
Das ist mein gesamter Hausrat für viele, viele Wochen auf Tour
Letzte Woche packte ich mein Fahrrad und fuhr los in Richtung Schottland. Ich wollte mal wieder dieses grandiose Land sehen, Heimat des Whiskys, der Lochs, von Fish’n’Chips und von vielen Schafen. Doch schon am zweiten Tag meiner Tour begann mein Knie die Reise zu sabotieren, indem es sich entzündete. Ich kam schließlich nur bis Düsseldorf (etwa 280 Kilometer den Rhein entlang) und musste dort abbrechen, um mein Knie auszukurieren. In etwa zwei Wochen fahre ich dann weiter.
Vorher will ich diese Gelegenheit nutzen, um etwas über die Reisevorbereitung zu schreiben.
Was die Route angeht, halten es mein Reisebegleiter Derek und ich sehr vage. Wir wollen halt in Schottland herum fahren. Wo, wann und wie lange, das werden wir dann sehen. Ich muss auch noch eine Karte kaufen, wenn ich dort ankomme…
Das Gepäck andererseits will gut durchdacht sein, denn ich will immerhin viele Wochen damit auf Reisen sein. Es darf nichts Essentielles fehlen, und Unnötiges möchte ich nicht mit mir herumfahren, besonders, wenn ich mich mit meiner eigenen Körperkraft fortbewege. Und so beginnt der ewige Kompromiss zwischen Nützlichkeit und Gewicht.
Bei einem Ausrüstungsgegenstand gibt es generell drei wünschenswerte Eigenschaften: gute Herstellungsqualität, geringes Gewicht, und ein niedriger Preis. Leider kann man nur immer zwei davon auf einmal haben. Worauf man verzichten will, ist von Ausrüstungsgegenstand zu Ausrüstungsgegenstand unterschiedlich.
Hier ist eine Auflistung von allem, das ich dabei habe:

Mein treues Rad hat Einiges zu schleppen
Fahrrad: Hier habe ich zwar nicht das Neueste, aber doch ein qualitativ hochwertiges. Mein Vater hat es sich vor 25 Jahren geholt und sehr auf die Bauteile geachtet.
Ich habe letztens noch ein paar Dinge hinzugefügt:
Brooks Ledersattel B17
. Unter Tourenfahrern eine Legende, weil er wohl gemütlich wie ein Sofa sein soll. Ich will das mal testen. Nach 280km ist er zwar noch nicht ganz eingefahren (Ledersättel sind formbar), gemütlich ist er aber auf jeden Fall schon.
ContinentalTouring Plus
Reifen. Diese Reifen sind schwer zu plätten. Habe schon einige Tausend Kilometer ohne eine einzige Reifenpanne mit diesen Reifen hinter mir, darf auch gerne so bleiben.
Shimano Pedal E-PDT780
. Ob man mit oder ohne Fußhalterung fahren will, ist jedem selbst überlassen. Diese Pedale lassen sich für beides nutzen, was mir sehr gefällt. Ich fahre sie zusammen mit den Kimon TR Schuhen von VAUDE. (VAUDE Kimon TR Unisex-Erwachsene Radsportschuhe – Mountainbike
)

Um ein paar Liter wasser mehr mitnehmen zu können, habe ich ein wenig gebastelt
Campingausrüstung
Zelt: VAUDE Mark L 2P
. Leicht aufzubauen, macht einen wetterfesten Eindruck und ist geräumig genug für mich. Mit 2,8kg zwar nicht ganz federleicht, doch dafür mit 340€ bezahlbar. Werde es am schottischen Wetter erproben.
Isomatte: Irgendwas billiges. Thront auf dem restlichen Gepäck und ruiniert die Aerodynamik, aber wegen des geringen Gewichts verlagert es meinen Schwerpunkt kaum. Man kann gut drauf schlafen.
Schlafsack: Ich nehme einen Sommerschlafsack mit, den man mit einem Inlet aufmotzen kann. Falls es bitter kalt werden sollte, ziehe ich mich nach dem Zwiebelprinzip an.
Um die Dinge auf dem Gepäckträger trocken zu halten, nutze ich einen billigen Rucksacküberwurf aus einem schwedischen Baumarkt, der tadellos funktioniert.

