe

25.02.11

Gestern abend war es sternenklar und es flackerte hier und da sogar etwas Grünes auf. Der Wind blies mal wieder ...

Wintersturm und Wellen auf dem Lofoten

Wintersturm und Wellen auf dem Lofoten

25.02.11

Wir fotografieren im Winter wildes Meer und knallende Wellen in Henningsvaer auf den Lofoten, Norwegen.

Die norwegische Waldkatze

Die norwegische Waldkatze

26.02.11

Die norwegische Waldkatze – ein Artikel von Noah In Norwegen sind Katzen sehr beliebt, da sie in der Kälte des Nordens ...

Flaschenpost - Danke an Alle!!! Peter der Skipper hat geantwortet!

Flaschenpost – Danke an Alle!!! Peter der Skipper hat geantwortet!

28.02.11

Endlich habe ich mal eine Flaschenpost gefunden! Wow! Sie lag in Unstad zwischen den Felsen. Leider kann man nicht alles lesen! ...

Winterliche Fahrt nach Luleå, Schweden

Winterliche Fahrt nach Luleå, Schweden

02.03.11

Gestern verließen wir unsere geliebten Lofoten.  Da Sturm und starke Regenfälle auf den Lofoten und Schnee in Abisko für Mittwoch ...

Urlaub von einer Nordlichtreise

Urlaub von einer Nordlichtreise

10.03.11

Wir sind bei unseren schwedischen Freunden in der Nähe von Stockholm angekommen. Machen mal eine Weile Urlaub! Doch, das haben wir ...

Ocean Sounds Boot

Ocean Sounds Boot

24.12.11

In den letzten Jahren kamen immer mal wieder Blog Beiträge über Ocean Sounds von Heike Vester. Wir unterstützten Heike mit einer ...

Fotos und Timelapse von Nordlichtern auf den Lofoten

Fotos und Timelapse von Nordlichtern auf den Lofoten

09.01.12

Wie sieht Nordlicht  „Wirklichkeit“ aus? Wie schnell bewegt es sich? Wir haben das versucht darzustellen. Es gibt im Film aber auch ...

Fotos – Winterlandschaften und Nordlichter

Fotos vom norwegischen Winter #2

Fotos vom norwegischen Winter #2

27.04.11

Nordlichtfotografie kann trickreich sein. Da wir diesen Winter viel Zeit hatten, konnten wir die verschiedensten Möglichkeiten erleben und fotografisch erproben. ...

Fotos vom norwegischen Winter

Fotos vom norwegischen Winter

09.05.11

Starkes Nordlicht ist seltsamerweise schwieriger zu fotografieren als schwaches Nordlicht. Das helle Licht steht im Kontrast zur im Vergleich sehr dunklen ...

Fotoinspiration: Blaue Stunde nach dem Sturm

Fotoinspiration: Blaue Stunde nach dem Sturm

13.05.11

Brauchst du etwas Abkühlung? Das ist das ideale, kalte Winterfoto! Aufgenommen am Abend nach einem heftigen Schneesturm in Henningsvaer auf den ...

Nordlicht in stürmischer Nacht

Nordlicht in stürmischer Nacht

14.05.11

Den Sturm sieht man auf diesem Bild nicht wirklich. Doch ich kann versichern, es war extrem kalt in dieser Nacht. ...

Fotoinspiration: Dunkler Winter?

Fotoinspiration: Dunkler Winter?

15.05.11

Mit dem Schnee und der Sonne war es manchmal so hell, dass man ohne Sonnenbrille nicht rauskamen!  Kommt auf dieser ...

Ruhe und Sturm

Ruhe und Sturm

16.05.11

Auch ein Sturm kann Ruhe ausstrahlen. Solche Stimmungen fangen wir sehr gerne mit Langzeitbeichtungen ein.

Multimediashow - Ein Winter in der Arktis - Zauber des Nordlichts

Multimediashow – Ein Winter in der Arktis – Zauber des Nordlichts

18.11.11

Den Winter 2010/11, einem der kältesten und schneereichsten der letzten achtzig Jahre, verbrachten wir in Skandinavien. Begleiten Sie uns auf ...

Welches Panorama des Tranoy Fyr gefällt Dir besser?

Welches Panorama des Tranoy Fyr gefällt Dir besser?

28.07.12

Ich flüchte mich gerade in die „kalten“ Fotos. Mache die Panoramen vom Winter fertig, da liegen immer noch unbearbeitete Fotos ...


Lofoten Panorama

Lofoten Panorama

​Reisetipps für einen Roadtrip zu den Nordlichtern in schwedisch Lappland

Die Nordlichtsaison ist wieder in vollem Gange. Wir waren leider schon seit einigen Jahren nicht mehr in Norwegen.

Über unsere lange Winterreise, die wir mit dem VW Bus unternommen hatten, bloggten wir damals nur Live. Schrieben also nachts noch Reiseberichte und entwickelten die RAW Dateien am kleinen, sehr langsamen Notebook. Die Fotos waren hier nicht immer optimal präsentiert.

Diese sechsmonatige Reise führte uns zu unseren Freunden in der Nähe von Stockholm, dann über Harnösand nach Lueå, weilter nach Narvik bis zu den Lofoten und Vesterålen und natürlich auch wieder zurück. Wir waren mit unsere drei jugendlichen Kindern unterwegs.

Doch Corona hat auch was Gutes: ich sitze am Rechner und organisiere die liegengebliebenen Dateien einiger Jahre. Bearbeite sie mit der wesentlich besseren allerneuesten Lightroomversion. Wir schreiben endlich richtige Reportagen über diese Reise und reichern sie mit nützlichen Tipps für Deine Reiseplanung an. Ja, jetzt machen wir dir die Nase lang und schüren deine Reiselust!

Wir merken es übrigens auch gerade in unserem Freundeskreis:  Reisen in den Norden werden geplant. Wir werden angesprochen, ob wir nicht helfen können bei der Planung und gefragt, wie es denn im hohen Norden so aussieht.

Ja und Fotos vermitteln das doch am allerbesten. Hier sparen wir damit auch nicht. Klick dich durch, lass dich Inspirieren und frag nach, wenn du noch was wissen möchtest!

