Wir haben noch immer kein mobiles Internet, sind bei Freunden online. So werde ich nun einfach mal ein paar Tage unseres Reiseberichtes so nach und nach „automatisch“ online stellen.
Hier also die Tagebucheinträge:

Gunter und Esra schauen sich die Delikatessen an
Wir fuhren am 12. Mai gen Westen. Hatten wie immer bis zuletzt mit den Fotos gearbeitet, noch welche verschickt, an Wettbewerben teilgenommen. Noch hatte ich nicht alle Fotos von unserem skandinavischen Winter gesichtet und von Raw entwickelt. Da steckt noch sehr viel Arbeit drinnen, wir waren den Winter über fotografisch sehr aktiv. Bald werde ich damit beginnen meine Multimedia Show zu verbessern, denn noch nie hatten wir so viele verschiedene Nordlichter gesichtet, und so schöne Schneelandschaften über einen so langen Zeitraum genießen dürfen.
Wir sehen uns jetzt aber doch nach Wärme und Sonne. Natürlich am bestem am Meer. Die Normandie und Bretagne kennen wir sehr gut, viele Reisen führten uns schon hierher. Nun möchten wir auf dieser langen Reise – erstmals haben wir mehrere Monate für diese Region eingeplant – mit bekanntem beginnen. Wir haben natürlich auch hier nette Menschen kennengelernt und möchten uns in Projekten einbringen. Dazu aber mehr später…
Da wir relativ spät von zuhause losfuhren, packten wir es nicht bis ganz zur Küste. Erst am zweiten Tag nach einer Autohof-Übernachtung, erreichten wir St Valery en caux, einer unserer absoluten Lieblingsplätze, am frühen Vormittag. Wir fanden gerade so noch einen Platz, was für ein Glück!
Ich ging die Sache diesmal fotografisch sehr langsam an. Hier haben wir schon sehr, sehr oft fotografiert, so macht man das dann etwas gemächlicher und wartet tatsächlich auf das beste Licht oder man sucht ganz neue Blickwinkel. So liesen wir den Wind, die Sonne, die Steilküste und das Meer auf uns wirken. Fanden nette Gesprächspartner, trödelten und ruhten uns aus. Wir liefen zum Ort, denn wir hatten unterwegs nicht eingekauft, doch es war schwierig im Ort einen guten Laden zu finden. Dort gab es eher Delikatessenläden, die wir bestaunten. Gänseleberpastete für 160 Euro das Kilo! Erstaunlich! Doch das wollte ich nicht versuchen bei all meiner Neugier – was die Gänse dafür mitmachen müssen ist zu viel. Gunter kaufte zwei, drei weniger exotische Leckereien zum Probieren und wir fanden noch Brot. In einem Naturkostladen sahen wir Käse, der allerdings aussah, als hätte jemand seinen Kühlschrank nach Wochen mal aussortiert – viel zu reif war der Käse für unserem Geschmack und unsere Nasen:-) Also erstmal nur Brot und das was wir noch von daheim im Kühlschrank hatten.
Ich war beim Packen des Womos daheim barfuß im Hof in einen Splitter getreten. Der tat weh und immer weher, au weh! Eiter sah man auch schon. So machte ich, weil dicke Hornhaut den Splitter vor meinem Zugriff schützte, Salbe drauf, damit das Ganze mal etwas aufweicht. So ganz unten in der Fußsohle sah ich natürlich nicht wirklich viel, so half mir Gunter. Na ja Feingefühl hat er nicht wirklich viel, das tat saumäßig weh, als er versuchte das Teil mit der Pinzette zu greifen. So hielt ich dann bis morgens durch und operierte mich selbst. Eine Hautschicht nach der anderen trug ich ab, dann drücken und der Splitter, ein ganz kleiner nur, schob sich raus. Erleichterung. Noch etwas Ruhe und dann konnte sich mein Fuß erholen.
Gegen Abend waren wir die Steilküste entlang gelaufen, ich finde diese sehr, sehr hohe Kreidefelsen sehr beeindruckend, doch auf dem engen Strandstreifen machte es mir auch etwas Angst. Gunter meinte auch, er hätte Steine purzeln hören. An mehreren Stellen fand ich haufenweise Plastikflaschen! Dumm, wenn Trinkwasser nur noch durch Produktion von Müll besorgt werden kann!
