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Wer im tiefsten Winter lieber daheim im Warmen sitzt, verpasst die tollsten Fotomotive. Also keine Angst vor Kälte und Schnee, die aktuelle Kameratechnik kann schon einiges vertragen, ohne gleich kaputt zu gehen. Auch während unserer fünfmonatigen Winterreise in Schweden, Lappland und auf den Lofoten haben uns unsere Kameras und Objektive ohne Murren und Zicken treu begleitet.
Vorbereitung der Kameraausrüstung für den Winter
Neben dem obligatorischen Funktionscheck der Ausrüstung packen wir für eine winterliche Fototour zusätzliche Akkus ein. Den Intervalltimer für Langzeit-, Nacht- und Serienaufnahmen dürfen wir nicht vergessen. Die Beinklemmungen unserer Manfrotto-Alustative bekommen ein paar Tropfen Öl ab, Werkzeug zur Nachjustierung der Klemmkraft haben wir dabei, da Klemmkräfte sich in der Kälte ändern können.
Die meisten Kameramodelle arbeiten laut Herstellerangabe nicht bei Minustemperaturen. Von Canon wird der Arbeitsbereich unserer Kameras mit 0-40° C angegeben.
Aber die Praxis hat uns gezeigt, dass selbst stundenlanges Fotografieren bei Temperaturen unter -15° C möglich ist. Selbt bei -40° C in Lappland war es kein Problem, sofern die Kamera nicht über Nacht im Auto völlig durchgekühlt wurde.
Sobald die Kameraausrüstungen zurück im Haus waren, haben wir sie einige Zeit in den Kamerataschen akklimatisieren lassen, damit sich kein Kondenswasser bildet. Ist trotzdem mal was feucht geworden, trocknet das gute Teil im warmen Zimmer wieder schnell, da im kalten Winter die Raumluft gewöhnlich staubtrocken ist.
Der kältebedingte Kapazitätsverlust bei Kamera-Akkus störte uns nur zum Teil. Die 1800 mAh Akkus der Canon 5D MkII und der 7D zeigen kaum Leistungsverluste, während die 1100 mAh Akkus der 5D MkI und der 40D wesentlich schneller den Dienst quittieren. Einen Zusammenhang zwischen Batteriegröße/-kapazität und Kälteresistenz darf gern vermutet werden.
Essentiell bei Alu-Stativen ist ein Griffschutz, sonst frieren unbehandschuhte Hände sofort am Metall fest. Neopren-Manschetten, Griffband für Tennisschläger oder Korkband für Fahrradlenker sind für diese Zwecke gut geeignet.
Ein Dreibein im kniehohen Schnee benimmt sich wie ein störrischer Esel. Kaum hineingedrückt, schiebt es sich wieder hoch. Da bleibt nichts anderes übrig, als den Schnee wegzuschaufeln oder gut festzutrampeln. Sorgfalt beim Aufstellen und kräftiges Andrücken ist bei Serien- und Langzeitaufnahmen eminent wichtig. Durch den stundenlangen Druck kann der Schnee unter den Stativbeinen erweichen und nachgeben, dann ist die Qualiät der Aufnahmen dahin.
In der Dämmerung und in der Nacht ist eine kleine LED-Leuchte zur Kontrolle der Kameraeinstellungen äußerst hilfreich.
1. Farbakzente
In der typischen Schneelandschaft herrschen Weiß und Blau vor, das wirkt auf den Bildern leicht kalt und monoton. Deshalb kann es interessant sein, wärmere Farben in die Komposition einzubeziehen. Das können farbenfroh gekleidete Menschen sein, aber auch Gebäude, Straßenbeleuchtung, Felsen, Moos etc. Zu Sonnenauf- und -untergang wird die Vorherrschaft der kalten Farben gebrochen. In dieser Zeitspanne zeigt sich die Winterlandschaft von ihrer „wärmsten“ Seite.

Reste eines Bootwracks vor schneebedeckten Bergen, im Moorfjord bei Laukvik , Lofoten

schräges Sonnenlicht fällt auf einem Fels, Waldlandschaft in Schweden

in der blauen Winterlandschaft tut ein wenig rot und gelb dem Gemüt sehr gut, Henningsvaer, Lofoten

Gabi’s rote Warnweste hebt sich in der Winterlandschaft bei Eggum heab
2. Wetterwechsel
Haltet die Wettervorhersage im Auge. Wetterwechsel von sonnig nach bewölkt und umgekehrt sind äußerst dankbare Motivquellen. Heraufziehende dunkle Wolken, vor denen die Sonne mit ihren letzten Strahlen die Landschaft streichelt, bringen Dramatik ins Bild. Aufklarender Himmel nach kräftigen Schneeschauern enthüllt eine weiß gepuderte Märchenwelt. Jungfräulicher Schnee liegt auf den kleinsten Zweigen. Und gerade mitten im Schlechtwetter gelingen ungewöhnliche Bilder, die sonst kaum jemand macht.

