Alte Mauern auf Aland
Im östlichen Teil der Haupinsel Alands liegen, über mehrere Kilometer verstreut, die massigen Überreste alten Mauwerkes. Diese deuten auf die Existenz eines immensen Bauprojektes hin, alle bisher auf der Insel vollzogenen Unternehmen in den Schatten stellend. Doch trotz der unglaublichen Größe, welche die wenigen, angeschlagenen Mauerelemente erahnen lassen, gibt es davon weiter nichts zu sehen. Tatsächlich steckt hinter den Überresten der Ruinen eine lange und eher tragische Geschichte.
Es begann damit, dass Schweden 1809 infolge des Friedens von Fredrikshamm, Finnland und Aland an russische Herrschaft übergeben musste. Die Zaren Russlands sahen in dem neuen Lande eine einzigartige Gelegenheit, ihr Reich dauerhaft zu erweitern, denn Aland war nun der äußerste Vorposten ihrer Herrschaft gegen den jahrhundertelangen Feind – Schweden. Truppen wurden auf den Inseln platziert, an den wichtigsten Küstenabschnitten Batterien zur Verteidigung eingerichtet, und bald schon begann der Bau einer dauerhaften Befestigung.

Bomarsund, Festung auf Aland

Bomarsund, Festung auf Aland

Abends in Bomarsund
Die Reichweite des Projektes war enorm. Gelegen im östlichen Teil der Hauptinsel, so dass, im Falle einer Invasion, weiterhin Verbindung mit dem Festland gehalten werden konnte, begann die 2000 Mann starke Arbeitskompanie den Bau. Kernstück der Anlage war die beinahe 300 Meter lange Kaserne, gleichzeitig eine Bleibe für bis zu 2500 Soldaten, Schutz der wichtigsten Dienstleistungsgebäude und Mittelpunkt der Verteidigungsanlage. Im umliegenden Land plante man zusätzlich die Errichtung von 15 massigen Wachtürmen, jeder ausgestattet mit 20 Kanonen und einer Mannschaft von 125 Soldaten. Ein Teil dieser sollte mit kilometerlangem, stabilen Mauerwerk verbunden werden, um die kleine Garnisonsstadt der Festung zu schützen. Vor den Verteidigungsanlagen lag zudem noch die Vorstadt (Förstaden), Wohnort für höhere Offiziere und Standort weiterer Handwerksgebäude, zwei Militärhospitale und mehrere Friedhöfe für Anhänger verschiedener Glaubensrichtungen. Doch die Anlage sollte niemals fertiggestellt werden.
Mehr als zwanzig Jahre nach Baubeginn, Kaserne, drei Wachtürme, und die umliegenden Dientleistungsgebäude standen schon, kam Russland im Verlaufe weiterer Ausdehnungspläne mit der Türkei in Konflikt. Die beiden Großmächte Frankreich und England schlugen sich auf die Seite der Türkei, da ihnen das Zarenreich zu mächtig wurde. 1854 ergriffen sie die Gelegenheit und sanden eine Armada in die Ostsee, mit dem Ziel, die Fertigstellung der Festung zu verhindern. Als die russische Mannschaft davon Wind bekam, wurde umgehend Anweisung gegeben, jegliche Holzstrukturen außerhalb der Hauptfestung zu verbrennen, so dass es den einfallenden Truppen schwerer fallen würde Deckung zu finden. Beide Vororte und das Militärkrankenhaus wurden innerhalb kürzester Zeit plattgemacht, die Kanonen der Festung und der drei Wachtürme in Eile bemannt.

Reste der Festung Bomarsund am frühen Morgen

Reste der Festung Bomarsund am frühen Morgen

Die typischen hexagonalen Felsen von Bomarsund

Bomarsund

Es ist sehr friedlich in Bomarsund in der Nachsaison – im Stillen gedenke ich den Soldaten, die hier starben

Kleine Wanderungen zwischen den Ruinen
Der eigentliche Angriff auf die Festung verlief an zwei Fronten. 12000 französische Soldaten landeten an der ostseitigen Küste, bereit für den Ansturm, und 40 englische Kriegsschiffe legten die Mauern von Süden her unter Dauerbeschuss. Schnell stellte sich heraus, dass gewöhnliche Kanonen fast gar keinen Effekt auf die massiven hexagonalen Granitblöcke des äußeren Mauerwerks hatten, und selten mehr als nur ein paar Dellen hinterließen. Einzig die Mörser der Bodentruppen waren imstande, bedeutenden Schaden zu verursachen, da ihre Sprengeschosse in hohem Bogen hinter die Mauern flogen.
Der erste Wachturm verlor schon nach einem Tag intensiven Dauerbeschusses die Fähigkeit Feuer zu erwidern und wurde erstürmt, woraufhin nun die Russen selbst ihr Feuer auf ihn richteten. Das Gebilde geriet in Brand, das Pulverlager fing Feuer und der Turm explodierte. Dem zweiten Turm erging es ähnlich; innerhalb nur eines weiteren Tages waren die Verteidiger gezwungen, ihn an die Übermacht zu übergeben.
