
Das ist mein gesamter Hausrat für viele, viele Wochen auf Tour
Letzte Woche packte ich mein Fahrrad und fuhr los in Richtung Schottland. Ich wollte mal wieder dieses grandiose Land sehen, Heimat des Whiskys, der Lochs, von Fish’n’Chips und von vielen Schafen. Doch schon am zweiten Tag meiner Tour begann mein Knie die Reise zu sabotieren, indem es sich entzündete. Ich kam schließlich nur bis Düsseldorf (etwa 280 Kilometer den Rhein entlang) und musste dort abbrechen, um mein Knie auszukurieren. In etwa zwei Wochen fahre ich dann weiter.
Vorher will ich diese Gelegenheit nutzen, um etwas über die Reisevorbereitung zu schreiben.
Was die Route angeht, halten es mein Reisebegleiter Derek und ich sehr vage. Wir wollen halt in Schottland herum fahren. Wo, wann und wie lange, das werden wir dann sehen. Ich muss auch noch eine Karte kaufen, wenn ich dort ankomme…
Das Gepäck andererseits will gut durchdacht sein, denn ich will immerhin viele Wochen damit auf Reisen sein. Es darf nichts Essentielles fehlen, und Unnötiges möchte ich nicht mit mir herumfahren, besonders, wenn ich mich mit meiner eigenen Körperkraft fortbewege. Und so beginnt der ewige Kompromiss zwischen Nützlichkeit und Gewicht.
Bei einem Ausrüstungsgegenstand gibt es generell drei wünschenswerte Eigenschaften: gute Herstellungsqualität, geringes Gewicht, und ein niedriger Preis. Leider kann man nur immer zwei davon auf einmal haben. Worauf man verzichten will, ist von Ausrüstungsgegenstand zu Ausrüstungsgegenstand unterschiedlich.
Hier ist eine Auflistung von allem, das ich dabei habe:

Mein treues Rad hat Einiges zu schleppen
Fahrrad: Hier habe ich zwar nicht das Neueste, aber doch ein qualitativ hochwertiges. Mein Vater hat es sich vor 25 Jahren geholt und sehr auf die Bauteile geachtet.
Ich habe letztens noch ein paar Dinge hinzugefügt:
Brooks Ledersattel B17
. Unter Tourenfahrern eine Legende, weil er wohl gemütlich wie ein Sofa sein soll. Ich will das mal testen. Nach 280km ist er zwar noch nicht ganz eingefahren (Ledersättel sind formbar), gemütlich ist er aber auf jeden Fall schon.
ContinentalTouring Plus
Reifen. Diese Reifen sind schwer zu plätten. Habe schon einige Tausend Kilometer ohne eine einzige Reifenpanne mit diesen Reifen hinter mir, darf auch gerne so bleiben.
Shimano Pedal E-PDT780
. Ob man mit oder ohne Fußhalterung fahren will, ist jedem selbst überlassen. Diese Pedale lassen sich für beides nutzen, was mir sehr gefällt. Ich fahre sie zusammen mit den Kimon TR Schuhen von VAUDE. (VAUDE Kimon TR Unisex-Erwachsene Radsportschuhe – Mountainbike
)

Um ein paar Liter wasser mehr mitnehmen zu können, habe ich ein wenig gebastelt
Campingausrüstung
Zelt: VAUDE Mark L 2P
. Leicht aufzubauen, macht einen wetterfesten Eindruck und ist geräumig genug für mich. Mit 2,8kg zwar nicht ganz federleicht, doch dafür mit 340€ bezahlbar. Werde es am schottischen Wetter erproben.
Isomatte: Irgendwas billiges. Thront auf dem restlichen Gepäck und ruiniert die Aerodynamik, aber wegen des geringen Gewichts verlagert es meinen Schwerpunkt kaum. Man kann gut drauf schlafen.
Schlafsack: Ich nehme einen Sommerschlafsack mit, den man mit einem Inlet aufmotzen kann. Falls es bitter kalt werden sollte, ziehe ich mich nach dem Zwiebelprinzip an.
Um die Dinge auf dem Gepäckträger trocken zu halten, nutze ich einen billigen Rucksacküberwurf aus einem schwedischen Baumarkt, der tadellos funktioniert.

