Das Fort Bertheaume ist vor allem bei bewegtem Meer eine tolle Fotolocation. An den Stränden am Pointe de Corsen finden sich zu jeder Tageszeit Fotomotive. Die Küste eignet sich besonders gut zum Wandern, Steilküste und Strände wechseln sich ab. Auch in Brest lohnt sich ein Stadtbummel.
Beiträge
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Praktische Stativ Tipps
Kaufberatungen und Stativtests findest du zuhauf im Internet. Was ist das beste Stativ, der beste Stativkopf, die beste Schnellkupplung? Wir haben auch mehrere Artikel über Stative in unserem Blog, die sich auf die Kaufberatung konzentrieren.
Fototipp Stative – Kaufempfehlung und Anwendungstipps
Aber ein gutes Stativ ist noch kein Garant für perfekt scharfe Bilder. Aus den Erfahrungen mit unseren Kursteilnehmern und mit anderen Fotografierenden haben wir gelernt, wie viel man beim Stativeinsatz falsch machen kann.
Wir zeigen dir ein paar Fehler, die vor allem einem Anfänger bei der Handhabung des Stativs unterlaufen können. Mach sie dir bewusst, vermeide sie und deine Fotos werden schärfer werden!
Kamerastative sind ziemlich simple Dinge. Meist haben sie drei Beine und einen Stativkopf. Darauf schraubst du die Kamera. Dazu kommt eventuell noch eine ausziehbare Mittelsäule, falls die Kamera doch noch höher hinauf muss.
Eigentlich kannst du damit wenig falsch machen. Meinst du? Aus Erfahrung wissen wir, dass es doch nicht ganz so einfach ist, wie es scheint.
Bevor es losgeht, nochmal zur Erinnerung:
Warum solltest du dir überhaupt ein Stativ zulegen?
- Die Fotos, die du mit Stativ aufnimmst, sind schärfer, auch bei Belichtungszeiten, die du gewöhnlich mit der Hand hältst.
- Du bekommst standgenaue Bilder für HDR-Aufnahmen, Fokus-Stacking oder Mehrfachbelichtungen.
- Beim Fotografieren mit dem Stativ wirst du automatisch dein Foto bewusster gestalten. Du kannst deine Bildkomposition in Ruhe auf dem Kameradisplay prüfen. Du fotografierst nicht mehr so drauf los, sondern langsamer, meditativer.
- Mit einem Stativ kannst du Fotos machen, die ohne nicht möglich sind. Du kannst nachts noch Sterne oder Nordlichter oder Stadtansichten fotografieren. Mit der Möglichkeit, lange Belichtungszeiten zu nutzen, erweitern sich deine Bildgestaltungsmöglichkeiten enorm. Das müssen nicht nur die ganz langen Belichtungszeiten sein, auch die kurzen Langzeitaufnahmen von zum Beispiel ¼ Sekunde sind außergewöhnliche Bildgestaltungselemente, die deine Arbeit vom Knipsen zum Fotografieren bringen. Das ist das allerbeste Argument überhaupt für ein Stativ.
Hier ein Beispiel für ein Bildgestaltungselement, welches nur mit Stativ möglich ist. Aufgenommen in Lindesness, Südnorwegen
Welche Fehler solltest du unbedingt vermeiden?
1. Passt dein Stativ zu deinen Anforderungen?
Jetzt machen wir ja doch noch eine Kaufberatung! Ja, sorry, aber wir wollen sichergehen, dass du ein vernünftiges Stativ besitzt, und den interessierten Fotografen, die in das Thema einsteigen wollen, ein paar grundsätzliche Überlegungen mitgeben.
Der erste Fehler kann dir bereits beim Kauf passieren. Die meisten Anfänger kaufen ein zu kleines, schwaches, eher wackeliges Stativ und werden damit nicht glücklich, weil die Fotos nicht schärfer sind als ohne Stativ. Da lohnt der Aufwand des Mitnehmens gar nicht.
Sehr ambitionierte Hobbyfotografen kaufen dagegen eher zu große und teure Stative. Auch nicht wirklich gut. Entweder das Stativ bleibt nach kurzer Zeit daheim liegen, weil es zu schwer ist, oder du nimmst es nicht mit, damit das teure Gerät auf Fototouren nicht leidet. Ein Stativ bringt nur was, wenn du es gerne und oft nutzt. Das tust du, wenn das Stativ auch zu deiner Kameraausrüstung und zum Einsatzzweck passt.
Die Kunst beim Stativkauf ist es, das Budget, das Stativgewicht, die nötige Stabilität und den Einsatzzweck harmonisch aufeinander abzustimmen.
Ein Makrofotograf, ein Landschaftsfotograf, ein Studiofotograf, ein Videofilmer, ein Wandervogel, alle haben unterschiedliche Ansprüche und Vorstellungen vom idealen Stativ.
Das Allround-Stativ
Weist du noch nicht, in welche Richtung deine Fotografie gehen wird, fängst du am besten mit einem soliden Allround-Stativ an. Wie der Name bereits sagt, eignet sich ein solches Stativ für die meisten Einsatzzwecke. Es ist nicht zu schwer, nicht zu teuer, aber ausreichend stabil für eine Kamera mit Zoomobjektiv. Wenn das Stativ dann noch kompakt zusammenklappbar ist, passt es auch ohne Probleme ins Reisegepäck.
Die häufigste Kombination ist ein Stativ mit Kugelkopf und Schnellspannplatte. Der Kugelkopf ist schneller auszurichten als ein Drei-Wege-Neiger und kompakter noch dazu. Auf eine Schnellspannplatte will niemand mehr verzichten, der seine Kamera immer und immer wieder mühsam und langwierig auf das Stativgewinde auf- und abgeschraubt hat.
