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Gestern war es vormittags trüb und es nieselte. Wir nutzten die Zeit uns auszuruhen. Den ganzen Tag mit schwerem Fotogepäck unterwegs zu sein, strengt an. Außerdem scheinen wir ständig Motive zu finden, also sind wir nicht nur früh morgens, sondern sogar mittags, ganz natürlich abends und zeitweise auch nachts unterwegs. Die Insel bietet aber auch reichlich schöne Aussichten, die abgelichtet werden möchten.
Gegen Nachmittag zogen wir dann los und schauten uns die Strände im Westen der Insel an. Dort erwarteten uns grün durchscheinende rollende Wellen und zwar eine nach der anderen. Es machte riesigen Spaß, das zu fotografieren. Und jeder Vorsatz, nicht mehr ganz so viele neue Bilder von einer Reise mit nach Hause zu bringen, scheiterte kläglich. Eine Speicherkarte nach der anderen füllte sich. So schnell hatte ich noch nie 16GB im Kasten. Und die Fotos sind einfach klasse. Hier im Blog wirken sie nicht wirklich in aller Pracht, diese Fotos müßt ihr größer sehen.
Ein paar Stunden später waren wir alle wieder hungrig (das muss die Seeluft sein) und kochten daheim eine Kleinigkeit. Eine Nordlichtwarnung im Internet hatten wir wahrgenommen. Vielleicht hätten wir sogar hier in der Bretagne eine Chance, Nordlicht zu sehen? Wir machten uns nachts bei Vollmond auf den Weg zum Pointe de Poulains, es ist ja nur etwa 2 km entfernt. Das magische Licht des Leuchtturms glitt mit vier Strahlen meditativ über den Horizont. Spät in der Nacht, leider ohne Nordlicht gesichtet zu haben, fuhren wir zurück.
(Drei Jahre später sichteten tatsächlich Nordlicht am Grand Phare! Es ist also möglich, auch in der Bretagne Nordlichter zu sehen)
Ein paar Tage später waren wir wieder am Strand von Baluden und wanderten entlang der Klippen. So hatten wir einen traumhaften Blick auf den Strand und das inzwischen sehr ruhige Meer. Das sah dann so aus:
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Übersichtsseite Reise zur Belle Ile
Nur ganz kurz heute morgen, mir fehlt die Zeit ausführlich zu schreiben…
Wellenfotografie auf der Belle Ile
Aber ein paar Fotos gibt es schon mal. Gestern gab es eine wunderbare Möglichkeit Wellen zu fotografieren. Sie rollten in vielen Stufen auf den Strand zu und wurden von der untergehenden Sonne von hinten ausgeleuchtet. Sie leuchteten dadurch grell Grün, es war ein Augenschmaus.
Abends waren wir dann noch bei Pointe de Poulains unterwegs. Und wieder waren wir natürlich viel zu spät im Bett.
Übersichtsseite Reise zur Belle Ile
Tipps für die Wellenfotografie findest du im Beitrag: Sieben Tipps für scharfe Wellenfotos
Und wieder begrüßte uns ein klarer Tag. Wir krochen früh aus den Betten und liefen den Berg hinunter zum Hafen von Sauzon. Dort warteten wir auf den Sonnenaufgang. Leider versteckte sich die Sonne ziemlich lange hinter einem Hügel doch schließlich legte sie die bunten Häuserzeilen in sanftes, weiches Licht. Ich bin immer gern nah dran, so stapfte ich durch den Matsch im Hafenbecken und genoss gleichzeitig den instensiven Geruch nach Meer und Seetang. Die Bäckerei hatte früher als gedacht geöffnet. Wir besorgten uns einen Arm voll frischer Baguettes. Unsere Speicherkarten hatten schon etliche farbenfrohe Bilder abgespeichert als wir uns wieder auf den Weg hinauf zu unserem Häuschen machten. Dort weckten wir unsere drei Jugendlichen mit dem Duft von Kakao und Kaffee und dem Geräusch knusprig brechenden Brotes.
Locmaria, Plage de Grand Sable
Heute wollten wir unsere Erkundung der Belle-Ile fortsetzen. Wir fuhren Richtung Locmaria am anderen Ende der Insel und schauten ein paar Strände an. Der Parkplatz am Plage de Grands Sables war menschenleer, wir die einzigen Besucher am größten Strand der Belle-Ile. So einsam ist es im Sommer wahrscheinlich nicht. Die Wellen plätscherten sanft im Sand, wir bekamen trotzdem nasse Füße und zogen schließlich weiter.
