Mit ziemlicher Verspätung starten wir unsere Reise nach Schweden. Ursprünglich hatten wir schon vor zwei Monaten gen Norden reisen wollen, doch meine Füße machten nicht mit. Das Sprungelenk, welches ich mir vor circa 10 Jahren in Norwegen gebrochen hatte, ist in der Bewegung so sehr eingeschränkt, dass sich wohl die Sehnen verkürzt haben. Nun denn, ich nutze die Zeit, denn ich habe sowieso noch reichlich Computerarbeit zu erledigen. Die Kids sind mit Führerschein und Ähnlichem beschäftigt, wir haben außer der drohenden Hochsaison, die wir normalerweise meiden, keinen Zeitdruck.
Das gute alte Wohnmobil wartet geduldig im Hof darauf, gepackt zu werden. Bei schwülen, schweißtreibenden 30° C schleppen wir schließlich Ende Juli unseren Kram die Treppen runter. Ja, das ist bedauerlich, dass es jetzt so spät, so heiß und auch noch so trubelig ist. Diesmal werden wir zu dritt mit Dackel touren. Esra wird eine Radtour über die Alpen unternehmen, Noah bereitet sich so langsam aufs Abi vor, er macht einen Französischkurs in Mainz und bleibt allein daheim. Wir feiern noch gemeinsam seinen 20 zigsten Geburtstag und starten direkt danach.

Unser Flair im Hof in Bubenheim

Autobahnraststätte ohne Zigarettenmülleimer – ich habe noch nie soviele Kippen am Bordstein gesehen. Es wunderte mich nur kurz – es gab einfach keinen Mülleimer für Zigaretten. Komisch, wo doch soviele Autofahrer während der Pause rauchen. Das das niemandem auffällt?

Mülltonnen gab es reichlich, aber wohin mit den Kippen?
Wir besuchen unterwegs wieder Ina in der Nähe von Halle und freuen uns über die Hühner und Gänse. Dackel Grindel kann sich an große Hund und allerlei Federvieh gewöhnen.

Ina’s Hühner

neugierige, zutrauliche Gans
Fähre von Rostock nach Trelleborg
Kurz vor der Küste schauen wir noch bei Gabi auf einen Kaffee vorbei, dann suchen wir im Dunkeln nach einem Stellplatz in der Nähe des Fährhafens. Wir nehmen die Fähre von Rostock nach Trelleborg. Dort dürfen Hund mit an Deck, sie müssen nicht im Wagen bleiben. Das wäre auf der sechsstündigen Überfahrt auch zu lang. Es gibt eine düstere, fensterlose Hundelonge, die so ungemütlich ist, dass die beiden Wasserschüsseln verlassen rumstehen. Wir suchen uns auf der seltsam verwirrend strukturierten Fähre ein kleines Eckchen wo wir mit Blick aufs Deck sitzen können. Die sechs Stunden kommen mir viel länger vor, ich bin ungeduldig, hibbelig und nervös. Keine Ahnung warum.

Auf der Fähre nach Trelleborg

Grindel auf der Fähre

Der dunkle Hunderaum, der nicht genutzt wird

Der dunkle Hunderaum, der nicht genutzt wird
Mit Hund nach Schweden ist einfacher geworden
Es ist einfacher geworden mit Hund nach Schweden zu fahren. Der Hund muss gechipt und geimpft sein und braucht einen internationalen Tierausweis. Selbst die Bandwurmkur ist nicht mehr nötig. Wir werden in Trelleborg nicht kontrolliert.
Typisch schwedisches Wetter
Blauer Himmel, weiße Wolken und die typisch schwedische Landschaft begrüßen uns am frühen Nachmittag. Wir machen uns auf den Weg zu unseren Freunden in der Nähe von Stockholm. Gegen Abend erreichen wir unser erstes Ziel. Den Hafen von Gränna, ein touristisches Örtchen am Vätternssee. Im dichten Verkehr schleichen wir durch die Hauptstraße des Ortes. So können wir die hölzernen Villen der Stadt bestaunen. Auf dem Parkplatz des geschäftigen Hafens von Gränna können wir gegen die Gebühr von 120 Kronen mit dem Mobil übernachten. Zahlreiche Reisende nutzen diesen Stellplatz direkt neben einem großen Campingplatz. Im Hafen ist jede Menge Trubel.