Mein Zelt von VAUDE. Mel sehen, wie es sich in Schottland schlägt

Der Blick aus dem Inneren
Hier ist der Inhalt meiner Packtaschen:
Für die Strecke am Rhein nutze ich Landkarten vom ADFC. Für Radtouren sind die prima.
ADFC-Radtourenkarte

Kartenmaterial für Deutschland. In Schottland muss ich mir dann auch Karten besorgen
Waschzeug: Haarschampoo, Duschgel, Deo, Sonnencreme, Zahnbürste, Zahnpsta und Rasierer. Es lohnt sich, konzentrierte Produkte zu kaufen. Das Shampoo und die Zahnpasta zum Beispiel sind viel ergiebiger als normale Produkte, man spart einiges an Gewicht.

Der Inhalt meines Kulturbeutels
Um den Drahtesel zu versorgen: Klebeband (eng gewickelt, um Platz zu sparen), Speichendreher, noch mehr Klebeband, Kettenöl, Multiwerkzeug, Schraubenschlüssel, Ersatz-Inbus-Schlüssel, Reifenflickzeug, Reifenheber, Lederpflege, Ersatzschrauben und Kabelbinder.

Fahrrad-Reperaturkit. Nicht abgebildet ist mein Ersatz-Fahrradschlauch
Zur ersten Hilfe hab ich ein paar Verbände, Sonnenschutz für die Lippen, Entzündungscreme, Sprüh-Pflaster, Jod Lösung zur Desinfektion, Pflaster.

Esra-Reparaturkit. Ohne Ersatzteile
Das Essgeschirr ist recht simpel

Für kulinarische Erlebnisse.
Tagebuch zur Reisedokumentaion und ein Mp3-Player zur Unterhaltung. Die Batterien von dem Ding halten eine Weile.

Tagebuch und Unterhaltung
Meine Kleidungsstücke werden zusammengerollt und vertikal gelagert, damit ich sie schneller finden kann. Ich nehme sieben Unterhosen und Paar Socken mit, fünf Shirts (lang und kurz), drei Radfahrhosen, Regenkleidung (kommt gleich), Handschuhe, und warme Schlafklamotten. Es ist viel schnelltrocknende Funktionsbekleidung dabei, die man abends in einem Waschbecken waschen und am Morgen wieder anziehen kann.

Meine Kleidung muss gut organisiert sein
Da ich nach Schottland fahre, ist Regenkleidung imperativ. Wenn es wie aus Schleusen schüttet, dann hülle ich mich in eine knallorangene Regenjacke und eine Regenhose von VAUDE. Über ein paar kleine Schauer am Rhein lachte die Regenjacke mal herzlich. Ob sie in Schottland auch so dicht hält, werde ich sehen. Pluspunkt: VAUDE legt höchsten Wert auf Nachhaltige Produktion und Rohstoffe.
VAUDE Herren Jacke Men’s Yaras Jacket
VAUDE Herren Hose Mens Yaras Rain Pants

Die Regenjacke hält dicht

Samt Regenhose. Ob ich damit gegen schottisches Wetter gewappnet bin, wird sich herausstellen.

