Wir bereisen mit Vorliebe die Küsten der Welt. Leuchttürme ziehen uns dabei natürlich in ihren Bann. Unser Blog wimmelt daher nur so von Leuchtturmfotos und -erlebnissen. Klick Dich am besten mal durch die Sammlung dieser Seiten, oder gehe durch die einzelnen Reiseberichte.
Im Delius Kalsing Verlag erscheint der „Leuchttürme 2014, Gabi Reichert 2014″
Leider nur ein ganz kurzer Blogeintrag, bald geht es „normal“, also ausführlich weiter….
Bressay Lighthouse in der Nacht, Shetland – was für eine geniale Unterkunft, nicht wahr!
Wilde Wasser im Norden von Großbritannien
Die Fährfahrt war so heftig, dass wir immer noch etwas erschöpft sind. Wir fuhren bei Windstärke 8-9, 15 Stunden lang von Aberdeen nach Lerwick. Es schaukelte so heftig, dass wir es nur liegend, zum Glück in den Kabinenbetten, aushalten konnten. Da hatten wir uns auf Lewis die ganze Zeit Wellen gewünscht. Jetzt hatten wir sie!
Nun, wir haben es geschafft. Der Kapitän der Fähre meinte mehrmals, dass dieses Überfaht ja alles andere als angenehm gewesen war! Bei Drehmanövern, wenn er versuchte, dass Schiff etwas angenehmer in die Wellen zu legen, durften die Passagiere immer 5 Minuten lang nicht aufstehen, weil es zu gefährlich war!
Bei der Ankunft fiel Amy dann sogar in Ohnmacht. Es war viel zu warm und nach einer ganzen Nacht heftigsten Seegangs, war es zu viel. Ihr geht es aber wieder gut. Der Wind bringt sehr viel frische Luft. Der Boden schien noch einen ganzen Tag unter unseren Füßen geschwankt zu haben.
Hier nur mal ein paar Bilder der Fahrt und unserer Unterkunft. Genial ist’s! Das war die Fährfahrt dicke wert!! Morgen schreibe ich wieder ausführlicher!
im Hafen von Aberdeen – die Wellen kamen sogar so hoch wie der Leuchtturm, nur konnte ich da nicht fotografieren, weil der Wind zu stark war!
im Hafen von Aberdeen – der Himmel sagt alles!
geschafft nach einer sehr rauhen Nacht
Bressay Lighthouse, Shetland
erste Aussicht vom Schiff, unsere Unterkunft auf Shetland!!
Ist die Qualität der Bilder in Ordnung? Bei mir sehen sie relativ schlecht aus. Ich lade die Sachen zur Zeit per USB Stick hoch und das klappt nicht wirklich gut.
Unsere Vorräte waren wieder aufgebraucht, also machten wir uns auf nach Stornoway. Außer in der Stadt gibt es auf der Insel keine nennenswerten Läden. Wir haben außer auf Harris nicht mal so einen ganz kleinen Laden gesehen. Also, auf in die große Stadt. Was alles relativ ist! Nun, auf der Isle of Skye gab es einen Kreisel, den wir öfters mal fuhren, hier gibt es drei in Stornoway. Damit kann ich ganz gut leben. Auf dem Festland sind diese städtischen Kreisel immer anstrengend.
Straßen auf der Isle of Lewis – vor allem im Winter und Dunkelheit anstrengend
Das Fahren auf der Isle of Lewis & Harris ist ermüdend, weil wir oft bis nach Sonnenuntergang an einem Strand weit entfern von daheim verweilen und dann die meist tiefschwarzen, schlecht markierten Straßen in der Dunkelheit fahren müssen. Und die Wege sind weit! Hier auf unserer kleinen Insel Bernera sind die Single Track Roads zudem nicht nur kräftig kurvig, sie haben auch noch ein welliges Auf-und-Ab. Das bedeutet, dass die Scheinwerfer in den Kurven nur selten die Fahrbahn beleuchten. Abends finden sich zudem oft Schafe am Rand der Fahrbahn oder direkt darauf. Daher dauern unsere Fototouren länger als es uns lieb ist. Die abschließende Fahrt ist immer anstrengend und erfordert die volle Konzentration. Mittlerweile kenne ich die scharfen Kurven schon ziemlich gut.
Jetzt waren wir auf dem Weg zum Supermarkt und in den Buchladen. Wir hatten uns ein paar Wolken und wechselhaftes Wetter für unsere Fotos gewünscht; das war wohl ungenau gewünscht…. Es etwas zu viel, kaum ein Sonnenstrahl trifft auf die Erde. Es nieselte bei grauen, konturlosen Wolken. Ich fand die Landschaft selbst in diesem Licht sehr reizvoll. Das ist ehrlicher für einen schottischen Winter auf den Hebriden.