Auf der schwedischen Autobahn geht es recht gemächlich zu

Der Leuchtturm von Gränne am Abend

Der Hafen von Gränna

Der Leuchtturm und die Fähre

Der Leuchtturm von Gränne am Abend

Der Leuchtturm von Gränna nach Sonnenuntergang

Der Leuchtturm und die Fähre
Der Leuchtturm von Gränna
Wir fotografieren den Leuchtturm und die Segelboote und Yachten, die dort angelegt haben. Von hier aus fährt eine Fähre nach Visingsö, der größten der 33 Inseln des Vätternsees. Schwedische und englische Schlager hallen abwechselnd über den geräumigen Parkplatz. Gegen 12:00 Uhr fängt die Musik an zu nerven, schließlich hört sie gegen 1:00 Uhr auf. Ich bin genauso hundemüde wie Grindel. Wir schlafen schnell ein.
Früh morgens schlendern wir wieder durch den Hafen, fotografieren mal hier und mal da. Unser Dackel bekommt keine Chance schwedische Hunde kennenzulernen. Die sind alle angeleint und werden direkt von unserer freudig bellenden Hundedame weggezerrt. Schade eigentlich. In Schottland ist das lockerer, wir sehnen uns ein wenig nach den glücklichen Hunden.
Mein erstes Smartphone
Unterwegs kaufen wir noch ein, suchen in einem riesigen Einkaufszentrum nach einer Simkarte fürs Internet. Ich werde das Smartphone als Hotspot nutzen und so mit den Notebooks und Tablets online gehen können. Für 10 GB zahlen wir 220 SEK. Ich habe mich für das Lumia 650 Dualsim entschieden – die deutsche Simkarte bleibt für Anrufe von daheim aktiv, die schwedische Karte nutze ich fürs Internet. Extrem praktisch. Es wäre sinnvoll gewesen, das Smartphone etwas früher zu bestellen. Jetzt muss ich mich erstmal mit dem neuen Gerät auseinandersetzen, ich hab echt noch viel zu lernen. Wir kommen gegen Abend bei unseren Freunden etwa eine Stunde südlich von Stockholm an.
Ja, ich geb`s zu: Das ist mein allererstes Smartphone. Ich wollte es vor allem, um mit den Jungs in Kontakt bleiben zu können. So ein Ding hat aber auch noch andere Vorteile. Es kann fotografieren, Landkarten anzeigen, als Notizbuch dienen, Apps für Stellplätze nutzen und noch einiges mehr, was ich noch nicht weiß.
Übringens wurden die Schnappschüsse in diesem Bericht mit dem Smartphone gemacht. Also alle Fotos außer dem Leuchtturm.