Fischtrockengestelle in Henningsvaer, Lofoten

heraufziehende Schneewolken mit beginnendem Schneefall, Lofoten

Schneebeladene Wolke über dem Vestfjord, kurz darauf saßen wir mitten im Schneegestöber

schnelle und häufige Wetterwechsel sind auf den Lofoten normal, Norwegen

nach einem Schneesturm sind die Bäume rundum gepudert, Schweden
3. Vollmondnächte und Schnee
Je weiter die Winterreise nach Norden geht, desto kürzer werden die Tage, länger die Nächte, bis sich hinterm Polarkreis das letzte Tageslicht verliert. Was liegt dann näher, als in der Nacht auf Motivsuche zu gehen. Bei Vollmond im Schnee zu wandern ist ein unvergessliches Erlebnis. Konturen und Schatten sind extrem ausgeprägt. Künstliches Licht von Ansiedlungen setzt einen warmen Kontrapunkt.
Generell sollte die Schärfe nachts manuell auf Unendlich eingestellt werden. Der Autofokus müht sich dabei im Dunkeln vergeblich ab. Aber Achtung, fast alle Objektive lassen sich über die Unendlich-Markierung hinaus einstellen. Wer also einfach den Entfernungsring bis zum Anschlag dreht, überfokussiert unter Umständen und erntet unscharfe Aufnahmen. Oft fällt das erst daheim am Monitor auf. Moderne Gehäuse mit Live-View-Funktion bieten einfache und direkte Kontrolle vor der Aufnahme unter Verwendung der Ausschnittsvergrößerung auf dem Display. Ansonsten ermittelt man bei Tag die exakte Unendlichposition für jedes Objektiv und die wichtigsten Brennweiten und macht sich Notizen.
Optischen Stabilisatoren müssen generell bei Stativeinsatz abgeschaltet werden.

mondbeschienene Winterlandschaft bei Hov auf den Lofoten

Blick aus dem Wohnzimmerfenster: glitzernder Schnee in heller Mondnacht, Schweden

Schatten in der Nacht, Schweden
4. Gedämpfte Farben bei bedecktem Himmel
An trüben Wintertagen gelingen oft Aufnahmen mit melancholichem Touch. Die konturarme Landschaft und die gedämpfte Farbigkeit lassen feine Strukturen besser hervortreten, und die Kälte wird im Bild fühlbar. Siehe auch unter Punkt 10 – Nebelaufnahmen, wo mit Konzentration auf nahe Objekte und einer Portion Überbelichtung hauchzarte Kompositionen entstehen.

Trübe Aussichten: Küstenlandschaft bei Eggum, Lofoten

Reifüberzogene Bäume, Schweden

Winter am See, Schweden

blaue Stunde, Winter am See, Schweden
5. Akzente setzen mit dem Aufhellblitz
Gerade in der Dämmerung lassen sich mit dem Anblitzen des Vordergrundes starke kalt-warm und hell-dunkel Kontraste realisieren. Digitale Kameras bieten hier vielfältige Möglichkeiten der gezielten Blitzdosierung und des entfesselten Blitzens.

Hellt man mit dem Blitz etwas auf, wir das vorherrschende Blau der winterlichen Landschaft erst richtig deutlich

Eisskulptur am See in Schweden, auch hier konkurriert das Blitzlicht mit dem kräftigen Blau
6. Sichtbarmachung von Schneetreiben
Fallender Schnee ist auf Fotos schlecht erkennbar, wenn kein dunkler Hintergrund zur Verfügung steht. Abhilfe schafft das Anblitzen der Schneeflocken. Je nach Belichtungszeit und Windstärke erhält man kreisrunde oder mehr dynamische, kometenartige Punkte. Für die letzeren habe ich eine heftige Windboe abgewartet, die mich fast umgeworfen hätte. Dafür kommt das Sturmgefühl gut rüber. Interessant sind auch Aufnahmen durch die Windschutzscheibe beim Fahren mit Fernlicht im Schneesturm.

Schneefall mit Aufhellblitz

Es schneit – ja, wo denn? Ohne Beleuchtung sind die Schneeflocken kaum zu erkennen.

Schneesturm. Langzeitsynchronisation des Blitzes auf den 2. Verschlussvorhang

leise rieselt der Schnee, hier war es windstill
7. Wintersonne
Scharen von Fotografen und anderen Menschen lockt es an sonnigen Wintertagen hinaus in die Kälte. Die Luft ist klar, die Sonne scheint brillant, das schreit geradezu danach, direkt ins Licht hineinzufotografieren und auch die Sonne mal mit ins Bild zu nehmen. Gegenlicht schafft Raumtiefe und bringt aufstiebenden Schnee und Eiskristalle zum Aufleuchten.