Normal kosten gute Einsteiger-Stative mit ordentlichem Kugelkopf und Schnellspannplatte so um die 80 bis 200 Euro. Die etwas leichtere Carbon-Ausführung ist teurer, aber eventuell auch windanfälliger.
Die meisten Dreibeine unterhalb dieses Preissegmentes werden mit außergewöhnlichen Eigenschaften angepriesen, sind aber das Heimtragen nicht wert. Es ist reine Geldverschwendung, so einen billigen Wackeldackel zu kaufen.
Natürlich gibt es auch immer wieder echte Schnäppchen. Rollei feiert derzeit sein 10-jähriges Online-Jubiläum (Oktober 2021) mit Preisreduzierungen bis zu 75%. Ein Highlight unter den Reisestativen ist das extrem wandelbare Rollei CT-5C aus Carbon. Unser Ältester nutzt es aktuell intensiv während seinem USA-Aufenthalt und ist äußerst zufrieden.
Für Stativ-Anfänger und Vielreisende wäre das Compact Traveler No. 1 – Aluminium Stativ eine weitere günstige Alternative Bei Rollei.de kannst du es für 80 Euro (April 2022) erwerben. Das Compact Traveler ist für seine Größe und sein Gewicht erstaunlich stabil. Wir haben sogar einen Erfahrungsbericht darüber verfasst
Wieviel Geld du ausgeben willst, ist deine persönliche Sache. Wenn du teuer kaufst, stimmt auch fast immer die Qualität. Bei guter Behandlung kannst du dein Stativ fast lebenslang mit herumschleppen.
Unser Tipp: Achte darauf, dass das Stativ zu deiner Kameraausrüstung und deinem Einsatzzweck passt. Nur dann wirst du es auch immer dabei haben wollen. Wobei wir direkt zum nächsten Punkt kommen.
2. Nimm das Stativ auch immer mit
Das beste Stativ nutzt nix, wenn es daheim steht oder im Kofferraum bleibt, wenn du auf Fototour gehst. Vielleicht legst du dein Stativ immer zur Kameratasche oder bindest es an den Fotorucksack, damit du immer dran denkst und es nicht vergisst.
Natürlich kostet es jedes Mal Überwindung, das unhandliche Teil mitzunehmen. Aber wenn du den inneren Schweinehund überwindest und dir die Routine antrainierst, das Stativ immer dabei zu haben und auch zu nutzen, wirst du es nicht bereuen. Die Qualität deiner Fotos wird um einiges besser werden.

Mit Stativen und Fahrrädern unterwegs auf der Ile d’Ouessant in der Bretagne. Das Anbinden auf dem Fahrrad ist immer etwas mühsam. Wir polstern die Stativbeine meistens mit Schaumstoff etwas ab. Im Wind müssen wir dann aufpassen, dass der nicht wegfliegt.
3. Scharfe Fotos mit dem Stativ
Dieser Punkt kommt hier erst an dritter Stelle, ist aber der wichtigste, denn hier geht es um die entscheidende Frage: Wie bekommen meine Fotos die bestmögliche Schärfe?
3.1 Standfestigkeit und Klemmugen überprüfen
Ein Stativ hält nicht automatisch bombenfest. Beim Befestigen der Kamera solltest du überprüfen, ob die Kamera verwacklungsfrei und gesichert in der Schnellkupplung sitzt, alle Beine ordentlich in ihrer Position verriegelt sind und die Beine sich im richtigen Abspreizwinkel befinden.
Die ausziehbare Mittelsäule ist der Schwachpunkt fast aller leichten Stative. Mir wird schon schlecht, wenn ich Leute sehe, die zum Fotografieren die Stativbeine ihres Kompaktstatives aus Bequemlichkeit eingefahren lassen und die dünne Mittelsäule voll ausfahren. Die Kamera steht damit so sicher, wie Sonnenblumen im Wind. Die Mittelsäule solltest du nur im Notfall benutzen, wenn du die hohe Position unbedingt brauchst.
3.2 Untergrund beachten
Auf weichem Gras, im Schnee, im weichen Sand, auf Brücken, und sogar auf dem Estrichboden in deinem Wohnzimmer steht das Stativ nicht schwingungsfrei. Den Schnee kannst du vorher festtrampeln, im Wohnzimmer darf bei der Aufnahme niemand herumlaufen, im Sand kannst du die Beine fest und tief in den Boden drücken.
Achte immer darauf, dass dein Stativ sicher steht. Der Schwerpunkt soll nicht außerhalb der Stellfläche liegen, also nicht schief, fast schon überkippend stehen. In unebenem Gelände, wie an Hanglagen, kannst du dafür einfach ein oder zwei Beine weiter abspreizen oder ein Bein etwas einfahren. So kann ein plötzlicher Windstoß das Teil nicht umkippen und es steht stabil.
Uns ist es schon passiert, dass das Stativ auf drei Beinen im Gras stand und der Wind es umblies. Das war auf der kleinen Insel Ouessant im Westen der Bretagne der Fall. Ich wollte es auffangen, aber es fiel mir direkt vor die Füße, gerade als ich einen Schritt nach vorne machte und ich auf ein Stativbein trat. Es war dadurch ziemlich verbogen. Gunter bog es wieder halbwegs hin und es funktionierte wieder. Wäre es ein Carbonstativ gewesen, wäre es höchstwahrscheinlich zerbrochen. Für mich wäre so ein Totalausfall schlimm gewesen. Wir reisen seitdem sicherheitshalber mit mindestens einem Ersatzstativ.
