Wir bereisen mit Vorliebe die Küsten der Welt. Leuchttürme ziehen uns dabei natürlich in ihren Bann. Unser Blog wimmelt daher nur so von Leuchtturmfotos und -erlebnissen. Klick Dich am besten mal durch die Sammlung dieser Seiten, oder gehe durch die einzelnen Reiseberichte.
Im Delius Kalsing Verlag erscheint der „Leuchttürme 2014, Gabi Reichert 2014″
Noch nicht lieferbar aber schon auf Amazon vorgestellt. Mein neuer Kalender Leuchttürme 2013, der bei Delius Klasing erscheint. Sobald der Kalender auf dem Markt ist, werden wir wieder ein Gewinnspiel veranstalten.
Wieder lachte die Sonne. Wir waren morgens früh unterwegs. Das Innere der Insel wurde von Bodennebel verziert. Die Kühe, die im Morgenlicht grasten gaben im Nebel wunderbare Motive her. Überall huschten Hasen über die Felder und es schien die ganze Insel wurde von Rufen der Fasan überdeckt. Nirgends sonst habe ich soviele Fasane und Rebhühner gesehen – ich hoffe, ich packe es, diese wunderschönen Vögel nochmal ordentlich aufzunehmen. Leider zieht es mich immer wieder sehr schnell ans Meer. Noah meinte, ich wäre extremst meeressüchtig, weil ich es nie länger als nötig im Land aushalte. So mußte auch Gunter ganze Überzeugungsarbeit leisten bevor ich mich auf die Nebelfotografie einliess.
Die Sonne stieg höher und der Nebel klarte so langsam auf, so fuhren wir weiter. Und zwar über löchrige, nasse Feldwege durch die Felder. Einen aufgeweckten Esel sahen wir, der uns laut, fast kreischend freudig begrüßte. Gunter hörte danach nicht mehr auf, von ihm zu reden.
Blick zum Hafen von Sauzon
Der Hafen von Sauzon lag wieder im weichen Licht. Wir suchten uns einen Weg auf der anderen Seite der Bucht und schlugen uns dort durch den Wald um einen Blick auf den Leuchtturm zu erhaschen. Wir liefen entlang der Pfade an der Küste, es roch nach Tang und Salz lag in der Luft. Nur die Vögel zwitscherten, seicht rollten kleine Wellen ans Land. So friedlich ist die Welt morgens um 7:00 Uhr.
Im Hafen konnte ich es später natürlich wieder nicht lassen und so stapfte ich durch die Matschepampe und fotografierte die Spiegelungen der Häuser und Boote. Beim Bäcker hielten wir kurz an und dann gings zum Frühstücken.
Der Hafenleuchtturm von Sauzon, Belle Ile
Der Hafenleuchtturm von Sauzon, Belle Ile
Hummereusen im Hafen von Sauzon, Belle Ile
Hummereusen im Hafen von Sauzon, Belle Ile
Sauzon, Belle Ile, Frankreich
Im Hafen von Sauzon, Belle Ile
Bunte Häuser in Sauzon, Belle Ile
Kühe im Nebel
Nach dem Essen brachen wir alle gemeinsam zum Wandern auf. Die Sonne knallte fast, wir liefen mit T-Shirts los so warm war es. Ich untersuchte die Gezeitenbecken, wollte Unterwasserfotos machen, leider waren wir etwa eine Stunde zu spät, die Flut kam schon wieder und sie schien es eilig zu haben. So liefen wir beim Pointe de Poulains entlang des Pfades und schwitzten. Den Plage Donnant erreicht man über eine Treppe, die zum Strand hin in steile Felsen übergeht. Wir kletterten hinab und von unten erschienen uns die Wellen noch imposanter und gewaltiger. Sie knallten auf die Felsen und man merkte, wie stark die Flut anstieg. Wir betracheten das Schauspiel eine ganze Weile, die Kinder auf einem sicheren Felsen sitztend, ich etwas nervös hin und her laufend, weil ich der Meinung war, dass Gunter sich etwas zu nah herantraute. Er saß auf einem Felsen, von dem er nicht hätte fliehen können, käme da eine Welle, die doch größer als erwartet wäre. Ich kenne das, vor allem, wenn die Flut steigt und bei einem so großen Koeffizienten bin ich da sehr vorsichtig. Wir hatten uns gerade an den Aufstieg gemacht, da knallte eine richtig große Wellen hinein und überspülte beide Felsen, den, auf dem die Kids gesessen hatte und auch Gunters Fels lag nun unter Wasser!
