Der Kurztest der Canon PowerShot G15
hat mir Spass gemacht, da habe ich überlegt, da liegt noch die Leica X2
im Schrank, originalverpackt und wohlbehütet. Irgendwie habe ich mich noch nicht an das edle Teil herangetraut, es mehr als Schmuckstück denn als Werkzeug wahrgenommen. Aber was solls, eine Kamera ist zum Fotografieren da und nicht für die Vitrine.
Leica hat sich alle Mühe gegeben, die Wertigkeit der X2 zu unterstreichen und betont, dass sie handgefertigt Made in Germany ist. Schon das Auspacken weicht von dem Gewohnten ab. Die Kamera wird in einem silberfarbenen Karton geliefert. Beim Öffnen klappen die Seiten wie eine sich öffnende Blüte nach außen weg und geben eine Art schwarzes Kabinett frei. Unter dessen magnetfixierten Klappen finden sich zwei Schubladen mit dem Zubehör und den Anleitungen, und obenauf eine weitere schwarze Box, in der die Kamera in ihrem Schaumstoffbett ruht.

Leica X2 Verpackung

Leica X2 Frontansicht
Beim Test der Canon G15 habe ich den Schwerpunkt auf einfache Bedienbarkeit für den fotografischen Laien gelegt. Dagegen ist die Leica X2 primär für erfahrenere Fotografen konzipiert und sollte auch entsprechend geprüft werden.
Der professionelle Anspruch fällt schon beim Durchlesen der ausführlichen Bedienungsanleitung auf. Ein paar Beispiele:
- Alle Belichtungsparameter und die Entfernung lassen sich auch manuell einstellen
- Zwei für benutzerdefinierte Weißabgleich-Einstellungen lassen sich speichern
- Unter den Blitzfunktionen gibt es eine Studioblitz-Auslösefunktion
- Die Bildergebnisse werden kaum geschärft und auch nicht rauschreduziert
Der letzte Punkt ist der Wichtigste, weil dabei die Bilder frisch aus der Kamera nicht immer das mögliche Optimum darstellen. Hier darf der Fotograf hinterher noch Hand anlegen. Für diesen Fall bietet die Leica das DNG (Digital Negative)-Format, für dessen Bearbeitung liegt eine Voll-Lizenz von Adobe Lightroom 5 dabei.
Allerdings dürfte dies nur unter schwierigen Lichtbedingungen nötig sein, dann hat man aber die Möglichkeit, selbst das Maximum an Bildqualität herauszuholen, unter Berücksichtigung der persönlichen Präferenzen.
Natürlich ist die Leica X2 auch als Schnappschusskamera einsetzbar, wenn es mal schnell gehen muss. Vollautomatik (Zeit- und Blendenwählrad jeweils auf A-Position), Auto-ISO, Auto-Weißabgleich und Blitzautomatiken, lassen auch unbeschwertes Fotografieren zu. Zusätzlich ist das alles noch individuell konfigurierbar.

Die Leica X2 von oben
Jetzt geht es ans Fotografieren. Leider ist es draußen neblig, trüb und grau, ein typischer Mitt-Dezember-Tag eben. Mal sehen was sich machen lässt.
Zuvor gehe ich das Menü durch, die meisten Einstellung betreffen die Bildqualität. Für Schärfe, Kontrast, Farbsättigung, Farbraum, Messmethoden und Auflösung lasse ich vorerst die Standardwerte bestehen, die Testerei würde sonst ausufern.
Ergonomie
Die Kamera wirkt solide, wie aus einem Metallblock herausgefräst. Alles ist sorgfältig und penibel verarbeitet. Durch den Lederbezug fühlt sie sich angenehm an, und riecht auch gut. Die Leica hat keinen Handgriffwulst, den habe ich auch nicht vermisst. Einen ausgeprägten Handgriff mit Bodenplatte gibt es als Zubehör.
Die Funktionen der wenigen Bedienelemente sind ohne Handbuch klar ersichtlich. Auf der Oberseite gibt es ein Wählrad für die Zeiten und eins für die Blenden. Der Ein-Ausschalter ist um den Auslöser angeordnet und wählt Einzel- oder Serienbildfunktion. Alles wirkt langlebig und läuft spielfrei.
Auf der Rückseite finden sich links neben dem Display fünf Einstelltasten, rechts neben dem Display liegt der Multicontroller. Alle Tasten sind klar beschriftet und mit je einer Funktion. Das ist übersichtlich, schnell und simpel.
Die Einstellungen des Menüs sind in einer einzigen durchgehenden Liste angeordnet. Die wichtigsten sind oben, seltener benötigte weiter unten zu finden. Das alles macht einen durchdachten Eindruck. Spielereien, wie Motivprogramme und Effektfilter gibt es nicht.