Mein Zelt von VAUDE. Mel sehen, wie es sich in Schottland schlägt

Der Blick aus dem Inneren
Hier ist der Inhalt meiner Packtaschen:
Für die Strecke am Rhein nutze ich Landkarten vom ADFC. Für Radtouren sind die prima.
ADFC-Radtourenkarte

Kartenmaterial für Deutschland. In Schottland muss ich mir dann auch Karten besorgen
Waschzeug: Haarschampoo, Duschgel, Deo, Sonnencreme, Zahnbürste, Zahnpsta und Rasierer. Es lohnt sich, konzentrierte Produkte zu kaufen. Das Shampoo und die Zahnpasta zum Beispiel sind viel ergiebiger als normale Produkte, man spart einiges an Gewicht.

Der Inhalt meines Kulturbeutels
Um den Drahtesel zu versorgen: Klebeband (eng gewickelt, um Platz zu sparen), Speichendreher, noch mehr Klebeband, Kettenöl, Multiwerkzeug, Schraubenschlüssel, Ersatz-Inbus-Schlüssel, Reifenflickzeug, Reifenheber, Lederpflege, Ersatzschrauben und Kabelbinder.

Fahrrad-Reperaturkit. Nicht abgebildet ist mein Ersatz-Fahrradschlauch
Zur ersten Hilfe hab ich ein paar Verbände, Sonnenschutz für die Lippen, Entzündungscreme, Sprüh-Pflaster, Jod Lösung zur Desinfektion, Pflaster.

Esra-Reparaturkit. Ohne Ersatzteile
Das Essgeschirr ist recht simpel

Für kulinarische Erlebnisse.
Tagebuch zur Reisedokumentaion und ein Mp3-Player zur Unterhaltung. Die Batterien von dem Ding halten eine Weile.

Tagebuch und Unterhaltung
Meine Kleidungsstücke werden zusammengerollt und vertikal gelagert, damit ich sie schneller finden kann. Ich nehme sieben Unterhosen und Paar Socken mit, fünf Shirts (lang und kurz), drei Radfahrhosen, Regenkleidung (kommt gleich), Handschuhe, und warme Schlafklamotten. Es ist viel schnelltrocknende Funktionsbekleidung dabei, die man abends in einem Waschbecken waschen und am Morgen wieder anziehen kann.

Meine Kleidung muss gut organisiert sein
Da ich nach Schottland fahre, ist Regenkleidung imperativ. Wenn es wie aus Schleusen schüttet, dann hülle ich mich in eine knallorangene Regenjacke und eine Regenhose von VAUDE. Über ein paar kleine Schauer am Rhein lachte die Regenjacke mal herzlich. Ob sie in Schottland auch so dicht hält, werde ich sehen. Pluspunkt: VAUDE legt höchsten Wert auf Nachhaltige Produktion und Rohstoffe.
VAUDE Herren Jacke Men’s Yaras Jacket
VAUDE Herren Hose Mens Yaras Rain Pants

Die Regenjacke hält dicht

Samt Regenhose. Ob ich damit gegen schottisches Wetter gewappnet bin, wird sich herausstellen.

