Eine sehr kurze Meldung für uns an die Polarlicht Interessierten.
Die Chancen auf Nordlicht in Deutschland sind ab dem 29.10. schon recht hoch. Der beste Zeitpunk wird wohl die Nacht zum Sonntag 30.10. sein. Also, auf klaren Himmel hoffen und dann Nachts rausgehen!
Wir fotografierten übrigens in der südlichen Bretagne schon Nordlicht. Und auf der Insel Sylt hatten wir großes Glück und der Himmel klarte rechtzeitig auf als das Nordlicht kam.
Sowas kann also vorkommen!
Ich habe die Nordlicht Vorhersage immer im Blick und verpasse deswegen keine Nordlichter.
https://www.5reicherts.com/wp-content/uploads/2019/12/Nordlicht-Sylt-.jpg6671000Gabihttps://www.5reicherts.com/wp-content/uploads/2021/03/Leuchtturm-o.pngGabi2021-10-29 14:02:122023-03-24 12:43:13Nordlichtwarnung für Deutschland 30.10.21
Ohne Frage ist die RAW-Konvertierung der Nordlicht-Fotos einer der wichtigsten Schritte zum fertigen Bild.
Lightroom – die eierlegende Wollmilchsau
Wir benutzen dazu das Programm Adobe Lightroom 6. Ein mächtiges Werkzeug mit einer Unmenge an Einstell-Möglichkeiten. Lightroom ist Datenbank, Raw Konvertierung und Bildbearbeitung in einem. Ich bekomme damit schnell einen Überblick über meine Bilddateien und bearbeite die RAW-Dateien ohne jede einzelne separat öffnen zu müssen. Bei Zeitrafferaufnahmen und Serienbildern ist es sehr einfach, ganze Bildstrecken mit einem Klick synchron zu bearbeiten. Trotzdem empfehle ich es auch Anfängern, weil es nach ein wenig Einarbeitung unheimlich viel Arbeit spart und Details aus den RAW-Fotos herausholt, die man nicht für möglich gehalten hätte. Mein Tipp: Traut Euch dran, das Programm ist genial!!
So bearbeite ich die Nordlicht RAW Daten
Jetzt möchte ich Euch einen kleinen Einblick in meinen persönlichen Workflow geben. Ich beschreibe dabei nicht alles haarklein – das könnte eher verwirren. Die Beispielfotos sollten für sich sprechen!
Mir ist natürlich klar, dass es bei der RAW-Konvertierung Dutzende von verschiedenen Herangehensweisen gibt. Lightroom bietet so viele Möglichkeiten, dass jeder seinen eigenen Weg hat, oder finden kann. Auch ob man die Bordmittel von Lightroom zum Entrauschen nimmt, oder ein Zusatzprogramm wie Noise Ninja (jetzt Photo Ninja), Nik Sharpener oder Photokit Sharpener, ist jedem selbst überlassen. Hauptsache das Ergebnis gefällt.
RAW Konvertierung Nordlicht
Klickt auf das Bild um eine große, lesbare Version anzusehen! Das ist ein Vergleich zwischen unbearbeitet und bearbeitet.
Die Nordlichtbilder sind nicht nur mit hohen ISO Werten aufgenommen, sondern zusätzlich noch Langzeitaufnahmen von mehreren Sekunden. Das ist kameratechnisch eine Herausforderung! Rauschen ist dabei leider nicht zu vermeiden. Ich entrausche bereits ein wenig in Lightroom. Siehe die Reiter „Rauschreduzierung“.
Das Foto exportiere ich als Tiff und entrausche es dann mit Noise Ninja in Photoshop. Dabei achte ich darauf, nur den Himmel, nicht aber die Landschaft, in diesem Fall die Holzbalken der Kunstinstallation zu entrauschen.
Hier ein 100 % Ausschnitt zur Beurteilung des Entrauschens!
Unbearbeitet
Mit Lightroom und Noise Ninja entrauscht – das hier war die falsche Version!!!
In Lightroom entrauscht
Hier wurde nur der Himmel entrauscht – das ist die korrekte Version
Zusammenfassend
Klickt nicht dauernd mit dem Zoom auf die Fotos und ärgere ich nicht über die Körnigkeit. Es sind eben keine Sonnenschein- Tagaufnahmen! Das Entrauschen ist essentiell, denn die hohe ISO verbunden mit der langen Belichtungszeit lässt euch keine Wahl. Druckt die Fotos auf DIN A 4 aus und schaut hin, wie gut sie wirken!
Übertreibt es nicht mit der Farbsättigung, das sieht schnell zu grün oder lila und unecht aus. Haltet bei der Fotografie und Bearbeitung das Histogramm im Blick. Es wird sich nicht über das ganze Spektrum verteilen, sondern in der linken Hälfte befinden. Immerhin handelt es sich um Nachtaufnahmen, die nicht aussehen sollen als wäre es taghell gewesen!
Nur aus RAW Konvertiert, völlig unbearbeitet
In Lightroom angepasst, in Photoshop mit Noise Ninja entrauscht, fürs Blog verkleinert und nachgeschärft!
Die Kurzanleitung Nordlichtfotografie als PDF zum Ausdrucken gibt es kostenlos für Newsletterabonnenten
https://www.5reicherts.com/wp-content/uploads/2014/02/VorherNachherBLOG.jpg6461200Gabihttps://www.5reicherts.com/wp-content/uploads/2021/03/Leuchtturm-o.pngGabi2014-02-26 22:20:532023-03-24 12:36:11Nordlichtfotografie Teil 9 – Konvertierung der RAW Daten in Lightroom
https://www.5reicherts.com/wp-content/uploads/2021/02/GReichert-9247.jpg12801920Gabihttps://www.5reicherts.com/wp-content/uploads/2021/03/Leuchtturm-o.pngGabi2014-02-21 11:31:392022-10-23 08:22:58Nordlichtfotografie Teil 8 – Ist die Nordlichtfotografie besser bei Neumond oder Vollmond?
In diesem Bloggeitrag beschreiben wir, welche Fotoausrüstung sich für die Nordlicht Fotografie eignet. Wir beschreiben die Vorbereitungen, die für die nächtliche Fotografie nötig sind. Das ist besonders wichtig, im Bezug auf die Schärfeeinstellungen am Objektiv. Folgen der ausführlichen Anleitung zur Nordlicht Fotografie und dir werden scharfe, korrekt belichtete Fotos gelingen. Falls nach dem Lesen des Tutorials noch Fragen sind, schreibe uns in den Kommentaren.
1. Die geeignete Kamera
Grundsätzlich gilt: Je größer die Sensorfläche, desto besser die technische Qualität der Aufnahme. Viele Pixel sind nicht von Vorteil. Ein 40 Megapixel-Sensor rauscht wesentlich mehr als ein gleich großer 20 Megapixel-Sensor.
Für technisch gelungene Aufnahmen sollte eure Kamera ein paar grundlegende Voraussetzungen mitbringen.
Ein großflächiger Sensor, im Kleinbild-Vollformat, Micro-Four-Thirds, oder APS-C-Format sollte es schon sein. Der in hochwertigen kompakten Kameras verbaute 1-Zoll-Sensor ist zwar nur halb so groß wie ein Micro-Four-Thirds Sensor, ist aber auch noch brauchbar.
Speichermöglichkeit im RAW-Format. Ist eigentlich selbstverständlich bei allen hochwertigeren Kameras.
Rauscharme hohe ISO-Werte. Das hängt direkt von der Sensorgröße und Pixeldichte ab. Deswegen sind große Sensoren und relativ geringe Pixeldichte von Vorteil.
Freie Wahl zwischen langen Belichtungszeiten, Blende und ISO-Werten. Ist auch selbstverständlich bei den infrage kommenden Kameraklassen. Ihr solltet aber bei Einsteigermodellen aufpassen, da gibt es unter Umständen Limitierungen der Einstellmöglichkeiten.
Die Auswahl an aktuellen Kameramodellen ist fast unübersehbar, und stetig kommen neue hinzu. Darum werde ich auch keine konkreten Empfehlungen geben. Fast alle Spiegelreflex-Kameramodelle, die spiegellosen Systemkameras mit Wechselobjektiven und einige wenige hochpreisige Sucherkameras mit fest eingebautem Objektiv sind für das Fotografieren von Polarlichtern geeignet.
Nochmal: Mehr Pixel bedeuten oft mehr Rauschen, entscheidend ist die Größe der einzelnen Sensorpixel. Es kann sich darum durchaus lohnen, die Gebrauchtbörsen nach älteren hochwertigen Kameragehäusen, wie der Canon 5D Mk I oder Mk II abzuklappern.
Die Masse der Kompaktkameras ist nicht für den geplanten Einsatzzweck geeignet, ebensowenig Handys oder Smartphones.
grün-blaues Nordlicht über Namsos – aufgenommen im August 2013
Fotografen bei der Arbeit
2. Das richtige Objektiv
Das ideale Objektiv:
hat einen großen Bildwinkel (Superweitwinkel), etwa zwischen 15mm und 24mm, auf Vollformat bezogen.
verzerrt kaum uns ist scharf bis in die Ecken
ist möglichst lichtstark (Blende 2.8 beim Zoomobjektiv, Blende zwischen 1.4 und 2.8 bei Festbrennweiten)
hat manuelle Entfernungseinstellung
Eine Linse mit all diesen Eigenschaften ist auch heftig teuer, und nicht jeder will für sein Hobby so viel investieren. Da kann man durchaus Kompromisse bei der Lichtstärke eingehen. Ein Zoom mit Anfangsblende 4.0 ist auch noch geeignet, und es spart einiges an Gewicht.
Zoom oder Festbrennweite?
Das bleibt deinen persönlichen Vorlieben überlassen. Zoom-Objektive sind nicht ganz so lichtstark, bieten aber mehr Möglichkeiten, mit den verschiedenen Brennweiten das Bild zu gestalten, auch abseits der Nordlichtfotografie.
Festbrennweiten bringen noch einen Tick bessere Abbildungsleistung und sind lichtstärker, so dass ihr mit kürzeren Zeiten arbeiten könnt.
Der Trend geht allerdings stark in Richtung Zoom-Objektiv. Flexibilität wird höher geschätzt als das mögliche Maximum an Bildqualität.
Ihr solltet aber daran denken, dass die Bildqualität von vielen Faktoren abhängig ist, nicht nur vom Objektiv. Mit einer guten Linse kann man leicht schlechte Bilder machen, mit einer schlechten Linse aber kaum gute Bilder.
Empfehlenswerte Objektive
Das Canon EF 16-35mm f/2.8, das Nikon AF-S 14-24mm F/2.8 oder das Sony FE 16-35mm f/2.8 sind die Superweitwinkel-Zoom-Objektive der Wahl für Vollformat-Fotografen, die markentreu bleiben wollen. Sony und Canon verlangen dafür über 2000 Euro, das Nikon kostet um die 1700 Euro.
Alternativen zu den Referenz-Zooms der großen Hersteller gibt es zum Glück genügend. Objektive für APS- oder MFT-(Micro-Four-Thirds)-Kameras sind wesentlich leichter und günstiger als die Vollformat-Pendants. Wegen des Crop-Faktors fangen die kurzen Brennweiten bei 10 bis 12 mm an.
Bei den Objektiven der Fremdhersteller ist die Auswahl ungleich größer:
Carl Zeiss 15 mm / F 2,8 DISTAGON T*. Das Traumobjektiv für Nordlichtfotografie. Mit 2600 Euro nicht gerade ein Schnäppchen und deshalb auch etwas außerhalb unserer Möglichkeiten. Filter lassen sich einschrauben und auf Wunsch kann die eingebaute Sonnenblende vom Werksservice entfernt werden (Für Vollformat geeignet).
Walimex Pro 14 mm 1:2,8. Die preisgünstige Variante mit manueller Scharfstellung und ordentlicher Abbildungsleistung für knapp 400 Euro. Wird auch unter der Marke Samyang angeboten. Achtung, die Serienstreuung ist sehr hoch, also auch die Chance, bei der Erstlieferung eine Gurke zu erwischen (Für Vollformat geeignet).
TokinaAT-X Pro, 11-16mm, f/2,8. Haben wir und sind voll zufrieden damit. Die Abbildungsleistung ist sehr gut, nur gegen Streulicht ist es relativ empfindlich. Da solltet ihr bei Nachtaufnahmen darauf achten, dass keine starken Lichtquellen im Bild sind. Das ATX-Pro kostet circa 600 Euro (Für APS-Format).
Tamron SP AF 17-50mm 2,8 Di II VC. Es muss nicht immer Superweitwinkel sein. Das 17-50 ist Gunters bildstabilisiertes Standardobjektiv an seiner 7D. Wegen der Bildualität und der hohen Lichtstärke ist es eine gute Wahl fürs Nordlicht, auch wenn es nicht extrem weitwinklig ist. Mit ungefähr 350 Euro ist es auch noch günstig (Für APS-Format).
Tamron SP 15-30mm Weitwinkel Objektiv F/2.8 Di VC USD G2 . Wen das Gewicht von 1,1 kg nicht stört, erhält für gut 1000 Euro ein hervorragendes modernes Ultraweitwinkelzoom mit durchgehend hoher Lichtstärke. Damit macht auch die Fotografie abseits vom Polarlicht Spaß. Wie fast alle Superweitwinkelobjektive hat es kein Filtergewinde (Für Vollformat geeignet).
Sigma 14-24mm F2,8 DG HSM Art. Die neue Art-Serie von Sigma steht für exzellente optische Leistung. Die hat mit 1300 Euro allerdings ihren Preis. Dafür bekommt ihr immerhin 1,1 kg wasserdichtes High-Tech-Zubehör (Für Vollformat geeignet).
3. Das RAW-Format
Bei der Nordlichtfotografie muss die Kamera ihr Bestes geben. Stellt sie deswegen auf RAW-Modus mit höchster Auflösung ein. RAW-Dateien brauchen zwar noch eine Konvertierung in betrachtbare und druckbare Bilder, haben aber viel mehr Bildinformation gespeichert als ein JPEG. So lässt sich bei der Bearbeitung noch viel Detail herausholen. Und die Bearbeitung verändert nicht die RAW-Datei, falls mal was schiefgehen sollte.
4. Der Weißabgleich
Eine universell gültige Einstellung zu empfehlen, fällt mir hier schwer, da jedes Kameramodell anders reagiert. Wir verwenden oft den automatischen Weißabgleich und wechseln nur bei Bedarf auf die Einstellung fester Werte. Außerdem lässt sich der Weißabgleich ja bei der RAW-Bearbeitung nachträglich verstellen.
Viele Kameras erzeugen mit dem automatischen Weißabgleich (AWB) farbig gut differenzierte Bilder. Einige Fotografen schwören darauf, eine feste Farbtemperatur als Kelvin-Wert vorzugeben. Das hat seine Tücken: Je nach Mondphase, Höhe des Mondes über dem Horizont und Wolkenbedeckung schwankt die Farbtemperatur auch nachts erheblich. Vollmond wird oft mit 4000 Kelvin angegeben, brauchbare Werte wird man im Bereich zwischen 3000 und 6000 Kelvin finden.
Natürlich ist das alles Geschmacksache, der eine mag einen wärmeren, der andere einen kälteren Bildeindruck. Wichtig sind die Landschaften im Bild, die sollen real wirken.
5. Die Lichtempfindlichkeit, ISO-Werte
Auch wenn sich das Nordlicht bunt strahlend über den gesamten Himmel erstreckt, es ist relativ lichtschwach. Nur keine Hemmungen und rauf mit der Empfindlichkeit: ISO 1000 ist ein guter Richtwert. Sogar ISO 2000, also zwanzigfache Steigerung gegenüber ISO 100, oder noch höher, kann sinnvoll sein. Hier müsst ihr aber das Rauschverhalten eurer Kamera im Auge behalten.
Für die Beurteilung betrachtet ihr am Besten eure High-ISO-Probeaufnahmen am Computer bei 100%iger Vergrößerung. Oft sieht das unfein aus, lässt sich aber mit den Bildentrauschungs-, bzw. Weichzeichner-Filtern des Fotobearbeitungsprogramms auf ein augenschonendes Maß reduzieren, ohne zuviel Details zu opfern. Und im Print fällt das Rauschen lange nicht so stark auf, wie am Bildschirm.
Anzeige auf der Canon D 6 – Eigenstellt für die Nordlichtfotografie! Das „s“ steht für leise Auslösung – ist natürlich nicht unbedingt nötig :-)
6. Autofokus ausschalten und manuelles Scharfstellen
Weil der Autofokus nachts am Himmel nichts zum Fokussieren findet, müsst ihr die Schärfe vor der Aufnahme per Hand einstellen. Am sichersten auf die Unendlich-Position, damit die Sterne punktscharf kommen.
Die modernen Objektive haben leider keinen exakten Unendlich-Anschlag mehr. Wegen höherer Toleranzgrenzen in der rationellen Massenfertigung fokussieren viele auch darüber hinaus, was ja auch beim Einsatz von Autofokus kaum eine Rolle spielt. Wer also einfach den Entfernungsring bis zum Anschlag dreht, hat unter Umständen überfokussiert und erntet unscharfe Aufnahmen. Weil diese auf dem Kameradisplay trotzdem noch halbwegs scharf aussehen, ist das besonders fies. Man sieht das Malheur erst daheim am großen Monitor.
Die genaue 8-Einstellung ist zwar auf der Entfernungsskala markiert, trotzdem schadet es nicht, diese bei Tag in einer ruhigen Stunde auf Genauigkeit zu überprüfen, und sich die Position genau zu merken.
Eine andere Möglichkeit ist es, sich eine weit entfernte Lampe, oder vielleicht den Mond als Hilfe zur Scharfstellung zu nutzen. Im Live-View Modus zoomt man auf die Lichtquelle und stellt darauf scharf. Danach wählt man den gewünschten Bildausschnitt. Je nach Zoomposition ändert sich die Schärfeeinstellung und da können wenige mm entscheidend sein!
Hat das Objektiv einen optischen Stabilisator eingebaut, muss dieser unbedingt abgeschaltet werden. Dasselbe gilt für Kameragehäuse mit eingebautem Stabilisator.
