Eigentlich wollten wir das Auto abends packen, doch eine Freundin besuchte uns kurzfristig, die Packlust war dahin, und wir verschoben das Ganze auf den Morgen der Abfahrt. Wir krochen also relativ früh aus den warmen Betten und legten los.
Jedesmal nehmen wir uns fest vor, leicht zu reisen. Diesmal auch. Wir hatten uns immer wieder gesagt: „Ach, das brauchen wir nicht, wir kommen auch ohne aus“. Bis das muntere Einpacken begann, waren wir alle der Ansicht, wir nehmen ja kaum was mit. Esra und ich schichteten das ganze Zeug in den geräumigen Laderaum unseres VW-Busses. Es war mal wieder viel zu viel Kram, noch eine Kiste, und da noch Wintersachen, warme Schuhe und und und.

angekommen in Amsterdam
angekommen in Amsterdam
Das Packen und eine verwirrte Navigatöse
Das Auto war voller als es uns lieb war. Wir brachen gegen 10:00 Uhr auf. Hatten ausgerechnet, dass wir dann genügend Zeit bis Amsterdam hätten. Wäre da nicht unsere immer nette Wendy – die „Navigatöse“, die mittlerweile leider keine Ahnung mehr von der Lage der Strassen hat. Sie foppte uns mehrmals, was uns mindestens eine Stunde des Hin- und Herfahrens kostete. Doch auch das hatten wir eingeplant. Im Vergleich zu Calais ist das Fährterminal von Ijmuiden winzig klein. Es wollten nur wenige Autos und deren Fahrer nach England – wer will schon in den Regen? So warteten wir noch eine Stunde und dann ging es los.

Leuchtturm in Amsterdam

- Gabi & Esra auf der Fähre
Die Kabinen tief im Bauch der Fähre
Kaum auf dem großen Schiff, suchten wir unsere Kabinen. Zu meinem Grauen lagen die noch zwei Stockwerke unter den Autodecks. Allein der Gedanke! Wir hatten drei Zweier- Kabinen buchen müssen, anders funktioniert es nicht im Forumlar der DFDS-Webpage. Wir hatten drei vierer Kabinen bekommen und durften so zu fünft in 12 Betten schlafen :-)
Die Preise des Essens!
Unseren Essenskorb hatten wir im Auto gelassen, wir dachten es wäre wohl sinnvoll, etwas auf der Fähre zu essen und dann am nächsten Tag die restlichen Brötchen zu verzehren. Doch die Preise waren leider in allen Restaurants recht hoch. Von den Fähren, die wir bisher genutzt hatten, kannten wir das in diesem Maße nicht. Ein Hamburger kostete 29 Euro!
Später fanden wir heraus, dass man das Essen mit dem Fährticket buchen kann, dann ist es wesentlich günstiger. Bei einer fünfköpfigen Familie also empfehlenswert.
Relativ früh waren wir hungrig in den Betten. Erstmals wurde mir bewußt, dass ich die Luft zum Atmen immer als gegeben hinnehme. Hier unten tat ich mich schwer, die Luft roch abgestanden, dauerrecycled und nach Chemie. Das fühlte sich nicht nach dem an, was mein Körper brauchte.
Ich stellte mir draußen das Meer und den kalten Wind mit wunderbar frischer Luft vor, als ich tief unten im Schiff lag. Gunter ging es ähnlich, er beschwerte sich zudem über das andauernde tiefe Brummen der Schiffsturbinen. Die Kids schliefen wesentlich besser. Vielleicht ist es das Alter?
Auf der Rückfahrt, übrigens – checkten wir aus diesem Grund die Preise der Kabinen mit Fenster- und siehe da: sie waren nur wenig teurer aber wesentlich freundlicher! Das werden wir nun immer so machen – ein Kabine im oberen Bereich und das Frühstück gleich mit dabei!

Esra auf der Fähre

…und Noah

Warten auf die Ankunft… die Fähre hatte Verspätung

Wir tragen unser Gepäck im Bauch des Schiffes herum

Herumsitzen in der Kabine, Diskussion, in welche Etage wir wohl sind.

