Mit Hund nach England – was du bei der Einreise nach Großbritannien unbedingt beachten musst. Wir geben Tipps zur Fahrt mit der Fähre, den Impfungen und der Einreise ins Land.
Abschied von Esra

Vier Reicherts vorm Mobil – Wir verabschieden uns von Esra
Früh am Morgen verabschieden wir uns wieder von Esra. Wir müssen nach Dunkerque zur Fähre, und Esra radelt in die entgegengesetzte Richtung weiter. Unsere Fahrt auf der Autobahn zieht sich dahin und ist mächtig anstrengend. Horden von Lastwagen rasen immer wieder parallel rechts und links an uns vorbei, andere fahren so dicht auf, dass ich Angst habe, sie könnten sich in unsere Anhängerkupplung verheddern.
In Holland sollten deutsche Reisende übrigens die Verkehrsregeln immer im Blick halten, denn sonst kann es teuer werden. Warum man in Holland brav seine Strafzettel zahlen sollte steht im „Nach Holland Blog“ Ich denke unser Mobil ist mittlerweile so lahm, dass wir da keine Probleme haben werden.
Graveline – Frankreich
Endlich in Graveline angekommen, fahren wir auf den angenehmen Stellplatz am Yachthafen an, den wir bereits vor drei Jahren besucht hatten. Genau wie damals hatten wir die Servicestation nicht gefunden. Es nervt total, dass sie nicht ausgeschildert ist, ein einziges Hinweisschild fehlt. Wir kurven rum und quälen uns dreimal durch die enge Ortschaft. Derweil werden die Stellplätze rar. Nach dem dritten Anlauf klickt es, die Erinnerung ist wieder zurück und wir werden endlich unsere Kacke los.

Verkehr in Holland
Wir besuchten Gaveline vor drei Jahren zum ersten Mal.
Ich radele abends mit noch völlig leerem Magen zum Strand und dem Leuchtturm. Für’s Essen habe ich grad keine Zeit und Lust. Die Sonne hängt bereits tief am Horizont und ich muss mich dringend bewegen. Womofahrstress abbauen. Ich liebe Frankreich und muss der Grande Nation einfach ordentlich „Hallo“ sagen. Es ist klasse, dass wir wenigstens zwei Fahrräder dabei haben – damit bin ich schnell vor Ort, wenn es drauf ankommt. Die Entscheidung auf das Essen zu verzichten war gut gewesen. Der 14. Juli ist Nationalfeiertag und ich höre von überall her fröhliche, lachende Menschen und die Nationalhymne schwingt durch die Luft. Ein Mann singt Opernarien im Hafen – er steht einfach in der Nähe eines scheinbar verlassenen Bootes und singt auch ohne „echtes“ Publikum. Ein Ave Maria schwebt über den Fluß, der bei der momentanen Ebbe nur ein matschiges leeres Flußbett ist, zu mir herüber. Vom Meer her zieht eine Nebelbank ins Land, die Fähren scheinen aus dem Nichts aufzutauchen und verschwinden auch wieder darin. Schon eine Stunde vor dem regulären Sonnenuntergang versinkt die Sonne im Dunst und das abendliche Schauspiel ist leider vorüber.

Am Strand von Graveline

Am Strand von Graveline

Schild zur Partnerstadt von Graveline

Der Fluß bei Ebbe, Graveline

Der Leuchtturm in Graveline

Der Leuchtturm in Graveline
Die Fähre von Dunkerque nach Dover und weiter nach Ely
Nun ist der Tag der Fährabfahrt gekommen. Ich hatte in zweierlei Hinsicht meine Ängste. Erstens wird in Dover seit einigen Tagen gestreikt und dort spielt das Flüchtlingsproblem eine große Rolle. Seltsamerweise berichten die Medien kaum darüber. Das Problem ist nicht neu. Schon seit einigen Jahren lagern Hunderte von unglücklichen Flüchtingen in Calais, in der Hoffnung sich auf einen LKW nach Dover schmuggeln zu können. Sie erhoffen sich bessere Chancen auf Arbeit in England. Dass dem nicht so ist, ist ihnen nicht bewußt. Die Menschen versuchen alles, um über den Kanal zu kommen. Sie öffnen die Ladeluken der LKWs und klettern hinein, sie setzen sich auf die Achsen der Fahrzeuge. Durch den Streik der Hafenmitarbeiter ist die Lage nun besonders brisant. Übrigens bekommen die LKW Fahrer hohe Strafen aufgebrummt, wenn auf oder an ihrem Fahrzeug ein Flüchtling gefunden wird.

Auf nach England
Wir buchten aus diesem Grund von Dunkerque. Dort scheint die Lage noch etwas übersichtlicher zu sein.
Der zweite Punkt, der mich beunruhigt, ist unsere Dackeldame Grindel. Sie mag überhaupt nicht allein im Mobil zurückbleiben, strenggenommen mag sie überhaut nicht gern allein sein. Auf der Fähre muss sie aber für zwei Stunden allein im Wohnmobil ausharren. Wir haben es ein paar mal geübt, doch jedesmal, wenn wir sie für 10 Minuten allein lassen, heulte sie wie ein Wolf, und ist hinteher total aufgekratzt.
Unsere Wecker piepsen schon vier Stunden vor der Fährfahrt. Die Kids drehen schnell noch mit Grindel eine Runde, doch den Hauptspaziergang wollten wir während der Wartezeit am Fährterminal machen. Leider geht unser Plan nicht auf. Wir haben große Mühe, uns an der 4 Kilometer langen Lasterkolonne vorbei zum Fährterminal zu kommen. Leider sind wir mit unserem Wohnmobil nicht gerade wendig und Gegenverkehr taucht auch hie und da auf. Wir schaffen es trotzdem rechtzeitig zur Einfahrt in den Fährhafen.