morgens im Hafen von Sauzon
elsige Treppe
Besuch beim Esel
Morgennebel
Um 16:00 Uhr sollte jemand zu unserem Haus kommen. Der Termin war schon lange vor unserer Ankunft ausgemacht, wir hatten ja sehr kurzfristig gebucht. Nun, wir wollten vorher Essen und dann gleich zum abendlichen Fotografieren aufbrechen.
Der Herr, der das Haus bewerte sollte, kam eine halbe Stunde zu früh und war dann schon weg als Sofi klingelte, um ihn zu empfangen. So bekamen wir die Chance nochmal mit Sofi zu plaudern – mit Hilfe des google translators.
Direkt danach machten wir uns auf den Weg nach Westen. Ich hätte gerne am Pointe de Poulains fotografiert, Gunter meinte nur, dort hätten wir schon oft genug fotografiert. Wir hielten dort an, aber die Wellen waren nicht mehr allzu hoch, trotz hoher Flut. Der Zugang zum Leuchtturm war überflutet. So fuhren wir zu den Aiguilles, denn die Kids hatten diese noch nicht gesehen. Ich würde so gerne da unten am Meer fotografieren, doch mehrere Leute rieten uns davon ab, zum Strand zu gehen. Hmmm, die Wellen dort unten waren perfekt, sie liefen so wunderschön ab. Die Jungs testeten den ersten Abschnitt des Pfades, mir machte es aber Angst. Viel zu steil und rutschig. So fotografierten wir von oben herab und dachten wieder an Monet, der auch hier gestanden hatte vor vielen Jahren. Monet wollte ursprünglich eine Reise durch die Bretagne machen, dann entschied er sich, nur die Belle Ile zu bereisen. Dafür hatte er 10 Tage eingeplant. Es gefiel ihm so gut, dass er mehr als 70 Tage blieb. Er malte in der Zeit 39 Bilder. Ich habe fast das Gefühl, auch, wenn ich die Zahl von 39 Bildern längst überschritten habe, dass es mir auch gefallen würde länger zu bleiben. Hätten wir da nicht den Termin in Deutschland würde ich das sogar machen. Es ist wunderbar hier auf der Insel.
Aiguilles, Port Coton
Wir liefen den Küstenpfad entlang und fotografierten, die Jungs erzählten. Als wir wieder zum Auto zurück kamen sahen wir einen jungen Fanzosen in kurzen Hosen – und es war gar nicht mehr sonderlich warm – wie er mit einer Art Surfschuhen, locker flockig diesen Pfad zum Strand hinunter lief, Stativ und Kameratasche hatte er dabei – kurz darauf lief er genauso locker flockig wieder hoch wobei er das Stativ als Stock nutzte und nur einmal etwas langamer machte, an einer Stelle die besonders steil war und etliche Meter steil nach unten abfiel. Ich stand staunend am Rand der Klippe und neidisch war ich auch. Ach, wie gerne würde ich das auch machen. Hmmm! Ich sprach ihn direkt drauf an. Er meinte, man müsse schon aufpassen, aber es wäre möglich.
Aiuguilles, Port Coton, Belle Ile
Die Sirene des Grand Phare, Belle Ile
Gunter an der Felsenküste, Belle Ile
Esra und Noah klettern über die Felsen in der Nähe von Port Coton, Belle Ile
Sonnenuntergang in der Nähe der Aiguilles, Belle Ile
Gewaltige Küste in der Nähe der Aiguilles, Belle Ile
Gewaltige Küste in der Nähe der Aiguilles, Belle Ile – das kleine Häuschen ist das Nebelhorn des Leuchtturms
Aiuguilles, Port Coton, Belle Ile – gerne wäre ich zum Strand hinunter geklettert. Ich traute mich jedoch nicht.