Die Bilder und die Tipps sind zeitlos, die persönlichen Reiseeindrücke trotz ihres Alters immer noch hilfreich.

Hier also Teil 2, unsere Reise von Katrineholm nach Luleå. (Teil 1 folgt noch!)

Wirklich abenteuerlich war die Reise eher nicht, wenn man davon absieht, dass uns schon nach wenigen hundert Kilomtern auf der Autobahn aus drei Gründen das Licht des Autos mitten in der Nacht ausging. Wir hatten keine Kühltasche dabei und bedauerten das zutiefst. Warum erfährst du alles hier im Beitrag.

Die Live Reiseberichte Schweden im Winter

Und los geht’s….

Im Winter mit dem Auto durch Schweden

Straße in Schweden nach einem Sturm

Winterliche Straße in Schweden nach einem Sturm

 

Straßen in der Nähe von Katrineholm, Schweden

Straßen in der Nähe von Katrineholm, Schweden

Neujahr ist schon eine Weile vorbei und ganz Schweden liegt still unter einem dicken Panzer aus Eis und Schnee. Wir haben wunderbare Weihnachts- und Wintertage bei unseren Freunden in Mittelschweden verbracht und sind langsam bereit für ein neues Abenteuer.

Schwedisch Lappland, weit oben im Norden am Polarkreis, lockt uns mit der Faszination von Einsamkeit, extremen Klimabedingungen und natürlich mit der einmaligen Chance, in dieser fantastischen Winterlandschaft Nordlicht zu beobachten und fotografieren.

Braucht der T4 Synchro Spikesreifen?

Die letzten Wochen sind wir mit unseren Winterreifen trotz ständig verschneiter und vereister Straßen ganz gut auf Schwedens schneebedeckten Straßen herumgekommen. Nur an Kreuzungen, wo die Straßen schon sehr glatt sind, kommt man, wenn man zu abrupt bremst, ins Rutschen.

Die schwedischen Straßenmeistereien streuen nicht im Winter. Entweder ist es so kalt, dass das Salz eh nicht hilft, oder es bildet sich bei milderen Minusgraden brauner Schneematsch, auf den auch niemand Lust hat.

Bis zu unserem Ziel in Luleå sind es von Mittelschweden aus 1000 Kilometer auf vereisten und verschneiten Straßen. Da lassen wir und doch vorsichtshalber Spikesreifen aufziehen. Die Mehrzahl der Skandinavier fährt im Winter mit Spikes.

Und wer mit dem Flugzeug anreisen möchte, der kann sich sicher sein, dass der Mietwage auch Spikesreifen hat. Wir sind also zum nächstgelegenen Däckservice gefahren, das ist der Reifendienst, und haben uns Dubbdäck, so heißen die Spikesreifen hier, aufziehen lassen.

Wir prüfen zusätzlich, ob das Kühl- und Scheibenwaschwasser frostfest bis ungefähr minus 50° C ist, besorgen uns noch eine Schneeschaufel und einen Sack Katzenstreu, falls wir in Schneewehen oder trotz der Spikes auf Glatteis hängenbleiben sollten.

Spikesreifen im Winter, Schweden

Spikesreifen im Winter, Schweden

​Notfallausstattung für Winterfahrten und Zeitplanung

Für Fahrten in diese einsamen kalten Gegenden gibt es einige Grundregeln, die für das Überleben wichtig sind, wenn wenn man mit dem Fahrzeug liegen- oder steckenbleibt.

Darüber haben wir im Nordlicht Tutorial bereits geschrieben. Lies den Artikel „Autofahren im hohen Norden“ unbedingt für deine Reiseplanung. Da findest du auch eine Packliste für’s Auto.

Auf jedem Fall haben wir mehr Zeit für die Fahrt eingeplant, als wir für erforderlich halten. 50% bis sogar 100% Aufschlag sind nach unseren Erfahrungen keine übertriebene Vorsicht.  Solche Verzögerungen werden bei den unkalkulierbaren Wetterbedingungen schnell Realität.

Wir mussten aber auch unsere Übernachtungsziele gut planen.  Mit fünf Leuten wird es teuer, wenn man kurzfristig im Hotel unterkommen muss oder wenn man wegen einem Schneesturm tagelang festsitzen würde!

​Auf der Autobahn wird es plötzlich stockdunkel

Am Vorabend unserer Abreise hatten wir unsere Koffer schon gepackt. Morgens mussten wir nur noch frühstücken – dachten wir. Zum Glück haben wir einen sehr geräumigen Bus, das Beladen ist ruckzuck erledigt. Die Verabschiedung von unseren Freunden dauert etwas länger, aber kurz nach Mittag sind wir endlich auf dem Weg. Zu unserer nächsten Station, Härnösand, sind es 500 Kilometer.

Das Wetter ist für Januar recht warm, nur einige Grade unter Null, am Himmel hängen dicke graue schneeschwangere Wolken. Es dauert nicht lange, da fallen auch schon die ersten Schneeflocken. Gegen drei Uhr bricht schon die Abenddämmerung an, doch wir pflügen unermüdlich weiter durch Dunkelheit und Schneegestöber. Die Sichtverhältnisse sind nicht sehr toll, wenigstens hält sich das Verkehrsaufkommen in Grenzen. So ist die Fahrt halbwegs entspannt.

Doch auf einmal wird es vor uns stockdunkel. Wo ist denn nun die Straße? Wenn Gegenverkehr auf der anderen Seite fährt, wird es wirklich kritisch. Dann weiß ich gar nicht mehr, wo wir fahren. Das ist gefährlich!

Die Straßen sind nass, es ist dunkle Nacht, es schneit und unsere Scheinwerfer scheinen kein Licht mehr produzieren zu wollen. Die Schwärze der Nacht verschluckt sogar das Fernlicht. Hilfe, das fühlt sich gerade so richtig sch… an.

Zum Glück sind wir kurz vor einer Stadt und fahren fast im Blinflug auf den Parkplatz eines Einkaufszentrums.

