Der höchste Leuchtturm Spaniens und der sauberste Strand – Chipiona, Andalusien

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Wir erreichen Andalusien

Heute ist der Tag, an dem wir in Andalusien ankommen würden. Noch sind wir nicht sicher, ob wir erst ans Meer wollen, oder in Sevilla eine Stadttour machen sollen. Der Verkehr in die Stadt hilft uns, die Entscheidung für das Meer zu treffen. Es staut sich schon weit vor der Stadtausfahrt.

Stellplatz mit Campingplatzflair zum fairen Preis – mit WIFI

Nachmittags erreichen wir bei Sonnenschein das Meer. In Sanlucar de Barameda fahren wir einen Stellplatz mit Campingplatzcharakter an. Der Platz ist mit 8 Euro sehr günstig, hat Dusche, Toilette, viel Platz und schnelles WiFi.
Ich erkunde direkt den Strand. Der ist ganz nett, aber nicht bemerkenswert. Einige Häuser stehen ziemlich weit vorne am Strand. Es sieht schmutzig aus und runtergekommen. In einem Wasserkanal, der völlig verdreckt ist, quaken Frösche. Als das Licht abends gut wird, wollen Gunter und ich am Strand entlang laufen. Ich hatte da eine Landspitze ausgemacht, die ich mir gern angesehen hätte.

Der Strand am Stellplatz

Der Strand am Stellplatz

Sackgassen

Doch nun ist die Flut so hoch, dass die Häuser den Weg absperren. Da kommen wir zu beiden Richtungen nicht vorbei. Nun, dann laufen wir einfach ne Gasse lang und dann dahinter wieder am Strand, denken wir uns. Wir laufen und laufen und plötzlich stehen wir vor einer verschlossenen Tür. Da war kein Hinweisschild, dass es eine Sackgasse ist. Also wieder zurück und in die andere Richtung. Das gleiche Spiel. Und die Gassen sind nicht mal schön. So macht das keinen Spaß. Wir geben auf. Überall nur Sackgassen.

Der Leuchtturm von Chipiona

Der Leuchtturm von Chipiona

Chipiona – der höchste Leuchtturm Spaniens

Am nächsten Morgen packen wir die Räder aus und fahren Richtung Süden nach Chipioia. Dort steht der höchste Leuchtturm Spaniens. Auf dem Navi hat Gunter sich die Strecke angesehen und gecheckt, wie wir fahren müssen. Ich habe sicherheitshalber das Smartphone mit Landkarten in der Hosentasche und los geht’s ins Gassenwirrwarr. Doch wir haben Glück, finden einen guten Radweg und sind relativ schnell die ca. 6 km gefahren. Der von Palmen gesäumte Leuchtturm sieht im Morgenlicht wunderbar aus. Wir haben Freude an der Fotografie. Leider hat der Leuchtturm nicht geöffnet – ich hätte den natürlich gern besichtigt. Da steht eine Telefonnummer an, die man anrufen muss, um einen Termin zu vereinbaren. Oder man soll im Touristenbüro nachfragen. Da fahren wir versehentlich dran vorbei auf dem Rückweg.

Leuchtturm von Chipiona, Spanien

Leuchtturm von Chipiona, Spanien

Schöne Gezeitenbecken in Chipiona, Spanien

Schöne Gezeitenbecken in Chipiona, Spanien

Einer der saubersten Strände Spaniens in Chipiona

Der große Strand von Chipiona ist einer der besten und saubersten Strände Spaniens. Auch jetzt Anfang Mai tummeln sich einige Leute am Strand. Gut verteilt stehen bunte Sonnenschirme im Sand. Wir ziehen die Schuhe aus und laufen im Wasser. Fotografieren mal in die Richtung und mal wieder in die andere.
Der Rückweg zum Stellplatz ist genauso einfach, wir sind in den drei, vier Stunden auf dem Rad ein klein wenig rot geworden in der Sonne.
Mittags machen wir Siesta, ruhen uns aus, schlafen sogar ein und schreiben dann noch fürs Blog. Die Leute auf dem Platz sind sehr freundlich, wir finden ein paar Gesprächspartner.

Leuchtturm in Bonanza

In die andere Richtung soll es im Ort Bonanza (!) auch noch einen Leuchtturm geben. Gunter überlegt, mit dem Mobil zu fahren, mir ist das Rad lieber. Was ich noch bereuen werde. Denn in diese Richtung gibt es keinen Radweg. Wir fahren in schlechter Abgasluft mit dem Verkehr. Auf dem Hinweg finden wir die Strandpromenade. Dort radeln wir durch schlendernde Menschenmassen. Die Promenade sieht gepflegt und angenehm aus. Bonanza hat vielleicht wegen des Namens was von Wildwest. Alles ist etwas schäbig, selbst die Boote, die am Strand liegen, haben schon weitaus bessere Tage gesehen. Sie müssen im verdreckten Strand als Motivbeiwerk für das Leuchtturmfoto herhalten. Der steht nämlich im Hafenindustriegebiet mit einem eher hässlichen Zaun. Aber erst muss Gunter den grobsten Dreck wegräumen. Vor dem Leuchtturm stehen Zitronenbäume, ein paar Früchte hängen noch am Baum, die meisten liegen verschimmelt und vergammelt am Boden. Wir versuchen, das beste aus dem Motiv herauszuholen. Dabei wäre das so ein schöner Leuchtturm. Wie schade, dass diese bewundernswerten Bauwerke nicht in Schuss gehalten werden.