Wir beschlossen, nicht nur wegen meinem schmerzenden Fuß, sondern auch, weil es einfach so schön war, noch einen Tag zu bleiben. Esra und ich plauderten lange mit einem Ehepaar aus Südengland, denn wir lernen immer gerne etwas über UK und in Gesprächen geht das am besten. Der Herr war 45 Jahre lang Briefträger in London gewesen und nun mit seiner Frau nach Canterbury gezogen. Dann lernten wir noch Mike kennen, der zwei Monate durch Frankreich und Spanien ziehen will, bevor er Lehrer wird.
Abends kam ich nach den letzten Fotos am Strand mit einem Ehepaar aus der ehemaligen DDR ins Gespräch. Lebensweisheiten wurden ausgetauscht, bis in die Nacht standen wir erzählend im kalten Wind.
Am nächsten Morgen ging Gunter mit den Jungs nach einem Supermarkt suchen, während Amy und ich an der Hafenmole saßen und ein paar Fotos machten. Es war mittlerweile eiskalt im Wind. Da es langsam Sommer wird und wir den kältesten Teil des Jahres schon in Schweden und Norwegen abgedeckt hatten, war der Schrank nicht sonderlich gut ausgestattet mit warmen Klamotten. Hmmm, jetzt hatte ich schon fast alles an, was ich fand und fror trotzdem noch. Fast so kalt war es mir aus Mangel an warmen Sachen wie im norwegischen Winter. Da war wohl was schief gegangen! Es wird hoffentlich noch etwas wärmer….
Jedenfalls tat das Ausruhen sehr gut. Wir haben ein sehr nettes Projekt für diese Reise geplant. Davon werde ich später ausführlich berichten, doch kann ich schon sagen, dass wir es erfolgreich begonnen haben.
Die Männer kamen zurück, als Amy und ich schon ganz ausgekühlt waren. Es gab leckeres für’s Brot, sie hatten einen Laden gefunden. Es gibt sehr viele Atomkraftwerke hier in der Nähe, deswegen fanden wir es etwas befremdlich dass der Laden „Le Mutant“ hiess. Das ist übrigens eine Ladenkette, die man bis in die Bretagne findet. Franzöischer Humor?
Übersichtsseite Normandie & Bretagne Wohnmobil Tour im Sommer
Normandie – Arromanches
Am 15. Mai fuhren wir schließlich weiter Richtung Westen. Wir fanden in Arromanches einen kostenlosen Stellplatz in der Stadt und es war gegen 13:00 Uhr gerade noch ein Platz frei. Dummerweise füllten wir nicht direkt Wasser auf, und kaum hatten wir eingeparkt, war der Tank ganz leer. Nun, wir konnten es nicht riskieren, wegzufahren um frisches Wasser zu füllen, also mußten wir ohne Wasser auskommen. Geht auch mal.
Normandie und der D-Day am 6. Juni 1944
Direkt fanden wir wieder nette Gesprächspartner. Zwei deutsche Ehepaare, eins aus Aachen und eins aus Hannover. Wir erfuhren wieder viel über das Reisen mit dem Mobil, lernten etwas über die für uns noch unbekannten Regionen in Spanien und Südfrankreich. Dann liefen wir in die Stadt und an den Strand. Schauten die Panzer an, lasen alle Infos über D-day am 6. Juni 1944. Wir kauften ein kleines Buch im Laden und lasen das dann direkt im Mobil. Esra und Amy schrieben zusammen einen Text darüber.
Strände bei Flut
Bis zum Abend unterhielten wir uns wieder im Freien, tranken einen Kaffee (zu spät für mich, wie ich in der schlaflosen Nacht später bedauerte) und bräunten uns in der Sonne. Ich lief abends zusammen mit Amy nochmal Richtung Strand. Bestaunte die Stände bei Flut, eigentlich gab es keine Stände mehr zu sehen, so hoch war das Wasser. Es war nah an Vollmond. Wir liefen bis zur Steilklippe am anderen Ende des Ortes, standen hoch über dem Meer und dachten daran, wie sich die Soldaten gefühlt haben mußten, als sie hier im Krieg waren und so viele Kameraden sterben sahen.
Amy, Noah und Esra vor dem Bunker am Strand, Arromanches
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Normandie – Sonne und kalter Wind
Wir haben noch immer kein mobiles Internet, sind bei Freunden online. So werde ich nun einfach mal ein paar Tage unseres Reiseberichtes so nach und nach „automatisch“ online stellen.
