Zum ersten Mal planten wir eine längere Radtour mit Übernachtungen. In der Nacht davor schüttete es stundenlang, es hörte bis 12:00 Uhr mittags nicht auf. Ich lag Stunde um Stunde im Bett und überlegte, wie das wohl wird im Zelt und auf den Rädern. Aus früheren Zeiten hatte ich nasse Campingtouren in eher schlechter Erinnerung. Doch: wir hatten das jetzt vor und dann machen wir das auch!
Packen im Wohnmobil
Wir fingen also spät an zu packen, was im engen Mobil nicht ganz so einfach war. Außerdem haben wir in diese Richtung ja gar keine Routine. Immer stand die Frage im Raum: „Brauchen wir das oder nicht?“ Schließlich strahlte die Sonne vom wolkenverhangenen Himmel. Die erste Fähre war nur 9 km entfernt, es war schon Nachmittag und wir zogen los.
Von Svinö auf Lumparland nahmen wir die Fähre nach Degerby auf Föglö. Wir zahlten 24 Euro und verbrachten die halbe Stunde auf Deck. Der Blick von oben herab auf die Schären war wunderbar. Ich war aufgeregt! Würden wir auch was zum Essen finden – wir sind nicht vollständig auf Camping eingestellt, einen Kocher haben wir nicht und auch nicht genügend große Taschen für die Räder. Aber, wir sind ja in bewohntem Gebiet, da leben ja Leute, die auch was essen müssen.
Wir steigen auf die Räder um
Wir radelten direkt weiter und schauten uns den größten Ort der Insel nicht an. Leider. Aber wir wußten nicht, wie lange wir brauchen würden und wie alles klappen würde. Es waren nur etwa 10 einfache Kilometer bis zum Camping Platz. Ein einsames Zelt stand auf dem Platz, niemand war da.
Wir bauten gemütlich unser Zelt auf und organisierten uns etwas. Am Himmel zogen große, schwere Wolken auf. Einige Zeit später radelte ein Pärchen auf den Platz, auch Deutsche. Logischerweise schwätzten wir und hörten auch so schnell nicht mehr auf. Die beiden – Sandra und Peter – sind „Outdoor Profis“ und wir hatten viel zu lernen.

Unser Zelt auf Föglö, Aland

Vor dem Gewitter auf Föglö

Abendstimmung am Wasser, Aland

Einladung zum Schwimmen
Wir hatten viel vergessen…
Hungrig schauten wir in unsere Essenstasche und merkten schnell, dass wir ziemlich hektisch gepackt hatten. Wir hatten Butter dabei aber das Knäckebrot vergessen, wir hatten frische Milch aber das Müsli im Womo liegen lassen. Jetzt waren wir doch weit vom nächsten Laden, der sowieso geschlossen hatte und konnte nichts mehr besorgen. So hielten wir uns an die abgekochten Eier und Nüsse.
Sandra gab Amy eine Runde Müsli aus, das war klasse! Wir saßen bis spät abends gemeinsam in der Küche und schlichen gerade zum Zelt als die ersten Blitze die dunkle Nacht erhellten. Und so ging es dann auch weiter.
Die erste Nacht im Zelt verbringen wir in einem Gewitter
An Schlaf war nicht zu denken. Wir hatten das Zelt falsch aufgebaut und alle Heringe auf das Innenzelt verwendet, am Schluss hatten wir keine mehr um das Außenzelt ordentlich zu spannen. Der Regen klatsche drauf und beide Zelte klebten innerhalb von Minuten nass aufeinander. Innen ist unser Viermann Zelt zu klein für vier Erwachsene mit Radgepäck. Wir lagen also dicht an dicht und zählten die Sekunden nach dem Blitz: einundzwanzig, zweiund…DONNER. Hui, ich hab Angst im Gewitter! Die Kids hatten keine, die schliefen alsbald wenn auch unruhig ein. Ich fand die ganze Nacht keine Ruhe, lag auch sehr unbequem auf der wenig aufgeblasenen Isomatte.