Die Unendlichkeitseinstellung am 24-105 mm – Am Anschlag des Einstellrings ist das Objektiv überfokussiert, das Bild wird generell unscharf.
Die Unendlichkeitseinstellung am 24-105 mm – Das ist die theroretische Unendlich-Position. Es ist aber immer besser, vor Ort die Schärfe nachzuprüfen. Je nach Brennweite und Außentemperatur kann der Schärfepunkt auch „wandern“.
7. Belichtung mit Zeitautomatik (A) oder manuell (M und B)
Die wichtigen Einstellungen verbergen sich hinter den Buchstaben A, M und B. Diese lassen dem Fotografen die nötige Kontrolle über Zeit- und Blendeneinstellung.
A (oder Av) steht für Zeitautomatik (Aperture Value = fester Blendenwert). Die Blende wird auf die größtmögliche Öffnung (kleinste Zahl) eingestellt, die Kamera sucht sich automatisch die passende Zeit dazu aus, bei maximal 30 Sekunden ist in der Regel Schluss.
Ist die Aufnahme dann immer noch zu dunkel, kann die ISO-Zahl weiter erhöht werden. Viele Kameramodelle neigen nachts, speziell wenn Lichtquellen im Bild sind, zur Unterbelichtung. Da kann man die Belichtungskorrektur ruhig auf +1 oder höher stellen.
M steht für manuelle Belichtung. Blende und Zeit werden hier von Hand eingestellt. Der Zeitbereich reicht auch wieder bis zu 30 oder 60 Sekunden. Für die Erfolgskontrolle sieht man sich nach der Aufnahme das Histogramm im Display genau an.
Mit der Info-Taste lässt sich im Betrachtungsmodus das Histogramm zuschalten, welches die Helligkeitsverteilung im Bild anhand eines Diagramms darstellt.
Das lässt sich hervorragend für Belichtungskorrekturen nutzen. Zeigt das Histogramm ein hohes, eng gedrängtes Gebirge am linken Rand der Grafik, ist das Bild zu dunkel. Durch längere Belichtungszeit spreizt sich der „Belichtungshügel“ weiter Richtung Mitte des Histogramms, die Qualität der Bildinformation steigt spürbar an.
Theoretisch ist eine Verteilung über den ganzen Diagrammbereich ideal, das ist aber bei Nachtaufnahmen nicht nötig, Es ist O.K., wenn sich der „Belichtungshügel“ über das linke Viertel bis Drittel erstreckt.
Nordlicht-Histogramm, aus RAW Konvertiertes Foto
B steht für Bulb. Hier bleibt der Kameraverschluss so lange offen, wie der Auslöseknopf gedrückt wird. So sind fast beliebig lange Zeiten realisierbar. Was natürlich mit einem feststellbaren Kabelauslöser viel bequemer ist. B wird hauptsächlich für Belichtungen über dreißig Sekunden eingesetzt. Auch hier erfolgt die Kontrolle mithilfe des Histogramms.
Programmwählrad der Canon 6 D – wir nutzen entweder M, B oder AV mit den entsprechenden Plus Korrenturen!
Die beste Belichtungszeit für Nordlicht ist die kürzestmögliche. Die Technik bestimmt die Grenzen des Machbaren, gewöhnlich landet man im Zeitenbereich zwischen zwei und dreißig Sekunden. Das ist abhängig von der Intensität und der Beweglichkeit des Nordlichts und vom vorhandenem Mondlicht. Länger als eine halbe Minute solltet ihr auch nicht belichten, weil sich aufgrund der Erddrehung die Sterne auf dem Bild oval verformen und bei noch längeren Zeiten zu Strichen werden. Richtig lange Sternbahnen auf Fotos sind meist das Resultat von Stunden der Belichtung.
Wie nützlich so eine LED-Leuchte oder Mini-Taschenlampe ist, zeigt sich meist erst dann, wenn man sie vergessen hat. Im Dunkeln schnell mal einen Einstellknopf finden oder die Entfernungsskala am Objektiv kontrollieren ist ohne sie fast unmöglich. Etwas kleines, nicht allzu helles hat sogar Vorteile. Zu helle Lichtschleudern blenden nicht nur eventuell anwesende Fotografenkollegen, und ruinieren auch noch deren Bilder, auch die eigenen Augen verlieren die Adaption an die Dunkelheit.
Ein lichtstarke Mini-Taschenlampe für den Schlüsselbund kann man gut gebrauchen, um größere Gebäude während der Aufnahme auszuleuchten: LiteXpress Mini Palm 101 schwarz
Vordergrund mit ganz schwacher Lampe beleuchtet! So wirkt sich das bei hoher ISO aus! – Auch mit kleinen Leuchten kann man die Fotokollegen gewaltig nerven. Eine rote Lampe ist besser als eine weiße, weil es die Anpassung der Augen an die Dunkelheit weniger stört!
Kabelauslöser zum sanften verwacklungsfreien Auslösen! Fast alle Modelle haben einen arretierbaren Knopf für manuelle Langzeitbelichtung (siehe B-Modus). Die teureren sind programmierbar für Intervall- und Serienaufnahmen. Bitte achtet beim Kauf darauf, dass der gewünschte Auslöser an eure Kamera passt. Nicht alle Modelle eines Herstellers müssen den gleichen Anschluss haben.
CANON-Timer – es kann auch ein ganz einfacher sein!
Standfestes Stativ! Wir empfehlen generell, ein ordentliches Markenstativ zu kaufen, mit stabilem Kugelkopf und Schnellarretiersystem für die Kamera. Das erscheint zwar auf den ersten Blick recht teuer, hält aber ein Leben und viele Kameragenerationen lang, während Billigstative oft schon nach kurzer Zeit ihr Leben aushauchen und den Müllberg vergrößern. Die Materialfrage Alu oder Carbon ist primär eine Geldsache. Das teurere Carbon ist leichter und etwas schwingungsärmer, aber anfälliger gegen mechanische Einwirkung, und es kann in extremer Kälte brüchig werden. Noch ein kleiner Tipp für Aufstellung im Tiefschnee: Schnee vorher gut festtrampeln, sonst kann sich das Dreibein wieder hoch aus dem Schnee herausschieben, oder es sackt langsam tiefer ein.
Wir nutzen so ein Stativ: Manfrotto 190XPROB, das beliebte und günstige Reisestativ. Der Nachfolger ist zwar variabler, aber erheblich teurer geworden.
Ein Kugelkopf dazu: Der FLM CB-32 E ist leicht und ohne Schnickschnack. Gut für Outdoor da einfach zu reinigen. Und er hält bombenfest. Die teureren FLM-Köpfe haben mehr Einstellmöglichkeiten und Schnellspannplatten dabei.
Ersatzakkus! Zwei bis drei zusätzliche Akkus kann man leicht unter der warmen Jacke bereithalten, in starker Kälte ist die Batteriekapazität reduziert. Es müssen nicht die teuren Original-Akkus sein, wir haben sogar festgestellt, dass Fremd-Akkus aus verlässlichen Quellen nicht nur viel billiger, sondern teilweise auch leistungsfähiger sind.
Hast du Nordlicht fotografiert bist aber mit den Fotos nicht zufrieden? Vielleicht liegt es an der RAW Konvertierung? Darüber berichten wir dann ausführlich im nächsten Teil des Tutorials! Gerne kannst Du uns mal eines der Fotos schicken – ich würde dazu meine Meinung äußern, Verbesserungsvorschläge machen und es „bearbeiten“! Also: Mutige vor
Auf Nummer sicher gehen!
Wenn du ganz sicher sein möchtest, dass du vor der langersehnten Reise fit bist für die Nordlichtfotografie kannst du bei uns ein individuelles Coachng machen und im ausführlichen, persönlichen Gespräch mit uns nochmal alle Fragen beantwortet haben. Schau dir unser individuelles Workshop Angebot an.
https://www.5reicherts.com/wp-content/uploads/2014/01/UN_7806-n.jpg467700Gunterhttps://www.5reicherts.com/wp-content/uploads/2021/03/Leuchtturm-o.pngGunter2014-01-20 20:35:402023-03-24 12:27:08Nordlichtfotografie Teil 7 – Kameraausrüstung und ausführliche Anleitung
Für deine Nordlicht Reise bieten sich unterschiedliche Übernachtungsmöglichkeiten an. Die richten sich sehr nach deinen üblichen Reisearten. Es ist möglich, mit dem Wohemobil zu den Nordlichtern zu fahren. Aber auch Ferienwohnungen und Unterkünfte bei privaten Gastgebern, wie zum Beispiel Servas, bieten sich an.
2. Ferienhäuser und Apartements mit Selbstversorgung
Ich schätze mal, das ist die bevorzugte Art, einen Winterurlaub im Norden zu verbringen. Ferienwohnungen in Norwegen stehen oft einsam in freier Natur, oder sind Teil kleiner Siedlungen. Im Winter sind sie aber knapp und teuer. Es empfiehlt sich also, früh zu buchen. Der Preis relativiert sich, wenn man die Kosten auf vier bis sechs Personen verteilen kann. Die Selbstversorgung macht zeitlich unabhängig und ist viel preiswerter als Restaurantbesuche. Vor allem sind geöffnete Restaurants außerhalb der wenigen Städte sehr dünn gesät und generell teuer.
Informationen zu Ferienhäusern, Hotels und Sehenswürdigkeiten findest du bei Visit Norway.
Kirche in Hov, Lofoten
eher nicht zur Übernachtung geeignet! Vielleicht später ….
Hov, Lofoten
Nordlicht über dem Hafen von Stø, Vesterålen
Nordlicht über dem Hafen von Stø, Vesterålen
Nordlicht in Luleå, Schweden
3. Hotels, Jugendherbergen und Gästehäuser
Damit haben wir nur begrenzt Erfahrung, weil es nicht zu unserem bevorzugten Reisestil passt. Hotels und Jugendherbergen sind nur in den größeren Ansiedlungen zu finden, Gästehäuser auch in kleineren Ortschaften. Ich war einmal im Winter in Henningsvaer im Hotel und fühlte mich sehr wohl. Zu bedenken ist, dass viele Hotels im Januar und Februar noch geschlossen haben! Das Hotel auf den Vesterålen, wo wir auf die Reperatur unseres Mobils gewartet hatten, war weniger gut, als Pension für 50 Euro die Nacht hätte ich es O.K. gefunden, für 250 Euro war es einfach für das Gebotene zu teuer.
Für Hotelgäste beginnt die Nordlichtjagd mit Fahrerei. Raus aus der Stadt und geguckt, wo kein künstliches Licht mehr stört. Gästehäuser in landschaftlich schöner Lage, wie der Friisgarden in Ramberg, bieten auf Nordlichtinteressierte zugeschnittenes Wochenprogramm mit Halbpension an.
UND das Essen ist ein enorm wichtiger Faktor! Es gibt keine nennenswerte Auswahl an Restaurants, die auch im Winter geöffnet sind. Nun, auch im Sommer ist das Angebot noch sehr überschaubar im Vergleich zu belebteren Regionen. Aber, und das ist das Hauptargument für eine Unterkunft mit Verpflegung: im Winter ist es kalt! Klare Ansage, was? Die Nordlichtfotografie ist eine sehr anstrengende Unternehmung. Mit Fotogepäck stapft man durch hohen Schnee, setzt sich kaltem Wind aus, wartet teilweise stundenlang mitten in der Nacht. Das kostet Kalorien. Ich schaffte es bei unserem langen Winteraufenthalt nicht, genügend Nahrung in mich hinein zu stopfen. Ich verlor massiv an Gewicht und war hinterher rappeldürr! Viel zu dünn! Jetzt denke nicht: gut, ich brauch eh eine Diät :-) Schaufel rein, was geht, du brauchst es.
4. Couchsurfing
Das ist die unter jüngeren Alleinreisenden eine beliebte Methode. Im Internet findet man die entsprechenden Seiten, allgemeine Infos gibt es unter Couchsurfing.de. Wir haben bisher keine Erfahrung mit Couchsurfing gemacht, deswegen fragten wir Timo der das Blog „Bruder Leichtfuß“ betreibt. Er war erst im Oktober auf den Vesterålen als Couchsurfer unterwegs.
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Couchsurfing gehört für mich zu den schönsten Dingen, die man auf Reisen überhaupt tun kann! – Text & Fotos von Timo Peters, Bruder Leichtfuß
Ihr kennt das Prinzip nicht? Dann wird es sich für euch vielleicht erst einmal komisch anhören: Menschen stellen Reisenden, die in ihrer Gegend unterwegs sind, Schlafplätze in ihrer Wohnung zur Verfügung, und zwar umsonst, ohne jede verpflichtende Gegenleistung, und ohne sich vorher jemals getroffen zu haben.
Surfer lernen ihre Hosts nur online kennen, Vertrauen wird durch ein öffentliches Bewertungssystem hergestellt: Nachdem eine Couch gesurft wurde, bewerten sich Surfer und Host gegenseitig und die Bewertungen sind öffentlich für jedes Couchsurfing-Mitglied zu sehen. Das war’s, und es funktioniert.
Ich bin auf meinen Reisen schon oft bei Couchsurfern untergekommen, und habe ähnlich vielen Surfern den Platz auf meiner Couch in Hamburg überlassen – und habe bislang ausschließlich unglaublich tolle Erfahrungen gemacht. Als Host genieße ich es, mir mit den Reisenden ein bisschen Reiseatmosphäre zu mir nach Hause zu holen – plötzlich stoßen spannende Menschen, die oft gerade echte Abenteuer erleben, in meinen Alltag.
Außerdem bringen Surfer immer irgendeine Art von „Gegenleistung“: Oft kochen sie ein typisches Gericht aus der Heimat für mich, meistens haben sie spannende Geschichten auf Lager und immer sind sie eines: tierisch dankbar für meine Gastfreundschaft.
Wenn ich die Couchs der Welt besurfe, beeindruckt mich immer wieder die Gastfreundschaft und das Vertrauen, die Couchsurfer fremden Menschen entgegen bringen. Ich habe schon oft nach wenigen Minuten einen eigenen Wohnungsschlüssel in die Hand gedrückt bekommen, viele Partys erlebt und Orte gesehen, auf die ich als Tourist vom Hostel aus niemals gestoßen wäre. Dazu gibt es Stadtführungen aus allererster Hand und die besten Tipps, was ich in meinem Reiseland nicht verpassen darf.
Genauso ging es mir auch, als ich kürzlich eine Couch in Stokmarknes auf den Vesterålen in Nord-Norwegen surfen durfte. Zunächst bekam ich nicht nur eine Couch, sondern sogar mein eigenes Zimmer. Wie so oft verstand ich mich mit der jungen Familie, die mich in ihr Zuhause einlud, auf Anhieb spitzenmäßig – kaum hatte ich erzählt, dass ich gerne mal die Nordlichter sehen würde, boten David und Linda mir ihre Polarcampingausrüstung an, um auch jetzt im Winter campen gehen zu können. Obendrauf gab es ihr Auto – schließlich müsse ich ja auch an den perfekten Ort gelangen und das Bussystem auf den Vesterålen sei nicht wirklich gut.
Zwei Tage lang war ich also mit dem Auto meiner Hosts auf den Vesterålen unterwegs, habe in ihrem Zelt übernachtet und in ihrem Schlafsack geschlafen – da kannten wir uns gerade mal 24 Stunden! Als Krönung meines Vesterålen-Trips gab es am letzen Tag noch eine Inselrundfahrt zu Davids Lieblingsplätzen – inklusive seinem Lieblingsstrand Taen, den ich sonst niemals entdeckt hätte.
Fast jede meiner Couchsurfing-Erfahrungen hinterließ bei mir ein fast euphorisches Gefühl: Die Menschen sind gut! Ich freue mich riesig darauf, wenn David und Linda mich irgendwann in Hamburg besuchen kommen – sie bekommen dann auf jeden Fall das volle Couchsurfing-Programm von mir!
So wird es beim Couchsurfing fast zur Nebensache, was gerade in teueren Ländern wie Norwegen dennoch eine große Hilfe für Low-Budget-Reisende ist: Eine Übernachtung „bezahle“ ich meist mit einem Bauernfrühstück nach Omas Art. Auch, wenn meinen Hosts meist auch ein einfaches Lächeln und ein „Dankeschön!“ reichen würde.
Wir selbst waren jahrelang Mitglieder bei Servas, was so ähnlich wie Couchsurfing ist. Allerdings muss man da zuerst zu einem Interview und die Gastgeberlisten gibt es als gedruckte Hefte. Es war schwierig Gastgeber zu finden, die fünf Reisende auf einmal beherbergen können. Deswegen machen wir es nicht mehr. Trotzallem erlebten wir ähnlich herzliche Gastfreundschaft wie Timo und wir werden diese Reiseart in Zukunft garantiert nicht aus den Augen verlieren.
5. Woofing
Über das Woofen hatten wir bereits ausführlich geschrieben, als wir diese Reiseart eher durch Zufall und unfreiwillig auf Elenas Leuchtturminsel ausprobieren durften. Das war der absolute Höhepunkt unserer letzten Reise! Ein ganz besonderes Erlebnis besonders für die Kinder.
Wir hatten bei unserem langen Winteraufenthalt auf das Haus einer Freundin aufgepasst. Es gibt sicher Agenturen, die Häuser vermitteln, damit haben wir leider keine Erfahrung. Diese Seite listet ein paar Häuser: http://www.sabbaticalhomes.com/Home-Exchange-Country-Norway
Hat jemand Erfahrung damit?
Du träumst davon wenigstens einmal im Leben Nordlicht zu sehen? Jetzt hast du keine Ausrede mehr! Alles ist möglich! Auf gehts!
Die Kurzanleitung Nordlichtfotografie als PDF zum Ausdrucken gibt es kostenlos für Newsletterabonnenten
https://www.5reicherts.com/wp-content/uploads/2013/12/GReich-7712vnoise.jpg467700Gabihttps://www.5reicherts.com/wp-content/uploads/2021/03/Leuchtturm-o.pngGabi2013-12-20 22:24:192023-03-24 12:34:47Nordlichtfotografie Teil 6 – in welchem Bettchen soll ich schlafen?