Regenhose von hinten
Das war natürlich nicht alles. Um mein gesamtes Gepäck aufzulisten, bräuchte ich eine Ewigkeit. Falls du eine Frage zu einem bestimmten Ausrüstungsggegenstand hast, schreib sie mir in die Kommentare!
Mit feundlicher Unterstützung von VAUDE, die mir ein paar ihrer Produkte zum Test zur Verfügung stellten.
Eine kurze Mitteilung – die 5reicherts im Interview
Am 10.5. 2015 (morgen) von 10:00 – 12:00 Uhr werden wir – Gabi, Gunter und Esra – beim SWR 1 in der Sendung „Leute“ interviewt.
Zur Internetseite des Interviews – dort könnt ihr es danach auch online anhören oder runterladen.
Reisevorbereitung für Schottland
Das ist mein gesamter Hausrat für viele, viele Wochen auf Tour
Letzte Woche packte ich mein Fahrrad und fuhr los in Richtung Schottland. Ich wollte mal wieder dieses grandiose Land sehen, Heimat des Whiskys, der Lochs, von Fish’n’Chips und von vielen Schafen. Doch schon am zweiten Tag meiner Tour begann mein Knie die Reise zu sabotieren, indem es sich entzündete. Ich kam schließlich nur bis Düsseldorf (etwa 280 Kilometer den Rhein entlang) und musste dort abbrechen, um mein Knie auszukurieren. In etwa zwei Wochen fahre ich dann weiter.
Vorher will ich diese Gelegenheit nutzen, um etwas über die Reisevorbereitung zu schreiben.
Was die Route angeht, halten es mein Reisebegleiter Derek und ich sehr vage. Wir wollen halt in Schottland herum fahren. Wo, wann und wie lange, das werden wir dann sehen. Ich muss auch noch eine Karte kaufen, wenn ich dort ankomme…
Das Gepäck andererseits will gut durchdacht sein, denn ich will immerhin viele Wochen damit auf Reisen sein. Es darf nichts Essentielles fehlen, und Unnötiges möchte ich nicht mit mir herumfahren, besonders, wenn ich mich mit meiner eigenen Körperkraft fortbewege. Und so beginnt der ewige Kompromiss zwischen Nützlichkeit und Gewicht.
Bei einem Ausrüstungsgegenstand gibt es generell drei wünschenswerte Eigenschaften: gute Herstellungsqualität, geringes Gewicht, und ein niedriger Preis. Leider kann man nur immer zwei davon auf einmal haben. Worauf man verzichten will, ist von Ausrüstungsgegenstand zu Ausrüstungsgegenstand unterschiedlich.
Hier ist eine Auflistung von allem, das ich dabei habe:
Mein treues Rad hat Einiges zu schleppen
Fahrrad: Hier habe ich zwar nicht das Neueste, aber doch ein qualitativ hochwertiges. Mein Vater hat es sich vor 25 Jahren geholt und sehr auf die Bauteile geachtet.
Ich habe letztens noch ein paar Dinge hinzugefügt:
Brooks Ledersattel B17
. Unter Tourenfahrern eine Legende, weil er wohl gemütlich wie ein Sofa sein soll. Ich will das mal testen. Nach 280km ist er zwar noch nicht ganz eingefahren (Ledersättel sind formbar), gemütlich ist er aber auf jeden Fall schon.
ContinentalTouring Plus
Reifen. Diese Reifen sind schwer zu plätten. Habe schon einige Tausend Kilometer ohne eine einzige Reifenpanne mit diesen Reifen hinter mir, darf auch gerne so bleiben.
Shimano Pedal E-PDT780
. Ob man mit oder ohne Fußhalterung fahren will, ist jedem selbst überlassen. Diese Pedale lassen sich für beides nutzen, was mir sehr gefällt. Ich fahre sie zusammen mit den Kimon TR Schuhen von VAUDE. (VAUDE Kimon TR Unisex-Erwachsene Radsportschuhe – Mountainbike
)
Um ein paar Liter wasser mehr mitnehmen zu können, habe ich ein wenig gebastelt
Campingausrüstung
Zelt: VAUDE Mark L 2P
. Leicht aufzubauen, macht einen wetterfesten Eindruck und ist geräumig genug für mich. Mit 2,8kg zwar nicht ganz federleicht, doch dafür mit 340€ bezahlbar. Werde es am schottischen Wetter erproben.
Isomatte: Irgendwas billiges. Thront auf dem restlichen Gepäck und ruiniert die Aerodynamik, aber wegen des geringen Gewichts verlagert es meinen Schwerpunkt kaum. Man kann gut drauf schlafen.