Wir müssen noch viel lernen – aber, es macht Spaß
Naja, irgendwo müssen wir ja anfangen unsere Campingerfahrung zu sammeln. Jetzt hatten wir schonmal ein paar Dinge gelernt.
Es regnete morgens bis ca. 9:00 Uhr, wir frühstückten. Ja, Nüsse und Eier! Sandra spendierte uns einen Teebeutel, so hatten wir was Warmes zum Trinken. Ich dachte, da wir eh keinen Kocher haben, brauchen wir ja keine Teebeutel.
Das Zelt stand nun im Wind und in der Sonne und trocknete ein wenig. So ganz packfertig wurde es zwar nicht, aber auf den kleinen Inseln sollte man die Fährzeiten im Blick halten. Wir räumten also das leicht feuchte Zeit in die Radtaschen und zogen los. Eine Seilfähre trennte uns vom Fähranleger, aber weit war es nicht. Ich hätte mir ja gern die Insel noch genauer angesehen, aber einen ganzen weiteren Tag würden wir dafür nicht brauchen.

Abendstimmung auf den Schäreninseln, Aland

Abendstimmung auf den Schäreninseln, Aland
Anregende Gespräche
Nun strahlte die Sonne wieder und wir standen mit Sandra und Peter am Anleger und warteten auf die Fähre. Diesmal kostete die Fahrt nichts und sie dauerte ca. 1,5 Stunden während wir von oben auf die Schären schauten und Peter ganz begeistert von vielen schönen Kajakanlegeplätzen erzählte, die er von oben sah. Wir lernten unglaublich viel über Fähren, die Schären, Kajakfahren und und und
Ich genoß die Fahrt in vollen Zügen. Es war klasse…
Und was halten unsere Teenager von diesem Unternehmen?
Noah fand es nicht so gut, weil er, wenn das Zelt einmal aufgebaut ist, nicht wirklich was mit seiner Zeit anzufangen weiß. Er meckerte also ziemlich ausgiebig und ließ es uns in allen Variationen wissen, dass es ihm nicht gefiel. Radelten wir erstmal, war es wieder gut. Wir müssen also überlegen, wie wir noch aktiver sein können. Wir sind ja ständig mit dem Schauen nach Motiven und dem Fotografieren beschäftigt.
Amy fand es ganz gut, nur die Tatsache, dass wir das Müsli vergessen hatten, war nicht wirklich prickelnd. Den Regen der Nacht hatten wir alle wohlbehalten überstanden – das Zelt war trotz falschem Aufbauens innen trocken geblieben. Nur brauchen wir entweder ein größeres Zelt oder zwei kleinere, damit es auch drinnen halbwegs gemütlich ist. Unsere Schlafsäcke und Isomatten sind viel zu groß als Radgepäck. Da nervt das Einpacken, weil wir riesige Mülltüten benutzen müssen, um sie halbwegs wasserdicht einzupacken.
Ich fand es erstmal klasse. Etwas Neues! Es war auf jedem Fall aufregend.
Da es so viel zu tun gibt, habe ich weing Zeit zu Schreiben, und den Text nicht nochmal korrekturlesen. Verzeiht also bitte alle Tipp- und sonstige Fehler.
Die live Reiseberichte über die Aland Inseln mit zahlreichen Interviews
Aland Inseln – Radtour nach Föglö und Zelten im Gewitter
Zum ersten Mal planten wir eine längere Radtour mit Übernachtungen. In der Nacht davor schüttete es stundenlang, es hörte bis 12:00 Uhr mittags nicht auf. Ich lag Stunde um Stunde im Bett und überlegte, wie das wohl wird im Zelt und auf den Rädern. Aus früheren Zeiten hatte ich nasse Campingtouren in eher schlechter Erinnerung. Doch: wir hatten das jetzt vor und dann machen wir das auch!