3.3 Kamera/Objektiv-Stabilisator ausschalten
Ein weiterer Spielverderber ist der Objektiv-Stabilisator. Manche Kamerasysteme erkennen automatisch, wenn sie auf einem Stativ montiert sind, die meisten aber nicht. Vergisst du, den Stabilisator auszuschalten, sucht er verzweifelt etwas zu tun, schaltet sich ein, wo es nicht angebracht ist und ruiniert so die Bilder. Das so entstandene Foto wirkt dann superweich und die feinen Details sind verschwunden.
3.4 Verwacklungsfrei auslösen
Der vierte und bedeutendste Punkt ist das Auslösen des Kameraverschlusses. Den Auslöser drücken, ist das Einfachste auf der Welt, denken viele. Weit gefehlt! Gerade hierbei musst du höllisch aufpassen. Ein rustikaler kräftiger Druck auf den Auslöseknopf bringt die Kamera samt Stativ unweigerlich zum Schwingen und die Schärfe im Bild ist hinüber.
Auf einer unserer letzten Bretagne-Touren waren wir mit einem guten Freund am Pointe de Petit-Minou und haben gemeinsam Langzeitaufnahmen vom Leuchtturm gemacht. Bei der Durchsicht der Bilder ist mir aufgefallen, dass die meisten seiner Langzeitaufnahmen völlig unscharf waren. Wir standen direkt neben ihm, die Bedingungen waren gut, es wehte auch kein kräftigre Wind. Scharfe Fotos wären ohne Probleme möglich gewesen. Ich habe ihn daraufhin beim Fotografieren genau beobachtet und gesehen, dass er bei Aufnahmen vom Stativ den Kameraauslöser wie eine Türklingel betätigt. Mal kräftig draufdrücken – ich habe fast erwartet, dass die Stativbeine sich durchdrücken würden. Wir hätten nicht gedacht, dass man beim Auslösen so viel verkehrt machen kann.
Unser Tipp: Übe darum, sanft und ohne die Kamera zu verreißen, auszulösen. Das wird dir auch beim Fotografieren aus der Hand nützlich sein.
Wie drückst du den Auslöser sanft durch?
Der Druck auf den Auslöser muss absolut weich und ruckfrei erfolgen, Hektik ist hier absolut fehl am Platz. Du umfasst die Kamera fest an ihrem Griff, der Daumen liegt hinten in seiner Griffmulde. Beim Auslösen drückst du gleichzeitig mit identischem Druck mit dem Zeigefinger auf den Auslöser und mit dem Daumen auf die Rückseite der Kamera. Durch diesen Gegendruck verminderst du das Verziehen der Kamera und so die Verwacklungsgefahr.
Mit Kabelausöser oder Selbstauslöser zu schärferen Fotos
Diese Hilfsmittel sind besser als der sanfteste Auslösedruck. Mit einen Kabelauslöser, einer Infrarot-Fernauslösung, oder dem Selbstauslöser an der Kamera übst du beim Auslösen keinen mechanischen Druck auf die Kamera aus und hast das Problem des Wackelns elegant umgangen.
Ganz Qualitätsbewusste schalten noch die Spiegelvorauslösung der DSLR ein. Besitzt du eine spiegellose Systemkamera, ist das nicht nötig.

Sicherer Stativstand in Hanglage und Fernauslöser zum verwackelfreien Auslösen. Den Kameratragegurt sollte man bei unruhigen Windverhältnissen abnehmen.

Am Cabo Fisterra, dem Ende des Jakobswegs, hatten wir ein Stativ versehentlich auf dem recht bevölkerten Weg stehenlassen. Zum Glück stand es eine Viertelstunde später immer noch da. Uff, Glück gehabt!!
3.5 Das Stativ im Wind
Und zu guter Letzt gibt es noch den Wind, der kräftig an den drei Beinen und der Kamera rütteln kann. Was also tun?
- Eine windgeschützte Stelle suchen
- Das Stativ mit dem Körper vor dem Wind abschirmen
- Das Stativ beschweren
- Das Stativ festhalten
- Die Stativbeine weiter einfahren
- Auf Telebrennweiten verzichten
- Die windgeschützte Stelle findet sich leider nicht immer oder die Möglichkeiten der Bildkomposition von dort sind begrenzt.
- Der Körper kann das Stativ nicht komplett vor dem Wind schützen, aber es hilft wenigstens ein bisschen, wenn du dich auf die Windseite der Kamera stellst.
- Einige Experten raten, den Kamerarucksack an das untere Ende der Mittelsäule zu hängen. Dafür ist oft ein Haken vormontiert. Nur hat ein Kamerarucksack eine große Windangriffsfläche und der positive Effekt ist zumindest fraglich. Besser ist es, eine Schnur in den Haken einzuhängen und diese unter etwas Zugkraft mit dem Fuß auf dem Boden festzuklemmen.
- Für Langzeitaufnahmen im Wind kannst du auch das Stativ festhalten, indem du mit beiden Händen gleichmäßigen Druck auf das Stativgelenk gibst. Dazu darf der Untergrund auf keinem Fall weich sein, und du musst den Druck wirklich gleichmäßig ausüben. Bei kurzen Verschlusszeiten reicht es, wenn du beim Auslösen die Kamera fest mit den Händen umfasst und leichten Druck nach unten ausübst.
- Ein Stativ kannst du stabiler machen, indem du die untersten Beinsegmente halb einfährst und die größeren Segmente alle ein paar Zentimeter zurück vom Maximalauszug einschiebst. Du verlierst zwar etwas an Höhe, aber die Stativbeine sind so steifer und dein Dreibein steht sicherer.