Unser Womo in Askö

Grindel versucht mit Charly zu spielen, der will aber nicht

Sonne, kühler Wind und angenehme Temperaturen

Abends am See
Übersichtsseite Wohnmobil Reise zu den schwedischen Leuchttürmen
Typisch schwedische Leuchttürme am Vänern – Mariestad und Hammarö Skage
Wie sehen typisch schwedische Leuchttürme aus?
Was ist denn ganz typisch schwedisch? Na klar, die roten Holzhäuser. Wie könnte ein ganz typisch schwedischer Leuchtturm also aussehen? Mit einem roten Häuschen. An diesem Tag fanden wir mehrere ziemlich schwedische und doch komplett unterschiedliche Leuchttürme.
Leuchtturm in Mariestad
Ein kleines Holzhaus im Leuchtturm in Mariestad
Infos zum Leuchtturm in Mariestad
Blick nach Oben
Leuchtturm von Mariestad
Leuchtturm von Mariestad
der zweite Leuchtturm von Mariestad
Ich finde es schon komisch, dass wir nie vorher auf die Idee gekommen sind, die Leuchttürme an den großen schwedischen Seen abzuklappern. Wir hatten jahrelang keinen Gedanken daran verschwendet und angenommen, dass es da kaum welche gibt. Allein um den Vänern herum und mitten im See gibt es mehr als 100 Leuchttürme. Einige sind nicht mehr als Masten mit Licht oder Bojen, andere sind extrem fotogen und liegen an außergewöhnlich reizvollen Orten.
Mariestad hat noch weitere Leuchttürme zu bieten als die kleinen Weißen im Hafen. Hin und wieder stehen Leuchtturm-Nachbauten in Verkehrskreiseln. Da kann man sich schon mal ein Bild davon machen, was einen erwartet. Der erste Leuchtturm dieses Tages ist ganz einfach über die Straße am See entlang zu erreichen. Das Metallgerüst des Turms thront über einem kleinen roten Holzhäuschen. Er sieht wunderbar schwedisch und einzigartig aus, finde ich.
Die Bäume wiegen sich gefährlich ächzend im Wind. Ich habe Angst mich unter die Äste zu stellen. Mehrmals fallen mir schmerzhaft kleine Tannenzapfen auf den Kopf, überall liegen Zweige und kleine Äste. Ich möchte nicht riskieren, dass mir etwas größeres auf den Kopf fällt. Der Leuchtturm steht direkt an Bahnschienen, die ich überqueren muss, um den Turm mit dem See auf ein Foto zu bannen. Letztendlich finde ich die Fotos mit den im Wind wiegenden Bäumen besser.
Nur wenige Kilometer weiter steht der nächste gleich gebaute Turm, diesmal näher am Wald. Es gibt noch einen dritten identischen Leuchtturm irgendwo im Wald, doch den lassen wir sausen.
Sjötorp, ein kleiner Leuchtturm am Göta Kanal
Unser nächster Halt führt uns nach Sjötorp, hier mündet der Götakanal in den Vänern. Auch dort steht ein typisch schwedischer Leuchtturm. Der ähnelt dem Leuchtturm Vanäs, nur ist er ein ganzes Stück kleiner. Irgendwie erinnern uns die alle an die Daleks aus Dr. Who. Der Wind weht weiterhin, aber die Sonne scheint. Das macht Spaß. Der Ort Sjötorp ist gemütlich, moderat touristisch und ruhig. Es ist noch zu früh zum Übernachten, also ziehen wir weiter, obwohl hier ein guter Stellplatz gewesen wäre.
kleiner Leuchtturm in Sjötorp am Göta Kanalkleiner Leuchtturm in Sjötorp am Göta Kanal
kleiner Leuchtturm in Sjötorp am Göta Kanal
Kleiner Leuchtturm und Segelboot
Boote auf dem Göta Kanal
Der nächste Leuchtturm auf unserer Liste ist nur über eine Waldwanderung zu erreichen. Im Sturm ist uns das zu gefährlich, wir verschieben die Besichtigung auf den nächsten Tag. An einem kleinen Teich am Stadtrand von Karlstad stellen wir uns zu anderen Mobilen, doch die Nacht wird laut. Zum Straßenlärm gesellt sich der Krach von ewig langen Güterzügen. Wir sind heilfroh am nächsten Morgen weiterziehen zu können. Es ist wolkig, aber der Wind hat nachgelassen.
Eine kurze Wanderung durch den Wald zum Leuchtturm Hammarö Skage
Wir suchen morgens als erstes den Leuchtturm Skoghall. Der steht im Industriegebiet und aus diesem Grund finden wir ihn nicht. So ziehen wir weiter. Da der Wind nachgelassen hatte, suchen wir den Hammarö Skage – den Leuchtturm im Wald. Die Straßen dorthin werden kleiner und kleiner. Schließlich steht dort ein Verbotsschild für Fahrzeuge über 6m. Hmm, sollen wir, oder sollen wir nicht? Wir fahren rein, es ist ja nur die Anhängerkupplung, die uns auf 6,30m bringt. Den letzten Kilometer schaffen wir problemlos. Die Wanderung durch den lichten Wald ist einfach und gemütlich. Schon von der Ferne sehen wir den hohen weißen Turm. Das Gelände ist von einer Seite mit Holzzäunen versehen, zur Seeseite ist es offen. Noch hängt Regen in der Luft und dunkle Wolken bedrohlich am Himmel. Wir fotografieren trotz trübem Wetter und kommen trocken zum Mobil zurück.
Übersichtsseite Wohnmobil Reise zu den schwedischen Leuchttürmen
Der Leuchtturm Vanäs in Karlsborg am Vättern
Der Leuchtturm in Karlsborg am Vättern
