Als nächste bretonische Insel stand die Ile d’Ouessant an. Im Internet hatten wir eine Ferienwohnung gefunden. Trotzdem mussten wir noch einiges bewältigen, bis wir zur Insel kamen. Die Reise-Tipps für die Insel Ouessant sammeln wir am Ende des Blogposts.
Umfassende Fotos und Reisetipps für die Ile d’Ouessant
Zwischenübernachtung im Hotel
Wir kamen direkt von der Ile de Sein und mussten eine Zwischenübernachtung einlegen, bevor es mit der Fähre von Le Conquet auf die Ile d’Ouessant ging. Das ibis-Hotel war motel-typisch maximal anonym und nüchtern eingerichtet, aber wenigstens sauber und nicht teuer. Wir sortierten dort abends noch halbwegs unseren Kram zusammen. Wir tauschten schmutzige Wäche gegen Saubere und sahen zu, dass der Technikkram, wie Kamera und Notebooks und sowas vollständig war. Müde hauten wir uns aufs Ohr.
Am nächsten Morgen gings ernsthaft ans Umpacken: was brauchen wir auf der Île d’Ouessant, was können wir im Auto lassen. Wir haben frische Klamotten in die Fahrradtaschen gesteckt, denn auf Ouessant würden wir zwei Räder mitnehmen. Außerdem packten wir diesmal noch vorsichtshalber eine extra Tasche voller Lebensmittel, denn auf der Île de Sein waren Essvorräte knapp und alles sehr, sehr teuer gewesen. Wir hatten noch genug Zeit zum Packen, denn die Fähre ging erst um 14:00 Uhr. Schließlich standen wir mit 15 kleinen Gepäckstücken am Hafenpier.
Der Foto-Technikkram ist bei uns einfach aufwendig mitzuschleppen: Vier Kamerataschen, zwei Stative und die Notebooks müssen unbedingt mit.
Parken in Le Conquet
Es ist nicht möglich, ein Auto mit auf die Ile d’Ouessant mit zu nehmen. Selbst für die Leute, die auf Ouessant wohnen ist es sehr aufwendig, ein Auto auf die Insel zu bekommen. Wir planten für unseren Aufenthalt also unsere Fahrräder mit zu nehmen.
Einen Parkplatz für unseren VW Bus in Le Conquet zu finden, war das nächste Problem, denn am Hafen waren alle Plätze dauerbelegt. Wir packten die Fahrräder nochmal ins Auto, das Gepäck bleibt am Hafen, und machten uns auf die Suche. Le Conquet ist nicht groß, trotzdem brauchten wir über eine halbe Stunde, bis wir den Platz gefunden, unseren Bus geparkt hatten und wieder zurückgeradelt waren.
Die Zufahrt zum großen Dauerparkplatz an der Nordostseite des Städtchens an der Straße D789 Richtung Brest, liegt direkt hinter der Gendarmerie. Das Sträßchen heißt bezeichnenderweie Rue des Iles.
Leider sind die Hinweisschilder nur von einer Fahrtrichtung aus sichtbar. Die eine Woche Parken kostet uns fast 50 Euro. Dafür scheint der Parkplatz recht sicher zu sein. Jedenfalls hat sich niemand an unserem Bus zu schaffen gemacht.
Osterurlauber drängen auf die Insel
Am Fähranleger im Hafen war wenig los, als die Fähre anlegte. Ein paar Leute stiegen aus, ein paar Leute standen so in der Gegend herum. Wir freuten uns schon auf ein geruhsames Boarding, aber es war ja noch eine dreiviertel Stunde Zeit bis zum Ablegen. Unaufhaltsam wuchs die Passagierschlange, dann kam auch noch ein großer Stadtbus voller Touristen, die auch mit wollten. Ach ja, es ist Osterwochenende, und Massen von Tagesausflüglern wollen auf die Insel – nichts da mit ruhiger Fährfahrt.
Wenigstens hielt sich das Geschaukel bei der Überfahrt in Grenzen, keinem von uns wurde es schlecht. Nur ein paar vereinzelte Passagiere schwankten unsicher durch die Gänge und suchten verzweifelt die „Sacs Vomiteures.“ Draußen an Deck war es fast unmöglich Fotos zu schießen, die Passagiere standen in zwei Reihen an der Reling.
Beim nächsten Mal fahren wir nicht vor Feiertagen!

