Wir haben schon viel über die Insel Farö im Norden Gotlands gehört. Die Spannung steigt, Vorfreude kommt auf. Doch da liegen noch einige andere Sehenswürdigkeiten auf dem Weg dorthin.
Stenkirkehuk, ein Leuchtturm an der Ostküste Gotlands
Wir fahren die Ostküste Gotlands entlang nach Norden. Zwei Leuchttürme liegen auf der Strecke, sie zu finden ist eine andere Sache. Auf verwucherten Waldwegen suchen wir den Leuchtturm Stenkirkehuk. Das ist ein ausgewachsener Leuchtturm, der eigentlich nicht zu übersehen sein sollte? Ausgeschildert ist er nirgends. Die Wege werden uns schließlich zu eng und zu steil. Wir parken in einer Abzweigung und suchen zu Fuß nach dem weißen Leuchtturm. Wir finden ihn endlich zwischen den Bäumen versteckt auf Privatgelände stehend. Eine italienische Familie gesellt sich zur Suche, die drei laufen direkt rein in den Garten. Ich halte mich lieber zurück – möchte erst um Erlaubnis fragen, aber da ist keiner anwesend. Am Leuchtturmwochende wird der Turm geöffnet sein. Schade, aber da sind wir bei anderen Leuchttürmen verplant.

Leuchtender Tang am Kieselstrand

Wellen und Felsen

Wolken und Kieseltrand

Hütte am Strand, Stenkirkehuk

Hütte am Strand, Stenkirkehuk

Der Leuchtturm Stenkirkehuk

Die Treppe zum Strand

Der Leuchtturm Stenkirkehuk

Stenkirkehuk

Unser Wohnmobil auf engen Waldwegen
Ein kleiner Pfad führt um den Turm herum. Grindel ist begeistert – hier riecht es überall nach Hasen. Sie wird ganz wild und zerrt an der Leine. Ich fotografiere den Leuchtturm von der Meerseite, habe aber nur wenig Bewegungsraum. Eine steile unglaublich hohe Treppe führt weit hinunter an den Kieselstrand.
Wow ist das schön da. Dunkle, schwere Wolken hängen tief am Horizont. Der Strand ist schmal, die Steine weiß und ein toller Kontrast zum dunklen Meer. Wellen knallen an den Strand. Ich freue mich über die Fotomotive. Kleine Fischerhütten, Boote und Felsen, dazu die lebendigen Wellen und der fotogene Himmel. Gunter lässt derweil Grindel von der Leine, sie rennt wie wild herum und hat Spaß. Doch dann nimmt sie eine Fährte auf und schießt den steilen Hang hinauf. Uns wird fast mulmig, ungefährlich sieht das nicht aus. Die Ohren unserer Dackeldame stehen auf Durchzug. Der Steilhang ist ihr lieber als die dicken Kieselsteine. Es ist auch erstaunlich, wie viele Kaninchen es hier gibt!
Hohe Klippen und Leuchttürmchen Hallsvik
Der Abend geht in die Nacht über, es wird dunkel und die Wolken die gerade noch so schwer am Himmel hingen, erleichtern sich. Es regnet sich richtig ein. Wir fahren weitere schmale Waldwege und stellen uns schließlich hochh oben auf den Klippen neben ein dort parkendes deutsches Mobil. Hier sollte auch ein kleiner Leuchtturm stehen. Da es zu stark regnet, spielen wir lieber ein paar Partien Rommee und ich gehe nicht auf die Suche nach dem Turm, bedauere das aber sehr.
Der Regen trommelt die ganze Nacht auf das Dach unseres Wohnmobils. Es schüttet so sehr, dass ich Angst bekomme, dass der Regen und von der Klippe spült. Außerdem ist es sehr laut. Das starke Licht des Leuchtturms ist in der Regennacht gut erkennbar. Wir stehen also richtig.