Packen im Wohnmobil
Wir fingen also spät an zu packen, was im engen Mobil nicht ganz so einfach war. Außerdem haben wir in diese Richtung ja gar keine Routine. Immer stand die Frage im Raum: „Brauchen wir das oder nicht?“ Schließlich strahlte die Sonne vom wolkenverhangenen Himmel. Die erste Fähre war nur 9 km entfernt, es war schon Nachmittag und wir zogen los.
Von Svinö auf Lumparland nahmen wir die Fähre nach Degerby auf Föglö. Wir zahlten 24 Euro und verbrachten die halbe Stunde auf Deck. Der Blick von oben herab auf die Schären war wunderbar. Ich war aufgeregt! Würden wir auch was zum Essen finden – wir sind nicht vollständig auf Camping eingestellt, einen Kocher haben wir nicht und auch nicht genügend große Taschen für die Räder. Aber, wir sind ja in bewohntem Gebiet, da leben ja Leute, die auch was essen müssen.
Wir steigen auf die Räder um
Wir radelten direkt weiter und schauten uns den größten Ort der Insel nicht an. Leider. Aber wir wußten nicht, wie lange wir brauchen würden und wie alles klappen würde. Es waren nur etwa 10 einfache Kilometer bis zum Camping Platz. Ein einsames Zelt stand auf dem Platz, niemand war da.
Wir bauten gemütlich unser Zelt auf und organisierten uns etwas. Am Himmel zogen große, schwere Wolken auf. Einige Zeit später radelte ein Pärchen auf den Platz, auch Deutsche. Logischerweise schwätzten wir und hörten auch so schnell nicht mehr auf. Die beiden – Sandra und Peter – sind „Outdoor Profis“ und wir hatten viel zu lernen.
Unser Zelt auf Föglö, Aland
Vor dem Gewitter auf Föglö
Abendstimmung am Wasser, Aland
Einladung zum Schwimmen
Wir hatten viel vergessen…
Hungrig schauten wir in unsere Essenstasche und merkten schnell, dass wir ziemlich hektisch gepackt hatten. Wir hatten Butter dabei aber das Knäckebrot vergessen, wir hatten frische Milch aber das Müsli im Womo liegen lassen. Jetzt waren wir doch weit vom nächsten Laden, der sowieso geschlossen hatte und konnte nichts mehr besorgen. So hielten wir uns an die abgekochten Eier und Nüsse.
Sandra gab Amy eine Runde Müsli aus, das war klasse! Wir saßen bis spät abends gemeinsam in der Küche und schlichen gerade zum Zelt als die ersten Blitze die dunkle Nacht erhellten. Und so ging es dann auch weiter.
Die erste Nacht im Zelt verbringen wir in einem Gewitter
An Schlaf war nicht zu denken. Wir hatten das Zelt falsch aufgebaut und alle Heringe auf das Innenzelt verwendet, am Schluss hatten wir keine mehr um das Außenzelt ordentlich zu spannen. Der Regen klatsche drauf und beide Zelte klebten innerhalb von Minuten nass aufeinander. Innen ist unser Viermann Zelt zu klein für vier Erwachsene mit Radgepäck. Wir lagen also dicht an dicht und zählten die Sekunden nach dem Blitz: einundzwanzig, zweiund…DONNER. Hui, ich hab Angst im Gewitter! Die Kids hatten keine, die schliefen alsbald wenn auch unruhig ein. Ich fand die ganze Nacht keine Ruhe, lag auch sehr unbequem auf der wenig aufgeblasenen Isomatte.
Wir müssen noch viel lernen – aber, es macht Spaß
Naja, irgendwo müssen wir ja anfangen unsere Campingerfahrung zu sammeln. Jetzt hatten wir schonmal ein paar Dinge gelernt.
Es regnete morgens bis ca. 9:00 Uhr, wir frühstückten. Ja, Nüsse und Eier! Sandra spendierte uns einen Teebeutel, so hatten wir was Warmes zum Trinken. Ich dachte, da wir eh keinen Kocher haben, brauchen wir ja keine Teebeutel.
