In Saint-Pol-de-Leon waren wir letztes Jahr und im Februar sehr oft. Schau dir den Blogbeitrag an.
Gestern habe ich hier in der Nacht in einem relativ kleinen Gezeitentümpel eine Sabelle, ein Wurm, fotografieren können.
Sabelle – ein Wurm
Sabelle – ein Wurm
Ile Grande – Wellen und Nebel
Wir sind zur Zeit auf der Ile Grande.
Auf dem Camping municipal, Camping du doulin.
Es ist zwar ziemlich viel los, aber nicht voll.
Zum kleinen Hafen St-Sauveur ist es nicht weit. Ich bin da gern, weil immer was zu sehen ist. Fischer kommen und gehen, Segelboote legen an.
Wenn es Wellen gibt wie die letzten Tage, dann ist man hier auch genau richtig. Wunderschöner Wellenspot.
Die Umrundung der Insel zu Fuß ist auch empfehlenswert. Wir waren vor ein paar Jahren schon mal hier und fanden es damals auch extrem fotogen. Hier ein paar Eindrücke der letzten Tage.
https://www.5reicherts.com/wp-content/uploads/2026/05/Ile-Grande-0521.webp10501400Gabihttps://www.5reicherts.com/wp-content/uploads/2025/07/logo-5reicherts.webpGabi2026-06-03 15:51:392026-08-22 09:04:47Hier sind wir gerade – in der Bretagne
Wir sind seit Anfang Mai wieder in der Bretagne unterwegs und ich widme mich einem neuen Buchprojekt. Dazu sind wir jetzt 10 Tage lang in Port Blanc an der Cote de Granit Rose geblieben.
Anfangs war das Wetter noch sehr anstrengend für die Fotografie in der Gezeitenzone. Es war sehr kalt und vor allem ständig stürmisch. Im Sturm ist es sehr schwierig, die Lebewesen im Wasser zu erkennen.
Ich brauche für diese Art der Fotografie immer eine Weile, bis ich die unterschiedlichen Lebensräume innerhalb eines kleinen Gebietes kenne und weiß, was ich wo finden kann.
Hier erstmal ein paar neue Fotos, ausführlichen Text kann ich erst schreiben, wenn ich daheim wieder am Schreibtisch arbeiten kann.
Anemonen
Splitfotos sind mit dem Weitwinkel Objektiv an der TG 6 und TG 7 sehr schwierig umzusetzen. Das habe ich geübt.
______________________________________________
_________________________________________________
Detail einer Anemone
In der Nacht leuchten einige Anemonen unter UV Licht. Die Wachsrose zieht sich bei Ebbe nicht zurück. Wahrscheinlich nutzt sie diese Fluoereszenz-Proteine als Sonnenschutz.
Wachsrose am Abend mit UV Licht
Wachsrose am Abend ohne UV Licht
In Saint-Jacut-de-la-Mer lernten wir direkt nette Menschen kennen und gingen gemeinsam auf die Suche nach Seehasen
In Port Blanc findet man auch die berühmten Ormeaux. Bei einem hohen Koeffizienten sind viele Bretonen unterwegs, die die großen, ab 9cm, sammeln und als Delikatesse zubereiten.
Ich war mehrmals mit den Ormeaux-Sammlern unterwegs – da geht es schon zur Sache. Mit langen Eisen wird unter den Felsen geschabt, große Felsen werden herum gedreht und mit Platsch wieder ins Wasser gelassen. Nach der Tour ist alles trüb. Ich halte mich da lieber an die kleinen Felsen und fotografierte die viel zu kleinen Ormeaux. Als Fotomotiv ist mir die Größe natürlich egal.
Kleine Ormeau im Wasser
Kleine Ormeau im Wasser
Seezitrone
Ich sah überall die Eigelege der Seezitrone, und dann dieses Prachtexemplar
Wenn ich bis Nachts unterwegs war, kamen mit auch die Strandflöhe vor die Linse
Strandfloh frisst Tang
Natürlich habe ich viele weitere sehr spannenden Lebewesen gefunden und fotografiert. Dazu werde ich aber in Ruhe informative Blogbeiträge und kleine thematisch eng gefasste Bücher schreiben.
https://www.5reicherts.com/wp-content/uploads/2026/08/Sagardia-.webp7861200Gabihttps://www.5reicherts.com/wp-content/uploads/2025/07/logo-5reicherts.webpGabi2026-05-24 15:19:082026-09-03 08:18:05Erkundung der Gezeitenzone in Port Blanc, Granit Rose
Ein paar Fotos von Sturm Nils heute. Anfangs regnete es noch ziemlich stark aber gegen Nachmittag kam sogar die Sonne raus. Ich war zum ersten Mal froh, dass mein Rucksack so schwer ist. Circa 8 kg. Sonst wäre ich im Sturm wohl doch abgehoben.
Objektive reinigen bei Sturm
Der Wind wehte die Gischt auf die Objektive. Da hilft nur das Putzen mit Wasser. Feuchttücher oder Brillenputztücher funktionieren da nicht. Ich habe zwei UV Filter, die ich sonst nie nutze. Aber als Gischtfänger sind die genial. Ist eins schmutzig, nehme ich das nächste und kann dann später im Auto wieder mit Wasser das Salz entfernen. Ich finde die Fotos sehen schon nach Wintersturm aus. So wild waren die Wellen nicht, denn der Koeffizient ist sehr niedrig. Die Flut war also nicht besonders hoch.
https://www.5reicherts.com/wp-content/uploads/2026/02/Bretagne-Sturm-Nils-6463.webp9341400Gabihttps://www.5reicherts.com/wp-content/uploads/2025/07/logo-5reicherts.webpGabi2026-02-12 20:02:262026-04-19 11:58:36Sturm Nils in der Bretagne
Gestern war genial – endlich habe ich ein fotogenes Loch gefunden. Warum ich so hinter diesem perfekten Loch her war, erzähle ich weiter unten.