Leica X2 Rückansicht
Handhabung
Beim Einschalten weist die Leica höflich darauf hin, doch den Objektivdeckel abzunehmen, falls er noch drauf ist, dann kanns aber los gehen. Ich mache ein paar Innenaufnahmen, dann schaue ich draußen, ob es bei dem trüben Wetter was aufzunehmen lohnt. Nicht wirklich, zumindest muss ich bei dem Dämmerlicht die ISO-Werte hochdrehen. Die Belichtungsautomatiken und die ISO sind blitzschnell gewechselt. Die Wählräder auf der Oberseite haben A-Stellungen für Zeit- und Blendenautomatik. Stehen beide Räder auf A, bedeutet das Programmautomatik. Mit der Option des Programmshifts kann man auch hier seine Zeit-Blendenpaare selbst bestimmen. Eine Einschränkung besteht bei den Belichtungsautomatiken: als längste Zeit wird die 1/2 Sekunde eingestellt, mit entsprechender Warnung. Der erweiterte Zeitenbereich bis 30 Sekunden ist aber manuell einstellbar.
Der eingebaute Blitz klappt auf Hebeldruck heraus. Er ist nicht übermäßig kräftig, hellt aber harmonisch auf, ohne zu überblitzen und bietet eine ganze Reihe von Einstellmöglichkeiten. In Verbindung mit höheren ISO-Werten lässt sich auch ein komplettes Zimmer ausleuchten. Wer mehr Leistung braucht, kann externe Blitzgeräte anschließen.
Was ich bei meinem Gartenausflug vermisst habe, ist eine Makroeinstellung. Die Leica geht bis auf 30 cm an das Motiv heran, das ist nicht sehr viel . Anscheinend ist die Naheinstellung auch dem hohen Anspruch an die Abbildungsqualität zum Opfer gefallen.
Alles in allem ist die Leica X2 sehr einfach zu verstehen und zu bedienen, vorausgesetzt man ist kein absoluter Fotografie-Neuling. Ich habe bei diesem Test vorwiegend die Belichtungsautomatiken benutzt, die Leica lädt aber förmlich dazu ein, es mit den manuellen Einstellungen zu versuchen.

Tristesse: Blick über den Zaun. 1/160 sec. Blende 5.6 ISO 1600

Ausschnitt 1 in Originalauflösung Bildmitte: Blick über den Zaun. 1/160 sec. Blende 5.6 ISO 1600. Bitte aufs Bild klicken!

Ausschnitt 2 in Originalauflösung rechts oben: Blick über den Zaun. 1/160 sec. Blende 5.6 ISO 1600. Bitte aufs Bild klicken!
Autofokus und manuelle Entfernungseinstellung
Der 11-Punkt-Autofokus scannt den Bildbereich und zeigt, wo er scharfgestellt hat. Aus diesen Informationen ermittelt er die einzustellende Entfernung. Das ist bei Schnappschüssen schon komfortabel. Wenn ich aber bei offender Blende die Schärfe auf ein ganz bestimmtes Detail legen will, schalte ich lieber auf Einzelfeld-, oder sogar auf Spot-Autofokus um. Die Entfernung lässt sich entweder speichern und der Bildausschnitt verändern, oder man verschiebt den Autofokus-Rahmen auf dem Monitor. Schwierig wirds unter extremen Lichtbedingungen, wie Silhouetten von Personen vor hell erleuchteten Fenstern, oder bei schnell bewegten Objekten. Da kann es zu Fehlmessungen kommen, oder der Autofokus ist einfach nicht schnell genug. Das Problem haben aber viele Kameras. Hier schlägt die Stunde der manuellen Entfernungseinstellung. Zum Einen kann ich über das hintere Wählrad die Entfernung stufenlos verstellen und mit einem fünffach vergrößerten Ausschnitt genau beurteilen, zum Anderen kann ich bei Blende 5.6 oder 8 eine mittlere Entfernung von sagen wir mal 3 bis 4 m einstellen und habe so die klassische Reporter- und Schnappschusskamera, die verzögerungsfrei auslöst.
Die Bildqualität
Das ist das zentrale Thema der Leica X2. Alle Bedienelemente, das Objektiv und die Einstellungen sollen die bestmögliche Abbildungsqualität ermöglichen. Kompromisse werden keine gemacht.
Das ist auch hervorragend gelungen. Schon die ersten Bilder, die ich bei der Preisverleihung geschossen habe, haben eindrucksvoll gezeigt, was ein Spitzenobjektiv in Verbindung mit einem Sensor im APS-C-Format zu leisten vermag. Hier gibt es absolut nichts zu bemäkeln. Das einzige, was die Schärfe ruinieren kann, sind zu lange oder unangepasste Verschlusszeiten, besonders bei bewegten Objekten.
Bis 800 ISO sind Detailauflösung und Rauschen absolut unkritisch, darüber hinaus nimmt das Rauschen stetig zu und die Auflösung ab. Ab 6400 ISO wirken die JPGs der Leica schon ziemlich körnig, in der DNG-Datei lässt sich das aber am PC mit Lightroom effektiv entrauschen. So sind selbst die Bilder mit 12500 ISO zwar etwas weich, aber noch gut zu gebrauchen. Ich finde sie sogar in Verbindung mit der fließenden Unschärfe durch die offene Blende ausgesprochen aussagestark.
Der automatische Weißabgleich leistet gute Arbeit. Egal ob Glühlampen, LED-Leuchten oder Leuchtstoffröhren, das Ergebnis ist mal kälter, mal wärmer, aber nie störend farbverschoben. Für kritische Fälle jenseits der verfügbaren Settings gibt es ja noch die individuelle Messung und Speicherung. Dafür ist nur ein weißes Blatt oder eine Graukarte nötig.

Lucky Beagle, JPG aus der Leica X2. 1/125 sec. Blende 4.0, ISO 12500.