Warmes Abendlicht am vereisten Strand von Sidselbjerg, Westjütland, Dänemark

Gefrorene Wellen am Abend, Jütland, Dänemark. Das Eisblau kontrastiert wunderbar mit den Himmelsfarben

die letzten Sonnenstrahlen des Tages berühren die Bergspitzen, Lofoten
8. Winterdetails
Die Winterlandschaft steckt voller kleiner Wunder. Morgendlicher Rauhreif verwandelt banale Pflanzenteile in Kunstwerke, auf den Fenstern im Haus wachsen Eisblumen in unendlich vielfältigen Mustern, die von der aufgehenden Sonne in schillernde Farben getaucht werden. Also Augen auf für die kleinen Dinge.

reifbedeckte Pflanzen leuchten im Licht der tiefstehenden Sonne auf, Askö, Schweden

Eiswürfel in der Welle: es war so kalt, dass wir dachten, die Welle bleibt gleich gefroren stehen. Dänemark

Schnee und Wellen abstrakt in monochromem Blau, Lofoten

Schneekristalle am Wegesrand ganz nah, Schweden
9. Winterstürme
Das sind die Tage, wo kaum jemand freiwillig draußen in der Natur verharrt. Es war düster, der Wind rüttelte an Ausrüstung und am Fotografen. Hohe Empfindlichkeitseinstellung und recht offene Blende waren ein Muss. Die resultierenden Bilder zeigen deshalb mehr Körnigkeit und auch mehr Unschärfen, was allerdings die Authentizität des Erlebten noch unterstreichen dürfte.

Sturm in Unstad, riesige Wellenmonster wälzen sich gegen den Wind Richtung Strand, Lofoten

Sturm auf den Lofoten, eiskaltes Wasser gischtet gegen die Felsen

Ein trüber Tag mit Sturm auf den Lofoten
10. Nebel – keine Farben
Nebel ist eine der fotogensten Naturerscheinungen, nicht nur im Winter. Mit etwas Überbelichtung entstehen zarte, duftige Bilder mit träumerischem Flair.
Nebel betont naheliegende Motive, der Hintergrund verschwindet hinter einer weißen Wand. Das schafft natürlich Möglichkeiten, mit der Perspektive zu arbeiten. Auf der einen Seite kann das Motiv völlig von seiner Umgebung gelöst und völlig flach dargestellt werde. Zum anderen lässt sich der Effekt der Luftperspektive (Kontrast mit der Entfernung abnehmend, dabei Helligkeit zunehmend und Farben verblassend) auf sehr engem Raum für die Tiefendarstellung gestalterisch nutzen.