Regenhose von hinten
Das war natürlich nicht alles. Um mein gesamtes Gepäck aufzulisten, bräuchte ich eine Ewigkeit. Falls du eine Frage zu einem bestimmten Ausrüstungsggegenstand hast, schreib sie mir in die Kommentare!
Mit feundlicher Unterstützung von VAUDE, die mir ein paar ihrer Produkte zum Test zur Verfügung stellten.
Sommer-Radtour, Teil 1: Der romantische Rhein, der Beginn einer Schottland Radreise, die vorläufig in Düsseldorf endete
Das ist ein „nachgeschobener“ Beitrag über meine erste Reiseetappe vor einigen Wochen. Ich musste wegen Knieproblemen abbrechen, bin aber mittlerweile da, wo ich hin wollte: Schottland!
Vor einiger Zeit fuhr ich mit dem Rad von zuhause los, mein Ziel war Schottland. Anfangs sah ich den Rhein nur als Wegweiser, dem ich bis an die Nordsee folgen musste, um zum Fährhafen zu kommen. Als ich dann aber durch das Rheintal hinter Bingen rollte, änderte sich meine Einstellung dem Rhein gegenüber abrupt.
Brauchen wir den Reiz des Neuen, um ein Urlaubsziel toll zu finden?
Wir übersehen oft die Schönheit unserer gewohnten Umgebung. Der Rhein, die Weinberge – das fand ich lange Zeit nicht allzu spannend. „Da fahre ich doch lieber nach Norwegen und schaue mir die Nordlichter an“ dachte ich mir schon oft. Als ich dann in Norwegen das Lichterspektakel ansprach, winken die Norweger ab: „Ach, das schon wieder. Wenn wir Nordlicht haben, wird’s nur kalt.“
Der romantische Rhein
Verliert eine Sehenswürdigkeit ihren Reiz, wenn sie direkt vor unserer Haustür liegt? Ich denke nicht. Wir vergessen ihn nur. Als ich nämlich am Rhein entlang radelte, vorbei an Burgruinen, Wäldern und malerischen kleinen Ortschaften, bemerkte ich einmal wieder, dass meine Heimat auch einiges zu bieten hat. Am schönsten ist der Rhein zwischen Bingen und Remagen – ein Abschnitt von 140 Kilometern, bekannt als „Romantischer Rhein“.
Zu beiden Seiten türmen sich die Hügel auf, zwischen denen sich der Rhein im Laufe der Jahrtausende eingegraben hat. Alle paar Kilometer münden andere Flüsse ein den Rhein, die ähnlich tief in der Landschaft liegen; die Mosel kommt in den Sinn.
Ich tastete mich auch ein paar Kilometer an der Lahn hinauf, um einen Freund zu besuchen. Ich fahre am Euro-Velo Fernradweg 15 entlang. Dieser gehört zu einem internationalen Radweg-Netzt, welches sich über ganz Europa spannt. Die Wege am Rhein entlang sind Spitze, ich bin oft nur wenige Meter vom Wasser entfernt.
Ich bleibe eine Nacht in Bad Ems und fahre dann weiter, erst durch Koblenz, dann nach Bonn, Köln und Düsseldorf. Leider fängt mein Knie nach ca. 100 Kilometern an, zu schmerzen. Erst denke ich mir nichts dabei, es ist immerhin aushaltbar, doch als ich in Düsseldorf bei Freunden Rast machte, wird es immer schlimmer. Ich muss schließlich abbrechen.
Trotzdem genoss ich die Strecke am Rhein entlang sehr. Es machte richtig Spaß, sich im Rheintal durch die Landschaft zu winden und ohne Sorge um navigatoriche Probleme oder steile Hügel die Landschaft zu genießen. Ich freue mich schon auf den Weg zurück aus dem Norden :)
Der Rhein direkt hinter Bingen, hier ging es für mich los
Ich mit meinem Gesamten Hausrat!
Ein verlassener Kran am Rhein
Das Rheintal windet sich geschmeidig durch die Landschaft
Beim Einbiegen in die Lahn bietet sich mir dieser Anblick