Das Wohnmobil steht geschützt auf dem Waldparkplatz, hier merken wir vom Wind kaum etwas. Doch am See bläst er fast in Sturmstärke. Von der gestrigen Idylle ist nichts mehr zu spüren. Ans Schwimmen denken wir unter diesen Bedingungen nicht. Wir fotografieren nur kurz, denn die Bäume ächzen im Sturm. Ein paar heben sogar die Wurzelballen aus der Erde und drohen umzukippen. Das ist uns gar nicht geheuer.
Wir machen uns bei grauem Wetter auf den Weg nach Karlsborg am Vättern. Dort steht ein interessanter Leuchtturm, den wir unserer Sammlung einverleiben wollen. Im strömenden Regen halten wir vor dem Visitor Center. Die nette Mitarbeiterin gibt mir die Infos zur Lage des Leuchtturms und druckt mir eine Liste weiterer Leuchtturmstandorte aus.
Vorbei an der Burg von Karlsborg quetschen wir unser Wohnmobil auf einen kleinen Stellplatz am Waldrand. Ein kurzer Waldweg führt uns zum Turm. Der steht zwar im See, ist aber über einen Holzsteg erreichbar. Das Wetter ist uns wohlgesinnt. Kaum sind wir angekommen, da verziehen sich die Regenwolken. Der Wind zaubert Schaumkronen auf die Wellen, ich fahre das Stativ aus und hantiere mit den Filtern um etwas Bewegung ins Bild zu bekommen. Die Form des Leuchtturms ist außergewöhnlich. Er ist aus Holz, weiß angestrichen und sieht aus, wie eine Pyramide. So einen Leuchtturm ist mir noch nicht untergekommen.
Leuchtturm Vanäs, Vättern, Karlsborg
Leuchtturm Vanäs, Vättern, Karlsborg
Leuchtturm Vanäs, Vättern, Karlsborg
Leuchtturm Vanäs, Vättern, Karlsborg
Grindel und der Leuchtturm Vanäs, Vättern, Karlsborg
Plötzlich belebt sich die Szene. Fußgänger und Radfahrer nutzen den Sonnenschein und flanieren um den schönen Leuchtturm. Wir warten geduldig bis keine Personen mehr im Bild stören, aber da versteckt sich die Sonne wieder hinter den Wolken. Ja, als Fotograf braucht man Geduld. Immerhin, das Motiv ist es wert.
Die Speicherkarte voller toller Fotos ziehen wir schließlich zufrieden weiter. Hier in Karlsborg mündet der Götakanal in den Vätternsee. Esra ist hier auch vor zwei Jahren auf seiner ersten großen Radtour vorbeigekommen.
Einen Leuchtturm im militärischen Sperrgebiet lassen wir links liegen
Den nächsten Leuchtturm am Vättern müssen wir leider sausen lassen. Der steht im militärischen Gebiet, welches von Fotografierverbotsschildern nur so gepflastert ist.
Dafür entdecken wir einen fantastischen Badestrand. Wir parkten das Mobil windgeschützt unter Bäumen direkt am See, kochen was Leckeres und laufen auf feinstem Sand durch seichtes, glasklares Wasser.
Auch der nächste Leuchtturm auf der Landkarte ist eine Enttäuschung. Nach stundenlanger Fahrt über enge holprige Waldwege kommen wir auf der Westseite des Vätternsees an, wo der Götakanal den See wieder verlässt. Hier sollte eigentlich ein Leuchtturm stehen, tut er aber nicht. Für einen Touristenmagneten wie den Götakanal ist es verdammt einsam und ruhig hier. Dunkle graue Wolken drohen mit Regen, da machen wir uns schnell weiter auf den Weg.
Das klare Wasser des Vättern Sees
Dunkle Wolken über dem Vättern
Unser Womo
Gegen Abend erreichen wir erschöpft den großen Wohnmobilstellplatz in Mariestad am Vänernsee. Die Übernachtung kostet 140 Kronen. Dafür gibt es Toilette, Duschen und eine Entsorgungsstation.
Das Abendlicht gibt nicht viel her. Wir rücken trotzdem einem kleinen Leuchttürmchen im Hafen fotografisch auf die Pelle. Auf dem Stellplatz spielt der Sturm mit den Fahnenmasten und Seilen der Segenboote das typische Hafenkonzert. Wir bezweifeln, dass wir bei diesem Lärm schlafen können. Aber die lange Fahrerei hat uns so zermürbt, dass wir sofort einschlafen und am nächsten Morgen erst spät wach werden.
Wir suchen einen Leuchtturm am Göta Kanal – finden aber keinen. Der Weg dahin war nervig über sehr kleine Waldwege. Der Sturm hatte an zahlreichen Stellen kleine Bäume ungeworfen. Ich hatte etwas Angst, dass uns dadurch auf den Waldwegen die Durchfahrt nicht gelingen würde.
kleines Türmchen in Mariestad
Übersichtsseite Wohnmobil Reise zu den schwedischen Leuchttürmen
Der Nationalpark Tiveden
Gunter und Grindel in Tiveden
Tiveden Nationalpark, zurück zum Urwald
Der Tag ist noch nicht zu Ende. Gegen 17:00 Uhr fahren wir noch im nieseligen Wetter zum Nationalpark Tiveden. Ulike hatte uns den Park empfohlen und Fotos der gigantischen Felsen gezeigt. Das hat uns Lust, diesen Urwald anzusehen. Der Weg zum Park ist zwar gut ausgeschildert, aber nur ein löchriger, gewundener Feldweg führt zum relativ geräumigen Parkplatz. Noch ist das Visitorcenter in der Bauphase. Überall Absperrungen, Bagger und Schotterberge. Das ist wenig ästhetisch, aber gleich dahinter beginnt der Wald, und damit eine andere Welt.