Mit dem Hund nach England

Das ist die Seite auf der die Wurmkur eingetragen sein muss

Grindel mit dem Europäischen Heimtierausweis
Wir geben unsere Fährbuchung ab, unsere Ausweise und Grindels europäischen Impfausweis. Nach und nach geht die Angestellte der Fährgesellschaft alles durch. Wir müssen Grindels Chip auslesen. Als sie im Impfausweis immer wieder hin und her blättert schwant es mir bereits – da stimmt was nicht.
„Sie müssen nochmal zum Tierarzt, der Eintrag bezüglich der Wurmkur ist auf der falschen Seite eingetragen. Folgen sie der blauen Linie und melden Sie sich im DFDS Terminal!“ Mist aber auch, so ein Scheiß. Selbst das Rausfahren aus dem Terminal ist nicht einfach, LKWs stehen quer über die Straße, nichts geht voran. Im Terminal bekommen wir die Anweisung zum nächsten Tierarzt zu fahren. Also fahren wir wieder an all den LKWs vorbei, die wir gerade mühsam überholt haben. Beim Tierarzt warten wir erstmal. Erst kommt ein Hund vor uns dran, dann eine malade Katze, dann noch ein Hund. Wir sitzen wie auf heißen Kohlen, und der Zeitpunkt der Fährabfahrt rückt unaufhaltsam näher. Werden wir die Fähre noch erwischen? Falls nicht, müssen wir nochmal zahlen? Die Situation ist undurchsichtig, weil heute auch alle Fähren von Calais nach Dover ausfallen. Der gesamte Kanalverkehr läuft zur Zeit über Dunkerque, und wir haben keine Idee, ob noch Platz frei ist, falls wir unsere Reservierung in den Wind schreiben müssen.
Der Eintrag auf der richtigen Seite kostet uns 21 Euro und ein wenig Aufregung
Endlich kommt die Ärztin zu uns, glücklicherweise war wenigstens Grindels Wurmkur die richtige gewesen. Wir dürfen also heute offiziell nach England ausreisen. Die Ärztin transferiert einfach den Eintrag auf die korrekte Seite des Impfpasses, kassiert 21 Euro und schon eilen wir wieder zurück zum Fährterminal. Der LKW-Stau hat sich weitgehend aufgelöst, und wir schaffen es in letzter Minute auf die Fähre. Schlechten Gewissens lassen wir Grindel im Wohnmobil zurück. Zum Glück ist die Fähre nach vorne offen, und unser Fahrzeug steht im Freien. So ist auch die Luft und die Geräuschkulisse für unseren Hund nicht so belastend.
Mit dem Hund nach England
Es ist mittlerweile wesentlich einfacher mit dem Hund nach England zu reisen als vor ein paar Jahren. Man braucht nur noch einen Europäischen Impfausweis. Der Hund muss vor der Impfung gechippt sein. Die Tollwuimpfung muss mehr als drei Wochen zurückliegen. Die Bandwurmkur muss mindestens 24 Stunden aber höchstens 5 Tage alt sein – und auf der richtigen Seite im Impfpass eingetragen sein!
Auf allen Fähren zur Insel müssen die Hund entweder im Auto oder bei den langen Fähren von Amsterdam nach Newcastle in einem speziellen Hundehotel bleiben.
Zwei Stunden später dürfen wir zu unserem Mobil, Grindel begrüßt uns völlig außer sich vor Freude. Sie springt herum wie ein Gummiball und fiepst ohne Unterlass. Wir stürzen uns direkt in den Linksverkehr Richtung Cambridge, wo wir eine Freundin besuchen wollen. Die Motorways in England haben keine schönen Rastplätze, wir bekommen also bis zum Mittag nicht wirklich was zu Essen. Am Seitenstreifen wollen wir Grindel nicht ausführen, das ist viel zu gefährlich.
Auf der Fahrt Richtung Cambridge passieren wir übrigens den Dartfort Crossing – eine Tunnel Richtung Norden und eine Brücke Richtung Süden. Glücklicherweise schrieb uns Andreas vom „We love England“ Blog, dass und wie wir den bezahlen müssen.
Einkaufen im Tesco – so hungrig keine gute Idee
Wir mögen die englischen Tesco Supermärkte, sie haben Auwahl und sind günstig. In Ely stocken wir unsere Vorräte auf. Ein gebratenes heißes Hähnchen wird für den schnellen Hunger skelletiert, und Grindel darf endlich ausgiebig rennen. Dann fahren wir auch schon die letzten Kilometer zu unserer Freundin Corrinne , die wir seit drei Jahren nicht mehr gesehen haben.
Uff, jetzt sind wir erstmal angekommen und machen für ein paar Tage Station. Bei uns steht noch viel Schreibarbeit an und das können wir sehr gut hier erledigen.
Wir werden uns entlang der Ostküste nach Schottland bewegen.
Zürück zur Übersichtsseite Schottland Wohnmobiltour
Mit Hund nach England – das mußt du unbedingt beachten!
Mit Hund nach England – was du bei der Einreise nach Großbritannien unbedingt beachten musst. Wir geben Tipps zur Fahrt mit der Fähre, den Impfungen und der Einreise ins Land.
Abschied von Esra
Vier Reicherts vorm Mobil – Wir verabschieden uns von Esra
Früh am Morgen verabschieden wir uns wieder von Esra. Wir müssen nach Dunkerque zur Fähre, und Esra radelt in die entgegengesetzte Richtung weiter. Unsere Fahrt auf der Autobahn zieht sich dahin und ist mächtig anstrengend. Horden von Lastwagen rasen immer wieder parallel rechts und links an uns vorbei, andere fahren so dicht auf, dass ich Angst habe, sie könnten sich in unsere Anhängerkupplung verheddern.