- Eine längere Telebrennweite ist wesentlich verwacklungsanfälliger als eine Weitwinkeleinstellung. Beschränke dich daher bei längeren Belichtungen in starkem Sturm weise auf Weitwinkel- bis Normalbrennweiten. Wir fotografieren oft mit Tele im Sturm, beschränken uns aber auf relativ kurze Belichtungszeiten. Da ist es hinterher trotzdem wichtig, alle Fotos genau auf die Schärfe zu kontrollieren.

Stürmisches Regenwetter im Winter auf den Lofoten. Das Stativ unterstützt die ruhige Haltung des Teles. Ich verzichte hier bewusst auf die Sonnenblende, weil der Sturm mit ihr nur noch mehr an der Kamera rütteln würde. Und was habe ich hier fotografiert?

Das Resultat: Stürmisches Regenwetter im Winter auf den Lofoten. Das Resultat mit 1/10 s Belichtungszeit
4. Behandele dein Stativ gut
Es gibt einige Dinge, die dein Stativ nicht besonders mag.
- Zum Beispiel mit eingezogenen unteren Segmenten im Salzwasser herum zu stehen. Dann läuft nämlich das salzige Meereswasser ins System. Die Metallteile der untergetauchten Klemmverschlüsse korrodieren hinterher gerne. In solchen Situationen solltest du immer die unteren Segmente weit genug herausziehen, damit die Klemmen trocken bleiben, auch wenn du dann in niedriger Position arbeiten musst.
- Das Ablegen auf steinigen Boden mögen insbesondere Carbonstative gar nicht. Schnell hat ein spitzer Stein die Carbonlagen beschädigt. Alu ist da verzeihender, da gibt es nur Kratzer. Besser ist es, die Beine einzufahren und das Stativ hinzustellen. Auch wenn es mehr Mühe macht.
- Das Stativ liegt hinter dem Fotografen. Der hüpft begeistert mit der Kamera herum, macht einen Schritt zurück und tritt drauf. Beim Carbonbein – kracks. Beim Alubein – verbogen. Das Alubein kannst du halbwegs wieder hinbiegen, das Carbonbein ist hin.
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Langzeit-Belichtung 25 s. nur mit Stativ möglich[/caption]
Porto Covo am Abend, Portugal.Vorher Foto: Normale Belichtung, die man ohne Stativ machen kann
Danach Foto: Langzeit-Belichtung 25 Sekunden mit Graufilter, nur mit Stativ möglich
5. Stativwartung und Reinigung
5.1 Kugelköpfe mögen keine Schmiermittel.
Geschmeidig laufen soll die Kugel, mag manch einer denken und fettet oder ölt seinen Kugelkopf kräftig ein. Die Kugel läuft dann zwar butterweich in ihrer Führung, lässt sich aber nicht mehr so richtig festklemmen. Durch das Einfetten ist die nötige Reibung für die Klemmung flöten gegangen.
Fett und Öl sind außerdem richtige Schmutzfänger. Bald hast du eine schwarze Schmiere auf der Kugel, die bei jedem Kontakt mit deiner Kleidung wunderbar waschresistente schwarze Flecken hinterlässt.
5.2 Etwas regelmäßige Pflege solltest du deinem Stativ gönnen.
Passe auf, dass kein Sand und Dreck den Kugelkopf verunreinigt oder in die Beingelenke gelangt. Der Schmutz entfaltet dort seine Schmirgelwirkung und reduziert die Lebensdauer signifikant.
Zum schnellen Reinigen unterwegs haben wir deshalb immer einen Malerpinsel mit gröberen Borsten im Gepäck.
Nach dem Einsatz im Meerwasser solltest du die Stativbeine mit einem feuchten Lappen abwischen. Idealerweise vor dem Wieder-Einschieben der Beine, damit kein Salz in die innere Mechanik gelangt. Wir haben Fensterleder im Rucksack, damit trocknen wir schon am Strand die Stativbeine ab, um sie einzufahren. Wieder zurück wischen wir trotzdem nochmal feucht nach.
Nach längerer Nutzung macht es Sinn, das Dreibein auch mal zu demontieren und gründlich zu reinigen. Anleitungen für das Zerlegen des Statives haben die Hersteller gewöhnlich in ihrem Downloadbereich.
Hier einmal ein Fotobeispiel von Gabi in Action und was dabei herauskam
Ja, warum steht Gabi da wohl im Wasser? Damit sie die abfließenden Wellen aufnehmen kann. Und bei der Belichtungszeit von 1 Sekunde sieht man auch den Weg, den das Wasser genommen hat. Es ist schwierig solche Fotos scharf zu bekommen, weil das Stativ im weichen, nassen Sand wenig Halt findet. Aber eine Sekunde als Belichtungszeit ist möglich.

Dalmore, Isle of Lewis, Schottland. Gabi macht Langzeitaufnahmen. Ja, aber warum steht sie da im Wasser?