Esra skypt :-) In der Telefonzelle lag ein Zettel mit den Gottesdiensten
Unterwegs fahren wir jedesmal an einer einsam stehenden, klassischen roten Telefonzelle und einem Briefkasten vorbei. Jetzt fotografierten wir die beiden.
Briefkasten und Telefonzelle
Im Buchladen kauften wir dann einen kleinen Wanderführer und eine Landkarte. Es war schwierig zu entscheiden, wie genau wir die Karten wohl brauchen würden. Wir entschieden uns für die Übersichtskarte vor allem für die Autofahrten und für Wanderungen nutzen wir die genaueren Karten im Wanderführer.
In Stornoway hielten wir uns lange in den beiden Lebensmittelläden auf. Wir sind noch etwas desorientiert, finden die Sachen nicht in den Regalen und gewöhnen uns erst an das schottische Angebot. So gibt es auch in Supermärkten viel zu entdecken. Die Lebensmittel sind ganz andere als daheim. Gunter findet großen Gefallen an den Pasties.
Da war sie doch die Sonne – die Aussichten auf der Insel sind fantastisch
Der Leuchtturm Tiumpan
Östlich von Stornoway liegt die Halbinsel Point mit dem Leuchtturm Tiumpan, den wir letzte Woche bereits besuchten. Mittlerweile hatte der Nieselregen aufgehört und fotogenen Wolken hingen am Horizont. Die Klippen am Leuchtturm sind beeindruckend, nicht so hoch wie die beim Butt of Lewis, dafür übersichtlich und mit dem typischen Dreizehenmöwen Gekreisch. Bis eine Stunde nach Sonnenuntergang waren wir im kühlen Wind auf dem Klippen. Die Kids fanden eine Geochaching Dose und legten wir paar kleine Schätze hinein.
Lange vor Sonnenaufgang war das Licht pastellig weich und fotogen. Ich schlich mich aus dem Haus und arbeitete mich fotografiernd über die Schafweide zum alten Haus. Tief im Gras und Erde versteckt fand ich eine grüne Glaslasche, die wahrlich alt wirkte, weil sie eingedruckte Buchstaben drauf hatte. Ich kämpfte einige Minuten um sie zu befreien, nur um fest zu stellen, dass da keine Flaschenpost drin war. Haben die früher auch schon Spam verschickt. So eine Frechheit :-)
Malcoms Lieblingsschaf
das alte Haus und die Schafe von Malcom, dem Hobbyschafhirten
Immer noch strahlte die Sonne am völlig blauen Himmel. Das war das ideale Wetter für weite Sandstände, die es auf der Isle of Harris wie Sand am Meer gibt. Für uns, in der Mitte von Lewis & Harris bedeutet das etwa 1,5 h Fahrt. Wir pendeln sozusagen von Nord nach Süd und wieder in die Mitte. Es hört sich an, als seien Lewis & Harris zwei Inseln. Der Name stammt aus Zeiten, zu denen die Menschen eher mit Booten als per Auto unterwegs waren. Es gab keine Straße durch die bergige Mitte und per Boot schienen es zwei Inseln zu sein. Der Süden der Insel ist bergiger, felsiger mit vielen Sandstränden und Buchten. Der Norden der Insel ist nur hügelig, weniger Strände, hat mehr Klippen. Zwei völlig unterschiedliche Gesichter also. Daher dachten die Menschen früher, es seien zwei Insel und gaben dem Süden den Namen Harris, dem Norden den Namen Lewis. Tatsächlich handelt es sich um eine Inselgruppe. Wir sind zum Beispiel auf Great Bernera, einer kleinen Inselgruppe in der Mitte. Südlich von Bernera liegt noch ein weiteres Gebiet mit eigenem Namen, Uig.