Noah kämpft mit den Haaren

Ein Selbstportrait im Spiegel

Aah! Mach kein Bild von mir! :) Ich trockne mir doch grad die Haare

Noah & Amy in der Kabine
Endlich hat die Nacht ein Ende – wir wollen weiter Richtung Schottland
Lange vor dem Wecker und dem Weckdienst der Fähre wachten wir auf um frische Luft zu schnappen. Wären da nicht die vielen Raucher gewesen, welche die Außendecks bevölkerten und Frischluft zur Mangelware machten.
Die Fähre war spät dran, wir hatten mindestens eine Stunde Verspätung. Schlecht für unseren Zeitplan. Die Reise gen Westen war noch fast 600 km lang, die Wettervorhersage ließ nichts Gutes erwarten. Es sollte schneien und das tat es auch kräftig. In Perth hielten wir kurz, um eine SIM-Karte und frische Lebensmittel zu kaufen. Im immer stärker werdenden Schneefall näherten wir uns einem Pass. Die Straße hüllte sich in eine geschlossene Schneedecke! Es lag frischer, weicher Schnee auf der Fahrbahn, überholen war nicht möglich. Und vor uns, über eine Strecke von mehr als 60 km, hatte es jemand überhaupt nicht eilig… mit 10 – 20 km/h schlich also eine gigantische Autoschlange über die Hügelstraßen, angeführt von einem kleinen blauen Auto, das scheinbar nur über den ersten Gang verfügte. Einige der Fahrzeuge hatten nur Sommerreifen, sie schlingerten nur so über die Straßen. Es dauerte und dauerte. Im Schneckentempo bewegten wir uns Stunde um Stunde. Endlich kam eine Kreuzung. Doch siehe da; zum unserem Entsetzen bog die Schnecke auch vor uns ab! Ich überholte sie mutig in einer relativ übersichtlichen Kurve, jetzt sahen wir eine ältere Dame ängstlich übers Steuer gekauert, und natürlich hatte das kleine Auto Sommerreifen drauf, so wie es herumeierte. Danach kamen wir wieder mit 50-60 km/h voran.

