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06. Mai 2013

Fähre Lerwick – Aberdeen, danach direkt Fähre Newcastle – Amsterdam

Unsere letzter Tag auf den Shelands war mit Aktivitäten und neuen Eindrücken angefüllt. Darüber habe ich bereits in den vorigen Blogbeiträgen berichtet.

Um 17:00 Uhr sollte  die  Fähre von Lerwick nach Aberdeen fahren. Das Wetter war wieder traumhaft. Die Sonne schien, große, schwere Wolken verzierten den blauen Himmel. Regional schneiten sie in dramatischer Schönheit ab.

In der warmen, fast schon heißen Sonne, warteten wir darauf, endlich auf das Schiff fahren zu können. Ich vertrieb mir die Zeit im langen Gespräch mit einem Ehepaar und deren Enkelin aus Südengland. Während der langen Fährfahrt setzten wir dieses Gespräch an den unterschiedlichsten Orten fort. Mal trafen wir uns auf Deck, dann beim Frühstück….

Die Hrossey in Lerwick

Die Hrossey in Lerwick – mit offenem “Maul”, welches die großen Lastwagen verschluckte, während wir staunend zuschauten.

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03. Mai 2013

Robbe beim Lunch, Lerwick, Shetland

Nachdem wir Mary und Tommy Isbister kennengelernt hatten fuhren wir die engen Gassen jenseits des Tesco Supermarkts entlang um uns mit einem letzten Blick auf Bressay und den Leuchtturm zu verabschieden. Träge lagen zahlreiche Robben auf dem Felsen in der Sonne. Der Leuchtturm war auch da! Ich nahm die Kamera mit dem Tele und lief los. Vor mir schwamm eine Robbe im Wasser. Es gab einen Tumult, ich schaute näher. Der Meeressäuger kämpfte mit einem großen Dorsch. Noch wehrte sich der Fisch mit wildem Um-Sich-Schlagen. Er hatte keine Chance. Ich war so nah, dass ich das Zerreißen des Fisches hören konnte. Die Robbe störte sich nicht an mir, auch, als ich näher kam. So klickte ich lächelnd vor mich hin! Was für ein schönes Abschiedsgeschenk! Danke, Shetland!

Erst als der Dorsch restlos in der Robbe verschwunden war, machte ich mich auf den Weg zum Wagen, die Robbe schwamm hinaus aufs Meer!

Wir hatten noch Zeit, aßen ein letztes Mal Pommes im Hafen von Lerwick, besuchten noch einmal den Buchladen. Ach, wie schade, dass die drei Wochen schon vorbei waren. Jetzt würde alles grün werden, danach kämen die Blumen und natürlich die Puffins! Da macht sich bereits Wehmut breit und wir sind noch nicht mal weg.

Wieder war ich den ganzen Nachmittag in anregende, nette Gespräche vertieft. Die Shetländer sind was ganz Besonderes! Wir kommen ganz sicher wieder!

Von den Fährfahrten – ja, das waren zwei Nachtfähren hintereinander – berichte ich dann im nächsten Blogpost!

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02. Mai 2013

Der Broch von Clickimin, Lerwick, Shetland

Immer wenn wir Lerwick Richtung Süden verließen, fiel uns gegenüber der National-Tankstelle ein recht umfangreiches, aber nicht sehr hohes, rundes Gebilde aus Steinmauern mit Grasbedeckung auf. Wir fanden einen Parkplatz bei der Tankstelle und liefen über die Landzunge zu dem Bauwerk hin. Außer uns war niemand da.

Clickmin Broch, Lerwick, Shetland

Clickmin Broch, Lerwick, Shetland

Clickmin Broch, Lerwick, Shetland

Clickimin Broch, Lerwick, Shetland

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29. April 2013

Mary und Tommy Isbister – Holzboote und Geigen, Burland Croft Trail

Im letzten Beitrag schrieb ich bereits über den Burland Croft Trail, den wir besuchen wollten. Vor allem waren wir an den Musik-Instrumenten von Tommy, Lilies Schwager interessiert. Gestern hatte es wegen der kurzfristig zustande gekommenen Bootstour nicht geklappt. Nun war unser letzter Tag auf den Shetlands gekommen, die Sonne schien.

Tommy Isbister mit einer handgefertigten Geige, Shetland

Tommy Isbister mit einer handgefertigten Geige, Shetland

Wir hatten noch nichts gepackt….