Wanderpfad entlang der Klippe, Hallsvik
Morgens bin ich trotz einer relativ schlaflosen Nacht früh auf den Beinen. Es ist friedlich, ein paar Kaninchen hoppeln um die Wette, die Vögel singen, das Meer liegt ruhig circa 30 m unter uns. Es sieht traumhaft aus. Nur die beißenden Fliegen nerven. Also nicht stehen bleiben, immer schön bewegen, damit sie mich nicht piesacken können. Es regnet nicht mehr, trotzdem hängt stundenlang ein Regenbogen am Horizont. Ich genieße diese morgendliche Fotosession. Die Klippen, die wir gestern im schlechten Wetter nicht sehen konnten, sind beeindruckend. Der Leuchtturm ist wesentlich kleiner, als sein Licht es vermuten ließ. Ich finde er hat trotzdem was Besonderes.
Klickt die Vorschaufotos zur größeren Ansicht an!

Leuchttürmchen Hallsvik

Leuchttürmchen Hallsvik mit Regenbogen

Leuchttürmchen Hallsvik mit Regenbogen

Leuchttürmchen Hallsvik mit Regenbogen

Wanderpfad entlang der Klippe, Hallsvik

Wolken und Meer

Wolken und Meer

Waldweg oberhalb der Klippe
Nach dem Frühstück spaziere ich mit Grindel die Klippenkante entlang und komme mit unseren Wohnmobilnachbarn ins Gespräch. Die Frau ist Lehrerin, kennt sich aber mit Homeschooling und sogar Unschooling aus. Die Familie ist weit gereist, sie lebten einige Zeit in Papua Neu Guinea und unterrichteten ihre Kinder selbst.
Der neue Tag ist wolkenreich, bleibt aber trocken. Wir fahren an einem sauberen, kleinen See entlang. Die kargen Bäume, die dunklen Wolken, die Kieselsteine und das klare Wasser sind extrem fotogen.

Das klare Wasser des Sees

KalksteinfabrikKalksteinfabrik

Kalksteinfabrik

Ein Baum am See

Das klare Wasser des Sees

Blümchen
Die kleine Insel Farö im Norden Gotlands

Fischerboote am kargen Strand
Die kurze Autofähre nach Farö ist kostenlos, sie bringt in kurzen Zeitabständen Besucher hinüber zur kleineren Insel. Das Wetter ist trist, passt aber irgendwie zur kargen Landschaft. Die Küste entlang gibt es viel zu entdecken. Ein kleiner Hafen mit zahlreichen winzigen Häuschen und Booten, die auf Kieselsteinen stehen. Dazu diese windschiefen Kiefern, die fast wie Bonsai Bäume aussehen und trotzdem dort zu wachsen versuchen.
Dann sehen wir die ersten größeren Raukare. Das sind diese einzigartigen Felsformationen, die den Strand verzieren. Sie sind größer, als wir gedacht haben. Da das Licht nun wirklich langweilig ist, beschließen wir einfach, auf besseres zu warten. Die Raukare von Langhammar sind mit die berühmtesten und dort kochen wir auf dem Parkplatz erstmal was Leckeres zum Abendessen. Ein schmaler wolkenloser Streifen tief am Horizont lässt auf einen spektakulären Sonnenuntergang hoffen. Wir sind vor Ort und haben die besten Standorte schon entdeckt, als die Sonne für wenige Minuten hervorkommt. Wie gut, dass wir uns diese Zeit der Erkundung immer nehmen. Die Ergebnisse danken es uns.

Endlich kommt die Sonne durch
Die Fotos sind von zwei Abenden und einem frühen Morgen. Klickt die Vorschaufotos an für eine größere Ansicht!