Nebelwand am See, Schweden. Der Hintergrund ist vollständig ausgeblendet

Nebelschwaden ziehen über den Feldern dahin, Schweden

Am Öljaren-See im schwedischen Winter. Beispiel für Tiefenstaffelung

Birke im Nebel, Schweden. Zweidimensionale Wirkung ohne Tiefe

„Dein Weg zum Nordlichtfoto“, Gabi & Gunter Reichert
Weitere Infos im umfangreichen Ebook im Buchladen – hier klicken!
10 Tipps für die Fotografie im (nordischen) Winter
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Wer im tiefsten Winter lieber daheim im Warmen sitzt, verpasst die tollsten Fotomotive. Also keine Angst vor Kälte und Schnee, die aktuelle Kameratechnik kann schon einiges vertragen, ohne gleich kaputt zu gehen. Auch während unserer fünfmonatigen Winterreise in Schweden, Lappland und auf den Lofoten haben uns unsere Kameras und Objektive ohne Murren und Zicken treu begleitet.
Vorbereitung der Kameraausrüstung für den Winter
Neben dem obligatorischen Funktionscheck der Ausrüstung packen wir für eine winterliche Fototour zusätzliche Akkus ein. Den Intervalltimer für Langzeit-, Nacht- und Serienaufnahmen dürfen wir nicht vergessen. Die Beinklemmungen unserer Manfrotto-Alustative bekommen ein paar Tropfen Öl ab, Werkzeug zur Nachjustierung der Klemmkraft haben wir dabei, da Klemmkräfte sich in der Kälte ändern können.
Die meisten Kameramodelle arbeiten laut Herstellerangabe nicht bei Minustemperaturen. Von Canon wird der Arbeitsbereich unserer Kameras mit 0-40° C angegeben.
Aber die Praxis hat uns gezeigt, dass selbst stundenlanges Fotografieren bei Temperaturen unter -15° C möglich ist. Selbt bei -40° C in Lappland war es kein Problem, sofern die Kamera nicht über Nacht im Auto völlig durchgekühlt wurde.
Sobald die Kameraausrüstungen zurück im Haus waren, haben wir sie einige Zeit in den Kamerataschen akklimatisieren lassen, damit sich kein Kondenswasser bildet. Ist trotzdem mal was feucht geworden, trocknet das gute Teil im warmen Zimmer wieder schnell, da im kalten Winter die Raumluft gewöhnlich staubtrocken ist.
Der kältebedingte Kapazitätsverlust bei Kamera-Akkus störte uns nur zum Teil. Die 1800 mAh Akkus der Canon 5D MkII und der 7D zeigen kaum Leistungsverluste, während die 1100 mAh Akkus der 5D MkI und der 40D wesentlich schneller den Dienst quittieren. Einen Zusammenhang zwischen Batteriegröße/-kapazität und Kälteresistenz darf gern vermutet werden.
Essentiell bei Alu-Stativen ist ein Griffschutz, sonst frieren unbehandschuhte Hände sofort am Metall fest. Neopren-Manschetten, Griffband für Tennisschläger oder Korkband für Fahrradlenker sind für diese Zwecke gut geeignet.
Ein Dreibein im kniehohen Schnee benimmt sich wie ein störrischer Esel. Kaum hineingedrückt, schiebt es sich wieder hoch. Da bleibt nichts anderes übrig, als den Schnee wegzuschaufeln oder gut festzutrampeln. Sorgfalt beim Aufstellen und kräftiges Andrücken ist bei Serien- und Langzeitaufnahmen eminent wichtig. Durch den stundenlangen Druck kann der Schnee unter den Stativbeinen erweichen und nachgeben, dann ist die Qualiät der Aufnahmen dahin.
In der Dämmerung und in der Nacht ist eine kleine LED-Leuchte zur Kontrolle der Kameraeinstellungen äußerst hilfreich.
1. Farbakzente
In der typischen Schneelandschaft herrschen Weiß und Blau vor, das wirkt auf den Bildern leicht kalt und monoton. Deshalb kann es interessant sein, wärmere Farben in die Komposition einzubeziehen. Das können farbenfroh gekleidete Menschen sein, aber auch Gebäude, Straßenbeleuchtung, Felsen, Moos etc. Zu Sonnenauf- und -untergang wird die Vorherrschaft der kalten Farben gebrochen. In dieser Zeitspanne zeigt sich die Winterlandschaft von ihrer „wärmsten“ Seite.
Reste eines Bootwracks vor schneebedeckten Bergen, im Moorfjord bei Laukvik , Lofoten
schräges Sonnenlicht fällt auf einem Fels, Waldlandschaft in Schweden
in der blauen Winterlandschaft tut ein wenig rot und gelb dem Gemüt sehr gut, Henningsvaer, Lofoten
Gabi’s rote Warnweste hebt sich in der Winterlandschaft bei Eggum heab
2. Wetterwechsel
Haltet die Wettervorhersage im Auge. Wetterwechsel von sonnig nach bewölkt und umgekehrt sind äußerst dankbare Motivquellen. Heraufziehende dunkle Wolken, vor denen die Sonne mit ihren letzten Strahlen die Landschaft streichelt, bringen Dramatik ins Bild. Aufklarender Himmel nach kräftigen Schneeschauern enthüllt eine weiß gepuderte Märchenwelt. Jungfräulicher Schnee liegt auf den kleinsten Zweigen. Und gerade mitten im Schlechtwetter gelingen ungewöhnliche Bilder, die sonst kaum jemand macht.
Fischtrockengestelle in Henningsvaer, Lofoten
heraufziehende Schneewolken mit beginnendem Schneefall, Lofoten