Schlafsack: Ich nehme einen Sommerschlafsack mit, den man mit einem Inlet aufmotzen kann. Falls es bitter kalt werden sollte, ziehe ich mich nach dem Zwiebelprinzip an.
Um die Dinge auf dem Gepäckträger trocken zu halten, nutze ich einen billigen Rucksacküberwurf aus einem schwedischen Baumarkt, der tadellos funktioniert.
Mein Zelt von VAUDE. Mel sehen, wie es sich in Schottland schlägt
Der Blick aus dem Inneren
Hier ist der Inhalt meiner Packtaschen:
Für die Strecke am Rhein nutze ich Landkarten vom ADFC. Für Radtouren sind die prima.
ADFC-Radtourenkarte
Kartenmaterial für Deutschland. In Schottland muss ich mir dann auch Karten besorgen
Waschzeug: Haarschampoo, Duschgel, Deo, Sonnencreme, Zahnbürste, Zahnpsta und Rasierer. Es lohnt sich, konzentrierte Produkte zu kaufen. Das Shampoo und die Zahnpasta zum Beispiel sind viel ergiebiger als normale Produkte, man spart einiges an Gewicht.
Der Inhalt meines Kulturbeutels
Um den Drahtesel zu versorgen: Klebeband (eng gewickelt, um Platz zu sparen), Speichendreher, noch mehr Klebeband, Kettenöl, Multiwerkzeug, Schraubenschlüssel, Ersatz-Inbus-Schlüssel, Reifenflickzeug, Reifenheber, Lederpflege, Ersatzschrauben und Kabelbinder.
Fahrrad-Reperaturkit. Nicht abgebildet ist mein Ersatz-Fahrradschlauch
Zur ersten Hilfe hab ich ein paar Verbände, Sonnenschutz für die Lippen, Entzündungscreme, Sprüh-Pflaster, Jod Lösung zur Desinfektion, Pflaster.
Esra-Reparaturkit. Ohne Ersatzteile
Das Essgeschirr ist recht simpel
Für kulinarische Erlebnisse.
Tagebuch zur Reisedokumentaion und ein Mp3-Player zur Unterhaltung. Die Batterien von dem Ding halten eine Weile.
Tagebuch und Unterhaltung
Meine Kleidungsstücke werden zusammengerollt und vertikal gelagert, damit ich sie schneller finden kann. Ich nehme sieben Unterhosen und Paar Socken mit, fünf Shirts (lang und kurz), drei Radfahrhosen, Regenkleidung (kommt gleich), Handschuhe, und warme Schlafklamotten. Es ist viel schnelltrocknende Funktionsbekleidung dabei, die man abends in einem Waschbecken waschen und am Morgen wieder anziehen kann.
Meine Kleidung muss gut organisiert sein
Da ich nach Schottland fahre, ist Regenkleidung imperativ. Wenn es wie aus Schleusen schüttet, dann hülle ich mich in eine knallorangene Regenjacke und eine Regenhose von VAUDE. Über ein paar kleine Schauer am Rhein lachte die Regenjacke mal herzlich. Ob sie in Schottland auch so dicht hält, werde ich sehen. Pluspunkt: VAUDE legt höchsten Wert auf Nachhaltige Produktion und Rohstoffe.
VAUDE Herren Jacke Men’s Yaras Jacket
VAUDE Herren Hose Mens Yaras Rain Pants
Die Regenjacke hält dicht
Samt Regenhose. Ob ich damit gegen schottisches Wetter gewappnet bin, wird sich herausstellen.
Regenhose von hinten
Das war natürlich nicht alles. Um mein gesamtes Gepäck aufzulisten, bräuchte ich eine Ewigkeit. Falls du eine Frage zu einem bestimmten Ausrüstungsggegenstand hast, schreib sie mir in die Kommentare!
Mit feundlicher Unterstützung von VAUDE, die mir ein paar ihrer Produkte zum Test zur Verfügung stellten.
Zwei Reicherts bei Kaffee oder Tee, Interview im SWR
Direkt nach der Reise zu den bretonischen Inseln wurden Esra und ich nach Baden-Baden ins Kaffee oder Tee Studio des SWR eingeladen. Jens Hübschen interviewte uns zu unseren Reisen, wir sprachen über das freie Lernen und Esras Abitur.
Insgesamt war das für uns beide ein aufregender Tag. Vor allem, weil wir nach der Reise zu den Inseln noch nicht so ganz in Deutschland angekommen waren. Uns hat es beim SWR jedenfalls sehr gut gefallen – die Stimmung war lustig und kreativ, die Leute sehr nett.
Das Interview ist leider nicht mehr online.