Plestin-les-Grèves
Regenpausen zum Fotografieren nutzen
Im Februar regnet es noch ziemlich viel, hier in der Bretagne. Und logischerweise nutzen wir jede Regenpause zum Fotografieren. So einfach kann Dankbarkeit sein. Wenn die Regenpause genau zur rechten Zeit ist. Ebbe am Abend.
Ich liebe diese Miesmuschelbänke in Plestin-les-Gèves schon seit Jahren sehr. Diese Felsformationen wirken so urtümlich, dazwischen die räuberischen Schnecken und schon finde ich zahlreiche Fotomotive für die OM TG-7.
Außerdem hatte ich mir gerade den Weitwinkeladapter FCON-TG01 dazu bestellt, weil ich ausprobieren wollte, ob Splitaufnahmen damit möglich sind. Einen Testbericht werde ich die Tage machen.
Plestin-les-Grèves im Sonnenuntergang, OM TG-7 Plus Weitwinkeladapter
Jedenfalls interessieren mich die Zusammenhänge zwischen den Tieren mehr als die lateinischen Namen. Und damit ich diese Geschichten, die sich da meist unbemerkt vor unseren Augen abspielen, auch fotografisch zeigen kann, muss ich wirklich immer dran bleiben. Da muss alles passen. Ich weiß seit Jahren, dass die Purpurschnecke Löcher in die Miesmuscheln bohrt, sie dann betäubt und danach aufsaugt. Das Ende der Miesmuschel also. Als Zeichen bleibt ein perfektes Loch in der Schale der Miesmuschel zurück im leeren Gehäuse. Nur habe ich noch nie eins, welches einfach zu fotografieren war, gefunden. Bis gestern.
Also hier jetzt das Beweisfoto, dass hier gemordet wurde.
Miesmuschel mit Loch der Purpurschnecke, links im Foto siehst du die Bysussfäden, mit denen sich die Muschel auf dem Fels verankert. Auf der Miesmuschel sitzen Seepocken.
Bohrloch der Purpurschnecke – nochmal etwas näher
Ja, ich habe mich sehr über dieses fotogene, perfekte Loch gefreut. Weil mir so ein Foto noch für das Buchprojekt gefehlt hat. Wie schön es doch ist, dieses kleinen Glücksmomente zu genießen.
Miesmuscheln und Seepocken – OM TG-7 mit Weitwinkeladapter
Mit dem Lasso eingefangen
Die Purpurschnecke braucht allerdings circa sechs Stunden, bis sie das Loch gebohrt hat. Mit ihrer mit Raspeln besetzten Zunge übrigens. Und diese Zeit nutzt die Miesmuschel manchmal, um die Purpurschnecke einzufangen. Mit diesen außergewöhnlichen und genialen Bysussfäden. Dann kommt die Schnecke nicht mehr weg und verhungert.
Purpurschnecke mit Bysussfäden der Miesmuschel
Purpurschnecke bei der Arbeit
Purpurschnecke bei der Arbeit
Bysussfäden der Miesmuscheln
Eigelege der Purpurschnecken und Miesmuschelschale
Eier der Purpurschnecke
Habe ich auch Splitaufnahmen versucht?
Aber ja!
klappt schon, aber viel schwieriger als gedacht. Aber mehr dazu im Testbericht in ein paar Tagen.
https://www.5reicherts.com/wp-content/uploads/2026/02/Bretagne-2079983.webp10501400Gabihttps://www.5reicherts.com/wp-content/uploads/2025/07/logo-5reicherts.webpGabi2026-02-09 23:02:432026-04-19 11:59:41Miesmuscheln und Purpurschnecken
Wir sind außnahmsweise mit dem Auto und im Winter in der Bretagne unterwegs. Und suchen Leuchttürme, die für uns bisher nicht erreichbar waren. Weil die Straßen dorthin nicht nur eng sondern auch steil sind. Sogar mit dem VW Bus war es teilweise grenzwertig. Auch die Touristenfinfo in Perros-Guirec kennt diese beiden Leuchttürme nicht. Der nette Herr meinte, hier gibt es nur den berühmten Phare du Men Ruz, den wir natürlich auch sehr gerne fotografieren.
Dann gibt es ja auch noch den weniger bekannten Leuchtturm Nantouar. Der Strand eignet sich bestens für die Unterwasserfotografie. Ich habe da am ersten Tag unserer Reise direkt sieben Ormeaux gefunden und ausgiebig fotografiert. Nicht mitgenommen und gegessen. Fotos reichen mir normalerweise.
Ja und jetzt die beiden Leuchttürme, die sich bisher vor uns „versteckten“.
Phare de Kerjean
Da hatten wir das große Glück, den Besitzer des Anwesens, was als Ferienwohnung vermietet wird, zu treffen. Wir durften den Leuchtturm dann von der Terasse aus fotografieren. Auf dem Gelände gibt es beeindruckende Eichen. Auch die Wildschweine mögen das anscheinend, die ganze Wiese war umgepfügt.
