Diese Szene haben wir im August 2009 abends in Calais aufgenommen. Nach unserem dreimonatigen Aufenthalt in Norwegen waren wir auf dem Weg nach Schottland.
Wir kamen spät am Fährterminal an und unsere Fähre legte erst nach Sonnenuntergang ab. Trotz der schnell hereinbrechenden Dunkelheit fotografierte ich den Hafen von der Fähre aus. Das Bild zeigt das Leuchtfeuer des Fährhafens, von der Kanalfähre aus beim Verlassen des Hafens. Im Hintergrund ist schwach die 34 km entfernte Kreideküste von Kent zu erkennen. Eine weitere Fähre ist zu sehen, sie kreuzt ebenfalls die Straße von Dover. Wir waren begeistert, dass so viele Menschen auf der Mole standen.
Trotz des Eurotunnels, in dem die Überfahrt auf dem Zug nur 35 Minuten dauert, sind die Fähren von Calais oder Dünkirchen nach Dover noch sehr beliebt, auch wenn die Überfahrt, eine bzw. zwei Stunden dauert. In der Hochsaison fahren die Schiffe im Stundentakt.
https://www.5reicherts.com/wp-content/uploads/2012/08/LT-1629.jpg467700Gabihttps://www.5reicherts.com/wp-content/uploads/2025/07/logo-5reicherts.webpGabi2012-08-30 18:04:002013-07-02 13:19:22Leuchtturm in Calais, Frankreich
Seit jeher benutzte der Mensch Maßeinheiten wie Fuß, Handbreit, Elle und Schritt; Sogar schon vor der Erfindung der Schrift wurden sie angewended, da sie jedermann zur Verfügung standen… immerhin hatten ja fast alle Menschen einen Fuß und einen Arm. Ein offensichtlicher Nachteil an dieser Art des Messens war zwar die Tatsache, dass die Körperteile jedes Menschen verschieden groß waren (Ein kurzarmiger Händler konnte weitaus mehr Ellen Stoff von einer Rolle wickeln wie ein Hühne der selben Berufung), doch man blieb trotzdem Jahrtausende lang dabei.
Über den Lauf der Zeit wurden noch ein paar zusätzliche Einheiten zu diesem System hinzugefügt, wie zum Beispiel Inch (Zoll), Unze, Meile usw., bis man schließlich das Angloamerikanische Maßsystem hatte. Die Definitionen der einzelnen Begriffe wurden in den vielen Jahrhunderten und verschiedenen Regionen unzählbar oft geändert und erneuert, bis man sich schließlich in den Fünfziger Jahren des 20. Jahrhunderts auf ein paar mehr oder weniger standhafte Zahlen einigte.
Zur Erinnerung:
Ein Zoll, oder Inch = 2,54cm
Ein Fuß (12 Inch) = 30,48cm
Ein Yard (Drei Fuß) = 91,4cm
Eine Meile = 1,609km
Eine Flüssig-Unze = 28,4ml
Ein Pint = 0,568l
Eine Gallone = 4,55l
Eine Unze = 28,3g
Ein Pfund = 454g
Ein Stone (12 Pfund, wird nur zum Messen von Körpergewicht benutzt)= 6,36 kg
Beim Benzin und Diesel doch lieber Liter
Yards
Meilen
Dreiviertel und eindrittel Meile
Diese Werte liegen leider in keiner sinnvollen Relation mit dem metrischen System, was den Engländern im Umgang mit dem Rest Europas einige Schwierigkeiten beschehrt. Doch die Briten haben keine besondere Lust, sich dem bewährten französischen System anzupassen, sie behalten lieber ihre liebgewonnenen eigenen Einheiten. Man könnte dies vielleicht fast mit dem ausgeprägten Traditionssinn erklären, der auf der großen Insel überall anzutreffen ist… wenn man das Alter vom guten alten „Fuß“ bedenkt, scheint es dem traditionsbewussten Menschen fast obligatorisch, diese Einheit beizubehalten.
Doch man backt in England nicht nur bezüglich der Zollstöcke und Meßbecher seine eigenen Brötchen; auch in anderen Aspekten des Lebens wird mit Wehemenz die eigene Eigenart als die Richtige verteidigt. Zum Beispiel im Straßenverkehr, wo man auf der einzig wahren, der linken Seite fährt. Oder die guten, alten Grad Fahrenheit, bei denen man erst bei Hundert Grad fiebert. Auch der Pfund-Sterling darf dem Euro unter keinen Umständen weichen. Man macht es anders als die anderen, und ist Stolz darauf.
Dieser Umstand macht es den Nicht-Engändern wie bereits erwähnt recht schwer, sich einzugewöhnen und erfordert einen Haufen Umrechnungen im Alltag. Wie viel waren noch einmal 50 Meilen pro Stunde? Wie viel sind denn jetzt 10 Stone? 6 Fuß drei ist er groß… wie viel ist das mochmal in Metern? und wenn der Tunnel 12 Fuß hoch ist, passt unser Auto dann durch??