Was ist passiert?  DREI Dinge haben zu der Fast-Blind-Fahrt geführt:

  • auf einer Seite ist die Birne des Abblendlichts durchgebrannt,
  • und zusätzlich hat sich der Schnee von der Motorhaube gelöst und ist über beide Scheinwerfer gerutscht.
  • Da sowiel Dreck auf der Fahrbahn war, betätigte ich die Schreibenwaschanlage oft. Mit dem Kühlmittel hatte sich Schaum gebildet, der bei erneuertem Drücken nicht nur auf die Scheibe sondern auch auf die Scheinwerfer gesprüht wurde. Bis der Schaum wieder runtergelaufen war, sah man fast nichts mehr!

In den meisten Einkaufszentren ist ein Autozubehör-Markt mit dabei, so auch hier. Wir tauschen die defekte Glühbirne und frieren uns dabei die Finger ab. Dann besorgen wir uns direkt wieder Ersatzbirnen. Wir befreien das Auto vom Neuschnee und vertreten uns etwas die Füße, dann gehts wieder weiter. Mich stresste diese Erfahrung schon gewaltig. Aber jetzt ist die Sicht wesentlich besser. Der größere Teil der Strecke liegt noch vor uns.

Wir kommen spätabens in Härnosand an und haben fast doppelt so lang gebraucht, wie es unter günstigen Wetterbedingungen möglich gewesen wäre. Der 100 Prozent Aufschlag war fast noch zu knapp kalkuliert. Wir wollen 2 Nächte bei unseren Servas-Gastgebern Mimmi und Anton bleiben. Sie ist Lehrerin, er Arzt. Sie empfangen und herzlich und wir unterhalten uns angeregt bei einem zünftigen Elch-Haschee-Essen. Recht spät beziehen wir unser Quartier im Wohnzimmer und kriechen in unsere Schlafsäcke.

​Härnösand an der vereisten Ostsee

Wir wollen uns hier an der Ostseeküste kurz umsehen, bevor wir weiterfahren. Härnösand eignet sich gut dazu denn es liegt direkt am Wasser und ist auf einer Insel erbaut.

Eis an der Küste in Harnösand

Eis an der Küste in Harnösand

Wir gehen gemeinsam in die Schule und staunen

Am nächsten Morgen besuchen wir mit Mimmi die Schule in Härnösand und dürfen dem Unterricht beiwohnen. Uns fällt sofort die lockere Atmosphäre in der kombinierten 7. und 8. Klasse auf. Die Schüler lernen in Gruppenarbeit je nach Wissenstand aus unterschiedlichen Büchern, und sie reden auch untereinander Englisch.

Auch die Prüfungen sind total entspannt. Wenn sich ein Schüler für einen Test bereit empfindet, meldet er sich bei der Lehrerin, geht in einen ruhigen Raum und schreibt die Prüfung direkt. Kein Stress also, wenn jemand länger an einem Thema bleiben will.

Draußen werden derweil die Dächer der Schulgebäude geräumt, sie biegen sich fast unter der Last der Schneemassen durch und drohen einzuknicken.

 

Unglaublich viel Schnee in Härnösand, Schweden

Unglaublich viel Schnee in Härnösand, Schweden

 

Durch die Schneemassen an die Küste

Nachmittags gehen wir mit Anton auf Erkundungstour. Überall in Härnösand liegt der Schnee meterhoch, die Straßen sind nur schmale Trassen zwischen Schneebergen. Ganze Kolonnen von Lastwagen schaffen unaufhörlich die weiße Pracht aus der Stadt hinaus. Wir schaffen es durch die Schneemassen zur völlig vereisten Küste und kämpfen uns dort zu Fuß durch den hohen Schnee. Schneeschuhe wären nötig gewesen.

An der Ostsee sind wir bei strahlendem Sonnenschein ganz allein unterwegs und stapfen durch den Tiefschnee. Immer wieder brechen wir bis zur Hüfte in den pulvrigen Schnee ein. Das ist so lange lustig, bis wir am schrägen Hang zur Küstenlinie hin auf Eis unter der Schneedecke stoßen. Da wird die Kletterei plötzlich brandgefährlich. Wenn wir hier einen unvorsichtigen Schritt tun, können wir ins eiskalte Ostsee-Wasser rutschen. Die Ostsee ist noch nicht mit Eis bedeckt, aber das tiefdunkle Wasser, das träge über die Uferfelsen schwappt, hat Gefrierpunkttemperatur.

Ein Besuch des Technikhus, des Technikmuseums, wäre fast ins Wasser gefallen. Dort angekommen, hat es gerade geschlossen. Netterweise lässt man uns kurz, dafür umsonst rein und wir können uns die interessanten Ausstellungsstücke noch schnell ansehen.

 

Winter in Härnösand, Schweden

Winter in Härnösand, Schweden

 

Hilfte, die Erde hebt sich

Von unseren Gastgebern lernen wir so nebenbei noch eine Menge zur Geologie der Gegend. Ganz Skandinavien war in der letzten Eiszeit unter einer drei Kilometer! dicken Eissschicht begraben, da wurden die Erdmassen durch das immense Gewicht weit nach unten in den Erdmantel hineingedrückt. Im Vergleich zu solchen Massen sind all die schneebeladenen Lastwagen in Härnösand nicht der Rede wert. Jetzt, 12000 Jahre später, hebt sich das Land weiterhin. Die postglaziale Landhebung beträgt immer noch einen Zentimeter pro Jahr. Es gibt Stellen in den küstennahen Hügeln, wo man in 100 Metern Höhe die Spuren alter Uferlinien sehen kann.

Wir fahren deshalb zu einer seichten Bucht an und können hier ungefährdet am flachen Strand entlangwandern und die kristallklare, eiskalte Luft genießen. Am Nachmittag, als die Sonne sich anschickt, hinter dem Horizont zu verschwinden, stehen wir oben an der Skistation auf dem Hausberg, bewundern das Panorama, und schauen zu, wie die warmen Lichter der Stadt nach und nach angehen und mit dem lila Sonnenuntergang konkurrieren.