Nachdem der Kommandant der Festung erlebte, wie mühelos die äußeren Verteidigungsanlagen aus dem Weg geräumt wurden, sah er sich nun mit einer erdrückenden feindlichen Übermacht konfrontiert. Er entschied, weitere unnötige Tode in seinen Reihen zu vermeiden und kapitulierte. Die gesamte Garnison wurde in Kriegsgefangenschaft genommen und nach England verschifft.
Aland nun in ihrer Hand, doch ohne die nötigen Ressourcen um es dauerhaft zu halten, boten England und Frankreich den Schweden an, die Anlage zu übernehmen. Da der Krimkrieg noch andauerte, lehnten diese jedoch vorsichtshalber ab, um Russland nicht wieder zu provozieren. Man entschloss sich deshalb, den Russen größtmöglichen Schaden zuzufügen und die Festung dem Erdboden gleichzumachen. Zwei der Wachtürme und die Hauptfestung, welche sich trotz des Dauerbeschusses von See her immer noch in gutem Zustand befanden, wurden systematisch gesprengt und ihre Überreste, zur Vermeidung eines schnellen Wiederaufbaus, abgetragen. Lediglich der Westturm war von der Sprengung verschont, das explodierende Pulverlager ihn schon zur Genüge verwüstet. Widersinnigerweise ist er somit heute der besterhaltene Teil der Anlage, große Stücke der Struktur sind immer noch gut erkennbar.
Bald verließen die Angreifer die Insel, und innerhalb weniger Monate trafen erneut russische Soldaten und Beamte ein. Die Aktion zog Jedoch einige Aufmerksamkeit auf sich, und im Pariser Friedenskongress wurde darum vereinbart, dass Aland zukünftig demilitarisiertes Gebies sein sollte. Der Bau jeglicher neuen Befestigungen war verboten. Dieser Vertrag ist bis heute gültig, obgleich die Inseln sich jetzt unter finnischer Kontrolle befinden.
Die Überreste der Anlage zählen heute als bedeutendes Denkmal und können frei besichtigt werden. Neben den zahlreichen massiven Mauerresten gibt es aus noch ein Museum, in dem man Fundstücke aus den Ruinen begutachten kann.
Die live Reiseberichte über die Aland Inseln mit zahlreichen Interviews
HavsVidden – Wanderung über die Schärenfelsen und ein Elch von JUHA PYKÄLÄINEN
Im Visitorcenter von Aland fragten wir nach einer prägnanten Küstenregion mit dramatischer Szenerie. Havsvidden, ein Konferenz- und Resorthotel im Norden von Geta, mit einem Sterne-Restaurant, hätte eine ganz besonders eindrucksvolle Küste mit rosa Felsklippen. Dort gäbe es auch einen der berühmten Elchhochsitze des Künstlers Juha Pykäläinen.
Eine fotografische Wanderung über die Klippen von HavsVidden
Gegen Abend kamen wir dort an. Unsere kurze Wanderung entlang der Klippen dauerte ziemlich lange, denn wir entdeckten überall Fotomotive. Amy und Noah beobachteten uns dabei, sie saßen währenddessen gemütlich miteinander quatschend auf einer Bank.
Es war heute ein besonderer Tag: wir würden in dem feinen Restaurant genussvoll speisen. Der Blick in unsere kleinen Kleiderschränke war allerdings ernüchternd. Fein anziehen war leider nicht drin. Noah lieh sich schnell noch ein etwas zerknittertes Hemd aus meinem Schrank, ansonsten gingen wir mehr oder weniger so, wie wir tagsüber durch den Wald streifen.
Der Holzelch
Die Felsenküste von HavsVidden
Wolken spiegeln sich im Wasserbecken, HavsVidden
Salzkruste auf den Felsen, HavsVidden
Wir gehen fein Essen
Das Essen war ein Erlebnis, allein schon die Speisekarte überwältigte mich. So viele verschiedene exquisite Weine, wenn auch zu exquisiten Preisen. Wir ließen uns beraten, welcher Wein ideal zu unserem gewählten Menü passen würde. Nach den Vorspeisen, Gazpacho Suppe, Risotto des Tages oder Lammhackpastete ging es zum Hauptgang, Barsch mit Muschelsoße oder Rinderfilet mit einem speziellen Püree. Es sah nicht nur vorzüglich aus, es schmeckte auch so.
Nachdem wir noch die Nachspeisenkreationen komplett verputzt hatten, ging auch schon die Sonne unter und wir waren zu spät dran für die Fotografie.
Das war doch mal ein Kontrast zum Speisen im Wohnmobil – wir wurden aufs vornehmste verwöhnt und genossen es ausgiebig.
Noah und Gunter im Restaurant
Amy und Gabi im Restaurant
Fein garniert – das Rinderfilet
der Nachtisch
Sternenfotografie in der Nacht und ein Hauch Nordlicht
Wir verdauten und ruhten uns aus, bis sich erste Sterne am Himmel zeigten. Der Elch – einer von 40zig auf Aland, aber der einzige mit einer Treppe – stand immer noch allein im Wald. Da er aus Holz ist hielt er lange genug still, sodass wir ihn mit Sternen ablichteten.