Den Rest des Abends behielten wir den Himmel im Blick, weil die Chancen für Nordlicht nach wie vor sehr gut waren. Der Mond geht jetzt erst gegen 22:00 Uhr auf und so standen zahlreiche Sterne am Himmel. Es war stockfinster.
https://www.5reicherts.com/wp-content/uploads/2012/03/belle-7762.jpg467700Gabihttps://www.5reicherts.com/wp-content/uploads/2025/07/logo-5reicherts.webpGabi2012-03-10 12:34:102023-01-26 13:53:06Wandern beim Pointe Poulains und abends am Port Coton
Gestern waren wir auch wieder den ganzen Tag unterwegs. Wir hatten tolles Wetter – strahlende Sonne tauchte die Landschaft in schmeichelndes Licht, kleine Wölkchen verzierten den tiefblauen Himmel und geniale, richtig hohe Wellen, rollten von hinten durchleuchtet eine nach der anderen auf die taumhaften Sandstrände der Insel. Aber, ich fange besser ganz von vorne an….
Nach der nächtlichen Tour gestern packten wir es nicht so früh raus, wie ich das gerne getan hätte. Wir waren um 7:00 Uhr auf und schauten zum Himmel hinauf. Es saht nicht so toll aus, alles grau in grau. Das warme Bett rief – nochmal für ein Stündchen kuscheln.
Whisky Probe in Le Palais
So frühstückten wir alle erstmal gemütlich. In Le Palais kauften wir Milch und Butter im Supermarkt, schlenderten danach durch das kleine Hafenstädchen. Die Sonne hatte jetzt die Wolken vertrieben, es war als hätte ein Künstler die Farben eingeschaltet. Schaukelnde Boote lagen pittoresk im Hafen. In einem Souvenirlädchen kaufte ich einen Kühlschrankmagneten – das sind die Andenken, die ich besonders mag, die stauben nicht ein und sammeln sich nicht im ganzen Haus, sondern hängen nur an der Kühlschranktür dran. Die Frau im Souvenirlädchen war sehr nett, wollte mir alles verkaufen. Natürlich auf Französisch. Die Siedlung in der wir wohnen ist zu dieser Jahreszeit sehr einsam , wir sind die einzigen Bewohner, da tat es mir gut, Französisch zu hören. Auch, wenn ich es kaum kann, versuche ich doch immer mich zu unterhalten und wenn die Leute langsam reden verstehe ich sogar etwas.
In einem engen Gässchen sah Gunter eine Whisky-Distillerie. Hmm, lecker. Wir gingen natürlich sofort in den Laden hinein und erfuhren dort, dass dies die kleinste Distillerie in der Bretagne und wahrscheinlich auch überhaupt ist. Wir testeten den Whisky und ich muß sagen, das war ganz nach meinem Geschmack. Mild und trotzdem rauchig, aber nicht so dominant, dass sich der Geschmack ewig im Mund hält. Wir kamen mit dem Besitzer ins Gespräch – sprachen erst Französisch, dann English und schließlich sogar Deutsch. Fabien Mueller ist ein Sprachtalent und Whisky kann er auch ganz vorzüglichen machen. Hier ist seine Seite.
Nach dem unerwarteten Whisky-Tasting fotografierten wir den Hafen, leider war die Sonne bereits zu grell für stimmungsvolle Fotos.
Fabien Mueller
Blick über die Küste bei Plage Baluden
In den Gassen hing der Geruch dampfender Pizza, und als eine Frau eine lecker duftende Pappschachtel an uns vorbei trug, war Esra nicht mehr zu halten. Er hatte schlagartig mächtig Hunger bekommen. Leider war es uns unmöglich den Herkunftsort dieses leckeren, verführerisch duftenden Nahrungsmittels auszumachen. So gaben wir uns mit einer kleinen Imbissbude zufrieden. Dort kauften wir wenigstens Pommes frites und während die im Fett schwammen, betrieb ich mal wieder einmal Konversation. Auch auf Französisch und doch erfuhren wir enorm viel. „60 Strände gäbe es auf der Belle Ile und einer schöner als der andere!“ Weil das Gespräch so nett war, bekamen wir noch einen süßen, bunten Nachtisch geschenkt.