Es gibt etliche Möglichkeiten, in Norwegen zu Reisen und dabei Nordlicht zu fotografieren.
1. Mit dem Wohnmobil
Wir mögen den September als Reisemonat besonders gern, weil wir noch mit dem Wohnmobil unterwegs sein können. Damit sind wir flexibel und können dorthin fahren, wo die Landschaft und das Wetter die beste Sicht auf das Nordlicht ermöglichen.In letzten live Bericht konntet ihr ja ausführlich lesen, wie wir das machen! Deswegen gibt es hier nur ein Foto von Wohnmobil und Nordlicht.
Unser Wohnmobil unter dem Nordlicht
Doch es muss nicht unbedingt ein Wohnmobil sein, Alleinreisende oder Ehepaare können auch kleinere Fahrzeuge nutzen. Und das sogar im Winter.
Lest die Erfahrungsberichte von Thomas, Rita und Lutz!
Thomas Härtrich mit dem Caddy in Nord Norwegen
Thomas Härtrich ist im Internet unter www.Norwegenfotograf.de zu finden. Er rief mich eines Tages an, weil er Fragen über das Nordlicht hatte. Seither telefonieren wir öfters mal. Auf unserer letzten Reise trafen wir uns tatsächlich in Norwegen und verbrachten ein paar Tage gemeinsam auf Litløy Fyr. Thomas reist meist allein mit seinem VW Caddy.
Gabi: Wie oft warst Du schon im Winter im Norden unterwegs? Und wie lange bist Du unterwegs?
Thomas: Im „richtigen“ Winter bisher zweimal. Um die Aurora Borealis zu fotografieren, bin ich auch gerne im September/Oktober in Nordskandinavien. Meine Touren in den Hohen Norden dauern mindestens vier Wochen, die Fahrzeiten für An- und Abreise sind nicht nur bei Eis und Schnee ziemlich lang.
Gabi: Stelle mal Dein Auto vor – das ist ja mehr als nur ein Fortbewegungsmittel. Du schläfst ja auch im Winter darin.
Thomas: Seit 2 ½ Jahren bin ich mit einem VW-Caddy unterwegs, den ich zum Ein-Mann-Mini-Wohnmobil für meine Bedürfnisse selbst ausgebaut habe: Hintere Sitzbank raus, eine Siebdruckplatte unten reingeschraubt, Bettkasten drauf, dazu Kompressor-Kühlschrank und zwei Boxen für Ausguss und Wasser/Abwasser. Im Internet gibt es verschiedene Ausbauanleitungen.
Der Hochdachkombi-PKW ist zum Übernachten im Winter nur eine Notlösung und man muss schon ein bisschen verrückt sein, dies zu tun. In so einem Auto kann es trotz Standheizung schnell richtig ungemütlich werden – man kann ja nicht ständig fahren oder im Daunenschlafsack liegen.
Gabi: Wie machst Du das mit der Verpflegung und dem Waschen, Toilette?
Thomas: Einen Teil meiner Verpflegung nehme ich von D aus mit, wie die „richtigen“ Wohnmobile. Brot, Milch, Vitamine usw. kaufe ich selbstverständlich frisch.
Bei Nächten im Auto bleibt es bei einer „Katzenwäsche“, die tägliche Toilette finde ich auf Rastplätzen, auf einer Fähre oder im Einkaufscenter. Zwischenübernachtungen zum Duschen, Durchwärmen oder zum Sachen trocknen sind unumgänglich. Ich besuche Freunde, nutze den geheizten Aufenthaltsraum eines Campingplatzes, miete eine Hütte… Besonders schön ist es, eine Teilstrecke auf der Hurtigruten zu fahren.
Caddy unter Nordlicht, Foto Thomas Härtrich
Gabi: Was sind die größten Vorteile dieser Reiseart für Dich als Fotograf?
Thomas: Ich bin flexibel und völlig unabhängig, kann immer dorthin fahren, wo ich fotografieren möchte. In den hellen Stunden suche ich die geeignete Location für eine Nordlichtnacht, und ich kann auch weit fahren, um wolkenfreien Himmel zu finden. Oft schneit es in den Küstengebieten westlich der Gebirge, während es dahinter in Schweden kalt und klar ist. Von einem Hotel aus auf Nordlichtjagd zu gehen, kann ich mir nicht vorstellen.
Lutz und RitaMager berichten von ihren Winter-Erfahrungen mit dem VW Campingbus
Wir haben in der Mehrzahl der Nächte in unserem California-Camper (Cali) geschlafen. Bis zu – 2°C Außentemperatur haben wir ohne durchlaufende Heizung geschlafen – zum Zudecken hatten wir unsere Federbetten dabei. Als Unterlage diente ein sogenanntes Unterbett. Zur Isolation des Innenraums hat meine Frau Alufolien (wie sie im Sommer auf die Frontscheibe gegen Sonneneinstrahlung gelegt werden) auf die serienmäßigen Gardinen unseres Calis genäht.
Unsere kälteste Nacht im VW war bei -16° C Außentemperatur. In dieser Nacht ist die Luftheizung auf Stufe 1 durchgelaufen. Da ich kurz vorher erst getankt hatte, konnte ich den Dieselverbrauch für diese 12 Stunden Heizphase recht gut errechnen und bin auf ca. 4 Liter gekommen.
Bei der An- und Abreise in den „Hohen Norden“ haben wir auch öfters in Motels übernachtet, dass ist relativ preiswert und unkompliziert. Wenn wir im VW übernachten nehmen wir gerne die Annehmlichkeiten (Toilette,Waschraum) auf den großen Rast- bzw. Parkplätzen in Anspruch. Vielen Leuten graut ja vor den großen Entfernungen und langen Fahrzeiten in Skandinavien, aber die Straßen sind auch im Winter in einem recht guten Zustand. Wir haben jetzt 2mal eine „Blitzabreise“ von den Lofoten gehabt. Wir sind um die Mittagszeit auf den Lofoten gestartet und waren am nächsten Abend südlich von Oslo.
Freischaufeln des VWs – Foto Rita Mager
Nordlicht über dem Campingplatz – Foto von Lutz Mager
VW Wintercamping, Foto Lutz Mager
Wir haben lange überlegt ob wir wieder Spikesreifen leihen sollen, sind nun aber ohne Spikes, aber mit fast neuen Winterreifen gefahren – und hatten nie Probleme. Es war mitunter sauglatt aber wir sind Berge mit 11% sehr gut hinauf und auch wieder herunter gekommen. Wichtig ist vor allem, dass man genug Abstand zum Vordermann hält und vor der Kurve bremst. Bergab fährt man eben mit kleinem Gang. Falls man aber am Berg mal anfahren muss, sollte man ein Säckchen Splitt dabei haben und für schwierige Fälle Schneeketten (haben wir beides nie gebraucht).
Nachdem ich in Särna in den Straßengraben gerutscht war, habe ich mir eine ordentliche Schneeschaufel zugelegt und die habe ich oft gebraucht, um meinen Parkplatz an den Campinghütten freizuschaufeln.
Auf den Lofoten hatten wir uns in einer Hütte auf dem Campingplatz in eingemietet. Die für max. 4 Personen geeignete Hütte kostete ca. 70 € pro Nacht.
Die Kurzanleitung Nordlichtfotografie als PDF zum Ausdrucken gibt es kostenlos für Newsletterabonnenten
https://www.5reicherts.com/wp-content/uploads/2013/12/MG_4359.jpg533800Gabihttps://www.5reicherts.com/wp-content/uploads/2021/03/Leuchtturm-o.pngGabi2013-12-18 22:29:132023-03-24 12:34:04Nordlichtfotografie Teil 5 – Unterkünfte: Wohnmobil und Auto
Polarlichter tauchen zu allen Tages- und Nachtzeiten über alle Jahreszeiten hinweg auf, sowohl in den arktischen, als auch in den antarktischen Regionen. Sie sind wie auch die Sterne sehr leuchtschwach, deshalb kann man sie nur in dunkler Nacht sehen, bei Tag werden sie vom Himmelsblau überdeckt.
Die Sonnenaktivität erreicht alle elf Jahre ein Maximum. Im Maximum flackern Nordlichter wesentlich stärker und häufiger auf. 2013/14 war so ein Höhepunkt und seither hat die Aktivität nicht viel nachgelassen. Die Sonne ist weiterhin so aktiv, dass auch 2018/19 gute Beobachtungsmöglichkeiten zu erwarten sind.
Sehr wichtig: Das Wetter muss unbedingt mitspielen! Gegen eine Wolkendecke kann auch das hellste Nordlicht wenig ausrichten.
Nordlicht bei Henningsvaer, Lofoten, Norwegen
Wo kann man Nordlichter sehen?
Polarlicht tritt gewöhnlich in einer ringförmigen Zone um den magnetischen Nord- und Südpol auf, die ungefähr zwischen dem 65sten und dem 70sten Breitengrad liegt. Bei heftiger Sonnenaktivität kann es sich auch weit darüber hinaus Richtung Äquator ausbreiten.
In den verlinkten Websites weiter unten ist diese Bereich sehr anschaulich dargestellt.
Wir haben schon Nordlichter in der Nähe von Stockholm, auf der Belle Ile in der Bretagne und sogar auf Sylt fotografiert. Sichtungen so weit südlich sind allerdings sehr selten.
Nordlicht auf der deutschen Insel Sylt
Nordlicht am Leuchtturm List West, Sylt, Deutschland
Nordlicht auf der Belle Ile, Bretagne
Phare de Goulphar, Belle Ile, Bretagne. Der schwache rote Widerschein einer starken Nordlichteruption ist noch in der Süd-Bretagne zu sehen.
Kann man Nordlicht vorhersagen?
Nordlichter sind einzig und allein von der Sonnenaktivität abhängig. Erfolgen Eruptionen auf der Sonnenoberfläche UND fliegen die weggeschleuderten Teilchen auch wirklich Richtung Erde, dann gibt es Nordlicht. Werden Eruptionen auf der Sonne beobachtet, dann dauert es noch ca. 2-3 Tage, bis die Teilchen theoretisch bei uns ankommen. Darauf bauen die meisten Vorhersagen auf.
Faustregeln zur Nordlichtvorhersage sind unzuverlässig
Polarlichter halten sich weder an Uhrzeiten, noch an Jahreszeiten. Deswegen sind Faustregeln über die Voraussagen mit Vorsicht zu genießen.
Wenn es zum Beispiel heißt: „Wenn kein Nordlicht vor Mitternacht zu sehen ist, kommt auch später keins mehr!“ dann bedeutet das einfach, die Aktivität befindet sich momentan auf einem Minimum. Man kann nicht mit Sicherheit davon ausgehen, dass es den Rest der Nacht auch so bleiben wird, es kann genausogut passieren, dass Nachts um drei Uhr plötzlich wieder der Punk abgeht, wenn du friedlich im Bett schlummerst.
Webseiten und Apps zur Nordlichtvorhersage
Hier stelle ich dir drei Seiten vor, die Nordlichtvorhersagen betreiben.Zeitpunkt, Ort und Ausbruchsstärke sind natürlich nur statistische Schätzungen und müssen nicht eintreffen. Allerdings macht es trotzdem Sinn, sich danach zu richten, Alternativen zur Vorhersage gibt es nicht.
In welchen Jahreszeiten und Reisemonaten kann man Nordlichter sehen?
In Nord-Skandinavien beginnt die „Saison“ Ende August. Dann ist die Zeit der Mitternachtssonne vorüber, in den Nächten hinterm Polarkreis wird es wieder dunkel, und Sterne und Nordlicht sind wieder zu sehen. Saisonende ist dann im kommenden Frühling gegen Mitte April, wenn die Zeit der langen Tage wieder beginnt.
Was sind unsere Lieblings Monate?
Das ist für Norwegen definitiv der September. Der hat den Vorteil, dass du sowohl nachts das Nordlicht, als auch tagsüber die wunderschöne arktische Herbstlandschaft fotografieren kannst. Februar und März folgen dicht hinterher. Der Winter hat das Land bis dahin gut durchgekühlt, so bleibt der Schnee länger liegen. Die Sonne wagt sich langsam wieder über den Horizont, und im klaren warmen Licht der noch kurzen Tage kommt die Winterlandschaft perfekt zur Geltung.
Unsere Erfahrungen mit Nordlichtnächten in Zahlen!
Nordlichter pro Reisedauer
Wir waren bisher sechs Mal im Herbst/Winter in Norwegen. Ich denke, so eine Auflistung sagt mehr als tausend Worte:
Land
Reisemonat
Zeitraum
Polarlicht-Sichtungen
Norwegen
November 2005
9 Tage
1 Nacht war kurz Nordlicht, ansonsten war es bedeckt.
Norwegen
März 2006
9 Tage
3 grandiose Nordlichtnächte!
Norwegen
November 2006
9 Tage
1 Nacht schwaches Nordlicht, kein brauchbares Foto war davon möglich.
Norwegen
September 2009
25 Tage
6 Nordlichtnächte, eine davon ganz besonders schön mit Sonnenuntergang.
Norwegen
Januar/Februar 2011
42 Tage
11 Nordlichtnächte, davon zwei ganz außergewöhnliche!
Norwegen
September, Oktober 2013
42 Tage
8 Nordlichtnächte, davon zwei außergewöhnliche!
Schottland
Februar/März/April 2013
80 Tage
1 Nacht in Eshaness auf den Shetland-Inseln
Frankreich
März/April 2015
42 Tage
1 Nacht auf der Belle Ile en Mer, rotes Licht über dem Horizont
Deutschalnd
Februar/März 2016
10 Tage
1 Nacht auf Sylt
Wir haben Nordlichter in folgenden Monaten fotografiert:
Monate mit Nordlichtsichtung
Wir haben Nordlichter in folgenden Ländern fotografiert:
Länder, in denen wir Nordlichter gesichtet haben
Auf unserer Reise-Wunschliste besonders für Nordlichtfotos stehen noch Island, Kanada, USA, Grönland und Neuseeland.
„Dein Weg zum Nordlichtfoto“, Gabi & Gunter Reichert
Da uns das Thema Nordlichtfotografie begeistert und viele Leute am liebsten ihre eigenen Fotos davon machen möchten, haben wir ein ganze Buch zum Thema geschrieben. Auf 164 Seite beschreiben wir genau, was dich im Norden erwartet. Wie sehen die Straßen im Winter aus? Was ist die beste Zeit für Nordlichter? und natürlich: wie fotografiere ich Nordlichter und welche Kameraausrüstung brauche ich dazu?
Weitere Infos im umfangreichen Ebook (9,98 Euro) und zum Hardcover Buch (24,80 Euro) im Shop auf unserer Seite. Das Ebook kannst du bei Interesse sofort herunterladen!
https://www.5reicherts.com/wp-content/uploads/2013/12/feb-83631.jpg467700Gabihttps://www.5reicherts.com/wp-content/uploads/2021/03/Leuchtturm-o.pngGabi2013-12-07 14:31:202023-03-24 12:29:04Nordlichtfotografie Teil 4 – wann und wo kann man Nordlichter sehen? Die Nordlichtvorhersage.
Was passiert in einer typischen Nordlichtnacht? Wie oft und lange tauchen Nordlichter während einer Nacht auf? Gibt es gewisse Regeln für die Nordlicht Beobachtung?
Eine typische Nordlichtnacht gibt es nicht. Deswegen mögen wir solche Tipps nicht gern: wenn das Nordlicht sich nicht bis 22 Uhr gezeigt hat, dann kommt es auch nicht mehr. Wir haben wirklich schon viele verschiedene Nordlichtnächte erlebt und es zeigte sich, dass es lohnt immer wieder draußen zu sein.
So viel wie möglicht draußen zu sein, ist wahrscheinlich der beste Tipp für die Nordlichtfotografie.
Wir werden hier nach und nach den Verlauf unterschiedlicher Nordlichtnächte schildern, damit du einen Eindruck bekommst., was denn so alles passieren kann. Die Fotos versehen wir zu deiner Information mit den Exif Daten! Aufschlussreich ist sicher die Uhrzeit der einzelnen Aufnahmen. Viel Spaß.
Eine Nordlichtnacht im Oktober in Bø auf den Vesterålen in Fotos
2:07 Uhr, 1600 ISO, f 4,5, 25 Sek, Canon 6D, 17-40mm, 17mm – Licht vom Autoscheinwerfer
2:16 Uhr, ISO 1600, f 3,2, Canon 7D, 11-16mm, bei 11mm, Licht von Taschenlampe
2:20 Uhr, 2000 ISO, f 4,5, 20 Sek, Canon 6D, 17-40mm, bei 17mm – Licht von der Taschenlampe
2:22 Uhr, 2000 ISO, f 4, 15 Sek, Canon 6D, 17-40mm, bei 17mm – Licht von der Taschenlampe
2:26 Uhr, ISO 2000, f 4, 6 Sek, Canon 6D, 17-40 mm, bei 17mm
Canon 7D, 11-16mm, bei 11mm
2:51 Uhr, ISO 2000, f4, 15 Sek, Canon 6D, 17-40mm, bei 21mm Hier war die Belichtungszeit viel zu lang. Aber, ich hatte ausgelöst und musst es abwarten. In diesen Momenten sind 15 Sekunden eine Ewigkeit!
Corona 2:52 Uhr, ISO 2000, f4, 6 Sek, Canon 6D, 17-40mm, bei 21mm
Corona, 2:52 Uhr, ISO 2000, f4, 4 Sek, Canon 6D, 17-40mm, bei 21mm
Corona, 2:53 Uhr, ISO 2000, f4, 1,3 Sek, Canon 6D, 17-40mm, bei 17mm
Corona, 2:53 Uhr, ISO 2000, f4, 1,3 Sek, Canon 6D, 17-40mm, bei 17mm
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Eine kurze Nacht im teuren Hotel
Es war unsere letzte Nacht in Norwegen. Wir hatten zwei Hotelzimmer mieten müssen, weil wir auf die Reparatur unseres Wohnmobils warteten. Es hatte den ganzen Tag über geregnet. Ich war auf der Suche nach geeigneten Fotolocations klatschnass geworden – selbst an aussichtslos scheinenden Tagen gebe ich die Hoffnung nicht auf!