Phare Kerjean
Phare Kerjean
Der Leuchtturm Kerprigent
Steht ziemlich weit im Land und ist über sehr enge Straßen zu erreichen. Sogar der VW Bus passte gerade so noch durch.
Phare du Kerprigent
Der Eingangszaun des Leuchtturms Kerprigent
Phare du Kerprigent
Leuchtturm Beg Leger
Auch von diesem wunderschönen, kleinen Leuchtturm, der hoch oben an der Küste steht, möchte ich noch ein Foto zeigen.
Leuchtturm Beg Leger
Phare de la Lande, Finistére
Noch ein eher unscheinbarer Leuchtturm an einer Anhöhe mit Blick nach Carantec. Er ist nicht besonders fotogen, viele Stromleitungen hängen vor dem Turm.
https://www.5reicherts.com/wp-content/uploads/2026/02/Bretagne-Leuchtturm-7758.webp9341400Gabihttps://www.5reicherts.com/wp-content/uploads/2025/07/logo-5reicherts.webpGabi2026-02-07 11:32:102026-04-21 13:26:36Leuchttürme an der Granit Rose um Perros-Guirec
Ein praktischer Beitrag für deine nächste Reise ans Meer.
Was, wenn die spektakulärsten Tiere der Bretagne direkt vor deinen Füßen leben – und du bisher einfach an ihnen vorbeigelaufen bist?
Auf Arte läuft im August und September 2026 die zweiteilige Dokumentation „Ebbe – Gefangen auf Zeit“. Als ich die Doku im Frühjahr zum ersten Mal gesehen habe, war ich als Gezeitentümpel-Kenner und Fotografin sofort total begeistert. Viele der Tiere kenne und fotografiere ich selbst seit Jahren – und plötzlich waren sie in dieser großartigen Produktion auf dem Bildschirm zu sehen.
Der Film war nur kurz in der Arte-Mediathek verfügbar, dann verschwand er wieder. Doch jetzt ist es bald soweit: Die Doku kommt ins Fernsehen und wieder in die Mediathek. Und wenn du gern in die Bretagne reist oder irgendwo in Europa Urlaub am Meer machst, solltest du sie auf keinen Fall verpassen.
Aber dieser Blog Beitrag ist mehr, als eine Begleitung zum Film. Er soll dich für eigene Erkundungen einladen.
Ich habe fast alle Tiere, die in der Doku zu sehen sind, für dich zusammengestellt – mit meinen eigenen Fotos und in der Reihenfolge, in der sie im Film auftauchen. Und vor allem verrate ich dir, wo und wie du diese faszinierende Welt selbst entdecken kannst.
Denn genau das macht für mich den besonderen Reiz aus: Du kannst diese unglaubliche Welt nicht nur im Film bestaunen, sondern sie im Urlaub selbst erleben. Mit der Familie losziehen, gemeinsam einen Gezeitentümpel erkunden und plötzlich entdecken, was dort alles lebt. Aus einem ganz normalen Strandspaziergang wird eine kleine Expedition. Ich habe das viele Jahre lang gemeinsam mit meinen Kindern gemacht. Diese Liebe zur Natur hat sie bis ins Erwachsenenalter geprägt.
Und ganz nebenbei lernst du die Bretagne oder die Küste am Atlantik und an der Nordsee auf eine völlig neue, spannende Art kennen. Du bleibst länger an einem Ort, schaust genauer hin und entdeckst Dinge, die den meisten Urlaubern verborgen bleiben. Du erlebst die Bretagne dadurch intensiver, spannender und lebendiger.
Vielleicht wird dein nächster Urlaub deshalb nicht nur ein Urlaub am Meer, sondern eine gemeinsame Entdeckungsreise für die ganze Familie.
Ich zeige dir, welche Tiere du entdecken kannst, sage aber auch, welche schwieriger zu finden sind und vor allem, worauf du achten musst. Und jetzt wird es praktisch.
Notiere dir gleich diese Termine:
Sendetermine arte Doku „Ebbe – Gefangen auf Zeit“
Deutsche Streaming-Premiere Mi. 26.08.2026 arte.tv
Deutsche TV-Premiere, erster Teil Mi. 02.09.2026 um 17:50 auf arte
Ich fotografiere die Unterwasserwelt in der Gezeitenzone bereits seit 20 Jahren. Fast allen in der Dokmentation vorgestellten Tiere bin ich bereits begegnet (und natürlich einigen mehr – dazu gibt es bald ein Buch von mir). Wenn dich „Ebbe – Gefangen auf Zeit“ genauso begeistert wie mich, kannst du dir hier noch einmal in Ruhe Fotos der faszinierenden Lebewesen anschauen und kurze Texte dazu lesen.
Öffne deine Wahrnehmung für diese wunderbare Welt, die an der Küste vor unseren Füßen zur Erkundung bereit liegt. Schau beim nächsten Urlaub genauer hin, vielleicht triffst du dann auch einige meiner „Freunde“.
