Der lichtstarke Leuchtturm Creac’h
Der Leuchtturm Creac’h selbst ist nicht für Besucher geöffnet. Wir arbeiten an einem Buchprojekt und lassen uns über Jahre nicht abwimmeln beim zuständigen Amt. Im Jahr 2016 ist es endlich soweit. Wir dürfen den Leuchtturm und den Leuchtturmwärter Patrick Richard besuchen. Da wir kaum Franzöisch können, müssen wir uns einen Übersetzer suchen. Im Zeitschriftenladen von Lampaul finden wir einen jungen Meeresbiologen der sich wahnsinnig freut, diesen Job zu übernehmen. Er hatte als Insulaner noch nie die Möglichkeit den Leuchtturm von Innen anzusehen und strahlt uns mit einem breiten Lachen an, als wir uns am Leuchtturm treffen.
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Der Leuchtturm La Jument
Jeder Meeres- oder Leuchtturmfan kennt diesen Leuchtturm. Das liegt nicht an der Lage, sondern am berühmten Foto des Fotografen Jean Guichard. Du kennst das sicher auch. Die Wellen wird in den nächsten Sekunden den Leuchtturm umschließen, doch der Leuchtturmwärter steht noch in der geöffneten Tür. Wir flogen nicht mit dem Hubschrauber über das Meer und die Insel, sondern fuhren mit dem Rad in jeden letzten Zipfel und suchten unsere Fotomotive vom Land aus. Wie sehr wir das genossen haben, siehst du an unseren Fotos. Sie sind unsere Liebeserklärung an die Insel der Leuchttürme.
Wir fotografieren den Phare de la Jument bei »ruhigem« Meer. Wellen scheint es hier immer zu geben und mit dem Teleobjektiv wirken sie vor dem Leuchtturm gewaltig. Wir können uns trotzdem schwer vorstellen, wie es bei einem richtigen Sturm aussieht. Ob man sich dann noch auf den Beinen halten kann?
Der zweitälteste Leuchtturm Frankreichs, Phare du Stiff und der Leuchtturm Kereon
Der älteste Leuchtturm der Insel, ist gleichzeitig der zweitälteste Frankreichs. Der Phare du Stiff wurde 1699 vom Marquis Vauban, dem Festungsbaumeister Ludwigs des Vierzehnten, auf dem höchsten Punkt der Insel erbaut. Er ist der erste Insel-Leuchtturm, den wir bei der Ankunft mit der Fähre gesehen haben. Der Phare du Stiff hat eine charakteristischen Doppelturm-Konstruktion. Er ist nach wie vor in Betrieb, wenn auch das Leuchtfeuer automatisiert ist. Wir besichtigen den Turm und das Museum in einem der Nebengebäude. Hier am Leuchtturm werden die bekannten Ouessant-Bienen gezüchtet, die völlig parasitenfrei sind, weil sie keine Berührung mit den infizierten Festland-Bienenvölkern haben.
Wir versuchen Honig zu kaufen. Es bleibt beim Versuch. Der Ouessant Honig ist eine Seltenheit und so heiß begehrt, dass er schnell ausverkauft ist.
In der Abendstimmung können wir vom Stiff aus die gesamte Insel überblicken, mit dem Teleobjektiv können wir sogar den Phare du Créac’h herauspicken.
Einen Sturm haben wir bei unserem Aufenthalt leider nicht erlebt, trotzdem konnten wir auf Ouessant mächtige Wellen fotografieren.
Die beiden Häfen der Insel Ouessant
Delfin und Robbe
Bei jedem Besuch auf Ouessant hat uns der im Hafenbecken lebende Delfin begrüßt. Er ist so eine Art Maskottchen der Insel und hält sich gern in der Nähe der Fischerboote auf und spielt mit Bojen. Auch Robben sieht man häufig in den Wellen.
Fotogalerie der Küste
Sehenswürdigkeiten auf Ouessant
Es gibt wenig sogenannte Sehenswürdigkeiten auf der Insel. Für uns ist die ganze Insel und sogar die Reise dahin die Sehenswürdigkeit. Einfach einmal runter kommen zu können auf einer wilden, naturnahen Insel ist der größte Luxus für uns. Hier neben der Besichtigung des Leuchtturm Museums im Phare du Creac’h und dem Museum im Leuchtturm Stiff und den Wanderungen, die du unternehmen kannst ein paar Tipps für Unternehmungen.
Leuchtturm Führung mit Ondine in der Nacht
Ondine und ihr Mann sind Fischer. Morgens wagen sich die beiden in die gefährlichen Gewässer vor der Insel, um Fisch mit Angeln zu fangen. Am späten Vormittag kann man den Fisch im Ortskern von Lampaul kaufen. Frischer geht es nicht.
Abends ziehe ich mit einer Gruppe Franosen und Ondine, mit dem Auto über die Insel. Die Klippen auf denen der Leuchtturm Stiff steht sind der der einzige Ort, von dem aus 18 Leuchttürme und Leuchtbojen zu sehen sind. Das Wetter ist klar, es ist kalt. Wir stehen im kühlen Nachtwind und schauen dem Blinken und Leuchten der Türme in der Ferne, auf dem Festland und im Wasser zu. Als Abschluss schauen wir den Leuchtturm Creac’h an. Im Herbst, wenn sich seltene Vögel auf der Insel sammeln und zahlreiche Vogeltouristen anziehen, kann es passieren, dass das helle Licht des Leuchtturms die Vögel irritiert. Sie fliegen dann mitten in der Nacht im Lichtschein und Scharen von Leuten stehen und staunen.
Das Ecomuseum
Musik auf der Insel Ouessant
Wenn du die Musik des Komponisten und auf Ouessant lebenden Yann Tiersen gern hörst, erkundige dich, ob er vielleicht zufällig ein Konzert in seinem Studio Eskal gibt. Wir durften das während eines Aufenthalts erleben und es war ein ganz besonderes, familiäres Konzert.
Die Ortschaft Lampaul und Häuser auf Ouessant
Infos zum Ecomuseum und den Leuchttürmen auf Französisch
Auch lesenswert
Ouessant kommt natürlich auch in unserem Buch: „Bretagne intensiv erleben“ vor.
Fotoworkshop auf der Insel Ouessant im März 2025 und 2026
Wir trafen uns mit fünf Teilnehmern im März und April auf der Insel Ouessant und werden dieses Coaching auch im Jahr 2026 wieder anbieten. Kontaktiere uns bei Interesse.
mailto:gabi@5reicherts.com




















































































