Wir treffen unseren Facebook Freund Rainer
Über Facebook hatten wir Rainer gefunden, einen deutschen Auswanderer. Er wohnte nur wenige Kilometer vom Hotel entfernt. Für die Nacht hatten wir uns verabredet. Es ist interessant, Facebookfreunde auch mal persönlich kennenzulernen. Um 22:00 Uhr holte Rainer uns vor dem Hotel ab. Esra kam mit, Amy und Noah legten sich lieber lesend ins Bett.
An der Bar in Rainers Partyecke saßen wir gemütlich bei ein paar Bier zusammen. Der Holzofen verbreitete wohlige Wärme, der Alkohol stieg uns langsam in den Kopf! Doch ich liess den Nachthimmel nicht aus den Augen und pendelte zwischen Terrasse und Bar hin und her. Die Wolken waren dicht und hingen tief. Es nieselte leicht. Ein kalter Wind war aufgekommen und blies die schweren Wolken weg, plötzlich funkelten die Sterne durch die Wolkenlücken. Und sieh da, jetzt war auch Nordlicht sichtbar. Schwach grün und noch ohne Struktur lockte es uns nicht hinterm Ofen hervor. Als es aber anfing, rot zu strahlen, wurde ich schlagartig munter. Mittlerweile war es 1:30 Uhr.
Um 1:30 Uhr in der Nacht geht die Nordlicht Show so richtig los
Wir baten Rainer, uns zu der Stelle zu fahren, die ich tagsüber ausgekundschaftet hatte. Eine verfallene Scheune stand relativ einsam in Strandnähe, abseits der grellen Straßenbeleuchtung des Ortes. Kaum waren wir angekommen, fing das Feuerwerk am Himmel auch schon an. Der Wind blies weiter, jetzt trieb er wieder Wolken heran. Nach fünfzehn Minuten war die Show wieder vorbei. Es regnete wieder stärker und fing sogar an, zu Hageln. Das war lästig und tat richtig weh. Unser Hotel war etwa zwei km entfernt. Sollten wir ausharren? Ich war dafür, Gunter dagegen. Es war spät, wir waren nass und kalt, und wir hatten am nächsten Tag eine lange Fahrt über die Berge nach Schweden vor uns! Also entschlossen wir uns für den geordneten Rückzug zum Hotel.
Nichts ist ärgerlicher als ein falscher Standpunkt
Mitten auf dem Rückweg verschwanden die Wolken so schnell, wie sie gekommen waren. Wir standen an der Straße inmitten von orange leuchtenden Straßenlaternen und kamen nicht weg. Das ist die pure Qual für einen Fotografen! Geiles Nordlicht, aber störende Beleuchtung und keine gute Kulisse. Das Nordlicht erstrahlte jetzt fast taghell, es wand sich über uns wie eine große grüne Schlange. Ich rannte los – das sollte man im warmen Overall nie tun – denn ruckzuck war ich nass geschwitzt. Zum Glück erreichten wir bald eine weitläufige Wiese zwischen den Häusern, da legte das Nordlicht auch schon wieder richtig los Ein Wahnsinn! Mehrfarbig bewegte es sich sehr schnell über unsere Köpfe hinweg und war innerhalb einer Minute wieder weg.
Gegen 3:30 Uhr trafen wir müde im Hotel ein. Ich hatte glücklicherweise daran gedacht, dem Wirt zu sagen, dass wir spät zurück kommen würden, er hatte die Hintertür offen gelassen. Sicherheitshalber zog ich trotz der späten (frühen?) Stunde die Fotos noch auf das Notebook! Drei Stunden Schlaf waren uns noch vergönnt, dann holten wir nach dem Frühstück unser Mobil von der Werkstatt ab und machten uns auf den Weg nach Kiruna. (Aber darüber hatten wir hier im Blog ja bereits berichtet!)[/yellow_box]
Erkenntnisse aus dieser Nordlicht Nacht für die Fotografie
Auch bedeckte Nächte können gute Nordlichtchancen bieten
Nordlichtfotografie ist sogar im Regen möglich.
Oft fängt das Spektakel erst spät in der Nacht an. Wie bei uns um ca. 2:30 Uhr! Die Vorhersagen im Internet geben nur die Wahrscheinlichkeit an.
Je stärker und schnell bewegter das Nordlicht ist, desto schneller ist es wahrscheinlich auch wieder vorbei.
Oft lohnt es gerade nach solchen starken Ausbrüchen zu fotografieren!
den perfekten Fotoplatz kann man vorher nicht immer bestimmen. Eine freie Sicht nach Norden reicht allein nicht aus. Kräftiges Nordlicht kann in allen Himmelsrichtungen auftauchen.
https://www.5reicherts.com/wp-content/uploads/2013/11/MG_0042_2.jpg533800Gabihttps://www.5reicherts.com/wp-content/uploads/2021/03/Leuchtturm-o.pngGabi2013-11-29 09:53:512023-03-24 12:28:08Nordlichtfotografie Teil 3 – Eine Nordlichtnacht in Fotos, Bø auf den Vesterålen
Das Nordlicht, auch als Polarlicht bezeichnet, fasziniert uns seit einigen Jahren. Das Fotografieren des Nordlichtes sogar so sehr, dass wir ein ganzes Buch darüber geschrieben haben.
In dieser Galerie zeigen wir die verschiedensten Formen des Nordlichtes. Nordlichter kannst du nicht nur im Winter im hohen Norden sehen sondern auch in wärmeren Monaten wie August oder September. Das südlichste Nordlicht fotografierten wir in der Bretagne.
Wir behandeln all die Fragen, die einen angehenden Nordlichtreisenden beschäftigen und räumen mit den gängigen Vorurteilen einer Nordlichtreise auf:
Eine Reise zum Nordlicht muss nicht teuer sein
Eine Nordlichttour muss nicht super teuer sein.
Als erfahrene Skandinavienreisende kennen wir viele Wege zum Nordlicht. Dass weniger bekannte Reisearten nicht nur günstig, sondern auch lehrreich und unterhaltsam sein können, beschreiben wir ausführlich.
Du brauchst keine super teure Kameraausrüstung
Du brauchst nicht die allerneueste und teuerste Fotoausrüstung.
Wir erklären die Mindestanforderungen an deine Kamera und geben weitere wertvolle Ausrüstungstipps.
Nordlichtfotografie ist für jeden machbar
Nordlichtfotografie ist anspruchsvoll, aber kein Hexenwerk.
Mit unserer umfassenden Anleitung kannst auch du erstklassige Fotos machen. Wenn Du schließlich live unter dem Nordlicht stehst, kennst die nötigen Einstellungen und Handgriffe, und kannst stressfrei fotografieren.
Nordlichtfotogafie ist auch im Herbst und Frühjahr möglich
Nordlichtfotografie ist nicht nur im Winter möglich.
Wir waren schon zu allen Jahreszeiten im hohen Norden und wissen genau, wann sich welche Bilder machen lassen.
Du kannst es kaum erwarten, deine Reise zu planen? Oder hast du deine Koffer bereits gepackt? Dieses Buch kann dir eine wertvolle Hilfe bei der Planung, Durchführung deines Abenteuers und vor allem bei der Fotografie der Nordlichter sein.
Natürlich sind etliche der im Buch gesammelten Ratschläge auch über unseren Blog verstreut zu finden. Wir haben ja oft genug von unseren Nordlichttouren berichtet. In unserem Ratgeber haben wir all diese Informationen vereint und noch vieles mehr hinzugefügt. Ganze Teile haben wir komplett neu geschrieben, sie dann aufeinander abgestimmt und passend angeordnet.
Über 100 unserer besten Nordlicht-Fotografien machen „Dein Weg zum Nordlichtfoto“ gleichzeitig zu einem außergewöhnlichen Bildband. Als besondere Zugabe sind am Ende des Buches alle relevanten Belichtungsdaten der enthaltenen Nordlichtbilder dokumentiert.
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Möchtest du informiert werden, wenn das Buch wieder gedruckt wird? Schreib uns: mailto:gabi@5reicherts.com
Als ich das vorliegende Buch „Dein Weg zum Nordlichtfoto“ vor der Nase hatte, war ich begeistert. Schon der erste Eindruck weckt aufgrund der wunderbaren Fotografien zahlreiche Erinnerungen, aber auch neue Lust, sich wieder auf den Weg in den hohen Norden zu machen – und zwar, um „ein eigenes“ Nordlichtfoto zu schießen.
Das Vorwort vermittelt sofort Mut, es tatsächlich mit der Nordlichtfotografie zu versuchen.
Bevor es um die technischen Raffinessen geht, führen die ersten Kapitel auf spannende, unterhaltsame und sehr informative Weise in die Planung für eine Winterreise nach Norwegen ein.
Der Leser weiß danach, wann die beste Zeit für die Nordlichtbeobachtung ist und welche Regionen sich dafür besonders eignen. Dafür schlagen die Autoren sogar spezielle Stellen mit exakten Ortsangaben vor.
Auch über Unterkunftsmöglichkeiten vom Couchsurfing über Woofing, Housesitting bis hin zu Wissenswertem über eine Winterreise im eigenen Wohnmobil weiß der Leser danach Bescheid.
Mein erster Eindruck war „oh Mann 121 Seiten!“ (Anmerkung der Autoren: Das bezieht sich auf das Probeleseexemplar, wir haben für die finale Version weitere Fotos und Themen hinzugefügt. Die Endversion hat jetzt 148 kurzweilige Seiten!)
Doch Eindruck hat sich aber beim Lesen nicht bestätigt. Der Text ist gut geschrieben und lässt sich sehr gut lesen. Ich finde auch den chronologischen Verlauf des Tutorials gut. Reisezeit – wie Reisen – Unterkunft – Utensilien – Kamera und Technik – Reiseberichte und Erfahrungen. Ich empfand diese Reihenfolge gut. Ich habe nicht wie in so manch anderen Skripten geblättert und nach Themen gesucht, die ich während der Lektüre vermissen könnte. Das soll heißen, beim Lesen ist keine Suche nach Inhalten aufgekommen.
Einzig die Bilddaten hatte ich beim Blättern etwas vermisst. Diese sind jedoch am Ende aufgeführt.
Diese Reiseberichte sind sehr gut geschrieben. Es kam sogar vereinzelt das Gefühl auf dabei gewesen zu sein. Vielleicht liegt es an der Art des Schreibens oder an einzelnen Details, die beschrieben sind.
Anhand der Berichte ist es klarer geworden, was es bedeutet, Urlaub im Norden zu machen und mit den Umständen der Nordlichtjagd fertig zu werden.
Sebastian fand das Buch stimmig
Sebastian W.
Das Buch macht insgesamt einen stimmigen Eindruck. Vereint Reiseführer mit Fotowissen.
Horst ist vom Gesamteindruck überzeugt
Horst S.
Der Gesamteindruck ist für mich überzeugend. Insbesondere die Auswahl und Präsentation der Fotos hat mich begeistert und Lust auf eine Nordlicht-Reise gemacht.
Die einzelnen Themen sind ausgewogen und insgesamt für dieses Thema umfassend aufbereitet. Die Beschreibungen sind für mich weder zu einfach noch zu schwierig. Für mich waren die Darstellungen gerade richtig,
Besonders wertvoll sind für mich die Informationen zu den Regionen, zur Anreise und zu den Unterkünften. Diese würden sich mir durch anderweitige Recherche im Internet nicht so leicht erschließen.
Die Auflockerung durch die Erfahrungsberichte und die Interviews finde ich gelungen.
Nordlicht, Lofoten
Rezensionen „Dein Weg zum Nordlichtfoto“ in anderen Blogs
Ihr sucht nach einem Buch, das Euch in die Nordlichtfotografie einführt? Mit dem eBook von den 5 Reicherts liegt Ihr da goldrichtig. Hier erfahrt Ihr, wo man die Aurora am besten auf den Chip bannen kann, welche Ausrüstung Ihr benötigt und wie Ihr die Kamera einstellt. Das beste aber am Buch ist die Erfahrung die aus den Autoren spricht. Wie kommt man mit dem Bulli in den Norden, was erwartet einen auf den winterlichen Straßen, welche Unterkünfte gibt es und so viel mehr…. Ein dickes thumbs up von einem Outdoorenthusiasten und Photographen! Björn Nehrhoff von Holderberg – www.adventure-photographer.de
„Ich erkläre hiermit „Dein Weg zum Nordlichtfoto“ als deutsches Standard-Kompendium zur Nordlichtfotografie und optimales Buchgeschenk für Hobbyfotografen und Skandinavienliebhaber.“
schreibt Sabine im Blog Travel Stories
Die Autoren Gabi & Gunter Reichert und das Nordlicht
Wir sind freiberufliche Fotografen und Reisejournalisten mit den Schwerpunkten Meer, Nordeuropa, Langzeitbelichtung und Nordlichtfotografie. Jahrelang bereisten mit unseren drei kleinen Kindern Norwegen bis Gabi sich schließlich an eine Winterreise herantraute. Sie war so begeistert von den Nordlichtern, dass sie es unbedingt ihrer Familie zeigen wollte.
2010 war es dann soweit. Wir reisten zu fünft gen Norden. Fünf Monate lang stapften wir durch Schnee und fotografierten die Winterlandschaften und Nordlichter. Es war der beste Winter unseres Lebens!
Nordlichtfotos auf Kalendern und in Magazinen
Unsere Nordlichtfotos in Kalendern
Seit 2013 veröffentlichen wir Nordlichtfotos in den Kalendern von Delius Klasing und Palazzi. 2014 waren unsere Nordlichtfotos auf den Titelblättern dieser Polarlichtkalender.
Unsere Magazinpublikationen mit Thema Nordlicht
• Nordis Dezember 2007 – Artikel »Bei Nordlicht klick«, Doppelseite Nordlichtbild und Titelseite
• 4 Seasons November 2011 – „Nordlicht, Zeichen der Götter“ 6 Seiten und Titelseite
• Nordis Januar 2012 – Artikel „Es war eine dunkle und stürmische Nacht“
• Manual Norwegen (FAZ) Oktober 2013 – Nordlicht und Mitternachtssonne
• Bild der Wissenschaft Oktober 2013 – Nordlichtfoto
• Allradler Magazin, Februar 2014 – „Unser Weg zum Nordlicht“ 12-seitige Reportage
Natürlich schrieben wir auch für zahlreiche online magazine.
Soll es noch schneller und effektiver sein als mit dem Buch?
Mit unserem individuellem Coaching bist du schnell bestens auf dein Nordlicht Fotoerlebnis vorbereitet
Ein Lehrbuch durchzuarbeiten ist schön und gut, aber manchmal bleiben dennoch Fragen und Unsicherheiten. Villeicht hast du als absoluter Fotoneuling noch grundelegende Fragen? Oder du möchtest als fortgeschrittener Hobbyfotograf schnell genau die für dich wichtigen Antworten finden?
Lass uns reden und fachsimpeln und genau deine Probleme gemeinsam lösen. Dann kannst du völlig stressfrei in den Norden fahren und die Nordlichtnächte fotografierend genießen.
Wie läuft unser Coaching ab?
Wir können entweder per Skype oder am Telefon reden. Wenn du in der Nähe von Mainz wohnst auch gerne bei uns zuhause. Zuerst analyisieren wir, welche Aufgabenstellung dir noch Probleme bereiten könnte. Ob deine Kameraausrüstung für die Nordlichtfotografie geeignet ist. Schauen, welche Fragen dir unter den Nägeln brennen. Dann geben wir dir vorbereitende fotografische Aufgaben. Wenn du soweit bist, treffen wir uns zum zweiten Mal, besprechen deine Ergebnisse und lösen Fragen, die in der konkreten Aufgabe aufgetaucht sind.
Schriftliche Zusammenfassung des Nordlicht Coachings
Auf Wunsch schreiben wir dir eine Zusammenfassung unserer Tipps speziell auf deine Situation passend zusammen.
Medium: Skype, Telefon oder falls möglich, auch direkt bei uns zu Hause.
Dauer: Zwei ausführliche Gespräche von jeweils mindestens einer Stunde mit uns.
Kosten: 130 Euro, Ebook „Dein Weg zum Nordlichtfoto“ ist inklusive
Das Buch macht insgesamt einen stimmigen Eindruck. Vereint Reiseführer mit Fotowissen.
Sebastian
Horst S.
Der Gesamteindruck ist für mich überzeugend. Insbesondere die Auswahl und Präsentation der Fotos hat mich begeistert und Lust auf eine Nordlicht-Reise gemacht.
Die einzelnen Themen sind ausgewogen und insgesamt für dieses Thema umfassend aufbereitet. Die Beschreibungen sind für mich weder zu einfach noch zu schwierig. Für mich waren die Darstellungen gerade richtig,
Besonders wertvoll sind für mich die Informationen zu den Regionen, zur Anreise und zu den Unterkünften. Diese würden sich mir durch anderweitige Recherche im Internet nicht so leicht erschließen.
Die Auflockerung durch die Erfahrungsberichte und die Interviews finde ich gelungen.
Horst
Silke Bauerfeind
Wer mich kennt, weiß, dass ich hoffnungslos mit dem Norwegen-Virus infiziert bin.
Wer die Reicherts kennt, weiß, dass sie begnadete Reisefotografen sind und sich vor allem auch oft auf den Weg zu den Lofoten machen – einem Reiseziel, das nicht nur mein Herz höher schlagen lässt.
Als ich das vorliegende Buch „Dein Weg zum Nordlichtfoto“ vor der Nase hatte, war ich begeistert. Schon der erste Eindruck weckt aufgrund der wunderbaren Fotografien zahlreiche Erinnerungen, aber auch neue Lust, sich wieder auf den Weg in den hohen Norden zu machen – und zwar, um „ein eigenes“ Nordlichtfoto zu schießen.
Das Vorwort vermittelt sofort Mut, es tatsächlich mit der Nordlichtfotografie zu versuchen.
Bevor es um die technischen Raffinessen geht, führen die ersten Kapitel auf spannende, unterhaltsame und sehr informative Weise in die Planung für eine Winterreise nach Norwegen ein.
Der Leser weiß danach, wann die beste Zeit für die Nordlichtbeobachtung ist und welche Regionen sich dafür besonders eignen. Dafür schlagen die Autoren sogar spezielle Stellen mit exakten Ortsangaben vor.