Wir verweilten etwa 20 Minuten dort, bis wir über dem Restaurant ganz deutlich Nordlicht sahen. Ein kleines Eckchen unseres Fotos war leicht rosa-gründlich. Wir bauten ganz schnell ab und liefen zu den Klippen, die freundlicherweise gen Norden lagen. Das Nordlicht war weg, nur ein ganz leichter Schimmer war noch zu sehen. Wir kletterten in mondloser, sehr dunkler Nacht über die Felsen und paßten dabei mächtig auf unsere Knochen auf. Da die Lichter der Hotelanlage die Fotografie störten mußten wir immer weiter hinaus. Leider warteten wir dann vergebens auf weitere strukturierte Nordlichter. Die Sterne allein waren es wert bis tief in die Nacht auf den Felsen zu verweilen. Ein paar Sternschnuppen sahen wir, dann packten wir ein und kletterten wieder langsam über die teilweise meterhohen Felsen.
Der Elch mit Treppe und ein Hauch Nordlicht
leichtes, rotes Nordlicht, Aland
Früh raus, die Felsen leuchten im Morgenlicht
Es war schon nach 2:00 Uhr, doch da wir das beste Abendlicht beim Essen verpasste hatten, stellten wir den Wecker auf 6:00 Uhr, damit wir das frühe Morgendlicht nicht verpassen würden. Ihr seht schon, langweilig wird es uns hier nicht!
Felsen im Morgenlicht
HavsVidden früh am morgen
Müde und abgeschafft
Wachstum in schwierigen Bedingungen
frische Grün zwischen den Felsen
Felsen im Morgenlicht, HavsVidden
So richtig wach war ich dann natürlich nicht nach nur 4 Stunden Schlaf, trotzdem waren wir bei Sonnenaufgang unterwegs. Jetzt erstahlten die Felsen in sattem Rot, es war fantastisch, fotografisch aber eine Herausforderung. Stundenlang liefen und fotografierten wir bis wir schließlich die ruhig schlafenden Teenager aus den Betten warfen.
Herzlichen Dank an Visit Aland für die Einladung zum Essen im HavsVidden!Die live Reiseberichte über die Aland Inseln mit zahlreichen Interviews
Holzschnitzunterricht auf Aland
Stefan liebt alles, was mit der Natur zu tun hat. Jahrelang hat er als Guide in einer Outdoorfirma gearbeitet und überlegt gerade, wie er mit seinen Kenntnissen und diesen Erfahrungen einen Business auf Aland aufziehen kann. Zum einen könnte er Naturführungen, Survival Training, Kajak Fahren und zum anderen ist er Lehrer für Holzarbeiten. In Schweden bot er Kurse in der Volkshochschule an.
Seinen beiden Kindern brachte Stefan gerade Holzarbeiten und Survivaltraining bei, wir durften uns anschließen, was wir mit Freude taten.
Stefan und Malva Abends im Wald
Nachts im Wald, Limparland, Aland
Hmm, ob das schmecken wird?
Moos, welches in Backpulver eingeweicht und danach gekocht wurde – es schmeckte etwas schleimig und sehr gewöhnungsbedürftig
Wie kann man in der Wildniss überlegeben? Was kann man essen?
Eine Art Pilz
Holzschnitzunterricht, von Amy
Als unser Freund Stefan uns eine kleine Schnitzstunde anbot, nahmen wir natürlich an. So etwas durften wir uns doch nicht entgehen lassen!
Schnitzen ist in Aland recht beliebt, und Stefan hatte schon öfters Schulklassen darin unterrichtet.
eine sehr praktische japanische Säge
Diese japanische Säge – Ryoba Komane 240 funktionierte wirklich sehr effektiv, ohne Kraftaufwand konnte man in windeseile auch große Holzstücke absägen, obwohl das Sägeblatt federleicht ist.
Stefan und Malva am Shavehorse
Das ist eine effektive Schnitzhaltung
Das ist eine effektive Schnitzhaltung
Noah am Schnitzpferd
Wir alle gingen zum Schuppen, in dem seine ganzen Werkzeuge aufbewahrt wurden, Stefans Tochter saß auch schon da und schnitzte herum. Sie hörte ihm auch zu, als er zu erklären begann. Gabi und Gunter machten derzeit die Bilder.
Als Erstes zeigte er uns, wie man das Holz richtig spaltet. Immer mit der Axt in der Mitte ansetzen, sonst würde es schräg gespalten. Er schlug die Axt mit einem Holzknüppel – den seine Kinder „Bonker“ nannten – in das Holz hinein. Dann durfte Noah es einmal versuchen.
Als dieser ein paar schmale Stücke abgespaltet hatte, zeigte uns Stefan ein Holzgestell, das er „Shavehorse“ nannte. Man setzte sich darauf, und konnte mit den Füßen einen Hebel drücken, der half, das Holzstück festzuhalten. Dies ersparte einem die Mühe das Holz immer festzukurbeln.