Wellengardinen, Isle of Harris
Wir machten uns also auf, den Süden der Insel, der mittlerweile mit einer Straße verbunden wurde, zu besuchen. Wir genossen grandiose Aussichten auf leicht schneebedeckte Berge, hielten hie und da für Fotos. Die 100 km lange Fahrt zog sich. Weitläufige helle Sandstrände entlohnten bald die Mühe. Am Horizont hingen glücklicherweise fotogene Wölkchen. Es bereitete uns große Freude einfach nur an der Wasserlinie des enlosen, langen Strandes entlang zu laufen und einen leichten Wind um die Nase zu spüren. So nach und nach klapperten wir einige Strände ab, an manchen war die leichte Brise zu einem bissigen Wind angewachsen, was die Verweildauer direkt proportional zur Windstärke verkürzte. Die fotogenste Stelle für uns war allerdings ein felsiger Küstenabschnitt. Wie durch einen Tunnel schoß in unregeläßigen Abständen die Welle einige Meter hoch in den Himmel. Ich kletterte mutig tief hinuter, natürlich nachdem ich das Spektakel eine Weile beobachtet hatte und mich sicher fühlte, und war so sehr nah am Geschehen und windgeschützt noch dazu. Gunter meinte nur, dass ich klatschnaß geworden wäre, hätte der Wind einen kurzen moment ausgesetzt, weil ich dann unter der Wellenfontäne gestanden hätte.
sieht doch fast aus wie Sommer, oder?
Stundenlang waren wir in der frischen Winterluft, hatten kilometerweit Sand unter die Füße genommen, jetzt verlangte der Körper nach Nahrung. Harris kam uns einsamer als Lewis vor und weit und breit war keine Stadt in Sicht. Alle Buden oder Fish & Chips Lädchen zum Beispiel in Bussen, waren winterfest verschlossen. Ein kleiner Supermarkt bot vor allem Bohnen in Dosen und Angelausrüstung. In Tarbert leuchtete weit sichtbar neongrell ein Fish & Chips Schild in einem winzigen Fensterchen. Esra rüttelte halb ausgehungert an der Tür, sie zeigte sich von all der jugendlichen Manneskraft unbeeindruckt. Sie war verschlossen und blieb es auch, egal wie hungrig wir waren. Die Tage der Inselerkundung sind lang. Fast scheint es, als wären wir Robinson auf der einsamen Insel – ganz allein und auf der Suche nach Nahrung :-)
Nun, dann müssen wir zukünftig doch Brote schmieren. Schade, wo wir ausgerechnet heute mal Essen gehen wollten!
Auf der kleinen Insel Scalpay steht seit 1789 der älteste Leuchtturm der Hebriden. Von der Fähre Uig – Tabert aus kann man den rot-weiß gestreiften Turm zwischen den Klippen sehen. Mir war der typische Stevenson mit außergewöhnlicher Farbe natürlich auch direkt ins Auge gefallen. Dabei war ich in diesem Moment tief ins Gespräch mit dem Amerikaner Charles vertieft gewesen.
Die Straßen der Insel sind tatsächlich der Rede wert :-) Wie froh ich doch mal wieder war, nicht im Mobil, sondern im VW Bus zu sitzen. Ständig kurvig geht es auf und ab auf einer Straße, die exakt die Breite unseres Autos hatte. Wir fragten einen älteren Herrn nach dem Leuchtturm: „Ja, am Ende der Straße und dann 30 Minuten zu Fuß.“ kam die Antwort. Hmm, die Zeitangaben sind sehr relativ – wir scheinen immer langsamer als die Schotten zu wandern! Es war etwa 90 Minuten vor Sonnenuntergang, würden wir es schaffen?
Erst seit 1997 gibt es eine Brücke auf diese kleine Insel Scalapy.
Hügelig, wie die ganze Insel, ging es auf der Wanderung weiter. Über Stock, nein eher nicht, über Stein, ja, schon eher, und durch Matsch und über weiches, dickes, trockenes Gras. Den Markierungen folgend legten wir einige Höhenmeter zurück. Die Wellen rauschten über Felsen, dann wieder Ruhe auf der Höhe. Wir liefen schnell und kamen kräftig ins Schwitzen. Wenn’s nicht regnet wird man eben von innen nass. Und dann noch einmal den Berg hinauf und wieder hinunter. Der höchste Hügel der Insel ist 100m, wir sind diesen gefühlt fünf mal hoch und runter. In der Ferne sahen wir die Spitze des Leuchtturms, dann war sie wieder weg, weil wir wieder im Tal waren. Der Wind blies auf die geschwitzte Haut, auch durch winddichte Pullis.
Immer hielten wir die Sonne im Blick, würde sie bloß nicht noch früher untergehen! Die Landschaft sah traumhaft aus und es verzückte uns über all die Hügel, in die Täler und auf die Seen und das Meer zu schauen. Ach, grandios! Doch der Zeitmangel verdarb den Spaß. Der Leuchtturm schien so nah, noch ein wenig weiter und wir würden ihn ganz sehen; doch, kennt ihr das auch? Es täuscht! Viel weiter ist der Weg, das Ziel schien vor uns davonzulaufen. Gunter verdrehte sich in der Eile das Knie. Das war gar nicht gut! Wir übernahmen sein Fotogepäck, er humpelte nun etwas vorsichtiger aber jetzt in Richtung des Autos. Für heute hatten wir aufgegeben. Schade!