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Plage Donnant
Ein mit malerischen Felsen garnierter Strand ist uns da doch lieber, wenn möglich mit größeren Wellen. Das Gewünschte fanden wir dann beim Plage du Donnant, dem favorisierten Ort der Wellensurfer. Durch weichen Sand staksten wir über die mächtige Düne und wurden vom Donnern der Brandung empfangen. Goldfarben erstreckte sich der Plage de Dunnant vor unseren Augen. Natürlich war das Licht zu mittäglich hart, so genossen wir das Rauschen der Wellen und den sanften warmen Wind ohne großes Kamerageklicke. Na ja, ein paar Fotos machen wir doch immer.
Hungrig kehrten wir gegen Nachmittag zurück. Dort kochten wir was Leckeres für den großen Hunger. (wollt ihr auch wissen was? Schinkennudeln). Nach dem Essen erst noch eine kurze Verdauungspause zur Restauration unserer Kräfte. Das Kameragepäck ist doch immer schwer zu schleppen und die Schultern entsprechend müde. Frisch gestärkt zogen wir also gegen Abend voller Erwartung auf fotogenes Licht wieder zum Strand. Dort sah es erstmal sehr trüb aus. Eine langweilige Wolkendecke hing über dem Meer, keine imposanten Farben, die Wellen hielten verlängerte Siesta. Wir liefen die Dünen hoch und runter und kamen in dem sehr weichen Sand dabei ganz schön außer Atem. Dann stellten wir fest, dass wir einen riesigen Umweg durch das Dünenmeer genommen hatten und genau da rauskamen, wo wir auch über nassen, festen Sand auf wesentlich kürzerer Strecke hätten laufen können.
Zur rechten Zeit am rechten Ort
Daraufhin entschieden wir uns, die Klippen zu erklimmen um einen Überblick über diesen Küstenabschnitt zu erhalten. Es wird einem fast schwindelig, so nah am steilen ungesicherten Abgrund zu laufen. Amy fand das gar nicht toll. Und sie hatte die Klippen bei den Felsnadeln von Aiguilles noch nicht gesehen.
Doch noch war das Licht nicht wirklich fotogen. Am Horizont konnten wir ein Wolkenloch ausmachen und da kam endlich auch die Sonne durch. Sie tauchte die Landschaft in warmes Licht, wähend uns oben auf der Höhe der kalte Wind in die Klamotten fuhr. Jetzt war ich glücklich ud fühlte mich zur rechten Zeit am rechten Ort. Das sind die Momente für die sich das Schleppen des schweren Foto-Equipments richtig lohnt. So konnte ich diese magischen Momente für euch alle festhalten.
Nach der Rückfahrt sichtete ich die Fotos bis in die Nacht hinein. Leider kann ich es nicht lassen, sie auch gleich in Lightroom zu entwickeln. Das dauert immer viel zu lange und meine Schultern verspannen sich schmerzhaft, weil ich keinen optimalen Platz für die Computerarbeit habe. Mal sehen, ob ich mich da etwas zurückhalten kann…. Nun, wenn ich es nicht täte, könnte ich nicht täglich neue Fotos in den Blog hochladen.
Nächtliche Fotografie
Total hundemüde sah ich gegen elf Uhr, wie der helle Mond die leichte Wolkendecke illuminierte. Eventuell ideale Bedingungen für etwas Nachtfotografie. Ich brauchte viel Überzeugungskraft, meinen Gatten von der Sinnhaftigkeit einer weiteren Fototour zu überzeugen. So standen wir dann zu mitternächtlicher Stunde wieder oben auf den Klippen und fotografierten. Und jetzt hatte sich mein Mann warmfotografiert und wollte kein Ende finden. Natürlich mußten wir hinterher noch sehen, ob sich die Tour auch gelohnt hatte und eine weitere Stunde verging. Todmüde fielen wir schließlich in den verdienten Schlaf.
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Heute abend nur eine sehr kurze Meldung unsererseits….
Wir sind nach einer stundenlangen Fahrt auf der Belle Ile angekommen. Die Planung war sehr abenteuerlich, davon werden wir später ausführlicher berichten.