Amy und Grindel als Größenvergleich zu den Raukaren von Langjammar

Langhammar und Wolken

Abendliche Spiegelung auf dem Wasser

Die Lichtsstimmung wird besser und besser

Die Lichtsstimmung wird besser und besser

Abendstimmung Langhammar

Für wenige Minuten glüht der Himmel

Raukare in Langhammar

Früh morgens sind wir fast ganz allein bei den Raukaren

Wunderschöne Bäume

Eine Lichtsstimmung zum Genießen

Feuerspucker

Nach Sonnenuntergang
Leider war ich in der Nacht viel zu müde, und es wurde auch saukalt. Ich hätte gerne noch den Sternenhimmel fotografieren wollen, hatte aber keine Energie mehr, mich lange Zeit in die Kälte und Dunkelheit zu stellen.
Die schwedische Insel Gotland
Die kleine Insel Farö im Norden Gotlands
Wir haben schon viel über die Insel Farö im Norden Gotlands gehört. Die Spannung steigt, Vorfreude kommt auf. Doch da liegen noch einige andere Sehenswürdigkeiten auf dem Weg dorthin.
Stenkirkehuk, ein Leuchtturm an der Ostküste Gotlands
Wir fahren die Ostküste Gotlands entlang nach Norden. Zwei Leuchttürme liegen auf der Strecke, sie zu finden ist eine andere Sache. Auf verwucherten Waldwegen suchen wir den Leuchtturm Stenkirkehuk. Das ist ein ausgewachsener Leuchtturm, der eigentlich nicht zu übersehen sein sollte? Ausgeschildert ist er nirgends. Die Wege werden uns schließlich zu eng und zu steil. Wir parken in einer Abzweigung und suchen zu Fuß nach dem weißen Leuchtturm. Wir finden ihn endlich zwischen den Bäumen versteckt auf Privatgelände stehend. Eine italienische Familie gesellt sich zur Suche, die drei laufen direkt rein in den Garten. Ich halte mich lieber zurück – möchte erst um Erlaubnis fragen, aber da ist keiner anwesend. Am Leuchtturmwochende wird der Turm geöffnet sein. Schade, aber da sind wir bei anderen Leuchttürmen verplant.
Ein kleiner Pfad führt um den Turm herum. Grindel ist begeistert – hier riecht es überall nach Hasen. Sie wird ganz wild und zerrt an der Leine. Ich fotografiere den Leuchtturm von der Meerseite, habe aber nur wenig Bewegungsraum. Eine steile unglaublich hohe Treppe führt weit hinunter an den Kieselstrand.
Wow ist das schön da. Dunkle, schwere Wolken hängen tief am Horizont. Der Strand ist schmal, die Steine weiß und ein toller Kontrast zum dunklen Meer. Wellen knallen an den Strand. Ich freue mich über die Fotomotive. Kleine Fischerhütten, Boote und Felsen, dazu die lebendigen Wellen und der fotogene Himmel. Gunter lässt derweil Grindel von der Leine, sie rennt wie wild herum und hat Spaß. Doch dann nimmt sie eine Fährte auf und schießt den steilen Hang hinauf. Uns wird fast mulmig, ungefährlich sieht das nicht aus. Die Ohren unserer Dackeldame stehen auf Durchzug. Der Steilhang ist ihr lieber als die dicken Kieselsteine. Es ist auch erstaunlich, wie viele Kaninchen es hier gibt!
Hohe Klippen und Leuchttürmchen Hallsvik
Der Abend geht in die Nacht über, es wird dunkel und die Wolken die gerade noch so schwer am Himmel hingen, erleichtern sich. Es regnet sich richtig ein. Wir fahren weitere schmale Waldwege und stellen uns schließlich hochh oben auf den Klippen neben ein dort parkendes deutsches Mobil. Hier sollte auch ein kleiner Leuchtturm stehen. Da es zu stark regnet, spielen wir lieber ein paar Partien Rommee und ich gehe nicht auf die Suche nach dem Turm, bedauere das aber sehr.