Auch über Unterkunftsmöglichkeiten vom Couchsurfing über Woofing, Housesitting bis hin zu Wissenswertem über eine Winterreise im eigenen Wohnmobil weiß der Leser danach Bescheid. Wichtig sind auch die Insider-Hinweise zu Verpflegung und Restaurantbesuchen.
Nicht zu vernachlässigen und von den Autoren bestens zusammengestellt, ist die notwendige Ausrüstung, was Kleidung, Schuhwerk und Autoutensilien angeht. So wird dem Leser gleich eine ausführliche Checkliste mitgeliefert, anhand der die Reise geplant werden kann.
Schließlich werden die technischen Einzelheiten zur Nordlichtfotografie ausführlich dargelegt. Ich habe es noch nicht selbst ausprobieren können (da ich leider zur Zeit im verregneten Deutschland sitze), aber ich bin sicher, dass man mit dem perfekten Tutorial der Reicherts alles vermittelt bekommt, was notwendig ist, um ein eigenes tolles Nordlichtfoto mit nach Hause zu bringen.
Besonders gut gefällt mir die Anleitung zu einigen Vorübungen, die man bereits zuhause durchführen kann. Auch die Konvertierung und Bearbeitung der Fotos, die im Anschluss erfolgen muss, wird ausführlich erklärt.
Im letzten Drittel folgen spannende Information zum Nordlicht selbst: Erscheinungsformen, Entstehung und Mythen, die sich um die Aurora borealis, wie das Nordlicht auch genannt wird, ranken, werden dem Leser nahegebracht. Und er wird dabei über Erfahrungsberichte mit hineingenommen – in die wunderbaren Reisen der Familie Reichert.
Insgesamt ist es ein hochinformatives Buch mit ganz persönlicher Note und nicht zu vergessen: mit fantastischen Fotos.
Vielen Dank dafür – das Buch wird mich beim nächsten Mal auf den Weg zu den Lofoten ganz sicher begleiten – und ich bin sicher, auf dem Rückweg eigene Nordlichtfotos in der Kamera zu haben.
Mein erster Eindruck war „oh Mann 121 Seiten!“ (Anmerkung der Autoren: Das bezieht sich auf das Probeleseexemplar, wir haben für die finale Version weitere Fotos und Themen hinzugefügt. Die Endversion hat jetzt 148 kurzweilige Seiten!)
Doch Eindruck hat sich aber beim Lesen nicht bestätigt. Der Text ist gut geschrieben und lässt sich sehr gut lesen. Ich finde auch den chronologischen Verlauf des Tutorials gut. Reisezeit – wie Reisen – Unterkunft – Utensilien – Kamera und Technik – Reiseberichte und Erfahrungen. Ich empfand diese Reihenfolge gut. Ich habe nicht wie in so manch anderen Skripten geblättert und nach Themen gesucht, die ich während der Lektüre vermissen könnte. Das soll heißen, beim Lesen ist keine Suche nach Inhalten aufgekommen.
Einzig die Bilddaten hatte ich beim Blättern etwas vermisst. Diese sind jedoch am Ende aufgeführt.
Diese Reiseberichte sind sehr gut geschrieben. Es kam sogar vereinzelt das Gefühl auf dabei gewesen zu sein. Vielleicht liegt es an der Art des Schreibens oder an einzelnen Details, die beschrieben sind.
Anhand der Berichte ist es klarer geworden, was es bedeutet, Urlaub im Norden zu machen und mit den Umständen der Nordlichtjagd fertig zu werden.
Ich finde es gut, wie ihr erklärt habt, wie man die Technik, Kamera, Objektiv und sonstiges Zubehör nutzt. Diese Ausführungen sind für den Einsteiger und auch fortgeschrittenen Fotografen hilfreich und nützlich.
Die Schilderung der Reisezeit und der Reiseziele finde ich auch sehr gut. Da ich bislang noch nie in Skandinavien gewesen bin, habe ich aus diesem Thema viele gute Infos erfahren.
Zu schwierige oder unnötige Themen sind für mich nicht dabei gewesen. Das Tutorial ist zwar sehr umfangreich und ausführlich, es wirk aber nicht überladen oder langweilig. Ich hatte Spaß und Freude am Lesen.
Die einführenden Erklärungen über die Reisezeit, die Reiseorte und die Wahrscheinlichkeit Nordlichter zu sehen haben mir die erste Angst vor diesem Thema genommen. Es ist klarer geworden wo und wie ich hinfahren könnte. Die Art zu reisen und die Möglichkeiten der Unterkünfte sind mir zum Teil ganz neu gewesen. Von Couchsurfing und Woofing hatte ich noch nie gehört. Zudem sind deine Ausführungen zu den Nordlichtnächten und dem 5 Monate Winter in Skandinavien sehr persönlich und gut dargestellt. Sie machen Mut und Lust darauf.
Abschließend kann ich nur sagen, dass das Tutorial sehr gelungen ist, sich gut lesen lässt.
Die Ausführungen sind verständlich und nicht zu schwierig dargestellt. Wenn ich Sterne vergeben könnte, würden es fünf von fünf sein!
https://www.5reicherts.com/wp-content/uploads/2021/02/Nordlichtbuch-Cover.jpg640898Gabihttps://www.5reicherts.com/wp-content/uploads/2021/03/Leuchtturm-o.pngGabi2016-02-14 16:01:442023-03-14 13:29:07Das Buch – Dein Weg zum Nordlichtfoto
Wir erklären wie du Polarlichter sehen und fotografieren kannst!
In unserem Tutorial zeigen wir alles ausführlich, was du über eine Nordlicht Reise in den Norden wissen musst. Angefangen von den Reisevorbereitungen, welche Kleidung nötig ist, was du über das Fahren auf winterlichen Straßen wissen musst, welche Fotoausrüstung nötig ist bis zur genauen Anleitung, wie du Nordlichter fotografieren kannst. Nach dem Lesen des Tutorials wirst du bestens vorbereitet sein. Wenn schließlich endlich die Nordlichter über dir tanzen, gehst du locker an die Fotografie heran – du bist bereit.
Nordlicht in Bo, Vesterålen
Stressfreies Polarlicht Erlebnis
So wird eine einmalige Polarlichtnacht zum stressfreien Erlebnis. Natürlich beschreiben wir auch, wie die RAW Daten deiner Nordlichtfotos in Lightroom entwickelt werden.
Es lohnt sich auf jedem Fall, unser alle Seiten des Nordlicht Tutorials durchzublättern, falls du irgendwann eine Nordlichttour planst oder auch nur einfach eine Reise in den Norden unternehmen möchtest.
Noch ausführlicher und ideal zum Mitnehmen auf die große Reise ist unser Buch: „Dein Weg zum Nordlichtfoto“. Es ist erhältlich als Buchausgabe im Hardcover-Format oder als E-Book. Informationen über unser Buch findest du weiter unten auf der Seite.
Das war eines der außergewöhnlilchsten Nordlichter, die wir bisher gesehen haben. Zum ersten Mal sahen wir einen Mondbogen, weil es in der Vollmondnacht nieselte, und oben drüber einen Nordlichtbogen. Wahnsinn!
https://www.5reicherts.com/wp-content/uploads/2010/03/eine-gruppe-orcas-wunderbarer-winterlicher-fjordstimmung.jpg400600Gabihttps://www.5reicherts.com/wp-content/uploads/2021/03/Leuchtturm-o.pngGabi2016-03-17 16:14:202022-01-09 11:29:45Orcas in Nord-Norwegen, eine fotografische Herausforderung
https://www.5reicherts.com/wp-content/uploads/2014/02/MG_0444.jpg467700Gabihttps://www.5reicherts.com/wp-content/uploads/2021/03/Leuchtturm-o.pngGabi2014-02-25 14:36:322020-03-07 20:27:0310 Tipps für die Fotografie im (nordischen) Winter
https://www.5reicherts.com/wp-content/uploads/2012/01/nl2011_bearbeitet.jpg166250Gabihttps://www.5reicherts.com/wp-content/uploads/2021/03/Leuchtturm-o.pngGabi2012-01-09 01:40:022023-01-28 10:42:38Fotos und Timelapse von Nordlichtern auf den Lofoten
https://www.5reicherts.com/wp-content/uploads/2011/02/GReichert-1211.jpg533800Gabihttps://www.5reicherts.com/wp-content/uploads/2021/03/Leuchtturm-o.pngGabi2011-02-21 02:59:092020-03-07 20:36:13Nordlicht, Sterne und ein Mond hinter den Wolken
https://www.5reicherts.com/wp-content/uploads/2011/02/GReichert-9121.jpg533800Gunterhttps://www.5reicherts.com/wp-content/uploads/2021/03/Leuchtturm-o.pngGunter2011-02-11 15:07:572020-03-07 20:41:33Polarlightcenter in Laukvik – Nordlichtshow und ein neugieriger Fuchs
https://www.5reicherts.com/wp-content/uploads/2011/01/corona-lofoten-norwegen1.jpg467700Gabihttps://www.5reicherts.com/wp-content/uploads/2021/03/Leuchtturm-o.pngGabi2011-01-15 19:48:372022-03-18 16:21:51Nordlicht – September
https://www.5reicherts.com/wp-content/uploads/2019/12/Nordlicht-Norwegen-4.jpg6671000Gabihttps://www.5reicherts.com/wp-content/uploads/2021/03/Leuchtturm-o.pngGabi2010-11-29 00:30:092021-03-18 15:00:03Nordlicht – unsere Kinder berichten über das Erlebnis Nordlicht
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https://www.5reicherts.com/wp-content/uploads/2015/11/Norwegen-52.jpg533800Gabihttps://www.5reicherts.com/wp-content/uploads/2021/03/Leuchtturm-o.pngGabi2013-12-13 20:52:552022-11-21 11:06:59Nordlichtfotografie Tutorial und Buch
Eine sehr kurze Meldung für uns an die Polarlicht Interessierten.
Die Chancen auf Nordlicht in Deutschland sind ab dem 29.10. schon recht hoch. Der beste Zeitpunk wird wohl die Nacht zum Sonntag 30.10. sein. Also, auf klaren Himmel hoffen und dann Nachts rausgehen!
Wir fotografierten übrigens in der südlichen Bretagne schon Nordlicht. Und auf der Insel Sylt hatten wir großes Glück und der Himmel klarte rechtzeitig auf als das Nordlicht kam.
Sowas kann also vorkommen!
Ich habe die Nordlicht Vorhersage immer im Blick und verpasse deswegen keine Nordlichter.
https://www.5reicherts.com/wp-content/uploads/2019/12/Nordlicht-Sylt-.jpg6671000Gabihttps://www.5reicherts.com/wp-content/uploads/2021/03/Leuchtturm-o.pngGabi2021-10-29 14:02:122023-03-24 12:43:13Nordlichtwarnung für Deutschland 30.10.21
Das Nordlicht, auch als Polarlicht bezeichnet, fasziniert uns seit einigen Jahren. Das Fotografieren des Nordlichtes sogar so sehr, dass wir ein ganzes Buch darüber geschrieben haben.
In dieser Galerie zeigen wir die verschiedensten Formen des Nordlichtes. Nordlichter kannst du nicht nur im Winter im hohen Norden sehen sondern auch in wärmeren Monaten wie August oder September. Das südlichste Nordlicht fotografierten wir in der Bretagne.
Wir behandeln all die Fragen, die einen angehenden Nordlichtreisenden beschäftigen und räumen mit den gängigen Vorurteilen einer Nordlichtreise auf:
Eine Reise zum Nordlicht muss nicht teuer sein
Eine Nordlichttour muss nicht super teuer sein.
Als erfahrene Skandinavienreisende kennen wir viele Wege zum Nordlicht. Dass weniger bekannte Reisearten nicht nur günstig, sondern auch lehrreich und unterhaltsam sein können, beschreiben wir ausführlich.
Du brauchst keine super teure Kameraausrüstung
Du brauchst nicht die allerneueste und teuerste Fotoausrüstung.
Wir erklären die Mindestanforderungen an deine Kamera und geben weitere wertvolle Ausrüstungstipps.
Nordlichtfotografie ist für jeden machbar
Nordlichtfotografie ist anspruchsvoll, aber kein Hexenwerk.
Mit unserer umfassenden Anleitung kannst auch du erstklassige Fotos machen. Wenn Du schließlich live unter dem Nordlicht stehst, kennst die nötigen Einstellungen und Handgriffe, und kannst stressfrei fotografieren.
Nordlichtfotogafie ist auch im Herbst und Frühjahr möglich
Nordlichtfotografie ist nicht nur im Winter möglich.
Wir waren schon zu allen Jahreszeiten im hohen Norden und wissen genau, wann sich welche Bilder machen lassen.
Du kannst es kaum erwarten, deine Reise zu planen? Oder hast du deine Koffer bereits gepackt? Dieses Buch kann dir eine wertvolle Hilfe bei der Planung, Durchführung deines Abenteuers und vor allem bei der Fotografie der Nordlichter sein.
Natürlich sind etliche der im Buch gesammelten Ratschläge auch über unseren Blog verstreut zu finden. Wir haben ja oft genug von unseren Nordlichttouren berichtet. In unserem Ratgeber haben wir all diese Informationen vereint und noch vieles mehr hinzugefügt. Ganze Teile haben wir komplett neu geschrieben, sie dann aufeinander abgestimmt und passend angeordnet.
Über 100 unserer besten Nordlicht-Fotografien machen „Dein Weg zum Nordlichtfoto“ gleichzeitig zu einem außergewöhnlichen Bildband. Als besondere Zugabe sind am Ende des Buches alle relevanten Belichtungsdaten der enthaltenen Nordlichtbilder dokumentiert.
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Außerhalb von Deutschland ist der Versand etwas teurer. Das Buch kostet inklusive Porto und Verpackung 32,00 Euro.
Wir geben die Bücher entweder am Tag der Bestellung oder am nächsten in die Post.
Zur Zeit NICHT LIEFERBAR
Möchtest du informiert werden, wenn das Buch wieder gedruckt wird? Schreib uns: mailto:gabi@5reicherts.com
Als ich das vorliegende Buch „Dein Weg zum Nordlichtfoto“ vor der Nase hatte, war ich begeistert. Schon der erste Eindruck weckt aufgrund der wunderbaren Fotografien zahlreiche Erinnerungen, aber auch neue Lust, sich wieder auf den Weg in den hohen Norden zu machen – und zwar, um „ein eigenes“ Nordlichtfoto zu schießen.
Das Vorwort vermittelt sofort Mut, es tatsächlich mit der Nordlichtfotografie zu versuchen.
Bevor es um die technischen Raffinessen geht, führen die ersten Kapitel auf spannende, unterhaltsame und sehr informative Weise in die Planung für eine Winterreise nach Norwegen ein.
Der Leser weiß danach, wann die beste Zeit für die Nordlichtbeobachtung ist und welche Regionen sich dafür besonders eignen. Dafür schlagen die Autoren sogar spezielle Stellen mit exakten Ortsangaben vor.
Auch über Unterkunftsmöglichkeiten vom Couchsurfing über Woofing, Housesitting bis hin zu Wissenswertem über eine Winterreise im eigenen Wohnmobil weiß der Leser danach Bescheid.
Mein erster Eindruck war „oh Mann 121 Seiten!“ (Anmerkung der Autoren: Das bezieht sich auf das Probeleseexemplar, wir haben für die finale Version weitere Fotos und Themen hinzugefügt. Die Endversion hat jetzt 148 kurzweilige Seiten!)
Doch Eindruck hat sich aber beim Lesen nicht bestätigt. Der Text ist gut geschrieben und lässt sich sehr gut lesen. Ich finde auch den chronologischen Verlauf des Tutorials gut. Reisezeit – wie Reisen – Unterkunft – Utensilien – Kamera und Technik – Reiseberichte und Erfahrungen. Ich empfand diese Reihenfolge gut. Ich habe nicht wie in so manch anderen Skripten geblättert und nach Themen gesucht, die ich während der Lektüre vermissen könnte. Das soll heißen, beim Lesen ist keine Suche nach Inhalten aufgekommen.
Einzig die Bilddaten hatte ich beim Blättern etwas vermisst. Diese sind jedoch am Ende aufgeführt.
Diese Reiseberichte sind sehr gut geschrieben. Es kam sogar vereinzelt das Gefühl auf dabei gewesen zu sein. Vielleicht liegt es an der Art des Schreibens oder an einzelnen Details, die beschrieben sind.
Anhand der Berichte ist es klarer geworden, was es bedeutet, Urlaub im Norden zu machen und mit den Umständen der Nordlichtjagd fertig zu werden.
Sebastian fand das Buch stimmig
Sebastian W.
Das Buch macht insgesamt einen stimmigen Eindruck. Vereint Reiseführer mit Fotowissen.
Horst ist vom Gesamteindruck überzeugt
Horst S.
Der Gesamteindruck ist für mich überzeugend. Insbesondere die Auswahl und Präsentation der Fotos hat mich begeistert und Lust auf eine Nordlicht-Reise gemacht.
Die einzelnen Themen sind ausgewogen und insgesamt für dieses Thema umfassend aufbereitet. Die Beschreibungen sind für mich weder zu einfach noch zu schwierig. Für mich waren die Darstellungen gerade richtig,
Besonders wertvoll sind für mich die Informationen zu den Regionen, zur Anreise und zu den Unterkünften. Diese würden sich mir durch anderweitige Recherche im Internet nicht so leicht erschließen.
Die Auflockerung durch die Erfahrungsberichte und die Interviews finde ich gelungen.