Ein Foto habe ich vom halben Turm, aber nur zur Dokumentation! Die Gefahr uns in der Dunkelheit der Nacht zu verirren war uns zu groß. Immerhin ist es Winter und friert nachts. Durch das hügelige Gelände würden wir im Dunkeln keine Orientierung mehr haben. Wir nahmen uns vor, diese Wanderung mit mindestens zwei Stunden mehr Puffer nochmal zu machen.
Blick über die Insel Scalapy
In Tarbert fuhren wir einen kleinen Umweg, ob da jetzt vielleicht jemand Fritten brutzeln würde? Die Tür, an der Esra vorher ach so vergebens gerüttelt hatte, strand nun offen. Der typische Geruch von heißem Fett strömte uns bereits entgegen, bevor die Tür des Autos offen war. Wir bestellten soviel, dass uns der nette Herr fragend und etwas mitleidig anschaute: „Nein, nicht nur für uns, da sind noch zwei im Auto“ meinte Gunter verlegen. Er und hungrig oder gar verfressen – wie kommt der Mann bloß darauf!
Wir mapften wie auch wahrscheinlich Robinson sein erstes warmes Mahl auf der Insel eingenommen hat. Schmatzend und mit den Fingern. Und es war ach so lecker! Jetzt konnten wir mit brummendem Auto, ohne knurrende Mägen die Rückfahrt antreten. Es war auch gar nicht mehr so übel, dass sie so lange war. Wir hören zur Zeit fast nur klassische Musik. Beethoven hat es uns angetan. Vor allem die Beethoven: Symphonies Nos.5 & 7
Auf der Isle of Skye kam in Fernsehen eine tolle deutsche Sendung über diese Symphonie – war klasse! Nur so „by the way“!
Es war tiefe Nacht – nun im Winter beginnt sie bekanntlich wesentlich früher als später im Jahr – als wir endlich „daheim“ eintrudelten. Wir waren verdient müde!
https://www.5reicherts.com/wp-content/uploads/2013/02/GA_9851.jpg467700Gabihttps://www.5reicherts.com/wp-content/uploads/2025/07/logo-5reicherts.webpGabi2013-02-27 02:21:322018-07-18 13:22:18Isle of Harris, weite Strände und Wanderung zum Leuchtturm Scalpay
Heute steht ein Ausflug zum nördlichen Ende der Isle of Lewis zum Butt of Lewis und zum Strand Eoropie an.
Strand in Bernera, Isle of Lewis & Harris
Früh in noch recht trübem Wetter fuhren Gunter und ich los, um den inseleigenen Strand anzusehen. Wir parkten am großen Friedhof und liefen das kurze Stück zum Strand. In der Bucht wurde erst 1993 von einer hohen Flut ein Haus aus der Eisenzeit freigelegt und dadurch entdeckt. Jetzt im Februar kann man es nicht besichtigen, aber gut vom Hügel mit plätscherndem Bach aus fotografieren.
Nach der morgendlichen Fototour frühstückten wir, die Kids waren schon munter und satt. Kaum war unser Hunger gestillt, verzogen sich die Wolken und ich hielt es nicht mehr aus im Haus. Doch, das Haus ist geräumig, extrem gemütlich und warm. Aber, ich bin auf die Insel gekommen, um sie zu erwandern und erleben, da hält mich nichts, vor allem, wenn die Sonne so freundlich lacht! Unser Ausflug an diesem Tag sollte uns ganz ans Ende der Isle of Lewis führen!
Wellen im Abendlicht, Strand Eoropie, Isle of Lewis
Der Butt of Lewis ist am A.. der Welt, Isle of Lewis & Harris
Der Butt of Lewis – wirklich am A… der Welt – ist etwa 70 km von unserer Unterkunft entfernt. Bei strahlendem Sonnenschein fuhren wir gegen Mittag Richtung Norden. Wir hatten einige Strände und Sehenswürdigkeiten, die wir ansehen möchten herausgesucht, ließen sie jedoch auf dem Weg nach „oben“ alle links liegen. Wir hatten Lust auf einen Leuchtturm und hohe Klippen. Bei schönem Wetter sehen die Häuser weniger trostlos aus. Es wehte ein leichter Wind, die Sonne wärmte unsere Häupter jedoch. Wahrscheinlich werden wir zur Zeit richtig braun – die Stellen jedenfalls, die aus der Kleidung heraus schauen. Zusammen mit zahlreichen Schafen liefen wir entlang der Klippen, fotografierten hier und da. Das Licht war recht hart, obwohl wir lange Schatten warfen. Nun, kein Wölkchen machte die grelle Sonne etwas weicher. Gegen Abend, nach stundenlangem Laufen über die grasbedeckten, teilweise sehr feuchten Höhen, wurden doch die Finger kalt. Traumhaft war es da oben! Und was für ein Tag. Sogar die Zeitungen berichten vom absolut außergewöhnlichen Februar Wetter. Das gibt es nur ganz selten!