Nordlichtfotografen auf den Lofoten. Bei 13 s Belichtung vom Stativ aus sind nur die Fotografen etwas verwackelt
Stative brauchst du für folgende Fotothemen:
Hier findest du Stativtests und Tipps für die Fotografie mit Stativ
Firmenservice: CULLMANN GERMANY GmbH
31. Dezember 2014/von GunterManfrotto MT190CXPRO3 Carbon Stativ
5. August 2017/von GunterKaufberatung Reisestativ Rollei Allrounder
10. Januar 2019/von GunterLangzeitfotografie mit Stativ in der Stadt, Lyon, Frankreich
10. Dezember 2014/von Gabi5 scharfe Tipps fürs Fotografieren mit Stativ
17. Februar 2020/von GunterUnsere Manfrotto Stative nach 20 Jahren in Benutzung
8. März 2014/von GunterEs ist wieder da! Dein Weg zum Nordlichtfoto
Unser Buch „Dein Weg zum Nordlichtfoto“ hat sich nach Weihnachten rar gemacht. Erst die gute Nachfrage nach dem Buch. Und dann hat unsere Druckerei ihren Maschinenpark erweitert. Das gab beim Einrichten der Fadenheftung unvorhergesehene Schwierigkeiten, die zu Verzögerungen in der Produktion geführt haben. Wir hätten das Buch ohne Fadenbindung drucken lassen können – aber das wollten wir nicht. Ein richtig gut gebundenes Hardcover Buch ist einfach wesentlich schöner. Da das Buch zum Arbeiten da ist, also häufig auch einmal aufgeschlagen liegen sollte, ist diese Art der Bindung das einzige, was für uns in Frage kommt.
Ab sofort kannst du wieder bestellen. Versenden werden wir ab dem 20. Februar 2020.
Unser Buch „Spaziergang im Selztal“
Auch unser Heimat-Bildband „Spaziergang im Selztal“ hat das gleiche Schicksal erlitten und kann ebenfalls wieder geliefert werden.
Ankündigung eines kleinen Büchleins „Natur ist Glück“
Im März folgt ein kleines Büchlein über das Glück in der Natur und das Glück, welches ich als Naturfotografin empfinde, wenn ich mit der Kamera am Meer stehe. Ich stecke bereits mitten in der Arbeit am Layout!
Wir möchten auch noch einmal auf unser individuelles Fotocoaching hinweisen. Vielleicht gerade für Fotografen interessant, die bald zum Nordlicht fahren. Oder für die, die in der Sturmsaison Wellen fotografieren.
Was ist eigentlich das besondere an der NIK-Filtercollection?
Wir haben in unserem Blog geschrieben, wo die NIK-Filter zu bekommen sind, wie man sie installiert, aber wir haben sie noch nie richtig vorgestellt. Wenn du die NIK Filter noch nicht kennst, fagst du dich vielleicht, für was die denn nützlich sind.
Kostenloser Download der NIK-Filtercollection
Wir haben schon über die NIK-Filtercollection geschrieben, als sie von Google zum kostenlosen Download freigegeben wurden. Vor der Freigabe kostete das Softwarepaket mehrere hundert Euro.
Inzwischen hat die Firma DxO die Rechte an den NIK-Filtern übernommen und bietet neben der erweiterten kostenpflichtigen Version immer noch den kostenlosen Download der Nik Filtercollection hier an. Wir empfehlen dir unbedingt, die Filter auch runterzuladen. Wer weiss, wie lange es die noch gibt!
UPDATE 06/2021: Wie es aussieht, ist die Schonfrist abgelaufen. Der Link führt auf die kostenlose 30-Tage-Demoversion von DXO. Eine Zeit lang konnte man nach Registrierung mit der Email auf eine kostenlose ältere Version zugreifen. Vielleicht geht das ja noch. Probiere es mal aus und melde dich. Ich bin bei DXO registriert, da geht gleich mein Konto auf. Auch die Links zur alten Google-Version existieren nicht mehr. Du kannst aber einmal hier nachschauen: https://archive.org/details/nikcollection-full-1.2.11. Viel Glück
Die Geschichte der NIK-Filtercollection
Die NIK-Filtercollection hat eine bewegte Geschichte. Ursprünglich war NIK eine 1995 in Hamburg gegründete eigenständige Software-Firma. Die ersten Plugins für Photoshop erschienen 1999, 2006 war die Sammlung schon ziemlich komplett. Die Filter waren revolutionär in ihrer Funktionalität, für professionelle Nutzer entwickelt und dementsprechend teuer. Um die 500 Euro durfte man damals dafür hinblättern.
2012 übernahm Google NIK-Software und stellte die NIK-Filter zum kostenlosen Download bereit. Das war natürlich wie Weihnachten und Ostern zusammen für die digitalen Bildbearbeiter.
2017 hat DxO die Filtersammlung erworben und sie nach fünf Jahren Entwicklungsstillstand weiter ausgebaut und modernisiert.
Was können die NIK Filter?
Die NIK-Collection ist eine hochwertige professionelle Software für die digitale Bildbearbeitung. Sie ist als Plugin in Adobe Photoshop und Lightroom vorgesehen, wir haben aber beschrieben, wie du die Nik Filtercollection als Standalone einsetzen kannst.
Generell sind die NIK-Filter Bildverbesserungs-Werkzeuge. Schärfen, Weichzeichnen und Entrauschen kannst du gezielt steuern, die Bearbeitung von bestimmten Bildteilen ist mit der typischen U-Point-Technologie denkbar einfach.
Was ist denn die U-Point-Technologie?
Hört sich ja gut an, aber was ist das denn? U-Point-Technologie bedeutet, dass die einzelne Bereiche deines Fotos auswählen kannst und gezielt darauf Bildanpassungen anwendest. Die Größe des Bereichs ist frei wählbar.
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Welle vor Ouessant, Bretagne. Bei diesem Gegenlichtfoto habe ich die Welle aufgehellt und danach den Kontrast lokal angepasst. Die Bearbeitung habe ich an drei Stellen des Fotos angewand. Du siehst den Kreis rechts im Foto. Das ist der Bereich, der aufgehellt wurde. Die Größe des Kreises ist veränderbar und die einzelnen Parameter der Bearbeitung auch.