»Wenn da ein Kilometer steht, plant mehr Zeit ein, als ihr denkt,« gibt uns unsere Freundin zu bedenkent. Sie hat recht, schon auf den ersten Metern unserer Wanderung geht es im wahrsten Sinne des Wortes über Stock und Stein. Wir klettern und ziehen uns an überstehenden Wurzeln hoch. Grindel mit ihren kurzen Beinchen meistert den größten Teil der Strecke ohne Hilfe. Sie zerrt Gunter sogar durch diesen schwedischen Urwald. Wie eine Bergziege schießt sie Steilhänge hinauf, springt über Baumstämme, oder zwängt sich darunter durch. Ich komme mit meinem Fotorucksack ins Schwitzen, glücklicherweise ist es recht kühl. Nur wenige Regentropfen dringen durch das Laubdach.
Wir sind ganz allein im Wald, das beunruhigt mich leicht. Ob wir die Strecke noch im Hellen zurück schaffen werden? Im August geht die Sonne erst gegen 21:00 Uhr unter, aber im Wald ist es schon ziemlich düster. Uns gefällt das Urtümliche dieses Waldes. Wir wandern über Baumwurzeln, ich entschuldige mich bei den Bäumen. Schließlich erreichen wir das Gebiet, in dem sich gigantische Felsen auftürmen, als hätten Riesen damit Würfel gespielt.. Bäume krallen sich am blanken Fels fest, wo kaum Nahrung z erwarten ist. Hier müssen wir sogar Grindel hin und wieder unter den Arm klemmen, damit sie nicht in den Felsspalten stecken bleibt. An einem Aussichtspunkt auf einer Anhöhe ruhen wir kurz. Auf flachen, teilweise mit Moos bewachsenen Granitplatten suchen Baumwurzeln in den Ritzen der Felsplatten nach Nährstoffen. Wir schauen über den Wald, Baumwipfel, so weit wir schauen können. Das tut der Seele gut.
Erst auf dem Rückweg treffen wir andere Wanderer. Als wir unser Mobil erreichen sind wir noch trocken, wir hatten Glück mit dem Wetter, es hat zwar dauern mit Regen gedroht, dann aber doch gehalten. Wir sind nur eine kurze Tour zu der Felsenschlucht gewandert. Auch wenn das ständige Auf und Ab an unseren und Grindels Kräften gezehrt hat, fühlen wir uns munter und erfrischt. Endlich scheint auch Grindel an ihre Erschöpfungsgrenze gelangt zu sein. Diese Nacht schläft sie wie ein Stein.
Beim nächsten Besuch werden wir sicher wesentlich mehr Zeit für diesen Nationalpark einplanen. Das Gefühl von Ruhe, Erhabenheit und urtümlicher Energie lässt sich schlecht in Worte fassen. Interessant ist, der Park wurde erst 1983 gegründet, mit der Absicht, die Natür sich selbst zu überlassen, um so einen schwedischen Urwald wieder zu erschaffen. Zurück zu den Wurzeln! 25 Kilometer Rundwanderwege sind inzwischen gut mit farbigen Baumbinden markiert, also reichlich Möglichkeiten den Urwald zu erkunden und vielleicht sogar mit der Tierwelt in Kontakt zu kommen.
Gunter und Grindel in Tiveden
Der Wanderpfad über die Wurzeln der Bäume
Urwaldfeeling
Grindel schafft auch große Hürden, Gunter kommt kaum hinterher
Wurzeln
saftiges Grün im Naturschutzgebiet Tiveden
Übersichtsseite Wohnmobil Reise zu den schwedischen Leuchttürmen
Das Sommerhaus unserer Freundin, traumhafter Badeplatz am Vättern
Idyllische Badebuchten am Vättern – dem zweitgrößten See Schwedens
Wir verabschieden uns vorerst von Maria und Familie und besuchen direkt eine weitere Freundin: Ulrike, sie wohnt in unserem Nachbarort Schwabenheim, besitzt ein kleines nettes Ferienhäuschen nur eine Stunde von Askö entfernt. Was für ein Zufall, oder?
Ulrike hat sich vor etlichen Jahren in das Land Schweden verliebt. So sehr, dass sie nach einem Sommerhäuschen suchte und es bei Askersund fand. Erst nachdem sie das Häuschen gekauft hatte, lernte sie ihren zukünftigen Mann kennen. Ulrike unterrichtete viele Jahre lang als Lehrerin in Schweden. Wir lernten sie kennen, als ihre Tochter vor 11 Jahren mit Amy eingeschult wurde.
Wir waren ja schon oft in Schweden, aber Ulrikes Haus haben wir noch nie gesehen. Das holen wir jetzt nach.
Unser neuer Navi führt uns über unbefestigte Wege direkt vor Ulrikes Gartentür. Wir sind begeistert von ihrem Anwesen. Sommerhaus finde ich etwas untertrieben: Es ist meiner Meinung nach ein richtiges Haus, mit vielen Zimmern, einem Schuppen, einer großen Scheune und schönen Garten. Unglaublich, was man hier in Schweden für relativ wenig Geld kaufen kann.
Ulrikes Haus
Gabi und Ulrike plücken Beeren
Ulrikes Haus