Die Straßen waren nicht allzu komfortabel…

Schneegestöber auf dem Pass
Die lange Fahrt auf verschneiten Straßen durch Schottland
In England und Schottland gibt es nicht so viele Autobahnen wie in Deutschland, wir fuhren fast die ganze Strecke auf Landstraßen, immer mal wieder von Kreiseln unterbrochen. Der Schnee ging immer mehr in Regen über, je weiter wir nach Westen kamen. In einen sehr ergiebigen Regen, es schüttete und die Scheibenwischer schaufelten an diesem Tag zig hundert Liter Wasser von unserer Scheibe. Die letzten 200 km waren am anstrengensten, es wurde dunkel, die Strassen wurden immer gewundener. Die Landschaft wäre grandios gewesen, wir sahen sie leider nicht. Gegen 20:00 Uhr fanden wir endlich „unser“ gemietetes, sehr abgelegenes Häuschen. Drinnen war es noch recht kalt, wir zündeten das eingerichtete Kohlenfeuer an und räumten unseren Kram aus dem Auto. Dann versank ich erstmal im Sofa und ruhte mich aus. Die erste Nacht in Schottland schliefen wir alle wunderbar, tief und fest.
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Bubenheim – Amsterdam – Newcastle – Isle of Skye
Eigentlich wollten wir das Auto abends packen, doch eine Freundin besuchte uns kurzfristig, die Packlust war dahin, und wir verschoben das Ganze auf den Morgen der Abfahrt. Wir krochen also relativ früh aus den warmen Betten und legten los.
Jedesmal nehmen wir uns fest vor, leicht zu reisen. Diesmal auch. Wir hatten uns immer wieder gesagt: „Ach, das brauchen wir nicht, wir kommen auch ohne aus“. Bis das muntere Einpacken begann, waren wir alle der Ansicht, wir nehmen ja kaum was mit. Esra und ich schichteten das ganze Zeug in den geräumigen Laderaum unseres VW-Busses. Es war mal wieder viel zu viel Kram, noch eine Kiste, und da noch Wintersachen, warme Schuhe und und und.
angekommen in Amsterdam
Das Packen und eine verwirrte Navigatöse
Das Auto war voller als es uns lieb war. Wir brachen gegen 10:00 Uhr auf. Hatten ausgerechnet, dass wir dann genügend Zeit bis Amsterdam hätten. Wäre da nicht unsere immer nette Wendy – die „Navigatöse“, die mittlerweile leider keine Ahnung mehr von der Lage der Strassen hat. Sie foppte uns mehrmals, was uns mindestens eine Stunde des Hin- und Herfahrens kostete. Doch auch das hatten wir eingeplant. Im Vergleich zu Calais ist das Fährterminal von Ijmuiden winzig klein. Es wollten nur wenige Autos und deren Fahrer nach England – wer will schon in den Regen? So warteten wir noch eine Stunde und dann ging es los.
Leuchtturm in Amsterdam
Die Kabinen tief im Bauch der Fähre
Kaum auf dem großen Schiff, suchten wir unsere Kabinen. Zu meinem Grauen lagen die noch zwei Stockwerke unter den Autodecks. Allein der Gedanke! Wir hatten drei Zweier- Kabinen buchen müssen, anders funktioniert es nicht im Forumlar der DFDS-Webpage. Wir hatten drei vierer Kabinen bekommen und durften so zu fünft in 12 Betten schlafen :-)
Die Preise des Essens!
Unseren Essenskorb hatten wir im Auto gelassen, wir dachten es wäre wohl sinnvoll, etwas auf der Fähre zu essen und dann am nächsten Tag die restlichen Brötchen zu verzehren. Doch die Preise waren leider in allen Restaurants recht hoch. Von den Fähren, die wir bisher genutzt hatten, kannten wir das in diesem Maße nicht. Ein Hamburger kostete 29 Euro!
Später fanden wir heraus, dass man das Essen mit dem Fährticket buchen kann, dann ist es wesentlich günstiger. Bei einer fünfköpfigen Familie also empfehlenswert.
Relativ früh waren wir hungrig in den Betten. Erstmals wurde mir bewußt, dass ich die Luft zum Atmen immer als gegeben hinnehme. Hier unten tat ich mich schwer, die Luft roch abgestanden, dauerrecycled und nach Chemie. Das fühlte sich nicht nach dem an, was mein Körper brauchte.
Ich stellte mir draußen das Meer und den kalten Wind mit wunderbar frischer Luft vor, als ich tief unten im Schiff lag. Gunter ging es ähnlich, er beschwerte sich zudem über das andauernde tiefe Brummen der Schiffsturbinen. Die Kids schliefen wesentlich besser. Vielleicht ist es das Alter?