Das Haus aus der Eisenzeit am Bosta Strand, Isle of Lewis & Harris
Der Leuchtturm von David Stevenson am Butt of Lewis, Isle of Lewis & Harris
die Kids und der Leuchturm am Butt of Lewis
abendliche Wellen am Surferstrand von Eoropie
Der Surferstrand von Eoropie
In der Ferne hatten wir Wellen mit Gischtfahnen erkennen können. Dieser Strand zog mich magisch an. Wären wir etwas früher dran gewesen, hätten wir auch hinwandern können. So fuhren wir das kurze Stück mit dem Auto. In Eoropie parkten wir und liefen über eine Dünenlandschaft Richtung Strand. Ach, ich kann gar nicht ausdrücken, welche Glücksgefühle ich empfand, als ich diese Wellen sah! Schräges, warmes Sonnenlicht, eine Wellen nach der anderen rollte grünstrahlend auf den Sand. Fantastisch! Der Sand war weich, und wir sackten tief ein. Kennt Ihr das? Auf nassem, weichem Sand zu laufen und die Gischt tief einatmen während die Augen die Farben der Wellen geradezu einsaugen und selbst die Ohren das Rauschen des wilden Wassers vollauf genießen.
Feder am Strand, am Strand von Eoropie
Wellen im Abendlicht, Strand von Eoropie, Isle of Lewis & Harris
Wellenfotografie am Strand von Eoropie, Isle of Lewis & Harris, Schottland
Leider hatte ich mein großes Teleobjektiv nicht mit! Wie blöd von mir, das wichtige Teil im Haus zu lassen. Mein Fotorucksack ist etwas klein, der Große viel zu schwer. Da wiegt allein der Rucksack schon gut 3 kg. Mit den Objektiven komme ich dann auf über 10 kg und das schaffe ich nicht den ganzen Tag! ABER, es ist auch dumm, wenn dann die optimale Linse fehlt! Gerade an diesem wunderschönen Strand Eoropie, im allerbesten Licht. Es müßte eine Frauenkameraausrüstung (was für ein Wort) geben! So wie ich damals meine Olympus OM4 Ti hatte, da paßte alles in eine kleine Bauchtasche und ich hatte Amy noch in der Rückentrage! Nun, an diesem Tag vermisste ich das Objektiv so sehr, dass mir dieser Fehler auf der ganzen Tour nicht noch einmal passierte!
Mit dem 100-400mm Tele Objektiv hätte ich die Wellen jedenfalls wesentlich besser einfangen können. Sie leuchteten so wunderbar im Licht der untergehenden Sonne.
Lang Rückfahrt in der Dunkelheit
Die Fahrt zurück zog sich. Es ist schwierig, die dunkle Straße zu sehen, wenn der Himmel noch lange sehr hell strahlt. Zu stark sind die Kontraste! Solche Bedingungen hatte ich bisher noch nie! Ein seltsames Phänomen. Wir ware ziemlich müde, verdauten wohl die frische Luft. Trotzdem schafften wir noch bis 1:00 Uhr an den Notebooks, schauten Bilder und schrieben. Viel zu spät, denn morgens ist an diesen klaren Tagen das Licht am besten, aber das Bett am wärmsten.
https://www.5reicherts.com/wp-content/uploads/2013/02/GA_0653.jpg4841020Gabihttps://www.5reicherts.com/wp-content/uploads/2025/07/logo-5reicherts.webpGabi2013-02-25 00:22:552021-11-29 11:44:10Eoropie Beach, Isle of Lewis & Harris, Schottland
Die Idee in Joanne K. Rowlings Harry Potter Romanen, dass sich Zeitungsbilder bewegen, faszinierte mich direkt.
Bei bewegten Motiven – Wellen, Nordlichter und auch Leuchttürmen – mache ich immer mindestens drei, vier Aufnahmen. Jetzt habe ich diese Variationen zusammengestellt und sogenannte aninierte Fotos erhalten. Was meinst du?
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