Hier also die Tagebucheinträge:
Gunter und Esra schauen sich die Delikatessen an
Wir fuhren am 12. Mai gen Westen. Hatten wie immer bis zuletzt mit den Fotos gearbeitet, noch welche verschickt, an Wettbewerben teilgenommen. Noch hatte ich nicht alle Fotos von unserem skandinavischen Winter gesichtet und von Raw entwickelt. Da steckt noch sehr viel Arbeit drinnen, wir waren den Winter über fotografisch sehr aktiv. Bald werde ich damit beginnen meine Multimedia Show zu verbessern, denn noch nie hatten wir so viele verschiedene Nordlichter gesichtet, und so schöne Schneelandschaften über einen so langen Zeitraum genießen dürfen.
Wir sehen uns jetzt aber doch nach Wärme und Sonne. Natürlich am bestem am Meer. Die Normandie und Bretagne kennen wir sehr gut, viele Reisen führten uns schon hierher. Nun möchten wir auf dieser langen Reise – erstmals haben wir mehrere Monate für diese Region eingeplant – mit bekanntem beginnen. Wir haben natürlich auch hier nette Menschen kennengelernt und möchten uns in Projekten einbringen. Dazu aber mehr später…
Da wir relativ spät von zuhause losfuhren, packten wir es nicht bis ganz zur Küste. Erst am zweiten Tag nach einer Autohof-Übernachtung, erreichten wir St Valery en caux, einer unserer absoluten Lieblingsplätze, am frühen Vormittag. Wir fanden gerade so noch einen Platz, was für ein Glück!
Ich ging die Sache diesmal fotografisch sehr langsam an. Hier haben wir schon sehr, sehr oft fotografiert, so macht man das dann etwas gemächlicher und wartet tatsächlich auf das beste Licht oder man sucht ganz neue Blickwinkel. So liesen wir den Wind, die Sonne, die Steilküste und das Meer auf uns wirken. Fanden nette Gesprächspartner, trödelten und ruhten uns aus. Wir liefen zum Ort, denn wir hatten unterwegs nicht eingekauft, doch es war schwierig im Ort einen guten Laden zu finden. Dort gab es eher Delikatessenläden, die wir bestaunten. Gänseleberpastete für 160 Euro das Kilo! Erstaunlich! Doch das wollte ich nicht versuchen bei all meiner Neugier – was die Gänse dafür mitmachen müssen ist zu viel. Gunter kaufte zwei, drei weniger exotische Leckereien zum Probieren und wir fanden noch Brot. In einem Naturkostladen sahen wir Käse, der allerdings aussah, als hätte jemand seinen Kühlschrank nach Wochen mal aussortiert – viel zu reif war der Käse für unserem Geschmack und unsere Nasen:-) Also erstmal nur Brot und das was wir noch von daheim im Kühlschrank hatten.
Ich war beim Packen des Womos daheim barfuß im Hof in einen Splitter getreten. Der tat weh und immer weher, au weh! Eiter sah man auch schon. So machte ich, weil dicke Hornhaut den Splitter vor meinem Zugriff schützte, Salbe drauf, damit das Ganze mal etwas aufweicht. So ganz unten in der Fußsohle sah ich natürlich nicht wirklich viel, so half mir Gunter. Na ja Feingefühl hat er nicht wirklich viel, das tat saumäßig weh, als er versuchte das Teil mit der Pinzette zu greifen. So hielt ich dann bis morgens durch und operierte mich selbst. Eine Hautschicht nach der anderen trug ich ab, dann drücken und der Splitter, ein ganz kleiner nur, schob sich raus. Erleichterung. Noch etwas Ruhe und dann konnte sich mein Fuß erholen.
Gegen Abend waren wir die Steilküste entlang gelaufen, ich finde diese sehr, sehr hohe Kreidefelsen sehr beeindruckend, doch auf dem engen Strandstreifen machte es mir auch etwas Angst. Gunter meinte auch, er hätte Steine purzeln hören. An mehreren Stellen fand ich haufenweise Plastikflaschen! Dumm, wenn Trinkwasser nur noch durch Produktion von Müll besorgt werden kann!
Wir beschlossen, nicht nur wegen meinem schmerzenden Fuß, sondern auch, weil es einfach so schön war, noch einen Tag zu bleiben. Esra und ich plauderten lange mit einem Ehepaar aus Südengland, denn wir lernen immer gerne etwas über UK und in Gesprächen geht das am besten. Der Herr war 45 Jahre lang Briefträger in London gewesen und nun mit seiner Frau nach Canterbury gezogen. Dann lernten wir noch Mike kennen, der zwei Monate durch Frankreich und Spanien ziehen will, bevor er Lehrer wird.