Stefan nahm sich eines von Noahs Holzstücken und klemmte es fest. Dann nahm er sich ein Messer mit zwei Griffen zur Hand, dessen Name ich leider nicht kenne. Damit fuhr er über das Holz, um es zu glätten und um es dünner zu machen. Dies würde die folgenden Vorgehen um vieles erleichtern.
Wie vorher beim Holzspalten, ließ er mich jetzt an das Shavehorse. Erst einmal fing ich langsam an, um mich daran zu gewöhnen. Aber nachdem ich den Dreh raus hatte, machte es richtig Spaß. Ich musste mich stoppen, um nicht das ganze Holzstück zu zerlegen.
Nun zeichnete ich mir eine Form auf das Stück. Damit ich und Noah uns besser vorstellen konnten, was wir Schnitzen wollten, zeigte er uns seine eigenen Werke: Buttermesser, kleine Figuren und Zauberstäbe – die leider nicht funktionierten… Kompliziertere Sachen wie Becher, oder ähnliches wäre für den Anfangweniger geeignet. Ich entschied mich für das Buttermesser und nahm eines als Vorbild. Noah entschied sich auch für das Messer, und Gabi wollte einen Zauberstab probieren.
Langsam schnitzte ich die Form frei, immer der Maserung des Holzes folgend. Es dauerte sehr lange, bis ich endlich damit fertig war. Nun hatte ich einen Klotz mit der ungefähren Form eines Messers. Naja immerhin. Ich fing an, die Ecken abzurunden. Es war nicht gerade die leichteste Arbeit, machte aber richtig Spaß.
Die anderen wendeten sich bald anderen Aufgaben zu, Gabis Zauberstab war auch schon vollbracht. Er konnte zwar nicht zaubern, sah aber trotzdem bedrohlich aus. Das Ende lief ziemlich spitz zu.
Letztendlich schnitzten nur noch ich und Noah. Nach einer Weile wollte er auch aufhören, bevor sein Messer noch verschwinden würde. Als ich zu ihm rüber sah, merkte ich warum. Sein Holzstück war wirklich schmal geworden, da er permanent versucht hatte, die Ecken gut abzurunden … Ich machte nur noch ein paar kleine Verbesserungen an meinem Messer, bevor ich auch aufhörte. Es war zwar nicht perfekt, aber die Form war richtig, und es fühlte sich angenehm glatt an. Das war ja schon mal etwas! Jetzt habe ich mein eigenes Buttermesser. Und eine neu entfachte Lust auf Schnitzarbeit …
Buttermesser und sonstiges SChnitzzeug
Vater und Tochter beim Schnitzunterricht
So nutzt man das Buttermesser am besten
Bomarsund – die Überreste einer russischen Festung auf Aland
Alte Mauern auf Aland
Im östlichen Teil der Haupinsel Alands liegen, über mehrere Kilometer verstreut, die massigen Überreste alten Mauwerkes. Diese deuten auf die Existenz eines immensen Bauprojektes hin, alle bisher auf der Insel vollzogenen Unternehmen in den Schatten stellend. Doch trotz der unglaublichen Größe, welche die wenigen, angeschlagenen Mauerelemente erahnen lassen, gibt es davon weiter nichts zu sehen. Tatsächlich steckt hinter den Überresten der Ruinen eine lange und eher tragische Geschichte.
Es begann damit, dass Schweden 1809 infolge des Friedens von Fredrikshamm, Finnland und Aland an russische Herrschaft übergeben musste. Die Zaren Russlands sahen in dem neuen Lande eine einzigartige Gelegenheit, ihr Reich dauerhaft zu erweitern, denn Aland war nun der äußerste Vorposten ihrer Herrschaft gegen den jahrhundertelangen Feind – Schweden. Truppen wurden auf den Inseln platziert, an den wichtigsten Küstenabschnitten Batterien zur Verteidigung eingerichtet, und bald schon begann der Bau einer dauerhaften Befestigung.
Bomarsund, Festung auf Aland
Bomarsund, Festung auf Aland
Abends in Bomarsund
Die Reichweite des Projektes war enorm. Gelegen im östlichen Teil der Hauptinsel, so dass, im Falle einer Invasion, weiterhin Verbindung mit dem Festland gehalten werden konnte, begann die 2000 Mann starke Arbeitskompanie den Bau. Kernstück der Anlage war die beinahe 300 Meter lange Kaserne, gleichzeitig eine Bleibe für bis zu 2500 Soldaten, Schutz der wichtigsten Dienstleistungsgebäude und Mittelpunkt der Verteidigungsanlage. Im umliegenden Land plante man zusätzlich die Errichtung von 15 massigen Wachtürmen, jeder ausgestattet mit 20 Kanonen und einer Mannschaft von 125 Soldaten. Ein Teil dieser sollte mit kilometerlangem, stabilen Mauerwerk verbunden werden, um die kleine Garnisonsstadt der Festung zu schützen. Vor den Verteidigungsanlagen lag zudem noch die Vorstadt (Förstaden), Wohnort für höhere Offiziere und Standort weiterer Handwerksgebäude, zwei Militärhospitale und mehrere Friedhöfe für Anhänger verschiedener Glaubensrichtungen. Doch die Anlage sollte niemals fertiggestellt werden.