In Holland sollten deutsche Reisende übrigens die Verkehrsregeln immer im Blick halten, denn sonst kann es teuer werden. Warum man in Holland brav seine Strafzettel zahlen sollte steht im „Nach Holland Blog“ Ich denke unser Mobil ist mittlerweile so lahm, dass wir da keine Probleme haben werden.
Graveline – Frankreich
Endlich in Graveline angekommen, fahren wir auf den angenehmen Stellplatz am Yachthafen an, den wir bereits vor drei Jahren besucht hatten. Genau wie damals hatten wir die Servicestation nicht gefunden. Es nervt total, dass sie nicht ausgeschildert ist, ein einziges Hinweisschild fehlt. Wir kurven rum und quälen uns dreimal durch die enge Ortschaft. Derweil werden die Stellplätze rar. Nach dem dritten Anlauf klickt es, die Erinnerung ist wieder zurück und wir werden endlich unsere Kacke los.
Verkehr in Holland
Wir besuchten Gaveline vor drei Jahren zum ersten Mal.
Ich radele abends mit noch völlig leerem Magen zum Strand und dem Leuchtturm. Für’s Essen habe ich grad keine Zeit und Lust. Die Sonne hängt bereits tief am Horizont und ich muss mich dringend bewegen. Womofahrstress abbauen. Ich liebe Frankreich und muss der Grande Nation einfach ordentlich „Hallo“ sagen. Es ist klasse, dass wir wenigstens zwei Fahrräder dabei haben – damit bin ich schnell vor Ort, wenn es drauf ankommt. Die Entscheidung auf das Essen zu verzichten war gut gewesen. Der 14. Juli ist Nationalfeiertag und ich höre von überall her fröhliche, lachende Menschen und die Nationalhymne schwingt durch die Luft. Ein Mann singt Opernarien im Hafen – er steht einfach in der Nähe eines scheinbar verlassenen Bootes und singt auch ohne „echtes“ Publikum. Ein Ave Maria schwebt über den Fluß, der bei der momentanen Ebbe nur ein matschiges leeres Flußbett ist, zu mir herüber. Vom Meer her zieht eine Nebelbank ins Land, die Fähren scheinen aus dem Nichts aufzutauchen und verschwinden auch wieder darin. Schon eine Stunde vor dem regulären Sonnenuntergang versinkt die Sonne im Dunst und das abendliche Schauspiel ist leider vorüber.
Am Strand von Graveline
Am Strand von Graveline
Schild zur Partnerstadt von Graveline
Der Fluß bei Ebbe, Graveline
Der Leuchtturm in Graveline
Der Leuchtturm in Graveline
Die Fähre von Dunkerque nach Dover und weiter nach Ely
Nun ist der Tag der Fährabfahrt gekommen. Ich hatte in zweierlei Hinsicht meine Ängste. Erstens wird in Dover seit einigen Tagen gestreikt und dort spielt das Flüchtlingsproblem eine große Rolle. Seltsamerweise berichten die Medien kaum darüber. Das Problem ist nicht neu. Schon seit einigen Jahren lagern Hunderte von unglücklichen Flüchtingen in Calais, in der Hoffnung sich auf einen LKW nach Dover schmuggeln zu können. Sie erhoffen sich bessere Chancen auf Arbeit in England. Dass dem nicht so ist, ist ihnen nicht bewußt. Die Menschen versuchen alles, um über den Kanal zu kommen. Sie öffnen die Ladeluken der LKWs und klettern hinein, sie setzen sich auf die Achsen der Fahrzeuge. Durch den Streik der Hafenmitarbeiter ist die Lage nun besonders brisant. Übrigens bekommen die LKW Fahrer hohe Strafen aufgebrummt, wenn auf oder an ihrem Fahrzeug ein Flüchtling gefunden wird.
Auf nach England
Wir buchten aus diesem Grund von Dunkerque. Dort scheint die Lage noch etwas übersichtlicher zu sein.
Der zweite Punkt, der mich beunruhigt, ist unsere Dackeldame Grindel. Sie mag überhaupt nicht allein im Mobil zurückbleiben, strenggenommen mag sie überhaut nicht gern allein sein. Auf der Fähre muss sie aber für zwei Stunden allein im Wohnmobil ausharren. Wir haben es ein paar mal geübt, doch jedesmal, wenn wir sie für 10 Minuten allein lassen, heulte sie wie ein Wolf, und ist hinteher total aufgekratzt.
Unsere Wecker piepsen schon vier Stunden vor der Fährfahrt. Die Kids drehen schnell noch mit Grindel eine Runde, doch den Hauptspaziergang wollten wir während der Wartezeit am Fährterminal machen. Leider geht unser Plan nicht auf. Wir haben große Mühe, uns an der 4 Kilometer langen Lasterkolonne vorbei zum Fährterminal zu kommen. Leider sind wir mit unserem Wohnmobil nicht gerade wendig und Gegenverkehr taucht auch hie und da auf. Wir schaffen es trotzdem rechtzeitig zur Einfahrt in den Fährhafen.
Mit dem Hund nach England
Das ist die Seite auf der die Wurmkur eingetragen sein muss
Grindel mit dem Europäischen Heimtierausweis
Wir geben unsere Fährbuchung ab, unsere Ausweise und Grindels europäischen Impfausweis. Nach und nach geht die Angestellte der Fährgesellschaft alles durch. Wir müssen Grindels Chip auslesen. Als sie im Impfausweis immer wieder hin und her blättert schwant es mir bereits – da stimmt was nicht.