Mit Blaubeerpflückern bewaffnet wandern wir gleich nach der Ankunft gemeinsam in einen Märchenwald. Der Boden ist mit einem dicken, weichen Teppich aus Moos belegt. Darauf laufen wir unglaublich weich. An einer Stelle warten dicke, saftige Blaubeeren auf uns, denen wir mit den Pflückern zu Leibe rücken. Im Nu haben wir ein Eimerchen gefüllt. Auch Grindel pflückt wieder fleißig mit, nur haben wir nichts davon. Ulrike macht sich über die Himbeeren am Wegesrand her, ich pflücke auch welche, aber die wandern alle in meinen Mund. Das nachfolgende Reinigen unserer Ernte dauert länger als bei den handgepflückten Beeren, da schrumpft der Zeitvorteil doch um einiges zusammen. Wir runden die kulinarische Wanderung mit einer anständigen Portion Pfifferlingen ab, dann machen wir uns im Sommerhäuschen direkt an die Zubereitung des Abendessens.
Lachs mit Reis und Spinat, dazu in Butter gebratene Pfifferlinge und als Nachtisch Blaubeeren und Himbeeren mit Sahne. Ulrike kochte in Windeseile von den restlichen Blaubeeren Marmelade.
Wir schlafen am Straßenrand im Wohnmobil, Es ist absolut ruhig in der Nacht.
glückliche Grindel im Wald
Askersund
Morgens ziehen wir wieder gemeinsam los nach Askersund. Das ist Ulrikes Lieblingsstädchen in Schweden. Die traditionellen Holzhäuser der Stadt sind so typisch schwedisch, komplett mit Apfelbäumchen und rot-weißem Anstrich. Der Hafen der Stadt liegt idyllisch in einer waldgesäumten Bucht, mit dem Wohnmobil hätten wir die Möglichkeit, dort zu übernachten.
In der Ferne sehe ich einen kleinen hölzernen Leuchtturm. Dummerweise führt der Weg dorthin durch ein wenig ansehnliches Gewerbegebiet.Ich laufe mir die Füße platt, um in Fotografiernähe zu kommen. Aber es lohnt sich. Es ist ein außergewöhnliches Häuschen und das Wetter schenkt mir ein paar gestalterisch wertvolle Sonnenstrahlen. Die anderen haben derweil den Wohnmobiltisch eine Brotzeit angerichtet.
Askersund
„Fotografier doch mal hier!“ meint Ulrike. Aber gern doch – Askersund
kleiner Leuchtturm in Askersund
kleine Leuchttürmchen, Askersund
Gut gesättigt machen wir uns auf zu einem von Ulrike favorisierten Badeplatz am Vättern. Mittlerweile scheint die wärmende Sonne, blauer Himmel, weiße Wölkchen. Perfektes Badewetter.
Traumhafter Badestrand am Vättern
Der Sandstrand in einer kleinen Bucht ist bei diesen Bedingungen der Hammer. Es ist sowas von traumhaft, mein Fotografenherz hüpft mir fast aus der Brust. Es ist eine wahre Freude da zu fotografieren. Das Wasser leuchtet knallgrün und blau, die Laubbäume strahlen saftig hellgrün, dazu der perfekte Himmel. Amy und Ulrike wagen sich ins kalte Wasser und schwimmen in die Bucht hinaus. Wir wandern entlang der Küste auf weichen von Baumwurzeln befestigten Pfaden und fotografieren, was das Zeug hält. Grindel hüpft vergnügt um unsere Beine und erforscht das Unterholz. Ja, sie mag dieses Schweden auch tierisch gern.
Als wir später aufbrechen, hat sich ein stechfreudiges Insekt in Ulrikes Hose verkrochen. Es sticht ihr beim Anziehen in den Oberschenkel, und weitere Erkundungen werden wegen der dringenden Erstversorgung des stark anschwellenden Stichs hinten an gestellt. Schade. Als das Brennen in Ulrikes Bein endlich nachlässt verabschieden wir uns. Das nächste Ziel, der Nationalpark Tiveden ist nur wenige Kilometer entfernt. Als wir losfahren, zieht sich der Himmel mit Wolken zu. Hoffentlich bleibt es trocken.
Wanderpfad über die Wurzeln
Badeplatz am Vättern
Badeplatz am Vättern
Diese Farben – Badeplatz am Vättern
Felsen und Wasser und Bäume – Vättern
Übersichtsseite Wohnmobil Reise zu den schwedischen Leuchttürmen
Ruhige Tage in Ask-ö – reichlich Blaubeeren und Pfifferlinge
Einer der Gründe, warum wir nach Schweden und nicht nach Schottland gereist sind, ist meine Freundin Maria. Ihr geht es zur Zeit nicht so gut und wir haben uns seit zwei Jahren nicht gesehen. Also war Askö unser erstes Ziel. Dort hatten wir auch den extrem schneereichen Winter von 2010/2011 verbracht.
Askö fühlt sich wie unser zweites Zuhause an. Schon seit 2002 besuchen wir regelmäßig Maria und Magnus auf ihrer Farm. Hier fühlten sich die Kids immer pudelwohl und setzten viele Projekte mit ihrem Freund Aron um. Übrigens brachte diese schwedische Familie uns erstmals auf die Idee zum Freilernen.
Nach der langen Anfahrt und dem ersten Leuchtturm in Gränna, war ich in Fotografenmodus. Ich kann euch gar nicht sagen, wie gut mir das tut. Auf der Farm suchte ich mir meine Fotomotive. Auroras Freund Andrew kommt aus Neuseeland, und er begeistert sich für historische Uniformen. Da mache ich doch gleich ein Fotoprojekt draus.
Andrew
Aurora
Blaubeeren und Pfifferlinge
Gunter und ich fahren Rad und pflücken Blaubeeren im lichten Kiefernwald. Das geht mit der Hand wesentlich langsamer, als mit dem Pflücker, hat aber den Vorteil, dass wir die dicksten, saftigsten Beeren kriegen und fast gar keine Blätter mit drinnen haben. Mensch, diese Blaubeeren sind super lecker! Aron, der gerade eine Ausbildung zum Naturführer macht, zeigt mir die besten Plätze für Pfifferlinge. Wir sammeln so viele, dass wir zwei Tage lang Pilzgerichte essen können. In Butter gebraten oder als Omelett sind die Pfifferlinge ein Gedicht.