Mehr als zwanzig Jahre nach Baubeginn, Kaserne, drei Wachtürme, und die umliegenden Dientleistungsgebäude standen schon, kam Russland im Verlaufe weiterer Ausdehnungspläne mit der Türkei in Konflikt. Die beiden Großmächte Frankreich und England schlugen sich auf die Seite der Türkei, da ihnen das Zarenreich zu mächtig wurde. 1854 ergriffen sie die Gelegenheit und sanden eine Armada in die Ostsee, mit dem Ziel, die Fertigstellung der Festung zu verhindern. Als die russische Mannschaft davon Wind bekam, wurde umgehend Anweisung gegeben, jegliche Holzstrukturen außerhalb der Hauptfestung zu verbrennen, so dass es den einfallenden Truppen schwerer fallen würde Deckung zu finden. Beide Vororte und das Militärkrankenhaus wurden innerhalb kürzester Zeit plattgemacht, die Kanonen der Festung und der drei Wachtürme in Eile bemannt.
Reste der Festung Bomarsund am frühen Morgen
Reste der Festung Bomarsund am frühen Morgen
Die typischen hexagonalen Felsen von Bomarsund
Bomarsund
Es ist sehr friedlich in Bomarsund in der Nachsaison – im Stillen gedenke ich den Soldaten, die hier starben
Kleine Wanderungen zwischen den Ruinen
Der eigentliche Angriff auf die Festung verlief an zwei Fronten. 12000 französische Soldaten landeten an der ostseitigen Küste, bereit für den Ansturm, und 40 englische Kriegsschiffe legten die Mauern von Süden her unter Dauerbeschuss. Schnell stellte sich heraus, dass gewöhnliche Kanonen fast gar keinen Effekt auf die massiven hexagonalen Granitblöcke des äußeren Mauerwerks hatten, und selten mehr als nur ein paar Dellen hinterließen. Einzig die Mörser der Bodentruppen waren imstande, bedeutenden Schaden zu verursachen, da ihre Sprengeschosse in hohem Bogen hinter die Mauern flogen.
Der erste Wachturm verlor schon nach einem Tag intensiven Dauerbeschusses die Fähigkeit Feuer zu erwidern und wurde erstürmt, woraufhin nun die Russen selbst ihr Feuer auf ihn richteten. Das Gebilde geriet in Brand, das Pulverlager fing Feuer und der Turm explodierte. Dem zweiten Turm erging es ähnlich; innerhalb nur eines weiteren Tages waren die Verteidiger gezwungen, ihn an die Übermacht zu übergeben.
Nachdem der Kommandant der Festung erlebte, wie mühelos die äußeren Verteidigungsanlagen aus dem Weg geräumt wurden, sah er sich nun mit einer erdrückenden feindlichen Übermacht konfrontiert. Er entschied, weitere unnötige Tode in seinen Reihen zu vermeiden und kapitulierte. Die gesamte Garnison wurde in Kriegsgefangenschaft genommen und nach England verschifft.
Aland nun in ihrer Hand, doch ohne die nötigen Ressourcen um es dauerhaft zu halten, boten England und Frankreich den Schweden an, die Anlage zu übernehmen. Da der Krimkrieg noch andauerte, lehnten diese jedoch vorsichtshalber ab, um Russland nicht wieder zu provozieren. Man entschloss sich deshalb, den Russen größtmöglichen Schaden zuzufügen und die Festung dem Erdboden gleichzumachen. Zwei der Wachtürme und die Hauptfestung, welche sich trotz des Dauerbeschusses von See her immer noch in gutem Zustand befanden, wurden systematisch gesprengt und ihre Überreste, zur Vermeidung eines schnellen Wiederaufbaus, abgetragen. Lediglich der Westturm war von der Sprengung verschont, das explodierende Pulverlager ihn schon zur Genüge verwüstet. Widersinnigerweise ist er somit heute der besterhaltene Teil der Anlage, große Stücke der Struktur sind immer noch gut erkennbar.
Bald verließen die Angreifer die Insel, und innerhalb weniger Monate trafen erneut russische Soldaten und Beamte ein. Die Aktion zog Jedoch einige Aufmerksamkeit auf sich, und im Pariser Friedenskongress wurde darum vereinbart, dass Aland zukünftig demilitarisiertes Gebies sein sollte. Der Bau jeglicher neuen Befestigungen war verboten. Dieser Vertrag ist bis heute gültig, obgleich die Inseln sich jetzt unter finnischer Kontrolle befinden.
Die Überreste der Anlage zählen heute als bedeutendes Denkmal und können frei besichtigt werden. Neben den zahlreichen massiven Mauerresten gibt es aus noch ein Museum, in dem man Fundstücke aus den Ruinen begutachten kann.