​Die nächste Etappe nach Luleå

Für die nächsten 500 Kilometer sind die Wetteraussichten vielversprechend. Keine Wolken und kein Schnee. Aber die Temperaturen fallen wieder. Wir verabschieden uns herzlich von unseren Gastgebern und brechen am späten Vormittag auf. Wir haben Proviant für die Fahrt eingekauft und vollgetankt. Auf der E4 Nationalstraße liegt kaum Schnee, dafür ist sie mit einer geschlossenen silbergrauen Eisdecke überzogen. Mit unseren Spikesreifen ist das aber kein Problem. An die brummenden Abrollgeräusche und das dezente Rubbeln haben wir uns schon gewöhnt. Wir vertreiben uns die lange Fahrzeit mit ein paar spannenden Krimis und genießen die vorbeiziehende Schneelandschaft.

Je weiter wir Richtung Norden kommen, desto weiter fällt das Thermometer. Es ist früher Nachmittag, die Sonne steht hinter dem Horizont, ein ungewöhnliches violett-orange-rosa Dämmerlicht liegt über den tiefverschneiten Baumwipfeln, und das Außenthermometer zeigt inzwischen minus 25° C an. Die Eisschicht auf der E4 wird rauher, geriffelter und zwingt uns, unsere Reisegeschwindigkeit zu drosseln. Unsere Heizung und die Lüftung laufen auf Höchsttouren, damit die Front- und Seitenscheiben nicht völlig vereisen.

Schau dir dieses LICHT an!!!

Eisige Straßen und geniales Licht in schwedisch Lappland

Eisige Straßen und geniales Licht in schwedisch Lappland

 

Am Straßenrand gab es auch reichlich Fotomotive.

Sehr schade, dass wir nicht die Möglichkeit hatten mehrere Tage in der Gegend zu bleiben.

​Nordlicht in Luleå

Auch auf dieser Fahrt kommen wir relativ spät abends am Ziel in der Jugendherberge in Gammelstad an. Wir waren müde, wir waren hungrig. Doch zuerst mussten wir unserem Kram aus dem Auto holen. Im Winter muss da mehr ausgeräumt werden als zu anderen Jahreszeiten. Jegliches Kameraequipment muss mit. Die Temperaturen tun der Technik nicht gut. Auch sind Lebensmittel nach einer Nacht bei mehr als minus 30°C nur schwer aufzutauen und für einige Zeit nicht verzehrbar. Frisches Gemüse ist schon nach kurzem Frost hinüber. Wir vermissen sehnlich eine Kühlbox. Nicht um frische Ware kühl zu halten, sondern um sie warm zu halten.

Das ist uns leider schon passiert, dass wir frische Gurken teuer eingekauft und ins Auto gelegt haben. Dann noch kurz in ein anderes Geschäft und schon war es um die Gurken geschehen. Die Kälte hat gnadenlos zugeschlagen. Anstatt leckeren Gurkensalat gab es trauigen Gurkenmatsch, den wir vom Rücksitz kratzen mussten.

Wir schleppten uns also an unserem Gepäck einen ab. Dann überzogen wir noch die Betten, tranken was warmes und bereiteten die Weiterreise für den nächsten Tag vor. Proviant einkaufen, Eier abkochen, versuchen an Internet ran zu kommen. Und all so Sachen.

Jugendherberge in Lulea Schweden

Jugendherberge in Lulea Schweden

 

Nordlicht über den Häusern von Gammelstad Lulea

Nordlicht in Luleå, Schweden

 

Doch dann zieht es uns wieder ins Freie. Die Jugendherberge liegt einige Kilometer landeinwärts vom neuen Luleå auf der anderen Seite der Schnellstraße.  Warm eingepackt wandern wir zwischen den kleinen, geduckten, eng aneinandergeschmiegten roten Holzhäuschen der Gammelstad, der Altstadt von Luleå, umher. Immer wieder richten wir unsere Blicke erwartungsvoll gegen den wolkenlosen und sternenübersäten Nachthimmel. Da, schräg über uns schimmert ein schwaches grünes Band zwischen den Sternen. Das kann durchaus der Vorbote einer starken Nordlichteruption sein.

Und tatsächlich wird der grüne Schimmer stetig kräftiger, nimmt konkrete Formen an, und das Band beginnt sanft wie im Sternenwind zu wehen. Plötzlich flammt der grüne Streifen auf, fächert sich auf und wird zu einer gemächlich flatternden Himmelsgardine, die sich majestätisch über den Himmel ausdehnt.

Die beißende Kälte und die Müdigkeit sind vergessen, wir stehen still im Schnee und lassen uns von dem faszinierenden Schauspiel verzaubern, das in gespenstischer Stille vor unseren Augen stattfindet.

Wer noch nicht weiß, wie das Nordlicht entsteht, hier eine kurze Erklärung:

Bei hoher Sonnenfleckenaktivität wird Plasma in Form von Protonen und Elektronen von der Sonne in den Weltraum katapultiert. Das wird auch Sonnnenwind genannt. Diese Plasma braucht wesentlich länger als das Licht, bis es auf die Erde trifft. Deswegen gibt es recht zuverlässige Nordlichtvorhersagen. Trifft der Sonnenwind auf die Erde, wird er entlang der Magnetfeldlinien zu den Polen hin abgelenkt, wo er auf die obere Erdatmosphäre (ca. 60-300 km) trifft und deren Moleküle zum Leuchten anregt. Je nach Auftreffhöhe, Stärke und beteiligten Molekülen leuchten verschiedene Farben auf. Je nachdem, wie der Sonnenwind auftrifft, formt das Nordlicht Bänder, Vorhänge, Bögen oder sogar eine Corona.

In Nordschweden sind es hauptsächlich die Orte Luleå, Gällivare, Kiruna und Abisko, die sich für Nordlichtbeobachtung anbieten.

Langsam werden die Lichterscheinungen wieder schwächer und jetzt spüren wir, wie sich die Kälte in unsere ungeschützte Gesichtshaut krallt, und uns tief in die Knochen fährt. Jetzt machen sich auch die Strapazen der langen Fahrt bemerkbar. Arme, Beine und Augenlider werden immer schwerer. So trotten wir langsam zurück zu unserer Unterkunft und kriechen müde, aber glücklich in die warmen Betten.

Nordlicht Coronen

​Eiskaltes Vergnügen

Wir sind schon kurz nach 6:00 Uhr wieder auf den Beinen.