„Sie müssen nochmal zum Tierarzt, der Eintrag bezüglich der Wurmkur ist auf der falschen Seite eingetragen. Folgen sie der blauen Linie und melden Sie sich im DFDS Terminal!“ Mist aber auch, so ein Scheiß. Selbst das Rausfahren aus dem Terminal ist nicht einfach, LKWs stehen quer über die Straße, nichts geht voran. Im Terminal bekommen wir die Anweisung zum nächsten Tierarzt zu fahren. Also fahren wir wieder an all den LKWs vorbei, die wir gerade mühsam überholt haben. Beim Tierarzt warten wir erstmal. Erst kommt ein Hund vor uns dran, dann eine malade Katze, dann noch ein Hund. Wir sitzen wie auf heißen Kohlen, und der Zeitpunkt der Fährabfahrt rückt unaufhaltsam näher. Werden wir die Fähre noch erwischen? Falls nicht, müssen wir nochmal zahlen? Die Situation ist undurchsichtig, weil heute auch alle Fähren von Calais nach Dover ausfallen. Der gesamte Kanalverkehr läuft zur Zeit über Dunkerque, und wir haben keine Idee, ob noch Platz frei ist, falls wir unsere Reservierung in den Wind schreiben müssen.
Der Eintrag auf der richtigen Seite kostet uns 21 Euro und ein wenig Aufregung
Endlich kommt die Ärztin zu uns, glücklicherweise war wenigstens Grindels Wurmkur die richtige gewesen. Wir dürfen also heute offiziell nach England ausreisen. Die Ärztin transferiert einfach den Eintrag auf die korrekte Seite des Impfpasses, kassiert 21 Euro und schon eilen wir wieder zurück zum Fährterminal. Der LKW-Stau hat sich weitgehend aufgelöst, und wir schaffen es in letzter Minute auf die Fähre. Schlechten Gewissens lassen wir Grindel im Wohnmobil zurück. Zum Glück ist die Fähre nach vorne offen, und unser Fahrzeug steht im Freien. So ist auch die Luft und die Geräuschkulisse für unseren Hund nicht so belastend.
Mit dem Hund nach England
Es ist mittlerweile wesentlich einfacher mit dem Hund nach England zu reisen als vor ein paar Jahren. Man braucht nur noch einen Europäischen Impfausweis. Der Hund muss vor der Impfung gechippt sein. Die Tollwuimpfung muss mehr als drei Wochen zurückliegen. Die Bandwurmkur muss mindestens 24 Stunden aber höchstens 5 Tage alt sein – und auf der richtigen Seite im Impfpass eingetragen sein!
Auf allen Fähren zur Insel müssen die Hund entweder im Auto oder bei den langen Fähren von Amsterdam nach Newcastle in einem speziellen Hundehotel bleiben.
Zwei Stunden später dürfen wir zu unserem Mobil, Grindel begrüßt uns völlig außer sich vor Freude. Sie springt herum wie ein Gummiball und fiepst ohne Unterlass. Wir stürzen uns direkt in den Linksverkehr Richtung Cambridge, wo wir eine Freundin besuchen wollen. Die Motorways in England haben keine schönen Rastplätze, wir bekommen also bis zum Mittag nicht wirklich was zu Essen. Am Seitenstreifen wollen wir Grindel nicht ausführen, das ist viel zu gefährlich.
Auf der Fahrt Richtung Cambridge passieren wir übrigens den Dartfort Crossing – eine Tunnel Richtung Norden und eine Brücke Richtung Süden. Glücklicherweise schrieb uns Andreas vom „We love England“ Blog, dass und wie wir den bezahlen müssen.
Einkaufen im Tesco – so hungrig keine gute Idee
Wir mögen die englischen Tesco Supermärkte, sie haben Auwahl und sind günstig. In Ely stocken wir unsere Vorräte auf. Ein gebratenes heißes Hähnchen wird für den schnellen Hunger skelletiert, und Grindel darf endlich ausgiebig rennen. Dann fahren wir auch schon die letzten Kilometer zu unserer Freundin Corrinne , die wir seit drei Jahren nicht mehr gesehen haben.
Uff, jetzt sind wir erstmal angekommen und machen für ein paar Tage Station. Bei uns steht noch viel Schreibarbeit an und das können wir sehr gut hier erledigen.
Wir werden uns entlang der Ostküste nach Schottland bewegen.
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Ein Treffen mit unserem radreisenden Sohn Esra, Amsterdam und Marken
Wir treffen Esra in Amsterdam. Auf der Halbinsel Marken
Schon kurz nach 5:00 Uhr fangen ein paar Arbeiter mit der lärmenden Tätigkeit im Betonwerk an. So früh wollen wir allerdings nicht los, wir liegen in den Betten und kämpfen gegen dem Lärm der LKWs um ein paar Minuten zusätzlichen Schlaf. Nun denn, es bringt nichts. Wir fahren notgedrungen los zum Fährhafen und frühstücken dort, während wir auf Esras Fähre warten. Gerade als unser Wasserkessel pfeift, kommt auch schon die gewaltige DFDS Fähre von Newcastle an. Esra ruft uns an und wir geben ihm unsere Position durch. Ich laufe mit Grindel an der Leine zum Ausfahrttor und hole unseren Ältesten ab.
Der Hafen von Ijmuiden, von Hafenromantik wenig zu sehen
Esra im Mobil, die Beine voller Mückenstiche aus Schottland
Esra und Noah
Unsere Kids auf der Halbinsel Marken
Es ist schön, den ältesten Sohn nach 7 Wochen rotbraungebrannt in den Armen zu halten. Er hat sich super gut durch Schottland geschlagen wo er gut 2300 km mit dem Rad zurückgelegt hat – im Blog wird er später ausführlich darüber berichten, er hat all seine Erlebnisse in einem Tagebuch festgehalten.