Der Regen trommelt die ganze Nacht auf das Dach unseres Wohnmobils. Es schüttet so sehr, dass ich Angst bekomme, dass der Regen und von der Klippe spült. Außerdem ist es sehr laut. Das starke Licht des Leuchtturms ist in der Regennacht gut erkennbar. Wir stehen also richtig.
Wanderpfad entlang der Klippe, Hallsvik
Morgens bin ich trotz einer relativ schlaflosen Nacht früh auf den Beinen. Es ist friedlich, ein paar Kaninchen hoppeln um die Wette, die Vögel singen, das Meer liegt ruhig circa 30 m unter uns. Es sieht traumhaft aus. Nur die beißenden Fliegen nerven. Also nicht stehen bleiben, immer schön bewegen, damit sie mich nicht piesacken können. Es regnet nicht mehr, trotzdem hängt stundenlang ein Regenbogen am Horizont. Ich genieße diese morgendliche Fotosession. Die Klippen, die wir gestern im schlechten Wetter nicht sehen konnten, sind beeindruckend. Der Leuchtturm ist wesentlich kleiner, als sein Licht es vermuten ließ. Ich finde er hat trotzdem was Besonderes.
Klickt die Vorschaufotos zur größeren Ansicht an!
Nach dem Frühstück spaziere ich mit Grindel die Klippenkante entlang und komme mit unseren Wohnmobilnachbarn ins Gespräch. Die Frau ist Lehrerin, kennt sich aber mit Homeschooling und sogar Unschooling aus. Die Familie ist weit gereist, sie lebten einige Zeit in Papua Neu Guinea und unterrichteten ihre Kinder selbst.
Der neue Tag ist wolkenreich, bleibt aber trocken. Wir fahren an einem sauberen, kleinen See entlang. Die kargen Bäume, die dunklen Wolken, die Kieselsteine und das klare Wasser sind extrem fotogen.
Das klare Wasser des Sees
Die kleine Insel Farö im Norden Gotlands
Fischerboote am kargen Strand
Die kurze Autofähre nach Farö ist kostenlos, sie bringt in kurzen Zeitabständen Besucher hinüber zur kleineren Insel. Das Wetter ist trist, passt aber irgendwie zur kargen Landschaft. Die Küste entlang gibt es viel zu entdecken. Ein kleiner Hafen mit zahlreichen winzigen Häuschen und Booten, die auf Kieselsteinen stehen. Dazu diese windschiefen Kiefern, die fast wie Bonsai Bäume aussehen und trotzdem dort zu wachsen versuchen.
Dann sehen wir die ersten größeren Raukare. Das sind diese einzigartigen Felsformationen, die den Strand verzieren. Sie sind größer, als wir gedacht haben. Da das Licht nun wirklich langweilig ist, beschließen wir einfach, auf besseres zu warten. Die Raukare von Langhammar sind mit die berühmtesten und dort kochen wir auf dem Parkplatz erstmal was Leckeres zum Abendessen. Ein schmaler wolkenloser Streifen tief am Horizont lässt auf einen spektakulären Sonnenuntergang hoffen. Wir sind vor Ort und haben die besten Standorte schon entdeckt, als die Sonne für wenige Minuten hervorkommt. Wie gut, dass wir uns diese Zeit der Erkundung immer nehmen. Die Ergebnisse danken es uns.
Endlich kommt die Sonne durch
Die Fotos sind von zwei Abenden und einem frühen Morgen. Klickt die Vorschaufotos an für eine größere Ansicht!
Leider war ich in der Nacht viel zu müde, und es wurde auch saukalt. Ich hätte gerne noch den Sternenhimmel fotografieren wollen, hatte aber keine Energie mehr, mich lange Zeit in die Kälte und Dunkelheit zu stellen.
Die schwedische Insel Gotland
Der Leuchtturm, der ein Schiff versenkte – När, Gotland
Jedes dritte Wochenende im August ist den Leuchttürmen gewidmet. Zwei Tage lang haben an diesem internationalen Leuchtturmtag die Leuchttürme für Besucher geöffnet. Wer jetzt denkt, dass wäre MEIN Feiertag, der irrt. Ich war gefrustet! Ganz viele Leuchttürme offen und ich kann höchstens zwei, drei besichtigen. Was für ein Stress. Ich wollte mir doch gerne alle ansehen.