Kann Wetter zu gut sein für die Fotografie? Ouessant, Bretagne
Gedanken über das Wetter auf der Ile d’Ouessant
Wir sind jetzt seit fast einer Woche auf der Île d’Ouessant. Nach der Belle Île und der Île de Sein, brauchten wir etwas Zeit, um uns auf die „neue Insel“ einzustellen. Die Insel Ouessant ist mit gut acht Kilometern Länge und knapp vier Kilometern Breite größer als die Île de Sein. Das war für uns zu Fuß zu weit, wir brauchten hier die Fahrräder. Selbst dann war das Herumkommen nicht einfach. Es geht auf diesem Granitblock von Insel sehr viel rauf und runter, manchmal ziemlich steil. Dann rechne noch den Wind dazu und den Fotorucksack auf den Rücken und du wünscht dir ein EBike!
Ein Malheur bei der Arbeit mit dem Stativ im Wind
Zum Fotografieren war das Wetter tatsächlich zu gut. Die Sonne strahlte kräftig vom absolut wolkenlosen blauen Himmel und das etliche Tage lang am Stück. Klar, die Wärme und das Licht taten uns gut. Leider wehte gleichzeitig ein starker, eiskalter Wind aus Ost – das bedeutet, er erzeugte an der wilden Westküste keine Wellen, kühlte uns aber aus. Vor allem bei den abendlichen Radtouren.
Außerdem rüttelte der Wind kräftig an den Stativbeinen. Unsere Langzeitbelichtungen verwackelten dadurch, wenn wir nicht gewaltig aufpassen. Einmal blies der Sturm auch mein Stativ um, zum Glück war keine Kamera drauf. Ich machte einen schnellen Schritt, um es aufzufangen, kam leider unglücklich so spät, dass ich beim Rettungsversuch auf das unterste Stativbeinglied des gefallenen Stativs getreten bin. Da war es krumm, wie dumm.
Gunter schaffte es, das Beinsegment halbwegs gerade zu biegen, damit es wieder zusammenschiebbar war. Glück gehabt. So langsam wird es Zeit für ein neues Stativ für mich.
Wie du auch bei Sturm noch scharfe Fotos vom Stativ machen kannst, beschreiben wir hier.
5 scharfe Tipps fürs Fotografieren mit Stativ
Endlich Wellen in Pern, Ouessant
Zu guter Letzt kamen dann doch noch die Wellen. Ich freute mich riesig darüber. Wenn fotografisch alles stimmt kommen bei mir Glücksgefühle auf. Ich komme in den Flow. Spüre nicht mehr, ob ich Hunter habe oder friere. Die Naturfotografie machte mich glücklich. So ging es mir an diesen Tagen mit den Wellen.
Vor allem am westlichen Ende der Insel in Pern rollten richtig große Brecher auf die gigantischen Felsen zu. Dem Wind und den Wellen folgten auch ein paar Wolken und schon bald war das Wetter komplett grau in grau. Von zu gutem Wetter konnte dann keine Rede mehr sein.
Auf unserer umfassenden Seite: Ouessant das Fotoreiseziel für Fotografen kannst du dir die Sturmfotos ansehen.
Phare de Nividic, Île d’Ouessant, Bretagne
Wellen. Pern, Ouessant, Bretagne
Gutes Wetter, schlechtes Wetter und zu gutes Wetter
Wir als Fotografen haben immer das Wetter im Blick – und meckern auch zu oft drüber. Mal schimpfen wir über zu viele, mal zu wenige Wolken. Und manchmal kommen die Wolken zur falschen Zeit. Es ist immer spannend.
Welches Wetter wünschen sich denn Fotografen?
Wolkenloser Sonnenuntergang am Pern, Ouessant
La Jument und Welle, früh am Morgen
Creac’h, Ouessant, Bretagne
Wellen, Ouessant
Welchen Eindruck bekommen Tagestouristen von der Insel Ouessant?
Nun, ich möchte natürlich nicht nur über das Wetter berichten. Gute Bilder leben nicht nur von den Wetterbedingungen. Die Tageszeit spielt noch eine gewichtigere Rolle. Das wirst du sicherlich schon an den anderen Beiträgen in unserem Blog bemerkt haben. Sonnenaufgänge fotografieren fällt mir als Nachtmensch schwerer als die Sonnenuntergänge. Aber, meiner Meinung nach sind die Sonnenaufgänge für Fotografen besser.