Wurmkur für Dackel Grindel
Wir fahren als erstes zum Tierarzt, denn unsere Dackeldame muss vor der Einreise nach England eine Wurmkur über sich ergehen lassen. Zu unserer Überraschung geht das richtig schnell, eine Arzthelferin öffnet de Tür, wir fragen nach der Wurmkur und sie gibt uns eine Schachtel in die Hand. Wir fragen genauer nach, denn die Tablette muss unter ärztliche Aufsicht gegeben werden. Die junge freundliche Frau kennt sich nicht gut aus, was uns wundert, denn dieser Tierarzt ist der Fähre nach England so nah. Da müssten doch andauernd Leute mit Hunden kommen? Wir bitten auch darum, dass sie die Wurmkur in Grindels Impfpass einträgt. Das Ganze kostet uns 9 Euro und 10 Minuten, und wir sind wieder draußen.
Gespräche mit Esra
Esras Fahrrad stellen wir in den Gang unseres Wohnmobiles, das Rad haben wir angeschnallt die Taschen packen wir in den Kofferraum, dann fahren wir los. Zwanzig Minuten später stehen wir auf einem großen Parkplatz auf der Halbinsel Marken. Hier dürfen Wohnmobile gegen eine Gebühr von 12 Euro übernachten. Esra läd all seine Fotos auf das Notebook, und sichert sie zusätzlioch doppelt auf eine Festplatte. Er reist nur mit einem 7-Zoll Tablet bewaffnet, auf das er die Fotos nicht sichern kann. Es dauert eine ganze Weile, denn er hat zwei 32 GB Karten gefüllt. Dann macht er sich an die Auswahl der besten Fotos und konvertiert sie mit Lightroom. Wir sitzen zusammen, schauen uns die Fotos an und hören ihm zu, wenn er die passenden Geschichten dazu von sich gibt. Unser Sohn überschlägt sich immer wieder vor Begeisterung, er hört nicht auf zu erzählen. Das macht richtig viel Spaß ihn so begeistert zu erleben. Diese einfache Art zu reisen bekommt ihm gut, er wirkt unglaublich frei und unbeschwert. Das Fahrradfahren schein für ihn mühelos und unkompliziert zu sein. Er will nun weiter durch die Niederlande radeln, dann in einem kleinen Ort in Deutschland den Zug nach Kiel nehmen, dort nochmal ein Tagesgastgeber von Servas treffen und dann mit der Nachtfähre nach Göteborg übersetzen. Wie letztes Jahr fährt er wieder mit dem Rad quer durch Schweden – diesesmal nur in die andere Richtung nach Stockholm. In Askö wird er unsere Freunde besuchen, er bleibt dort für drei Wochen und radelt danach wieder zurück nach Deutschland. Was für eine Tour! Im moment ist er so fit, dass er locker 150 km am Tag mit vollem Gepäck zurücklegt. Meine Bewunderung hat er – ich würde unglaublich gern auch einmal eine solche Radtour machen. Etwas langsamer allerdings.
Die Halbinsel Marken
Wir parken in der Nähe eines enorm fotogenen Leuchtturms, dem Paard van Marken, der enfach mit dem Rad zu erreichen ist. Es fängt allerdings an zu nieseln und regnet sich ein. Das Wetter ist richtiggehend trübselig. Ich strampete trotzdem die circa 7 Kilometer zum Leuchtturm, nur um zu sehen, dass er von einem Baugerüst eingeüllt am Meer steht. Na gut, dann ist auch das Wetter egal.
Praad van Marken im Baugerüst, nichts für ordentliche Fotos
Esra mit Grindel im Ort Marken
friedliche Idylle später am Abend, die Tourbusse waren alle wieder zurück nach Amsterdam gefahren
Im Hafen, Marken
Die Ortschaft auf der Halbinsel Marken ist ein Touristenmagnet. Japaner mit Selfiesticks und Regencapes mit Amsterdam-Aufdruck flanieren geschäftig über den Platz. Wir schauen uns die netten Häuser am Wasser an. Ich träume heimlich davon, wie es wohl wäre, so idyllisch zu wohnen. Insgesamt wirken die Häuser sehr gemütlich und vor allem ruhig auf mich, trotz all der Touristen.
Die Halbinsel Marken in der Wikipedia
Die Regentropfen trommeln auf das Dach unseres Mobils und wir reden und reden. Esra ist schon immer der Kommunikative in unserer Familie und ich kann Euch sagen, der hat was zu erzählen.
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Die Leuchttürme in Harlingen und „Der lange Jaap“ in Huisduinen
Ein paar Tage Holland – Leuchttürme in Harlingen und „Der lange Jaap“, Huiduinen
Wir haben nur ein paar Tage für Holland eingeplant. Viel zu kurz, wie wir schnell bemerken. Es gefällt uns hier am Meer extrem gut. Die zahlreichen Kanäle und Wasserwege, in denen mannigfaltige Boote ankern, strahlen eine ansprechende Art Zigeunerflair aus. Wir sehen überall ein reges Kommen und Gehen, aber auch ein „Angekommensein“.
Die Reisenden machen es sich auf dem Schiffsdeck oder davor in Liegestühlen gemütlich, sie plaudern miteinander, lösen Kreuzworträtsel oder lesen. Wir radeln entlang der Kanäle zu den Stränden, oder laufen mit dem Hund. Treffen immer wieder auf andere Hunde und deren Frauchen und Herrchen. Wir schwätzen miteinander, tauschen uns aus und fotografieren.
Der Leuchtturm hinter dem Hafen von Harlingen
Ein Leuchtfeuer-Boot im Hafen von Harlingen
Der Leuchtturm in Harlingen
Noah ist krank
Nur einer macht das nicht mit: Noah. Er liegt mit fast 40°C Fieber im Alkoven des Mobils und brütet eine heftige Sommergrippe aus. Wir hören fast gar nichts von ihm, er hat keinen Hunger und keine Lust auf Nichts. Wir schauen zu, dass das Fieber nicht über 40°C geht und machen einfach mal langsam.
