Ich liebäugelte schon seit Jahren mit einer GoPro Actionkamera Hero3+, dieser kleinen Action-Cam, die wirklich alles in erstaunlicher Qualität aufnimmt und filmen kann und dabei nur so groß wie eine Streichholzschachtel ist. Immer wieder erwischte ich mich dabei, wie ich im Laden fasziniert vor den Werbefilmen stand. Leider unternehme ich keine waghalsigen Skiabfahrten, springe (noch) nicht mit dem Fallschirm aus dem Flugzeug und tauche auch nicht mit gefährlich aussehenden Haien. Ich bin einfach viel zu „normal“ für so ein spezielles Gerät! Ich gehöre absolut nicht zu der Zielgruppe der GoPro-User!
Spontaner Kauf – naja nicht wirklich
Hmm, Ideen, was gerade ich mit so einem Wunderding anfangen würde, habe ich aber genug! Als ich wieder einmal – einen Tag vor einer gerade anstehenden Reise – vor den Dingern stand, konnte ich mich trotz finanziellem Engpass nicht zurückhalten. Ich schlug zu. Man lebt ja nur einmal :-) Esra schimpfte den ganzen Rückweg zum Auto mit mir: „Mensch, Gabi, das Teil ist schweineteuer und hat noch nicht mal ein Display!“ Gunter, der normalerweise die Kritiker-Rolle übernimmt war gerade nicht anwesend, aber mein Sohnemann ist ein würdiger Ersatz. Ich fühlte Unsicherheit in mir aufsteigen. Habe ich wirklich genug kreative Ideen?
Auf der letzten Reise testeten wir die Kamera vor allem im Kreativ- und Spaßmodus. Für alles andere haben wir ja die „richtige“ Ausrüstung. Die Bilder und Filme, die wir hier zeigen sind nicht perfekt, man hätte sie sicher noch viel besser machen können. Wir machten uns erst einmal mit der Kamera vertraut. Wie bei allen fotografischen Arbeiten braucht es auch mit der GoPro viel Zeit und Geduld, um die Möglichkeiten alle auszunutzen.
Neue Sichtweisen – nicht mehr nur draufschauen, mitten drin sein!
Durch das starke Weitwinkel muss man ganz nah dran ans Geschehen. Also sitzt die GoPro auf oder im Beerenpflücker, oder liegt im Beereneimer. Wir hätten sie natürlich auch im Blaubeerendessert versenken können, oder auf den Dessertlöffel binden können. Vielleicht nächstes Mal.
Wir schreiben öfters mal über Kameras und Fototechnik. Wenn Du nichts verpassen möchtest, abonniere unseren Newsletter, der etwa alle 14 Tage erscheint!
Die 5reicherts im Selfie Trend – einfach hochhalten und abdrücken
Wir haben ein großes Arsenal an Fotoequipment. Doch bisher haben wir damit kaum Selbstportraits gemacht. Manchmal nutzten wir den Rückspiegel des Autos oder sonstige Reflektionen für ein Foto, aber die Kamera einfach mal auf das eigene Gesicht richten und abdrücken – das war nie unser Ding, es widerspricht unserer Arbeitsweise. Ergo gibt es recht wenige Fotos von uns selbst.
Das änderte sich mit der GoPro sehr schnell. Seitdem tauchen zwischen den tausenden „normaler“ Bilder immer mehr schräge Selbstportraits auf, superweitwinklig und ziemlich gopro. Klar, das sind keine Meisterwerke – wir lernen noch, die GoPro richtig einzusetzen. Spaß hatten wir jedenfalls schon – und das ist das wichtigste im Leben!
Extra Zubehör: nicht nötig
Plus: Spaßfaktor
Minus: wir haben plötzlich so lange Arme :-)

Esra unterwegs mit Heike von Ocean Sounds

Selfie – Gabi bei der Arbeit Lindesnes

Selfie Amy im Rudbjerg

Selfie – Esra im Wohnmobil

Amy. Esra und Noah in Lindesness

Selfie auf dem Leuchtturm in Hirtshals
Unterwasserspaziergang
Die Welt unter Wasser ist uns an den Bootsstegen oder am Strand sehr nah und trotzdem so fern. Wir sehen nur die Wasseroberfläche. In Norwegen ist das Wasser kristallklar, aber meistens saukalt – so kalt, dass wir vom schnellen Bad lieber Abstand nehmen. So klemmen wir die GoPro einfach an einen Besenstiel und führen sie wie ein Hund an der Leine spazieren, und bleiben selbst dabei trocken. Im Wohnmobil schauen wir uns dann am Notebook gemeinsam an, was wir alles eingefangen haben.
Extra Zubehör:
1. Ein Teleskopstock und die speziellen GoPro Klemmen, um die Kamera daran zu befestigen.
2. Hätten wir ein Smartphone oder ein GoPro Display gehabt, wäre es ein Leichtes gewesen, die Aufnahmen live zu kontrollieren. So filmten wir oftmals blind, ohne die Objekte unserer Begierde sehen zu können.
Plus: Die GoPro ist unser Auge für die nasse Dimension
Minus: Keine
Ein Film aus dem Süden Norwegens.
Zeitrafferaufnahmen im Auto, Boot und bei Landschaften – das schont die SLR
Multimediashows werden durch Zeitrafferfilme aufgelockert. Ich mache sehr gern Aufnahmen von Wolken, wenn sie ziehen, von der Flut, wenn sie in das Hafenbecken läuft oder auch bei Auto- oder Bootsfahrten. Das sind jedesmal tausende von Aufnahmen. Bei meiner teuren Spiegelreflex mache ich mir dabei schon Gedanken wegen der gesteigerten Abnutzung durch die vielen Auslösungen. Die Serienaufnahmen übernimmt ab sofort die GoPro und wir schonen damit die großen Kameras.
Plus:
1. Schont die Spiegelreflex,
2. einfache Programmierung in der Kamera,
3. die GoPro ist so klein, dass sie überall Platz findet, auch zwischen Amaturenbrett und Winschutzscheibe.
4. Auch bei Regen brauchen wir uns keine Gedanken machen, die Kamera macht munter weiter.
Minus:
1. Großer Schwachpunkt hierbei ist die sehr kurze Akkulaufzeit. Wir planten sehr genau, wie lange wir den Zeitraffer laufen lassen wollen, trotzdem war oft die Batterie kurz vor dem spannenden Finale leer.
2. Den Kontrastumfang meistert das kleine Ding natürlich nicht so gut wie die Spiegelreflexkamera. Oftmals frisst die Farbe des Himmels aus, wenn der Wetterwechsel mit grellem Sonnenschein verbunden ist.
Extra Zubehör: wir hätten uns einen zweiten Akkupack kaufen müssen.
Vergleich GoPro und SLR Zeitraffer
Schwierige Lichtbedingungen: grelles Sonnenlicht wechselt sich mit bedecktem Himmel ab. Da hat die GoPro definitiv Probleme. Leider habe ich die Gelegenheit verpasst, die GoPro mit den Spiegelreflex-Kameras parallel zu testen.
Ähnlich schwierige Lichtbedingungen: Zeitraffer, mit der Canon 7d aufgenommen!
Zeitraffer-Filme, die auch Unterwasser weitergehen – Ebbe und Flut
Ein Zeitrafferfilm, der Ebbe und Flut darstellt, sich aber von den üblichen Formaten abhebt, schwebte mir seit langem vor. In Tranøy fand ich die optimale Stelle dafür. Sanft und ohne viel Wellengeplättscher floss das Wasser in die Bucht hinter dem Leuchtturm. Ein Metallstab lag im Matsch herum, der kam uns gerade recht. Wir steckten ihn fest in den weichen Boden, montierten die Klemmhalterung, programmierten die GoPro und los gings mit den Aufnahmen. Leuchtturm und Unterwasserlandschaft sind zusätzlich in einem Foto vereint.