Auf der Rückfahrt, übrigens – checkten wir aus diesem Grund die Preise der Kabinen mit Fenster- und siehe da: sie waren nur wenig teurer aber wesentlich freundlicher! Das werden wir nun immer so machen – ein Kabine im oberen Bereich und das Frühstück gleich mit dabei!
Esra auf der Fähre
…und Noah
Warten auf die Ankunft… die Fähre hatte Verspätung
Wir tragen unser Gepäck im Bauch des Schiffes herum
Herumsitzen in der Kabine, Diskussion, in welche Etage wir wohl sind.
Noah kämpft mit den Haaren
Ein Selbstportrait im Spiegel
Aah! Mach kein Bild von mir! :) Ich trockne mir doch grad die Haare
Noah & Amy in der Kabine
Endlich hat die Nacht ein Ende – wir wollen weiter Richtung Schottland
Lange vor dem Wecker und dem Weckdienst der Fähre wachten wir auf um frische Luft zu schnappen. Wären da nicht die vielen Raucher gewesen, welche die Außendecks bevölkerten und Frischluft zur Mangelware machten.
Die Fähre war spät dran, wir hatten mindestens eine Stunde Verspätung. Schlecht für unseren Zeitplan. Die Reise gen Westen war noch fast 600 km lang, die Wettervorhersage ließ nichts Gutes erwarten. Es sollte schneien und das tat es auch kräftig. In Perth hielten wir kurz, um eine SIM-Karte und frische Lebensmittel zu kaufen. Im immer stärker werdenden Schneefall näherten wir uns einem Pass. Die Straße hüllte sich in eine geschlossene Schneedecke! Es lag frischer, weicher Schnee auf der Fahrbahn, überholen war nicht möglich. Und vor uns, über eine Strecke von mehr als 60 km, hatte es jemand überhaupt nicht eilig… mit 10 – 20 km/h schlich also eine gigantische Autoschlange über die Hügelstraßen, angeführt von einem kleinen blauen Auto, das scheinbar nur über den ersten Gang verfügte. Einige der Fahrzeuge hatten nur Sommerreifen, sie schlingerten nur so über die Straßen. Es dauerte und dauerte. Im Schneckentempo bewegten wir uns Stunde um Stunde. Endlich kam eine Kreuzung. Doch siehe da; zum unserem Entsetzen bog die Schnecke auch vor uns ab! Ich überholte sie mutig in einer relativ übersichtlichen Kurve, jetzt sahen wir eine ältere Dame ängstlich übers Steuer gekauert, und natürlich hatte das kleine Auto Sommerreifen drauf, so wie es herumeierte. Danach kamen wir wieder mit 50-60 km/h voran.
Die Straßen waren nicht allzu komfortabel…
Schneegestöber auf dem Pass
Die lange Fahrt auf verschneiten Straßen durch Schottland
In England und Schottland gibt es nicht so viele Autobahnen wie in Deutschland, wir fuhren fast die ganze Strecke auf Landstraßen, immer mal wieder von Kreiseln unterbrochen. Der Schnee ging immer mehr in Regen über, je weiter wir nach Westen kamen. In einen sehr ergiebigen Regen, es schüttete und die Scheibenwischer schaufelten an diesem Tag zig hundert Liter Wasser von unserer Scheibe. Die letzten 200 km waren am anstrengensten, es wurde dunkel, die Strassen wurden immer gewundener. Die Landschaft wäre grandios gewesen, wir sahen sie leider nicht. Gegen 20:00 Uhr fanden wir endlich „unser“ gemietetes, sehr abgelegenes Häuschen. Drinnen war es noch recht kalt, wir zündeten das eingerichtete Kohlenfeuer an und räumten unseren Kram aus dem Auto. Dann versank ich erstmal im Sofa und ruhte mich aus. Die erste Nacht in Schottland schliefen wir alle wunderbar, tief und fest.
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„Die Sucherei“ und Kameraequipment
Wir sind Reiseprofis, würde ich mal behaupten. Allein in den letzten 13 Jahren haben wir zwei dreimonatige Fernreisen unternommen, zweimal waren wir 6 Monate am Stück unterwegs und die „kurzen“ ca. achtwöchigen Touren müsste ich mal zählen.
Trotzdem herrscht vor jeder Reise Chaos hier im Haus. Das muss jetzt auch mal gesagt (geschrieben) werden. Es ist stressig dauernd zu reisen. Viele Leute sind nämlich auch ein klein wenig neidisch, sie wünschen uns anstatt einer guten Reise einen schönen Urlaub!
Hätten wir nur die paar Klamotten und einen Foto für Schnappschüsse zu packen, wären wir in einer halben Stunde fertig. Ungelogen!