Grindel mag Blaubeeren übrigens auch sehr, sehr gerne. Aber nur, wenn sie sie vom Strauch essen kann.
Die Schnappschüsse habe ich alle mit dem Smartphone (dem Lumia 650) gemacht. Nicht schlecht finde ich.
Amy versucht Wasserski zu fahren
Amy hat sich leider eine Erkältung eingefangen, sie zieht sich ins Mobil zurück und entwickelt die Charaktere für ihr geplantes Buch. Für das Wochenende haben Magnus und Maria ihre Scheune an eine Hochzeitsgesellschaft vermietet. So kommt plötzlich ziemlich viel Trubel auf. Und mitten drin kommt der Bruder von Magnus vorbei und will unbedingt, dass wir mit seinem Boot raus auf den See Wasserski fahren. Die Chance, das auszuprobieren, dürfen wir uns natürlich nicht entgehen lassen. Amy und ich springen in die Badeanzüge und fahren mit Johan, Aurora und Andrew zur Anlegestelle.
Das Boot kommt gerade erst aus dem Winterschlaf und hat noch einige Startschwierigkeiten. Mehrmals geht der Motor auf dem See aus. Doch schließlich läuft er stabil und wir können das Wasserskifahren versuchen. Andrew fängt an. Die schweren, sperrigen Skis im Wasser an die Füße zu bekommen, ist die erste Herausforderung. Andrew schaut nur mit dem Kopf aus dem Wasser, die Skispitzen vor seiner Nase. Irgendwie sieht das lustig aus. Ewen fährt langsam los, bis das Seil Spannung hat, dann gibt er Vollgas. Nur wenige Sekunden lang schafft Andrew es, das Seil zu halten, dann muss er loslassen und sinkt ins kalte Seewasser zurück. Nach mehreren erfolglosen Versuchen fischen wir Andrew mit blauen Lippen und mächtig Gänsehaut wieder aus dem Wasser. Jetzt ist Amy dran. Sie springt mutig vom Bootsrand ins Wasser, merkt mit einem kurzen erschrockenen Aufschrei, dass es saukalt ist, und kämpft dann mit den Wasserskiern. Amy packt es kaum, die breiten Bretter vor sich zu positionieren. Sie versucht ihr Glück, doch die Technik des Wasserskifahrens fehlt ihr noch. Nur einmal kann Amy sich aufrichten. Sie kann aber ihre Beine nicht zusammenhalten und macht ein unfreiwilliges Spagat. Danach reicht es ihr und sie lässt Aurora ran. Aurora richtet sich bereits beim ersten Mal auf, doch auch sie muss loslassen und geht baden.
Dann streikt der Bootsmotor wieder. Wir versuchten eine halbe Stunde, den Motor zum Laufen zu bewegen, ohne Erfolg. Andrew nimmt das einzige Paddel und legt los. Wir bewegen uns im Schneckentempo Richtung Küste. Amy springt wieder ins Wasser, sie drückt das Boot mit Schwimmbewegungen vor sich her. Schließlich springt auch Aurora rein und unterstützt Amy. Sie zieht das Boot mit einer Leine. Ich selbst war noch nicht im Wasser, und will lieber trocken bleiben. Die blauen Lippen von Andrew und Aurora überzeugen mich davon, wie angenehm warm es doch im Boot ist. Amy findet dieses Abenteuer trotzdem super. Sie ist plötzlich lebhaft und aufgeweckt. Noch cooler wäre es natürlich gewesen, wenn sie das Wasserskifahren auch geschafft hätte. Ja, ich kam nicht dran mit dem Versuch Wasserski zu fahren. So richtig traurig war ich nicht darüber.
Morgen geht es weiter mit Knallerfotos vom Vättern!
Übersichtsseite Wohnmobil Reise zu den schwedischen Leuchttürmen
Gränna, ein Leuchtturm am Vättern See, Schweden
Mit ziemlicher Verspätung starten wir unsere Reise nach Schweden. Ursprünglich hatten wir schon vor zwei Monaten gen Norden reisen wollen, doch meine Füße machten nicht mit. Das Sprungelenk, welches ich mir vor circa 10 Jahren in Norwegen gebrochen hatte, ist in der Bewegung so sehr eingeschränkt, dass sich wohl die Sehnen verkürzt haben. Nun denn, ich nutze die Zeit, denn ich habe sowieso noch reichlich Computerarbeit zu erledigen. Die Kids sind mit Führerschein und Ähnlichem beschäftigt, wir haben außer der drohenden Hochsaison, die wir normalerweise meiden, keinen Zeitdruck.
Das gute alte Wohnmobil wartet geduldig im Hof darauf, gepackt zu werden. Bei schwülen, schweißtreibenden 30° C schleppen wir schließlich Ende Juli unseren Kram die Treppen runter. Ja, das ist bedauerlich, dass es jetzt so spät, so heiß und auch noch so trubelig ist. Diesmal werden wir zu dritt mit Dackel touren. Esra wird eine Radtour über die Alpen unternehmen, Noah bereitet sich so langsam aufs Abi vor, er macht einen Französischkurs in Mainz und bleibt allein daheim. Wir feiern noch gemeinsam seinen 20 zigsten Geburtstag und starten direkt danach.
Unser Flair im Hof in Bubenheim