Lucky Beagle, DNG in Lightroom entrauscht. 1/125 sec. Blende 4.0, ISO 12500.

Ausschnitt in Originalauflösung aus dem mit Lightroom entrauschten Bild „Lucky Beagle“. Bitte aufs Bild klicken!

Ausschnitt in Originalauflösung aus der JPG-Datei der Leica X2 „Lucky Beagle“. Bitte aufs Bild klicken!
BITTE BEACHTEN: Die Beispielbilder in diesem Artikel sind fürs Internet in der Größe heruntergerechnet und komprimiert worden. Deswegen zeigen sie nicht die ursprüngliche Schärfe und Detailtreue.
Zubehör
Neben Tasche, Lederprotetktor und Handschlaufe gibt es einen Handgriff (ob die Leica damit in die Tasche passt?), ein Blitzgerät, einen aufsteckbaren optischen und einen elektronischen Sucher. In den Zubehörschuh passt auch Zubehör anderer Hersteller, Blitz, Sucher etc. Anscheinend funktioniert auch der elektronische Sucher der Olympus Pen Modelle an der Leica.
Fazit
Eigentlich ist schon alles gesagt. Die Leica X2 ist eine perfekt gebaute klassische Reportagekamera, die im Design eng an die ersten M-Modelle angelehnt ist. Ihre Ausstattung ist auf das Wesentliche beschränkt und auf das Erreichen der optimalen Bildqualität ausgelegt. Da hält sie locker mit den meisten DSLRs und Systemkameras mit.
Auf der Soll-Seite fehlt mir der Nahbereich. Die Videofunktion habe ich nicht vermisst, da ich eh seltener filme. Und da ist natürlich noch der Preis: Mit über 1700 Euro ist er für die Meisten weit jenseits von Gut und Böse angesiedelt. Da braucht es schon eine gute Portion Begeisterung für die Marke mit dem roten Punkt. Laut Leica rechtfertigt sich der Preis durch die arbeitsintensive Kleinserienfertigung in Deutschland, edelste Materialien und dutzendweise Fertigungs- und Qualitätskontrollen.
Man kann es natürlich auch von der anderen Seite aus betrachten. Ein Leica M9 Gehäuse kostet neu über 6000 Euro, dazu kommen noch mal ein paar Tausend Euro für Wechselobjektive. So herum gesehen ist die Leica X2 ein Schnäppchen.
Falls Du unsere Testberichte gut findest – und auch mal ein paar Reiseberichte lesen möchtest – melde Dich zu unserem Newsletter an. Er erscheint etwa alle 14 Tage!
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#5 – Unterkünfte: Wohnmobil oder Auto
Es gibt etliche Möglichkeiten, in Norwegen zu Reisen und dabei Polarlicht zu fotografieren.
1. Mit dem Wohnmobil
Wir mögen den September als Reisemonat besonders gern, weil wir noch mit dem Wohnmobil unterwegs sein können. Damit sind wir flexibel und können dorthin fahren, wo die Landschaft und das Wetter die beste Sicht auf das Nordlicht ermöglichen.In letzten live Bericht konntet ihr ja ausführlich lesen, wie wir das machen! Deswegen gibt es hier nur ein Foto von Wohnmobil und Nordlicht.
Unser Wohnmobil unter dem Polarlicht
Doch es muss nicht unbedingt ein Wohnmobil sein, Alleinreisende oder Ehepaare können auch kleinere Fahrzeuge nutzen. Und das sogar im Winter.
Lest die Erfahrungsberichte von Thomas, Rita und Lutz!
Thomas Härtrich mit dem Caddy in Nord Norwegen
Thomas Härtrich ist im Internet unter www.Norwegenfotograf.de zu finden. Er rief mich eines Tages an, weil er Fragen über das Nordlicht hatte. Seither telefonieren wir öfters mal. Auf unserer letzten Reise trafen wir uns tatsächlich in Norwegen und verbrachten ein paar Tage gemeinsam auf Litløy Fyr. Thomas reist meist allein mit seinem VW Caddy.
Gabi: Wie oft warst Du schon im Winter im Norden unterwegs? Und wie lange bist Du unterwegs?
Thomas: Im „richtigen“ Winter bisher zweimal. Um die Aurora Borealis zu fotografieren, bin ich auch gerne im September/Oktober in Nordskandinavien. Meine Touren in den Hohen Norden dauern mindestens vier Wochen, die Fahrzeiten für An- und Abreise sind nicht nur bei Eis und Schnee ziemlich lang.
Gabi: Stelle mal Dein Auto vor – das ist ja mehr als nur ein Fortbewegungsmittel. Du schläfst ja auch im Winter darin.
Thomas: Seit 2 ½ Jahren bin ich mit einem VW-Caddy unterwegs, den ich zum Ein-Mann-Mini-Wohnmobil für meine Bedürfnisse selbst ausgebaut habe: Hintere Sitzbank raus, eine Siebdruckplatte unten reingeschraubt, Bettkasten drauf, dazu Kompressor-Kühlschrank und zwei Boxen für Ausguss und Wasser/Abwasser. Im Internet gibt es verschiedene Ausbauanleitungen.