Das Zelt stand nun im Wind und in der Sonne und trocknete ein wenig. So ganz packfertig wurde es zwar nicht, aber auf den kleinen Inseln sollte man die Fährzeiten im Blick halten. Wir räumten also das leicht feuchte Zeit in die Radtaschen und zogen los. Eine Seilfähre trennte uns vom Fähranleger, aber weit war es nicht. Ich hätte mir ja gern die Insel noch genauer angesehen, aber einen ganzen weiteren Tag würden wir dafür nicht brauchen.
Abendstimmung auf den Schäreninseln, Aland
Abendstimmung auf den Schäreninseln, Aland
Anregende Gespräche
Nun strahlte die Sonne wieder und wir standen mit Sandra und Peter am Anleger und warteten auf die Fähre. Diesmal kostete die Fahrt nichts und sie dauerte ca. 1,5 Stunden während wir von oben auf die Schären schauten und Peter ganz begeistert von vielen schönen Kajakanlegeplätzen erzählte, die er von oben sah. Wir lernten unglaublich viel über Fähren, die Schären, Kajakfahren und und und
Ich genoß die Fahrt in vollen Zügen. Es war klasse…
Und was halten unsere Teenager von diesem Unternehmen?
Noah fand es nicht so gut, weil er, wenn das Zelt einmal aufgebaut ist, nicht wirklich was mit seiner Zeit anzufangen weiß. Er meckerte also ziemlich ausgiebig und ließ es uns in allen Variationen wissen, dass es ihm nicht gefiel. Radelten wir erstmal, war es wieder gut. Wir müssen also überlegen, wie wir noch aktiver sein können. Wir sind ja ständig mit dem Schauen nach Motiven und dem Fotografieren beschäftigt.
Amy fand es ganz gut, nur die Tatsache, dass wir das Müsli vergessen hatten, war nicht wirklich prickelnd. Den Regen der Nacht hatten wir alle wohlbehalten überstanden – das Zelt war trotz falschem Aufbauens innen trocken geblieben. Nur brauchen wir entweder ein größeres Zelt oder zwei kleinere, damit es auch drinnen halbwegs gemütlich ist. Unsere Schlafsäcke und Isomatten sind viel zu groß als Radgepäck. Da nervt das Einpacken, weil wir riesige Mülltüten benutzen müssen, um sie halbwegs wasserdicht einzupacken.
Ich fand es erstmal klasse. Etwas Neues! Es war auf jedem Fall aufregend.
Da es so viel zu tun gibt, habe ich weing Zeit zu Schreiben, und den Text nicht nochmal korrekturlesen. Verzeiht also bitte alle Tipp- und sonstige Fehler.
Die live Reiseberichte über die Aland Inseln mit zahlreichen Interviews
Radfahren auf den Aland Inseln
Wir sind gerade sehr viel unterwegs in der Natur. Mit dem Rad besuchten wir ein paar kleinere Inseln und waren nur unterwegs. Mit Kameras aber ohne Computer und Internet. Unsere erste Nacht im Zelt verbrachten wir in heftigen Gewittern. Heute lernten wir Kajak fahren – jetzt habe ich echt ein Problem! Davon will ich jetzt noch mehr!
Morgen werde ich versuchen mehr zu schreiben. Bis dahin erstmal ein paar Fotos.
Gewitterwolken über den Aland Inseln
Küste bei Geta, Åland, Finnland
Elchskulptur des Künstlers Juha Pykäläinen in Havs Vidden, Åland, Finnland
Geta, Åland, Finnland
Aland Inseln, Lumparland
Nach zwei Tagen ziehen wir ohne Esra und Anja weiter gen Norden. Das fühlt sich schon komisch an. Nun ist das Wohnmobil leichter und wir haben etwas mehr Platz, was auch gut ist.
Nach kurzer Zeit stecken wir im Stau in Stockholm fest, so dauert die Fahrt länger als es uns lieb ist. Aber, wir haben Zeit.
Grisslehamn
Die Fähre nach Aland geht erst am nächsten Morgen und nach Grisslehamn sind es nur etwa 200 km. Wir kaufen noch ein, und finden dann am Fähranleger einen schönen Stellplatz, den wir nicht zahlen können, weil die Bude schon geschlossen ist.