Da wir jedoch beruflich unterwegs sind, auf den längeren Reisen unterwegs auch teilweise für Magazine schreiben und Zugriff auf das Bildarchiv brauchen, gestalten sich die Vorbereitungen erheblich schwieriger. Welche Fotos würde ich evtl brauchen? Alle kann ich sie nicht mit nehmen und aus Erfahrung weis ich, dass immer gerade das Foto nicht auf der Festplatte ist, welches der Verlag dann ganz dringend braucht!
Es wäre zum Beispiel auch fatal, ein Ladegerät für eine der Kameras zu vergessen. Das kann man unterwegs, vor allem auf abgelegenen Inseln, nicht eben mal beschaffen und ohne geht nach einer kurzen Weile nichts mehr. Wir haben eine ganze Tasche mit den verschiedensten Ladegeräten und Anschlusskabeln gefüllt. Auf den Azoren ruinierte mir ein Lesegerät mal meine Bilddateien. Glücklicherweise hatte ich ein Ersatzlesegerät einstecken.
Von den Notebooks, die wir auch zur Datensicherung dringend benötigen hatte ich bereits berichtet. Die quittieren oft genau dann den Dienst, wenn wir sie am nötigsten brauchen.
Dann warte ich mit der Sensorreinigung (Visible Dust) oft bis zum letzten Moment. Das Thema ist jedesmal anstrengend für mich. Ich mache es einfach nicht gerne, ärgere mich aber auch nur ungern über Fusel, die dann auch allen Fotos retuschiert werden müssen. Für diesmal habe ich es geschafft und das Reinigungskit ist immer mit dabei. Die Canon 5D MII ist aus mir unerklärlichen Gründen wesentlich anfälliger auf Sensorschmutz als die Canon 7d. Die 5d MII zieht den Dreck nur so an.
Sensorreinigung
Beim Packen des Kameraequipments geht es jetzt weiter. Welche Objektive werden wir diesmal hauptsächlich nutzen? Ich bin immer noch mit meinem Fotorucksack unzufrieden, es passt nicht alles hinein. Also grummel ich während des Räumens so vor mich hin – bald, da suche ich mir die perfekte Tasche.
Ich nutze das 24-105 mm Objektiv von Canon am meisten. Doch auch da bin ich auf der Suche nach Alternativen. Für die Reise stellte uns Tamron das neue Tamron Weitwinkelobjektiv 24-70mm zur Verfügung. Das ist schon ganz schön schwer (wie akkurat ich doch bei den Angaben bin – das ist wohl eher was für Männer, so Testberichte :-) . Ihr werdet jedenfalls die Fotos zu sehen bekommen und damit wir unsere Fotoausrüstung so nach und nach vorstellen, schreibe ich dieses Mal immer dran, mit welchen Linsen die Fotos aufgenommen wurden.
ein Teil der Kamera Ausrüstung
Ja und warum steht da in der Überschrift „Die Sucherei“?
Das fing so an: ich kontrollierte die Pässe. Alle waren da, bis auf Esra’s! Ja, wo könnte der sein? Wir kramten alle Schubladen durch. Ist aber eigentlich Quatsch. Wir haben nur einen Platz, wo Pässe liegen! UND da lag er nunmal nicht. Der Schweiss brach aus. Wir hatten das vor vielen Jahren schonmal. Da suchte Gunter, lange bevor wir an Nachwuchs dachten, seinen Reisepass mit dem Visum für die USA. Tagelang. Wir fanden ihn schließlich im Mülleimer, da hatte mein Gatte Papiere durchsortiert und den Pass einfach mal weggeworfen. Zum Glück war die Müllabfuhr noch nicht da gewesen. Wir fanden schließlich auch Esra’s Pass: er war noch im Rucksack, den wir mit auf der Buchmesse hatten.
In Absiko hatte ich die besten Handschuhe für die Fotografie gefunden. Ich liebe sie. Sie sind dünn, haben einen Windstopper und sind aus dem Grund auch warm. Lange lagerte ich die gebliebten Handschuhe bei den Festplatten in der Schublade. Mit drei Teenagern, die trotzdem noch gerne Schneebälle rollen, wollte ich die imminente Gefahr einer Entführung nicht eingehen. Doch nervten die Handschuhe in der Schublade und Gunter meckerte. So wanderten sie schließlich in die Kiste mit allen Handschuhen. Kein Schnee weit und breit, keine Gefahr. Doch, beim Packen, oh Schreck! Ausgerechnet der rechte Handschuh ist weg. Wir suchen den schon lange. Er ist nicht auffindbar! Keine kann es sich erklären. Wieviel Zeit uns das schon kostete! Ich bin jedenfalls sehr gespannt, ob das gute Teil jemals wieder auftauchen wird.
Habt Ihr auch solche Probleme?