Der Hochdachkombi-PKW ist zum Übernachten im Winter nur eine Notlösung und man muss schon ein bisschen verrückt sein, dies zu tun. In so einem Auto kann es trotz Standheizung schnell richtig ungemütlich werden – man kann ja nicht ständig fahren oder im Daunenschlafsack liegen.
Gabi: Wie machst Du das mit der Verpflegung und dem Waschen, Toilette?
Thomas: Einen Teil meiner Verpflegung nehme ich von Deutschland aus mit, wie die „richtigen“ Wohnmobile. Brot, Milch, Vitamine usw. kaufe ich selbstverständlich frisch.
Bei Nächten im Auto bleibt es bei einer „Katzenwäsche“, die tägliche Toilette finde ich auf Rastplätzen, auf einer Fähre oder im Einkaufscenter. Zwischenübernachtungen zum Duschen, Durchwärmen oder zum Sachen trocknen sind unumgänglich. Ich besuche Freunde, nutze den geheizten Aufenthaltsraum eines Campingplatzes, miete eine Hütte… Besonders schön ist es, eine Teilstrecke auf der Hurtigruten zu fahren.
Caddy unter Polarlicht, Foto Thomas Härtrich
Gabi: Was sind die größten Vorteile dieser Reiseart für Dich als Fotograf?
Thomas: Ich bin flexibel und völlig unabhängig, kann immer dorthin fahren, wo ich fotografieren möchte. In den hellen Stunden suche ich die geeignete Location für eine Nordlichtnacht, und ich kann auch weit fahren, um wolkenfreien Himmel zu finden. Oft schneit es in den Küstengebieten westlich der Gebirge, während es dahinter in Schweden kalt und klar ist. Von einem Hotel aus auf Nordlichtjagd zu gehen, kann ich mir nicht vorstellen.
Lutz und Rita Mager berichten von ihren Winter-Erfahrungen mit dem VW Campingbus
Wir haben in der Mehrzahl der Nächte in unserem California-Camper (Cali) geschlafen. Bis zu – 2°C Außentemperatur haben wir ohne durchlaufende Heizung geschlafen – zum Zudecken hatten wir unsere Federbetten dabei. Als Unterlage diente ein sogenanntes Unterbett. Zur Isolation des Innenraums hat meine Frau Alufolien (wie sie im Sommer auf die Frontscheibe gegen Sonneneinstrahlung gelegt werden) auf die serienmäßigen Gardinen unseres Calis genäht.
Unsere kälteste Nacht im VW war bei -16° C Außentemperatur. In dieser Nacht ist die Luftheizung auf Stufe 1 durchgelaufen. Da ich kurz vorher erst getankt hatte, konnte ich den Dieselverbrauch für diese 12 Stunden Heizphase recht gut errechnen und bin auf ca. 4 Liter gekommen.
Bei der An- und Abreise in den „Hohen Norden“ haben wir auch öfters in Motels übernachtet, dass ist relativ preiswert und unkompliziert. Wenn wir im VW übernachten nehmen wir gerne die Annehmlichkeiten (Toilette,Waschraum) auf den großen Rast- bzw. Parkplätzen in Anspruch. Vielen Leuten graut ja vor den großen Entfernungen und langen Fahrzeiten in Skandinavien, aber die Straßen sind auch im Winter in einem recht guten Zustand. Wir haben jetzt 2mal eine „Blitzabreise“ von den Lofoten gehabt. Wir sind um die Mittagszeit auf den Lofoten gestartet und waren am nächsten Abend südlich von Oslo.
Freischaufeln des VWs – Foto Rita Mager
Polarlicht über dem Campingplatz – Foto von Lutz Mager
VW Wintercamping, Foto Lutz Mager
Wir haben lange überlegt ob wir wieder Spikesreifen leihen sollen, sind nun aber ohne Spikes, aber mit fast neuen Winterreifen gefahren – und hatten nie Probleme. Es war mitunter sauglatt aber wir sind Berge mit 11% sehr gut hinauf und auch wieder herunter gekommen. Wichtig ist vor allem, dass man genug Abstand zum Vordermann hält und vor der Kurve bremst. Bergab fährt man eben mit kleinem Gang. Falls man aber am Berg mal anfahren muss, sollte man ein Säckchen Splitt dabei haben und für schwierige Fälle Schneeketten (haben wir beides nie gebraucht).
Nachdem ich in Särna in den Straßengraben gerutscht war, habe ich mir eine ordentliche Schneeschaufel zugelegt und die habe ich oft gebraucht, um meinen Parkplatz an den Campinghütten freizuschaufeln.
Auf den Lofoten hatten wir uns in einer Hütte auf dem Campingplatz in eingemietet. Die für max. 4 Personen geeignete Hütte kostete ca. 70 € pro Nacht.
Die Kurzanleitung Polarlicht-Fotografie als PDF zum Ausdrucken gibt es kostenlos für Newsletterabonnenten
Polarlichter fotografieren
Das Buch: Dein Weg zum Nordlichtfoto
Foto: schwedischer Winterwald
Schwedischer Winterwald
Foto der Woche – Während der kurzen Wintertage steht die Sonne in Schweden auch Mittags schräg. Wir stapften an einem sonnigen, aber eiskalten Tag in kniehohem Pulverschnee durch den Wald und versuchten das flirrende Licht und die hohen Kontraste mit der Kamera einzufangen.