Leuchtturm in Bonanza

Leuchtturm in Bonanza

Leuchtturm in Bonanza

Leuchtturm in Bonanza

Auf dem Rückweg kommen wir gewaltig von der geplanten Route ab. Wir stecken jetzt im Verkehr des Industriegebietes fest. Vermeintliche Abkürzungen Richtung Küste enden mal wieder in Sackgassen oder auf Privatgelände. Stünde doch nur an der Einfahrt ein Schild?! Hier, mitten in den Bussen und LKW, ist die Luft noch schlechter. Ich bin leicht genervt, denn ich hatte mir das so vorgestellt, dass ich auf dem Rückweg noch mal ein paar Fotos von der Strandpromenade von Sanlucar mache und kurz ins Städtchen schaue. Das war dann wohl ein Satz mit X.

Letztendlich haben wir an dem Tag 30 km mit dem schweren Fotorucksack auf dem Rücken in der prallen Sonne hinter uns. Wie klasse, dass es auf dem Platz ne heiße Dusche für uns gab. Übrigens wirft man in Spanien anscheinend das Klopapier nicht ins Klo, sondern einen Mülleimer.
Ich bin hundemüde, lade aber trotzdem noch die Fotos runter und schreibe am Blog. Das schnelle WiFi will ich nutzen.

30. April

 

Gabi

hier schreibt Gabi

Ich liebe das Reisen, die Fotografie und meine Familie!
Am besten - alles zusammen!

Autor: Gabi

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7 Kommentare

    • Die Zitronen an den Bäumen haben wir fotografiert. Die auf dem Boden nicht. War ja alles eingezäunt und wir schauten nur durch den Zaun hinein.

      Insgesamt hat das Ganze aber was. Es wirkt durch die Palmen und Zitronen so exotisch. Und diese knalligen Farben…
      liebe Grüße
      Gabi

  1. Hallo !
    Ja, der Süden Europas ist doch etwas anderes als Skandinavien 😉 .
    Unseren ersten Urlaub in Spanien habe wir nach 4 Tagen abgebrochen, weil uns ein Spanier das Auto gerammt hat. Damals habe ich mir gesagt – nie wieder Spanien. Inzwischen ist das 25 Jahre her, und wir waren noch mehrmals in Spanien und Portugal. Orientierungsmäßig kann ich euch nur einen Tipp geben – nutzt Google Maps so oft wie möglich. Bei vielen Strecken funktioniert sogar Street View. Ich mache mir dann Screenshots und speichere die Fotos, da kann ich mich auch ohne Netz schnell mal orientieren. https://is.gd/lT7NAK
    Weiterhin gute Fahrt und tolle Fotos!

    • Hi Lutz, ja google maps wäre gut. Ich habe aber nur 2 GB Traffic auf der Sim Karte. Ich habe auf dem Handy die Europa karten, manchmal funktionieren die auch.
      Wir wollten ursprünglich gar nicht so weit in den Süden – deswegen fehlte die Planung etwas 🙂
      liebe Grüße
      Gabi

  2. Der Leuchtturm schein ja wirklich ein wunderschönes Bauwerk zu sein, sogar mit Mosaikarbeiten unter der Turmspitze.
    Ist natürlich schade, wenn dann das Drumherum nicht so dolle ist. Drücke Euch die Daumen, daß es beim nächsten Leuchtturm besser klappt und Euch unterwegs nicht wieder unzählige Sackgassen aufhalten.
    Gruß

    • Danke Ricarda – ich denke, wir müssen uns erst an das „neue“ Land gewöhnen. Wenn man eine Beschilderung der Sackgassen erwartet, dann ist es anstrengend. Jetzt wissen wir, dass die nicht immer da ist und checken vorher mit dem Navi. Also, wieder was gelernt.
      Vielleicht werden die Strände ja noch sauber gemacht bevor die Menge an Touristen kommt?
      Ich hätte ja gern einen Strand aufgeräumt, war aber etwas überwältigt.
      liebe Grüße
      Gabi

  3. Hallo Gabi
    Die Farben sind wunderschön…..aber der Süden spricht mich nicht an! Ich freue mich aufs Baltikum und Finnlandim Juli und August.
    Wo ist Grindel??
    Viele liebe Grüße Heidrun

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