Der Hunger kehrt nach drei Tagen wieder, Noah macht auch schon wieder freche Sprüche. Wie gut, dass wir es nicht eilig haben, und keinen Zeitdruck haben.
Regenwetter
Das Wetter schwenkt von sonnig und etwas zu heiß nach wolkig und etwas zu nass. Dicke Wolken hängen tief am Himmel und regnen sich immer mal wieder ab. Wir fahren trotzdem ein paar Leuchttürme an und suchen in „Radnähe“ nach Stellplätzen. Das ist nicht immer einfach. In einigen Ortschaften ist entweder Kirmes oder Zirkus oder beides – wir quälen das Mobil durch die engen Gassen. Das nevt. Wir beschließen für die Niederlade mehr Zeit einzuplanen, und später für mindestens 2 Wochen wiederzukommen.
Im Hafen von Harlingen
Im Hafen von Harlingen ist was los, die großen Segelboote rangieren herum, es wird gerufen und gebrüllt. Uns weht ein kalter und nasser Wind um die Nase, während wir versuchen, den Leuchtturm mit der Kamera einzufangen. Der schöne Turm steht nicht gerade fotogen mitten in der Stadt hinter einer Bahnlinie. Wir laufen hin und her und wieder zurück. Unsere Dackeldame ist von der Aussicht wenig beeindruckt, sie bellt lieber die großen Hunde an und sorgt so für weiteren Trubel. Wir fahren weiter als der Himmel die Pforten wieder mal öffnet und es uns zu nass wird.
Über dem Damm zum Leuchtturm „Langer Jaap“
Am nächsten Morgen wollen wir Esra von der Fähre in Amsterdam abholen. Er hat seine Schottlandtour inzwischen beendet und ist auf dem Weg nach Schweden zu unseren Freunden Maria und Magnus und deren Kindern. Dort gibt es wie jedes Jahr ein großes Freilernertreffen, das er endlich nach 10 Jahren einmal besuchen möchte. Wir wollten da auch gern hin, schaffen es aber zeitlich nicht.
Das Leuchtturmschiff von Texel
Der lange Jaap
Zwei Leuchttürme im Norden von Holland
Über den Damm des IJsselmeers
Die Holländer haben das Ijsselmeer durch einen großen Damm vom Meer abgetrennt. Wir fahren entlang des ungefähr 30 Kilometer langen Damms und bemitleiden die radfahrenden Familien, die sich gegen den kräftigen Wind stemmen müssen. Die Eltern schieben ihre Kinder auf den Rädern an. Es rüttelt am Mobil, und wir machen lieber etwas langsamer. Das Mobil kommt zwar gerade aus der Werkstatt, aber so ganz in Ordnung scheint es nicht zu sein. Wir hören bei jeder kleinen Bodenwelle üble Geräusche an der hinteren Radaufhängung oder Federung. Das Problem kennen wir bereits, wir finden das jetzt echt nicht mehr lustig. Ob doch die Schaube, die wir auf der Isle of Skye haben einbauen lassen, zu schwach ist? Ich fahre vorsichtig, Gunter checkt die Schaube, die schon zweimal defekt war, er kann aber keinen Fehler entdecken.
Jenseits des Deichs bei der Fähre nach Texel fotografieren wir den Leuchtturm „der Lange Jaap“. Er steht ählich schlecht wie der in Harlingen, nämlich hinter dem Deich. Dafür ist er umso höher und gewaltiger und wunderbar knallrot. Das Wetter meint es nicht gut mit uns. Kaum ein Sonnenstrahl schafft es an diesem Tag hinab zur Erde. Es ist grau in grau und es schein auch so bleiben zu wollen. Eine Übernachtung vor Ort im einige Kilometer entfernten Stadtkern lohnt nicht.
Wir finden den Stellplatz nicht
Also fahren wir weiter nach Süden Richtung Amsterdam, damit wir Esra morgens gleich bei dessen Ankuft gegen 10:00 Uhr abholen können. Der Navi tut sich schwer mit der Interpretation der Straßen und Kanäle. Auf der Suche nach dem Stellplatz stehen wir nach Anbruch der Dunkelheit vor einer Fähre, die schon längst Feierabend hat. Über den Kanal kommen wir nur, wenn wir wieder 25 Kilometer zurück fahren, über eine Brücke und wieder retour. Dazu haben wir aber absolut keine Lust mehr. Wir bleiben da, wo wir gerade stehen, vor einem Betonmischwerk, wir wollen sowieso früh los.
Das mit dem früh los hat wohl das Betonwerk mitbekommen. Schon kurz nach 5 Uhr fängt es an zu scheppern, zu quietschen und zu dröhnen, ein weiterer Arbeitstag fängt geräuschvoll an. Wir krabbeln aus den Federn, machen uns schnell frisch und fahren in das graue Morgenlicht.
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Stavoren am Ijsselmeer, Niederlande
Wir sind endlich weg. Seit Wochen schon wollten wir unterwegs sein, aber es lag viel Arbeit an, und eine Migräne nach der anderen hielt mich davon ab. Ich brauche definitiv das Meer um zu funktionieren. Anscheinend vertrage ich die Weinberge und die damit verbundenen Spritzmittel nicht, denn im Sommer geht es mir schlechter im Winter.
Jetzt bin ich am Meer und fühle mich schon viel, viel besser.
Womotour nach Schottland
Wir sind wieder mit dem Wohnmobil unterwegs. Unsere gute alte 20-jährige Kiste bereitete uns schon einmal im Jahr 2013 große Sorgen, als wir in Norwegen festhingen. Die begehrte TÜV Plakette kostete dieses Jahr so viel, dass uns fast nichts mehr zum Reisen übrig bleibt. Einige essentielle, und nicht billige Teile mussten erneuert werden, aber die Werkstatt meinte wenigstens, jetzt müsste wieder für ein paar Jahre Ruhe sein.