An einer winzigen Lichtung beschien die Sonne die Baumstämme und brachte so mehr Farbe ins Bild. Während der Belichtung bewegten wir die Kamera auf und ab, das dämpft die Kontraste und gibt dem Wald einen impressionistischen Touch.
Das ausgewählte Bild drückt das Gefühl von Stille und Winterlicht am Besten aus.
Die Leica X 2 – Gutes darf auch teuer sein!
Der Kurztest der Canon PowerShot G15
hat mir Spass gemacht, da habe ich überlegt, da liegt noch die Leica X2
im Schrank, originalverpackt und wohlbehütet. Irgendwie habe ich mich noch nicht an das edle Teil herangetraut, es mehr als Schmuckstück denn als Werkzeug wahrgenommen. Aber was solls, eine Kamera ist zum Fotografieren da und nicht für die Vitrine.
Leica hat sich alle Mühe gegeben, die Wertigkeit der X2 zu unterstreichen und betont, dass sie handgefertigt Made in Germany ist. Schon das Auspacken weicht von dem Gewohnten ab. Die Kamera wird in einem silberfarbenen Karton geliefert. Beim Öffnen klappen die Seiten wie eine sich öffnende Blüte nach außen weg und geben eine Art schwarzes Kabinett frei. Unter dessen magnetfixierten Klappen finden sich zwei Schubladen mit dem Zubehör und den Anleitungen, und obenauf eine weitere schwarze Box, in der die Kamera in ihrem Schaumstoffbett ruht.
Leica X2 Verpackung
Leica X2 Frontansicht
Beim Test der Canon G15 habe ich den Schwerpunkt auf einfache Bedienbarkeit für den fotografischen Laien gelegt. Dagegen ist die Leica X2 primär für erfahrenere Fotografen konzipiert und sollte auch entsprechend geprüft werden.
Der professionelle Anspruch fällt schon beim Durchlesen der ausführlichen Bedienungsanleitung auf. Ein paar Beispiele:
Der letzte Punkt ist der Wichtigste, weil dabei die Bilder frisch aus der Kamera nicht immer das mögliche Optimum darstellen. Hier darf der Fotograf hinterher noch Hand anlegen. Für diesen Fall bietet die Leica das DNG (Digital Negative)-Format, für dessen Bearbeitung liegt eine Voll-Lizenz von Adobe Lightroom 5 dabei.
Allerdings dürfte dies nur unter schwierigen Lichtbedingungen nötig sein, dann hat man aber die Möglichkeit, selbst das Maximum an Bildqualität herauszuholen, unter Berücksichtigung der persönlichen Präferenzen.
Natürlich ist die Leica X2 auch als Schnappschusskamera einsetzbar, wenn es mal schnell gehen muss. Vollautomatik (Zeit- und Blendenwählrad jeweils auf A-Position), Auto-ISO, Auto-Weißabgleich und Blitzautomatiken, lassen auch unbeschwertes Fotografieren zu. Zusätzlich ist das alles noch individuell konfigurierbar.
Die Leica X2 von oben
Jetzt geht es ans Fotografieren. Leider ist es draußen neblig, trüb und grau, ein typischer Mitt-Dezember-Tag eben. Mal sehen was sich machen lässt.
Zuvor gehe ich das Menü durch, die meisten Einstellung betreffen die Bildqualität. Für Schärfe, Kontrast, Farbsättigung, Farbraum, Messmethoden und Auflösung lasse ich vorerst die Standardwerte bestehen, die Testerei würde sonst ausufern.
Ergonomie
Die Kamera wirkt solide, wie aus einem Metallblock herausgefräst. Alles ist sorgfältig und penibel verarbeitet. Durch den Lederbezug fühlt sie sich angenehm an, und riecht auch gut. Die Leica hat keinen Handgriffwulst, den habe ich auch nicht vermisst. Einen ausgeprägten Handgriff mit Bodenplatte gibt es als Zubehör.
Die Funktionen der wenigen Bedienelemente sind ohne Handbuch klar ersichtlich. Auf der Oberseite gibt es ein Wählrad für die Zeiten und eins für die Blenden. Der Ein-Ausschalter ist um den Auslöser angeordnet und wählt Einzel- oder Serienbildfunktion. Alles wirkt langlebig und läuft spielfrei.
Auf der Rückseite finden sich links neben dem Display fünf Einstelltasten, rechts neben dem Display liegt der Multicontroller. Alle Tasten sind klar beschriftet und mit je einer Funktion. Das ist übersichtlich, schnell und simpel.
Die Einstellungen des Menüs sind in einer einzigen durchgehenden Liste angeordnet. Die wichtigsten sind oben, seltener benötigte weiter unten zu finden. Das alles macht einen durchdachten Eindruck. Spielereien, wie Motivprogramme und Effektfilter gibt es nicht.