Gepäck und Fahrräder, wir warten auf die Fähre zur Île d’Ouessant

Fähre nach Ouessant im Hafen von Le Conquet

Leuchtturm Kermovan von der Fähre aus

Vier Reicherts auf der Fähre zur Île d’Ouessant

Leuchtturm vor der Île de Molene

Blick zur Insel Molene

Erster Blick auf Ouessant
Vom Fähranleger zur Ferienwohnung
Wir machten uns Kopfzerbrechen, wie wir das ganze Gepäck die vier Kilometer bis zu unserer Ferienwohnung im Hauptort Lampaul transportieren könnten, aber das Problem löste sich wie von selbst. Am Hafenanleger wartete schon der Inselbus auf die Fährpassagiere. Der war mit zwei Euro pro Person wirklich nicht überteuert. Gabi und Esra schwangen sich auf die vollgepackten Räder (mit jeweils zwei Radtaschen und einem Kamerarucksack auf dem Rücken), der Rest nahm den Bus. Wir kamen fast zeitgleich im Ort Lampaul and, die Radfahrer waren trotz schwerem Gepäck etwas schneller gewesen, weil der Bus verspätet abfuhr. Die letzten 200 Meter von der Bushaltestelle zur Unterkunft schafften wir mit Leichtigkeit zu Fuß.
Also: du brauchst dir keine Sorgen um den Transport zum Ferienhaus zu machen. Es kommen immer Transportbusse, die dich zu deiner Ferienwohnung fahren. Und teuer ist es auch nicht.
Freundliche Einweisung ins Ferienhaus
Am Gartentor begrüßte uns Madame Tual, eine zierliche, freundliche „Ureinwohnerin“ von Ouessant und führte uns im Haus herum. Unser jetziges Domizil übertrifft alle unsere Erwartungen: hell, geräumig, hochwertig und vollständig ausgestattet. Wir fühlen uns sofort wohl. Sogar ein Glas selbstgemachte Brombeermarmelade hat unsere Vermieterin bereitgestellt.
Gabi lief sofort durch den Ort um die Versorgungslage zu checken. Anders als auf der Île de Sein gibt es hier mehrere halbwegs große Geschäfte und eine Bäckerei. Das Angebot ist wesentlich umfassender und auch nicht zu teuer. Da hätten wir gar nicht so viele Nahrungsmittel mitschleppen müssen. Nun ja, man weiß es ja vorher nicht.
Die Fährgesellschaft zur Île d’Ouessant und Île de Sein ist die Penn Ar Bed. Wir hatten zwar dort vorreserviert, aber wenn nicht gerade Osterwochenende oder Hauptsaison ist, ist immer noch ein Plätzchen für die Überfahrt frei.