Wir waren an diesem verregneten Samstag in Farö, also ganz im Norden Gotlands. Dort steht ein hoher, weißer Leuchtturm, den wir schon einen Tag zuvor mit unseren Kameras mehrfach umkreist hatten. Niemand wusste aber Bescheid, wann denn dieser Leuchtturm öffnen würde. Ich fragte jeden, der mir über den Weg lief und noch ein paar Leute mehr. Nichts. Keine Info. Wir warteten bis 10:00 Uhr dann entschieden wir, doch wieder nach Gotland zu fahren.
Auf dem Weg fotografierten wir noch Felsbögen, und erkundeten die Küste im Westen. Es fing an zu nieseln. Das war einer dieser ergiebigen Nieselregen, die quer kommen und dich ganz schnell bis auf die Knochen durchweichen. Kein schöner Tag.
Felsbogen, Gotland
Felsbogen, Gotland
Ich drängte Gunter dazu, trotz des miesen Wetters zum När Leuchtturm zu fahren. Dort würden wir sicher Leuchtturmfans finden. Denen plante ich ein Loch in den Bauch zu fragen. Der Plan ging tatsächlich auf. Wir kamen zwar über eine halbe Stunde zu spät am Leuchtturm an, die Leute verabschiedeten sich gerade. Ich durfte aber noch ganz schnell in den Leuchtturm hineinhuschen, kletterte die metallenen Stufen hinauf und schaute auf die regennasse Landschaft hinunter.
Ein Leuchtturm, der ein Schiff versenkte
Lars, der den Leuchtturm an diesem Tag betreute erzählte mir im Freien noch alles Wichtige. In der ersten Nacht als der Leuchtturm När in Betrieb war lief ein Schiff auf Grund und versank. Der Kapitän hatte vom neuen Leuchtfeuer nichts mitbekommen, das Licht für den Hoburg Leuchtturm weiter im Süden gehalten, und deswegen Gotlands Küste gerammt. Der Leuchtturm versenkte also in der ersten Nacht ein Schiff.
Lars, der Leuchtturm Enthusiast
Jagd auf Roter Oktober
Am Ende des kalten Krieges fuhr in den schwedischen Gewässern der Ostsee eine russisches Fregatte. Der Kapitän wollte zur Nato überwechseln. Er ruderte mit einem kleinen Boot an Land und suchte nach einem Haus. Das fand er am När Leuchtturm. Klar war dieser Kapitän und sein Wissen für den Westen äußerst interessant. Die Story war sogar interessant für die Filmindustrie. Da in Holywood gedreht wurde, tauschten die Filmemacher Gotland gegen die USA und die Fregatte gegen ein U-Boot aus.
Jagd auf Roter Oktober bei Amazon
Das historische Leuchtfeuer in Grynge sollte an diesem Abend entzündet werden. Lars und seine Frau Kaidi würden auch nach Grynge kommen. Endlich hatte ich mal einen Ansprechpartner gefunden, der sich auskannte. Jetzt würden wir das Anzünden des Feuers nicht verpassen, da ich die genaue Zeit und den Ort hatte.
Den kleine Fischerort fanden wir problemlos. Es war ruhig, nur ein Auto parkte vor den kleinen Fischerhütten. Der Nieselregen ließ langsam nach, was ein Glück.
Holzfeuer, Grynge
Lars erzählte uns, dass diese Wochenede nicht nur wegen der Leuchttürme so interessant sei. Es ist das letzte Ferienwochende, danach, meint er, fahren alle Stockholmer Geldsäcke, die Häuser auf Gotland besitzen, wieder nach Hause. Dann gehört Gotland wieder seinen Bewohnern und es wird ruhig. Vor allem auf den Straßen.
Es waren außer uns wohl auch keine Touristen da, als das Feuer entzündet wurde. Das Fotografieren gestaltete sich schwierig, weil viele Leute anwesend waren, noch etwas Regen in der Luft hing und es schnell dunkel wurde. Mir machte die ganze Sache trotzdem richtig Spaß!