Obwohl ich schon seit so vielen Jahren in der Gezeitenzone fotografiere, wächste meine Begeisterung von Jahr zu Jahr. Je mehr ich über diesen Lebensraum lerne, desto mehr nehme ich wahr. Für mich ist jeder Ausflug in die Gezeitenzone eine Auszeit des Staunens und der Faszination die mir unglaublich gut tut. Selbst die kleinsten Lebewesen sind äußerst komplex gebaut, und mit ihrer filigranen Schönheit perfekt an ihre Umgebung angepasst. Bei mir kommt Ehrfurcht auf, und diese Emotion ist der Gesundheit sehr zuträglich. Und es ist so einfach, diese Ehrfurcht zu spüren – laufe langsam mit einer wachen Wahrnehmung vorsichtig und liebevoll durch die Gezeitenzone.
Schaue nicht nur über das Meer – erlebe es auch unter Wasser
Den Katzenhai habe ich bisher leider nicht in einem Gezeitentümpel gefunden. Und auch seine Eikapseln habe ich in der Bretagne noch nicht gesehen – außer in der biologischen Station in Roscoff. Ich werde natürlich weiterhin die Augen aufhalten.
Was du an den Stränden jedoch häufig findest, sind die Eikapseln der Rochen.
Eikapseln des Katzenhais und Rochen. Daneben kleine Seeigel Innenskelette und Jakobsmuschel als Größenvergleich
___________________________________
2. Gezeitentümpel
______________________________________________
Kommt mit zu einem kleinen Unterwasserspaziergang in den Gezeitentümpeln. Es lohnt sich wirklich, die Algen und Lebewesen der Gezeitentümpel genauer anzuschauen. Falls du eine Action-Cam hast, halte die unbedingt einmal ins Wasser.
Tangvielfalt
3. Algen im Gezeitentümpel
Schauen wir von der Küste aus übers Wasser, fällt uns der Wald im Meer auf den ersten Blick nicht auf. Eine atemberaubende Vielfalt tut sich auf, sobald du dich drauf einläßt.
Im nördlichen Finistere findest du 800 Algenarten. Sie dienen den Lebewesen als Lebensraum, vergleichbar mit den Regenwäldern des Amazonas – nein, ich übertreibe nicht!
Felsen und Tang, Brignogan, Bretagne
______________________________
________-_______________________________________
4. Strandkrabben
Strandkrabben findest du fast überall an der Küste. Sie sind tagsüber sehr scheu und verstecken sich zwischen und unter Felsen und im Tang.
Manchmal findest du die abgelegte Schale nach der Häutung. Im Frühjahr siehst du manchmal zwei umschlungene Strandkrabben, die auf die Paarung warten.
Besonders spannend ist es, abends an den Strand zu gehen. Dann sind die Strandkrabben nicht mehr scheu, sehr viele krabbeln über die Felsen und den Strand und futtern Strandflöhe oder Seepocken. Ein beeindruckendes Schauspiel.
Die jungen Strandkrabben sind kaum größer als die Sandkörner. Da musst du genau hinschauen, um sie zu sehen. Halte inne und nimm dir die Zeit, sie zu beobachten.
Strandkrabbe in der Nacht – frisst Seepocken
______________________________
5. Schleimfische
Schleimfische haben ihren Namen, weil sie keine Schuppen haben (da ist der liebe Gott wohl zu großzügig mit dem Antischuppenshampoo umgegangen).
Grundel werden sie auch genannt, weil sie Bodenbewohner sind. Sie leben in Felsspalten und Gezeitentümpeln an der bei Flut überschwemmten Felsenküste.
Sie sind besonders an dieses Ökosystem der Extreme angepasst und können sogar kurze Zeit auf dem Trockenen überleben, da sie an der Luft atmen können.
Ich habe sie noch nie bei der Jagd auf Seepocken beobachten können.
Schleimfisch
____________________________________
6. Einsiedlerkrebse
Einsiedlerkrebse findest du sehr häufig in den Tümpeln an den Stränden. Achte auf „Schnecken“, die sich schneller und ruckartiger bewegen als üblich. Da sind dann meistens die kleinen Krebse drinnen. Sie sind nie allein unterwegs, schau genau hin, dann wirst du sehr viele, in sehr unterschiedlichen Schneckenhäusern sehen können.
Ich habe noch nie beobachten können, wie ein Einsiedler sein Haus wechselt. Aber einmal fand ich einen Einsiedlerkrebs ohne „Haus“. Ich legte ihm ein Schneckenhaus hin und er zog sofort ein.
Wenn du zwischen den Felsen eine große Menge an leeren Schneckenhäusern findest, wirst du sicher die Einsiedlerkrebse in der Nähe finden. Ich habe das Gefühl, dass die sich ein kleines Lager an Wohnungen zurecht legen.
Einsiedlerkrebs ohne Haus
_________________________________________
7. Garnelen
Garnelen findest du am Strand meist unter Tang und in den Tümpeln. Auch wenn sie auf den ersten Eindruck sehr scheu wirken – sie sind es nicht. Wenn ich beim Fotografieren die Hände länger ins Wasser der Tümpel halte, kommen fast jedes Mal Garnelen zu mir und „knabbern“ an den Händen.
Besonders eindrucksvoll ist es, sie in der Nacht zu fotografieren. Dann kannst du sie mit der Taschenlampe beleuchten und sogar in den Körper hineinschauen. Die Augen der Garnelen sehen beeindruckend aus. Schau genau hin.
Diese Seespinnen tarnen sich in Küstennähe so gut, dass man sie selten findet. Ich jedenfalls nicht. Weshalb ich sie kaum fotografieren kann. Du erkennst sie erst als Tier, wenn sie auf der Flucht ist. Sie sind richtig faszinierende, wandelnde Unterwassergärten.