Die Lahn, ich war auch dem Weg nach Bad Ems
Der Rhein bei Koblenz
Der Blick auf einen Zeltplatz bei Remagen
Selfie auf dem Radweg
Eine Allee im verregneten Köln
Eine Brücke voll mit Liebeschlössern in Köln
Ein paar Zeilen von unterwegs: Mit dem Rad nach Schottland.
Die Reise hat begonnen! Schon seit dem ersten Juni bin ich unterwegs, um genau zu sein. Ich setzte mit der DFDS-Seaways Fähre von Amsterdam nach Newcastle über, besuchte dort eine Freundin und machte mich nach ein paar Tagen auf Richtung Norden. Kurz vor der schottischen Grenze traf ich zwei Jungs aus England, die auch nach Schottland wollten. Ihr Ziel war Edinburgh, und wir entschieden uns kurzerhand, die Strecke gemeinsam zurückzulegen. Wir campten jede Nacht in der Wildnis, was in Schottland erlaubt ist, und genossen das erstklassige Wetter. Es ist echt unverschämt gut.
Auf der Fahrt nach England war das Wetter etwas rau
In Edinburgh verabschiedeten wir uns und ich radelte alleine weiter nach Glasgow, wo ich gerade eine andere Freundin besuche. Gleich gehen wir wieder los, die Stadt erkunden. Bisher war die Reise spitze – ich traf viele alte und neue Freunde, Radfahren ist hier im ruhigen Norden ohne weiteres möglich, und das Wetter ist zu gut, um wahr zu sein.
Wenn ich wieder zuhause bin, gibt es einen ausführlicheren Bericht!
Joey und Chris, zwei andere Radler, mit denen ich drei Tage lang zusammen nach Edinburgh furh
Die Aussicht über den River Tweed bei Berwik
Wir radelten einmal quer durch Edinburgh, was überraschend unkompliziert war
Auf dem Weg nach Edinburgh auf einer ruhigen Landstrasse
Süschottische Landschaft, vom Strassenrand aufgenommen
Chris, Ich, und Joey
Jetzt bin ich in Glasgow. Das ist der botanische Garten, wo ich mit einer Freundin das Wetter geniesse
Eine kurze Mitteilung – die 5reicherts im Interview
Am 10.5. 2015 (morgen) von 10:00 – 12:00 Uhr werden wir – Gabi, Gunter und Esra – beim SWR 1 in der Sendung „Leute“ interviewt.
Zur Internetseite des Interviews – dort könnt ihr es danach auch online anhören oder runterladen.
Reisevorbereitung für Schottland
Das ist mein gesamter Hausrat für viele, viele Wochen auf Tour
Letzte Woche packte ich mein Fahrrad und fuhr los in Richtung Schottland. Ich wollte mal wieder dieses grandiose Land sehen, Heimat des Whiskys, der Lochs, von Fish’n’Chips und von vielen Schafen. Doch schon am zweiten Tag meiner Tour begann mein Knie die Reise zu sabotieren, indem es sich entzündete. Ich kam schließlich nur bis Düsseldorf (etwa 280 Kilometer den Rhein entlang) und musste dort abbrechen, um mein Knie auszukurieren. In etwa zwei Wochen fahre ich dann weiter.
Vorher will ich diese Gelegenheit nutzen, um etwas über die Reisevorbereitung zu schreiben.
Was die Route angeht, halten es mein Reisebegleiter Derek und ich sehr vage. Wir wollen halt in Schottland herum fahren. Wo, wann und wie lange, das werden wir dann sehen. Ich muss auch noch eine Karte kaufen, wenn ich dort ankomme…
Das Gepäck andererseits will gut durchdacht sein, denn ich will immerhin viele Wochen damit auf Reisen sein. Es darf nichts Essentielles fehlen, und Unnötiges möchte ich nicht mit mir herumfahren, besonders, wenn ich mich mit meiner eigenen Körperkraft fortbewege. Und so beginnt der ewige Kompromiss zwischen Nützlichkeit und Gewicht.