Die live Reiseberichte über die Aland Inseln mit zahlreichen Interviews
Der Fischer Kaj Lundberg
Ich stand pünktlich um 5:15 Uhr vor der Wohnmobiltür und schaute hinauf zu den Sternen. Ein paar waren am dunkelblauen Nachthimmel noch zu sehen. In der Ruhe des frühen Morgens hörte ich das Boot von Kaj brummen. Er glitt auf dem glatten Wasser heran. Ich stieg ein und wir holten noch warme Sachen zum Drüberzeihen aus dem Bootshaus.
Kaj hatte ein kleineres Boot als gestern. Er gab Gas und wir fuhren hinaus aufs offenere Meer. Das dauert in dieser Region etwas, denn zahlreiche kleine Inseln liegen vor Jurmo. In der Ferne sah ich das Licht eines Leuchtturms. Ach, den würde ich ja gerne fotografieren. Die Leuchttürme fehlen mir!
Nachts auf der Ostsee, unterwegs mit Kaj dem Fischer
Wir redeten kaum, das Boot brummte durch das Morgengrauen, vielleicht waren wir auch einfach nur müde? Die Sterne verschwanden vom Himmel, doch die Sonne zeigte sich noch nicht. Wir fuhren etwa 45 Minuten bis Kaj die Stelle erreichte, wo er seine Netze auswerfen wollte. Auf der Insel vor der wir nun lagen stand eine kleine Holzhütte – sie gehört Kajs Familie und manchmal übernachtet er dort, wenn er die Netze über Nacht liegen läßt. Kaj warf 9 Netze ins Wasser, eines nach dem anderen. Wir konnten den Boden des Meeres sehen, das Wasser war höchstens einen Meter tief. So lagen die leichten Nylonnetze schnell am Boden. Kaj steuerte das Boot auf die Insel zu. „Lauf mal hoch und schau Dir die Insel an. Es ist schön dort“ meinte er und schon war er wieder weg. Er fuhr mehrmal schnell entlang der Netze und klopfte dabei mit einem Holzstock auf den Boden des Bootes.
Kaj wirft die Netze raus
morgens um 6:00 allein auf einer unbewohnten Insel
Kaj arbeitet in Händen, Füßen und den Zähnen
Ich stieg wieder ein und Kaj fing an, die Netze einzuholen. Sie hatten höchstens 20 Minuten im Wasser gelegen. Es waren nur zwei, drei Fische drinnen. Kaj arbeitet mit den Händen, wenn der die Netze rauswirft oder sie einholt, er steuert das Boot stehend mit einem Fuß und hält die Netze mit den Zähnen, wenn er die Fische rauspfiemelt.
Der erfahrene Fischer kramte in seinem Kopf – ich merkte es ihm an. Er sortierte all seine Erfahrung und Information. Er schätzte alle Bedingungen: nach einem Sturm, Wasser noch relativ warm, an der ersten Stelle kein Fisch – ratter, ratter, ratter…..
Kaj hatte jetzt eine andere Region im Kopf, die vielversprechend war. Wir fuhren hin und wieder warf er nach und nach die kleinen Netze hinaus ins Wasser. Wieder fuhr er zweimal hinter den Netzen her und wieder klopfte er. Die Sonne lugte gerade über den Horizont. Noch blinkte der Leuchtturm in der Ferne. Erst kam ein silbriger Fisch zum Vorschein, dann noch einer und dann immer mehr. Kaj grinste über beide Ohren. Das Netz leuchtete in der aufgehenden Sonne, ich sondierte meine ISO, die Belichtungstzeit, den Blitz – ratter, ratter, ratter… dann klickte ich munter vor mich hin. Das rote, weiche Licht der aufgehenden Sonne stand perfekt zum Fischer und den Fischen. Ich grinste über beide Ohren.
Kaj meinte nur: „Jetzt siehst Du einen glücklichen Fischer“, ich antwortete: „und hier siehst Du gerade eine glückliche Fotografin“ Wir machten gerade beide fette Beute.
Die Sonne kommt und Fisch wandert in die Fischkiste
der Fischer Kaj und die Fische der Ostsee
Ein glücklicher Fischer
Der Fisch wird direkt auf Eis gelegt
Auf zum nächsten guten Platz
Einholen der Netze
Die Fischkiste an Bord hatte noch etwas Platz. Kaj steuerte eine weitere Stelle an, doch da gab es nur zwei Fische. Die Sonne schien nun kräftig, jetzt hätte es keinen Sinn mehr, meinte Kaj, denn die Fisch könnten das Netz sehen. Er war zufrieden mit seinem Fang. So machten wir uns gegen 8:30 Uhr auf den Rückweg. Die Fahrt war wunderbar, ich konnte mich kaum sattsehen an all den kleinen Inselchen, den Bäumen darauf und den Vögeln, wie sie im frühen Licht des Tages über das Wasser flogen. Zwei Kormorane waren so sattgefuttert, dass sie nicht vor dem Boot wegfliegen konnten. Kaj zeigte mir die Fische, die sie ausgespuckt hatten um endlich wieder in die Luft zu kommen. Dicke Fische waren das.