Positiv:
Den Wechsel von über und unter Wasser finde ich sehr aufschlussreich. Es macht uns bewußt, was da alles im Wasser los ist, auch, wenn es gerade erst in die Bucht hineinläuft.
Negativ:
- Der automatische Weissabgleich schwankt enorm bei den Unterwasseraufnahmen.
- Für Überwasserfotos hätten wir eine andere Aufnahmesquenz gebraucht als für die Unterwasserfotos. Also wäre ein Smartphone für die Fernsteuerung angebracht gewesen – leider halbiert sich die nicht gerade üppige Akkulaufzeit mit eigeschaltetem Wifi.

Über und Unterwasserfoto, Tranoy, Norwegen – nur ein Foto sah so aus!
Zeitlupen Filme – Ein Stein fällt ins Wasser
Das war der Hauptgrund, warum ich zur teureren GoPro Hero 3 gegriffen hatte. Das Vorgängermodell ist für Zeitlupenfilme nicht geeignet.
Schlechte Wetterbedingungen – die GoPro macht alles mit!
Ich bin gern und bei jedem Wetter am Meer unterwegs. Meistens bieten sich die besten Fotobedingungen, wenn es rauh, kalt und besonders stürmisch ist. Es gibt jedoch Wetter, denen ich meine teure SLR nicht aussetzen möchte. Sandstürme gehören dazu. Die GoPro hatte ich trotzdem dabei und hielt sie in den Wind:
Einzelne Fotos mit Hilfe des Teleskopstocks – das Timing war extrem schwierig
Wir stellten die Kamera so ein, dass sie alle 2 Sekunden ein Foto machte. Es war nur schwierig, das mit den aufteffenden Wellen zu synchronisieren. Wir fotografierten also munter drauf los und hofften auf gute Aufnahmen. Hinterher mussten wir Hunderte von Fotos wieder löschen, und haben ein paar übrig gelassen, die aber nicht wirklich der Renner sind! In Zukunft werden wir wahrscheinlich im Burst-Modus arbeiten (30 Bilder/3 sec.) und die GoPro fernauslösen.
Zudem muss ich noch eine Methode finden, wie das Wasser schneller von der Scheibe des Kameragehäuses abperlt.

Esra fängt die Wellen in Myrland ein, Norwegen

Wellen in Myrland, Norwegen

Wellen in Myrland, Norwegen
Videos und Standbilder davon in unglaublich guter Qualität
Unsere Fischmahlzeiten fingen wir auf Litløy selbst. Dabei hatte ich die Kamera am langen Stock mit auf dem Boot. So filmte ich erst beim Angeln, und dann als uns die Möwen auf Fischabfalljagd verfolgten. Es ist trickreich, die GoPro am vier Meter langen Stock ruhig zu halten. Das Boot bewegte sich und wackelte, der Teleskopstock vibrierte und geriet in Schwingungen. Ich bekam bald Krämpfe in die Arme, das war einer ruhigeren Haltung auch nicht zuträglich. Trotzdem war ich hinterher sehr froh über das Ergebnis.
Die Möwen stießen sogar manchmal mit den Flügeln an die GoPro. Ein paar Fotos aus dem Video wollte ich auch haben.Ich schoss einfach beim Abspielen des Videos am Notebook ein paar Schnappschüsse. Die Auflösung erweist sich als erstaunlich gut, es reicht für 20×30 cm Prints aus.

Schnappschuss vom Video

Schnappschuss vom Video
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Das sind die Standardeinstellungen der HERO3 Black, wenn sie eingeschaltet wird:
| Videoauflösung |
1440p 48fps |
| Fotoauflösung |
12 Megapixel (MP) |
| Foto Burst |
30 Fotos in einer Sekunde |
| Zeitrafferintervall |
0.5 Sekunden |
| Wi-Fi |
AUS |
Das ist für unsere Zwecke oft zu viel des Guten. So reicht uns beim Video die Full HD Auflösung von 1080p. Und je kleiner man die Auflösung wählt, desto mehr fps (Bilder/sec.) sind drin: Bei 848x480p arbeitet die Hero3 schon mit 240fps. Das ist schon ordentlich viel Zeitlupe.
Sie schafft auch 4K-Videos, allerdings nur mit 15fps. Für Videofreunde bietet sie für viele Auflösungen den ProTune-Modus, der professionelle Nachbearbeitung für beste Ergebnisse ermöglicht.
Bei Videoauflösungen 1080p und 720p kann man auch unterschiedliche Bildwinkel einstellen: Ultraweit – Normal – Schmal
Die Bildauflösung beim Fotografieren ist einstellbar auf 12, 7 und 5 Megapixel. Bei 7 Megapixel kann man zwischen Weitwinkel und Normal wählen.
Im Foto Burst-Modus nimmt die Kamera in kurzen Zeitintervallen viele Fotos hintereinander auf: 3 fotos/1 sec, 5 fotos/1 sec, 10 fotos/1 sec, 10 fotos/2 sec, 30 fotos/1 sec, 30 fotos/2 sec or 30 fotos/3 sec.
Im Zeitraffermodus macht die Hero 3 Fotoserien im Abstand von jeweils 0,5, 1, 2, 5, 10, 30 oder 60 Sekunden, so lange bis sie wieder gestoppt wird oder der Akku leer ist.
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Fazit:
Wir haben sehr großen Spaß mit der Actioncam. Unterwegs war es allerdings schwierig, Filme zu bearbeiten und hochzuladen. Also bringt es für den Live Blog eher wenig.
Wir hätten mehr Zubehör und mehr Zeit gebraucht, um ernsthafter an das Thema heranzugehen. In dem kleinen Teil stecken unglaublich viele Möglichkeiten, da können wir in Zukunft selbst noch eine Menge entdecken und kreativ umsetzen!
Die Datenmenge, die wir auf der Norwegenreise mit der GoPro produziert haben war enorm (über 100 GB).
Weitere praktische Fototipps findest Du hier!
PS: für Schwertkämpfe eignet sich die GoPro auch :-)
Wohnmobilroadtrip Südengland mit Kindern, Teil 3
Südengland präsentiert sich unglaublich vielfältig und abwechslungsreich. Küstenliebhaber kommen speziell in Cornwall voll auf ihre Kosten. Zum einen gibt es den 1014 km langen Küstenwanderpfad (South West Coast Path), bei dessen Erwanderung über 35000 Höhenmeter überwunden werden müssen. Natürlich kann er auch, in kleinen Abschnitten, mit Kindern erwandert werden. Zum anderen bietet die Küste traumhaft schöne Strände für Fotografen und Genießer. Über die Lizard Halbinsel und Polperro berichteten wir bereits, jetzt geht’s weiter entlang der Küste…
Bedruthan Steps
Dieser Strand wird vom National Trust gepflegt. Er ist über eine lange, steile Treppe erreichbar. Der Abstieg ist einfach, beim Hochklettern kommt man dafür ganz gut ins Schwitzen. Der Strand ist bei Ebbe sehr weitläufig – die Flut muss man aber im Auge behalten, damit man nicht vom Rückweg abgeschnitten wird. Am Strand der Bedruthan Steps gibt es so viel zu erkunden, dass man mit Kindern locker einen ganzen Tag einplanen kann. Dort wachsen Miesmuscheln auf den Felsen, es gibt Gezeitenbecken, und in der Steilküste sind Grotten und Höhlen, die wir mit den Kindern gemeinsam erforscht haben.
