Abseits des Asphalts, jenseits der Baumgrenze – ungeplantes Radreisen in Norwegen.

Hier musste ich einfach ein Panorama machen.

„Worauf haben wir uns nur eingelassen?“ fragen sich meine Freundin und ich beim Anblick des Weges vor uns. Der Asphalt ist zu Ende. Auf grobem Schotter geht es bei 18% Steigung und etlichen Serpentinen den Hang rauf. Die Reaktionen der entgegenkommenden Radfahrer weiter unten im Tal hätten eine Vorwarnung sein können: Einer rief uns laut „Respect!“ zu, als er an uns vorbeifuhr, andere gaben uns Daumen hoch oder schauten beeindruckt. Sie dachten bestimmt, wir wissen, was auf uns zukommt. Da haben sie falsch gedacht. Alles, was wir über den Rallarvegen wissen, ist, dass er uns Richtung Osten bringt (da wollen wir hin) und dass er vor einer Ewigkeit neben einer Eisenbahnstrecke angelegt wurde, damit die Eisenbahnarbeiter zu den Gleisen gelangen …
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Wie wir in Norwegen dem Regen davongeradelt sind – Esra & Josi berichten

Die Straße ist schmal und kaum befahren.

Das Geschenk, welches Josi und ich im August am ersten Tag der Reise von unserer Busfahrerin bekommen, wird man im Nachhinein leicht als Omen oder Vorzeichen deuten können. Josi sollte es die gesamten 2.000 Kilometer auf ihrem Gepäckträger herumfahren, stets bereit, es bei einer Pause am Straßenrand zu entfalten. Es sollte oft von uns benutzt werden, wenn auch nicht während der Fahrt. Es ist schwarz und hat bestimmt nicht viel gekostet, doch an diesem ersten Tag ist es für uns sehr wertvoll. Es ist ein Regenschirm. Radreise…ohne Fahrräder? Josi und ich sind gerade am Flughafen in Bergen gelandet. Hier soll sie losgehen, unsere nächste Radtour. Erst wollen wir nach Norden fahren, zum Geiranger-Fjord, dann via Oslo in Richtung Schweden weiter. …
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Mit wenig Geld von Budapest nach Zürich – Radreise von Esra & Josi

Ein einzelnes Zelt steht in der ungarischen Landschaft, daneben liegen zwei Fahrräder, und darauf scheint die Morgensonne. Es ist gerade mal halb sieben, doch unser Zelt ist schon auf dem besten Weg, ein kleines Gewächshaus zu werden. Wie gewohnt fängt also auch dieser Tag der Radreise früh an, wir packen alles zusammen und sind lange vor acht Uhr schon auf der Straße; für Studenten ist das noch mitten in der Nacht! Noch wissen wir es nicht, als wir auf den Ungarischen Landstraßen Richtung Nordwesten fahren, doch meine Freundin und Ich werden auf dieser Reise keinen Cent für Übernachtungen ausgeben. Was anfangs nur eine vage Idee war („Wär‘ schon cool, wenn wir immer einen Platz finden würden, wo wir kostenlos zelten …
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Esra’s Auslandsemester in Göteborg – Rückblickende Gedanken

Das Auslandssemester neigt sich dem Ende zu, morgen ist das letzte Seminar an der Uni. Bald sitze ich wieder im Zug nach Deutschland und die Monate hier in Schweden werden früher oder später unter „Gute alte Zeit“ archiviert. Wie war es denn nun so, ein halbes Jahr in Skandinavien zu leben und zu studieren? Was waren die größten Unterschiede im Alltag? Ich habe mal ein paar Punkte zusammengeschrieben, die für mich das Leben hier wirklich schön (und manchmal umständlich) gemacht haben. Die Walderreichbarkeit Meine bescheidene Bleibe (ein Container, nett ausgebaut) liegt sehr zentral, die Stadtmitte ist keine zwei Kilometer entfernt. Trotzdem liegt wortwörtlich direkt vor meiner Haustür ein Hektar Wald. Überall in der Stadt sind Parks oder kleine Stücke Wald, …
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Nationalparks Californiens in der Vorsaison

Sandra im Redwood Wald

  Californiens Nationalparks   Zwei Nächte in San Francisco waren uns genug Zivilisation – eigentlich bereisen Sandra und ich die USA wegen der grandiosen Naturlandschaften. Wir holten also unser Auto ab und starteten unseren großen Roadtrip entlang der Westküste. Der fahrbare Untersatz, den wir uns gemietet haben, entspricht in etwa einem VW Bus, nur dass er eben ein Ford ist. Er ist ausgesprochen bunt bemalt und wir nennen ihn Henry. Henry hat ein großes Bett, einen Kühlschrank, einen Gaskocher und sogar eine kleine Spüle, bietet also ausreichend Komfort für zwei Studenten, die eigentlich von vornherein keine sonderlich hohen Ansprüche haben. Zuerst fahren wir Henry nach Süden, an der Küste entlang nach Monterey, um dort zu Tauchen. Da wir aber zu …
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USA – nach 17 Jahren wieder zurück. Eine Geographie-Exkursion von Esra.

Zwei Geographie-Studenten auf USA Reise: meine Kommilitonin und gute Freundin Sandra und ich.