Autobahnraststätte ohne Zigarettenmülleimer – ich habe noch nie soviele Kippen am Bordstein gesehen. Es wunderte mich nur kurz – es gab einfach keinen Mülleimer für Zigaretten. Komisch, wo doch soviele Autofahrer während der Pause rauchen. Das das niemandem auffällt?
Mülltonnen gab es reichlich, aber wohin mit den Kippen?
Wir besuchen unterwegs wieder Ina in der Nähe von Halle und freuen uns über die Hühner und Gänse. Dackel Grindel kann sich an große Hund und allerlei Federvieh gewöhnen.
Ina’s Hühner
neugierige, zutrauliche Gans
Fähre von Rostock nach Trelleborg
Kurz vor der Küste schauen wir noch bei Gabi auf einen Kaffee vorbei, dann suchen wir im Dunkeln nach einem Stellplatz in der Nähe des Fährhafens. Wir nehmen die Fähre von Rostock nach Trelleborg. Dort dürfen Hund mit an Deck, sie müssen nicht im Wagen bleiben. Das wäre auf der sechsstündigen Überfahrt auch zu lang. Es gibt eine düstere, fensterlose Hundelonge, die so ungemütlich ist, dass die beiden Wasserschüsseln verlassen rumstehen. Wir suchen uns auf der seltsam verwirrend strukturierten Fähre ein kleines Eckchen wo wir mit Blick aufs Deck sitzen können. Die sechs Stunden kommen mir viel länger vor, ich bin ungeduldig, hibbelig und nervös. Keine Ahnung warum.
Auf der Fähre nach Trelleborg
Grindel auf der Fähre
Der dunkle Hunderaum, der nicht genutzt wird
Der dunkle Hunderaum, der nicht genutzt wird
Mit Hund nach Schweden ist einfacher geworden
Es ist einfacher geworden mit Hund nach Schweden zu fahren. Der Hund muss gechipt und geimpft sein und braucht einen internationalen Tierausweis. Selbst die Bandwurmkur ist nicht mehr nötig. Wir werden in Trelleborg nicht kontrolliert.
Typisch schwedisches Wetter
Blauer Himmel, weiße Wolken und die typisch schwedische Landschaft begrüßen uns am frühen Nachmittag. Wir machen uns auf den Weg zu unseren Freunden in der Nähe von Stockholm. Gegen Abend erreichen wir unser erstes Ziel. Den Hafen von Gränna, ein touristisches Örtchen am Vätternssee. Im dichten Verkehr schleichen wir durch die Hauptstraße des Ortes. So können wir die hölzernen Villen der Stadt bestaunen. Auf dem Parkplatz des geschäftigen Hafens von Gränna können wir gegen die Gebühr von 120 Kronen mit dem Mobil übernachten. Zahlreiche Reisende nutzen diesen Stellplatz direkt neben einem großen Campingplatz. Im Hafen ist jede Menge Trubel.
Auf der schwedischen Autobahn geht es recht gemächlich zu
Der Leuchtturm von Gränne am Abend
Der Hafen von Gränna
Der Leuchtturm und die Fähre
Der Leuchtturm von Gränne am Abend
Der Leuchtturm von Gränna nach Sonnenuntergang
Der Leuchtturm und die Fähre
Der Leuchtturm von Gränna
Wir fotografieren den Leuchtturm und die Segelboote und Yachten, die dort angelegt haben. Von hier aus fährt eine Fähre nach Visingsö, der größten der 33 Inseln des Vätternsees. Schwedische und englische Schlager hallen abwechselnd über den geräumigen Parkplatz. Gegen 12:00 Uhr fängt die Musik an zu nerven, schließlich hört sie gegen 1:00 Uhr auf. Ich bin genauso hundemüde wie Grindel. Wir schlafen schnell ein.
Früh morgens schlendern wir wieder durch den Hafen, fotografieren mal hier und mal da. Unser Dackel bekommt keine Chance schwedische Hunde kennenzulernen. Die sind alle angeleint und werden direkt von unserer freudig bellenden Hundedame weggezerrt. Schade eigentlich. In Schottland ist das lockerer, wir sehnen uns ein wenig nach den glücklichen Hunden.
Mein erstes Smartphone
Unterwegs kaufen wir noch ein, suchen in einem riesigen Einkaufszentrum nach einer Simkarte fürs Internet. Ich werde das Smartphone als Hotspot nutzen und so mit den Notebooks und Tablets online gehen können. Für 10 GB zahlen wir 220 SEK. Ich habe mich für das Lumia 650 Dualsim entschieden – die deutsche Simkarte bleibt für Anrufe von daheim aktiv, die schwedische Karte nutze ich fürs Internet. Extrem praktisch. Es wäre sinnvoll gewesen, das Smartphone etwas früher zu bestellen. Jetzt muss ich mich erstmal mit dem neuen Gerät auseinandersetzen, ich hab echt noch viel zu lernen. Wir kommen gegen Abend bei unseren Freunden etwa eine Stunde südlich von Stockholm an.
Ja, ich geb`s zu: Das ist mein allererstes Smartphone. Ich wollte es vor allem, um mit den Jungs in Kontakt bleiben zu können. So ein Ding hat aber auch noch andere Vorteile. Es kann fotografieren, Landkarten anzeigen, als Notizbuch dienen, Apps für Stellplätze nutzen und noch einiges mehr, was ich noch nicht weiß.
Übringens wurden die Schnappschüsse in diesem Bericht mit dem Smartphone gemacht. Also alle Fotos außer dem Leuchtturm.
Unser Womo in Askö
Grindel versucht mit Charly zu spielen, der will aber nicht
Sonne, kühler Wind und angenehme Temperaturen
Abends am See
Übersichtsseite Wohnmobil Reise zu den schwedischen Leuchttürmen