Schneebeladene Wolke über dem Vestfjord, kurz darauf saßen wir mitten im Schneegestöber
schnelle und häufige Wetterwechsel sind auf den Lofoten normal, Norwegen
nach einem Schneesturm sind die Bäume rundum gepudert, Schweden
3. Vollmondnächte und Schnee
Je weiter die Winterreise nach Norden geht, desto kürzer werden die Tage, länger die Nächte, bis sich hinterm Polarkreis das letzte Tageslicht verliert. Was liegt dann näher, als in der Nacht auf Motivsuche zu gehen. Bei Vollmond im Schnee zu wandern ist ein unvergessliches Erlebnis. Konturen und Schatten sind extrem ausgeprägt. Künstliches Licht von Ansiedlungen setzt einen warmen Kontrapunkt.
Generell sollte die Schärfe nachts manuell auf Unendlich eingestellt werden. Der Autofokus müht sich dabei im Dunkeln vergeblich ab. Aber Achtung, fast alle Objektive lassen sich über die Unendlich-Markierung hinaus einstellen. Wer also einfach den Entfernungsring bis zum Anschlag dreht, überfokussiert unter Umständen und erntet unscharfe Aufnahmen. Oft fällt das erst daheim am Monitor auf. Moderne Gehäuse mit Live-View-Funktion bieten einfache und direkte Kontrolle vor der Aufnahme unter Verwendung der Ausschnittsvergrößerung auf dem Display. Ansonsten ermittelt man bei Tag die exakte Unendlichposition für jedes Objektiv und die wichtigsten Brennweiten und macht sich Notizen.
Optischen Stabilisatoren müssen generell bei Stativeinsatz abgeschaltet werden.
mondbeschienene Winterlandschaft bei Hov auf den Lofoten
Blick aus dem Wohnzimmerfenster: glitzernder Schnee in heller Mondnacht, Schweden
Schatten in der Nacht, Schweden
4. Gedämpfte Farben bei bedecktem Himmel
An trüben Wintertagen gelingen oft Aufnahmen mit melancholichem Touch. Die konturarme Landschaft und die gedämpfte Farbigkeit lassen feine Strukturen besser hervortreten, und die Kälte wird im Bild fühlbar. Siehe auch unter Punkt 10 – Nebelaufnahmen, wo mit Konzentration auf nahe Objekte und einer Portion Überbelichtung hauchzarte Kompositionen entstehen.
Trübe Aussichten: Küstenlandschaft bei Eggum, Lofoten
Reifüberzogene Bäume, Schweden
Winter am See, Schweden
blaue Stunde, Winter am See, Schweden
5. Akzente setzen mit dem Aufhellblitz
Gerade in der Dämmerung lassen sich mit dem Anblitzen des Vordergrundes starke kalt-warm und hell-dunkel Kontraste realisieren. Digitale Kameras bieten hier vielfältige Möglichkeiten der gezielten Blitzdosierung und des entfesselten Blitzens.
Hellt man mit dem Blitz etwas auf, wir das vorherrschende Blau der winterlichen Landschaft erst richtig deutlich
Eisskulptur am See in Schweden, auch hier konkurriert das Blitzlicht mit dem kräftigen Blau
6. Sichtbarmachung von Schneetreiben
Fallender Schnee ist auf Fotos schlecht erkennbar, wenn kein dunkler Hintergrund zur Verfügung steht. Abhilfe schafft das Anblitzen der Schneeflocken. Je nach Belichtungszeit und Windstärke erhält man kreisrunde oder mehr dynamische, kometenartige Punkte. Für die letzeren habe ich eine heftige Windboe abgewartet, die mich fast umgeworfen hätte. Dafür kommt das Sturmgefühl gut rüber. Interessant sind auch Aufnahmen durch die Windschutzscheibe beim Fahren mit Fernlicht im Schneesturm.
Schneefall mit Aufhellblitz
Es schneit – ja, wo denn? Ohne Beleuchtung sind die Schneeflocken kaum zu erkennen.
Schneesturm. Langzeitsynchronisation des Blitzes auf den 2. Verschlussvorhang
leise rieselt der Schnee, hier war es windstill
7. Wintersonne
Scharen von Fotografen und anderen Menschen lockt es an sonnigen Wintertagen hinaus in die Kälte. Die Luft ist klar, die Sonne scheint brillant, das schreit geradezu danach, direkt ins Licht hineinzufotografieren und auch die Sonne mal mit ins Bild zu nehmen. Gegenlicht schafft Raumtiefe und bringt aufstiebenden Schnee und Eiskristalle zum Aufleuchten.
Warmes Abendlicht am vereisten Strand von Sidselbjerg, Westjütland, Dänemark
Gefrorene Wellen am Abend, Jütland, Dänemark. Das Eisblau kontrastiert wunderbar mit den Himmelsfarben
die letzten Sonnenstrahlen des Tages berühren die Bergspitzen, Lofoten
8. Winterdetails
Die Winterlandschaft steckt voller kleiner Wunder. Morgendlicher Rauhreif verwandelt banale Pflanzenteile in Kunstwerke, auf den Fenstern im Haus wachsen Eisblumen in unendlich vielfältigen Mustern, die von der aufgehenden Sonne in schillernde Farben getaucht werden. Also Augen auf für die kleinen Dinge.
reifbedeckte Pflanzen leuchten im Licht der tiefstehenden Sonne auf, Askö, Schweden
Eiswürfel in der Welle: es war so kalt, dass wir dachten, die Welle bleibt gleich gefroren stehen. Dänemark
Schnee und Wellen abstrakt in monochromem Blau, Lofoten