Nordlicht, Lofoten
Rezensionen „Dein Weg zum Nordlichtfoto“ in anderen Blogs
Ihr sucht nach einem Buch, das Euch in die Nordlichtfotografie einführt? Mit dem eBook von den 5 Reicherts liegt Ihr da goldrichtig. Hier erfahrt Ihr, wo man die Aurora am besten auf den Chip bannen kann, welche Ausrüstung Ihr benötigt und wie Ihr die Kamera einstellt. Das beste aber am Buch ist die Erfahrung die aus den Autoren spricht. Wie kommt man mit dem Bulli in den Norden, was erwartet einen auf den winterlichen Straßen, welche Unterkünfte gibt es und so viel mehr…. Ein dickes thumbs up von einem Outdoorenthusiasten und Photographen! Björn Nehrhoff von Holderberg – www.adventure-photographer.de
„Ich erkläre hiermit „Dein Weg zum Nordlichtfoto“ als deutsches Standard-Kompendium zur Nordlichtfotografie und optimales Buchgeschenk für Hobbyfotografen und Skandinavienliebhaber.“
schreibt Sabine im Blog Travel Stories
Die Autoren Gabi & Gunter Reichert und das Nordlicht
Wir sind freiberufliche Fotografen und Reisejournalisten mit den Schwerpunkten Meer, Nordeuropa, Langzeitbelichtung und Nordlichtfotografie. Jahrelang bereisten mit unseren drei kleinen Kindern Norwegen bis Gabi sich schließlich an eine Winterreise herantraute. Sie war so begeistert von den Nordlichtern, dass sie es unbedingt ihrer Familie zeigen wollte.
2010 war es dann soweit. Wir reisten zu fünft gen Norden. Fünf Monate lang stapften wir durch Schnee und fotografierten die Winterlandschaften und Nordlichter. Es war der beste Winter unseres Lebens!
Nordlichtfotos auf Kalendern und in Magazinen
Unsere Nordlichtfotos in Kalendern
Seit 2013 veröffentlichen wir Nordlichtfotos in den Kalendern von Delius Klasing und Palazzi. 2014 waren unsere Nordlichtfotos auf den Titelblättern dieser Polarlichtkalender.
Unsere Magazinpublikationen mit Thema Nordlicht
• Nordis Dezember 2007 – Artikel »Bei Nordlicht klick«, Doppelseite Nordlichtbild und Titelseite
• 4 Seasons November 2011 – „Nordlicht, Zeichen der Götter“ 6 Seiten und Titelseite
• Nordis Januar 2012 – Artikel „Es war eine dunkle und stürmische Nacht“
• Manual Norwegen (FAZ) Oktober 2013 – Nordlicht und Mitternachtssonne
• Bild der Wissenschaft Oktober 2013 – Nordlichtfoto
• Allradler Magazin, Februar 2014 – „Unser Weg zum Nordlicht“ 12-seitige Reportage
Natürlich schrieben wir auch für zahlreiche online magazine.
Soll es noch schneller und effektiver sein als mit dem Buch?
Mit unserem individuellem Coaching bist du schnell bestens auf dein Nordlicht Fotoerlebnis vorbereitet
Ein Lehrbuch durchzuarbeiten ist schön und gut, aber manchmal bleiben dennoch Fragen und Unsicherheiten. Villeicht hast du als absoluter Fotoneuling noch grundelegende Fragen? Oder du möchtest als fortgeschrittener Hobbyfotograf schnell genau die für dich wichtigen Antworten finden?
Lass uns reden und fachsimpeln und genau deine Probleme gemeinsam lösen. Dann kannst du völlig stressfrei in den Norden fahren und die Nordlichtnächte fotografierend genießen.
Wie läuft unser Coaching ab?
Wir können entweder per Skype oder am Telefon reden. Wenn du in der Nähe von Mainz wohnst auch gerne bei uns zuhause. Zuerst analyisieren wir, welche Aufgabenstellung dir noch Probleme bereiten könnte. Ob deine Kameraausrüstung für die Nordlichtfotografie geeignet ist. Schauen, welche Fragen dir unter den Nägeln brennen. Dann geben wir dir vorbereitende fotografische Aufgaben. Wenn du soweit bist, treffen wir uns zum zweiten Mal, besprechen deine Ergebnisse und lösen Fragen, die in der konkreten Aufgabe aufgetaucht sind.
Schriftliche Zusammenfassung des Nordlicht Coachings
Auf Wunsch schreiben wir dir eine Zusammenfassung unserer Tipps speziell auf deine Situation passend zusammen.
Medium: Skype, Telefon oder falls möglich, auch direkt bei uns zu Hause.
Dauer: Zwei ausführliche Gespräche von jeweils mindestens einer Stunde mit uns.
Kosten: 130 Euro, Ebook „Dein Weg zum Nordlichtfoto“ ist inklusive
Das Buch macht insgesamt einen stimmigen Eindruck. Vereint Reiseführer mit Fotowissen.
Sebastian
Horst S.
Der Gesamteindruck ist für mich überzeugend. Insbesondere die Auswahl und Präsentation der Fotos hat mich begeistert und Lust auf eine Nordlicht-Reise gemacht.
Die einzelnen Themen sind ausgewogen und insgesamt für dieses Thema umfassend aufbereitet. Die Beschreibungen sind für mich weder zu einfach noch zu schwierig. Für mich waren die Darstellungen gerade richtig,
Besonders wertvoll sind für mich die Informationen zu den Regionen, zur Anreise und zu den Unterkünften. Diese würden sich mir durch anderweitige Recherche im Internet nicht so leicht erschließen.
Die Auflockerung durch die Erfahrungsberichte und die Interviews finde ich gelungen.
Horst
Silke Bauerfeind
Wer mich kennt, weiß, dass ich hoffnungslos mit dem Norwegen-Virus infiziert bin.
Wer die Reicherts kennt, weiß, dass sie begnadete Reisefotografen sind und sich vor allem auch oft auf den Weg zu den Lofoten machen – einem Reiseziel, das nicht nur mein Herz höher schlagen lässt.
Als ich das vorliegende Buch „Dein Weg zum Nordlichtfoto“ vor der Nase hatte, war ich begeistert. Schon der erste Eindruck weckt aufgrund der wunderbaren Fotografien zahlreiche Erinnerungen, aber auch neue Lust, sich wieder auf den Weg in den hohen Norden zu machen – und zwar, um „ein eigenes“ Nordlichtfoto zu schießen.
Das Vorwort vermittelt sofort Mut, es tatsächlich mit der Nordlichtfotografie zu versuchen.
Bevor es um die technischen Raffinessen geht, führen die ersten Kapitel auf spannende, unterhaltsame und sehr informative Weise in die Planung für eine Winterreise nach Norwegen ein.
Der Leser weiß danach, wann die beste Zeit für die Nordlichtbeobachtung ist und welche Regionen sich dafür besonders eignen. Dafür schlagen die Autoren sogar spezielle Stellen mit exakten Ortsangaben vor.
Auch über Unterkunftsmöglichkeiten vom Couchsurfing über Woofing, Housesitting bis hin zu Wissenswertem über eine Winterreise im eigenen Wohnmobil weiß der Leser danach Bescheid. Wichtig sind auch die Insider-Hinweise zu Verpflegung und Restaurantbesuchen.
Nicht zu vernachlässigen und von den Autoren bestens zusammengestellt, ist die notwendige Ausrüstung, was Kleidung, Schuhwerk und Autoutensilien angeht. So wird dem Leser gleich eine ausführliche Checkliste mitgeliefert, anhand der die Reise geplant werden kann.
Schließlich werden die technischen Einzelheiten zur Nordlichtfotografie ausführlich dargelegt. Ich habe es noch nicht selbst ausprobieren können (da ich leider zur Zeit im verregneten Deutschland sitze), aber ich bin sicher, dass man mit dem perfekten Tutorial der Reicherts alles vermittelt bekommt, was notwendig ist, um ein eigenes tolles Nordlichtfoto mit nach Hause zu bringen.
Besonders gut gefällt mir die Anleitung zu einigen Vorübungen, die man bereits zuhause durchführen kann. Auch die Konvertierung und Bearbeitung der Fotos, die im Anschluss erfolgen muss, wird ausführlich erklärt.
Im letzten Drittel folgen spannende Information zum Nordlicht selbst: Erscheinungsformen, Entstehung und Mythen, die sich um die Aurora borealis, wie das Nordlicht auch genannt wird, ranken, werden dem Leser nahegebracht. Und er wird dabei über Erfahrungsberichte mit hineingenommen – in die wunderbaren Reisen der Familie Reichert.
Insgesamt ist es ein hochinformatives Buch mit ganz persönlicher Note und nicht zu vergessen: mit fantastischen Fotos.
Vielen Dank dafür – das Buch wird mich beim nächsten Mal auf den Weg zu den Lofoten ganz sicher begleiten – und ich bin sicher, auf dem Rückweg eigene Nordlichtfotos in der Kamera zu haben.
Mein erster Eindruck war „oh Mann 121 Seiten!“ (Anmerkung der Autoren: Das bezieht sich auf das Probeleseexemplar, wir haben für die finale Version weitere Fotos und Themen hinzugefügt. Die Endversion hat jetzt 148 kurzweilige Seiten!)
Doch Eindruck hat sich aber beim Lesen nicht bestätigt. Der Text ist gut geschrieben und lässt sich sehr gut lesen. Ich finde auch den chronologischen Verlauf des Tutorials gut. Reisezeit – wie Reisen – Unterkunft – Utensilien – Kamera und Technik – Reiseberichte und Erfahrungen. Ich empfand diese Reihenfolge gut. Ich habe nicht wie in so manch anderen Skripten geblättert und nach Themen gesucht, die ich während der Lektüre vermissen könnte. Das soll heißen, beim Lesen ist keine Suche nach Inhalten aufgekommen.
Einzig die Bilddaten hatte ich beim Blättern etwas vermisst. Diese sind jedoch am Ende aufgeführt.
Diese Reiseberichte sind sehr gut geschrieben. Es kam sogar vereinzelt das Gefühl auf dabei gewesen zu sein. Vielleicht liegt es an der Art des Schreibens oder an einzelnen Details, die beschrieben sind.
Anhand der Berichte ist es klarer geworden, was es bedeutet, Urlaub im Norden zu machen und mit den Umständen der Nordlichtjagd fertig zu werden.
Ich finde es gut, wie ihr erklärt habt, wie man die Technik, Kamera, Objektiv und sonstiges Zubehör nutzt. Diese Ausführungen sind für den Einsteiger und auch fortgeschrittenen Fotografen hilfreich und nützlich.
Die Schilderung der Reisezeit und der Reiseziele finde ich auch sehr gut. Da ich bislang noch nie in Skandinavien gewesen bin, habe ich aus diesem Thema viele gute Infos erfahren.
Zu schwierige oder unnötige Themen sind für mich nicht dabei gewesen. Das Tutorial ist zwar sehr umfangreich und ausführlich, es wirk aber nicht überladen oder langweilig. Ich hatte Spaß und Freude am Lesen.
Die einführenden Erklärungen über die Reisezeit, die Reiseorte und die Wahrscheinlichkeit Nordlichter zu sehen haben mir die erste Angst vor diesem Thema genommen. Es ist klarer geworden wo und wie ich hinfahren könnte. Die Art zu reisen und die Möglichkeiten der Unterkünfte sind mir zum Teil ganz neu gewesen. Von Couchsurfing und Woofing hatte ich noch nie gehört. Zudem sind deine Ausführungen zu den Nordlichtnächten und dem 5 Monate Winter in Skandinavien sehr persönlich und gut dargestellt. Sie machen Mut und Lust darauf.
Abschließend kann ich nur sagen, dass das Tutorial sehr gelungen ist, sich gut lesen lässt.
Die Ausführungen sind verständlich und nicht zu schwierig dargestellt. Wenn ich Sterne vergeben könnte, würden es fünf von fünf sein!
https://www.5reicherts.com/wp-content/uploads/2021/02/Nordlichtbuch-Cover.jpg640898Gabihttps://www.5reicherts.com/wp-content/uploads/2021/03/Leuchtturm-o.pngGabi2016-02-14 16:01:442023-03-14 13:29:07Das Buch – Dein Weg zum Nordlichtfoto
Ohne Frage ist die RAW-Konvertierung der Nordlicht-Fotos einer der wichtigsten Schritte zum fertigen Bild.
Lightroom – die eierlegende Wollmilchsau
Wir benutzen dazu das Programm Adobe Lightroom 6. Ein mächtiges Werkzeug mit einer Unmenge an Einstell-Möglichkeiten. Lightroom ist Datenbank, Raw Konvertierung und Bildbearbeitung in einem. Ich bekomme damit schnell einen Überblick über meine Bilddateien und bearbeite die RAW-Dateien ohne jede einzelne separat öffnen zu müssen. Bei Zeitrafferaufnahmen und Serienbildern ist es sehr einfach, ganze Bildstrecken mit einem Klick synchron zu bearbeiten. Trotzdem empfehle ich es auch Anfängern, weil es nach ein wenig Einarbeitung unheimlich viel Arbeit spart und Details aus den RAW-Fotos herausholt, die man nicht für möglich gehalten hätte. Mein Tipp: Traut Euch dran, das Programm ist genial!!
So bearbeite ich die Nordlicht RAW Daten
Jetzt möchte ich Euch einen kleinen Einblick in meinen persönlichen Workflow geben. Ich beschreibe dabei nicht alles haarklein – das könnte eher verwirren. Die Beispielfotos sollten für sich sprechen!
Mir ist natürlich klar, dass es bei der RAW-Konvertierung Dutzende von verschiedenen Herangehensweisen gibt. Lightroom bietet so viele Möglichkeiten, dass jeder seinen eigenen Weg hat, oder finden kann. Auch ob man die Bordmittel von Lightroom zum Entrauschen nimmt, oder ein Zusatzprogramm wie Noise Ninja (jetzt Photo Ninja), Nik Sharpener oder Photokit Sharpener, ist jedem selbst überlassen. Hauptsache das Ergebnis gefällt.
RAW Konvertierung Nordlicht
Klickt auf das Bild um eine große, lesbare Version anzusehen! Das ist ein Vergleich zwischen unbearbeitet und bearbeitet.
Die Nordlichtbilder sind nicht nur mit hohen ISO Werten aufgenommen, sondern zusätzlich noch Langzeitaufnahmen von mehreren Sekunden. Das ist kameratechnisch eine Herausforderung! Rauschen ist dabei leider nicht zu vermeiden. Ich entrausche bereits ein wenig in Lightroom. Siehe die Reiter „Rauschreduzierung“.
Das Foto exportiere ich als Tiff und entrausche es dann mit Noise Ninja in Photoshop. Dabei achte ich darauf, nur den Himmel, nicht aber die Landschaft, in diesem Fall die Holzbalken der Kunstinstallation zu entrauschen.
Hier ein 100 % Ausschnitt zur Beurteilung des Entrauschens!
Unbearbeitet
Mit Lightroom und Noise Ninja entrauscht – das hier war die falsche Version!!!
In Lightroom entrauscht
Hier wurde nur der Himmel entrauscht – das ist die korrekte Version
Zusammenfassend
Klickt nicht dauernd mit dem Zoom auf die Fotos und ärgere ich nicht über die Körnigkeit. Es sind eben keine Sonnenschein- Tagaufnahmen! Das Entrauschen ist essentiell, denn die hohe ISO verbunden mit der langen Belichtungszeit lässt euch keine Wahl. Druckt die Fotos auf DIN A 4 aus und schaut hin, wie gut sie wirken!
Übertreibt es nicht mit der Farbsättigung, das sieht schnell zu grün oder lila und unecht aus. Haltet bei der Fotografie und Bearbeitung das Histogramm im Blick. Es wird sich nicht über das ganze Spektrum verteilen, sondern in der linken Hälfte befinden. Immerhin handelt es sich um Nachtaufnahmen, die nicht aussehen sollen als wäre es taghell gewesen!
Nur aus RAW Konvertiert, völlig unbearbeitet
In Lightroom angepasst, in Photoshop mit Noise Ninja entrauscht, fürs Blog verkleinert und nachgeschärft!
Die Kurzanleitung Nordlichtfotografie als PDF zum Ausdrucken gibt es kostenlos für Newsletterabonnenten
https://www.5reicherts.com/wp-content/uploads/2014/02/VorherNachherBLOG.jpg6461200Gabihttps://www.5reicherts.com/wp-content/uploads/2021/03/Leuchtturm-o.pngGabi2014-02-26 22:20:532023-03-24 12:36:11Nordlichtfotografie Teil 9 – Konvertierung der RAW Daten in Lightroom
https://www.5reicherts.com/wp-content/uploads/2021/02/GReichert-9247.jpg12801920Gabihttps://www.5reicherts.com/wp-content/uploads/2021/03/Leuchtturm-o.pngGabi2014-02-21 11:31:392022-10-23 08:22:58Nordlichtfotografie Teil 8 – Ist die Nordlichtfotografie besser bei Neumond oder Vollmond?
In diesem Bloggeitrag beschreiben wir, welche Fotoausrüstung sich für die Nordlicht Fotografie eignet. Wir beschreiben die Vorbereitungen, die für die nächtliche Fotografie nötig sind. Das ist besonders wichtig, im Bezug auf die Schärfeeinstellungen am Objektiv. Folgen der ausführlichen Anleitung zur Nordlicht Fotografie und dir werden scharfe, korrekt belichtete Fotos gelingen. Falls nach dem Lesen des Tutorials noch Fragen sind, schreibe uns in den Kommentaren.
1. Die geeignete Kamera
Grundsätzlich gilt: Je größer die Sensorfläche, desto besser die technische Qualität der Aufnahme. Viele Pixel sind nicht von Vorteil. Ein 40 Megapixel-Sensor rauscht wesentlich mehr als ein gleich großer 20 Megapixel-Sensor.
Für technisch gelungene Aufnahmen sollte eure Kamera ein paar grundlegende Voraussetzungen mitbringen.
Ein großflächiger Sensor, im Kleinbild-Vollformat, Micro-Four-Thirds, oder APS-C-Format sollte es schon sein. Der in hochwertigen kompakten Kameras verbaute 1-Zoll-Sensor ist zwar nur halb so groß wie ein Micro-Four-Thirds Sensor, ist aber auch noch brauchbar.
Speichermöglichkeit im RAW-Format. Ist eigentlich selbstverständlich bei allen hochwertigeren Kameras.
Rauscharme hohe ISO-Werte. Das hängt direkt von der Sensorgröße und Pixeldichte ab. Deswegen sind große Sensoren und relativ geringe Pixeldichte von Vorteil.