In allen meinen Bestimmungsbüchern wird vor den kraftvollen Zangen der „steitlustigen“ Sandkrabbe gewarnt. Pass also auf deine Finger auf. Die Sandkrabbe wehrt sich zu Recht, sie steht bei den Fußfischern auf dem Speiseplan und möchte nicht im Kochtopf landen. Ich beobachte sie sehr gern, auffallend sind die roten Augen und die hinteren Beine, die als Antrieb zum Schwimmen genutzt werden. Deswegen auch der andere Namen – Schwimmkrabbe.
Ich hebe die Krabben nie hoch – deswegen habe ich noch keine mit Eiern gesehen. Wenn du in der Gezeitenzone unterwegs bist, schau, was die Fußfischer suchen. Die finden diese Krabben immer gut.
Angriffshaltung der Schwimmkrabbe, gut zu erkennen, die roten Augen und im Hintergrund, die Schwimmbeine
_________________________________
10. Möwen
Wenn ich lange an einem Gezeitentümpel sitze und mich in der Fotografie der kleinen Lebewesen verliere, gesellen sich oft Möwen direkt neben mich. Sie sind neugierig und es könnte ja was zum Essen abfallen.
Möwen sind gute Jäger – und vor allem Krebse verstecken sich deswegen tagsüber sehr gut. Seesterne sind da langsamer als Krebse. Die haben aber einen besonderen Trick und können einen Arm abgeben und sich so vor dem sicheren Tod retten. Der Arm regeneriert übrigens wieder.
Möwe mit Seestern
______________________________________
11. Meeräschen
Kleine Fische, die sich möglichst schnell wieder ins offene Meer aufmachen. Foto kommt noch.
______________________________________
12. Hummer
Hummer in den Gezeitentümpeln zu finden ist schwierig. Sie sitzen tief in Höhlen. Mir als Gezeitenzonen-Fotografin kommen sie nur sehr selten vor die Linse. Manchmal läuft mir tatsächlich einer über die Füße, die Begegnung ist dann aber so kurz, dass eine Fotosession unmöglich ist.
Hoffe also nicht zu sehr drauf, sie beim Spaziergang zufällig zu sehen – schau sie dir auf dem Wochemarkt oder im Supermarkt an.
Hier hatte ich das Glück, dass ein Fußfischer mir einen zeigte. Zwei, drei Fotos waren möglich, dann war der Hummer wieder weg.
Hummer im Gezeitentümpel
Einfacher ist es, diese Schalen der Tiere anzuschauen. Diese kannst du an den Stränden manchmal finden und dann in Ruhe fotografieren.
Teil eines Hummer Panzers am Strand
13. Wattwurm
Vom Wattwurm siehst du meistens die Hinterlassenschaften, die sehr kunstvoll daher kommen können. Selten sehe ich mal die Würmer. Auf die Idee für eine Fotosession welche auszugraben kam ich noch nicht. Fischer machen das, damit sie Köder für die Angel haben.
Die Würmer sind größer, dicker und klebriger als Regenwürmer und sie leisten im Watt eine bemerkenswerte Arbeit, indem sie den Sand reinigen und auflockern.
Wattwurm
______________________________________
14. Krake
Mir ist in all den Jahren nur einmal ein Krake am Strand begegnet. Ich schnorchel ja nicht und beobachte nur Tiere am Strand. Bei dieser Begegnung war das Wasser sehr trüb, also nicht fotografisch interessant. Trotzdem freute mich diese kurze Interaktion mit diesem schlauen Tier.
Krake im Aquarium – Oceanopolis, Brest
Seltene Begegnung mit einem Kraken im flachen Wasser
Sepiola – kleine Version des Kraken für Strandbesucher
Für Strandbesucher ist diese kleine „Version“ des Kraken – ein Sepiola eher am Strand zu finden. Der Sepiola ist circa 5 cm klein, er wuselt im Wasser herum, wechselt oft die Farbe und versteckt sich schnell im Sand, wenn er sich gestört fühlt. Achte auf kleine vermeintliche Tangstückchen, die gegen die Strömung flitzen. Du wirst großen Spaß haben, wenn du mal einen entdeckst. Sie verschwinden bei Gefahr sehr schnell im Sand, dann schauen nur noch die Augen heraus.
Kleiner Sepiola im Sand
15. Meeraal
Meeraale sind scheue Fische. Keine wirkliche Fotomodelle. Wenn ich einmal einen unter einem Felsen sehe, schieße ich schnell ein Foto und sehe zu, dass sich der Aal schnell wieder sicher in seinem Lebensraum verkriechen kann.
Seeaale gehen mit Hummern eine Zweckgemeinschaft ein.
In der Nähe von einem Hummer habe ich noch nie einen gesehen. Was natürlich dran liegt, dass ich kaum Hummer sehe.
Meeraal
Meeraal
16. Napfschnecke
Diese faszinierende Schnecke findest du sehr zahlreich fast überall an der Küste der Bretagne. Vielleicht wird sie aus diesem Grund ein wenig unterschätzt.
Napfschnecken sind aber wahre Spezialisten der Gezeitenzone. Ihre Zunge, die Radula, gehört zu den härtesten bekannten Biomaterialien überhaupt. Mit winzigen Zähnchen raspeln sie damit Algen vom Fels. Und raspeln wohl auch immer ein klein wenig Fels mit ab. Deswegen wird die Zunge auch erneuert, sie ist extrem lang und schiebt nach.