Port de Lampaul, Ouessant, Bretagne

Unsere Fahrräder im Port de Lampaul, Ouessant

Felsenlandschaft, Pern, Ouessant, Bretagne

Felsenlandschaft, Pern, Ouessant, Bretagne

Felsenlandschaft, Pern, Ouessant, Bretagne

Sonnenuntergang hinter Wolken, Ouessant
Leuchtturm Ratespiel – Postkarte zu gewinnen!
Wir haben ja kein Geheimnis drum gemacht, auf welcher Insel wir gerade sind. So dürfte es nicht allzuschwer sein unser Rätsel zu lösen. Wir verschicken eine Postkarte an diejenigen, die raten, welcher Leuchtturm sich hinter dieser Welle versteckt. Na? Wer will eine Postkarte?
Phare de la Jument, Île d’Ouessant, Bretagne
Phare de la Jument, Île d’Ouessant, Bretagne
Das Ratespiel ist leider schon vorbei. Die Auflösung ist: Das ist der Phare de la Jument, der Leuchtturm der Stute. Die Insel ist natürlich die Ile d’Ouessant.
Hier gibt es noch weitere Infos und Fotos vom Leuchtturm:
Anreise zur Île d’Ouessant, Bretagne
Als nächste bretonische Insel stand die Ile d’Ouessant an. Im Internet hatten wir eine Ferienwohnung gefunden. Trotzdem mussten wir noch einiges bewältigen, bis wir zur Insel kamen. Die Reise-Tipps für die Insel Ouessant sammeln wir am Ende des Blogposts.
Umfassende Fotos und Reisetipps für die Ile d’Ouessant
Zwischenübernachtung im Hotel
Wir kamen direkt von der Ile de Sein und mussten eine Zwischenübernachtung einlegen, bevor es mit der Fähre von Le Conquet auf die Ile d’Ouessant ging. Das ibis-Hotel war motel-typisch maximal anonym und nüchtern eingerichtet, aber wenigstens sauber und nicht teuer. Wir sortierten dort abends noch halbwegs unseren Kram zusammen. Wir tauschten schmutzige Wäche gegen Saubere und sahen zu, dass der Technikkram, wie Kamera und Notebooks und sowas vollständig war. Müde hauten wir uns aufs Ohr.
Am nächsten Morgen gings ernsthaft ans Umpacken: was brauchen wir auf der Île d’Ouessant, was können wir im Auto lassen. Wir haben frische Klamotten in die Fahrradtaschen gesteckt, denn auf Ouessant würden wir zwei Räder mitnehmen. Außerdem packten wir diesmal noch vorsichtshalber eine extra Tasche voller Lebensmittel, denn auf der Île de Sein waren Essvorräte knapp und alles sehr, sehr teuer gewesen. Wir hatten noch genug Zeit zum Packen, denn die Fähre ging erst um 14:00 Uhr. Schließlich standen wir mit 15 kleinen Gepäckstücken am Hafenpier.
Der Foto-Technikkram ist bei uns einfach aufwendig mitzuschleppen: Vier Kamerataschen, zwei Stative und die Notebooks müssen unbedingt mit.
Parken in Le Conquet
Es ist nicht möglich, ein Auto mit auf die Ile d’Ouessant mit zu nehmen. Selbst für die Leute, die auf Ouessant wohnen ist es sehr aufwendig, ein Auto auf die Insel zu bekommen. Wir planten für unseren Aufenthalt also unsere Fahrräder mit zu nehmen.
Einen Parkplatz für unseren VW Bus in Le Conquet zu finden, war das nächste Problem, denn am Hafen waren alle Plätze dauerbelegt. Wir packten die Fahrräder nochmal ins Auto, das Gepäck bleibt am Hafen, und machten uns auf die Suche. Le Conquet ist nicht groß, trotzdem brauchten wir über eine halbe Stunde, bis wir den Platz gefunden, unseren Bus geparkt hatten und wieder zurückgeradelt waren.
Die Zufahrt zum großen Dauerparkplatz an der Nordostseite des Städtchens an der Straße D789 Richtung Brest, liegt direkt hinter der Gendarmerie. Das Sträßchen heißt bezeichnenderweie Rue des Iles.
Leider sind die Hinweisschilder nur von einer Fahrtrichtung aus sichtbar. Die eine Woche Parken kostet uns fast 50 Euro. Dafür scheint der Parkplatz recht sicher zu sein. Jedenfalls hat sich niemand an unserem Bus zu schaffen gemacht.