Probleme dieser Natur lauern überall, auf jedem zweiten Staßenschild und in vielen Konversationen und Lektüren. Doch ohne ihre vielen Eigenarten wären die Engländer wahrscheinlich keine richtigen Briten :-)
https://www.5reicherts.com/wp-content/uploads/2012/07/yards.jpg467700Esrahttps://www.5reicherts.com/wp-content/uploads/2025/07/logo-5reicherts.webpEsra2012-07-21 18:32:592021-10-04 11:29:42Die Engländer und das Metrische System
Da es zu den Feiertagen in ganz England unmöglich wäre noch einen Campingplatz zu finden beeilten wir uns damit gen Norden, Richtung Schottland zu kommen. Den Lake District wollten wir uns auf dem Weg jedoch ansehen. Wir frühstückten nochmal im campingplatz-eigenen Restaurant. Denn hier gab es für 0,98 Pfund einen Toast mit Spiegelei, Speck und Würstchen. Das gönnten wir uns mal:-)
typisch englisches Frühstück
Dort war übrigens die tolle Info bezgl der Vogelfütterung her.
Wir plauderten noch hier und da, verabschiedeten uns noch von den Gänsen am Fluß und zogen weiter. Die Fahrt an Birmingham vorbei verlief relativ angenehm, weil wir außerhalb des Berufsverkehrs unterwegs waren. Die Straßen waren voll, doch der Verkehr floß. Erst als wir von der größeren Straße abkamen wurde es stressig, denn sie war so eng, wie die damals in Wales. Also mit vielen Hecken, überstehenden Bäumen und schnellem Verkehr, auch Lastwagen uns Busse auf der anderen Seite und das passte kaum. Uff, es strengte mich gewaltig an. Am Visitor Center versuchte ich Infos bezgl Campingplätze zu bekommen. Doch kaum standen wir auf dem Parkplatz mußten wir auch für mindestens eine Stunde zahlen, dabei wollte ich nur für wenige Minuten ins Center. Eine Kamera fotografiert die ankommenden KFZ und ermittelt das Nummernschild. Beim Automaten muß man das Nummernschild auch eintippen und zahlt man gar nicht oder zu wenig wir man automatisch beim Rausfahren registiert und der Knollen kommt per Post. Mindestsumme war 1,80 Pfund!
Die Region war atemberaubend, wenn ich dann beim Fahren auch die Zeit zum Genießen fand. Die Bäume, die grünen Hügel und kleinen Farmen. Ach, wie oft ich schon den Film „Miss Potter“ mit Rene Zellweger angesehen habe (eine absolute Empfehlung übrigens, einer meiner Lieblingsfilme!)
https://www.5reicherts.com/wp-content/uploads/2012/05/springende-kids.jpg467700Gabihttps://www.5reicherts.com/wp-content/uploads/2025/07/logo-5reicherts.webpGabi2012-05-31 20:47:032018-08-05 12:14:13Lake District
Morgens sind wir bei strahlendem Sonnenschein von drei warmlaufenden Linienbussen geweckt worden. Nochmal zum Cap Gris-Nez, Kliff liegt aber morgens im Schatten und ohne Nebel fehlt Stimmung. Wir entscheiden von Dunkerque nach Dover überzusetzen, das könnte etwas billiger sein. Der Tag wird sonnig und heiß, wir kommen um halb zwölf am Fährhafen an kaufen das Ticket für 110 € und verpassen die 12 Uhr-Fähre um ein Haar. Also warten bis zwei. Ein Typ mit langem Bart, Frau und Tochter und verbeultem Volvo macht bei der Passkontrolle einen Aufstand und verscherzt es sich mit den Zollbeamten. Die tun daraufhin alles, um seine Fähren-Einfahrt zu verzögern. Wir merken, dass Geldtausch auf der Fähre eine recht teure Angelegenheit sein kann. Um 15 Uhr Ortszeit treffen wir in Dover ein und fahren südwestwärts los. Gabi will gleich in Folkestone auf den Campground, ich wäre gern noch etwas weiter Richtung Eastbourne gefahren, was wir dann auch tun, leider. Es ist heiß, die Straßen immer wieder steil und eng, der Verkehr heftig. Ich bin schon jetzt bedient und Gabi fix und fertig mit den Nerven. Dann noch um fünfe in einen asda am Weg, um Frischwaren einzukaufen, was über eine Stunde kostet. In Pevensey Bay fahren wir einen Campground an, auf dem wir schon mal 2007 waren. Der Strand ist unspektakulär, ein Kiesdamm trennt ihn vom Campground. Nach Hühnchen, Curry-Reis und Pfannengemüse lassen wird dann endlich ruhiger angehen.