Die Napfschnecke hat einen ganz eigenen „Parkplatz“ auf dem Fels. Sie passt die Form ihres Gehäuses so genau an die Unebenheiten des Untergrunds an, dass sie sich bei Ebbe nahezu perfekt an den Fels anschmiegt. Sie macht das mit Hilfe eines Vakuums, es wird aber auch spekuliert, dass da ein schnell wirksamer Superkleber am Werk ist. Der sich in Sekundenbruchteilen auch wieder lösen lässt. So hält sie selbst kräftiger Brandung stand und schützt sich vor dem Austrocknen.
Nach der Futtersuche findet sie erstaunlicherweise zu ihrem eigenen Platz zurück. Dabei hilft ihr ihre Schleimspur: Sie kann der eigenen Spur folgen und so ihren exakt passenden „Parkplatz“ wiederfinden. Wenn du die Schnecken siehst, „rüttel“ mal ein klein wenig daran und du wirst merken, dass nach einer kleinen Bewegung der Schnecke danach gar nichts mehr geht. Sie hat sich noch ein klein wenig fester gesaugt.
Ein kleines Tier, das zeigt, wie perfekt Leben an die Gezeitenzone angepasst sein kann.
Eindrucksvolle Napfschnecken Zunge mit dem härtesten Biomaterial in der Natur
____________________________________
17. Strandföhe
Manch Urlauber schimpft vielleicht abends wegen der springenden Strandflöhe. Gäbe es sie nicht, würde er spätestens am nächsten Morgen die Nase rümpfen. Die Strandflöhe sind zahlreich. Es gibt sicher Millionen davon an den Stränden.
Sie kommen gegen Abend aus den Sandlöchern heraus und übernehmen die Aufgabe einer Müllabfuhr, indem sie den angespülten Tang wegfressen. Gleichzeitig dienen sie als Nahrung für zahlreiche andere Tiere, wie zum Beispiel den Strandkrabben. Diese kannst du übrigens auch in der Dunkelheit ganz wunderbar am Strand beobachten. Schaue unter Punkt 4. Da siehst du ein Foto einer Strandkrabbe, die einen Sandfloh frisst.
Strandfloh frisst Tang
____________________________________
18. Netzreusenschnecke
Netzreusenschnecken sind sehr zahlreich und oft an Sandstränden zu finden. Der Fuß wandert unter dem Sand, der Rüssel, der Aas auf große Entfernung riechen kann, schaut heraus. Beim Kriechen wandert der wie eine Antenne ständig hin und her. Wenn du dir die Zeit nimmst, diese Schnecke zu beobachten, wirst du begeistert sein.
Als Aasfresser sind sie in der Gezeitenzone sehr wichtig, denn sie räumen auf.
Du findest im Tang öfters die Eigelege der Schnecke, die wie kleine Kunstwerke aussehen.
Netzreusenschnecke
____________________________
19. Seeanemonen
Ich liebe Anemonen und finde immer noch für mich neue Arten.
Anemonen sind sehr häufig an den felsigen Küsten zu finden. Am Anfang fallen dir die Pferdeaktinien, Erdbeeranemonen und Wachsrosen auf. Wenn du dich drauf einlässt, werden dir bald auch die kleineren, unscheinbaren Anemonen, wie die Felsengoldrose oder Sonnenrose auffallen. Es gibt wirklich auch nur an den Küsten – ganz ohne zu Schnorcheln oder Tauchen – eine unglaubliche Vielfalt zu entdecken mit faszinierenden Formen und Farben. Hier nur ein paar dieser wunderschönen, räuberischen Tiere.
Lies unbedingt auch den ausführlichen, spannenden Blogbeitrag über die Seeanemonen
Erdbeeranemone in einem Gezeitenbecken
Detail einer Erdbeeranemone
_________________________________
Über Anemonen habe ich ein Buch geschrieben. Es kostet als E-Book 8 Euro und ist in Kürze auch als Softcover in DIN A5 quer erhältlich.
Anemonen – Bildband
________________________________
20. Seehase
Auch über die Seehasen schrieb ich einen ausführlichen Blogbeitrag.
Besonders erwähnenswert an dieser Stelle, weil es nicht in der Doku vorkam. Die besondere lila Abwehrtinte, die die Seehasen bei Gefahr ausstoßen. Schau dir unten das Foto an.
Seehasen Paarung im flachen Wasser
_________________________________________________
21. Seepocken
Seepocken sind Krebse, die bei Flut Partikel aus dem Wasser filtern. Da sie einen Superkleber haben und ihr Leben lang an einem Ort festsitzen, haben sie diesen besonderen Rekord im Tierreich – den längsten Penis im Vergleich zur Körpergröße. Sie benötigen den Teleskoppenis, um sich vermehren zu können. Auch darüber schrieb ich bereits einen ausführlichen Blogbeitrag. Die Paarung der Seepocken ist in der Doku gut zu sehen.
Seepocken und Bryozoen, im Hintergrund eine Miesmuschel mit einer Seenelke. Da ist was los im Wasser!
Penisse der Seepocken
_______________________
22. Blasentang
Bei Ebbe liegt der Blasentang im Sand. Kaum kommt die Flut, schwimmt er mithilfe der Blasen an der Wasseroberfläche. An der Wasseroberfläche kann er Fotosynthese machen.