Osterurlauber drängen auf die Insel
Am Fähranleger im Hafen war wenig los, als die Fähre anlegte. Ein paar Leute stiegen aus, ein paar Leute standen so in der Gegend herum. Wir freuten uns schon auf ein geruhsames Boarding, aber es war ja noch eine dreiviertel Stunde Zeit bis zum Ablegen. Unaufhaltsam wuchs die Passagierschlange, dann kam auch noch ein großer Stadtbus voller Touristen, die auch mit wollten. Ach ja, es ist Osterwochenende, und Massen von Tagesausflüglern wollen auf die Insel – nichts da mit ruhiger Fährfahrt.
Wenigstens hielt sich das Geschaukel bei der Überfahrt in Grenzen, keinem von uns wurde es schlecht. Nur ein paar vereinzelte Passagiere schwankten unsicher durch die Gänge und suchten verzweifelt die „Sacs Vomiteures.“ Draußen an Deck war es fast unmöglich Fotos zu schießen, die Passagiere standen in zwei Reihen an der Reling.
Beim nächsten Mal fahren wir nicht vor Feiertagen!
Gepäck und Fahrräder, wir warten auf die Fähre zur Île d’Ouessant
Fähre nach Ouessant im Hafen von Le Conquet
Leuchtturm Kermovan von der Fähre aus
Vier Reicherts auf der Fähre zur Île d’Ouessant
Leuchtturm vor der Île de Molene
Blick zur Insel Molene
Erster Blick auf Ouessant
Vom Fähranleger zur Ferienwohnung
Wir machten uns Kopfzerbrechen, wie wir das ganze Gepäck die vier Kilometer bis zu unserer Ferienwohnung im Hauptort Lampaul transportieren könnten, aber das Problem löste sich wie von selbst. Am Hafenanleger wartete schon der Inselbus auf die Fährpassagiere. Der war mit zwei Euro pro Person wirklich nicht überteuert. Gabi und Esra schwangen sich auf die vollgepackten Räder (mit jeweils zwei Radtaschen und einem Kamerarucksack auf dem Rücken), der Rest nahm den Bus. Wir kamen fast zeitgleich im Ort Lampaul and, die Radfahrer waren trotz schwerem Gepäck etwas schneller gewesen, weil der Bus verspätet abfuhr. Die letzten 200 Meter von der Bushaltestelle zur Unterkunft schafften wir mit Leichtigkeit zu Fuß.
Also: du brauchst dir keine Sorgen um den Transport zum Ferienhaus zu machen. Es kommen immer Transportbusse, die dich zu deiner Ferienwohnung fahren. Und teuer ist es auch nicht.
Freundliche Einweisung ins Ferienhaus
Am Gartentor begrüßte uns Madame Tual, eine zierliche, freundliche „Ureinwohnerin“ von Ouessant und führte uns im Haus herum. Unser jetziges Domizil übertrifft alle unsere Erwartungen: hell, geräumig, hochwertig und vollständig ausgestattet. Wir fühlen uns sofort wohl. Sogar ein Glas selbstgemachte Brombeermarmelade hat unsere Vermieterin bereitgestellt.
Gabi lief sofort durch den Ort um die Versorgungslage zu checken. Anders als auf der Île de Sein gibt es hier mehrere halbwegs große Geschäfte und eine Bäckerei. Das Angebot ist wesentlich umfassender und auch nicht zu teuer. Da hätten wir gar nicht so viele Nahrungsmittel mitschleppen müssen. Nun ja, man weiß es ja vorher nicht.
Die Fährgesellschaft zur Île d’Ouessant und Île de Sein ist die Penn Ar Bed. Wir hatten zwar dort vorreserviert, aber wenn nicht gerade Osterwochenende oder Hauptsaison ist, ist immer noch ein Plätzchen für die Überfahrt frei.
Port de Lampaul, Ouessant, Bretagne
Unsere Fahrräder im Port de Lampaul, Ouessant
Felsenlandschaft, Pern, Ouessant, Bretagne
Felsenlandschaft, Pern, Ouessant, Bretagne
Felsenlandschaft, Pern, Ouessant, Bretagne
Sonnenuntergang hinter Wolken, Ouessant
Abschied von der Île de Sein
Kurz vor dem Verlassen der Wohnung auf der Île de Sein war Henri, unser Ansprech-, besser Angestikulierpartner immer noch nicht aufgetaucht. Dann war auch noch der Gepäckwagen verschwunden.