Bei einem Ausrüstungsgegenstand gibt es generell drei wünschenswerte Eigenschaften: gute Herstellungsqualität, geringes Gewicht, und ein niedriger Preis. Leider kann man nur immer zwei davon auf einmal haben. Worauf man verzichten will, ist von Ausrüstungsgegenstand zu Ausrüstungsgegenstand unterschiedlich.
Hier ist eine Auflistung von allem, das ich dabei habe:
Mein treues Rad hat Einiges zu schleppen
Fahrrad: Hier habe ich zwar nicht das Neueste, aber doch ein qualitativ hochwertiges. Mein Vater hat es sich vor 25 Jahren geholt und sehr auf die Bauteile geachtet.
Ich habe letztens noch ein paar Dinge hinzugefügt:
Brooks Ledersattel B17
. Unter Tourenfahrern eine Legende, weil er wohl gemütlich wie ein Sofa sein soll. Ich will das mal testen. Nach 280km ist er zwar noch nicht ganz eingefahren (Ledersättel sind formbar), gemütlich ist er aber auf jeden Fall schon.
ContinentalTouring Plus
Reifen. Diese Reifen sind schwer zu plätten. Habe schon einige Tausend Kilometer ohne eine einzige Reifenpanne mit diesen Reifen hinter mir, darf auch gerne so bleiben.
Shimano Pedal E-PDT780
. Ob man mit oder ohne Fußhalterung fahren will, ist jedem selbst überlassen. Diese Pedale lassen sich für beides nutzen, was mir sehr gefällt. Ich fahre sie zusammen mit den Kimon TR Schuhen von VAUDE. (VAUDE Kimon TR Unisex-Erwachsene Radsportschuhe – Mountainbike
)
Um ein paar Liter wasser mehr mitnehmen zu können, habe ich ein wenig gebastelt
Campingausrüstung
Zelt: VAUDE Mark L 2P
. Leicht aufzubauen, macht einen wetterfesten Eindruck und ist geräumig genug für mich. Mit 2,8kg zwar nicht ganz federleicht, doch dafür mit 340€ bezahlbar. Werde es am schottischen Wetter erproben.
Isomatte: Irgendwas billiges. Thront auf dem restlichen Gepäck und ruiniert die Aerodynamik, aber wegen des geringen Gewichts verlagert es meinen Schwerpunkt kaum. Man kann gut drauf schlafen.
Schlafsack: Ich nehme einen Sommerschlafsack mit, den man mit einem Inlet aufmotzen kann. Falls es bitter kalt werden sollte, ziehe ich mich nach dem Zwiebelprinzip an.
Um die Dinge auf dem Gepäckträger trocken zu halten, nutze ich einen billigen Rucksacküberwurf aus einem schwedischen Baumarkt, der tadellos funktioniert.
Mein Zelt von VAUDE. Mel sehen, wie es sich in Schottland schlägt
Der Blick aus dem Inneren
Hier ist der Inhalt meiner Packtaschen:
Für die Strecke am Rhein nutze ich Landkarten vom ADFC. Für Radtouren sind die prima.
ADFC-Radtourenkarte
Kartenmaterial für Deutschland. In Schottland muss ich mir dann auch Karten besorgen
Waschzeug: Haarschampoo, Duschgel, Deo, Sonnencreme, Zahnbürste, Zahnpsta und Rasierer. Es lohnt sich, konzentrierte Produkte zu kaufen. Das Shampoo und die Zahnpasta zum Beispiel sind viel ergiebiger als normale Produkte, man spart einiges an Gewicht.
Der Inhalt meines Kulturbeutels
Um den Drahtesel zu versorgen: Klebeband (eng gewickelt, um Platz zu sparen), Speichendreher, noch mehr Klebeband, Kettenöl, Multiwerkzeug, Schraubenschlüssel, Ersatz-Inbus-Schlüssel, Reifenflickzeug, Reifenheber, Lederpflege, Ersatzschrauben und Kabelbinder.
Fahrrad-Reperaturkit. Nicht abgebildet ist mein Ersatz-Fahrradschlauch
Zur ersten Hilfe hab ich ein paar Verbände, Sonnenschutz für die Lippen, Entzündungscreme, Sprüh-Pflaster, Jod Lösung zur Desinfektion, Pflaster.