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22. April 2013

Bootsfahrt mit der Dunter III und Jonathan Wills nach Yell

Unsere Tage auf Shetland waren gezählt. Wir waren aber bis zum Schluss sehr aktiv und immer unterwegs. Am letzten vollen Tag saßen wir gerade bei Lily und Jan, unseren Vermietern, beim Kaffee zusammen. Die Burra Bären waren auch in diesem Haushalt präsent. Jan hatte von Wendy einen vielgetragenen und geliebten Norweger Pulli in einen Bären verwandeln lassen. Leider dachte ich nicht dran die beiden mit dem recycelten Haustier zu fotografieren. Ein Verwandter von Lily rief an, als wir gerade über die berühmten Fair Isle Pullover sprachen.  Er hätte seine guten, warmen Wollpullover zu warm gewaschen. Könnte Lily diese wohl auf ihr Holzbrett, welches speziell dafür gibt, aufspannen und den fast 40 Jahre alten Kleidungsstücken wieder ins rechte Format zu verhelfen! Diese Pullover sind kein Touristending!

Lilies Schwester betreut die Farm neben an. Sie bietet für Besucher einen Croft Trail  an. Eine kurze Wanderung führt durch die Farm, vorbei an all den traditionellen shetländischen Farmtieren. Wir sollen die beiden doch mal besuchen. Lilies Schwager Tommy ist Bootsbauer, aber er fertigt mit großer Begeisterung Geigen! Gerade war der Besuch geplant, da piepste mein Handy. Das kleine Telefon könnte fast Arbeitslosenhilfe beantragen. Es kann sowieso nur telefonieren und sms-en und selbst das macht es kaum. Jetzt hatten wir eine Nachricht von Jonathan. Wenn wir die Bressay Fähre um 10:00 Uhr nehmen würden, könnten wir nach Noss mit fahren! Es war nach 12:00 Uhr. Warum braucht eine sms nur so lange? Ich rief ihn an und er meinte, er fahre später nach Yell, um am folgenden Tag eine Gruppe Forscher nach Unst zu bringen. Gerne können wir mitfahren. Wir müßten nur dafür sorgen, dass uns in Yell auch wieder jemand abholt.

Die Dunter III wird ins Wasser gelassen

Die Dunter III wird ins Wasser gelassen

ein rießiger Kran für die Dunter III, Shetland

ein riesiger Kran für die Dunter III, Shetland

Wir warfen den Farmplan über den Haufen und machten uns auf nach Lerwick.

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19. April 2013

Jan und das Hillswick Wildlife Sanctuary, Shetland

Wir interessieren uns auf unseren Reisen am meisten für Umweltthemen. Als Naturfotograf nehme ich nicht nur die Landschaft, sondern auch Umweltprobleme sehr bewußt wahr. Die Neugier brodelt in mir, ich möchte alles über solche Projekte heraus finden und vor allem die Leute dahinter kennenlernen.
Durch Zufall las ich über ein Wildlife Sancturay in Hillswick. In einem Prospekt stand Werbung für ein vegetarisches Restaurant in dem die Speisen nichts kosten, eine freiwillige Spende für das Hillswick Wildlife Sanctuary jedoch willkommen seien. Hillswick ist in der Nähe von Eshaness, an einem sonnige Tag fuhren wir hin.
Vor der Tür standen Kisten mit Action Man Figuren, das sah nach Flohmarkt aus. Ich trat in das kleine Cafe, und fand mich in einem Second Hand Laden mit Kleidung, Küchengeräten und vielfältigem Krimskrams wieder. In einer Ecke standen Kekse, Kaffee und Tee als Erinnerung an die Cafe Vergangenheit.

Jan und der Walwirbel, Shetland

Jan und der Walwirbel, Shetland

Nachdem ich mich etwas umgeschaut hatte und nicht sicher war, ob ich den richtigen Ort gefunden hatte, kam ich mit den beiden Damen im Laden ins Gespräch. Es dauerte nur wenige Minuten, dann war klar – hier gehöre ich hin. Wir verstanden uns großartig, philosophierten direkt über das Leben, Reisen und Schulbildung.

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16. April 2013

Geräuschkulisse in der Wollmühle Jamiesons, Shetland

Eigentlich ist Jamiesons ja gar keine reine Strickerei, hier wird alles gemacht. Es wird gesponnen, gefärbt, gewebt und gestrickt.