Am nächsten Morgen machen wir uns früh zum Fähranleger auf, denn wir haben zwar die Buchung aber keine Bordkarten.
Der Fischerhafen von Grisslehamn
Die Fährfahrt nach Aland
Die Fähre wird voll, zahlreiche Autos, ein paar Pferdewagen, eine Gruppe Motorradfahrer und zig Fußpassagiere stehen an. Entsprechend laut ist es im Inneren der Fähre, aber es ist warm und so setzen wir uns draußen aufs Deck und schauen den blauen Himmel und Ostsee und die weißen Wölkchen an. Die Leute trinken unglaublich viel Bier, und das obwohl es erst 10:00 Uhr morgens ist. Nach einer Weile holen immer mehr Leute auch noch Wein. Ich hoffe, die Auto- und LKW-Fahrer bleiben nüchtern.
Von weitem sieht Aland unspektakulär aus. Ein flaches Eiland mit viel Wald. Wir sind die ersten, die vom Schiff fahren, es ist also sehr gemütlich. Wir fahren direkt nach Mariehamn, um im Vistorcenter Infos zu bekommen. Vor allem die Fähren zu den kleinen Inseln und eine Möglichkeit zu den Leuchttürmen zu kommen interessieren uns. Die Leuchttürme scheinen nur schwerlich und für gutes Geld erreichbar zu sein. Für die Fähren bekommen wir ein kleines Heftchen. Es sieht schon was kompliziert aus – anscheinend beginnt am Montag bereits die Nachsaison, mal sehen, wieviele kleine Inseln wir erkunden können!
ein letzter Blick nach Schweden
Sonnenbad auf dem Deck der Fähre
Fähre nach Eckerö
Lumparland
Wir fahren nach Lunparland, wo Freunde – schwedische Homeschooler – wohnen. Am Ende einer Straße besuchen wir ein Naturreservat, wo es einen Vogelbeobachtungsturm gibt. Wir fahren ein klein wenig Rad – vielleicht so 10 km – und wandern im Naturschutzgebiet. Auch auf den Aland Inseln genießen wir die absolute Ruhe. Traumhaft.
Mit Stefan und seinen beiden Kindern gehen wir am nächsten Tag schwimmen. Die Ostsee hat jetzt nach einem langen, warmen Sommer 20°C, das ist sehr angenehm. Amy und ich schwimmen, die Männer sitzen nur am Steg und schauen zu. Feiglinge. Das Bad tut wirklich gut. Danach sitzen wir lange in der Sonne und wärmen und trocknen uns.
Wir machen eine erste kurze Radtour von 15 km, fahren entlang der Straße und fotografieren diese schönen Windmühlen. Auf einem geschotterten Feldweg quälen wir uns Richtung Ostsee, die leider nur selten zu sehen ist. Meist führen kleine, private Pfade zur See, wo Häuser oder Ferienhäuser stehen.
Ich meditiere gegen Abend mindestens eine Stunde ganz allein auf dem Steg – außer dem leisen Plätschern des Wassers, den Wind in den Blättern der Bäume und dem Gesang der Vögel höre ich nur meine Gedanken und selbst die schalte ich aus. Ich fühle mich wunderbar ruhig und entspannt. Das ist Genuß pur! Wunderbar!
Gabi in der Natur
Klohäuschen im Wald
Morgens am Meer
Selfie von Gunter
Mittsommerbaum und unser Mobil
Beim Reingehen ist das Wasser noch kalt
Amy springt mutig ins Wasser
Eine der schönen Windmühlen
Vogelbeobachtungsturm im Naturschutzgebiet
Aländische Briefkästen
Die live Reiseberichte über die Aland Inseln mit zahlreichen Interviews
Haare schneiden in der schwedischen Natur
Wie immer, wenn wir durch Schweden fahren, machen wir Halt in Askö, wo wir unsere Freunde besuchen. Einmal im Jahr muss das sein! Wir kennen uns seit mindestens 15 Jahren, sahen unsere Kinder gemeinsam groß werden. Im Jahr 2010 verbrachten wir drei Monate im Nachbarhaus. Das war der beste und schneereichste Winter, den wir je hatten.