Wir müssen die Betten abziehen, packen, Frühstücken, Proviant vorbereiten – Tee kochen, Eier sieden, Brote schmieren, das Gepäck zum Auto tragen und das Zimmer säubern. Ein strahlend blauer Morgenhimmel löst bald die sternklare Nacht ab. Wir wollen uns noch die Altstadt im arktischen Morgenlicht ansehen, und schauen vorher schnell nochmal auf das Außenthermometer: minus 40° C, für uns ist das ein neuer Rekord. Im warmen Zimmer merken wir nichts davon. Erst als wir vor die Tür treten, spüren wir, wie der bittere Frost sich direkt in die Haut des Gesichts krallt. Wir reiben schnell Wangen und Nasen mit Fettcreme ein, um uns vor Erfrierungen zu schützen. Gunters Winterjacke lag über Nacht im Auto, die wollen wir noch holen. Die Autotür geht kaum auf, das Scharnierfett ist bei diesen Minusgraden steinhart. Und die Jacke ist buchstäblich in Winterstarre gefallen. Wir müssen sie langsam im warmen Zimmer auftauen bevor Gunter sie anziehen kann. Sonst würde sie vielleicht noch zerbrechen.

Hütte bei minus 40°C, Lulea, Schweden

Hütte bei minus 40°C, Lulea, Schweden

In der Eiseskälte gefriert der Atem sofort zu winzigen glitzernden Kristallen, die wie mikroskopisch kleine Diamanten in der Luft schweben. Wir vermeiden stärkere Anstrengung, da uns die kalte Luft bei zu tiefen Atemzügen in den Lungen wehtut.

Dieses Winterwetter hat auch die lokalen Künstler ins Freie gelockt. Auf dem Marktplatz der Gammelstad steht eine Skulptur, die das aus soliden Eisblöcken herausgehauene, oder geschnittene Stadtwappen der Altstadt darstellt.

Ich mag Lulea unglaublich gern in dieser winterlichen Stimmung. Das wirkt so exotisch, dass die Häuser je nach Windrichtung komplett mit Eis überzogen sind. In Straßenunterführungen werden die Graffities nicht gemalt, sondern in Eis geritzt.

 

Faszination Kälte

Die Schneekristalle leuchten und funkeln im kurzen Tageslicht. Bäume, Häuser, Masten, alles ist mit der weißen Pracht ummantelt.

Jetzt geht es aber weiter Richtung Kiruna und Narvik. Die Straßen sind gut zu fahren, kein Schnee, nur eine dünne Eisschicht liegt über dem Asphalt. Die Bäume und das Licht sind wieder einmal phänomenal, das wird hier fast zur Gewohnheit. Aber nicht für uns. Wir nehmen diese Schönheit wahr, werden nie wieder vergessen, wie außergewöhnlich schön schwedische Lappland im Winter ist. Wir genießen wirklich jede Minute der Fahrt.

Schon bald sinkt die tiefstehende Sonne wieder unter den Horizont. Die Region ist wieder in dieses typische von Rot-Orangetönen bestimmte Licht getaucht. Es ist als fahren wir durch eine magische, unwirkliche Wunderwelt. Immer wieder ruft einer von uns begeistert aus, wie schön das doch ist. Alle anderen stimmen dem zu. Diese wohlig, glücklichen Ausrufe und Seufzer hören sich sicherlich lustig an. Zum Glück sind wir allein, dass es niemand hören kann. Langsam färbt sich alles blau, dann tritt die Dunkelheit wieder ihre Herrschaft an. Wir wagen uns erneut in die kalte Nacht und halten nach Anzeichen von Grün in der ansonsten farblosen Landschaft Ausschau. Vielleicht haben wir Glück und sehen Nordlichter.

Straßen in schwedisch Lappland

Straßen in schwedisch Lappland

Winterzeit in Lappland sorgt bei diesen extremen Temperaturen für ein unvergessliches Erlebnis. Die fantastischen Farben der langen Dämmerungsphasen, diese herrliche Ruhe und Stille. Es ist, als ob die Zeit mit eingefroren ist, und vor allem das Nordlicht ist der krönende Höhepunkt. Der Entschluss, einmal im Winter länger in dieser Polarkreisregion zu verweilen, steht jetzt schon felsenfest. Sobald wir uns finaziell von der Corona Krise erholt haben, ziehen wir wieder los.

Warum im Winter nach Norwegen?

Im Sommer sind wir schon seit Jahren immer in Norwegen um die Mitternachtssonne und die Tiere zu genießen und fotografieren. Schon oft traf ich Fotografen, die mir den Tipp gaben, doch mal im Winter zu kommen um die Orcas im Tysfjord zu fotografieren. Die Orcas sind nur im Winter, von ca. November bis Januar im Tysfjord, in der letzten Zeit eher im Vestfjord. Der norwegische Winter machte mich neugierig. Ich versuchte mir die Landschaft im Schnee vorzustellen und war schon vor Reisebeginn begeistert und aufgeregt. Im Winter nach Nord Norwegen zu reisen ist nicht unbedingt einfach, denn man braucht die unterschiedlichsten Fortbegewungsmittel. Nach zwei Flügen nahm ich den Bus zur Fähre und wurde nach einstündiger Überfahrt von Lodingen nach Bognes von einem Freund abgeholt. Ein ganzer Reisetag lag zwischen dem grauen, nassen Deutschland und dem verschneit, norwegischem Winterwunderland.

eine Gruppe Orcas in wunderbarer winterlicher Fjordstimmung

eine Gruppe Orcas in wunderbarer winterlicher Fjordstimmung

eine Gruppe Orcas in wunderbarer winterlicher Fjordstimmung

Am nächsten morgen ging ich sogleich auf die erste Waltour. Da wir Stunden auf dem Boot verbringen würden, waren alle sehr warm eingepackt. Weil man sich auf einem Boot nicht so bewegen kann, wie in der freien Natur, sollte man Schuhe wählen, die bis auf – 40°C warm halten, auch, wenn es so kalt nicht ist. Meine Füße waren also bestens versorgt, nur meine Handschuhe eigneten sich wenig, weil ich darin schwitzte und sehr bald kalte Finger hatte. Für Fotografen sind natürlich warme Hände essentiell. Nach dieser Erfahrung werde ich nur noch Handschuhe benutzen, mit denen ich auch ohne das Hochklappen der Fingerspitzen die Kamera bedienen kann. Bei Temperaturen von – 10°C und Wind auf dem Boot stecken die Fingerspitzen diese völlige Blöße nicht weg. Aber: man kann in Norwegen bestens Handschuhe kaufen und sollte sich zuhause nicht zu viele Gedanken darum machen.