Kaidi verriet, dass sie einen eigenen, kleinen Leuchtturm im Garten stehen haben. Das Leuchtfeuer im Hafen von Herrvik hatte eine neue Lampe erhalten. Die ausgediente Lampe sollte auf den Müll wandern. Das wusste Lars zu verhindern. Er holte die historische Leuchtanlage zu sich nach Hause und baute einen kleinen Leuchtturm als Basis darunter. Ja, und da steht der jetzt, etwas zu weit weg vom Meer. Der wohl am schwierigsten zu findende Leuchtturm Gotlands. Wir wurden zum am nächsten Tag zum Abendessen eingeladen, da konnten wir den kleinen Leuchtturm besichtigen.
Und ein Dackel bellt!
Das historische Leuchtfeuer Grynge wird entzündet. Smartphone Video
Grindel und die interessante Hagebuttehecke – kurzes Smartphone Video.
Die schwedische Insel Gotland
Highlights Hurtigruten
Buchbesprechung: Highlights Hurtigruten
von Thomas Härtrich (Bilder) und Thomas Krämer (Text)
Bruckmann Verlag GmbH, München 2016
Und noch ein Hurtigruten-Buch, war mein erster Gedanke, als ich den neuen Bildband in Händen hielt. Neue Hurtigrutenbücher und -Kalender erscheinen jedes Jahr so zuverlässig wie ein schweizer Uhrwerk.
Zu diesem Exemplar habe ich jedoch ein besonderes Verhältnis. Ich kenne den Fotografen Thomas Härtrich, und ich schätze seine Bilder. Und dieser neue Bildband enttäuscht mich in keinster Weise. Der Druck ist einwandfrei und die klar gestalteten, technisch perfekten Bilder wecken in mir das unbändige Verlangen, wieder durch Norwegen zu reisen, diesmal unbedingt eine Tour mit der Hurtigrute unternehmen! Die kühle, frische Meerluft ist auf jeder Seite zu spüren.
Den Text hat der Redakteur und Norwegenkenner Thomas Krämer verfasst. Leichtfüßig und locker schreibt er über die einzelnen Stationen der Hurtigruten-Route. Fakten, Geschichten und Erlebnistipps fügen sich nahtlos in den Erzählfluss ein.
Der Bildband „Highlights Hurtigruten“ ist für mich ein Highlight der Reisebildbände über Norwegen, der sich wohltuend aus der Masse der Hurtigrutenbücher hervorhebt.
Thomas Härtrich ist auch Fotograf des wunderschönen 2017er Sehnsuchtskalenders Norwegen.
Auf dem Weg nach Ouessant, Bretagne
Wir sind wieder auf dem Weg in die Bretagne. Drei ganze Wochen im Oktober 2016 werden wir dieses Mal auf der kleinen Insel Ouessant Wellen und Leuchttürme fotografieren und einen kleinen exklusiven Fotoworkshop abhalten. Hier nochmal ein paar Infos zur Insel.
Infos zur Île d’Ouessant
Die Île d’Ouessant ist der westlichste Teil des französischen Mutterlandes und liegt 20 Kilometer vor der Westspitze des Festlandes. Dieser 8 Kilometer lange und 61 Meter hohe Granitblock ist ständig den Stürmen und den mächtigen Wellen des Atlantiks ausgesetzt. Die Naturgewalten haben hier eine außergewöhnliche und abwechslungsreiche Felsenküste geschaffen.
Der Phare de Creac’h ist einer der leuchtstärksten Leuchttürme der Welt. Phare de Nividic und Phare de la Jument warnen die Schiffe vor den Klippen in den westlich liegenden Gewässern. Dort ist das Meer besonders wild. Dieser Teil der Insel ist einer der schönsten für die Meeresfotografie, denn wir können dort wilde Wellenfotos schießen oder mithilfe der Langzeitfotografie meditative Bilder gestalten.
Der Phare du Stiff steht auf dem höchsten Punkt im Osten der Insel. Er bietet durch seine einzigartige Bauweise ein weiteres architektonisches Fotomotiv. Stiff ist der zweitälteste Leuchtturm Frankreichs, seit 1695 dient er dem Schiffsverkehr um Ouessant als Orientierungszeichen.