Freunde besuchen
Nun, wir besuchten Maria & Magnus und Kids (bei unseren Freunden werden es auch mehr, Jake aus England und Andrew aus Neuseeland wohnen jetzt auch hier) Wir reisten diesmal ja auch zu sechst an.
Wir verteilten uns auf den großen Gelände, erzählten, kochten und aßen zusammen. Ich lief mit Maria schwätzend durch die Gegend. Die Gespräche und die Ruhe taten so gut!
Viktoria übt sich als Friseuse. Sie schneidet ihrem Freund Jake schon lange die Haare, mithilfe von Youtube Filmen verbesserte sie ihr Können. Noah hatten ganz dringend einen Haarschnitt nötig, er traute sich als erster. Dann war noch Jake und Marias Mutter dran.
Kurzhaarfrisur für alle
Erst später am Abend, Amy hatte die ganzen Frisuren den Tag über bewundert, wolle auch Amy eine neuen Haarschnitt. Sie will schon länger eine Kurzhaarfrisur, doch niemand traut sich da ran. Immer kommt doch ein Pagenschnitt raus. Nicht so bei Viktoria, munter schnippelte sie vor sich hin, die Haar fielen in langen Büscheln und schwupps da hat Amy endlich mal richtig kurze Haare. Das läßt Esra sich nicht entgehen – schließlich steht er vor seiner ersten langen Radtour. Auch er begibt sich unter die Schere und läßt seinen Kopf verschönern.
Das Ganze geschieht im Freien und dem Gelächter und den frechen Kommentaren zahlreicher Schaulustiger.
Amy vor dem Haarschnitt
Amy nach dem Haarschnitt
Esra mit den Krakenhänden
Esra bekommt auch eine neue Frisur
Fahrt nach Rostock – leider zu spät zur Hanse Sail und auf nach Schweden
Freunde in der Nähe von Halle
Wir übernachteten in der Nähe von Halle bei unseren Freunden Ina und Bernhard. Der Bauernhof der beiden beeindruckt mit immer sehr. Vor allem die Ziegen, die auf einer riesigen Wiese laufen und viel Platz und Futter haben. Was mich aber am meisten fasziniert ist der leckere Ziegenkäse. Wir begleiteten die beiden zu den Ziegen und Anja und Esra versuchten zu melken. Es war schwieriger als es aussah, doch beide schafften es, Milch aus den Zitzen zu befördern.
Wir saßen abends zusammen und quatschten und genossen es.
der Ziegenbock
Anja versucht sich beim Melken
Fahrt nach Warnemünde
Nach dem Frühstück zogen wir weiter gen Norden. Wir hatten die Fähre für Montags früh gebucht und ich dachte mit etwas Glück sehen wir noch ein paar Segelboote der Hanse Sail in Rostock. Ein Stau machte uns einen Strich durch die Rechnung. Wir bewegten uns im Schneckentempo Richtung Meer, kamen daher viel zu spät in Warnemünde an. Die Menschenmassen waren noch da, zwei Dreimaster lagen mit eingefahrenen Segeln im Hafen, ansonsten gab es nichts außergewöhnliches zu sehen. Wir parkten direkt am Hafen auf dem Stellplatz und liefen entlang der schließenden Essensbuden nochmal zum Leuchtturm.
Da der Wecker morgens um kurz nach sechs scheppern würde, legten wir uns gegen 22:00 Uhr ins Bett. Einer mußte auf dem Boden schlafen, wir sind ja zu sechst. Für diese kurze Nacht würde sich kein Campingplatz lohnen, meist kommt man von den Plätzen auch so früh nicht runter.