Unsere Vermieterin hatte den Strand bei Baluden empfohlen. Gestern waren wir ganz in der Nähe gewesen, aber die hohen Wellen hatten uns von der Landschaft abgelenkt. Jetzt fuhren wir einen anderen Weg, ein kleines Stückchen löchrigen Feldweg und kamen direkt über dem kleinen Strand heraus.
Vom Strand aus konnten wir direkt in die heranrollenden Wellen schauen. Und wieder leuchtete das mächtige Wasser in strahlendem Grün. Als Hintergrund dienten diesmal dunkle Felsen. Ich liebte es an dieser Stelle zu fotografieren. Bekam doch glatt das Gefühl bis jetzt noch kein richtigen Wellen gesehen zu haben. Aber es kam sogar noch besser. Etwa alle 20-30 Minuten kamen mehrere bestimmt 6-7 Meter hohe, mächtige Kavenzmänner nacheinander in die Bucht geknallt. Sie zerschellten mit einer Urgewalt auf den vorliegenden Felsen und spritzten viele Meter hoch fein zerstäubend in die Luft. Minutenlang konnten wir nichts mehr sehen, überall war Meerwasser in der Luft. Das war Thalassotherapie Natur.
Gewaltige grüne Welle in Baluden, Belle Ile
Welle
Gischt nach einer großen Welle
Doch zweimal hatte ich Pech beim Fotografieren: beim ersten Mal waren wir den Hügel hochgelaufen, um zu sehen, wie die Gegend hier oben aussah und einen Überblick zu bekommen. Von ohen herab konnten wir die bombastische Größe der Wellen zwar gut sehen, besser sogar als von unten, doch fotografisch war es eher langweilig. Sie wirkten auf den Fotos gar nicht mehr gewaltig. Aber gerade als wir oben standen, explodierten die Wellen geradezu eine nach der anderen. Die französische Familie am Strand jubelte sogar, als eine dieser mächten Wellenfronten auf den Strand zu brauste.
Beim zweiten Mal hatte ich den perfekten Standplatz. Wir verfolgten gerade wahrlich stattliche Wellen, sicher nochmal zwei Meter höher, als die zuvor, wie sie sich in zahlreichen Stufen vor uns aufbauten. Drei Wellen hintereinander konnten wir auf einmal ausmachen. Und was meldet meine Kamera? Speicherkarte voll! Scheibe!!! Bis ich die neue Karte drin hatte sahen wir nur noch Nebel und Gischt um uns herum. Zu elft hatten wir staunend die Gewalt der Natur beobachtet. Die gemeinsam erlebte Begeisterung über dieses spektakuläre Naturschauspiel lag fühlbar in der Luft. Ich werde diesen Moment nie vergessen.
Noah meckerte an diesem Nachmittag übrigens vermehrt, „Meine Brille hat die Gischt“! Ha, meine auch, Meeresfotografen sollten die Scheibenwischer nicht nur in die Brille sondern auch für die Objektive einbauen. Wir putzten unsere Kameras alle drei, vier Minuten, um das Salz von den Linsen zu bekommen, ansonsten wären klare Aufnahmen nicht möglich gewesen.
Ich sprach schließlich das Ehepaar mit den vier Kindern an, das mit uns am Strand verweilte. Glücklicherweise konnten wir uns auf Englisch unterhalten. Wieder erfuhr ich viel über die Insel, die Wellen und die Touristen.
„Es gibt Tage im Sommer, wo die Wellen wie heute reinknallen, dann ist wochenland alles wieder ganz still.“
„Die Strände sind im Sommer über sehr gut besucht, da eignet sich die Vorsaison schon sehr gut für Reisen.“
Wir haben wohl wirklich Glück mit der Flut, dem Wetter und den Bedingungen auf der offenen See, die diese großen Wellen ermöglichen. Ich genieße den Aufenthalt auf der Insel sehr bewußt, atme die frische, salzige Luft, sehe mich an der Landschaft und der wilden Natur satt und genieße das Flair des Meeres. Ich halte es kaum aus, im Haus zu sein – nein, das ist das schönste Ferienhaus, welches wir bisher hatten – aber das Meer, es ist so fantastisch, und ich will immer nah dran sein. Egal ob Tag oder Nacht.