Auf dem Plateau oberhalb der Steilküste liegt ein kleines Hotel, welches auch ein paar Plätze für Wohnmobile anbietet.
Bedruthan Steps, Cornwall – entlang des Zauns kommt man zur Treppe, die steil nach unten zum Strand führt
Bedruthan Steps, Cornwall
Glendurgan, ein subtropischer Garten des National Trusts
Ich bin ganz ehrlich: als Meeresfan wollte ich mir zuerst die Zeit für Gärten, vor allem auf kurzen Reisen, eher nicht gönnen. Da wir aber Mitglieder des National Trusts geworden waren, und all deren Kataloge hatten, überzeugten mich die einladenden Fotos und Infos des Glendurgen Gartens dann doch. Zudem war der Eintritt für uns frei!
Das Wetter war super gut, sonnig mit blauem Himmel und ein paar Wölkchen. Wir waren zwar etwas lauffaul, weil wir seit Tagen entlang der Küste gewandert waren, doch dann zogen wir stundenlang durch diesen Garten. Die Kids rannten immer wieder durch das Heckenlabyrinth, sie wurden überhaupt nicht müde.
Die Läden des National Trusts mochten wir alle sehr gern, denn da gibt es eine große Auswahl an Büchern, die all unsere Fragen beantworteten. Das Mobil war gegen Ende der Reise sehr „buchschwer“.
Die Kids auf dem Weg in den Glendurgan Garten
Glendurgan Gardens, Cornwall
Das Heckenlabyrinth, Glendurgan Garten des National Trust
Lands End
Wir reisten in Küstennähe, immer an Englands „Rand“ entlang. Bei Lands End drückte sich das dann auch im Namen aus. Ich hatte pure Natur und rauhe Klippen erwartet und wurde böseüberrascht. Bei Ankunft mussten wir das Mobil auf einem riesigen, teuren Parkplatz abstellen, dann ewig weit laufen, und plötzlich befanden wir uns inmitten einer Art Kirmes. So ähnlich jedenfalls – es gab allerlei Gerätschaften, die hin und herschaukelten, wenn man Geld einwarf. Spielplätze mit richtigen Schiffen und unglaublich viele Souvenirbuden. Natürlich roch es überall nach Pommes und Zuckerwatte und es gab sogar dieses Schild mit Pfeil nach John o’Groats wo man sich von einem professionellen Fotografen ablichten lassen durfte. Hmm, wir waren etwas perplex, nutzten aber die Gelegenheit, wo wir schon mal hier waren. Die Kinder hatten ihren Spaß auf den Spielplätzen. Sie waren erschöpft und glücklich, als wir danach entlang der Küste wanderten. Leider fanden wir nach dem Trubel nicht so richtig in den Naturfotomodus, was aber nicht weiter schlimm war, das Licht war eh mittäglich grell und nicht sehr fotogen.
Kirmesplatz Lands End
Hier hört England auf, und an jeder anderen Stelle der Küste auch :-)
So ein ähnliches Schild sahen wir auch in John o‘ Groats
Gute Idee – ein Rettungsboot der Küstenwache zum Anschauen und Spielen
Esra lenkt ein Schiff der Küstenwache, was als Spielplatz eingerichtet wurde
St Ives – und das weiche Licht für die Künstler
Der Küsten- und Künstlerort St Ives war ziemlich belebt, als wir zu Beginn der Hauptferienzeit dort ankamen. So war auch der Campingplatz im Ort ausgebucht und wir durften uns weiter außerhalb einen Platz suchen. Das hatte leider zur Folge, dass wir mit dem Shuttle-Bus in den Ort fahren mussten. Wieder hatten wir Glück mit dem Wetter, es war ein sonniger Tag, und wir waren von früh bis in die Nacht auf den Beinen.
Als wir ankamen, herrschte gerade Ebbe und viele Touristen liefen im Hafenbecken herum, wir taten es ihnen nach. Gigantische, weiße Wolken segelten fotogen am tiefblauen Himmel. Ich konnte mich kaum an all der Schönheit sattsehen. Erst als wir Hunderte von Fotos auf der Speicherkarte hatten, zogen wir weiter in die malerischen Gassen, ständig auf der Suche nach kuscheligen Buchlädchen. In dieser Nacht war der Verkaufsbeginn des letztes Harry Potter Bandes angekündigt (ja, das ist schon eine Weile her..)
St Ives hat mehrere Strände, so wechselten wir zwischen den Lädchen in der Stadt und den Wellen und Sand hin und her. Auch in der Tate Galerie schauten wir mal vorbei.
Wir blieben bis der letzte Bus fuhr, wären so gern noch länger geblieben, um auch unser Harry Potter Exemplar in einem gemütlichen kleinen Bookshop zu kaufen. Nur der Gedanke an den langen Fußmarsch in stockdunkler Nacht hielt uns davon ab.
Ja, und nochmal das Licht! Hier hat es eine spezielle Qualität: besonders weich und trotzdem klar. St Ives steht seitdem auf meiner Wunschreiseliste ganz oben bei den absoluten Favoriten. Da wollen wir unbedingt nochmal hin!
Künstler am Werk: Skulpturen aus feinem weißem Sand, St Ives, Cornwall – diese Hafenstädtchen sind optimal mit Kindern. Wird einem die Stadt zu viel, geht man einfach mal schnell an den Strand!
Boote bei Ebbe, St Ives, Cornwall
Liegestühle und Boote bei Ebbe, St Ives, Cornwall
Boot im recht sauberen Hafenwasser, St Ives, Cornwall
Don’t feed the seagulls – die dreisten Möwen sind in St Ives wirklich ein Problem. Wir sahen mehrfach, wie sie den Leuten die Pommes und das Eis aus den Händen klauten!
Levant Mine und Dampfmaschine
National Trust, Levant Mine und Dampfmaschine
In Levant taten wir uns in den engen Gassen mit dem Wohnmobil schwer. Wir waren froh, endlich einen passenden Parkplatz für die Kiste gefunden zu haben, und hatten eine weite Strecken zu Fuß bis zur Mine zu laufen. Als wir ankamen war die von National Trust gepflegte Mine schon geschlossen. Das machte jetzt nichts, wir wanderten kurzerhand entlang der Küste, über das Minengelände weiter zum Leuchtturm von Pendeen. Für den nächsten Tag hatten wir nebenbei die beste Parkmöglichkeit für den Minenbesuch ausgekundschaftet. Wir wollten diese Mine unbedingt von innen sehen.
Die Levant Mine war im 19. Jahrhundert eine der bedeutensten Minen für die Kupfer-, später auch für die Zinnförderung. Bis zu 500 Mann waren in der 600 m tiefen Mine beschäftigt, deren Gänge über zwei Kilometer weit hinaus unters Meer reichten. Über die Zeit wurden hier mehr und mehr Dampfmaschinen für Bergbauarbeiten und den Aufzug eingesetzt. Das Minenmuseum präsentiert stolz eine frühe funktionstüchtige Balancier-Dampfmaschine
Die Levant Mine an den Küstenklippen von Cornwall
Und wieder das National Trust Zeichen, Levant Mine, Cornwall
Führung durch die Levant Mine, Cornwall
Esra vor Gerätschafen aus der Levant Mine, Cornwall
Pendeen Lighthouse, Cornwall
Das Eden Project
In allen Campingplatz-Rezeptionen in Cornwall fiel uns immer wieder ein Flyer auf, mit Bildern von seltsam außerirdisch wirkenden Wabenstruktur-Kuppeln. Das hat uns neugierig gemacht, und wir fanden schnell heraus, dass diese Gebilde gar nicht weit von unserem Aufenthaltsort entfernt waren. Also nichts, wie hin!