Nik Filter Presets
Die NIK-Filter liefern einige Filter-Presets, das sind Filter Zusammenstellungen, die für den Anfang ganz praktisch sind. Du kannst aber auch jedes Filter einzeln auswählen, selbst kombinieren und zahlreiche Einstellungsparameter selbst festlegen. Ein großes Feld der unendlichen Möglichkeiten! Mit den kreativen Bildeffekten, Verfremdungen, HDR-Effekten, künstlichen Alterungseffekten und der Schwarz-Weiß-Konvertierung kann man wunderbar vielfältige Stimmungen ins Bild bringen.
Bei Theaterfotos mag ich Verfremdungsfilter sehr gern.
Mont Saint Michel, Normandie ohne Filter und mit zwei der Presets des Analog Efex Pro. So bearbeite ich unsere Landschaftsfotos nie. Aber interessant ist das schon, wenn man in Spiellaune ist. Bei Theaterfotos oder Lost Places sind die Filter sehr hilfreich.
Nik Filter für Landschaftsfotos
Mir gehen solche Verfremdungen in der Landschaftsfotografie zu weit. Ich nutze da nur die Anpassungen für Kontrast, ich entferne Farbstiche und gebe manchmal den Wolken oder Wellen partiell mehr Detail.
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Honfleur in der Normandie, Anpassung des Kontrastes mit Color Efex Pro.
Du brauchst Rechenpower
Der große Funktionsumfang fordert natürlich seinen Tribut. Mit einem einfachen Office-PC oder -Notebook kommst du nicht sehr weit. Die Programme fordern Rechenpower.
Hier die Kurzbeschreibung der einzelnen Module. Die ersten sieben Module der Kollektion sind nach wie vor frei erhältlich:
COLOR EFEX PRO
55 kreative Filter und 20 Voreinstellungen helfen dir, besondere Farbstimmungen zu erzeugen. Alle diese Presets kannst du zusätzich noch feinabstimmen und als eigene Profile abspeichern.
Dieses Filterset nutze ich am häufigsten!
SILVER EFEX PRO
Silver Efex Pro enthält 48 Voreinstellungen für die Schwarz-Weiß-Konvertierung von Farbbildern. Darüber hinaus kannst du jedes Preset mit diversen Reglern weiter anpassen. Auch die Simulation klassischer Filmstile und Filter für Vintage-Print-Anmutungen gehören zum Werkzeugkasten von Silver Efex Pro.
DFINE
Dfine mindert effektiv das Rauschen in hochauflösenden Fotodateien. Luminanz- und Chrominanzrauschen lassen sich unabhängig voneinander feinfühlig steuern, mit voller Beibehaltung der Bilddetails. Auch den aus der CC-Version von Lightroom bekannten Dunstminderungs- oder Anti-Haze-Filtereffekt ist mit Dfine machbar.
VIVEZA
Viveza ist unser am längsten angewendetes und liebstes NIK-Filtermodul. Damit steuern wir gezielt Helligkeit, Kontrast, Detailtreue und Farbigkeit von Bildteilen. Mit der U-Point-Technologie lassen sich einfach begrenzte Bildregionen auswählen. Jeder Kontrollpunkt ist äußerst präzise und wählt den gewünschten Bereich vollautomatisch aus. Mit diesem Filter fing ich vor vielen Jahren an.
ANALOG EFEX PRO
Mit den 90 Filtern und Effekten von Analog Efex Pro kannst du alte Filmemulsionen simulieren und deine Bilder auf alt trimmen. Neben der Steuerung von Belichtung, Kontrast und Sättigung lassen sich auch Flecken, Kratzer und Verfärbungen in unterschiedlicher Art und Stärke ins Bild bringen.
HDR EFEX PRO
Mit HDR Efex Pro steuerst du hauptsächlich den Kontrast deiner Bilder. Ob das Ergebnis noch halbwegs natürlich oder völlig überdreht wirkt, bleibt voll dir überlassen. HDR-Effekte sind zwar nicht so ganz unser Ding, aber die Bandbreite dieses HDR-Moduls ist schon erstaunlich
SHARPENER PRO
Sharpener Pro ist ein leistungsstarkes Tool zur Schärfenoptimierung. Mit dem RAW Presharpener bearbeitest du gezielt Bereiche im Foto, um Details hervorzuheben oder Flächen zu glätten. Mit dem OUTPUT Sharpener stimmst du deine Bilder ideal auf das gewünschte Ausgabemedium ab.
Welche Module benutzen wir selbst?
Für die Landschaftsfotografie nutze ich Color Efex Pro zum Anpassen der Kontraste und der Farben. Siehe Bildbeispiel weiter oben.
Viveza kommt immer zum Einsatz, wenn ich lokale Anpassungen vornehmen möchte. Zum Beispiel etwas im Vordergrund aufhellen aber auch gleichzeitig den Kontrast anpassen. Oder mehr Stuktur in die Wolken hineinbringen.
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Wellen auf Ouessant. Hier habe ich die Wellen am Fels lokal mit Viveza aufgehellt und etwas mehr Detail hinein geholt. Auf das ganze Foto habe ich den Kontrast angepasst. Wende ich Viveza in Photoshop an, entstehen zwei Ebenen. Bei diesem Foto entfernte ich den bearbeiteten Himmel, denn da erschien mir der Kontrast zu stark.