Doch auch das Innere der Insel bietet sich für die Fotografie an. Kleine Kapellen, alte bretonische Häuser, überwachsene Natursteinmauern, Schafe, und vieles mehr. Vielleicht haben wir das Glück, den Delfin, der den Einheimischen bereits gut bekannt ist, im Hafen zu sehen.
Ouessant ist für uns die Insel der Leuchttürme, der Wellen und der wilden Küste. Ein Eldorado für Küstenfotografen.
Übersichtsseite Bretagne 2016
Weitere Leuchttürme am Vänern – Schweden
Wir besichtigten soviele verschiedene Leuchttürme und erlebten soviel wohltuende Natur, dass wir im Reisebericht zwei ganze Tage ganz vergessen haben. Die waren extrem „Leuchtturmreich“, deswegen liefern wir sie nach und berichten dann weiter über die Ostseeinsel Gotland.
Leuchtturm Duseudde
Nicht weit vom traumhaften Leuchtturm Stavik entfernt findet man den Leuchtturm Duseudde. Im Wald hinter einem großen Campingplatz steht der Turm auf einem Haus indem sich auch ein Restaurant befindet. Viele Urlauber laufen hier über die glatten Felsen und wandern zum Restaurant. Wir schauen uns um, gehen hinunter ans Wasser und fotografieren den Leuchtturm von allen Seiten. Die Wolken sind gigantisch und extrem fotogen. Es macht Spaß im sonnigen Wetter. Ich springe nach vorne auf die Felsen um auch etwas Wasser ins Foto zu bekommen, dann mache ich mich auf den Rückweg zu Amy und Grindel nur 10 m von mir entfernt. In den zwei Minuten hatte sich eine ca. ein Meter lange Kreuzotter auf den Weg zu den warmen Felsen gemacht. Sie schlängelt sich in einer wahnsinns Geschwindigkeit in eine der Felsspalten. Für Grindel wäre eine solche Schlange gefährlich, wir passen jetzt noch mehr auf.
Klick auf die Fotos für Bildunterschriften und eine größere Ansicht.
Die schwedischen Binnensee-Leuchttürme sind wahrlich kein Muster an leichter Erreichbarkeit. Die Hauptverkehrsstraßen verlaufen in respektvoller Entfernung von den Seeufern. Wir fahren über kleine Sträßchen, Schotterwege und Feldwege durch waldreiches Gebiet, damit wir mit Navi-Unterstützung überhaupt in die Nähe der Leuchtfeuer kommen.
Gälle Udde am Westufer des Vänern
Auf dem Weg zum Turm von Gälle Udde am Westufer des Vänern spielt sich genau dieses Szenario ab. Bis wir mit unserem Wohnmobil vor einer Schranke halten. Die Weiterfahrt ist nicht erlaubt. Den letzten Kilometer schleppen wir unsere Kameraausrüstungen zum Seeufer. Das macht nicht wirklich Laune, denn der Himmel ist bedeckt und es nieselt leicht. Schwer abzuschätzen, ob sich die Mühe überhaupt lohnt. Unser Dackel freut sich jedenfalls über einen ausgedehnten Spaziergang. Na gönnen wir es ihr.
Der kombinierte Feld- Waldweg endet, wie soll es anders sein, an einem Privatgelände mit Sommerhaus. Zwischen Wohnhaus und Schuppen ragt der vielbeinige rote Leuchtturm über die Baumwipfel. Wir versuchen, die Besitzer zu kontaktieren aber niemand ist zuhause. Ein Auto ist auch nicht zu entdecken.
Der Nieselregen hat sich zwischenzeitlich verkrümelt, zwischen den schnell dahinziehenden Wolken klaffen blaustrahlende Lücken, und dann bricht tatsächlich die Sonne durch. Belohnt für das Warten, haben wir perfekte Lichtbedingungen gegen dunklen Wolkenhintergrund. Wir fotografieren los, was das Zeug hält, während Grindel aufgeregt mit der Nase am Boden über das Gelände und an der felsigen Küste wuselt. Bevor uns die rechten Zeigefinger abfallen, packen wir unseren Kram wieder zusammen und wandern zurück. Auf dem Rückweg verlieren wir Grindel fast. Sie entdeckt etwas Interessantes im Gebüsch und verschwindet für mehrere Minuten. Das hatten wir noch nicht. Wir machen uns gerade Sorgen, da taucht sie wieder auf.