Leica X2 Rückansicht
Handhabung
Beim Einschalten weist die Leica höflich darauf hin, doch den Objektivdeckel abzunehmen, falls er noch drauf ist, dann kanns aber los gehen. Ich mache ein paar Innenaufnahmen, dann schaue ich draußen, ob es bei dem trüben Wetter was aufzunehmen lohnt. Nicht wirklich, zumindest muss ich bei dem Dämmerlicht die ISO-Werte hochdrehen. Die Belichtungsautomatiken und die ISO sind blitzschnell gewechselt. Die Wählräder auf der Oberseite haben A-Stellungen für Zeit- und Blendenautomatik. Stehen beide Räder auf A, bedeutet das Programmautomatik. Mit der Option des Programmshifts kann man auch hier seine Zeit-Blendenpaare selbst bestimmen. Eine Einschränkung besteht bei den Belichtungsautomatiken: als längste Zeit wird die 1/2 Sekunde eingestellt, mit entsprechender Warnung. Der erweiterte Zeitenbereich bis 30 Sekunden ist aber manuell einstellbar.
Der eingebaute Blitz klappt auf Hebeldruck heraus. Er ist nicht übermäßig kräftig, hellt aber harmonisch auf, ohne zu überblitzen und bietet eine ganze Reihe von Einstellmöglichkeiten. In Verbindung mit höheren ISO-Werten lässt sich auch ein komplettes Zimmer ausleuchten. Wer mehr Leistung braucht, kann externe Blitzgeräte anschließen.
Was ich bei meinem Gartenausflug vermisst habe, ist eine Makroeinstellung. Die Leica geht bis auf 30 cm an das Motiv heran, das ist nicht sehr viel . Anscheinend ist die Naheinstellung auch dem hohen Anspruch an die Abbildungsqualität zum Opfer gefallen.
Alles in allem ist die Leica X2 sehr einfach zu verstehen und zu bedienen, vorausgesetzt man ist kein absoluter Fotografie-Neuling. Ich habe bei diesem Test vorwiegend die Belichtungsautomatiken benutzt, die Leica lädt aber förmlich dazu ein, es mit den manuellen Einstellungen zu versuchen.
Tristesse: Blick über den Zaun. 1/160 sec. Blende 5.6 ISO 1600
Ausschnitt 1 in Originalauflösung Bildmitte: Blick über den Zaun. 1/160 sec. Blende 5.6 ISO 1600. Bitte aufs Bild klicken!
Ausschnitt 2 in Originalauflösung rechts oben: Blick über den Zaun. 1/160 sec. Blende 5.6 ISO 1600. Bitte aufs Bild klicken!
Autofokus und manuelle Entfernungseinstellung
Der 11-Punkt-Autofokus scannt den Bildbereich und zeigt, wo er scharfgestellt hat. Aus diesen Informationen ermittelt er die einzustellende Entfernung. Das ist bei Schnappschüssen schon komfortabel. Wenn ich aber bei offender Blende die Schärfe auf ein ganz bestimmtes Detail legen will, schalte ich lieber auf Einzelfeld-, oder sogar auf Spot-Autofokus um. Die Entfernung lässt sich entweder speichern und der Bildausschnitt verändern, oder man verschiebt den Autofokus-Rahmen auf dem Monitor. Schwierig wirds unter extremen Lichtbedingungen, wie Silhouetten von Personen vor hell erleuchteten Fenstern, oder bei schnell bewegten Objekten. Da kann es zu Fehlmessungen kommen, oder der Autofokus ist einfach nicht schnell genug. Das Problem haben aber viele Kameras. Hier schlägt die Stunde der manuellen Entfernungseinstellung. Zum Einen kann ich über das hintere Wählrad die Entfernung stufenlos verstellen und mit einem fünffach vergrößerten Ausschnitt genau beurteilen, zum Anderen kann ich bei Blende 5.6 oder 8 eine mittlere Entfernung von sagen wir mal 3 bis 4 m einstellen und habe so die klassische Reporter- und Schnappschusskamera, die verzögerungsfrei auslöst.
Die Bildqualität
Das ist das zentrale Thema der Leica X2. Alle Bedienelemente, das Objektiv und die Einstellungen sollen die bestmögliche Abbildungsqualität ermöglichen. Kompromisse werden keine gemacht.
Das ist auch hervorragend gelungen. Schon die ersten Bilder, die ich bei der Preisverleihung geschossen habe, haben eindrucksvoll gezeigt, was ein Spitzenobjektiv in Verbindung mit einem Sensor im APS-C-Format zu leisten vermag. Hier gibt es absolut nichts zu bemäkeln. Das einzige, was die Schärfe ruinieren kann, sind zu lange oder unangepasste Verschlusszeiten, besonders bei bewegten Objekten.
Bis 800 ISO sind Detailauflösung und Rauschen absolut unkritisch, darüber hinaus nimmt das Rauschen stetig zu und die Auflösung ab. Ab 6400 ISO wirken die JPGs der Leica schon ziemlich körnig, in der DNG-Datei lässt sich das aber am PC mit Lightroom effektiv entrauschen. So sind selbst die Bilder mit 12500 ISO zwar etwas weich, aber noch gut zu gebrauchen. Ich finde sie sogar in Verbindung mit der fließenden Unschärfe durch die offene Blende ausgesprochen aussagestark.
Der automatische Weißabgleich leistet gute Arbeit. Egal ob Glühlampen, LED-Leuchten oder Leuchtstoffröhren, das Ergebnis ist mal kälter, mal wärmer, aber nie störend farbverschoben. Für kritische Fälle jenseits der verfügbaren Settings gibt es ja noch die individuelle Messung und Speicherung. Dafür ist nur ein weißes Blatt oder eine Graukarte nötig.