Blasentang an einem Seil in einem Hafen
_________________________
23. Grüne Samtschnecke
Elysia viridis
Die Chloroplasten Diebin – und Sonnenanbeterin.
Diese sehr kleine Schnecke findest du in den Tümpeln nur, wenn du ganz genau hinschaust. Sie ist sehr klein und auch unauffällig. Ich halte immer Ausschau, und doch übersehe ich sie leider oft. Finde sie dann daheim auf den Fotos und sah sie vor Ort nicht. Ist aber auch schwierig so etwas Kleines im bewegten Wasser zu erkennen.
Die Grüne Samtschnecke ist so außergewöhnlich, weil sie als Tier Fotosynthese betreibt. Dazu frisst sie die Grünalgen, verdaut aber die Cloroplasten, die für die Fotosysnthese zuständig sind, nicht.
Dieser Vorgang heißt Kleptoplastie – wörtlich etwa „Chloroplasten-Diebstahl“. Sie ernährt sich sozusagen wie eine kleine Solaranlage. Allerdings reicht diese Sonnenenergie nicht aus, sie muss zusätzlich fressen.
Vielleicht ähnlich wie ein Hybridauto?
Grüne Samtschnecke
Anemone hat eine grüne Samtschnecke gefressen – nur zu erkennen an den auffälligen, blauen Punkten.
______________________________
Es gibt übrigens noch einen ganz erstaunlichen, sehr unauffälligen und doch weit verbreiteten Wurm an den Sandstränden der Bretagne. Der sogar gar nicht mehr frisst, nachdem er sich mit Fotosynthese fährigen Algen gefüllt hat. Dazu bald mehr, hier im Blog und im Buch, welches ich in Kürze veröffentlichen werde. Melde dich unbedingt zum Newsletter an, um nichts zu verpassen.
__________________________________-
24. Grüne Meerassel
Die Biene der Meere, die wohl auch Tang befruchtet.
Meerassel – die Biene der Meere
Meerassel
__________________________
25. Dreikantröhrenwurm
Dreikantröhrenwürmer leben gut geschützt in einer selbst gebauten Röhre aus Kalk. Die Röhre hat eine typische Dreikantform. Daher der Name. Nur der empfindliche Körper ragt oben aus der Röhre heraus.
Mit ihren Tentakeln filtern die Würmer Nahrung aus dem Wasser und können sich bei Gefahr blitzschnell in ihre Röhre zurückziehen. Auf dem Foto siehst du, wie klein diese Würmer sind. Da leben vier Stück auf einer kleinen Miesmuschel. Diese Röhren findest du auf Muschelschalen, die am Strand liegen, sehr häufig. Spannend, auch einmal den Wurm dazu zu sehen.
Dreikantröhrenwurm
Dreikantröhrenwurm
___________________________
26. Sabellen
Sabellen sind Würmer, die man auf Sandstränden oder in Häfen sehen kann. Sie sind sehr empfindlich – kaum fällt dein Schatten auf den Wurm, schwupps, zieht er sich ein. Wenn du also etwas weghuschen siehst: Bleib bewegungslos stehen und warte. Der Wurm kommt wieder raus.
Es ist jedesmal ein Erlebnis, das zu beobachten. Diese kleinen Sabellen sind zahlreich an sehr vielen Sandstränden zu finden. Wenn man langsam läuft!
Sabellen filtern mit ihren „Fächern“ Plankton aus dem Wasser.
Schraubensabelle ganz ausgefahren
_____________________________
27. Seesterne
Seesterne sind sehr vielfältig. Es gibt große, sehr kleine, ganz zarte und stachelige. Und du findest sie in sehr vielen verschiedenen Farben. Über die beiden Superkräfte der Seesterne schreibe ich im ausführlichen Blogbeitrag. Da kannst du dir auch die verschiedenen Seesterne anschauen. Die kleinen, buckeligen Seesterne legen übrigens Eier, die sie bewachen, bis sie groß genug zum Überleben sind.
Hier nur in Kürze. Seesterne haben sehr viele und dadurch kräftige Saugfüßen, sogenannte Ambulakralfüßchen, an der Unterseite. Mit denen zieht er geduldig Muschelschalen auf, oder löst Napfschnecken vom Fels. Versuch mal eine Napfschnecke mit den Fingern vom Fels zu lösen. Dann wird dir klar, was diese Füßchen des Seesterns vermögen.
Und dann stülpt er tatsächlich seinen Magen aus, genau in die Beute hinein. Auf dem unteren Foto siehst du einen Eisstern, der seinen Magen gerade in einer Napfschnecke parkt und sie so verspeist. Wahnsinn, oder?
Die Stacheln an den Armen kommen wohl von einem Seeigel, der nicht gegessen werden wollte. Was da alles passiert im Gezeitentümpel. Sex and Crime…
Eisstern frisst Napfschnecke
_________________________________
28. Jakobsmuschel
Jakobsmuscheln wirst du häufiger auf dem Wochenmarkt und im Supermarkt sehen, als am Strand. Sie leben in tieferen Regionen im Sand. Hie und da liegt aber auch mal eine in einem Gezeitentümpel oder im Hafen und dann kannst du dir die zahlreichen, faszinierenden Augen der Muschel anschauen.
In Häfen, wo die Jakobsmuschelfischer rausfahren, kannst du frische Schalen der Jakobsmuscheln sammeln.