Pointe de Poulains, Belle Ile
Es fiel mir schwer, die Wellen und den Strand zu verlassen. Dummerweise müssen wir aber wenigstens einmal am Tag etwas warmes essen und dann kommt schon wieder die fotogenste Zeit des Tages. Also fuhren wir schnell heim, ich war natürlich nur hibbelig und ungeduldig…. Und Gunter wollte nach dem Essen noch ruhen, und ich immer noch hibbelig…. raus, raus, raus…
Endlich ging es wieder zum Pointe de Poulains, und glücklich bemerkte ich, dass die Wellen immer noch mächtig rollten. Der Himmel hing voll schwerer Wolken, die Sonne kam schwach am Horizont durch und tauchte alles in warmes rosa Licht. Die Wellen knallten und schoben sich Richtung Küste, trafen aufs Land, dass es nur so donnerte. Und dabei wehte hier nur ein laues Lüftchen. Wie es dann wohl hier bei Sturm aussieht? Das würde mich schwer interessieren. Wir liefen stundenlang auf den Pfaden entlang der Küste und blieben auch, als es schon dunkel war. Das Fotografieren machte großen Spaß, die Wellen so wild, der Leuchtturm majestätisch auf den Klippen, es war das perfekte Motiv. Mit Hilfe der Stirnlampe suchten wir gegen 9:00 Uhr den Weg zum Auto.
Phare des Poulains, Belle Ile, Bretagne, Frankreich
Phare des Poulains, Belle Ile, Bretagne, Frankreich
Ich war völlig zufrieden mit den Fotos des Tages und habe natürlich gleich alles auf das Notebook geladen. Die Chance auf Nordlicht schien immer noch realistisch zu sein, so behielten wir den nächtlichen Himmel im Blick. Ich legte mich um 23:00 Uhr kurz hin um zu ruhen, schlief aber natürlich erschöpft ein. Um 1:00 Uhr wachte ich wieder auf, schrieb den Bericht, schaute nach Nordlicht. Es kam keines. Das war trotzdem ein schöner Tag gewesen.
Was schreib ich immer von dem Nordlicht und dann kommt doch nichts? Ja, dazu braucht man auch großes Glück, und man muss immer bei Nordlichtalarm rausgehen. Drei Jahre später im März 2015 passte schließlich alles zusammen und wir konnten Nordlicht auf der Belle Ile sehen.
https://www.5reicherts.com/wp-content/uploads/2012/03/belle-4985.jpg467700Gabihttps://www.5reicherts.com/wp-content/uploads/2025/07/logo-5reicherts.webpGabi2012-03-09 12:45:212023-01-26 13:52:03Le Palais und Strand von Baluden – Belle Ile, Bretagne
Nur ganz kurz heute morgen, mir fehlt die Zeit ausführlich zu schreiben…
Wellenfotografie auf der Belle Ile
Aber ein paar Fotos gibt es schon mal. Gestern gab es eine wunderbare Möglichkeit Wellen zu fotografieren. Sie rollten in vielen Stufen auf den Strand zu und wurden von der untergehenden Sonne von hinten ausgeleuchtet. Sie leuchteten dadurch grell Grün, es war ein Augenschmaus.
Abends waren wir dann noch bei Pointe de Poulains unterwegs. Und wieder waren wir natürlich viel zu spät im Bett.
Baluden, Belle Ile, Bretagne
Perfekt ausgeleuchtete Wellen – Welle im Gegenlicht bringt Farben ins Bild
Wellen am Pointe de Poulains, Belle Ile
Phare des Poulains, Belle Ile, Bretagne, Frankreich
Der Leuchtturm am Pointe de Poulains im Abendlicht
Ehemaliges Wohnhaus, Pointe de Poulains
Langzeitbelichtung am Der Leuchtturm am Pointe de Poulains, Belle Ile
https://www.5reicherts.com/wp-content/uploads/2012/03/blog-0455.jpg467700Gabihttps://www.5reicherts.com/wp-content/uploads/2025/07/logo-5reicherts.webpGabi2012-03-08 11:30:352023-03-11 14:27:56Wir fotografieren Wellen im Licht auf der Belle Ile, Bretagne
am rechten Ort. (wie Maria weiter unten so schön in den Kommentaren schrieb!) Das können wir bezgl dieser Reise wirklich behaupten. So eine Kältefront ist unglaublich fotogen. So außerordentlich faszinierende Strandlandschaften hätte ich in Dänemark nicht erwartet. Auch, wenn es beschwerlicher ist als unter „normalen“ Bedingungen, die Winterfotografie lohnt sich. Hier zeigen wir zwei unserer Favoriten und wir würden uns sehr über Eure Meinungen freuen!