Schneekristalle am Wegesrand ganz nah, Schweden
9. Winterstürme
Das sind die Tage, wo kaum jemand freiwillig draußen in der Natur verharrt. Es war düster, der Wind rüttelte an Ausrüstung und am Fotografen. Hohe Empfindlichkeitseinstellung und recht offene Blende waren ein Muss. Die resultierenden Bilder zeigen deshalb mehr Körnigkeit und auch mehr Unschärfen, was allerdings die Authentizität des Erlebten noch unterstreichen dürfte.
Sturm in Unstad, riesige Wellenmonster wälzen sich gegen den Wind Richtung Strand, Lofoten
Sturm auf den Lofoten, eiskaltes Wasser gischtet gegen die Felsen
Ein trüber Tag mit Sturm auf den Lofoten
10. Nebel – keine Farben
Nebel ist eine der fotogensten Naturerscheinungen, nicht nur im Winter. Mit etwas Überbelichtung entstehen zarte, duftige Bilder mit träumerischem Flair.
Nebel betont naheliegende Motive, der Hintergrund verschwindet hinter einer weißen Wand. Das schafft natürlich Möglichkeiten, mit der Perspektive zu arbeiten. Auf der einen Seite kann das Motiv völlig von seiner Umgebung gelöst und völlig flach dargestellt werde. Zum anderen lässt sich der Effekt der Luftperspektive (Kontrast mit der Entfernung abnehmend, dabei Helligkeit zunehmend und Farben verblassend) auf sehr engem Raum für die Tiefendarstellung gestalterisch nutzen.
Nebelwand am See, Schweden. Der Hintergrund ist vollständig ausgeblendet
Nebelschwaden ziehen über den Feldern dahin, Schweden
Am Öljaren-See im schwedischen Winter. Beispiel für Tiefenstaffelung
Birke im Nebel, Schweden. Zweidimensionale Wirkung ohne Tiefe
„Dein Weg zum Nordlichtfoto“, Gabi & Gunter Reichert
Weitere Infos im umfangreichen Ebook im Buchladen – hier klicken!
#8 – Ist die Polarlicht-Fotografie besser bei Neumond oder Vollmond?
Nordlichtfotografie funktioniert unserer Meinung nach besser in Nächten mit Mondlicht. Warum erklären wir auch anhand von Beispielfotos.
„Gemeinsam einsam“ – Littleisland Lighthouse, Norwegen
Die kleine Leuchtturm Insel Litoy wird von Elena Hansteenson betreut. Freiwillige Helfer aus allen Ländern arbeiten zusammen, um den Leuchtturm zu erhalten.
Tilmann Bünz im Interview – Die Leuchtturminsel Litløy bald auf Arte
Litløy vom Boot aus
Als ich die Reise durch Norwegen vorbereitete füllte ich mein Kindle noch mit Büchern. Es könnte ja sein, dass ich tatsächlich die Zeit finden würde, sie auch zu lesen. In Amazon stolperte ich über das Buch von Tilmann Bünz – Wer die Kälte liebt: Skandinavien für Anfänger
. Ihr habt Recht: Anfänger bin ich ja nicht gerade. Aber das war das erste von zwei Büchern und ich fing brav am Anfang an. Mir gelang es tatsächlich die unterhaltsamen Kapitel zu Norwegen unterwegs zu lesen. Wochen später kamen wir auf Litløy an. Elena erzählte, dass vor kurzem ein deutsches Filmteam auf der Insel drehte und von Tilmann, der dafür verantwortlich war. Sie zeigte mir seine beiden Bücher im Regal der Inselbibliothek. Aha! Das kenn ich doch, was für ein Zufall,
Vor kurzem fand Tilmann Bünz unser Blog und hinterlies einen Kommentar. Ich freute mich sehr. Er schickte mir das zweite Buch, Wer das Weite sucht: Skandinavien für Fortgeschrittene
mit Autogramm. Herr Bünz, vielen Dank dafür!
Jetzt haben wir ihn zur Leuchtturminsel interviewt! Am 24. – 26. März werden die Folgen auf Arte gezeigt und ich denke, dass unsere treuen Leser sicher viel Spaß haben werden, wenn sie den Leuchtturm, die Insel und Elena im deutschen Fernsehen sehen können, nachdem sie bei uns schon so viel drüber gelesen haben!
5reicherts: Können Sie sich kurz unseren Lesern vorstellen?
Tilmann Bünz: Mich zieht es immer wieder in den Norden.
Fünf Jahre war ich ARD-Korrespondent für Skandinavien und baltische Staaten mit Sitz in Stockholm. Aus der Zeit stammen zwei Bücher („Wer die Kälte liebt. Skandinavien für Anfänger und „Wer das Weite sucht .Skandinavien für Fortgeschrittene“). Ich bin verheiratet, habe zwei erwachsene Kinder und lebe in Hamburg und in Spillersboda, Schweden.
5reicherts: Wie sind Sie auf Elena und Litløy gestoßen?
Tilmann Bünz: Von Elena Hansteenson las ich in der Zeitschrift „Norr“ in einer Reportage über Segelreisen in den Lofoten. Ihre Internetseite ist ein Blickfang- und der kleine Leuchtturm ein Magnet. Wir planten grade für ARTE eineSerie über Menschen am Rande der Welt. Elena kam wie gerufen.
5reicherts: Wie lange und wie oft waren Sie auf Litløy? Wollten Sie unbedingt zu bestimmten Jahreszeiten in den Norden?