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Ich arbeite noch zu wenig mit Schwarz-Weiß Fotos. Aber dafür ist Silver Efex Pro das ideale Tool. Wir zogen früher mit Mittelformat Kameras und SW Rollfilmen durch die Gegend und nutzen dafür auch die bekannten Farbfilter. Diese kannst du in Silver Efex Pro ganz wunderbar digital anwenden. Hätte man uns das vor 30 Jahren gezeigt, wir wären vor Freude hoch in die Luft gesprungen.
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Selbst bei einem Motiv, von welchem ich dachte, es lebe vor allem durch die pastelligen Farben, kann man mit Hilfe von Silver Efex Pro ein wunderschönes SW Foto herausholen. Oder was meinst du?
Soll ich öfters einmal SW Fotos in unserem Blog zeigen?

Pointe du Corsen, mit Silver Efex in SW konvertiert, den Filter habe ich aber nur zu 50% angewendet.
Define nutze ich zum Entrauschen der Nachtaufnahmen oder, wenn sehr hohe ISO nötig waren.
Mit den Analog Efex Pro Filtern bearbeite ich vor allem Portait Aufnahmen und Theaterfotos. Hier aber einmal ein Beispiel der Nutzung des Analog Filters an einem Foto von Mont Saint Michel.
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NEU – nur in der Bezahl-Version:
DxO PHOTOLAB ESSENTIAL
DxO PhotoLab ist eine Bearbeitungssoftware für RAW-Dateien. DxO ist ja bekannt für seine professionelle Profilierung von Kameras. Diese Profile findest du auch im DxO Photolab wieder. Das Modul ist ein vollwertiger RAW-Konverter und die einzige Software, die U-Point-Technologie für partielle Bearbeitung vollständig in einen RAW-Workflow bietet. DxO verspricht neben den üblichen Korrekturen von Bildfehlern sogar die Verbesserung von unscharfen Bildteilen. DxO Photolab ist auch eine Alternative für die Fotografen, die einem Abo-Modell kritisch gegenüberstehen.
Wir haben dieses Tool nicht wirklich getestet, weil wir seit Jahren mit Lightroom arbeiten und da nicht umsteigen möchten.
42 zusätzliche kreative Presets
42 Presets der Suite „En Vogue“ ergänzen die 156 Effekte und Filter der Nik Collection: Speziell die neuen HDR Presets dürften für dich in Frage kommen, wenn du an mehr dezenten Effekten interessiert bist.
Bisher kam das HDR Modul bei uns noch gar nicht zum Einsatz, weil mir diese Effekte viel zu stark sind und die Landschaftsfotos sehr verfremden. Aber Geschmäcker sind ja verschieden.
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Hohe Flut in Saint Malo, einmal ohne HDR Filter und einmal mit HDR Filter
Unterstützung von HiDPI unter Windows
Die Nik Collection 2 by DxO ist jetzt auch für die Anzeige auf hochauflösenden Bildschirmen unter Windows optimiert. Was absolut wichtig ist, denn die alten Filter sind auf einem hochauflösenden Bildschirm kaum zu entziffern. Zum Glück kenne ich meine Filter fast auswendig.
DxO bietet das Filterpaket NIK Collection 2 wie folgt an:
PREIS: 149 € – Update von Version 2: 79 € –. DxO PhotoLab 2.3 ESSENTIAL Edition inkl. Allerdings startet DxO von Zeit zu Zeit Aktionen, in denen du die Filter merkbar billiger bekommst.
Die 149 Euro sind zwar teurer als die kostenlosen Filter aber immer noch wesentlich günstiger als die ursprünglichen Nik Filter, die damals 400-500 Euro kosteten. Ich zahlte damals allein für das Viveza schon um die 200 Euro.
KOMPATIBILITÄT: Adobe Photoshop, Lightroom Classic, Elements, DxO PhotoLab und Bildbearbeitungssoftware mit Exportfunktion für ein Drittprogramm oder Kompatibilität mit den Photoshop-Plug-ins.
Was brauche ich: Bezahl- oder Free-Version?
So umwerfend viele Unterschiede bestehen unserer Meinung nach nicht. Die Verbesserungen liegen eher im Detail.
- Du willst die NIK-Filter auf einfache Art als Standalone-Version nutzen können.
- Du legst Wert auf die neuen kreativen Presets. Ist für Einsteiger sehr zu empfehlen, weil man sich schon eine ganze Weile mit den Filtern beschäftigen muss, um selbst gute Bearbeitungen hin zu bekommen. Ich habe mittlerweile meine individuellen Presets für die verschiedenen Bildarten erstellt.
- Du willst die verbesserte Darstellung auf hochauflösenden Monitoren.
- Du möchtest Hilfe und Support vom Hersteller erhalten.
- Mit den NIK-Filtern erhältst du auch die DxO Photolab 2.3 ESSENTIAL Edition. Das ist ein guter RAW-Konverter, der die U-Point-Technologie für partielle Bildbearbeitung auch bei der RAW-Entwicklung nutzt.
Wenn du dir nicht sicher bist, ob die neue NIK-Collectionn 2 zusagt, du kannst sie herunterladen und 30 Tage lang im vollen Umfang testen, bevor du dich zum Kauf entscheidest.
Für mich persönlich wäre das wichtigste Kaufargument die RAW-Entwicklung mit der U-Point-Technologie. Außerdem wäre das ist eine Option, den Lightroom-Abozwang zu umgehen.
Disclaimer: DxO Photolab stellte uns die Kaufversion zu Testzwecken zur Verfügung.