Lucky Beagle, JPG aus der Leica X2. 1/125 sec. Blende 4.0, ISO 12500.
Lucky Beagle, DNG in Lightroom entrauscht. 1/125 sec. Blende 4.0, ISO 12500.
Ausschnitt in Originalauflösung aus dem mit Lightroom entrauschten Bild „Lucky Beagle“. Bitte aufs Bild klicken!
Ausschnitt in Originalauflösung aus der JPG-Datei der Leica X2 „Lucky Beagle“. Bitte aufs Bild klicken!
BITTE BEACHTEN: Die Beispielbilder in diesem Artikel sind fürs Internet in der Größe heruntergerechnet und komprimiert worden. Deswegen zeigen sie nicht die ursprüngliche Schärfe und Detailtreue.
Zubehör
Neben Tasche, Lederprotetktor und Handschlaufe gibt es einen Handgriff (ob die Leica damit in die Tasche passt?), ein Blitzgerät, einen aufsteckbaren optischen und einen elektronischen Sucher. In den Zubehörschuh passt auch Zubehör anderer Hersteller, Blitz, Sucher etc. Anscheinend funktioniert auch der elektronische Sucher der Olympus Pen Modelle an der Leica.
Fazit
Eigentlich ist schon alles gesagt. Die Leica X2 ist eine perfekt gebaute klassische Reportagekamera, die im Design eng an die ersten M-Modelle angelehnt ist. Ihre Ausstattung ist auf das Wesentliche beschränkt und auf das Erreichen der optimalen Bildqualität ausgelegt. Da hält sie locker mit den meisten DSLRs und Systemkameras mit.
Auf der Soll-Seite fehlt mir der Nahbereich. Die Videofunktion habe ich nicht vermisst, da ich eh seltener filme. Und da ist natürlich noch der Preis: Mit über 1700 Euro ist er für die Meisten weit jenseits von Gut und Böse angesiedelt. Da braucht es schon eine gute Portion Begeisterung für die Marke mit dem roten Punkt. Laut Leica rechtfertigt sich der Preis durch die arbeitsintensive Kleinserienfertigung in Deutschland, edelste Materialien und dutzendweise Fertigungs- und Qualitätskontrollen.
Man kann es natürlich auch von der anderen Seite aus betrachten. Ein Leica M9 Gehäuse kostet neu über 6000 Euro, dazu kommen noch mal ein paar Tausend Euro für Wechselobjektive. So herum gesehen ist die Leica X2 ein Schnäppchen.
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Teilnahmebedingungen für Gewinnspiele
Zur Teilnahme an den Gewinnspielen auf 5reicherts.com ist jede natürliche Person berechtigt, die ihren ständigen Wohnsitz in Deutschland, Österreich und der Schweiz und zum Zeitpunkt der Teilnahme das 18. Lebensjahr vollendet hat.
Der Gewinn wird unter den Einsendern verlost. Wir behalten uns vor, dass Gewinnspiel abzubrechen.
Durch die Teilnahme an dem Gewinnspiel erklärt sich der Teilnehmer ausdrücklich damit einverstanden, dass 5reicherts.com folgende Daten für die Dauer des Gewinnspiels speichert (sofern sie angegeben werden):
Außerdem ist der Teilnehmer damit einverstanden, dass er im Falle eines Gewinns auf der Website von 5reicherts.com, sowie deren Seiten bei Facebook genannt werden darf.
Es steht dem Teilnehmer jederzeit frei, diese Einwilligung per Widerruf unter gabi@5reicherts.com aufzuheben und damit von der Teilnahme am Gewinnspiel zurückzutreten.
Meldet sich der Teilnehmer im Falle eines Gewinns nicht innerhalb von 7 Tagen, so verfällt der Gewinn ersatzlos.
Pro Haushalt ist nur eine Teilnahme erlaubt.
Der Rechtsweg oder die Auszahlung der Gewinne in Bargeld ist ausgeschlossen.
Letzte Aktualierung: 10.12.2014
#4 – Wann und wo kann man Polarlichter sehen? Die Polarlichtvorhersage
Wann kann man Polarlichter sehen?
Polarlichter tauchen zu allen Tages- und Nachtzeiten über alle Jahreszeiten hinweg auf, sowohl in den arktischen, als auch in den antarktischen Regionen. Sie sind wie auch die Sterne sehr leuchtschwach, deshalb kann man sie nur in dunkler Nacht sehen, bei Tag werden sie vom Himmelsblau überdeckt.
Die Sonnenaktivität erreicht alle elf Jahre ein Maximum. Im Maximum flackern Nordlichter wesentlich stärker und häufiger auf. 2013/14 war so ein Höhepunkt und seither hat die Aktivität nicht viel nachgelassen. Die Sonne ist weiterhin so aktiv, dass auch 2018/19 gute Beobachtungsmöglichkeiten zu erwarten sind.
Sehr wichtig: Das Wetter muss unbedingt mitspielen! Gegen eine Wolkendecke kann auch das hellste Nordlicht wenig ausrichten.
Polarlicht bei Henningsvaer, Lofoten, Norwegen
Wo kann man Nordlichter sehen?
Polarlicht tritt gewöhnlich in einer ringförmigen Zone um den magnetischen Nord- und Südpol auf, die ungefähr zwischen dem 65sten und dem 70sten Breitengrad liegt. Bei heftiger Sonnenaktivität kann es sich auch weit darüber hinaus Richtung Äquator ausbreiten.