Wegweiser zum Leuchtturm
rote und drahtig, der Gälle Udde Leuchtturm
Die Küste des Vänern
endlich kommt die Sonne raus, Gälle Udde Fyr
Der Leuchtturm in den Bäumen – Hjortens Udde
Ein weiterer Leuchtturm weiter südlich will noch von uns entdeckt werden. Wir fahren ein kurzes Stück auf der Hauptstraße bevor wir uns wieder in die Büsche schlagen. Irgendwann hört der holprige Weg auf. Wir stehen vor einer verschlossenen Einfahrt, es ist kaum Platz zum Wenden, geschweige denn zum Parken vorhanden. Notdürftig klemmen wir unser Mobil ins Gebüsch am Straßenrand und suchen den Leuchtturm von Hjortens Udde, was übersetzt in etwa das Kap der Hirsche heißt. Der eckige, spitz zulaufende Holzturm steht direkt vor uns, im dichtesten Wald. Kein Platz, um den Leuchtturm anständig ins Bild zu setzen. Ich fotografiere trotzdem, in Hecken eingezwängt. Der See ist an dieser Stelle besonders tückisch. Der Leuchtturm wurde 1852 errichtet, als nach der Eröffnung des Göte Kanals reger Bootsverkehr aufkam.
Außer uns sind noch ein paar Leuchtturmfans da. Die haben auch einen Hund und tun sich genauso schwer mit der Fotografie wie wir.
Lidköping
Spät Abends erreichen wir dann Lidköping. In der Nähe des Hafens stellen wir uns neben ein schwedisches Wohnmobil. Jetzt ist erstmal Schluss mit Natur. In der Stadt findet ein Straßenrennen statt. Wir hören nicht nur das Heulen der Autos, wir riechen heißen Gummi und die Bremswolken ziehen zu uns herüber. Das ganze Gelände ist industriell. Wir laufen zum Leuchtturm auf der Mole. Das Wasser des Vänern ist klar. Also doch ein wenig heile Natur. Das Licht ist super und wir fotografieren auch, wenn wir super müde sind. Der Tag war lang. Erst als es dunkel ist, gönnen wir uns was zu essen. Dann hört auch der Lärm des Rennens auf und es wird ruhig. Die Sterne funkeln. Es soll ne Menge Sternschnuppen geben. Ich schau immer wieder raus, aber es ist so richtig kalt. Die Temperatur geht auf 6 ° C runter und ich schlüpfe müde unter die Bettdecke. Grindel kuschelt, was gut ist, denn sie wärmt mich.
Lidköping
Übersichtsseite Wohnmobil Reise zu den schwedischen Leuchttürmen
Radtour durch die französischen Alpen, die ersten Tage. Ein Reisebericht von Esra
Ich werde diesen Blogbeitrag mal in einem anderen Format als üblich verfassen, denn ich habe auf meiner letzten Reise mein Tagebuch in Form von Audioaufnahmen gespeichert, die ich hier direkt einfügen kann.
Kurz zu meiner Reise: Einer meiner Kommilitonen, der Falk, fragte mich vor einigen Wochen, ob ich mal Lust auf eine Radtour durch die Alpen hätte. Klar! Wieso denn nicht? Also planten wir ein bissschen, packten unsere Sachen, und nahmen den Zug nach Lausanne, einem schönen und bestimmt sündhaft teuren Ort am Nordufer des Genfer Sees. Von dort aus fuhren wir nach Martigny, wo momentan ein Freund meiner Familie wohnt (wer den Reisebericht zu Litløy Fyr gelesen hat kennt Nicolas vielleicht noch). Auf dessen Couch crashten wir, bevor wir am nächsten Tag in die Berge fuhren. Dort beginnt der Reisebericht. Viel Spaß beim Hören!
Letztendlich führte uns die Tour einmal durch die gesamten französischen Alpen, nach Nizza. Von dort fuhren wir wieder heim.
(Ich rede etwas leise, da wir direkt hinter einem Haus zelteten und die Leute, die uns die Stelle angeboten hatten, nicht stören wollten)