Notgedrungen machten wir uns gepäckbeladen zu Fuß auf den recht kurzen Weg zur Fähre, die Miete würden wir halt überweisen. Auf der Hafenpromenade kam eine hagere Gestalt in grünem Parka um die Ecke, Henri hatte uns gefunden. Wir drückten ihm die Miete in die Hand, lachten nochmal gemeinsam und dann gings weiter auf die Fähre.
Ile de Sein am Abend
Blick zu unserem Ferienhaus, Ile de Sein
Überall Hunde und in jedem Beton Hundepfotenabdrücke
Fahrrad auf der Ile de Sein, Bretagne
Ambroise der Inseldoktor zeigt uns die Pläne für das neue Seenotrettungsboot
Ein außergewöhnliche Poststempel
Esra hatte wie immer Postkarten geschrieben. Doch die waren noch von der Belle Ile. Als er sie auf der Ile de Sein zum Postamt brachte, saß unser Inselarzt in der Post. Ja, der ist wirklich überall präsent. Er sah, dass die Postkarte ein Foto der Belle Ile zeigte, meinte: „na das geht ja gar nicht! Non, non, non!“ und setzte den Poststempel der Ile de Sein einmal auf die Briefmarke, wo er hingehört und einmal mitten auf die Vorderseite der Karte, so dass man das Belle Ile nicht mehr lesen kann. Esra kam laut lachend aus dem Postamt heraus. Die Karte ging an die Schwiegermutter, wir konnte das Kunstwerk daheim also bewundern. Haha…
Natürlich war Ambroise auch da, als die Fähre sich zur Abfahrt bereit machte. Voller Begeisterung musste er uns noch die neuen Pläne für das Seenotrettungsboot im Büro des Vereins zeigen. Das klappte jetzt auch ohne Übersetzer. Was für ein Spaß. Fast hätten wir die Fähre verpasst. Wäre uns auch recht gewesen. Fünf Tage reichen einfach nicht aus, für diese kleine, aber charmante Insel.
Die Ruhe, das wilde Meer und die ausgeglichenen Menschen der Insel sind eine Wohltat für gestresste Festländer. Ich hätte natürlich gerne den Grand Phare de Île de Sein besichtigt, dazu muss ich wohl die Insel in der Saison noch einmal besuchen.
Ambroise, der Inseldoktor, der gern mit seinem Smartphone fotografiert
Mark und Lydia bringen ihr Gepäck zu Fähre – als Letzte, denn die Letzten werden die Ersten sein – beim Aussteigen :-) Mark ist Bretone, Lydia kommt aus Bayern. Die beiden halfen uns sehr beim Übersetzen. Herzlichen Dank dafür!
Amy und Noah mit dem Gepäck an der Fähre, Île de Sein
Das Schiff, welches den Müll abholt – laut Ambroise etwa zweimal im Jahr – Solange warten die gepressten Ballen im Hafen.
Abschied von der Ile de Sein – Ambroise steht am Ableger und macht ein Foto mit dem Smartphone
Recht ruhige Fährfahrt zurück zum Festland
Die Fährfahrt zurück war mehr ein entspanntes Schaukeln, nichts im Vergleich zur Hinfahrt. Unser VW-Bus wartete brav am kostenlosen Parkplatz, wir warfen schnell das Gepäck hinten rein und los gings zum ibis-Hotel in Plougastel-Daoulas. Vor dem Einchecken kauften wir schnell noch den nebenan liegenden E’Leclerc Supermarkt halb leer. Das rudimentäre Nahrungsmittelangebot auf Sein hat Spuren bei uns hinterlassen – wir hatten einfach tierisch Hunger. Unsere Mägen hatten wir nur notdüftig gefüllt, falls die Fähre doch wieder zu sehr schaukeln würde. Da gingen wir diesmal auf Nummer sicher – doch jetzt war es schon richtig spät und wir mussten was essen.
Übersichtsseite der Live-Reiseberichte von der Ile de Sein
Ar Gueveur – das Nebelhorn der Île de Sein
Das Nebelhorn, Ar Gueveur, der Ile de Sein ist kein hübsches Bauwerk. Es ist beeindruckend. Von dort aus ist es möglich, gewaltige Wellen zu fotografieren.
Der Grand Phare de Île de Sein und Men Brial