Lyngvig Leuchttrum in der Nacht. Wir hätten gern noch etwas länger belichtet, doch das Objektiv überzog sich so sehr mit Eis, dass die Fotos nicht mehr brauchbar waren.
Heute sollte es eigentlich ein Faulenzertag werden, die Wettervorhersage stand wieder auf bewölkt, obwohl das nach der bisherigen Erfahrung nichts zu sagen hat.
Also ließen wir den Tag gemütlich angehen und planten nur einen Besuch im Outdoorshop. Heidemarie wollte eine Fleecejacke und Gabi eine warme Kappe. Gabi hatte ihre Fjällräven-Fellmütze, wuschelig und ultrawarm, schnell gefunden. Hattes sie ja bereits am Tag zuvor gesichtet und nochmal über den Kauf geschlafen. Heidemarie brauchte etwas mehr Zeit und endete dafür mit einer kompletten Wolfskin-Winterjacke und einem neuen Rucksack. Auf dem Rückweg suchten wir am Lyngvig-Strand Gabis verschwundenen Objektivdeckel, leider ohne Erfolg.
Lyngvig Fyr hinter der Düne
Argab Strand
Nach unserer Rückkehr machten wir uns über eine Ladung Bean-Burritos her, ein anschließender Blick gen Himmel zeigte im Verschwinden begriffene Wolken, und wir brachen zu einem nachmittäglichen Besuch des Argabstrandes, südlich von Hvide Sande, auf. Vor diesen Strand hatten die Dänen eine heftig steile Düne gestellt. Ohne Kletterhilfe ging da wenig. Nach dem Er- und Entklettern dieses Sandgebirges, was auch die älteren Damen unserer Gruppe bravourös bewältigten, fotografierten wir mehrere Stunden lang in den schon sehr wolkenarmen Sonnenuntergang hinein. Wir hatten fotogenes Licht, die Eisformationen an diesem Strandwaren spektakulärer als gestern, der Himmel war fast zu kitschig sonnenuntergängig.
Nachtfotografie
In der anbrechenden Dunkelheit krabbelten wir zurück über die Düne und bereiteten uns zuhause auf unsere Nachtexkursion vor. Der Himmel war inzwischen bis auf einen Horizontstreif wolkenfrei, gute Voraussetzungen also, um den Leuchtturm vor dem Polarstern zu fotografieren.
Eis am Strand
Leiter zum Strand hinunter
Noah mimmt eine Schneedusche
Strandgut sammeln ist schwierig, weil alles festgefroren ist
Wolken über dem Meer
Argab und Blick zum Fjord
Dünenlandschaft im Schnee
Der Mond, den wir zur Leuchtturm-Illumination brauchten, war noch nicht aufgegangen, so stapfte ich mit Gabi im Stockfinsteren zum Strand, für Sternbahnaufnahmen am Meer. Eine halbe Stunde später schaute der Mond über den Horizont und schaffte es irgendwann sogar über die Düne, die Temperatur lag jetzt bei etwa -10°C und weiter fallend, und wir machten uns auf den Rückweg zum Leuchtturm.
Ich hatte am Vortag die Karnickelwege südlich des Turmes erkundet, so ging es recht schnell zum angepeilten Aufnahmeort. Eine dreiviertel Stunde später war uns die Kälte so weit in die Knochen gekrochen, dass wir in gegenseitigem Einvernehmen feststellten, genug fotografiert zu haben.
Gegen 22:00 Uhr waren wir zurück und jetzt galt es, noch die Bilder zu begutachten, zu speichern und noch zu bearbeiten. So viel zum Faulenzertag!