Jakobsmuschel
Hier zeige ich Details der kleineren Kammmuschel, die ähnliche Augen wie die Jakobsmuschel hat. Als ich sie fand sah sie ziemlich unlebendig aus – klappernde Schale, sehr dünne. Doch als ich sie ins Wasser legte entfaltete sie sich schnell zur vollen Größe und ich konnte in Ruhe fotografieren und sie danach ins sichere Wasser zurück bringen.
Kammmuschel
________________________________
29. Miesmuschel
Nicht nur Seesterne lieben Miesmuscheln als Mittagessen, wir essen sie auch gern.
Ich bin der Meinung, dass wir gerade solche sehr bekannten und als Nahrung beliebten Tiere nicht mit dieser bewundernden Begeisterung betrachten, wie andere Lebewesen. Aber – sind die Miesmuscheln nicht wunderschön?
Miesmuscheln leben in einer Region der Gezeitenzone, die der Brandung voll ausgesetzt ist. Damit sie die Wellenbrecher überstehen, verankern sie ihren strömlinienförmigen Körper mit ihren Bysussfäden fest an den Felsen.
Wie diese Fäden aber auch gegen die Hauptfressfeinde, die Purpurschnecken als trickreiche Abwehr eingesetzt werden, zeige ich im Beitrag über Miesmuscheln hier im Blog. Dort findest du auch weitere Fotos der Muscheln, bevor sie im Kochtopf landen.
Miesmuschel
__________________________________
30. Steinseeigel
Seeigel gibt es seit rund 460 Millionen Jahren. Heute gibt es in unseren Meeren noch rund 1000 Arten.
Das Kalkskelett der Seeigel ist keine Außenhülle, wie allgemein angenommen, sondern es liegt unter der Außenhaut. Neben den Cacit-Stacheln haben die Seeigel, wie die Seesterne, über eine interne Hydraulik gesteuerte tentakelähnliche Füßchen, mit denen sie sich festhalten und fortbewegen können. Zugleich dienen sie als Atmungsorgane. Die Stacheln haben Gelenke und lassen sich über Muskeln in alle Richtungen bewegen.
Neben Stacheln und Füßchen gibt es noch Pedicellarien, kleine zangenförmige Gebilde, mit denen sich die Seeigel putzen. Seeigel ernähren sich von Seetang und Aas, das sie mit ihrem fünfzahnigen Kieferapparat zerkleinern.
Du findest Seeigel unter Felsvorhängen – musst dich bei den Gezeitentümpeln also bücken, um sie zu sehen. Seeigel können sich in Kalkstein und sogar Fels eingraben, sie wohnen dann geschützt in kleinen Mulden. Manchmal sitzen sie so tief drinnen, dass sie sich nicht mehr bewegen können. Immer legen sie zu Schutz eine Muschelschale oder ein Tangstück oder irgendetwas als Tarnung auf sich drauf. Manchmal finde ich die kleineren Seeigel über Felsen kriechen – dann kann ich sie gut beobachten und fotografieren.
kleiner Steinseeigel, der auf Wanderschaft war als Split-Foto
___________________________________________
Selbst Gezeitentümpel erkunden
Wenn du Gezeitentümpel erkundest, sei bitte ganz besonders vorsichtig. Dieser Lebensraum ist fragil.
Sammle keine Tier in Eimern, das bedeutet nur Stess für sie. Greife die Tiere nicht an, oft ist deren Haut sehr empfindlich. Setze niemals ein Tier in einen anderen Gezeitentümpel. Sie sind sehr ortsgebunden und bewachen oft ihre Eier oder im anderen Tümpel leben Fressfeinde. Selbst wenn der Tümpel nur wenige Zentimente entfernt ist – das ist für viele Tiere zu weit und evtl sogar ein Todesurteil.
https://www.5reicherts.com/wp-content/uploads/2026/08/30-Seeigel-2232774.webp9001200Gabihttps://www.5reicherts.com/wp-content/uploads/2025/07/logo-5reicherts.webpGabi2026-08-06 12:37:402026-09-02 20:13:45Leben zwischen Ebbe und Flut in der Bretagne
https://www.5reicherts.com/wp-content/uploads/2026/06/Seestern.webp10501400Gabihttps://www.5reicherts.com/wp-content/uploads/2025/07/logo-5reicherts.webpGabi2026-06-18 11:34:292026-09-03 09:19:49Einstieg in die Unterwasser-Fotografie in Gezeitentümpeln mit den TG Kameras
Bretagne Kalender – Küstenlandschaften der Bretagne und Leuchttürme der Bretagne für das Jahr 2024. Jeweils mit E-Book mit Infos zu den Fotos mit Exif Daten und Wissenswertes über die Fotolocations.
https://www.5reicherts.com/wp-content/uploads/2026/04/Unterwasser-Lebewesen-Kalender.webp9901399Gabihttps://www.5reicherts.com/wp-content/uploads/2025/07/logo-5reicherts.webpGabi2026-04-26 13:18:562026-04-27 13:08:53Faszinierende Lebewesen zwischen Ebbe und Flut – Kalender 2027
Bretagne Kalender – Küstenlandschaften der Bretagne und Leuchttürme der Bretagne für das Jahr 2024. Jeweils mit E-Book mit Infos zu den Fotos mit Exif Daten und Wissenswertes über die Fotolocations.