Esra-Reparaturkit. Ohne Ersatzteile
Das Essgeschirr ist recht simpel
Für kulinarische Erlebnisse.
Tagebuch zur Reisedokumentaion und ein Mp3-Player zur Unterhaltung. Die Batterien von dem Ding halten eine Weile.
Tagebuch und Unterhaltung
Meine Kleidungsstücke werden zusammengerollt und vertikal gelagert, damit ich sie schneller finden kann. Ich nehme sieben Unterhosen und Paar Socken mit, fünf Shirts (lang und kurz), drei Radfahrhosen, Regenkleidung (kommt gleich), Handschuhe, und warme Schlafklamotten. Es ist viel schnelltrocknende Funktionsbekleidung dabei, die man abends in einem Waschbecken waschen und am Morgen wieder anziehen kann.
Meine Kleidung muss gut organisiert sein
Da ich nach Schottland fahre, ist Regenkleidung imperativ. Wenn es wie aus Schleusen schüttet, dann hülle ich mich in eine knallorangene Regenjacke und eine Regenhose von VAUDE. Über ein paar kleine Schauer am Rhein lachte die Regenjacke mal herzlich. Ob sie in Schottland auch so dicht hält, werde ich sehen. Pluspunkt: VAUDE legt höchsten Wert auf Nachhaltige Produktion und Rohstoffe.
VAUDE Herren Jacke Men’s Yaras Jacket
VAUDE Herren Hose Mens Yaras Rain Pants
Die Regenjacke hält dicht
Samt Regenhose. Ob ich damit gegen schottisches Wetter gewappnet bin, wird sich herausstellen.
Regenhose von hinten
Das war natürlich nicht alles. Um mein gesamtes Gepäck aufzulisten, bräuchte ich eine Ewigkeit. Falls du eine Frage zu einem bestimmten Ausrüstungsggegenstand hast, schreib sie mir in die Kommentare!
Mit feundlicher Unterstützung von VAUDE, die mir ein paar ihrer Produkte zum Test zur Verfügung stellten.
Zwei Reicherts bei Kaffee oder Tee, Interview im SWR
Direkt nach der Reise zu den bretonischen Inseln wurden Esra und ich nach Baden-Baden ins Kaffee oder Tee Studio des SWR eingeladen. Jens Hübschen interviewte uns zu unseren Reisen, wir sprachen über das freie Lernen und Esras Abitur.
Insgesamt war das für uns beide ein aufregender Tag. Vor allem, weil wir nach der Reise zu den Inseln noch nicht so ganz in Deutschland angekommen waren. Uns hat es beim SWR jedenfalls sehr gut gefallen – die Stimmung war lustig und kreativ, die Leute sehr nett.
Das Interview ist leider nicht mehr online.
Kann Wetter zu gut sein für die Fotografie? Ouessant, Bretagne
Gedanken über das Wetter auf der Ile d’Ouessant
Wir sind jetzt seit fast einer Woche auf der Île d’Ouessant. Nach der Belle Île und der Île de Sein, brauchten wir etwas Zeit, um uns auf die „neue Insel“ einzustellen. Die Insel Ouessant ist mit gut acht Kilometern Länge und knapp vier Kilometern Breite größer als die Île de Sein. Das war für uns zu Fuß zu weit, wir brauchten hier die Fahrräder. Selbst dann war das Herumkommen nicht einfach. Es geht auf diesem Granitblock von Insel sehr viel rauf und runter, manchmal ziemlich steil. Dann rechne noch den Wind dazu und den Fotorucksack auf den Rücken und du wünscht dir ein EBike!
Ein Malheur bei der Arbeit mit dem Stativ im Wind
Zum Fotografieren war das Wetter tatsächlich zu gut. Die Sonne strahlte kräftig vom absolut wolkenlosen blauen Himmel und das etliche Tage lang am Stück. Klar, die Wärme und das Licht taten uns gut. Leider wehte gleichzeitig ein starker, eiskalter Wind aus Ost – das bedeutet, er erzeugte an der wilden Westküste keine Wellen, kühlte uns aber aus. Vor allem bei den abendlichen Radtouren.