Wir kommen wir mit Hund nach England
Esra tourt momentan noch mit dem Fahrrad durch Schottland, wir sind also nur zu viert. Naja, nicht ganz. Zum ersten Mal reisen wir mit der Dackeldame Grindel. Was wieder ganz andere Probleme generiert. Unser ursprünglicher Plan, mit der Fähre von Amsterdam nach Newcastle zu fahren scheiterte daran, dass sich unser Hund die ganze Fährzeit über entweder im Mobil oder in einer Hundebox im sogenannten Hundehotel aufhalten müsste. Das wollen wir Grindel nicht zumuten. Die kürzeste und schnellste Verbindung zur Insel ist der Tunnel zwischen Calais und Dover. Ich bin leider gar kein Tunnelfan. Außerdem ist der Eurotunnel ungefähr doppelt so teuer wie die Fähren. Dummerweise wird Calais-Dover gerade bestreikt. Da haben wir echt keine guten Karten. Tunnel und Fähren fahren nur unregelmäßig und nicht zuverlässig. Wir buchen schließlich die Fähre von Dünkirchen nach Dover. Dieser Fahrt dauert zwei Stunden, wir hoffen, dass sich unser Dackel bis zur Abfahrt in einer Woche an das Mobil gewöhnt hat und die zwei Stunden alleine durchhält.
Leuchttürme in den Niederlanden
Wir vertreiben uns derweil die Zeit, einige der zahlreichen Leuchttürme in den Niederlanden zu fotografieren. Campingplätze sind uns zu teuer: Animation für Kinder, Restaurants, Pools und sonstigen Komfort brauchen wir nicht, bezahlen ihn aber immer mit. Darum halten wir Ausschau nach kostengünstigen Stellplätzen.
Mit unserem alten Navi, Wendy, lohnt es sich nicht, das Kartenmaterial zu aktualisieren. So fahren wir ständig auf Strecken, die es gar nicht mehr gibt. Macht es heute eigentlich noch Sinn, einen Navi zu kaufen?
Ein Tablet für die Reise – Welche Apps machen Sinn
Ich liebäugelte schon lange mit einem Tablet. Ich habe mir ein günstiges gekauft und setze mich nun mit Apps auseinander. Da gibt es Landkarten, Stellplatzführer und allerlei Nützliches und Nutzloses. Das kleine Ding macht viel Spaß, ärgert mich auch hin und wieder. Jedenfalls können wir damit navigieren, Stellplätze finden, Yoga-Übungen machen, Filme ansehen, Podcasts hören, Fotos zeigen und noch viel mehr.
Amy und Grindel mit dem Basset Jochem
So macht Spielen Spaß
Damit wir die Daten auch offline nutzen können, habe ich zwei Wohnmobil Stellplatzfüher gekauft: den von Promobil und Campercontact. Gerade für die Niederlande, wo Stellplätze noch nicht so verbreitet sind, sind diese Verzeichnisse Gold wert. Gleich am ersten Tag unserer Tour suchen wir einen Stellplatz direkt hinter der Grenze bei Stokkum. Wir haben die Zieldaten in unseren alten Navi eigegeben, nun kurven wir über enge Schotterwege, scheinbar immer im Kreis. Uns platzt gerade der Kragen, da kommt ein netter Typ mit Hund vorbei, er lacht, zeigt auf unser Mobil und meint auf Deutsch: „Ihr sucht ’nen Platz für den Kasten? Da rechts rein, 50 Meter weiter, da findet ihr vier Stellplätze am Ende der Gasse.“ Alle vier Plätze sind frei. Andere Reisende haben den Platz auch nicht gefunden. Dabei ist es hier echt schön. Vor allem ruhig, genau das, was wir jetzt brauchen. Gunter füttert den Automaten, mit unserem gesamten Kleingeld. 10 Euro inklusive Strom, das ist in Ordnung. Es ist spät, wir sind müde von der Hektik des Packens und der Fahrerei, da hauen wir uns ohne weitere Aktionen aufs Ohr. Wir schlafen durch bis 9:00 Uhr am nächsten Morgen, sind ausgeruht, und machen erst mal Frühstück.
Die Leuchttürme in Stavoren
Danach lege ich eine halbe Stunde Yoga ein, dann fahren wir weiter Richtung Meer. Am Ijsselmeer zeigen zahlreiche Leuchttürme den Booten den Weg. Unser erstes Ziel ist Stavoren, dort gibt es gleich drei Leuchttürme und einen Wohnmobilstellplatz. Leider kurven wir auf der Suche nach dem Stellplatz schon wieder vergeblich durch die Gassen und müssen nachfragen. Der liegt nicht am Stadthafen, sondern 2 Kilometer weiter südlich am Yachthafen. Wir zahlen mit vier Leuten und Hund 15,50 Euro. Der Parkplatz liegt direkt vor einer saftig grünen Wiese, gleich dahinter das Meer. Segelboote und Dreimaster ziehen in der Ferne am Horizont vorbei.
Auf der Wiese liegen einige Badegäste herum, aber vor allem gibt es hier Hunde. Große und kleine und sie laufen fast alle frei herum. Unser Dackel muss noch lernen, mit großem Hunden umzugehen. Er bellt jeden an, rennt mutig hinterher und zieht dann den Schwanz ein, wenn sich einer umdreht. Wie bringen wir ihm das wohl bei?
Plötzlich sehen wir zwei weitere Dackel mit Herrchen. Das ist natürlich die optimale Größe für unseren. Leider will keiner der beiden spielen. Wir fachsimpeln mit dem Besitzer über Dackel, dann über Segelboote und Reisen.