Die Geräuschkulisse zum vorherigen Bericht über berühmte die Jamiesons Shetland Wolle habe ich im Video für Dich, lieben Leser, festgehalten. Für den Geruch solltest Du jetzt sorgen. Hmm, vielleicht weichst Du ein paar alte Wollsocken in Wasser ein und legst sie auf die Heizung. Das müßte für den nassen Wollgerucht schon mal ausreichen. Bei der Farbe bin ich mir nicht sicher, wie das am besten nachzustellen ist?? Mir kommt da gerade keine Idee. Da hilft dann doch nur die Vorstellungskraft :-)

Wir sind übrigens wieder daheim! Da wir in der letzten Woche der Reise jedoch sehr, sehr viele nette Menschen kennenlernten, werden wir sicher noch eine ganze Woche berichten können. Danach stellen wir Listen zusammen. Reisetipps, Lieblingsorte, Vergleiche und was uns noch so alles einfallen wird.

Was interessiert Dich noch? Gibt es offene Fragen? Planst Du auch eine Reise auf eine der Inseln? Nur her mit Deiner Frage! Bei uns ist noch alles ganz frisch und wir sprudeln nur so vor Begeisterung, das muss raus!

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15. April 2013

Jamiesons Shetland Wolle

Wie sieht es wohl in einer Strick-Fabrik aus? 

Es war einer der wenigen Tage, an denen die Sonne grauen Wolken für einen Nachmittag den Vortritt liess. Das Licht verwischte die Konturen der Landschaft, und hin und wieder bliess uns der Wind einige Schnee-Graupel um die Ohren. Kurz gesagt, im Freien herumzulaufen machte nicht unbedingt Spaß.
Wir erkundeten gerade die nördlichen Regionen des West-Mainlands, kleine Single-Track-Roads mit Sheep-Droppings und ziemlich menschenleer, als wir bei Sandness ein Schild mit der Aufschrift “Visitors Welcome” erspähten. Dahinter standen ein paar Fabrikhallen. Per Zufall waren wir über Jamieson’s of Shetland gestolpert, der einzigen Wollmühle und -fabrik auf Shetland, die in Familienbesitz und für ihre exquisite Wollqualität weltbekannt ist.

Jamieson Shetland Wolle

Jamieson Shetland Wolle

Hätten auf dem kleinen Mitarbeiterparkplatz nicht ein paar aktuelle Automodelle zwischen Schrottlastern gestanden, man hätte sich locker 50 Jahre zurückversetzt fühlen können. Die ganze Anlage wirkte schon etwas antiquiert und aus der Zeit gefallen.

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13. April 2013

Bushaltestelle in Unst und Inselfeeling

 Ich schaue die BBC Serie Coast regelmäßig. Als meerbegeisterter Mensch lerne ich dabei sehr viel. Die Serie inspiriert mich besonders bezüglich neuen Reisezielen. Vor vielen Jahren sah ich die Folge über die Britischen Inseln und die über Shetland. Dort wurde eine liebevoll eingerichtete Bushaltestelle in Unst im Norden Shetlands vorgestellt. Nur auf Inseln wäre so etwas möglich, auf dem Festland, auch in Schottland, würde die Einrichtung, die zu bestimmten Zeiten sogar einen Computer mit Internetanschluss hatte, zerstört, gestohlen oder beschmutzt werden. Gerade diese Bushaltestelle stand für mich als Symbol für das friedvolle Leben, wie es nur kleine Inseln ermöglichen! Noch immer erinnerte ich mich an den Moment, als ich sie zum ersten Mal in dieser Serie sah. Dieser Moment war definitiv ein Triggerimpuls für diese Reise zu den Shetlands.

Bushaltestelle in Unst, Shetland

Bushaltestelle in Unst, Shetland

Inselreisen sind schon um einiges schwieriger zu verwirklichen. Die Fähren müssen geplant und gebucht – und natürlich auch bezahlt werden. Die Überfahrten kosten nicht nur viel Zeit, sie sind auch sehr teuer. Unterkünfte kosten mehr als auf dem Festland, die Auswahl ist nicht so groß. Der Preis für Diesel ist wesentlich teurer als auf dem Festland. Wir zahlten 1,50 Pfund/Liter! Trotzdem lohnt es sich meiner Meinung nach, diese Mühen und Kosten auf sich zu nehmen.

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