Und ich muss sagen, wir waren total überrascht und voll angetan von dem Eden Project. Gerade die typisch britische Art, auch mit ernsteren Themen intelligent verspielt, liebevoll verschroben und manchmal absurd umzugehen, macht einen Besuch so wertvoll.
Die Kids fanden alles toll. Die verschlungenen Gartenwege, seltsame Kunstinstallationen überall, und natürlich die Biome, das sind die Waben-Kuppeln. Eine hat mittelmeerisches, die andere Regenwaldklima. Über eine Million Pflanzenarten sollen hier gedeihen. Dummerweise waren die Kinder am meisten von der feuchtheißen Regenwaldkuppel angetan und uns strömte der Schweiß aus allen Poren.
Wir bereuen trotzdem nichts. Die Kinder waren den ganzen Tag beschäftigt und schnappten viel Wissen quasi im Vorbeigehen auf. Uns hat das gesamte Projekt imponiert, das futuristische Design, und was so alles ökologisch schon mit recht einfachen Mitteln im Bereich Recycling und Energieeffizienz möglich ist.
Eden Project, Cornwall
Tintagel
Der kleine Ort im Nordwesten Cornwalls steht voll im Zeichen von König Artus‘ Tafelrunde. Sicher ist das nicht, ein Chronist hat das einfach so im 12. Jahrhundert festgelegt, wegen der Burgruine, die auf der vorgelagerten Halbinsel steht. Jedenfalls macht sich der Tourismus diesen Tatbestand zunutze, überall stößt man auf Souvenirläden mit Ritter- und Zaubererkram.
Die zerklüftete Küste hat uns mehr interessiert, als die von Touristen überschwemmten alten Gemäuer des Tintagel Castle, und die Kids hatten auch mehr Lust auf Wasser und Strand, als auf Steinhaufen. Wir folgten den Wanderpfaden bis zum Übergang auf die Tintagel-Halbinsel. Dort stürzt sich ein Wasserfall direkt ins Meer. Der bot uns Fotomotive und den Kindern Spielmöglichkeiten. Ist schon erstaunlich, auf was für Ideen die im Zusammenhang mit fließendem Wasser kommen.
Küste bei Tintagel, Cornwall
[yellow_box]Wir kauften ein paar spezielle Reiseführer vor Ort. Da gibt es welche, die die schönsten Küstenabschnitte beschreiben, welche für Leute, die gern im Meer schwimmen und natürlich für Camper. Mit unserem großen (6,3m) Mobil kamen wir leider nicht auf alle vorgestellten Plätze drauf.
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Wohnmobilroadtrip in Südengland mit Kindern, Teil 2
Weiter geht es entlang der Küste Südenglands – wir waren mit drei Kindern im Wohnmobil unterwegs.
Portsmouth
Bei unseren Erlebnissen wechselten sich Natur und Städtebesuche dauernd ab. Jetzt war Portsmouth an der Reihe. Glücklicherweise fuhren wir an einem Sonntag nach Portsmouth, was die Parkplatzsuche mit dem Wohnmobil enorm erleichterte. Im Hafen besuchten wir das Royal Navy Museum und schauten uns die Schiffe an den Piers an. Die HMS Warrior, die hier am Kai liegt, wurde 1860 gebaut und war das erste gepanzerte Schiff mit einem Eisenrumpf. Die HMS Warrior dient heute als Museumsschiff.
Im Hafen von Portsmouth – die HMS Warrior
Royal Navy Museum im Portsmouth
Hafenmuseum Portsmouth: Traditioneller Bootsbau
Im Hafen von Portsmouth – Die Kinder fanden den Piraten obercool
Im Hafen von Portsmouth – hier die HMS Warrior von der anderen Seite
Lyme Regis
Im Hafen von Lyme Regis war an diesem sonnigen Tag viel los. Wir liefen auf der Hafenmauer entlang, liessen uns von der Sonne bescheinen und genossen das Hafenflair. Am Strand suchten wir nach Fossilien fanden aber leider keine – wir hätten uns besser vorher nach den besten Stellen für Fosslien informieren sollen.
Treppe im Hafen von Lyme Regis
verfüherische Leckereien in einem Schaufenster
Fossiliensucher, die nichts gefunden haben, sind hier gut aufgehoben
Westbay
In der Nähe des Hafens von Westbay liegt ein großer Campingplatz, auf dem wir unser Mobil unterbrachten. Der Hafenbezirk ist voller Pommesbuden, da steht wirklich eine neben der anderen. Die Kids spielten ausgiebig und lange am grobsandigen Strand, hinterher wanderten wir noch ein Stück die Klippe hoch.
grober Sand am Strand von Westbay, glückliche Kids bei bestem Wetter
Kanninchen gibt es auf jedem Campingplatz – damit sind die Kinder lange beschäftigt!
Klippen in Westbay – hier ist es sehr früh am Morgen, gegen Mittag füllt sich der Strand mit Sonnenhungrigen und Wasserratten
Lizard Peninsula
Die Küste bei Lizard war unser Favorit auf dieser Reise. Wir fanden glücklicherweise einen kleinen Campingplatz auf einer Farm direkt in Lizard. Hinter der engen, unscheinbaren Zufahrt hätten wir das nicht vermutet. Die Spitze der Lizard-Halbinsel ist ein optimaler Ausgangspunkt für Wanderungen. In jeder Richtung liegen fotogene Hafenörtchen, die zu Fuß erreichbar waren. Unser englischer Lieblingsstrand ist auch von Lizard aus erreichbar: Die Kynance Cove!
Den Kindern wurden die vielen Fußmärsche fast zu viel, da erwies es sich als Vorteil, dass wir auf einer Farm wohnten. Die Drei hatten sich schnell schlau gemacht – morgens sammelten sie die Eier im Hühnerstall ein, dann fütterten sie die Schweine und gaben dem Kälbchen die Flasche. Wir konnten uns so entspannen, und die Kinder konnten ihr frisch gelerntes Englisch anwenden. Beim Farmer, nicht bei den Tieren!
In der Frühe lief ich vor Sonnenaufgang los, um Fotos an der Küste zu machen. Abends streunten wir auch bis nach Sonnenuntergang mit Stativ und Kamera durch die Gegend. Das waren wirklich ideale Bedingungen für uns alle!
Unser Wohnmobil auf Henrys Farm. Viel Platz drum herum
Kynance Cove, ein außergewöhnlicher Strand
Es wurde uns richtig warm auf den Wanderungen
Wanderpfad entland der Küste, Lizard
Wenn die Ferien der Engländer Mitte Juli beginnen, wird es richtig voll. Hier lassen sie sich von den Wellen der Kynance Cove herumschleudern
Hühner und Kinder gemeinsam auf dem Campingplatz
Das Füttern des Kälbchens
lustige Müllkontainer auf der Farm
Noah beim Schweine füttern auf Henrys Farm
weitere Highlights in Südengland im nächsten Blogpost!
Zurück zu Teil 1
Wohnmobilroadtrip Südengland mit Kindern, Teil 1
Südengland ist ganz besonders empfehlenswert für Familien mit Kindern. Wir waren in den Sommerferien mit dem Wohnmobil dort unterwegs. Unsere Tipps sind natürlich auch für Reisende ohne Kinder von Interesse. Natur, Geschichte und interessante Menschen sind für jeden gut :-)
Die Küste hat unglaublich viel zu bieten, da ist es fast egal, wohin man fährt. Wir begannen unsere Wohnmobil Tour direkt in Dover.