Tilmann Bünz: Wir haben die kürzesten Tage und die längsten Tage des Jahres 2013 auf Litloy verbracht. Das Licht im Winter ist unbeschreiblich schön, wenn die Sonne sich nicht blicken lässt aber von unten über den Horizont kommt. Die Kontraste sind viel, viel stärker als an Mittsommer. Elenas Projekte sind zu allen Jahreszeiten spannend: wir drehten die Wasserleitung im offenen Meer, die grossen Krebse an der Brücke, die Seetang-Ernte für den Kartoffelacker, die Tomatenplantage im Leuchturm, und natürlich das Polarlicht.
Das Bad im Nordatlantik bei neun Grad war auch ein Erlebnis.
5reicherts: Sie wanderten auch auf den Gipfel der Nachbarinsel Gaukværøya. Wie empfanden Sie den Weg dort hoch?
Tilmann Bünz: Anstrengend, vor allem für den der das Stativ schleppen muss.
(Anmerkung der 5reicherts: unsere anstrengende Wanderung zum Gipfel von Gaukværøya)
Norwegische Waldkatze, Sirius
5reicherts: Hat Ihnen Sirius Schlafprobleme bereitet?
Tilmann Bünz: Sirius hat Hausrecht. Es war nicht einfach, ihn vom Bett herunterzubewegen.
5reicherts: Wieviele kg Ausrüstung mussten Sie und Ihr Team auf Litløy herumschleppen?
Tilmann Bünz:Die Ausrüstung verteilen wir auf uns drei Leute: Kameramann, Tonmann und Reporter. Jeder trägt etwa zehn Kilo. Leider sind alle Teile vom Stativ bis zur Kamera ziemlich unhandlich. Gut, dass die Insel klein ist.
5reicherts: Könnten Sie sich vorstellen, längere Zeit auf so einer Insel zu wohnen?
Tilmann Bünz: Längere Zeit auf Litoya ? Ich bin vom Typus eher der Seemann als der Bauer, also nur begrenzt sesshaft. Ein paar Wochen könnte ich es auf einer kleinen Insel aber sicher aushalten.
5reicherts: Was wird Ihr nächstes Buchprojekt?
Tilmann Bünz: Mein nächstes Buch handelt von „ Schweden und der Schnaps“. Da gibt es einiges zu erklären.
Tilmann Bünz Bücher
Für Freunde des Nordens!
ARTE sendet unsere dreiteilige Serie vom 24. – 26 .März 2014 nachmittags um 16.10.
Die Reihe heisst „Menschen am Rande der Welt„ und hat drei Folgen: Lappland (inclusive Elenas Leuchturm), Grönland und Spitzbergen.
Herzlichen Dank für das Interview Herr Bünz!
Foto: Regen & Sonne, Litløy, Norwegen
Regen und Sonne, Litløy
Foto der Woche – Das war ein stürmischer Tag auf der kleinen Insel Litøy. Die Wolken zogen schnell über den Himmel und gaben Lücken frei, durch die die Sonne große Strahlen schickte. Die Sicht zu den Lofoten war frei und weit. Nie zuvor konnte ich bessere Sonnenstrahlen sehen wie an diesem Tag. Elena lachte als sie mich sah! Mir war das Glück ins Gesicht geschrieben. Kalt war ich, die Nase rot, die Haare zerzaust, die Finger spürte ich kaum noch. „Sowas sehen wir hier andauernd!“ meint Elena. Fotografen würden sich als Voluntäre nicht eignen, die würden dauernd losrennen, wenn das Licht gut ist. Ja, das kann ich wohl verstehen! Wir sind einfach ein gutes Team – unsere Kids waren nämlich in ihrem Element. Esra werkelte mit den Männern im Bootshaus, Amy kochte mit der englischen Köchin, Gunter und Noah schleppten Holz und ich durfte fotografieren. Genial!
Best Blog Award: 11 Fragen zum Thema Reisen
Jenny von den Weltwunderern nominierte uns für den Best Blog Award. Herzlichen Dank Jenny! Hier sind meine Antworten zu Deinen elf Fragen.
BestBlogAward
1. Was bedeutet Reisen für dich?
Das ist die beste Frage! Diesem Thema werde ich bald einen ganzen Blogbeitrag widmen. Aber schon mal kurz meine Ansicht: Reisen ist für mich wie eine Meditation. Da ich ständig von Neuem umgeben bin, aufmerksam betrachte – was auch mit der Fotografie zu tun hat – neugierig auf Menschen zu gehe, bin ich im Jetzt! Das ist keine 30 Minuten/Tag Meditation, nein teilweise dauert sie drei Monate am Stück! Es fühlt sich wunderbar an!
2. Warum machst du dir den Stress des Reisebloggens?
Ja, es stimmt. Reisebloggen kann auch stressig sein. Doch ich lebe durch das Bloggen intensiver. Erstens nehme ich mehr wahr – ich recherchiere zum Beispiel auch Themen, die mich eher nicht, aber, die unsere Leser interessant finden. Es endet immer darin, dass ich danach auch für das Thema brenne! NICHTS – ja, gar nichts ist langweilig!
Als Beispiele nenne ich hier mal: Wolle, Tweed, Shetland Ponys :-)
Shetland Pony
Zweitens, verdaue ich das Erlebte indem ich es aufschreibe!
Über das Bloggen hatte ich einen ausfühlichen Artikel verfasst:
Unser Blog als Genussverstärker oder warum man als Blogger intensiver lebt
3. Was willst du deinen Kindern mitgeben, wenn sie aus dem Haus gehen?
Ich möchte meine Kinder dazu anregen zu träumen und trotzdem im Jetzt zu leben! Ist man sich seiner Träume bewußt und weiss genau, was man gerne machen würde, wenn Geld keine Rolle spielt – dann ist man jederzeit bereit JA zu sagen, wenn sich die Chance bietet. Und Chancen bieten sich immer wieder auf vielfältigste Weise.
Kids am Leuchtturm