Bei einem kleinen Handschuh kann ich ja fast noch verstehen. Aber uns fehlte auch die ganze Tasche mit der Regenkleidung. Die sollten wir im Februar auf den Inseln doch dabei haben. Wir suchten und suchten. Ah, diese Sucherei! Wir sind doch Reiseprofis! Die Regensachen hatten sich in einer „falschen“ Tüte versteckt, irgendwann umgeräumt und nicht mehr dran gedacht.
Ich glaube ja auch, dass es damit zu tun hat, dass wir zwei Leben führen. Das auf Reisen und das daheim. Man schaltet sofort wieder um. Nur die Sachen, die man in den Zwischenstadien macht, die schaffen es aus mangelnder Routine nicht ins Langzeitgedächtnis. Das trifft uns besonders schwer bei den Langzeitreisen.
Tja und dann habe ich noch eine kurze Geschichte, die ich erzählen will. Wir sind gar keine Fotografen! Doch, da habt Ihr richtig gelesen. Wir sind Ambra Sucher und das schon lange. Ich achte an den Stränden immer darauf. Habt Ihr letztens diesen Film gesehen?
http://videos.t-online.de/reich-durch-walkotze-/id_61989528/index
So, wie ich jetzt schon zweimal Flaschenpost fand, werde ich jetzt nach Walkotze suchen :-) Amy hörte, wie ich darüber sprach und meinte nur: „das muss heißen, Walkotze finden!“. Genau! Und, wenn wir sie gefunden haben, dann werden wir unseren Lebenstraum verwirklichen und die Küsten der Welt fotografieren :-)
Reisebegleiter ebook Reader Kindle
von Esra
So, jetzt haben wir auch ein Kindle, wie die eBook Lesegeräte von Amazon genannt werden. Klein, unkompliziert, einfach. Unser Freund Micha hat es uns zum Freundespreis zukommen lassen, und jetzt können wir platzsparend mehr Bücher mitnehmen als vorher.
Ich muss zugeben, anfangs war ich sehr skeptisch diesem unscheinbaren, eckigen Ding gegenüber. Immerhin fehlt dem Kindle das Flair eines Buches; es riecht nicht nach Druckertinte, man kann nicht mit dem Finger durch die Seiten fahren, es hat einfach nicht den „Charakter“ eines guten, alten Papierbuches. Alle Bücher sehen auf dem Kindle gleich aus, und es riecht einfach nach gar nichts.
Aber das sind auch nur die Bedenken des kleinen Nostalgikers in dem jungen Ich, dem die ganzen Bücher, die bei uns herumstehen, ans Herz gewachsen sind.
Kindle, ebook reader
Denn eigentlich ist der eBook Reader extrem praktisch und gut durchdacht. Der erste und wohl offensichtlichste Pluspunkt ist, dass man auf dem flachen, fast …..
hosentaschenkompatiblen Tablet etwa drei Kofferladungen an Büchern gleichzeitig mit sich herumtragen kann. Das ist vor allem für Leute praktisch, die viel lesen und oft unterwegs sind. Wo man früher immer Kiloweise Lesewerk mit sich herumtragen musste, da kann man sich nun fast schon eine kleine Bibliothek in den Rucksack stecken.
Auch hat das Kindle viele sehr nützliche Features, die einem das Leben als Bücherwurm sehr viel einfacher machen. Zum einen ist die Schriftgrüße sehr variabel; man kann alles von unleserlich klein bis übertrieben groß wählen, so dass man nicht mehr daran gebunden ist, wie ein bestimmtes Buch gedruckt wurde. Vor allem, wenn bei jemandem die Augen nicht mehr so gut mitmachen wollen wie früher, bietet sich ein Kindle an, und man muss nicht mehr von einem Buch ablassen, nur weil es zu klein gedruckt wurde.
Eine andere sehr nette Eigenschaft des kleinen Geräts ist ein eingebautes Wörterbuch. Man muss nur ein unverständliches Wort antippen, und schon wird es einem erläutert. Das ist besonders praktikabel, wenn man die alten Klassiker von Schiller, Goethe und Co liest, oder wenn man seine Unterhaltungsliteratur gerne in englischer Sprache liest. Auch wenn sich bei einem geübten Leser nur alle paar Kapitel mal ein unverständliches Wort einschleicht, ist es doch sehr angenehm, sich dieses einfach erklären zu lassen.
(Allerdings haben wir das noch nicht ausprobiert – wir werden aber unterwegs hie und da mal über unserer Erfahrunge, vor allem auf Reisen, berichten)