Die Ile d’Ouessant ist fotografisch schon ein harter Brocken. Morgens mit der Fähre hin- und nachmittags zurückfahren, damit lassen die allermeisten Touristen die schönsten Stunden zum Fotografieren aus.
Der erste Eindruck: kahl und steinig!
Beste Tageszeiten zum Fotografieren
Unsere besten Aufnahmen auf Ouessant sind früh morgens, abends und in der Nacht entstanden. Das bedeutet aber nicht, dass über Tag das Fotografieren nichts bringt. Die Ergebnisse sind nur verschieden, die Bilder wirken eher gewöhnlich.
Wir haben nachfolgend Aufnahmen zusammengestellt, die wir am Anfang unseres Inselaufenthaltes über Tag gemacht haben. Erkennst du den Unterschied zu unseren anderen Bildern in den Ouessant-Artikeln?
Die Insel Ouessant
Leuchtturm Ratespiel – Postkarte zu gewinnen!
Wir haben ja kein Geheimnis drum gemacht, auf welcher Insel wir gerade sind. So dürfte es nicht allzuschwer sein unser Rätsel zu lösen. Wir verschicken eine Postkarte an diejenigen, die raten, welcher Leuchtturm sich hinter dieser Welle versteckt. Na? Wer will eine Postkarte?
Phare de la Jument, Île d’Ouessant, Bretagne
Phare de la Jument, Île d’Ouessant, Bretagne
Das Ratespiel ist leider schon vorbei. Die Auflösung ist: Das ist der Phare de la Jument, der Leuchtturm der Stute. Die Insel ist natürlich die Ile d’Ouessant.
Hier gibt es noch weitere Infos und Fotos vom Leuchtturm:
Anreise zur Île d’Ouessant, Bretagne
Als nächste bretonische Insel stand die Ile d’Ouessant an. Im Internet hatten wir eine Ferienwohnung gefunden. Trotzdem mussten wir noch einiges bewältigen, bis wir zur Insel kamen. Die Reise-Tipps für die Insel Ouessant sammeln wir am Ende des Blogposts.
Umfassende Fotos und Reisetipps für die Ile d’Ouessant
Zwischenübernachtung im Hotel
Wir kamen direkt von der Ile de Sein und mussten eine Zwischenübernachtung einlegen, bevor es mit der Fähre von Le Conquet auf die Ile d’Ouessant ging. Das ibis-Hotel war motel-typisch maximal anonym und nüchtern eingerichtet, aber wenigstens sauber und nicht teuer. Wir sortierten dort abends noch halbwegs unseren Kram zusammen. Wir tauschten schmutzige Wäche gegen Saubere und sahen zu, dass der Technikkram, wie Kamera und Notebooks und sowas vollständig war. Müde hauten wir uns aufs Ohr.
Am nächsten Morgen gings ernsthaft ans Umpacken: was brauchen wir auf der Île d’Ouessant, was können wir im Auto lassen. Wir haben frische Klamotten in die Fahrradtaschen gesteckt, denn auf Ouessant würden wir zwei Räder mitnehmen. Außerdem packten wir diesmal noch vorsichtshalber eine extra Tasche voller Lebensmittel, denn auf der Île de Sein waren Essvorräte knapp und alles sehr, sehr teuer gewesen. Wir hatten noch genug Zeit zum Packen, denn die Fähre ging erst um 14:00 Uhr. Schließlich standen wir mit 15 kleinen Gepäckstücken am Hafenpier.
Der Foto-Technikkram ist bei uns einfach aufwendig mitzuschleppen: Vier Kamerataschen, zwei Stative und die Notebooks müssen unbedingt mit.
Parken in Le Conquet
Es ist nicht möglich, ein Auto mit auf die Ile d’Ouessant mit zu nehmen. Selbst für die Leute, die auf Ouessant wohnen ist es sehr aufwendig, ein Auto auf die Insel zu bekommen. Wir planten für unseren Aufenthalt also unsere Fahrräder mit zu nehmen.
Einen Parkplatz für unseren VW Bus in Le Conquet zu finden, war das nächste Problem, denn am Hafen waren alle Plätze dauerbelegt. Wir packten die Fahrräder nochmal ins Auto, das Gepäck bleibt am Hafen, und machten uns auf die Suche. Le Conquet ist nicht groß, trotzdem brauchten wir über eine halbe Stunde, bis wir den Platz gefunden, unseren Bus geparkt hatten und wieder zurückgeradelt waren.
Die Zufahrt zum großen Dauerparkplatz an der Nordostseite des Städtchens an der Straße D789 Richtung Brest, liegt direkt hinter der Gendarmerie. Das Sträßchen heißt bezeichnenderweie Rue des Iles.