Grindel schaut wie der Rauhaardackel buddelt
Grindel lernt schwimmen
Dackel Moritz wollte nicht spielen, sondern schwimmen
Schafe und Leuchtturm von Stavoren
Der Hafenleuchtturm
Der Hafenleuchtturm im Gras
Der Leuchtturm von Stavoren
Der Ort Stavoren wirkt zugleich entspannend und lebhaft. Bunte Häuser, große Flachboote im Hafen, kleinere Boote auf den Wasserwegen, Schulklassen, die gerade einen Ausflug machen. In den Cafes sitzen braungebrannte Touristen, sippen an ihrem Kaffee und lassen den Blick über den Hafen schweifen. Wir radeln entlang der mit Booten gesäumten Kanäle. Das hat ein wenig Zigeunercharakter. Ich träume davon, mal in einem Boot zu leben und einfach weiterziehen zu können, wenn mir danach ist. Und ich wäre immer nah am Wasser.
Der große Leuchtturm von Stavoren steht auf dem Deich. Schafe grasen friedlich an seinem Fuß, sie haben keine Scheu vor uns und kommen als Fotomotiv gut daher. Fotografierend bewegen wir uns entlang des Deiches zu den beiden kleineren Hafenleuchtfeuern.
Der Hafen von Stavoren
Fischerboot im Hafen von Stavoren
Zugbrücke in Stavoren
Vom Hafen zum Wohnmobilstellplatz sind es 2 Kilometer, die sind wir flott hin und her geradelt. Unser Hund ist immer noch nicht ausgepowert, wir laufen also wieder über die Wiese, wo wir jetzt einen Bassetwelpen treffen. Sein Frauchen wohnt hier und wir schwätzen erst auf Deutsch, dann auf Englisch. Zum besten Licht radeln wir hinterher nochmal in den Ort, Spaß hier in den radfreundlichen Niederlanden macht das richtig Spaß, kein Stress, jeder nimmt Rücksicht. Die Sonne verschwindet in einer Wolkenfront, der Himmel wird nicht rot, das Licht ist trotzdem weich und fotogen.
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Ein paar Zeilen von unterwegs. Schottland: Raue Landschaften, uralte Autos, nette Leute.
Auf dem Weg durch die Highlands
Ich sitze gerade bei einer netten schottischen Lady im Gästezimmer und tippe ein kleines Reiseupdate in ihren Laptop, bevor ich nach der Tour den „richtgen Bericht“ verfasse.
Ich bin seit dem letzten Blogbeitrag von Glasgow zur Isle of Skye gefahren, von dort aus zur Black Isle und Inverness, und dann wieder nach Süden. Momentan mache ich in einem kleinen Doerfchen namens Muthill Station, morgen geht es dann weiter nach Edinburgh.
Das Bergaufradeln wird in den Highlands immer gut belohnt
Die Hauptverkehrsstrassen im Norden sind gar nicht so voll wie erwartet
Unterwegs habe ich immer wieder Servas genutzt. Servas ist eine Organisation, die im Namen der Völkerverständigung Reisende und gastfreundliche Anwohner zusammenbringt. Als Reisender bekommt man eine Liste mit Adressen und Namen, und man kann sich bei diesen Leuten melden, wenn man zwei Tage bei ihnen verbringen möchte. Zum Beispiel traf ich auf diese Weise Ranald und Su, ein nettes älteres Pärchen in Arisaig (nahe der Isel of Skye). Ranald hat ein 95 Jahre altes Auto, einen Varley Woods von 1920, den er wieder zum Laufen gebracht hat. Er lud mich auf eine kleine Probefahrt ein:
Ranald in seinem 1920er Varley Woods
Auf Skye wurde ich von einer netten Frau mit einem lieben Staffordshire-Terrier zum Tee eingeladen…
Lisa-Jane und ihr Staffordshire-Terrier
Zelten auf der Isle of Skye. Am Tag darauf drehte der Himmel den Hahn auf
Ich blieb nicht lange auf Skye. Nach drei Tagen hatte mir der Himmel zu verstehen gegeben, dass ich nicht willkommen war. Oder vielleicht fand er, dass ich schon lange keine Dusche mehr gehabt hatte. Oder mein Rad war schmutzig. Auf jeden Fall regnete es ziemlich heftig und andauernd.
Nach dem Aufenthalt auf Skye fuhr ich zu Phil und Susan, die auf einer netten kleinen Farm bei Nairn leben.
Phil, ein Servas-Gastgeber in der Naehe von Nairn
Eines von vielen Huehner auf Phil und Susans Farm
Die Dalwhinnie Distillerie, neben welcher ich an dieem Abend zeltete
Ein Radroutenschild – manchmal ein willkommener Anblick, manchmal Vorbote fuer schreckliche Radwegzustände
Und jetzt bin ich in Muthill bei Val Hadden, auch einer Servas Gastgeberin. Sie hat momentan noch andere Deutsche zu Besuch, Freunde von ihr aus der Gegend um Aachen.
Muthill am Abend
Marina, Klaas, Val, und die beiden kleinen
Mal sehen, wo mein Rad mich morgen hin fährt. Vielleicht frag ich es gleich mal, was es so vor hat…
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Serie über die Reisefotografie im Allradler Magazin
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Hier eine Übersicht über die Themen im Heft und im EBook
Beim Schreiben für das Magazin dachten wir jedesmal, dass es schön wäre, ein wenig weiter auszuführen und auch größere Fotos zeigen zu können. Deswegen beschlossen wir, daraus ein EBook zusammenzustellen. Wegen der zahlreichen großformatigen farbigen Bilder liegt es nur im PDF-Format vor.
Kameratests hier im Blog
Logischerweise können wir aus Kostengründen nicht allzuviele Kameras testen. Unsere eigene Ausrüstung testen wir natürlich täglich und schreiben auch darüber und hier und da bekommen wir interessante Kameras in die Finger. Die Testberichte findest Du auf unserer umfangreichen Seite zum Fotografieren lernen