Über dem belebten Hafen von Dover – Fähren schauen und Wanderung zum South Head Lighthouse
Mitten in der Nacht waren wir in Dover angekommen. Das hatte auch was Gutes: nachts ist kaum Verkehr, wir konnten uns so schon etwas an das Fahren auf der falschen Seite gewöhnen. Da natürlich kein Campingplatz zu erreichen war, parkten wir etwas außerhalb der Innenstadt auf einem Parkplatz, holten uns eine Mütze Schlaf ab, und fuhren frühmorgens nach dem Frühstück zu den Steilklippen östlich von Dover. Hoch oben wanderten wir entlang der Klippenküste, immer mit Blick zum geschäftigen Hafen, bis zum South Foreland Lighthouse. Die Kinder fanden vor allem den Hafen und die steile Küste interessant. Wie oft die Fähren kommen und gehen, wie sich die Autos über die Fahrbahnen des Hafens schlängeln, das war alles sehr spannend. Sie merkten kaum, wie weit wir schon gewandert waren.
Am Leuchtturm angekommen, nutzten wir gleich am ersten Tag unserer Englandreise die Gelegenheit, Mitglied im National Trust zu werden. Wir besichtigten den Leuchtturm, die Kids lauschten erstmals dem „richtigen“ Englisch des Guides. Derweil zogen schwere Gewitterwolken am Horizont auf, die waren unglaublich fotogen. Doch auf dem Rückweg zum Mobil wurde es echt bedrohlich. Es wurde stockfinster, Blitze zuckten um uns herum, der Donner krachte ohrenbetäubend, und die fetten Wolken entluden eine wahre Sintflut von Wasser auf unsere Häupter. Nach der Regentaufe leerten wir das Wasser aus den Rucksäcken, zogen uns komplett um und hatten viel Mühe, bis wir die Klamotten von uns Fünf halbwegs getrocknet hatten. (wir beginnen seltsamerweise jede Reise nach Großbritannien mit einer Regentaufe – meist wird das Wetter danach richtig gut :-)
TIPP – die Mitgliedschaft in National Trust lohnt sich. Wir besichtigten viele Gärten, Küstenabschnitte und Museum, alles kostenlos!
Unsere Kinder über dem Hafen von Dover
Führung mit praktischer Handhabung in Leuchtturm – die Führungen des National Trusts sind lehrreich und kinderfreundlich
Regenwolken über dem South Foreland Lighthouse
Gewitterwolken über dem South Foreland Lighthouse – ja, sehr fotogen, aber auch gefährlich!
Pevensy Bay und Beachy Head
Die steile Kreideküste westlich von Eastbourne bietet herausragende Möglichkeiten für Wanderungen – obwohl Eltern an den 162m hohen Klippen wirklich gut auf ihre kleineren Kinder aufpassen müssen. In Beachy Head kommt man einfach an den Kieselstrand, inklusive zahlreicher Gezeitenbecken, heran. Dort können Kinder rennen, Steine sammeln und das Leben in den Gezeitenbecken erkunden. Wir hatten in Beachy Head – Parken für National Trust Mitglieder kostenlos – ein informatives Gespräch mit den Leuten vom National Trust.
Gezeitenbecken in den Kreidefelsen, Beachy Head, England
Gezeitenbecken in den Kreidefelsen, Beachy Head, England
Blick zum Leuchtturm, Beachy Head
Typischer englischer Windschutz
Brixham
Bei unserer Erkundung des malerischen Fischerstädtchens fiel uns ein seltsam bunt dekoriertes Schiff ins Auge: die Golden Hind, ein Nachbau von Sir Francis Drakes Schiff, mit dem er seine berühmte Weltumseglung unternommen hatte. Bei unseren Kindern regte der Anblick des Schiffs die Fantasie an – sie erzählten stundenlang und man sah die Begeisterung in ihren Gesichtern leuchten.
Nicht nur Drakes Schiff, der ganze Ort ist fröhlich bunt angemalt und hat ein leichtes, eher mittelmeerisches Flair. Die Kids waren begeistert, an jeder Ecke gab es etwas zu entdecken, die Menschen waren gut gelaunt und gern für einen Smalltalk zu haben.
Nachbau der „Golden Hind“ von Sir Francis Drake in Brixham, Südengland
Die farbenfrohen Häuser am Hafen von Brixham, Südengland
Plymouth – eine lebendige Stadt
Wir besuchten Plymouth an einem sehr regnerischen Tag (das war im Schnitt jeder dritte Tag). Wir genossen die Option, bei der „Wanderung“ durch die Stadt bei einem heftigen Regenschauer Unterschlupf in einem Buchladen zu suchen. Die großen, gut sortierten Buchläden Englands sind wohl mit daran Schuld, dass sich unser Nachwuchs in englische Leseratten verwandelt hat. In Pylmouth kauften die Jungs ihren ersten Calvin and Hobbes
Comic. Wir kramen die Bücher heute noch gern zum Schmökern raus.
In Plymouth war an diesem regnerischen Sonntag trotzdem viel los. Wir betrachteten eine Parade der Air Force, lauschten Straßenmusikanten und aßen die berühmten cornischen Pasties.
Imbiss-Buden überall
Veranstaltungen und Ausstellungen an jeder Ecke – hier die Airforce
vibrierendes Stadtleben – Straßenmusiker in Plymouth
Looe und Polperro
Wir fanden einen netten Campingplatz mit kleinem Swimmingpool irgendwo zwischen diesen beiden Hafenörtchen. Die lange Wanderung entlang der Küste war anstrengend, es ging dauernd auf und ab. Ziel der Wanderung war Polperro, ein traditionelles Fischerörtchen, mit engen Gassen und zahlreichen Fischerbooten, die bei Ebbe im Matsch des Hafenbeckens lagen.
in den engen Gassen von Polperro, einem traditionellen Hafenort in Cornwall
Bonbonladen
Wir probieren zahlreiche cornische Leckereien – Millions finden wir am besten!
Wanderung über die Pferdeweide – Noah trifft auf ein neugieriges Pferd
Muschelhaus in Polperro, Cornwall
Küstenlandschaft zwischen Polperro und Looe, Cornwall
Da Südengland noch so viel mehr zu bieten hat, werden wir in einem folgenden Beitrag weiter berichten….
Gewinner der Allradler Magazine und Nordlicht Prints
Es ist soweit: wir haben die Gewinner des Allradler Magazins und des Nordlicht Prints unter den Kommentatoren ermittelt! Herzlichen Dank für die zahlreichen Rückmeldungen auf unseren letzten Newsletter!
Herzlichen Glückwunsch an folgende Gewinner!
Schickt uns Eure Adresse und die Hefte und Nordlicht Prints gehen direkt in die Post!
Online Veröffentlichungen
In den letzten beiden Tagen erschienen zwei Artikel von uns in online Magazinen.
Gabi & Gunter Reichert schreiben für Web.de
Litløy Fyr in The Island Review
UND denkt dran: Am Mittwoch, 26. März um 16:25 Uhr (44 Min.) kommt auf ARTE eine Reportage über Elena und ihre Leuchtturminsel!
Die GoPro für „Normale“ – Inspirationen
Ich liebäugelte schon seit Jahren mit einer GoPro Actionkamera Hero3+, dieser kleinen Action-Cam, die wirklich alles in erstaunlicher Qualität aufnimmt und filmen kann und dabei nur so groß wie eine Streichholzschachtel ist. Immer wieder erwischte ich mich dabei, wie ich im Laden fasziniert vor den Werbefilmen stand. Leider unternehme ich keine waghalsigen Skiabfahrten, springe (noch) nicht mit dem Fallschirm aus dem Flugzeug und tauche auch nicht mit gefährlich aussehenden Haien. Ich bin einfach viel zu „normal“ für so ein spezielles Gerät! Ich gehöre absolut nicht zu der Zielgruppe der GoPro-User!