Abends kam ich nach den letzten Fotos am Strand mit einem Ehepaar aus der ehemaligen DDR ins Gespräch. Lebensweisheiten wurden ausgetauscht, bis in die Nacht standen wir erzählend im kalten Wind.
Am nächsten Morgen ging Gunter mit den Jungs nach einem Supermarkt suchen, während Amy und ich an der Hafenmole saßen und ein paar Fotos machten. Es war mittlerweile eiskalt im Wind. Da es langsam Sommer wird und wir den kältesten Teil des Jahres schon in Schweden und Norwegen abgedeckt hatten, war der Schrank nicht sonderlich gut ausgestattet mit warmen Klamotten. Hmmm, jetzt hatte ich schon fast alles an, was ich fand und fror trotzdem noch. Fast so kalt war es mir aus Mangel an warmen Sachen wie im norwegischen Winter. Da war wohl was schief gegangen! Es wird hoffentlich noch etwas wärmer….
Jedenfalls tat das Ausruhen sehr gut. Wir haben ein sehr nettes Projekt für diese Reise geplant. Davon werde ich später ausführlich berichten, doch kann ich schon sagen, dass wir es erfolgreich begonnen haben.
Die Männer kamen zurück, als Amy und ich schon ganz ausgekühlt waren. Es gab leckeres für’s Brot, sie hatten einen Laden gefunden. Es gibt sehr viele Atomkraftwerke hier in der Nähe, deswegen fanden wir es etwas befremdlich dass der Laden „Le Mutant“ hiess. Das ist übrigens eine Ladenkette, die man bis in die Bretagne findet. Franzöischer Humor?
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Mont Saint Michel
Auch hier erst einmal nur ein paar Fotos von Mont Saint Michel und Cancale.
Mohnblüte bei Mont Saint Michel
Cancale bei Ebbe mit Blüten
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Reise Empfehlung in der Nähe
Die Bunkeranlagen in Arromanches, Normandie
Wir sind in der Normandie angekommen. Tun uns allerdings mit dem mobilen Internet schwer. Es wird auf dieser Reise also eher keine wirklichen Live Reiseberichte geben.
In der Normandie informierten wir uns über geschichtliche Themen und trafen auf viele Langzeitcamper.
Hier ein paar erste Fotos.
Der Strand von Arromanches, Normandie
Karusell in Arromanches, Normandie
Der Strand von Arromanches, Normandie
Häuser von Arromanches, Normandie
Unsere Kids von den Bunkeranlagen am Strand von Arromanches, Normandie
Der Strand von Arromanches, Normandie
Der Strand von Arromanches, Normandie
Panzer am Strand von Arromanches, Normandie
Bunkeranlagen am Strand von Arromanches, Normandie
Abendstimmung
Endlich ein Eintrag aus der Bretagne
Im Jahr 2011 war es noch alles andere als einfach, an ausreichendes Internet-Trafficvolumen zu kommen, ohne dabei arm zu werden.
Wir sitzen 2011 gerade bei Mc Donalds, trinken einen Kaffee und rufen wenigstens die mails ab. Mal sehen, ob wir das Problem noch lösen können. Hoffe es sehr. Vielleicht hat ja jemand einen Tipp? Wir finden es zu teuer ca. 200 Euro für einen Monat Internet zu zahlen.
Nun, das Wetter war bisher sehr schön, viel Sonne, kühler Wind. Wir kennen die Normandie und Bretagne ja schon gut, aber es gibt immer wieder neue Ecken zu entdecken. Ich werde versuchen zu berichten, notfalls eben zeitversetzt.
Aktuelle Anmerkung:
Auf unserer 2019er Bretagnereise war das mobile Internet in Frankreich super einfach zu erlangen und mit einem Volumen, davon können wir in Deutschland nur träumen. Wie du in Frankreich an genügend Datenvolumen kommst.
Hier erstmal ein paar Fotos, damit es nicht mehr nur nach Winter aussieht.
St Valery
Leuchtturm von St Valery en caux
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Ruhe und Sturm
Auch ein Sturm kann Ruhe ausstrahlen. Solche Stimmungen fangen wir sehr gerne mit Langzeitbeichtungen ein.
Winter in Lofoten