Orca an einem regnerischen, trüben Tag, Tysfjord, Norwegen

Orca an einem regnerischen, trüben Tag, Tysfjord, Norwegen

Orca an einem regnerischen, trüben Tag, Tysfjord, Norwegen

Regenwetter – es ist zwar schwierig, weil die Kamera dauern naß wurde aber die Fotos wirken autentisch und vermitteln die typische Stimmung im Fjord.

blasender Orca, Tysfjord, Norwegen

blasender Orca, Tysfjord, Norwegen

blasender Orca, Tysfjord, Norwegen

Nun, ich stand also auf dem Boot, der Leonora, und betrachtete begeistert die winterliche Landschaft. Dazu hatte ich nicht viel Zeit, schon sichteten wir die ersten Orcas. Seit 1992 werden im Tysfjord in Norwegen Orca Touren angeboten. Besonders gut eignet sich dieses Gebiet, weil die Orcas ab Oktober den Heringen in den Fjord folgen und man diesen relativ (im Vergleich zum offenen Meer) kleinen Fjord gut überschauen kann. So findet man mit sehr großer Sicherheit Wale auf den Touren, die je nach Licht und Witterung 5-8 Stunden dauern. Orcas sind so interessant für Walbeobachter, weil sie sehr soziale, in Gruppen lebende Säugetiere sind und man sehr viele verschiedene Aktivitäten vom Boot aus beobachten kann. Wenn die Tiere ruhige an der Wasseroberfläche liegen „schlafen“ sie, indem eine Gehirhälfte abschaltet, während die andere das lebensnotwendige Atmen steuert. Der Kapitän, Per Ole Lund, dreht das Boot dann ab, um den Tieren die nötige Ruhe zu ermöglichen.

Oft kann man den Gruppen in angemessenen Abstand folgen, wenn sie von einer Stelle im Fjord zum nächsten unterwegs sind. Diese Reisebewegungen der Wale zu beobachten ist fotografisch sehr interessant, denn man sieht, wie schnell und optimal angepaßt sie in ihrem Lebensraum sind. Oft hat man hier die Chance sehr dynamische Fotos zu machen. Am belebtesten und fotografisch am herausfordernsten wird es, wenn man die Orcas beim gemeinsamen Jagen der Heringe erleben kann. Hier im Tysfjord haben die Wale ein ganz besondere Jagdmethode entwickelt, die man „Carousell Feeding“ nennt. Dabei treiben die Wale in Teamwork die Heringe mit Hilfe ihrer hellen Bauchunterseite immer enger zusammen. Mit Schlägen der Fluken über und unter Wasser werden die zur Kugel zusammengetriebenen Heringe danach betäubt und nach und nach einzeln verspeist. Manchmal, wenn man Glück hat, kann man sehen, wie die Heringe in einem letzten Versuch zu entkommen, aus dem Wasser springen. Doch auch in der Luft warten schon tausende Möwen und sehr viele Seeadler, die auch einen Teil des Festmahls haben möchten. Welch ein Spektakel! Schwierig ist die Fotografie in solchen Momenten, weil es sehr viele Wale zu beobachten gibt, man aber nie weiss, wann ein Wal wo auftaucht. Man kann sich ein wenig an den Blasgeräuschen orientieren. In solchen Augenblicken werden auch die Orcas neugierig und strecken den Oberkörper aus dem Wasser um über der Wasseroberfläche zu sehen was passiert. Diese sogenannten „Spyhops“ sind besonders schön auf Fotos, aber auch Glükssache, denn der Blickkontakt zwischen Wal und Waltourist dauert nur wenige Sekunden. Nach einer solchen Waltour, auch, wenn sie anstrengend, kalt und evtl naß war, sieht man tatsächlich nur glückliche Menschen an Bord.

Fischerboote im Tysfjord, diese Lichtstimmung hielt sich übrigens stundenlang

Fischerboote im Tysfjord, diese Lichtstimmung hielt sich übrigens stundenlang

Fischerboote im Tysfjord, diese Lichtstimmung hielt sich übrigens stundenlang

Doch warum ist die Orca Fotografie eine solche Herausforderung?

Da sich der Tysfjord oberhalb des Polarkreises befindet, werden die Tage im Winter immer kürzer, bis dann die Sonne Ende November gar nicht mehr über den Horizont und schon gar nicht über die Berge kommt. Diese Zeit vor der Polarnacht kann sehr schön sein, weil man sich sozusagen im ständigen Sonnenauf- oder auch untergang befindet. Das Licht und die Farben sind phänomenal, doch auch sehr schwach. Mit den neuen Digitalkameras ist man also sehr im Vorteil, weil man die Isozahl ständig den unterschiedlichen Lichtbedingungen anpassen kann. Man sollte für eine gute Fotoausbeute mehrere Tage einplanen, denn je nach Bewölkung bekommt man ganz unterschiedliche Stimmungen. Ich hatte an den 5 Tagen auf dem Meer sehr großes Glück und von klarem Himmel bis starken Regenfällen war alles dabei. An meinem letzten Tag, dem 24.11. kam ich sogar um 12:00 Uhr mittags nicht über 800 ISO.

Es lohnt sich also eher Anfang November einzuplanen, weil man dann evtl Sonnenlicht auf den Walen hat, was Ende November gar nicht mehr der Fall ist. Die Touren werden von Mitte Oktober bis ca. 20 Januar angeboten. Mittlerweile scheint es besser zu sein, etwas später zu fahren, weil die Wale eher später kommen.