Spontaner Kauf – naja nicht wirklich
Hmm, Ideen, was gerade ich mit so einem Wunderding anfangen würde, habe ich aber genug! Als ich wieder einmal – einen Tag vor einer gerade anstehenden Reise – vor den Dingern stand, konnte ich mich trotz finanziellem Engpass nicht zurückhalten. Ich schlug zu. Man lebt ja nur einmal :-) Esra schimpfte den ganzen Rückweg zum Auto mit mir: „Mensch, Gabi, das Teil ist schweineteuer und hat noch nicht mal ein Display!“ Gunter, der normalerweise die Kritiker-Rolle übernimmt war gerade nicht anwesend, aber mein Sohnemann ist ein würdiger Ersatz. Ich fühlte Unsicherheit in mir aufsteigen. Habe ich wirklich genug kreative Ideen?
Auf der letzten Reise testeten wir die Kamera vor allem im Kreativ- und Spaßmodus. Für alles andere haben wir ja die „richtige“ Ausrüstung. Die Bilder und Filme, die wir hier zeigen sind nicht perfekt, man hätte sie sicher noch viel besser machen können. Wir machten uns erst einmal mit der Kamera vertraut. Wie bei allen fotografischen Arbeiten braucht es auch mit der GoPro viel Zeit und Geduld, um die Möglichkeiten alle auszunutzen.
Neue Sichtweisen – nicht mehr nur draufschauen, mitten drin sein!
Durch das starke Weitwinkel muss man ganz nah dran ans Geschehen. Also sitzt die GoPro auf oder im Beerenpflücker, oder liegt im Beereneimer. Wir hätten sie natürlich auch im Blaubeerendessert versenken können, oder auf den Dessertlöffel binden können. Vielleicht nächstes Mal.
Wir schreiben öfters mal über Kameras und Fototechnik. Wenn Du nichts verpassen möchtest, abonniere unseren Newsletter, der etwa alle 14 Tage erscheint!
Die 5reicherts im Selfie Trend – einfach hochhalten und abdrücken
Wir haben ein großes Arsenal an Fotoequipment. Doch bisher haben wir damit kaum Selbstportraits gemacht. Manchmal nutzten wir den Rückspiegel des Autos oder sonstige Reflektionen für ein Foto, aber die Kamera einfach mal auf das eigene Gesicht richten und abdrücken – das war nie unser Ding, es widerspricht unserer Arbeitsweise. Ergo gibt es recht wenige Fotos von uns selbst.
Das änderte sich mit der GoPro sehr schnell. Seitdem tauchen zwischen den tausenden „normaler“ Bilder immer mehr schräge Selbstportraits auf, superweitwinklig und ziemlich gopro. Klar, das sind keine Meisterwerke – wir lernen noch, die GoPro richtig einzusetzen. Spaß hatten wir jedenfalls schon – und das ist das wichtigste im Leben!
Extra Zubehör: nicht nötig
Plus: Spaßfaktor
Minus: wir haben plötzlich so lange Arme :-)
Esra unterwegs mit Heike von Ocean Sounds
Selfie – Gabi bei der Arbeit Lindesnes
Selfie Amy im Rudbjerg
Selfie – Esra im Wohnmobil
Amy. Esra und Noah in Lindesness
Selfie auf dem Leuchtturm in Hirtshals
Unterwasserspaziergang
Die Welt unter Wasser ist uns an den Bootsstegen oder am Strand sehr nah und trotzdem so fern. Wir sehen nur die Wasseroberfläche. In Norwegen ist das Wasser kristallklar, aber meistens saukalt – so kalt, dass wir vom schnellen Bad lieber Abstand nehmen. So klemmen wir die GoPro einfach an einen Besenstiel und führen sie wie ein Hund an der Leine spazieren, und bleiben selbst dabei trocken. Im Wohnmobil schauen wir uns dann am Notebook gemeinsam an, was wir alles eingefangen haben.
Extra Zubehör:
1. Ein Teleskopstock und die speziellen GoPro Klemmen, um die Kamera daran zu befestigen.
2. Hätten wir ein Smartphone oder ein GoPro Display gehabt, wäre es ein Leichtes gewesen, die Aufnahmen live zu kontrollieren. So filmten wir oftmals blind, ohne die Objekte unserer Begierde sehen zu können.
Plus: Die GoPro ist unser Auge für die nasse Dimension
Minus: Keine
Ein Film aus dem Süden Norwegens.
Zeitrafferaufnahmen im Auto, Boot und bei Landschaften – das schont die SLR
Multimediashows werden durch Zeitrafferfilme aufgelockert. Ich mache sehr gern Aufnahmen von Wolken, wenn sie ziehen, von der Flut, wenn sie in das Hafenbecken läuft oder auch bei Auto- oder Bootsfahrten. Das sind jedesmal tausende von Aufnahmen. Bei meiner teuren Spiegelreflex mache ich mir dabei schon Gedanken wegen der gesteigerten Abnutzung durch die vielen Auslösungen. Die Serienaufnahmen übernimmt ab sofort die GoPro und wir schonen damit die großen Kameras.
Plus:
1. Schont die Spiegelreflex,
2. einfache Programmierung in der Kamera,
3. die GoPro ist so klein, dass sie überall Platz findet, auch zwischen Amaturenbrett und Winschutzscheibe.
4. Auch bei Regen brauchen wir uns keine Gedanken machen, die Kamera macht munter weiter.
Minus:
1. Großer Schwachpunkt hierbei ist die sehr kurze Akkulaufzeit. Wir planten sehr genau, wie lange wir den Zeitraffer laufen lassen wollen, trotzdem war oft die Batterie kurz vor dem spannenden Finale leer.
2. Den Kontrastumfang meistert das kleine Ding natürlich nicht so gut wie die Spiegelreflexkamera. Oftmals frisst die Farbe des Himmels aus, wenn der Wetterwechsel mit grellem Sonnenschein verbunden ist.
Extra Zubehör: wir hätten uns einen zweiten Akkupack kaufen müssen.
Vergleich GoPro und SLR Zeitraffer
Schwierige Lichtbedingungen: grelles Sonnenlicht wechselt sich mit bedecktem Himmel ab. Da hat die GoPro definitiv Probleme. Leider habe ich die Gelegenheit verpasst, die GoPro mit den Spiegelreflex-Kameras parallel zu testen.
Ähnlich schwierige Lichtbedingungen: Zeitraffer, mit der Canon 7d aufgenommen!
Zeitraffer-Filme, die auch Unterwasser weitergehen – Ebbe und Flut
Ein Zeitrafferfilm, der Ebbe und Flut darstellt, sich aber von den üblichen Formaten abhebt, schwebte mir seit langem vor. In Tranøy fand ich die optimale Stelle dafür. Sanft und ohne viel Wellengeplättscher floss das Wasser in die Bucht hinter dem Leuchtturm. Ein Metallstab lag im Matsch herum, der kam uns gerade recht. Wir steckten ihn fest in den weichen Boden, montierten die Klemmhalterung, programmierten die GoPro und los gings mit den Aufnahmen. Leuchtturm und Unterwasserlandschaft sind zusätzlich in einem Foto vereint.
Positiv:
Den Wechsel von über und unter Wasser finde ich sehr aufschlussreich. Es macht uns bewußt, was da alles im Wasser los ist, auch, wenn es gerade erst in die Bucht hineinläuft.
Negativ:
Über und Unterwasserfoto, Tranoy, Norwegen – nur ein Foto sah so aus!
Zeitlupen Filme – Ein Stein fällt ins Wasser
Das war der Hauptgrund, warum ich zur teureren GoPro Hero 3 gegriffen hatte. Das Vorgängermodell ist für Zeitlupenfilme nicht geeignet.