Freie Wahl zwischen langen Belichtungszeiten, Blende und ISO-Werten. Ist auch selbstverständlich bei den infrage kommenden Kameraklassen. Ihr solltet aber bei Einsteigermodellen aufpassen, da gibt es unter Umständen Limitierungen der Einstellmöglichkeiten.
Die Auswahl an aktuellen Kameramodellen ist fast unübersehbar, und stetig kommen neue hinzu. Darum werde ich auch keine konkreten Empfehlungen geben. Fast alle Spiegelreflex-Kameramodelle, die spiegellosen Systemkameras mit Wechselobjektiven und einige wenige hochpreisige Sucherkameras mit fest eingebautem Objektiv sind für das Fotografieren von Polarlichtern geeignet.
Nochmal: Mehr Pixel bedeuten oft mehr Rauschen, entscheidend ist die Größe der einzelnen Sensorpixel. Es kann sich darum durchaus lohnen, die Gebrauchtbörsen nach älteren hochwertigen Kameragehäusen, wie der Canon 5D Mk I oder Mk II abzuklappern.
Die Masse der Kompaktkameras ist nicht für den geplanten Einsatzzweck geeignet, ebensowenig Handys oder Smartphones.
grün-blaues Nordlicht über Namsos – aufgenommen im August 2013
Fotografen bei der Arbeit
2. Das richtige Objektiv
Das ideale Objektiv:
hat einen großen Bildwinkel (Superweitwinkel), etwa zwischen 15mm und 24mm, auf Vollformat bezogen.
verzerrt kaum uns ist scharf bis in die Ecken
ist möglichst lichtstark (Blende 2.8 beim Zoomobjektiv, Blende zwischen 1.4 und 2.8 bei Festbrennweiten)
hat manuelle Entfernungseinstellung
Eine Linse mit all diesen Eigenschaften ist auch heftig teuer, und nicht jeder will für sein Hobby so viel investieren. Da kann man durchaus Kompromisse bei der Lichtstärke eingehen. Ein Zoom mit Anfangsblende 4.0 ist auch noch geeignet, und es spart einiges an Gewicht.
Zoom oder Festbrennweite?
Das bleibt deinen persönlichen Vorlieben überlassen. Zoom-Objektive sind nicht ganz so lichtstark, bieten aber mehr Möglichkeiten, mit den verschiedenen Brennweiten das Bild zu gestalten, auch abseits der Nordlichtfotografie.
Festbrennweiten bringen noch einen Tick bessere Abbildungsleistung und sind lichtstärker, so dass ihr mit kürzeren Zeiten arbeiten könnt.
Der Trend geht allerdings stark in Richtung Zoom-Objektiv. Flexibilität wird höher geschätzt als das mögliche Maximum an Bildqualität.
Ihr solltet aber daran denken, dass die Bildqualität von vielen Faktoren abhängig ist, nicht nur vom Objektiv. Mit einer guten Linse kann man leicht schlechte Bilder machen, mit einer schlechten Linse aber kaum gute Bilder.
Empfehlenswerte Objektive
Das Canon EF 16-35mm f/2.8, das Nikon AF-S 14-24mm F/2.8 oder das Sony FE 16-35mm f/2.8 sind die Superweitwinkel-Zoom-Objektive der Wahl für Vollformat-Fotografen, die markentreu bleiben wollen. Sony und Canon verlangen dafür über 2000 Euro, das Nikon kostet um die 1700 Euro.
Alternativen zu den Referenz-Zooms der großen Hersteller gibt es zum Glück genügend. Objektive für APS- oder MFT-(Micro-Four-Thirds)-Kameras sind wesentlich leichter und günstiger als die Vollformat-Pendants. Wegen des Crop-Faktors fangen die kurzen Brennweiten bei 10 bis 12 mm an.
Bei den Objektiven der Fremdhersteller ist die Auswahl ungleich größer:
Carl Zeiss 15 mm / F 2,8 DISTAGON T*. Das Traumobjektiv für Nordlichtfotografie. Mit 2600 Euro nicht gerade ein Schnäppchen und deshalb auch etwas außerhalb unserer Möglichkeiten. Filter lassen sich einschrauben und auf Wunsch kann die eingebaute Sonnenblende vom Werksservice entfernt werden (Für Vollformat geeignet).
Walimex Pro 14 mm 1:2,8. Die preisgünstige Variante mit manueller Scharfstellung und ordentlicher Abbildungsleistung für knapp 400 Euro. Wird auch unter der Marke Samyang angeboten. Achtung, die Serienstreuung ist sehr hoch, also auch die Chance, bei der Erstlieferung eine Gurke zu erwischen (Für Vollformat geeignet).
TokinaAT-X Pro, 11-16mm, f/2,8. Haben wir und sind voll zufrieden damit. Die Abbildungsleistung ist sehr gut, nur gegen Streulicht ist es relativ empfindlich. Da solltet ihr bei Nachtaufnahmen darauf achten, dass keine starken Lichtquellen im Bild sind. Das ATX-Pro kostet circa 600 Euro (Für APS-Format).
Tamron SP AF 17-50mm 2,8 Di II VC. Es muss nicht immer Superweitwinkel sein. Das 17-50 ist Gunters bildstabilisiertes Standardobjektiv an seiner 7D. Wegen der Bildualität und der hohen Lichtstärke ist es eine gute Wahl fürs Nordlicht, auch wenn es nicht extrem weitwinklig ist. Mit ungefähr 350 Euro ist es auch noch günstig (Für APS-Format).
Tamron SP 15-30mm Weitwinkel Objektiv F/2.8 Di VC USD G2 . Wen das Gewicht von 1,1 kg nicht stört, erhält für gut 1000 Euro ein hervorragendes modernes Ultraweitwinkelzoom mit durchgehend hoher Lichtstärke. Damit macht auch die Fotografie abseits vom Polarlicht Spaß. Wie fast alle Superweitwinkelobjektive hat es kein Filtergewinde (Für Vollformat geeignet).
Sigma 14-24mm F2,8 DG HSM Art. Die neue Art-Serie von Sigma steht für exzellente optische Leistung. Die hat mit 1300 Euro allerdings ihren Preis. Dafür bekommt ihr immerhin 1,1 kg wasserdichtes High-Tech-Zubehör (Für Vollformat geeignet).
3. Das RAW-Format
Bei der Nordlichtfotografie muss die Kamera ihr Bestes geben. Stellt sie deswegen auf RAW-Modus mit höchster Auflösung ein. RAW-Dateien brauchen zwar noch eine Konvertierung in betrachtbare und druckbare Bilder, haben aber viel mehr Bildinformation gespeichert als ein JPEG. So lässt sich bei der Bearbeitung noch viel Detail herausholen. Und die Bearbeitung verändert nicht die RAW-Datei, falls mal was schiefgehen sollte.
4. Der Weißabgleich
Eine universell gültige Einstellung zu empfehlen, fällt mir hier schwer, da jedes Kameramodell anders reagiert. Wir verwenden oft den automatischen Weißabgleich und wechseln nur bei Bedarf auf die Einstellung fester Werte. Außerdem lässt sich der Weißabgleich ja bei der RAW-Bearbeitung nachträglich verstellen.
Viele Kameras erzeugen mit dem automatischen Weißabgleich (AWB) farbig gut differenzierte Bilder. Einige Fotografen schwören darauf, eine feste Farbtemperatur als Kelvin-Wert vorzugeben. Das hat seine Tücken: Je nach Mondphase, Höhe des Mondes über dem Horizont und Wolkenbedeckung schwankt die Farbtemperatur auch nachts erheblich. Vollmond wird oft mit 4000 Kelvin angegeben, brauchbare Werte wird man im Bereich zwischen 3000 und 6000 Kelvin finden.
Natürlich ist das alles Geschmacksache, der eine mag einen wärmeren, der andere einen kälteren Bildeindruck. Wichtig sind die Landschaften im Bild, die sollen real wirken.
5. Die Lichtempfindlichkeit, ISO-Werte
Auch wenn sich das Nordlicht bunt strahlend über den gesamten Himmel erstreckt, es ist relativ lichtschwach. Nur keine Hemmungen und rauf mit der Empfindlichkeit: ISO 1000 ist ein guter Richtwert. Sogar ISO 2000, also zwanzigfache Steigerung gegenüber ISO 100, oder noch höher, kann sinnvoll sein. Hier müsst ihr aber das Rauschverhalten eurer Kamera im Auge behalten.
Für die Beurteilung betrachtet ihr am Besten eure High-ISO-Probeaufnahmen am Computer bei 100%iger Vergrößerung. Oft sieht das unfein aus, lässt sich aber mit den Bildentrauschungs-, bzw. Weichzeichner-Filtern des Fotobearbeitungsprogramms auf ein augenschonendes Maß reduzieren, ohne zuviel Details zu opfern. Und im Print fällt das Rauschen lange nicht so stark auf, wie am Bildschirm.
Anzeige auf der Canon D 6 – Eigenstellt für die Nordlichtfotografie! Das „s“ steht für leise Auslösung – ist natürlich nicht unbedingt nötig :-)
6. Autofokus ausschalten und manuelles Scharfstellen
Weil der Autofokus nachts am Himmel nichts zum Fokussieren findet, müsst ihr die Schärfe vor der Aufnahme per Hand einstellen. Am sichersten auf die Unendlich-Position, damit die Sterne punktscharf kommen.
Die modernen Objektive haben leider keinen exakten Unendlich-Anschlag mehr. Wegen höherer Toleranzgrenzen in der rationellen Massenfertigung fokussieren viele auch darüber hinaus, was ja auch beim Einsatz von Autofokus kaum eine Rolle spielt. Wer also einfach den Entfernungsring bis zum Anschlag dreht, hat unter Umständen überfokussiert und erntet unscharfe Aufnahmen. Weil diese auf dem Kameradisplay trotzdem noch halbwegs scharf aussehen, ist das besonders fies. Man sieht das Malheur erst daheim am großen Monitor.
Die genaue 8-Einstellung ist zwar auf der Entfernungsskala markiert, trotzdem schadet es nicht, diese bei Tag in einer ruhigen Stunde auf Genauigkeit zu überprüfen, und sich die Position genau zu merken.
Eine andere Möglichkeit ist es, sich eine weit entfernte Lampe, oder vielleicht den Mond als Hilfe zur Scharfstellung zu nutzen. Im Live-View Modus zoomt man auf die Lichtquelle und stellt darauf scharf. Danach wählt man den gewünschten Bildausschnitt. Je nach Zoomposition ändert sich die Schärfeeinstellung und da können wenige mm entscheidend sein!
Hat das Objektiv einen optischen Stabilisator eingebaut, muss dieser unbedingt abgeschaltet werden. Dasselbe gilt für Kameragehäuse mit eingebautem Stabilisator.
Die Unendlichkeitseinstellung am 24-105 mm – Am Anschlag des Einstellrings ist das Objektiv überfokussiert, das Bild wird generell unscharf.
Die Unendlichkeitseinstellung am 24-105 mm – Das ist die theroretische Unendlich-Position. Es ist aber immer besser, vor Ort die Schärfe nachzuprüfen. Je nach Brennweite und Außentemperatur kann der Schärfepunkt auch „wandern“.
7. Belichtung mit Zeitautomatik (A) oder manuell (M und B)
Die wichtigen Einstellungen verbergen sich hinter den Buchstaben A, M und B. Diese lassen dem Fotografen die nötige Kontrolle über Zeit- und Blendeneinstellung.
A (oder Av) steht für Zeitautomatik (Aperture Value = fester Blendenwert). Die Blende wird auf die größtmögliche Öffnung (kleinste Zahl) eingestellt, die Kamera sucht sich automatisch die passende Zeit dazu aus, bei maximal 30 Sekunden ist in der Regel Schluss.
Ist die Aufnahme dann immer noch zu dunkel, kann die ISO-Zahl weiter erhöht werden. Viele Kameramodelle neigen nachts, speziell wenn Lichtquellen im Bild sind, zur Unterbelichtung. Da kann man die Belichtungskorrektur ruhig auf +1 oder höher stellen.
M steht für manuelle Belichtung. Blende und Zeit werden hier von Hand eingestellt. Der Zeitbereich reicht auch wieder bis zu 30 oder 60 Sekunden. Für die Erfolgskontrolle sieht man sich nach der Aufnahme das Histogramm im Display genau an.
Mit der Info-Taste lässt sich im Betrachtungsmodus das Histogramm zuschalten, welches die Helligkeitsverteilung im Bild anhand eines Diagramms darstellt.
Das lässt sich hervorragend für Belichtungskorrekturen nutzen. Zeigt das Histogramm ein hohes, eng gedrängtes Gebirge am linken Rand der Grafik, ist das Bild zu dunkel. Durch längere Belichtungszeit spreizt sich der „Belichtungshügel“ weiter Richtung Mitte des Histogramms, die Qualität der Bildinformation steigt spürbar an.
Theoretisch ist eine Verteilung über den ganzen Diagrammbereich ideal, das ist aber bei Nachtaufnahmen nicht nötig, Es ist O.K., wenn sich der „Belichtungshügel“ über das linke Viertel bis Drittel erstreckt.
Nordlicht-Histogramm, aus RAW Konvertiertes Foto
B steht für Bulb. Hier bleibt der Kameraverschluss so lange offen, wie der Auslöseknopf gedrückt wird. So sind fast beliebig lange Zeiten realisierbar. Was natürlich mit einem feststellbaren Kabelauslöser viel bequemer ist. B wird hauptsächlich für Belichtungen über dreißig Sekunden eingesetzt. Auch hier erfolgt die Kontrolle mithilfe des Histogramms.
Programmwählrad der Canon 6 D – wir nutzen entweder M, B oder AV mit den entsprechenden Plus Korrenturen!
Die beste Belichtungszeit für Nordlicht ist die kürzestmögliche. Die Technik bestimmt die Grenzen des Machbaren, gewöhnlich landet man im Zeitenbereich zwischen zwei und dreißig Sekunden. Das ist abhängig von der Intensität und der Beweglichkeit des Nordlichts und vom vorhandenem Mondlicht. Länger als eine halbe Minute solltet ihr auch nicht belichten, weil sich aufgrund der Erddrehung die Sterne auf dem Bild oval verformen und bei noch längeren Zeiten zu Strichen werden. Richtig lange Sternbahnen auf Fotos sind meist das Resultat von Stunden der Belichtung.
Wie nützlich so eine LED-Leuchte oder Mini-Taschenlampe ist, zeigt sich meist erst dann, wenn man sie vergessen hat. Im Dunkeln schnell mal einen Einstellknopf finden oder die Entfernungsskala am Objektiv kontrollieren ist ohne sie fast unmöglich. Etwas kleines, nicht allzu helles hat sogar Vorteile. Zu helle Lichtschleudern blenden nicht nur eventuell anwesende Fotografenkollegen, und ruinieren auch noch deren Bilder, auch die eigenen Augen verlieren die Adaption an die Dunkelheit.
Ein lichtstarke Mini-Taschenlampe für den Schlüsselbund kann man gut gebrauchen, um größere Gebäude während der Aufnahme auszuleuchten: LiteXpress Mini Palm 101 schwarz
Vordergrund mit ganz schwacher Lampe beleuchtet! So wirkt sich das bei hoher ISO aus! – Auch mit kleinen Leuchten kann man die Fotokollegen gewaltig nerven. Eine rote Lampe ist besser als eine weiße, weil es die Anpassung der Augen an die Dunkelheit weniger stört!
Kabelauslöser zum sanften verwacklungsfreien Auslösen! Fast alle Modelle haben einen arretierbaren Knopf für manuelle Langzeitbelichtung (siehe B-Modus). Die teureren sind programmierbar für Intervall- und Serienaufnahmen. Bitte achtet beim Kauf darauf, dass der gewünschte Auslöser an eure Kamera passt. Nicht alle Modelle eines Herstellers müssen den gleichen Anschluss haben.
CANON-Timer – es kann auch ein ganz einfacher sein!
Standfestes Stativ! Wir empfehlen generell, ein ordentliches Markenstativ zu kaufen, mit stabilem Kugelkopf und Schnellarretiersystem für die Kamera. Das erscheint zwar auf den ersten Blick recht teuer, hält aber ein Leben und viele Kameragenerationen lang, während Billigstative oft schon nach kurzer Zeit ihr Leben aushauchen und den Müllberg vergrößern. Die Materialfrage Alu oder Carbon ist primär eine Geldsache. Das teurere Carbon ist leichter und etwas schwingungsärmer, aber anfälliger gegen mechanische Einwirkung, und es kann in extremer Kälte brüchig werden. Noch ein kleiner Tipp für Aufstellung im Tiefschnee: Schnee vorher gut festtrampeln, sonst kann sich das Dreibein wieder hoch aus dem Schnee herausschieben, oder es sackt langsam tiefer ein.
Wir nutzen so ein Stativ: Manfrotto 190XPROB, das beliebte und günstige Reisestativ. Der Nachfolger ist zwar variabler, aber erheblich teurer geworden.
Ein Kugelkopf dazu: Der FLM CB-32 E ist leicht und ohne Schnickschnack. Gut für Outdoor da einfach zu reinigen. Und er hält bombenfest. Die teureren FLM-Köpfe haben mehr Einstellmöglichkeiten und Schnellspannplatten dabei.
Ersatzakkus! Zwei bis drei zusätzliche Akkus kann man leicht unter der warmen Jacke bereithalten, in starker Kälte ist die Batteriekapazität reduziert. Es müssen nicht die teuren Original-Akkus sein, wir haben sogar festgestellt, dass Fremd-Akkus aus verlässlichen Quellen nicht nur viel billiger, sondern teilweise auch leistungsfähiger sind.
Hast du Nordlicht fotografiert bist aber mit den Fotos nicht zufrieden? Vielleicht liegt es an der RAW Konvertierung? Darüber berichten wir dann ausführlich im nächsten Teil des Tutorials! Gerne kannst Du uns mal eines der Fotos schicken – ich würde dazu meine Meinung äußern, Verbesserungsvorschläge machen und es „bearbeiten“! Also: Mutige vor
Auf Nummer sicher gehen!