Um eine weitere Perspektive zu sehen, buchte ich auch eine Tour mit dem Zodiac, einem sehr schnellen Schlauchboot. Von dieser Basis aus gibt es die Möglichkeit in besonderen Trockentauchanzügen auch mit den Orcas schwimmen zu gehen, was ich mir ersparte:-) Nun, später bereute ich es, denn in diesen Anzügen war man bestens für das Wetter, welches auf Regen umgestellt hatte, gerüstet. Am Ende waren alle naß auch die ohne diese Anzüge! Für die Kameraausrüstung war es ein Härtetest, denn zum Regen kam die Gischt hinzu, wenn das Zodiac mit hoher Geschwindigkeit über den Fjord schoss. Die Kameras, ich war mit zwei Canon 20d’s unterwegs, hielten das Ganze bestens aus, die Wassertropfen, die sich unweigerlich auf der Linse sammelten, unterstrichen die regnerische Stimmung. Ein Akku packte selbst bei -8°C und Wind ca. 800 Bilder. Bei einigen Leuten auf dem Boot setzte gerade bei diesen sehr niedrigen Temperaturen die Canon 350d zeitweise aus. Nach kurzem Aufwärmen des Akkus in der Hosentasche oder unter der Jacke waren diese Kameras nach wenigen Minuten wieder einsatzbereit.

Ja und wenn man dann Abends nicht zu müde ist, lohnt es sich immer, den Himmel im Blick zu halten, denn das Nordlicht ist für uns Deutsche doch eine sehr seltene Erscheinung, für die sich das Mitschleppen des Stativs auf alle Fälle lohnt. Als Ausgleich zur reportageartigen Art der Fotografie an Bord eines Schiffes ist das Arbeiten mit Stativ und Drahtauslöser eine schöne Art der Meditation und ein toller Abschluß einer fotografisch anspruchsvollen Reise!

Und Elvis schaut herab - seht Ihr ihn?

Und Elvis schaut herab – seht Ihr ihn?

Und Elvis schaut herab – seht Ihr ihn?

Anmerkung im Oktober 2009: Die Touren wurden bisher, wie hier beschrieben im Tysfjord veranstaltet. Jedoch änderten die Orcas ihre Route. Man findet sie nicht mehr im gut erreichbaren Fjord, weil die Heringe dort nicht mehr überwintern. Jetzt werden die Orcas meist im offenen Meer gesichtet. Per Ole Lund – der weltbeste Walwatching Kapitän – bieten nun längere und den Bedingungen angepasste Touren an. Wenn jemand die Orcas finden kann, dann er!

An dieser Stelle zur Inspiration nocheinmal der Artikel, der in der Digitalfoto im Mai 06 erschienen war. Hier habe ich allerdings andere Bilder eingefügt, ich habe so viel Auswahl!
Fotogalerie Orcas

Zum großen Nordlicht Fotografie Tutorial

Die Lofoten im Sommer und im Winter – Live Reiseberichte

Die Lofoten sind eines unserer liebsten Reiseziele. Die 3500 km zu der arktischen Inselgruppe legen wir meist gemütlich mit dem Wohnmobil zurück. Der Weg ist das Ziel.

Demnächst werden wir eine Zusammenfassung mit all unseren Tipps zusammenstellen. Bis es soweit ist, lest unsere Live-Reiseberichte.


2013 – eine Sommer/Herbstreise

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Wilder Februar auf den Lofoten, Nordlichtfotos und Surfer in Unstad

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Wir schliefen heute lang. Es war trüb und schneite in Strömen (sic!). Ich hatte gerade das Notebook angeworfen, da klingelte ...

Noch ein Wintersturm und eine klare Lofotennacht mit Nordlicht

Noch ein Wintersturm und eine klare Lofotennacht mit Nordlicht

09.02.11

Es stürmte und schneite die ganze Nacht. Eis klackerte ohne Unterlass an die Fenster. Vom stürmischen Lärm aufgeweckt ,nahmen wir ...

Gefrorene Tränen am Strand von Hov, Lofoten

Gefrorene Tränen am Strand von Hov, Lofoten

10.02.11

Sehr wechselhaft, extrem fotogen, das Wetter gestern. Aber, es wehte ein frischer Wind, sehr frisch. Wenn man sich nicht irgendwo ...

Menschen treffen – wir sind nicht allein mit der Begeisterung fürs Nordlicht!

Wir treffen trotz der Kälte jede Menge interessante Menschen auf den Lofoten und Vesterålen und fragen denen Löcher in den Bauch. Einige kommen nur wegen dem Nordlicht in den Norden. Wir redeten aber auch mit Künstlern und Heilern.

Walkapitän Per Ole Lund und Freunde treffen, Vesteralen im Winter

Walkapitän Per Ole Lund und Freunde treffen, Vesteralen im Winter

02.02.11

Wir waren also auf den Vesterålen. Die Hinfahrt war anstrengend, sehr anstrengend. Es regnete auf die Schnee- und Eisdecke auf ...

Besuch beim Schamanen, Lofoten

Besuch beim Schamanen, Lofoten

06.02.11

Das war wieder mal ein trüber Tag. Für mich als Fotografin sind das die Tage an denen ich ohne schlechtes ...

Lofoten Surfer in der Kälte

Lofoten Surfer in der Kälte

07.02.11

Es war Sonntag. Vorm Strand von Unstad parkten viele Autos. Da kam direkt die Frage auf: Surfer? Und tatsächlich – da ...

Gastbeitrag von Tor Andreas - The power of example

Gastbeitrag von Tor Andreas – The power of example

09.02.11

The power of the example We must not let ourselves be deceived into fighting the old struggle of the manners in ...

Polarlightcenter in Laukvik - Nordlichtshow und ein neugieriger Fuchs

Polarlightcenter in Laukvik – Nordlichtshow und ein neugieriger Fuchs

11.02.11

Der Nordlichtexperte Rob zeigt uns seine Instrumente zur Messung der Nordlichtaktivität. Abends fotografieren wir Nordlichter und einen Fuchs zur gleichen ...

Treffen mit GDT Fotografen, Nordlicht in heller Mondnacht

Treffen mit GDT Fotografen, Nordlicht in heller Mondnacht

14.02.11

Vor ein paar Wochen wurden wir per mail kontaktiert. Drei Naturfotografen würden im Februar auf die Lofoten reisen. Gerhard hatte ...