In den verlinkten Websites weiter unten ist diese Bereich sehr anschaulich dargestellt.
Wir haben schon Nordlichter in der Nähe von Stockholm, auf der Belle Ile in der Bretagne und sogar auf Sylt fotografiert. Sichtungen so weit südlich sind allerdings sehr selten.
Polarlicht auf der deutschen Insel Sylt
Polarlicht am Leuchtturm List West, Sylt, Deutschland
Polarlicht auf der Belle Ile, Bretagne
Phare de Goulphar, Belle Ile, Bretagne. Der schwache rote Widerschein einer starken Polarlichteruption ist noch in der Süd-Bretagne zu sehen.
Polarlicht in schwedisch Lappland – Roadtrip durch den Winter
Kann man Polarlicht vorhersagen?
Polarlichter sind einzig und allein von der Sonnenaktivität abhängig. Erfolgen Eruptionen auf der Sonnenoberfläche UND fliegen die weggeschleuderten Teilchen auch wirklich Richtung Erde, dann gibt es Nordlicht. Werden Eruptionen auf der Sonne beobachtet, dann dauert es noch ca. 2-3 Tage, bis die Teilchen theoretisch bei uns ankommen. Darauf bauen die meisten Vorhersagen auf.
Faustregeln zur Polarlicht-Vorhersage sind unzuverlässig
Polarlichter halten sich weder an Uhrzeiten, noch an Jahreszeiten. Deswegen sind Faustregeln über die Voraussagen mit Vorsicht zu genießen.
Wenn es zum Beispiel heißt: „Wenn kein Nordlicht vor Mitternacht zu sehen ist, kommt auch später keins mehr!“ dann bedeutet das einfach, die Aktivität befindet sich momentan auf einem Minimum. Man kann nicht mit Sicherheit davon ausgehen, dass es den Rest der Nacht auch so bleiben wird, es kann genausogut passieren, dass Nachts um drei Uhr plötzlich wieder der Punk abgeht, wenn du friedlich im Bett schlummerst.
Webseiten und Apps zur Polarlicht-Vorhersage
Hier stelle ich dir drei Seiten vor, die Polarlicht-Vorhersagen betreiben.
Zeitpunkt, Ort und Ausbruchsstärke sind natürlich nur statistische Schätzungen und müssen nicht eintreffen. Allerdings macht es trotzdem Sinn, sich danach zu richten, Alternativen zur Vorhersage gibt es nicht.
In welchen Jahreszeiten und Reisemonaten kann man Polarlichter sehen?
In Nord-Skandinavien beginnt die „Saison“ Ende August. Dann ist die Zeit der Mitternachtssonne vorüber, in den Nächten hinterm Polarkreis wird es wieder dunkel, und Sterne und Nordlicht sind wieder zu sehen. Saisonende ist dann im kommenden Frühling gegen Mitte April, wenn die Zeit der langen Tage wieder beginnt.
September ist der beste Monate für Polarlichter
Das ist für Norwegen definitiv der September. Der hat den Vorteil, dass du sowohl nachts das Nordlicht, als auch tagsüber die wunderschöne arktische Herbstlandschaft fotografieren kannst.
Februar und März folgen dicht hinterher. Der Winter hat das Land bis dahin gut durchgekühlt, so bleibt der Schnee länger liegen. Die Sonne wagt sich langsam wieder über den Horizont, und im klaren warmen Licht der noch kurzen Tage kommt die Winterlandschaft perfekt zur Geltung.
Polarlicht in Stø auf den Vesterålen
Unsere Erfahrungen mit Polarlicht-Nächten in Zahlen!
Nordlichter pro Reisedauer
Wir waren bisher sechs Mal im Herbst/Winter in Norwegen. Ich denke, so eine Auflistung sagt mehr als tausend Worte:
Wir haben Polarlichter in folgenden Monaten fotografiert:
Wir haben Polarlichter in folgenden Ländern fotografiert:
Länder, in denen wir Nordlichter gesichtet haben
Auf unserer Reise-Wunschliste besonders für Nordlichtfotos stehen noch Island, Kanada, USA, Grönland und Neuseeland.
„Dein Weg zum Nordlichtfoto“, Gabi & Gunter Reichert
Da uns das Thema Polarlicht-Fotografie begeistert und viele Leute am liebsten ihre eigenen Fotos davon machen möchten, haben wir ein ganze Buch zum Thema geschrieben. Auf 164 Seite beschreiben wir genau, was dich im Norden erwartet. Wie sehen die Straßen im Winter aus? Was ist die beste Zeit für Nordlichter? und natürlich: wie fotografiere ich Nordlichter und welche Kameraausrüstung brauche ich dazu?
Weitere Infos im umfangreichen Ebook (18 Euro) und zum Hardcover Buch (28 Euro) im Shop auf unserer Seite. Das Ebook kannst du bei Interesse sofort herunterladen!
Polarlichter fotografieren
Foto: Wellen in Stø
Wellen in Stø, Norwegen
Foto der Woche – Um Wellen auf Fotos dynamisch darzustellen bedarf es einer passenden Belichtungszeit!
Was denkt ihr? Wie lange habe ich belichtet?