Wenn du ganz sicher sein möchtest, dass du vor der langersehnten Reise fit bist für die Nordlichtfotografie kannst du bei uns ein individuelles Coachng machen und im ausführlichen, persönlichen Gespräch mit uns nochmal alle Fragen beantwortet haben. Schau dir unser individuelles Workshop Angebot an.
https://www.5reicherts.com/wp-content/uploads/2014/01/UN_7806-n.jpg467700Gunterhttps://www.5reicherts.com/wp-content/uploads/2021/03/Leuchtturm-o.pngGunter2014-01-20 20:35:402023-03-24 12:27:08Nordlichtfotografie Teil 7 – Kameraausrüstung und ausführliche Anleitung
Für deine Nordlicht Reise bieten sich unterschiedliche Übernachtungsmöglichkeiten an. Die richten sich sehr nach deinen üblichen Reisearten. Es ist möglich, mit dem Wohemobil zu den Nordlichtern zu fahren. Aber auch Ferienwohnungen und Unterkünfte bei privaten Gastgebern, wie zum Beispiel Servas, bieten sich an.
2. Ferienhäuser und Apartements mit Selbstversorgung
Ich schätze mal, das ist die bevorzugte Art, einen Winterurlaub im Norden zu verbringen. Ferienwohnungen in Norwegen stehen oft einsam in freier Natur, oder sind Teil kleiner Siedlungen. Im Winter sind sie aber knapp und teuer. Es empfiehlt sich also, früh zu buchen. Der Preis relativiert sich, wenn man die Kosten auf vier bis sechs Personen verteilen kann. Die Selbstversorgung macht zeitlich unabhängig und ist viel preiswerter als Restaurantbesuche. Vor allem sind geöffnete Restaurants außerhalb der wenigen Städte sehr dünn gesät und generell teuer.
Informationen zu Ferienhäusern, Hotels und Sehenswürdigkeiten findest du bei Visit Norway.
Kirche in Hov, Lofoten
eher nicht zur Übernachtung geeignet! Vielleicht später ….
Hov, Lofoten
Nordlicht über dem Hafen von Stø, Vesterålen
Nordlicht über dem Hafen von Stø, Vesterålen
Nordlicht in Luleå, Schweden
3. Hotels, Jugendherbergen und Gästehäuser
Damit haben wir nur begrenzt Erfahrung, weil es nicht zu unserem bevorzugten Reisestil passt. Hotels und Jugendherbergen sind nur in den größeren Ansiedlungen zu finden, Gästehäuser auch in kleineren Ortschaften. Ich war einmal im Winter in Henningsvaer im Hotel und fühlte mich sehr wohl. Zu bedenken ist, dass viele Hotels im Januar und Februar noch geschlossen haben! Das Hotel auf den Vesterålen, wo wir auf die Reperatur unseres Mobils gewartet hatten, war weniger gut, als Pension für 50 Euro die Nacht hätte ich es O.K. gefunden, für 250 Euro war es einfach für das Gebotene zu teuer.
Für Hotelgäste beginnt die Nordlichtjagd mit Fahrerei. Raus aus der Stadt und geguckt, wo kein künstliches Licht mehr stört. Gästehäuser in landschaftlich schöner Lage, wie der Friisgarden in Ramberg, bieten auf Nordlichtinteressierte zugeschnittenes Wochenprogramm mit Halbpension an.
UND das Essen ist ein enorm wichtiger Faktor! Es gibt keine nennenswerte Auswahl an Restaurants, die auch im Winter geöffnet sind. Nun, auch im Sommer ist das Angebot noch sehr überschaubar im Vergleich zu belebteren Regionen. Aber, und das ist das Hauptargument für eine Unterkunft mit Verpflegung: im Winter ist es kalt! Klare Ansage, was? Die Nordlichtfotografie ist eine sehr anstrengende Unternehmung. Mit Fotogepäck stapft man durch hohen Schnee, setzt sich kaltem Wind aus, wartet teilweise stundenlang mitten in der Nacht. Das kostet Kalorien. Ich schaffte es bei unserem langen Winteraufenthalt nicht, genügend Nahrung in mich hinein zu stopfen. Ich verlor massiv an Gewicht und war hinterher rappeldürr! Viel zu dünn! Jetzt denke nicht: gut, ich brauch eh eine Diät :-) Schaufel rein, was geht, du brauchst es.
4. Couchsurfing
Das ist die unter jüngeren Alleinreisenden eine beliebte Methode. Im Internet findet man die entsprechenden Seiten, allgemeine Infos gibt es unter Couchsurfing.de. Wir haben bisher keine Erfahrung mit Couchsurfing gemacht, deswegen fragten wir Timo der das Blog „Bruder Leichtfuß“ betreibt. Er war erst im Oktober auf den Vesterålen als Couchsurfer unterwegs.
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Couchsurfing gehört für mich zu den schönsten Dingen, die man auf Reisen überhaupt tun kann! – Text & Fotos von Timo Peters, Bruder Leichtfuß
Ihr kennt das Prinzip nicht? Dann wird es sich für euch vielleicht erst einmal komisch anhören: Menschen stellen Reisenden, die in ihrer Gegend unterwegs sind, Schlafplätze in ihrer Wohnung zur Verfügung, und zwar umsonst, ohne jede verpflichtende Gegenleistung, und ohne sich vorher jemals getroffen zu haben.
Surfer lernen ihre Hosts nur online kennen, Vertrauen wird durch ein öffentliches Bewertungssystem hergestellt: Nachdem eine Couch gesurft wurde, bewerten sich Surfer und Host gegenseitig und die Bewertungen sind öffentlich für jedes Couchsurfing-Mitglied zu sehen. Das war’s, und es funktioniert.
Ich bin auf meinen Reisen schon oft bei Couchsurfern untergekommen, und habe ähnlich vielen Surfern den Platz auf meiner Couch in Hamburg überlassen – und habe bislang ausschließlich unglaublich tolle Erfahrungen gemacht. Als Host genieße ich es, mir mit den Reisenden ein bisschen Reiseatmosphäre zu mir nach Hause zu holen – plötzlich stoßen spannende Menschen, die oft gerade echte Abenteuer erleben, in meinen Alltag.
Außerdem bringen Surfer immer irgendeine Art von „Gegenleistung“: Oft kochen sie ein typisches Gericht aus der Heimat für mich, meistens haben sie spannende Geschichten auf Lager und immer sind sie eines: tierisch dankbar für meine Gastfreundschaft.
Wenn ich die Couchs der Welt besurfe, beeindruckt mich immer wieder die Gastfreundschaft und das Vertrauen, die Couchsurfer fremden Menschen entgegen bringen. Ich habe schon oft nach wenigen Minuten einen eigenen Wohnungsschlüssel in die Hand gedrückt bekommen, viele Partys erlebt und Orte gesehen, auf die ich als Tourist vom Hostel aus niemals gestoßen wäre. Dazu gibt es Stadtführungen aus allererster Hand und die besten Tipps, was ich in meinem Reiseland nicht verpassen darf.
Genauso ging es mir auch, als ich kürzlich eine Couch in Stokmarknes auf den Vesterålen in Nord-Norwegen surfen durfte. Zunächst bekam ich nicht nur eine Couch, sondern sogar mein eigenes Zimmer. Wie so oft verstand ich mich mit der jungen Familie, die mich in ihr Zuhause einlud, auf Anhieb spitzenmäßig – kaum hatte ich erzählt, dass ich gerne mal die Nordlichter sehen würde, boten David und Linda mir ihre Polarcampingausrüstung an, um auch jetzt im Winter campen gehen zu können. Obendrauf gab es ihr Auto – schließlich müsse ich ja auch an den perfekten Ort gelangen und das Bussystem auf den Vesterålen sei nicht wirklich gut.
Zwei Tage lang war ich also mit dem Auto meiner Hosts auf den Vesterålen unterwegs, habe in ihrem Zelt übernachtet und in ihrem Schlafsack geschlafen – da kannten wir uns gerade mal 24 Stunden! Als Krönung meines Vesterålen-Trips gab es am letzen Tag noch eine Inselrundfahrt zu Davids Lieblingsplätzen – inklusive seinem Lieblingsstrand Taen, den ich sonst niemals entdeckt hätte.
Fast jede meiner Couchsurfing-Erfahrungen hinterließ bei mir ein fast euphorisches Gefühl: Die Menschen sind gut! Ich freue mich riesig darauf, wenn David und Linda mich irgendwann in Hamburg besuchen kommen – sie bekommen dann auf jeden Fall das volle Couchsurfing-Programm von mir!
So wird es beim Couchsurfing fast zur Nebensache, was gerade in teueren Ländern wie Norwegen dennoch eine große Hilfe für Low-Budget-Reisende ist: Eine Übernachtung „bezahle“ ich meist mit einem Bauernfrühstück nach Omas Art. Auch, wenn meinen Hosts meist auch ein einfaches Lächeln und ein „Dankeschön!“ reichen würde.
Wir selbst waren jahrelang Mitglieder bei Servas, was so ähnlich wie Couchsurfing ist. Allerdings muss man da zuerst zu einem Interview und die Gastgeberlisten gibt es als gedruckte Hefte. Es war schwierig Gastgeber zu finden, die fünf Reisende auf einmal beherbergen können. Deswegen machen wir es nicht mehr. Trotzallem erlebten wir ähnlich herzliche Gastfreundschaft wie Timo und wir werden diese Reiseart in Zukunft garantiert nicht aus den Augen verlieren.
5. Woofing
Über das Woofen hatten wir bereits ausführlich geschrieben, als wir diese Reiseart eher durch Zufall und unfreiwillig auf Elenas Leuchtturminsel ausprobieren durften. Das war der absolute Höhepunkt unserer letzten Reise! Ein ganz besonderes Erlebnis besonders für die Kinder.
Wir hatten bei unserem langen Winteraufenthalt auf das Haus einer Freundin aufgepasst. Es gibt sicher Agenturen, die Häuser vermitteln, damit haben wir leider keine Erfahrung. Diese Seite listet ein paar Häuser: http://www.sabbaticalhomes.com/Home-Exchange-Country-Norway
Hat jemand Erfahrung damit?
Du träumst davon wenigstens einmal im Leben Nordlicht zu sehen? Jetzt hast du keine Ausrede mehr! Alles ist möglich! Auf gehts!
Die Kurzanleitung Nordlichtfotografie als PDF zum Ausdrucken gibt es kostenlos für Newsletterabonnenten
https://www.5reicherts.com/wp-content/uploads/2013/12/GReich-7712vnoise.jpg467700Gabihttps://www.5reicherts.com/wp-content/uploads/2021/03/Leuchtturm-o.pngGabi2013-12-20 22:24:192023-03-24 12:34:47Nordlichtfotografie Teil 6 – in welchem Bettchen soll ich schlafen?
Es gibt etliche Möglichkeiten, in Norwegen zu Reisen und dabei Nordlicht zu fotografieren.
1. Mit dem Wohnmobil
Wir mögen den September als Reisemonat besonders gern, weil wir noch mit dem Wohnmobil unterwegs sein können. Damit sind wir flexibel und können dorthin fahren, wo die Landschaft und das Wetter die beste Sicht auf das Nordlicht ermöglichen.In letzten live Bericht konntet ihr ja ausführlich lesen, wie wir das machen! Deswegen gibt es hier nur ein Foto von Wohnmobil und Nordlicht.
Unser Wohnmobil unter dem Nordlicht
Doch es muss nicht unbedingt ein Wohnmobil sein, Alleinreisende oder Ehepaare können auch kleinere Fahrzeuge nutzen. Und das sogar im Winter.
Lest die Erfahrungsberichte von Thomas, Rita und Lutz!
Thomas Härtrich mit dem Caddy in Nord Norwegen
Thomas Härtrich ist im Internet unter www.Norwegenfotograf.de zu finden. Er rief mich eines Tages an, weil er Fragen über das Nordlicht hatte. Seither telefonieren wir öfters mal. Auf unserer letzten Reise trafen wir uns tatsächlich in Norwegen und verbrachten ein paar Tage gemeinsam auf Litløy Fyr. Thomas reist meist allein mit seinem VW Caddy.
Gabi: Wie oft warst Du schon im Winter im Norden unterwegs? Und wie lange bist Du unterwegs?
Thomas: Im „richtigen“ Winter bisher zweimal. Um die Aurora Borealis zu fotografieren, bin ich auch gerne im September/Oktober in Nordskandinavien. Meine Touren in den Hohen Norden dauern mindestens vier Wochen, die Fahrzeiten für An- und Abreise sind nicht nur bei Eis und Schnee ziemlich lang.
Gabi: Stelle mal Dein Auto vor – das ist ja mehr als nur ein Fortbewegungsmittel. Du schläfst ja auch im Winter darin.
Thomas: Seit 2 ½ Jahren bin ich mit einem VW-Caddy unterwegs, den ich zum Ein-Mann-Mini-Wohnmobil für meine Bedürfnisse selbst ausgebaut habe: Hintere Sitzbank raus, eine Siebdruckplatte unten reingeschraubt, Bettkasten drauf, dazu Kompressor-Kühlschrank und zwei Boxen für Ausguss und Wasser/Abwasser. Im Internet gibt es verschiedene Ausbauanleitungen.
Der Hochdachkombi-PKW ist zum Übernachten im Winter nur eine Notlösung und man muss schon ein bisschen verrückt sein, dies zu tun. In so einem Auto kann es trotz Standheizung schnell richtig ungemütlich werden – man kann ja nicht ständig fahren oder im Daunenschlafsack liegen.
Gabi: Wie machst Du das mit der Verpflegung und dem Waschen, Toilette?
Thomas: Einen Teil meiner Verpflegung nehme ich von D aus mit, wie die „richtigen“ Wohnmobile. Brot, Milch, Vitamine usw. kaufe ich selbstverständlich frisch.
Bei Nächten im Auto bleibt es bei einer „Katzenwäsche“, die tägliche Toilette finde ich auf Rastplätzen, auf einer Fähre oder im Einkaufscenter. Zwischenübernachtungen zum Duschen, Durchwärmen oder zum Sachen trocknen sind unumgänglich. Ich besuche Freunde, nutze den geheizten Aufenthaltsraum eines Campingplatzes, miete eine Hütte… Besonders schön ist es, eine Teilstrecke auf der Hurtigruten zu fahren.
Caddy unter Nordlicht, Foto Thomas Härtrich
Gabi: Was sind die größten Vorteile dieser Reiseart für Dich als Fotograf?
Thomas: Ich bin flexibel und völlig unabhängig, kann immer dorthin fahren, wo ich fotografieren möchte. In den hellen Stunden suche ich die geeignete Location für eine Nordlichtnacht, und ich kann auch weit fahren, um wolkenfreien Himmel zu finden. Oft schneit es in den Küstengebieten westlich der Gebirge, während es dahinter in Schweden kalt und klar ist. Von einem Hotel aus auf Nordlichtjagd zu gehen, kann ich mir nicht vorstellen.
Lutz und RitaMager berichten von ihren Winter-Erfahrungen mit dem VW Campingbus
Wir haben in der Mehrzahl der Nächte in unserem California-Camper (Cali) geschlafen. Bis zu – 2°C Außentemperatur haben wir ohne durchlaufende Heizung geschlafen – zum Zudecken hatten wir unsere Federbetten dabei. Als Unterlage diente ein sogenanntes Unterbett. Zur Isolation des Innenraums hat meine Frau Alufolien (wie sie im Sommer auf die Frontscheibe gegen Sonneneinstrahlung gelegt werden) auf die serienmäßigen Gardinen unseres Calis genäht.
Unsere kälteste Nacht im VW war bei -16° C Außentemperatur. In dieser Nacht ist die Luftheizung auf Stufe 1 durchgelaufen. Da ich kurz vorher erst getankt hatte, konnte ich den Dieselverbrauch für diese 12 Stunden Heizphase recht gut errechnen und bin auf ca. 4 Liter gekommen.
Bei der An- und Abreise in den „Hohen Norden“ haben wir auch öfters in Motels übernachtet, dass ist relativ preiswert und unkompliziert. Wenn wir im VW übernachten nehmen wir gerne die Annehmlichkeiten (Toilette,Waschraum) auf den großen Rast- bzw. Parkplätzen in Anspruch. Vielen Leuten graut ja vor den großen Entfernungen und langen Fahrzeiten in Skandinavien, aber die Straßen sind auch im Winter in einem recht guten Zustand. Wir haben jetzt 2mal eine „Blitzabreise“ von den Lofoten gehabt. Wir sind um die Mittagszeit auf den Lofoten gestartet und waren am nächsten Abend südlich von Oslo.
Freischaufeln des VWs – Foto Rita Mager
Nordlicht über dem Campingplatz – Foto von Lutz Mager
VW Wintercamping, Foto Lutz Mager
Wir haben lange überlegt ob wir wieder Spikesreifen leihen sollen, sind nun aber ohne Spikes, aber mit fast neuen Winterreifen gefahren – und hatten nie Probleme. Es war mitunter sauglatt aber wir sind Berge mit 11% sehr gut hinauf und auch wieder herunter gekommen. Wichtig ist vor allem, dass man genug Abstand zum Vordermann hält und vor der Kurve bremst. Bergab fährt man eben mit kleinem Gang. Falls man aber am Berg mal anfahren muss, sollte man ein Säckchen Splitt dabei haben und für schwierige Fälle Schneeketten (haben wir beides nie gebraucht).
Nachdem ich in Särna in den Straßengraben gerutscht war, habe ich mir eine ordentliche Schneeschaufel zugelegt und die habe ich oft gebraucht, um meinen Parkplatz an den Campinghütten freizuschaufeln.
Auf den Lofoten hatten wir uns in einer Hütte auf dem Campingplatz in eingemietet. Die für max. 4 Personen geeignete Hütte kostete ca. 70 € pro Nacht.
Die Kurzanleitung Nordlichtfotografie als PDF zum Ausdrucken gibt es kostenlos für Newsletterabonnenten
https://www.5reicherts.com/wp-content/uploads/2013/12/MG_4359.jpg533800Gabihttps://www.5reicherts.com/wp-content/uploads/2021/03/Leuchtturm-o.pngGabi2013-12-18 22:29:132023-03-24 12:34:04Nordlichtfotografie Teil 5 – Unterkünfte: Wohnmobil und Auto