Es war immer noch früh als wir nach Stunden wieder in Jurmo ankamen. Im Bootshaus entlud Kaj zu allererst die Fischkiste, dann erst stieg er aus, ich kletterte hinterher. 63 Fische hatte er gefangen, das wäre ein stolzer Fang. Er würde etwa 180 Euro dafür bekommen. Der einzige Beifang waren drei baltische Heringe, die Kaj für seine Katzen mitnahm.
Der Fisch lag schon im Boot auf Eis, Kaj hatte beim Lösen der Fische aus dem Netz die Halsschlagader durchtrennt und die Fische ausbluten lassen. So bleiben sie länger frisch. Jetzt begann der Fischer direkt mit dem Ausnehmen der Fische. Es ging ihm flott von der Hand. Kajs Vater war auch Fischer, der die Arbeit des Putzens aber gar nicht mochte. Hatte er einen guten Fang, meinte er nur: „Jetzt muss ich durch die Hölle!“ Kaj nahm ihm diese Arbeit gerne ab, ihm machte sie nichts aus. Innerhalb kurzer Zeit waren die 63 Fische geputzt und lagen wieder auf frischem Eis, fertig zum Versenden. Ich bekam eine großen Fisch zum Abschied geschenkt. Lecker, das Essen für diesen Tag war gesichert. Es war nicht mal 9:00 Uhr als ich zu meiner Familie ins Mobil kam. Was für ein genialer Morgen das gewesen war! Ein toller Start in den Tag.
Kaj ist übrigens einer der wenigen komerziellen Fischer, der mit einem so kleinen Boot aufs Meer fährt.
Kaj zählt die Fische
Eine der beiden Kisten, der Fang des Tages
Kaj beim Putzen der Fische, vorne das Kaviar
Als Kajs Töchter kleiner waren und zum Reitunterricht gingen, nahmen sie immer Brot mit Kaviar mit. Damals konnte Kaj das Kaviar nicht gut verkaufen und verwertete es selbst. Der Reitlehrer staunte jeden Tage, bis er es irgendwann nicht mehr aushielt und neugierig fragte, ob die Familie denn superreich wäre. Kaj mußte herzlich lachen, nein, nur Fischer!
Hier geht es zur Webpage der Insel Jurmo!
Die live Reiseberichte über die Aland Inseln mit zahlreichen Interviews
Kaj Lundberg , der Crocodile Dundee Alands
Unser Campingplatz wirkte ganz anders in Bilderbuchwetter. Bei strahlendem Sonnenschein fotografierten wir die glatten, farblich strukturierten Felsen noch einmal und fuhren gegen Mittag Richtung Norden weiter.
Sauna und Dusche mit Aussicht auf Brandö
Kleine Bucht auf dem Campingplatz
Klapprige Scheunen auf Brandö
Am Fähranleger
Wir waren mit dem Crocodile Dundee Alands verabredet – Kaj Lundberg. Er ist hauptberuflich Fischer und kennt die Region um Jurmo, der nördlichsten Aland-Insel wie seine Westentasche. Wir waren neugierig auf das Treffen mit ihm. Per Telefon hatten wir uns am Fähranleger verabredet, er holte uns pünktlich mit seinem schnellen Boot dort ab. Der Wind blies immer noch kalt, so hüllten wir uns dick in warme Klamotten ein. Kaum hatten wir uns einander vorgestellt ging es auch schon los über das Wasser der Ostsee.
Ich unterhalte mich mit Kaj und Katri auf der kleinen Lotseninsel
Die wildere Nordseite der Insel
glatte, dunkle Felsen, gischtüberströmt
Die ehemalige Unterkunft des Lotsen
Die zerfallende Holzhütte von der anderen Seite
Aus dieser Perspektive bekommen wir ein anderes Bild des Aland Insel Archipels. Kleine Schäreninseln ziehen an uns vorbei, einzelne Felsen ragen aus dem Wasser. Überall Wald und kleine Hütten. Wir fahren weit hinaus, immer weiter. Schon lange haben wir keine Hütten mehr gesehen. Jetzt sind wir in der Natur. Katrin, die Freundin von Kaj steuert das neun Meter lange Boot. Kaj gibt immer wieder Anweisungen, in welche Richtung es weiter geht. Er orientiert sich ohne Seekarte. Kaj ist auf Jurmo geboren, er kennt jeden Fels, jede Untiefe.
Vor einer kleinen Lotsenstation drosselt er die Geschwindigkeit und wir legen an. Laufen auf einem Trampelpfad über die Insel, wo am nördlichen Teil immer noch hohe Wellen auf die Schärenfelsen knallen. Vor drei Tagen meint Kaj waren die Wellen hier einige Meter hoch. Da war er mit einer Schulklasse hier.
Wir dürfen eine Stunde diesen wilden Teil der Insel erkunden und fotografieren. Die beiden Wildnisexperten gehen zurück zum Boot, sie wollen etwas zum Essen vorbereiten. „Bis zum nächsten Sommer“, meint er noch lachend, als sie losziehen.