4. Wohin reist du am liebsten und warum?
In die Natur, da macht Menschsein Sinn und Spaß!
5. Was muss immer dabei sein, wenn ihr verreist?
Eine Kameraausrüstung und ein Rubiks Cube (der 4×4)
6. Gibt es auch Ziele, die dich gar nicht interessieren?
Große häßliche Städte
7. Ist Neuseeland für dich ein besonderes Land? Warum?
Ja, Neuseeland steht für Natur und Einsamkeit. Ich schaue immer, wieviele Einwohner es pro qkm gibt und je weniger es sind, desto besser! Neuseeland ist in etwa so groß wie Deutschland, hat aber nur soviele Einwohner wie Berlin! Da ist viel Platz für Natur und Wildlife. Für mich als meeresliebender Mensch, der vor allem Küsten liebt, sind Inseln immer am besten! Auch, wenn sie groß sind.
Unsere Kids in Neuseeland im Jahr 2001
8. Gewissensfrage: Wie stehst du zum Thema Nachhaltigkeit – in Bezug auf das Reisen?
Ja, wieder so ein Thema über das ich wohl in Zukunft einen ganzen Blogbeitrag schreiben werde! Nach vielen Jahren Wohnmobilreisen wissen wir alle ganz genau, was wir zum Leben wirklich brauchen. Wir sind genügsam! Wir brauchen zwar das Diesel, um das Fahrzeug zu bewegen – was sich auf langen Reisen jedoch sehr schnell relativiert – doch wir leben ansonsten sehr bewußt. Zum Haarewaschen brauchen wir gerade mal 2 Liter Wasser! Wir waschen uns unterwegs meist nur und duschen, wenn wir auf Campinplätzen sind. Wasser ist kostbar und wir wissen das!
Unser Solarpanel gibt uns seit über zehn Jahren genügend Strom für zwei Notebooks und die Kamerabatterien. Es sei denn es regnet mal tagelang am Stück, dann stöpseln wir uns in eine Steckdose.
Wir heizen auf Reisen kaum. In nordischen Ländern ist es oft kalt. Wenn wir frieren gehen wir raus, in Wind und Wetter. Bewegung tut gut, heizt den Körper auf und schwups fühlen wir uns im Mobil wieder warm. Auch, wenn es nur 15- 16 ° C hat. Außerdem heizen fünf Leute auf so engem Raum schon ohne Hilfsmittel ganz ordentlich. Zuhause würden wir wesentlich mehr Energie für Heizung und Strom verbrauchen.
Selbst das Internet nutzen wir unterwegs sehr gezielt. Mit Surfsticks ist der Traffic immer begrenzt, stundenlanges Surfen und Youtube Filme schauen ist nicht drin! Wir bearbeiten unsere Emails, schreiben für das Blog und checken das Wetter!
Ich habe kein schlechtes Gewissen, wenn wir große Strecken fahren. Wir hetzen nicht und lassen und dafür Zeit – auch da kommen Pendler auf wesentlich mehr gefahrene Kilometer pro Jahr als wir!
Flugreisen nach Neuseeland – nun darüber machte ich mir auch Gedanken. Wir arbeiten daran uns dieses Reiseziel wieder zu ermöglichen, die letzte Neuseelandreise liegt 12 Jahre zurück. Ich suche gerade nach Alternativen zum Fliegen. Aber selbst wenn wir fliegen: es würde kein Drei-Wochen-Trip, eher drei Monate, und somit relativiert sich die Energiebilanz.
Nein! Ich mache mir da gar keine Sorgen, dass wir die Umwelt übermäßig belasten durch unsere Reisen – eher das Gegenteil!
Vor allem unsere Kinder wurden auf den zahlreichen Langzeitreisen geprägt:
Wenn wir nach monatelangen Touren daheim ankommen, genießen wir ein heißes Bad und den Platz den wir im Haus haben! Die Betonung liegt auf genießen :-)
Sterne über dem Wohnmobil, Norwegen
9. Hand aufs Herz: Sind Reisen ohne Kinder nicht auch mal schön?
Wir sind so aufeinander eingespielt, das wir die Kinder wahrscheinlich vermissen würden und es schade fänden, dass sie besondere Situationen nicht miterleben können. Es fühlt sich ja schon komisch an, wenn nur einer fehlt, da ist irgendwie ein Loch.
10. Wohin geht eure nächste Reise?
Wir wissen es noch nicht genau. Unsere Reiseplanung ist immer sehr spontan, nur so, sind wir frei und können Chancen, die sich bieten auch wahrnehmen. Einige Reiseziele haben wir seit Jahren auf der Wunschliste. Zum Beipiel Island und Grönland. Schauen wir mal. Aber auch die kleineren Inseln der Nordsee und Ostsee stehen auf dem Programm. Wir möchten unbedingt wieder nach Shetland und hoffen, dass es dieses Jahr klappen wird!
11. Wo wärst du gern in zehn Jahren?
Unterwegs! Und vielleicht mal ohne die ständige Sorge, ob mal wieder das Mobil zusammenbricht und wir uns Gedanken machen müssen, wie die Reparatur finanziert wird!
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Ja, und da wir aus gesundheitlichen Gründen mit unseren Antworten viel zu spät dran sind, stelle ich Euch mal 11 Fragen, nominiere aber niemanden direkt. Wer mag, holt sich das Blogstöckchen und beantwortet die Fragen in seinem Blog ODER unsere Besucher, die keinen Blog haben, beantworten sie hier in den Kommentaren!
Die Ausreiserin Nicole beantwortete als Erste unsere Fragen. Danke Nicole