Unser erster Besuch der Belle Ile in der Bretagne
Zum ersten Mal sind wir mit dem VW T4 in die Bretagne gefahren. Von einem Besuch auf der Belle Ile träumten wir schon sehr, sehr lange. Immer, wenn wir die Cote sauvage bei Quiberon fotografierten schauten wir sehnsüchtig hinüber zur schönen Insel. Doch unser Wohnmobil ist dafür zu groß – nun der VW Bus auch und tatsächlich wäre eine Fährfahrt mit dem Womo genauso teuer. Die Länge machts eben aus..Nach der kurzen Fahrt heute abend von Hafen in La Palais nach Sauzon zur Ferienwohnung bin ich davon überzeugt, dass wir mit dem Womo hier nicht viel Spaß hätten.
Ferienwohnung auf der Belle Ile, Bretagne
Die Dänemark-Reise im Februar ist noch keine drei Wochen her, daher vergleichen wir natürlich mal wieder. Das Haus hier ist klasse! Super schick eingerichtet, sehr sauber und wir wurden äußerst freundlich empfangen und bekamen alles erklärt.
Die Betten waren überzogen und auch Handtücher gibt es hier. Das erleichtert das Packen doch und es ist schön, den langen Tag nicht mit Bettenbeziehen zu beenden – gibt mir doch die Zeit, einen Blogeintrag zu machen. Wir sind diesmal nur mit den 5 Reicherts unterwegs.
Und haben im Vergleich zu Dänemark, sogar zwei Toiletten, eine Dusche und eine Badewanne. Meinen winddichten Pullover hatte ich tief im Koffer verstaut, daher war ich nur mit einer dünnen Jacke auf der Fähre und so richtig durchgefroren. Der Wind ist heftig, es schaukelte auch gewaltig. Na jedenfalls habe ich dann heute die Badewanne gleich genutzt, um mich ordentlich aufzuwärmen und meine müden Arme und den Rücken zu entspannen.
Erster Eindruck der Belle Ile – absolut genial!
Ja und mein erster Eindruck? Das ist ja wohl der Hammer hier! Ich habe gleich zwei Kameras gegriffen und losgelegt. In La Palais strahlten zwei Leuchttürme vor dunklem Himmel um die Wette, da war ich fast geneigt, gleich das Stativ auszupacken. Aber Sofi wartete auf uns wegen der Einweisung in die Ferienwohnung, und so bremste ich mich. Die Gassen in Sauzon sind eng und steil, überall Boote und typisch bretonische Häuser. Ich kann es kaum erwarten, die Insel zu erkunden…. Wir werden natürlich berichten, das Internet funktioniert ja schon mal wunderbar, wie Ihr sehen könnt.
Übersichtsseite Reise zur Belle Ile
Wir standen mit den Kameras auf den Stativen am Meer. Es hatte geregnet, zog sich immer wieder zu, klarte immer wieder kurz auf. Wechselhaftes Wetter mindert zwar den Drang, nach draussen zu gehen, ist aber ideal für außergewöhnliche Fotografie. Man weiss nie, was man dann wirklich bekommt. Es kann auch ohne brauchbare Fotos enden und man schleicht völlig durchgeweicht von heftigen Regenschauern wieder ins Mobil zurück. Meistens bieten sich jedoch kurze, sehr fotogene Momente, die man nicht missen möchte. So auch an diesem Abend. Wir fanden fantastische Ansichten, die Wolken hingen sehr tief und dunkel am Hoizont. Über uns jedoch war der Himmel frei und das brachte das Meer zum Leuchten. Das schaffte einen genialen Kontrast zwischen Himmel und Wasseroberfläche.
Eine Touristin stand zwischen den Felsen und beachtete uns zuerst gar nicht. Irgendwann wurde sie doch zu neugierig, kam auf uns zu und sprach und auf Deutsch an: „Was fotografiert Ihr denn da? Da gibt es doch gar nichts zu sehen? Und es ist doch schon viel zu dunkel zum Fotografieren? Früher am Tag, als die Sonne noch schien, da war es schön!“
Ja was sieht man denn da überhaupt! Ich beschrieb einfach, was ich sah und war doch überracht, dass nicht jeder diese Magie wahrnimmt! Seltsam. Als ich darauf hinwies, wie das Wasser leuchtete, wie sich die Wolken so dunkel kontrastierend davon abheben, auf die hellen Flechten auf dem großen Felsen, die im Farbkontrast zur Umgebung standen – da sah sie es auch! Und dann zeigte ich ihr das Foto auf dem Display der Kamera! Da kam dann ein erstauntes „Wow!“ und große Augen.
Nun meine Schlußfolgerung: man sieht und genießt als Fotograf anders! Und ich finde das einfach sowas von Klasse!
Übersichtsseite Normandie & Bretagne Wohnmobil Tour im Sommer
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