Und wo wir gerade von den Klassikern reden: Die gibt es als eBooks alle kostenlos. Wenn ein Autor schon seit langer Zeit nicht mehr unter den Lebenden wandelt, verfallen jegliche Copyright-Ansprüche auf seine Werke. Für uns Schüler sind zum Beispiel Goethe und Schillers Werke ja sowieso Pflichtlektüre, aber auch den Erwachsenen tut so was ja mal wieder gut. Und auch zeitgenössische Romane werden oft umsonst angeboten, man muss sie nur abpassen. Auf Amazon gibt es immer eine ständig neue Auswahl an Werken, die man ohne Bezahlung herunterladen kann. Also haben wir gleich mal zugeschlagen um das neue Gerät auszuprobieren und uns alle verfügbaren Geschichten und Dramen auf das Kindle gezogen. Jetzt hat es sich finanziell schon dicke gelohnt :-)
Nach ca 5 Wochen schrieb ich nocheinmal kurz über das Kindle auf Reisen. Bin ich begeistert? Lies selbst :-)
Unterkünfte, Isle of Skye, Isle of Lewis & Harris und Shetland
So, ich wollte Euch unsere Unterkünfte vorstellen.
Noch haben wir nicht alle Unterkünfte gebucht, ein wenig Spielraum muss sein :-)
Auf der Isle of Skye werden wir in diesem kleinen Häuschen wohnen! Das ist ganz in der Nähe von der Talisker Destillerie, lecker!
Nach der Reise schrieb ich diese Übersichtsseite: Isle of Skye, Schottland – Fotolocations und Wanderungen
Auf der Isle of Lewis & Harris haben wir auch ein nettes Häuschen gefunden. Da die Insel ganz neu für uns ist, sind wir da besonders gespannt.
Ja und in Shetland werden wir in den Hütten neben den Leuchttürmen wohnen! Mein Traum wird wahr! Das wollte ich immer schon mal machen und ich will auch schon sehr lange nach Shetland. Und jetzt beides zusammen. Wow!
Neist point, Isle of Skye
Ich muss mich zusammenreißen und trotz Vorreisestress hier täglich zu berichten. Bei uns geht es zur Zeit so richtig rund. Immer mehr Geräte melden Fehler – warum nur? Oder merken wir es nur im Vorreisestress?
Gestern sicherte ich noch meine bearbeiteten Daten und plötzlich ertönte dieses ganz besonders nervige, durchdringende Piepsen des Datenwürfels! Das ist dieses Geräusch, welches mir innerhalb von Sekunden Adrenalin in die Blutbahn schickt! Da kommt immer Panik auf! Glücklicherweise war es gestern nur der CPU Lüfter, den Gunter noch reparieren konnte, weil wir solche Kleinteile immer hier liegen haben. Und auch das Auto ist nochmal in der Werkstatt – wir hatten es erst vor 3 Wochen für 2500 Euro zur Reparatur und Umrüstung auf Feinstofffilter. Jetzt ist doch noch das Radlager dran!
Reisevorbereitungen Schottland
Wir sind schwer beschäftigt. Meist geht uns kurz vor oder noch schlechter während einer Reise etwas kaputt.
Diesmal sind es BEIDE Arbeitsnotebooks! So ein Mist. Bei unserem Internet Gerät streikte die Festplatte. Gunter war tagelang damit beschäftigt, die Daten zu sichern, eine neue Festplatte zu bestellen, alles wieder aufzusetzen und für die Reise vorzubereiten. Jetzt läuft es wieder. Gut, dass die Samsung Hilfe immer schnell antwortet.
Dann ist mein Fotonotebook auch am kränkeln. Es läd nur noch, wenn man etwas unter den Stecker drückt. Wir schaffen es aber nicht, das noch reparieren zu lassen. Hoffe, es klappt unterwegs. Ich werde es immer erst laden und dann mit vollem Akku arbeiten. Glücklicherweise sind wir diesmal nicht mit dem Wohnmobil unterwegs. In Wohnungen klappt das besser!
Arbeiten im Wohnmobil
In Schottland kurzfristig ein neues Notebook zu kaufen ist keine gute Option, da stimmt dann die Tastatur nicht.
Morgen werde ich über unsere Unterkünfte berichten.
Schottische Inseln – und dies und das
Es ist bald wieder soweit. Die nächste längere Reise steht an. Wir hatten ursprünglich vor mal wieder zu den Lofoten zu fahren, doch es war sehr schwierig geeignete Unterkünfte zu finden und der Weg ist sehr weit.
So entschieden wir uns, Schottland mal im Winter anzusehen! Die Leuchttürme, die uns im Sommer so sehr begeisterten, wollen wir in den dunklen Winternächten ansehen. Und natürlich nicht nur die Leuchttürme.
schottisches Schaf
Schon mehrfach hatten wir versucht, die Isle of Lewis und Harris zu besuchen. Einmal fiel das Ganze ins Wasser – im Sommer 2009 war es kein Spaß mit dem Wohnmobil zu reisen. Hier ist der Bericht von damals.
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