Hier Gabi’s Ergänzungen:
Auf den Parkplatz am Cap angekommen sahen wir, dass dort einige Wohnmobile übernachtet hatten. Ach, das wäre auch für uns schön gewesen. Das Licht war nicht so toll, wir fotografierten nur kurz, da sieht man doch, was so eine Nebel-Sonnen-Stimmung alles bieten kann:-) Die Fotos kann ich übrigens unterwegs gar nicht richtig sichten und bearbeiten, weil mein Notebook viel zu langsam ist. Daher werden wir erst nach der Reise eine Galerie mit den besten Bildern zeigen können. Aber für einen Vorgeschmack wird es reichen:-)
Strandkohl im Sonnenuntergang
Blumen am Kieselstrand
verwiterte Buhnen
erster Blick auf GB
Fähre von Dünnkichen nach Dover
Normans Bay Campground, England
Wir hatten gehört, dass die Fähre von Dunkerque günstiger sein könnte. Doch scheint das nur der Fall zu sein, wenn man ein paar Tage vorher bucht. Hätten wir mal beser machen sollen. Nun, wir kamen ohne große Probleme ja noch mit nach England. Wieder waren wir so ins Rommee verteift, dass wir nicht ordentlich planten. Ich hatte vor relativ schnell einen Campingplatz zu suchen, da ich seit Tage keinen Schlaf gefunden hatte und mich lieber ausgeruht mit unserer eckigen Kiste in den Linksverkehr gestürtzt hätte. Die Strecke entlang der Küste hatte ich noch als eng und teilweise steil in Erinnerung. Nun, wir fuhren also noch eine ganze Weile. Landeten dann auf dem Campground direkt am Strand an der Normans Bay. Die Leute dort sind sehr, sehr nett und hilfreich. Das tut so gut, wenn man freundlich empfangen wird. Gleich erfuhr ich auch, dass hier morgens eine Fuchsmutter mit vier Jungen auf der Grasfläche hinter dem Campingplatz zu sehen sei, vorrausgesetzt man steht früh auf. So zwischen 6 und halb sieben wäre sie da. Ich fand viele neue Motive am Kieselstrand. Dort blühten schöne gelbe Blumen und überall wuchs Strandkohl. Der wäre auch essbar, doch müßte man ihn sehr, sehr gut waschen, weil alle Hundehalter dort spazieren gingen. Es wurde irgendwie spät an diesem Abend. Ein weiterer langer Tag unterwegs war zu Ende.
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Warum Normans Bay?
Hier landete William der Eroberer in Jahr 1066 wo er sich auf die Schlacht von Hastings gegen Sachsenkönig Harold vorbereitete. [/yellow_box]
https://www.5reicherts.com/wp-content/uploads/2012/05/strandkohl-sonnenuntergang.jpg467700Gabihttps://www.5reicherts.com/wp-content/uploads/2025/07/logo-5reicherts.webpGabi2012-05-28 14:08:382021-03-28 17:23:13Auf nach England
Wir machen uns wieder auf den Weg. Diesmal steht Großbritannien auf dem Programm. Wir mögen dort die Menschen sehr, genießen es, Englisch sprechen zu können und auch die Buchläden sind immer einen Besuch wert.
Großbritannien hat jedoch noch weitere Vorteile: als Insel bietet es vielfältige Küstenregionen, die wir als „Meeresfotografen“ ja sehr genießen.
Wohnmobil Reise durch Südengland
Im Jahr 2007 waren wir zum ersten Mal auf der Insel. Konzentrierten uns auf dieser Reise auf Südengland. Im Jahr 2009 erwischten wir leider die Hauptsaison und erlebten Großbritannien als voll und sehr teuer. Mit dem Wohnmobil machte das wenig Spaß, weil wir oft nur Campingplätze kilometer weit vom Strand entfernt fanden und so die schönste Zeit des Tages in den Hecken hockten. So haben wir dieses Jahr etwas besser geplant und Campingplätze direkt am Meer gesucht. Auf jeder unserer Reisen spielte das Wetter eine sehr große Rolle. Aufgeweichte Wiesenstellplätze, überflutete Straßen und tagelanger Dauerregen. Diesmal wird das Wetter klasse! Falls jemand von Euch schon mal in Großbritannien war und Tipps für uns hätte, wären wir sehr, sehr dankbar!
Live Reisebericht Großbritannien
Mit großer Wahrscheinlichkeit werden wir also in den nächsten Wochen wieder live berichten.
Jetzt noch ein paar Fotos aus Cornwall und Schottland, Großbritannien von vergangenen Reisen. Für die größere Ansicht auf die Vorschaubilder klicken:
Cadwith
steile Strasse sind stressig mit dem Wohnmobil
Küste in Cornwall, Großbritannien
wunderschöne Gärten
Traumstände – nun, hier ist gerade Flut. Bedruthan Steps
https://www.5reicherts.com/wp-content/uploads/2012/05/kueste-cornwall.jpg467700Gabihttps://www.5reicherts.com/wp-content/uploads/2025/07/logo-5reicherts.webpGabi2012-05-19 14:21:002019-06-12 11:58:50Reisevorbereitungen der Wohnmobil Reise durch Großbritannien