Außerdem rüttelte der Wind kräftig an den Stativbeinen. Unsere Langzeitbelichtungen verwackelten dadurch, wenn wir nicht gewaltig aufpassen. Einmal blies der Sturm auch mein Stativ um, zum Glück war keine Kamera drauf. Ich machte einen schnellen Schritt, um es aufzufangen, kam leider unglücklich so spät, dass ich beim Rettungsversuch auf das unterste Stativbeinglied des gefallenen Stativs getreten bin. Da war es krumm, wie dumm.
Gunter schaffte es, das Beinsegment halbwegs gerade zu biegen, damit es wieder zusammenschiebbar war. Glück gehabt. So langsam wird es Zeit für ein neues Stativ für mich.
Wie du auch bei Sturm noch scharfe Fotos vom Stativ machen kannst, beschreiben wir hier.
5 scharfe Tipps fürs Fotografieren mit Stativ
Endlich Wellen in Pern, Ouessant
Zu guter Letzt kamen dann doch noch die Wellen. Ich freute mich riesig darüber. Wenn fotografisch alles stimmt kommen bei mir Glücksgefühle auf. Ich komme in den Flow. Spüre nicht mehr, ob ich Hunter habe oder friere. Die Naturfotografie machte mich glücklich. So ging es mir an diesen Tagen mit den Wellen.
Vor allem am westlichen Ende der Insel in Pern rollten richtig große Brecher auf die gigantischen Felsen zu. Dem Wind und den Wellen folgten auch ein paar Wolken und schon bald war das Wetter komplett grau in grau. Von zu gutem Wetter konnte dann keine Rede mehr sein.
Auf unserer umfassenden Seite: Ouessant das Fotoreiseziel für Fotografen kannst du dir die Sturmfotos ansehen.
Phare de Nividic, Île d’Ouessant, Bretagne
Wellen. Pern, Ouessant, Bretagne
Gutes Wetter, schlechtes Wetter und zu gutes Wetter
Wir als Fotografen haben immer das Wetter im Blick – und meckern auch zu oft drüber. Mal schimpfen wir über zu viele, mal zu wenige Wolken. Und manchmal kommen die Wolken zur falschen Zeit. Es ist immer spannend.
Welches Wetter wünschen sich denn Fotografen?
Wolkenloser Sonnenuntergang am Pern, Ouessant
La Jument und Welle, früh am Morgen
Creac’h, Ouessant, Bretagne
Wellen, Ouessant
Welchen Eindruck bekommen Tagestouristen von der Insel Ouessant?
Nun, ich möchte natürlich nicht nur über das Wetter berichten. Gute Bilder leben nicht nur von den Wetterbedingungen. Die Tageszeit spielt noch eine gewichtigere Rolle. Das wirst du sicherlich schon an den anderen Beiträgen in unserem Blog bemerkt haben. Sonnenaufgänge fotografieren fällt mir als Nachtmensch schwerer als die Sonnenuntergänge. Aber, meiner Meinung nach sind die Sonnenaufgänge für Fotografen besser.
Die Ile d’Ouessant ist fotografisch schon ein harter Brocken. Morgens mit der Fähre hin- und nachmittags zurückfahren, damit lassen die allermeisten Touristen die schönsten Stunden zum Fotografieren aus.
Der erste Eindruck: kahl und steinig!
Beste Tageszeiten zum Fotografieren
Unsere besten Aufnahmen auf Ouessant sind früh morgens, abends und in der Nacht entstanden. Das bedeutet aber nicht, dass über Tag das Fotografieren nichts bringt. Die Ergebnisse sind nur verschieden, die Bilder wirken eher gewöhnlich.
Wir haben nachfolgend Aufnahmen zusammengestellt, die wir am Anfang unseres Inselaufenthaltes über Tag gemacht haben. Erkennst du den Unterschied zu unseren anderen Bildern in den Ouessant-Artikeln?