Aussicht vom Riesenrad – Amy und Noah waren mit dem Riesenrad gefahren. Danach wurde es bis spät in die Nacht abgebaut
Kreuzfahrtschiff
Die Fährfahrt nach Trelleborg
Wie erwartet rappelten die Wecker ganz früh, wir sprangen raus, frühstückten nicht, weil wir dachten, das könnten wir noch in der Warteschlange an der Fähre tun. Doch diesmal mußten wir nicht warten, überhaupt nicht. Wir wurden direkt durchgewunken und mußten leider ganz hoch über mehrere Rampen ins Schiff fahren.
Die Fähre hatte keine Tische außerhalb des Restaurants. Wir setzten uns also hinein und holten uns sogar Frühstück. Es kostet sechs Euro, was wir sehr günstig fanden. Wir futterten natürlich alles ratzeputz weg, das sind wir im Wohnmobil ja so gewohnt.
Unsere Kids waren entsetzt, wieviel sich die Leute auf die Teller luden, nur um es dann wegzuwerfen. Ganze Ladungen von Pfannenkuchen und Brötchen landeten im Müll. Die unversehrten hartgekochten Eier sammelte Esra aus dem Müll.
Amy schläft im Ruheraum der Fähre
Esra und Anja genießen die Sonne an Deck
Die Fähre tuckerte sechs Stunden lang Schweden entgegen, wir spielten Karten oder dösten vor uns hin. Das Herunterfahren dauerte unglaublich lange, was daran lag, dass alle Fahrzeuge im Schiff wenden mußten. Schließlich fuhren wir in den schwedischen Sonnenschein.
Kurz hinter Malmö fanden wir uns im Stau wieder. Hier gab es Bauarbeiten. Wir hatten etwa 570 km bis zu unseren Freunden in der Nähe von Stockholm vor uns, schafften die Strecke nicht.
Der Leuchtturm und der Mond am Vätternsee
Wir fuhren entlang des Vätternsees, wählten aber die Route ohne Autobahn, damit wir bessere Chancen auf einen Campingplatz hatten. Wir fanden keinen und da der See so wahnsinnig groß war, dauerte es extrem lang, bis wir zum auf der ADAC eingegezeichneten Campingplatz kamen. Am Bodensee wären wir schon über zig Campingplätze gestolpert. In Hjo sahen wir im Hafen ein Wohnmobil stehen, wir stellten uns dazu. Was mich ganz besonders begeisterte: es gab im Hafen gleich ZWEI Leuchttürme. Ah, wie genial! Das Licht war gerade super gut, ich zog sofort mit der Kamera los. Hinter eine Wolke kam der Supervollmond hoch! Noch besser, ich kramte das Teleobjektiv raus und klickte munter weiter vor mich hin. Lang hält so ein Mond-Leuchtturm-Motiv eh nicht, dann wir der Mond zu grell und er steigt zu hoch in den Himmel hinauf.
Wir schliefen wieder zu sechst im Mobil, wollten im Hafen nicht das Zelt aufbauen obwohl da ein frischen Strück Rasen gewesen war.
Leuchtturm in Hjo, Vätternsee
Leuchtturm in Hjo, Vätternsee
Leuchtturm und Mond am Vätternsee
Reisestart – Ostseeinseln
Wir sind endlich unterwegs. Das Packen war diesmal schwieriger als sonst, weil wir erstmals Fahrräder dabei haben. Und wir sind zu sechst: Esra’s Freundin Anja-Melanie ist mit uns unterwegs.
Wir haben da ein paar ziemlich alte Fahrräder, die aber noch gut sind, vor allem nachdem Gunter und die Jungs sie alle gründlichst überholt hatten. Nur entdeckte Gunter beim Warten seines 23 Jahre alten Mountain Bike einen Haarriss am Lenkrohr. Wir mussten also dieses Rad noch ersetzen, leider. Also kauften wir zwei Tage vor Abfahrt noch ein gebrauchtes Mountain Bike, Reiseräder gab es gerade keine. Das Aufrüsten mit Gepäckträger und Schutzblechen dauerte auch nochmal einen Tag aber dann packten wir es mit dem Packen.
Wir fahren jetzt erstmal zu unseren Freunden nach Askö, südlich von Stockholm und machen uns Ende der Woche nach Aland auf.