Unser Apartement befindet sich am Nordende des Dorfes. Von jedem Fenster aus können wir aufs Meer und einen Leuchtturm blicken. Nachts wirft der Grand Phare de Île de Sein in regelmäßigen Zeitabständen sein Licht durch unser Schlafzimmerfenster, was uns aber überhaupt nicht stört. Dazu streift der Wind seufzend ums Haus, so gut haben wir selten geschlafen.
Der Grand Phare de Île de Sein liegt am anderen Inselende im Westen. Sechs Jahre nach der Sprengung des über 100 Jahre alten Turms wurde er neu aufgebaut. Die Reste des alten Turms liegen noch am Strand herum. Der neue Leuchtturm ist jetzt sechs Meter größer als der alte. Er kommt jetzt auf 49 Meter Bauhöhe, zudem beherbergt das Gelände die Meerwasserentsalzungsanlage und die Generatoren für die Stromversorgung der Insel. Fast jeden Tag können wir den Diesellaster fahren sehen. Der Nordstrand vor dem Grand Phare besteht aus großen Kieselsteinen. Jedes Mal wenn eine Welle auf dem Strand bricht und sich wieder zurückzieht, hören wir das laute Klackern der Steine. Das Rauschen und das Klackern üben einen hypnotischen Effekt auf uns aus. Wir werden immer langsamer und bleiben schließlich ganz stehen und hören nur noch zu.
Algen vorm Leuchtturm Grand Phare de Ile de Sein
Der Leuchtturm in der Ferne und Le Bourg, Ile de Sein
Phare de Goulenez, Île de Sein, Bretagne
Phare de Goulenez, Île de Sein, Bretagne
Kieselstrand
Sonnenuntergang am Phare de Goulenez, Île de Sein, Bretagne
Phare de Goulenez, Île de Sein, Bretagne
Ein Foto des Phare de Goulenez schaffte es in den Leuchtturm Kalender 2018 bei Delius Klasing. Auf dieser Blogseite gibt es eine sehr umfangreiche Fotogalerie der Ile de Sein.
Die kleine Kapelle Saint-Corentin
Auf der Westseite der Insel steht neben dem Leuchtturm noch die kleine Kapelle Saint-Corentin in ihrem von einer niedrigen Mauer umgebenen verwilderten Garten. Einige Menhire thronen auf einem anderen Zipfel der Westseite, und auf dem Rückweg kommen wir an einigen besonders skurril aufeinandergeschichteten Felsen vorbei. Zwei Menhire stehen auch neben der Kirche im Ort, Les Causeurs, die Plaudertaschen werden sie genannt, weil sie wie zwei Tratschtanten nebeneinanderstehen. Menhire haben hier eine lange Tradition, schließlich gilt die Insel als einer der letzten Zufluchtsorte der Druiden.
kleine Kapelle Saint-Corentin hinter dem Leuchtturm, Ile de Sein, Bretagne
kleine Kapelle Saint-Corentin hinter dem Leuchtturm, Ile de Sein, Bretagne
Die Kirche mit den beiden Menhiren
Zwei Fragen auf dem Weg zum Gottesdienst – der Pfarrer kommt übrigens vom Festland mit der Fähre zum Gottesdienst. Er war, wie auch Gunter, ganz grün im Gesicht. Er tat uns leid. Es ist sicher schwierig, in diesem Zustand eine Messe zu halten.
Der Hafenleuchtturm Men Brial
Dieser kleine Leuchtturm war mein Lieblingleuchtturm auf der Insel. Durch den Standort im Hafen boten sich unglaublich vielfältige Fotomöglichkeiten, die ich auch alle nutzte. Was für eine Freude für eine Fotografin wie mich.
Hafenleuchtturm Men Brial
Langzeitbelichtung des Hafen der Ile de Sein
Blick zum Leuchtturm Men Brial, Ile de Sein
Die typischen Gepäckwagen, die es überall auf der Insel gibt
Mein Lieblingsfoto von der Ile de Sein, Men Brial, Île de Sein, Bretagne
Men Brial, Ile de Sein
Schiffahrtsmuseum und Leuchtturm Men Brial
Leuchtturm im Hafen, Île de Sein
Im Süden der Insel steht diese Hütte
Das Seenotrettungsboot der Ile de Sein
Eine dicke Wolke am Horizont, Île de Sein
Übersichtsseite der Live-Reiseberichte von der Ile de Sein