Schlechte Wetterbedingungen – die GoPro macht alles mit!
Ich bin gern und bei jedem Wetter am Meer unterwegs. Meistens bieten sich die besten Fotobedingungen, wenn es rauh, kalt und besonders stürmisch ist. Es gibt jedoch Wetter, denen ich meine teure SLR nicht aussetzen möchte. Sandstürme gehören dazu. Die GoPro hatte ich trotzdem dabei und hielt sie in den Wind:
Einzelne Fotos mit Hilfe des Teleskopstocks – das Timing war extrem schwierig
Wir stellten die Kamera so ein, dass sie alle 2 Sekunden ein Foto machte. Es war nur schwierig, das mit den aufteffenden Wellen zu synchronisieren. Wir fotografierten also munter drauf los und hofften auf gute Aufnahmen. Hinterher mussten wir Hunderte von Fotos wieder löschen, und haben ein paar übrig gelassen, die aber nicht wirklich der Renner sind! In Zukunft werden wir wahrscheinlich im Burst-Modus arbeiten (30 Bilder/3 sec.) und die GoPro fernauslösen.
Zudem muss ich noch eine Methode finden, wie das Wasser schneller von der Scheibe des Kameragehäuses abperlt.
Esra fängt die Wellen in Myrland ein, Norwegen
Wellen in Myrland, Norwegen
Wellen in Myrland, Norwegen
Videos und Standbilder davon in unglaublich guter Qualität
Unsere Fischmahlzeiten fingen wir auf Litløy selbst. Dabei hatte ich die Kamera am langen Stock mit auf dem Boot. So filmte ich erst beim Angeln, und dann als uns die Möwen auf Fischabfalljagd verfolgten. Es ist trickreich, die GoPro am vier Meter langen Stock ruhig zu halten. Das Boot bewegte sich und wackelte, der Teleskopstock vibrierte und geriet in Schwingungen. Ich bekam bald Krämpfe in die Arme, das war einer ruhigeren Haltung auch nicht zuträglich. Trotzdem war ich hinterher sehr froh über das Ergebnis.
Die Möwen stießen sogar manchmal mit den Flügeln an die GoPro. Ein paar Fotos aus dem Video wollte ich auch haben.Ich schoss einfach beim Abspielen des Videos am Notebook ein paar Schnappschüsse. Die Auflösung erweist sich als erstaunlich gut, es reicht für 20×30 cm Prints aus.
Schnappschuss vom Video
Schnappschuss vom Video
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Die wichtigsten Einstellmöglichkeiten der GoPro Actionkamera Hero3+ Black Edition Outdoor
Das sind die Standardeinstellungen der HERO3 Black, wenn sie eingeschaltet wird:
Das ist für unsere Zwecke oft zu viel des Guten. So reicht uns beim Video die Full HD Auflösung von 1080p. Und je kleiner man die Auflösung wählt, desto mehr fps (Bilder/sec.) sind drin: Bei 848x480p arbeitet die Hero3 schon mit 240fps. Das ist schon ordentlich viel Zeitlupe.
Sie schafft auch 4K-Videos, allerdings nur mit 15fps. Für Videofreunde bietet sie für viele Auflösungen den ProTune-Modus, der professionelle Nachbearbeitung für beste Ergebnisse ermöglicht.
Bei Videoauflösungen 1080p und 720p kann man auch unterschiedliche Bildwinkel einstellen: Ultraweit – Normal – Schmal
Die Bildauflösung beim Fotografieren ist einstellbar auf 12, 7 und 5 Megapixel. Bei 7 Megapixel kann man zwischen Weitwinkel und Normal wählen.
Im Foto Burst-Modus nimmt die Kamera in kurzen Zeitintervallen viele Fotos hintereinander auf: 3 fotos/1 sec, 5 fotos/1 sec, 10 fotos/1 sec, 10 fotos/2 sec, 30 fotos/1 sec, 30 fotos/2 sec or 30 fotos/3 sec.
Im Zeitraffermodus macht die Hero 3 Fotoserien im Abstand von jeweils 0,5, 1, 2, 5, 10, 30 oder 60 Sekunden, so lange bis sie wieder gestoppt wird oder der Akku leer ist.
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Fazit:
Wir haben sehr großen Spaß mit der Actioncam. Unterwegs war es allerdings schwierig, Filme zu bearbeiten und hochzuladen. Also bringt es für den Live Blog eher wenig.
Wir hätten mehr Zubehör und mehr Zeit gebraucht, um ernsthafter an das Thema heranzugehen. In dem kleinen Teil stecken unglaublich viele Möglichkeiten, da können wir in Zukunft selbst noch eine Menge entdecken und kreativ umsetzen!
Die Datenmenge, die wir auf der Norwegenreise mit der GoPro produziert haben war enorm (über 100 GB).
Weitere praktische Fototipps findest Du hier!
PS: für Schwertkämpfe eignet sich die GoPro auch :-)
Stative – so findest du dein perfektes Reisestativ
„2. Aktualisierung August 2017“
Auf unseren Fototouren schleppen wir immer unsere Stative über Stock und Stein mit. Da bleibt es nicht aus, dass sie einiges an Stössen und Kratzern abbekommen. Da geht schon mal buchstäblich der Lack ab. Das ist aber nicht gleich ein Grund, nach einem neuen Stativ Ausschau zu halten, denn sie funktioniern immer noch einwandfrei. Ein anderer Faktor spielt mit der Zeit eine immer „gewichtigere“ Rolle: das Gewicht.
Unsere Manfrotto-Stative im Schnee auf den Klippen von Eshaness – Shetland Inseln
Das Gewicht unserer Stative
Uns wird es auf Dauer immer lästiger, die doch relativ schweren Teile über längere Strecken mitzuschleppen.
Gabis Manfrotto 190 wiegt zwar nur 1,8 kg (ohne Kopf), hat ein kompaktes Packmaß, könnte aber für bestimmte Situationen gerne etwas höher sein.
Mein Manfrotto 055 bietet das Mehr an Höhe, dafür trage ich aber schon 2,4 kg mit mir herum, ohne den Kugelkopf wohlgemerkt. Vom Benbo-Stativ mit seinen 3,4 kg ganz zu schweigen.
Jetzt rechne noch den Stativkopf mit dem Schnellspannsystem dazu, was je nach Kopf einen Gewichtszuwachs von 400 bis 1000 Gramm bedeutet, da können wir uns irgendwann das Fitnessstudio schenken.
Gabis Lieblings-Kugelkopf, der FLM CB-38E auf dem Manfrotto 190
Deshalb habe ich mir jetzt intensive Recherche betrieben, wie für uns das ideale Reisestativ aussehen sollte. Bei der Recherche gewinnt man einen Überblick über die aktuelle Marktsituation, und kann zudem besser auf Anfragen zur Kaufberatung reagieren. Herausgekommen ist dieser Beitrag.
Welche Eigenschaften hat mein Wunschstativ?
Und immer wieder mal nehmen die Stativbeine ein Bad im Meer
Welche Seiten eignen sich für die Internetrecherche bezüglich Stative?
Welche Kandidaten sind (Januar 2018) bei uns in die engere Wahl gekommen?
Mantona Titanium Carbon 170 cm 1,42 kg ca. 200 Euro
Manfrotto MT 190CXPRO3 Carbon 146cm 1,34 kg ca.250 Euro
Manfrotto MT 055CXPRO3 Carbon 170cm 1,62 kg ca.320 Euro
Rollei Rock Solid Carbon Gamma 151 cm 1,35 kg Ca. 270 Euro
Wie du feststellen kannst, alle Stative der Auswahl sind aus Carbon. Das bringt die entscheidende Gewichtsersparnis. Des weiteren ist das Material Carbonfaser etwas schwingungsärmer als Aluminiumrohr, leider aber auch viel teurer.