Als Geographiestudent muss man auch auf Exkursion gehen – ich flieg in die USA. Aber wäre ja doof, nur zwei Wochen dort zu verbringen, wenn man auch sechs Wochen da sein kann, oder? Das dachten sich zumindest eine Kommilitonin und ich uns, und buchten den Flug vier Wochen eher. Seit Donnerstag sind wir jetzt in San Francisco, Samstagmorgen holen wir unseren gemieteten Camper ab. Dann geht’s richtig los. Aber erst einmal ein paar Fotos von der Stadt. Zwei Geographie-Studenten auf USA Reise: meine Kommilitonin und gute Freundin Sandra und ich. Sandra und ich sind Mitglieder bei Servas. das funktioniert ca. so wie Couchsurfing: man hat eine Liste mit Gastbegern, und die kann man dann als Reisender kontaktieren und besuchen. Wir …
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Radtour durch die französischen Alpen, die ersten Tage. Ein Reisebericht von Esra

Die Aussicht wurde nach jeder Kurve besser. Links ist Martigny zu sehen.

Ich werde diesen Blogbeitrag mal in einem anderen Format als üblich verfassen, denn ich habe auf meiner letzten Reise mein Tagebuch in Form von Audioaufnahmen gespeichert, die ich hier direkt einfügen kann. Kurz zu meiner Reise: Einer meiner Kommilitonen, der Falk, fragte mich vor einigen Wochen, ob ich mal Lust auf eine Radtour durch die Alpen hätte. Klar! Wieso denn nicht? Also planten wir ein bissschen, packten unsere Sachen, und nahmen den Zug nach Lausanne, einem schönen und bestimmt sündhaft teuren Ort am Nordufer des Genfer Sees. Von dort aus fuhren wir nach Martigny, wo momentan ein Freund meiner Familie wohnt (wer den Reisebericht zu Litløy Fyr gelesen hat kennt Nicolas vielleicht noch). Auf dessen Couch crashten wir, bevor wir …
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Sommer-Radtour, Teil 7: warum es von Vorteil ist, allein unterwegs zu sein

Nach drei Wochen war es Zeit, sich wieder nach Süden aufzumachen.

Von Schottland nach Schweden Das ist der letzte Teil meines Radtour-Reiseberichts. Nachdem ich lange in Schottland unterwegs war wollte ich noch meine Freunde in Schweden besuchen, also verlängerte ich meine Reise nochmal um knapp 1500 Kilometer. Holland ist so flach Nach knapp sieben Wochen in England und Schottland erreichte ich schließlich wieder das Festland. Der Rest der Familie wartete am Fährhafen auf mich, denn sie wollten am nächsten Tag selbst nach Schottland fahren. Es gab viel zu erzählen, immerhin hatten wir uns seit einer Ewigkeit nicht gesehen, und ich hatte unzählige Geschichten gesammelt. Ich sicherte meine Fotos, wir fuhren ein wenig in der Umgebung Amsterdams herum, und ich schlief diese Nacht auf dem Boden des Wohnmobils statt in meinem Zelt. …
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Bei Sturm und Regen getestet: meine Ausrüstung auf der Radtour

Das Gestänge ist außen, was den Aufbau sehr schnell und einfach macht

Vor der Reise hatte ich eine Packliste angefertigt, jetzt kommt der Testbericht. Monatelang hab ich meine Ausrüstung in Benutzung gehabt und kann nun sehr gut Urteile darüber fällen. Bei einigen Ausrüstungsgegenständen muss man nicht sonderlich auf die Qualität achten, um eine gute Reise zu haben – Wasserflaschen, Essgeschirr und Socken müssen keine exquisiten, handgefertigten Einzelstücke sein, da tut es auch das, was man zuhause sowieso im Schrank hat. Auch die Zahnbürste und Sonnencreme werde ich hier nicht weiter ausführen. Wenn man aber am falschen Ende spart, macht die Reise bald keinen Spaß mehr. Mit undichter Regenkleidung und einem Fahrrad, das man alle 50 Kilometer reparieren muss, kommt man nicht weit. Dieser Beitrag soll jenen helfen, die selbst eine Radreise planen …
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Sommer-Radtour, Teil 6: von Inverness zurück nach Newcastle

Mein treues Vaude-Zelt vor der Dalwhinnie Distillerie

Achtung, dieser Beitrag ist sehr bildlastig. Ich konnte mich nicht entscheiden, welche ich rauswerfen sollte, jetzt sind sie eben alle drin! – Wind und Whisky – Langsam wurde es Zeit für mich, wieder nach Süden zu fahren. Ich hatte die Fähre nach Amsterdam bereits gebucht, im Anschluss an die Schottlandreise wollte ich gleich nach Schweden weiterfahren. In den nördlichen Highlands machte das Radfahren nur bei Windstille Spaß. Da man weit und breit kaum drei Bäume am Horizont ausmachen kann, gibt es nichts, um den Wind etwas auszubremsen. Wie gewohnt blies mir ein starker Gegenwind ins Gesicht und holte im Laufe eines Tage eine beachtliche Anzahl an Flüchen und Schimpfworten aus mir heraus, da ich trotz meiner Anstrengungen nur eine sehr …
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