Leider sind die Hinweisschilder nur von einer Fahrtrichtung aus sichtbar. Die eine Woche Parken kostet uns fast 50 Euro. Dafür scheint der Parkplatz recht sicher zu sein. Jedenfalls hat sich niemand an unserem Bus zu schaffen gemacht.
Osterurlauber drängen auf die Insel
Am Fähranleger im Hafen war wenig los, als die Fähre anlegte. Ein paar Leute stiegen aus, ein paar Leute standen so in der Gegend herum. Wir freuten uns schon auf ein geruhsames Boarding, aber es war ja noch eine dreiviertel Stunde Zeit bis zum Ablegen. Unaufhaltsam wuchs die Passagierschlange, dann kam auch noch ein großer Stadtbus voller Touristen, die auch mit wollten. Ach ja, es ist Osterwochenende, und Massen von Tagesausflüglern wollen auf die Insel – nichts da mit ruhiger Fährfahrt.
Wenigstens hielt sich das Geschaukel bei der Überfahrt in Grenzen, keinem von uns wurde es schlecht. Nur ein paar vereinzelte Passagiere schwankten unsicher durch die Gänge und suchten verzweifelt die „Sacs Vomiteures.“ Draußen an Deck war es fast unmöglich Fotos zu schießen, die Passagiere standen in zwei Reihen an der Reling.
Beim nächsten Mal fahren wir nicht vor Feiertagen!
Gepäck und Fahrräder, wir warten auf die Fähre zur Île d’Ouessant
Fähre nach Ouessant im Hafen von Le Conquet
Leuchtturm Kermovan von der Fähre aus
Vier Reicherts auf der Fähre zur Île d’Ouessant
Leuchtturm vor der Île de Molene
Blick zur Insel Molene
Erster Blick auf Ouessant
Vom Fähranleger zur Ferienwohnung
Wir machten uns Kopfzerbrechen, wie wir das ganze Gepäck die vier Kilometer bis zu unserer Ferienwohnung im Hauptort Lampaul transportieren könnten, aber das Problem löste sich wie von selbst. Am Hafenanleger wartete schon der Inselbus auf die Fährpassagiere. Der war mit zwei Euro pro Person wirklich nicht überteuert. Gabi und Esra schwangen sich auf die vollgepackten Räder (mit jeweils zwei Radtaschen und einem Kamerarucksack auf dem Rücken), der Rest nahm den Bus. Wir kamen fast zeitgleich im Ort Lampaul and, die Radfahrer waren trotz schwerem Gepäck etwas schneller gewesen, weil der Bus verspätet abfuhr. Die letzten 200 Meter von der Bushaltestelle zur Unterkunft schafften wir mit Leichtigkeit zu Fuß.
Also: du brauchst dir keine Sorgen um den Transport zum Ferienhaus zu machen. Es kommen immer Transportbusse, die dich zu deiner Ferienwohnung fahren. Und teuer ist es auch nicht.
Freundliche Einweisung ins Ferienhaus
Am Gartentor begrüßte uns Madame Tual, eine zierliche, freundliche „Ureinwohnerin“ von Ouessant und führte uns im Haus herum. Unser jetziges Domizil übertrifft alle unsere Erwartungen: hell, geräumig, hochwertig und vollständig ausgestattet. Wir fühlen uns sofort wohl. Sogar ein Glas selbstgemachte Brombeermarmelade hat unsere Vermieterin bereitgestellt.
Gabi lief sofort durch den Ort um die Versorgungslage zu checken. Anders als auf der Île de Sein gibt es hier mehrere halbwegs große Geschäfte und eine Bäckerei. Das Angebot ist wesentlich umfassender und auch nicht zu teuer. Da hätten wir gar nicht so viele Nahrungsmittel mitschleppen müssen. Nun ja, man weiß es ja vorher nicht.
Die Fährgesellschaft zur Île d’Ouessant und Île de Sein ist die Penn Ar Bed. Wir hatten zwar dort vorreserviert, aber wenn nicht gerade Osterwochenende oder Hauptsaison ist, ist immer noch ein Plätzchen für die Überfahrt frei.
Port de Lampaul, Ouessant, Bretagne
Unsere Fahrräder im Port de Lampaul, Ouessant
Felsenlandschaft, Pern, Ouessant, Bretagne
Felsenlandschaft, Pern, Ouessant, Bretagne
Felsenlandschaft, Pern, Ouessant, Bretagne
Sonnenuntergang hinter Wolken, Ouessant