Ich genieße die Wellen, das Geräusch des bewegten Wassers.
auf der Insel
Moos, Granit und Gras
Kaj filetiert den Fisch
Katri paniert die grätenbefreiten Filets
frische leckere Alandische Bratkartoffeln
In der Natur schmeckt es umso besser, Lecker!
In der Natur schmeckt es umso besser, Lecker!
Ein Kaffee nach dem Essen
Da fliegt ein Kormoran, auch eine Delikatesse, lecker
Das Holzhaus des Lotsen wird schon lange nicht mehr genutzt und zerfällt. Da alles aus Naturstoffen erbaut ist, integriert es sich gut in die Landschaft. Noch ein paar Jahre und es wird überwuchert sein.
Eine leckere Mahlzeit in der Natur
Zurück am Boot sind Kaj und Katri schon am kochen. Es gibt Bratkartoffeln mit frischem Fisch. Kaj filetiert gekonnt ca. 15 Rotfedern. Eigentlich ist das ein extrem grätenreicher Fisch, er schafft es, dass in keinem der Filets auch nur eine einzige zu finden ist. Das Essen weit draußen in der Natur ist unglaublich schmackhaft. Wir verputzen zwei große Pfannen voller Kartoffeln und Fisch.
Als Abschluss gibt es noch Kaffee, und wir schauen uns das Innere des kleinen Holzhüttchen am Anleger an. Hätten nicht damit gerechnet, dass da etwas drinnen ist. Doch es ist eingerichtet mit zwei Betten und allem, was man zum Überleben braucht. Alleingelassen hätten wir wenigstens ein Dach über dem Kopf gehabt.
Die Chance mit einem Fischer, der noch dazu hier geboren ist, zu schwätzen, nutzten wir natürlich aus. „Wie ist es hier, im Winter?“
„Das Leben ist hart hier im Norden“ meint Kaj, „aber auch richtig gut. Ich essen fast jeden Tag frischen Fisch, wir bauen unsere eigenen Kartoffeln an, zusammen mit meinem Bruder habe ich etwa 50 Highland Rinder auf Jurmo“. Auch Katri, die von der Stadt hergezogen ist, fühlt sich sehr wohl. Sie meint: „jetzt haben wir auch noch Hühner und müssen keine Eier mehr kaufen“ Auch sie genießt die Ruhe auf den Alandinseln.
Da Kaj andauernd vom Leben als Fischer schwärmt, vor allem vom Licht in den frühen Morgenstunden, von der Ruhe allein auf dem Meer und dem Leben im Einklang mit der Natur, werfe ich ein, dass das doch super Fotos geben müsste – vom Fischer, morgens um 5:00 Uhr allein auf dem Meer. Kaum hatte ich das ausgesprochen, da zückte er sein Handy. „Das Wetter ist morgen gut, der Wind läßt nach. Also, morgen um 5:15 Uhr?“ Meine Augen strahlen, „ja, super, da freue ich mich drauf!“
Abendstimung in Jurmo
Bootshäuser von Jurmo
Die Jurmo Fähre, Pause bis zum nächsten Tag
„Besser, ihr übernachtet auf Jurmo. Die Fähre legt gleich ab.“ Wir springen schnell ins Womo und fahren auf die kleine Fähre. Zehn Minuten später auf Jurmo, finden wir 200 m hinter dem Fähranleger einen öffentlichen Badestrand mit Plumpsklo, dort stellen wir uns direkt neben Kajs Bootshaus hin. Ich lege mich früh ins Bett, schaue trotzdem nachts noch nach den Sternen und dem Nordlicht (es kam leider keines!).
Die Insel Jurmo
Die Insel Jurmo ist bekannt für die Highland Rinder. Kaj meinte, dass diese Rasse sich am besten für Jurmo eignet, weil sie auch in dicht bewachsenem Gelände bewegen und dieses wieder zugängig machen. Auf der Insel leben 25 Leute und ca. 50 Highland Rinder. Der kleine Laden hat nur im Sommer geöffnet, im Winter müssen die Menschen die Fähre zur etwas bewohnteren Insel Brandö nehmen um Einkaufen zu können. Die wenigen Schulkinder von Jurmo nehmen morgens die Fähre nach Brandö und werden dort vom Taxi abgeholt und zur Schule gefahren.
Jurmo Highland Rind
Die live Reiseberichte über die Aland Inseln mit zahlreichen Interviews
Ein Elch in der Nacht
Nur kurz vorab ein Foto von gestern nacht. Vor dem Hotel und Restaurant in Havs Vidden steht dieser Elch, die Nacht war wieder sternenklar, ein Hauch von Nordlicht hing im Norden. Die Elch Skulptur, die als Hochsitz oder Aussichtsturm dient ist von dem Künstler JUHA PYKÄLÄINEN
Das Foto ist aus ca. 40 Einzelaufnahmen entstanden. Die Beleuchtung vor der Skulptur machte eine einzelne 15 Minuten lange Aufnahme unmöglich.
Bald meer…
Elch und Sterne, Havs Vidden
Die live Reiseberichte über die Aland Inseln mit zahlreichen Interviews