Hier meine kurze Einschätzung zu den Stativen in der engeren Wahl:
Das Mantona hat einen verführerischen Preis und wird oft in Kommentaren angepriesen. Allerdings habe ich auch einige Beschwerden gefunden, die mangelnde Präzision und nich immer gute Verarbeitung vermuten lassen. So sind die Spreizwinkel der Beine nicht immer gleichmäßig groß, und das Stativ steht schief.
Urteil: gut, aber unter Umständen nicht gut genug verarbeitet. Aber ein vorhandener Mangel kann gegebenenfalls reklamiert werden.
Das Manfrotto 190 wäre meine erste Wahl, wenn Gewicht und kleines Packmaß mehr als die erreichbare Höhe zählen soll. Die Tragfähigkeit ist in Ordnung, bei lichtstarken Teleobjektiven dürfte es aber an seine Belastungsgrenze kommen. Es lässt sich gut bedienen, wirkt robust und ist bei weitem das leichteste Modell in der Runde.
Urteil: sehr gut als Reisestativ, die relativ geringe Maximalhöhe ist dem Gewicht geschuldet.
Das Manfrotto 055 ist unser Favorit, auch wenn es das teuerste in der Runde ist. Es trägt mehr als meine 055 Aluversion, ist dabei leichter als Gabis 190er Alustativ.
Urteil: sehr gut, perfekt für unseren Zweck. Leicht, gut verarbeitet und tragfähig im doppelten Sinn. Vom Preis allerdings an unserer Obergrenze angesiedelt.
Das Rollei Rock Solid Carbon Gamma ist unser neues Standard-Reisestativ. Unseren eigenen ausführlichen Testbericht zusammen mit dem Rock Solid Carbon Beta Für Vielreisende sind das geringe Packmaß und Gewicht und die hohe Tragfähigkeit entscheidende Pluspunkte. Das lässt die etwas geringere Gesamthöhe leicht verschmerzen.
Übrigens: die beiden Manfrottos gibt es fast preisgleich auch mit vier anstatt drei Beinsegmenten, was ein kleineres Packmaß bedeutet. Das ist vielleicht interessant für Vielflieger, die auf Gepäckmaße achten müssen, ich bevorzuge die Version mit drei Beinsegmenten.
Und das mit der Pflege – Carbon verträgt Stöße weniger gut als Alu. Ein Fall gegen eine scharfe Steinkante kann die Carbonfasern zerbrechen und das Stativ unbenutzbar machen. Ich habe auch schon gelesen, dass starke Kälte die Bruchgefahr vergrößern könnte.
Inzwischen sind einige der vorgestellten Stative nicht mehr lieferbar, der rasante Modellwechsel hat auch die eher behäbigen Stative erwischt. Viele haben Nachfolger, einige Modelle sind leider raus aus dem Rennen. Ich habe bei Nichtverfügbarkeit das Nachfolgemodell oder ein gleichwertiges verlinkt. Ich hoffe trotzdem, dass unser Artikel immer noch als Entscheidungshilfe dienen kann.
UPDATE 2017: Unsere neuen Stative sind Rollei Carbonstative
Unsere Suche nach dem perfekten Reisestativ hat neue Ergebnisse gebracht. Wie schon gesagt, das perfekte Reisestativ gibt es nicht, die Auswahl ist immer ein Kompromiss aus Belastbarkeit, Gewicht und Größe.
Deshalb sind unsere drei Neuzugänge für unterschiedliche Situationen bestimmt.
Das Rollei Compact Traveler No.1 haben wir uns als Backup-Stativ und für Touren mit extra leichtem Gepäck zugelegt. Dazu haben wir einen separaten Testbericht Rollei Traveler No 1 verfasst. Für knapp 90 Euro ist es mehr als preiswert, es ist absolut seinen Preis wert. Erstaunlich, wie stabil so ein fragiles Teil sein kann. Leider können wir es selten einsetzen, unser Ältester hat die Fotografie für sich entdeckt und Traveler No.1 vereinnahmt. So kommt es wenigstens in der Welt herum: USA, Frankreich, Griechenland, Schweden, China…
Interessant für Sparfüchse ist auch die verwandte Rollei Ci-Serie.
Aufgrund der guten Erfahrungen mit dem Compact Traveler No.1 haben wir uns als Ersatz für die beiden Manfrotto-Dreibeine für das Rollei Rock Solid Carbon Beta (von Rollei zu Testzwecken überlassen) und das Rock Solid Carbon Gamma entschieden. Auch dazu gibt es einen ausführlichen Testberichte Rock Solid Carbon in unserem Blog.
Die Firma ROLLEI hat ihr Stativangebot massiv ausgebaut und anscheinend auch einen Produzenten gefunden, der gute Qualität liefert. Schnuppere einfach einmal in das Rollei Stativangebot hinein.
Hier fotografiere ich im Abendlicht am Rand der Klippen von Eshaness, Shetland Inseln. Auch Gabi hat ihr Stativ benutzt. Belichtungszeit: 1/2 sec.
Tipps zu den Stativköpfen – Vorstellung unserer Stativköpfe
Mit Stativköpfen sind wir gut ausgestattet. Jeder hat zwar seinen Favoriten, wir tauschen aber immer wieder mal untereinander aus. Für die Kamerabefestigung nehmen wir aktuell das Schnellspannsystem Novoflex Miniconnect. Der kameraseitige Adapter ist winzig, hält aber erstaunlich gut. Vorher hatten wir die weitaus größeren Manfrotto 410 PL Schnellwechselplatten.
Das Manfrotto Schnellwechselsystem #354 (hier die ältere Version), hier die Grundplatte und die Kameraplatte, ist ziemlich ausladend, hält dafür aber bombenfest.
Gabis absoluter Favorit ist der FLM CB-38E, der leider seit der Übernahme von FLM durch Investoren nicht mehr produziert wird. Klein, leicht, einfach zu reinigen ist er ideal für den Outdoorbereich,und er hält bombenfest. Dafür verzichten wir gern auf Panorama- und Friktionseinstellung.
Eine gute und preiswerte Ausweichmöglichkeit ist der Novoflex BALL 40 – Stativkopf, der etwas schwerer als der FLM CB-38E ist.
Ich nehme oft den massigen, über 900 g schweren Uni-Loc 60BH Kugelkopf, der hält auch große Ausrüstung sicher und eignet sich für die Selbstverteidigung. Wenn ich wenig Lust aufs Gewichtschleppen habe, kommt unser betagter Linhof Profi Kugelkopf II, oder der Cullmann Magnesit 41080 (1. Generation) zum Einsatz. Diese Köpfe sind zum Teil schon über 30 Jahre alt, und mit etwas Pflege halten sie noch mal so lang.
Ein gewichtiges Argument, Qualitätsware zu kaufen.
Unser Linhof Profi II Kugelkopf, der leider kaum noch zu kriegen ist. die MiniConnect-Platte habe ich direkt auf den Kugelkopfhals montiert.
Unser Manfrotto 141RC ist ein klassischer 3-Wege-Neiger, der viel tragen kann. Er wiegt fast ein Kilogramm uns ist wegen der Einstellgriffe ziemlich ausladend. Das ist daheim im Studio kein Hindernis, da schätze ich die separate Verstellbarkeit für jede Achse, aber auf Reisen nimmt er einfach zu viel Platz ein.
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Welches ist Dein liebstes Reisestativ? Nimmst du es immer mit auf Touren?
Lass es uns in den Kommentaren wissen.