Mit dem Inseldoktor über die Ile de Sein
Die Wettervorhersage verspricht und für die nächsten Tage nur einheitsgraue Wolkendecken mit gelegentlichen Schauern, doch irgendwie scheint die Vorhersage nicht für die Île de Sein zu gelten. Schickt uns die Sonne am 2. Tag noch recht zögerlich einige wärmende Strahlen durch die Wolken, übernimmt sie in den folgenden Tagen die Herrschaft über das Wetter und beschert uns traumhafte Frühlingsstimmung.
Im Sonnenschein wirken die bunten Häuser entlang des Hafenkais doch noch viel farbiger und fröhlicher. Trotzdem ist für uns gut vorstellbar, dass im Winter die Wellen bis über die Häuserdächer gehen können, und bei Sturmflut die gesamte Insel landunter meldet.
Blick auf Le Boug, Ile de Sein
Eingang zum Inselmuseum
Eingang zum Inselmuseum
Im Museum, Ile de Sein
Bunte Häuser im Sonnenschein, Ile de Sein
Die Flut ist da, Ile de Sein
Die Insel ist so klein, dass wir unseren neuen deutsch/bretonischen Freunden und Ambroise dem Inselarzt immer wieder über den Weg laufen. Nun, wir haben uns auch verabredet um das Rathaus und die Museen zu besuchen.
Ambroise ist begeistert, uns herumführen zu können. Er kann sich auch an unsere Email erinnern, die wir leider nur auf Englisch und mit google übersetzem Französisch verfassen konnten und die deswegen unbeantwortet im Büro der Gemeinde liegt. Nun, wir haben es ja geschafft, einen Ansprechpartner zu finden.
Auf der Ile de Sein haben die Leute viel Zeit, wie es aussieht, und wir nehmen das Angebot die in der Vorsaison noch geschlossenen Museen zu besichtigen, dankbar an. Vom vormaligen Arztzimmer über die Apotheke gehts zum Inselmuseum, und Ambroise steckt voller Geschichten und Anektdoten vom dem Inselleben.
Klick auf die Fotos für eine größere Ansicht und Beschreibung.
Seenotrettungsmuseum der Ile de Sein
Am darauffolgenden Tag verabreden wir uns für einen Besuch des Seenotrettungs-Museums. Offiziell haben die Museen zu dieser Jahreszeit noch geschlossen, Ambroise hat aber für alles einen Schlüssel. Zur verabredeten Zeit sind wir vor Ort, aber von Ambroise weit und breit keine Spur. Wir fotografieren noch etwas im Hafen und den Hafenleuchtturm, den Phare de Men Brial mit seiner grünen Haube und der äußeren Wendeltreppe, da kommt Ambroise gemütlich auf seinem alten Drahtesel angeradelt und begrüßt uns. Scherzhaft beschwert er sich über die superpünktlichen Deutschen und schiebt erklärend nach, wenn in Frankreich jemand 3 Uhr sagt, er mindestens halb 4 Uhr meint.
Ich redete auch mit dem Maler Didier-Marie Le Bihan und schaute mir seine Galerie an.
Der Maler Didier-Marie Le Bihan
Im Atelier des Malers Didier-Marie Le Bihan
Hunde auf der Ile de Sein
Die Île de Sein steht unter Naturschutz. Deshalb besteht für Hunde auf der Insel eine Leinenpflicht. Da Hunde bekanntermaßen keine Schilder lesen können, laufen hier alle heimischen Vierbeiner frei herum. Einen besonders aggressiven oder jagdfreudigen Eindruck machen sie allerdings nicht. Auf der Fähre ist ein Schild angebracht, dass hier die Hunde UNBEDINGT anzuleinen seien. Und auch da laufen Hunde frei auf dem Deck und zwischen den Sitzreihen herum. Offensichtlich stört es niemanden, und die Franzosen sehen es mit einem Schmunzeln im Gesicht. Das ist typisch französische Lebensart: Leben und leben lassen. So lange niemand zu Schaden kommt, stört sich auch keiner an den Geboten und Verboten.
Ein Hund wartet geduldig vor der Kirche, Ile de Sein
Übersichtsseite der Live-Reiseberichte von der Ile de Sein