Der Künstler Thor Erdahl in Kabelvåg

Der Künstler Thor Erdahl in Kabelvåg

18.02.11

Heute besuchten wir mit unserem neuen Freund Tor den Maler Thor Erdahl, der die Galeri Lille Kabelvåg führt. Gunter und ...

Demonstration gegen die Ölförderung vor den Lofoten

Demonstration gegen die Ölförderung vor den Lofoten

22.02.11

Vor zwei Tagen gab es eine Demonstration in Svolvaer. Die Bewohner der Lofoten taten ihren Unmut gegen die geplante Ölförderung ...

zwei Spanier im hohen Norden

zwei Spanier im hohen Norden

22.02.11

Auf der Jagd nach dem Nordlicht stoppten wir im Northern Light Base Camp und interviewten Rodrigo und Cristina, ein nettes. ...

Lebensträume erfüllen

Lebensträume erfüllen

05.03.11

Fast jeder Mensch hat einen Traum. Etwas, was sie/er immer mal machen wollte. Etwas, was man sehen oder erleben will. ...

Mit Kindern in den richtigen Winter – unser Traum wird wahr

Schneemoster auf den Lofoten

Schneemoster auf den Lofoten

12.02.11

Oliver und das Rudel machten sich übrigens heute auf den Rückweg, leider kamen sie in heftigen Schneefall. Ich hatte gestern ...

Schneemonster - Timelapse

Schneemonster – Timelapse

13.02.11

Hier nun unsere Kinder, wie sie wie Calvin von Calvin und Hobbes, Schneemonster bauen. Viel Spaß mit dem Timelapse (Zeitraffer) ...

Spaß im hohen Schnee

Spaß im hohen Schnee

22.02.11

Es war einer der zur Zeit seltenen, sonningen Tage. Wir waren den ganzen Tag unterwegs, genossen die Berge, das Licht, ...

Nie wieder langweilige Autofahrten - Hörbücher hören verbindet!

Nie wieder langweilige Autofahrten – Hörbücher hören verbindet!

25.02.11

Hörbücher sind perfekt dazu geeignet, sich während einer langen Fahrt die Zeit zu vertreiben. Es ist im Grunde genau so, ...

Jeder Tag ein besonderes Erlebnis

Fantastisches Nordlichtspektakel

Fantastisches Nordlichtspektakel

15.02.11

Nur kurz im Text: Gestern war es phänomenal, das Nordlicht! Wir waren den ganzen Nachmittag unterwegs, besuchten noch Leander im ...

Nordlichter bis nach Deutschland!!

Nordlichter bis nach Deutschland!!

16.02.11

Hi Ihr lieben Leser:-) Heute und die nächsten zwei Tage sind die Chance sehr groß, dass ihr auch in Deutschland Nordlichter ...

Gastbeitrag - Lundehund Breite und Lappländischer Rentierhund Saga

Gastbeitrag – Lundehund Breite und Lappländischer Rentierhund Saga

16.02.11

Hallo liebe Blogbesucher. Nachdem wir vor kurzem Gabi und Ihre Familie in Norwegen getroffen haben und die Wenigsten bislang etwas ...

Unsere Corona Fotos im rumänischen TV

Unsere Corona Fotos im rumänischen TV

19.02.11

Wir hatten ja das große Glück, am 14. Februar die Corona über den Lofoten gesehen und auch fotografiert zu haben. ...

Nordlicht, Sterne und ein Mond hinter den Wolken

Nordlicht, Sterne und ein Mond hinter den Wolken

21.02.11

Nordlicht hinter dem Berg und Vollmond unter den Wolken – ein Farbspektakel im Fjord.

Hurtigrute im Raftsund

Hurtigrute im Raftsund

24.02.11

Jetzt sind wir schon seit fast 5 Wochen hier und haben die Hurtigrute nicht fotografieren können, weil es immer dunkel ...

Wieder mal Nordlicht und eine Fotografengruppe

Wieder mal Nordlicht und eine Fotografengruppe

25.02.11

Gestern abend war es sternenklar und es flackerte hier und da sogar etwas Grünes auf. Der Wind blies mal wieder ...

Wintersturm und Wellen auf dem Lofoten

Wintersturm und Wellen auf dem Lofoten

25.02.11

Wir fotografieren im Winter wildes Meer und knallende Wellen in Henningsvaer auf den Lofoten, Norwegen.

Die norwegische Waldkatze

Die norwegische Waldkatze

26.02.11

Die norwegische Waldkatze – ein Artikel von Noah In Norwegen sind Katzen sehr beliebt, da sie in der Kälte des Nordens ...

Flaschenpost - Danke an Alle!!! Peter der Skipper hat geantwortet!

Flaschenpost – Danke an Alle!!! Peter der Skipper hat geantwortet!

28.02.11

Endlich habe ich mal eine Flaschenpost gefunden! Wow! Sie lag in Unstad zwischen den Felsen. Leider kann man nicht alles lesen! ...

Winterliche Fahrt nach Luleå, Schweden

Winterliche Fahrt nach Luleå, Schweden

02.03.11

Gestern verließen wir unsere geliebten Lofoten.  Da Sturm und starke Regenfälle auf den Lofoten und Schnee in Abisko für Mittwoch ...

Urlaub von einer Nordlichtreise

Urlaub von einer Nordlichtreise

10.03.11

Wir sind bei unseren schwedischen Freunden in der Nähe von Stockholm angekommen. Machen mal eine Weile Urlaub! Doch, das haben wir ...

Ocean Sounds Boot

Ocean Sounds Boot

24.12.11

In den letzten Jahren kamen immer mal wieder Blog Beiträge über Ocean Sounds von Heike Vester. Wir unterstützten Heike mit einer ...

Fotos und Timelapse von Nordlichtern auf den Lofoten

Fotos und Timelapse von Nordlichtern auf den Lofoten

09.01.12

Wie sieht Nordlicht  „Wirklichkeit“ aus? Wie schnell bewegt es sich? Wir haben das versucht darzustellen. Es gibt im Film aber auch ...

Fotos – Winterlandschaften und Nordlichter