Nik Filter ohne Lightroom oder Photoshop als Standalone. Wir zeigen, wie du die Filter installieren kannst:
Der 2020er Kalender ist mein 14. Meereskalender in Folge beim Verlag Weingarten. Das ist schon eine große Sache für mich. Noch ist das Jahr jung und die Kalenderblätter noch fast jungfräulich, deswegen stelle ich dir hier ein paar Kalenderfotos daraus vor.
Svaneke, Insel Bornholm, Dänemark
Die dänische Insel Bornholm faszinierte uns als Skandinavienkenner auf Anhieb. Die Insel bietet auf engem Raum alles was an Skandinavien so typisch ist. Uns haben die abwechslungsreichen Küstenregionen besonders angetan. Im Herbst kann auch die Ostsee ziemlich wild sein. In Svaneke konnten wir sehr hohe Wellen beobachten. Der dortige Leuchtturm (nicht im Bild), ist als Ferienwohnung zu mieten. Er wäre für uns eine ideale Winterresidenz gewesen. Fast wäre dieser Traum Wirklichkeit geworden.
Fonte de Telha, Portugal
Spät nachmittags bogen wir in den steilen Weg hinunter zum Strand ab und fragten uns ernsthaft, ob wir da auch wieder problemlos hinauf kommen würden. Schnell hatten wir einen schönen Stellplatz direkt am Meer gefunden und genossen die relaxte Stimmung am Fonte de Telha.
Entlang des Strandes parkten einige Wohnmobile. Diese Nähe zu Meer war bei diesem Stellplatz genial. Zwei Schritte vor die Tür und schon war ich im Sand.
Gegen Abend fotografierten wir die Sardinenfischer, und die Möwen, die ihren Teil der Beute abhaben wollten. Wir legten etliche Kilometer im weichen Sand zurück. Hin zu den Fischern, da merkten wir, dass der Blitz im Wohnmobil lag, also wieder zurück zum Mobil und wieder hin, damit wir diese wunderschöne Lichtsstimmung nicht versäumen. Aber es lohnte sich und der Sonnenuntergang bescherte uns ruhige Meeresmotive.
Und am nächsten Tag kamen wir auch tatsächlich wieder die steile Auffahrt hinauf auf die Durchgangsstraße, auch wenn sich unser Wohnmobil ganz schön anstrengen musste.
Du möchtest die Möwenfotos sehen? Hier entlang!
Pern, Ouessant, Bretagne, Frankreich
Das ist unser Lieblingsplatz auf der Ile d’Ouessant, der westlichtste Punkt des kontinentalen Frankreichs. Der Pointe du Pern ist einer der wildesten und gefährlichsten Küstenabschnitte der Bretagne. Das tobende Meer weckt auch in uns zivilisationsverwöhnten Europäern die Ehrfurcht vor den Gewalten der Natur.
Wir besuchten die Insel Ouessant bisher leider nur zweimal. Beim ersten Mal eine Woche und dann drei Wochen lang. Während dieser Wochen besuchten wir diesen westlichen Zipfel fast täglich. Das Meer dort ist oft wild. Die Felsküste gewaltig. Wir können uns dort einfach nicht sattsehen, vor allem, weil die Gischt, die sich bei Sturm schnell bildet für absolut außergewöhnliche Lichtsstimmungen sorgt.
Wir können die Insel Ouessant für Fotointeressierte uneingeschränkt enpfehlen.
Lagune Santo André e da Sancha, Portugal
Der Tag an dem dieses Foto entstand, war besondes heiß. Die Sonne knallte hart vom wolkenlosen Himmel. Es war nicht leicht, in der Hitze zu fotografieren. Die Region war so trist, dass wir trotz der hohen Wellen nicht bis zum Abend bleiben wollten. Aber diese Wellen, die am Strand zu expoldieren schienen, waren schon genial. Diese türkise Farbe des Meeres war extrem intensiv.
Weitere Fotos des Strandes findest du im Live Reisebericht Portugal
Plage de Ondres, Frankreich
Von Biarritz bis zur Garonne-Mündung zieht sich ein endlos scheinender Sandstrand über 200 Kilometer hin, nur kurz unterbrochen beim Bassin d’Arcachon. Mal ist es friedlich und die See lädt zum Baden ein, mal stürmt es und wir genießen die salzige Meerluft auf langen Spaziergängen.
An diesem Strand verabschiedeten wir uns nach einer langen Wohnmobil Tour entlang der spanischen und portugiesischen Küste vom Meer. Das ist jedesmal ein ganz besonders schwieriger Moment für mich. Ich liebe das Meer so sehr, das Abschiednehmen tut also fast körperlich weh.
Wir waren sehr gestresst, weil unser Mobil uns in Nordspanien mit einer Panne und nachfolgendem langem Werkstattstopp beglückte. Auch mussten wir uns wieder an die vollen Autobahnen gewöhnen. Wir hatten den Strandstopp sehr nötig und genossen dieses weiche, gischtigedämpfte Licht, welches das Meer in der Ferne verschwinden lässt.
Tarifa, Spanien
Tarifa ist die am südlichsten liegende Stadt des europäischen Festlandes. Von hier aus ist es nur ein Katzensprung bis hinüber zum afrikanischen Kontinent. Die afrikanischen Berge sehen von der Küste aus traumhaft aus. Neben den weiten Stränden und dem südländischen Flair hat uns die absolut entspannte Atmosphäre in ihren Bann gezogen.
Einzig der wilde Stellplatz der von Surfern besucht wird, war für unser Mobil zu holprig. Der fühlte sich an wie Verdun 1918. Wir fanden einen gemütlichen Campingplatz direkt an der Küste vor und wanderten stundenlang den Strand entlang. In Tarifa fühlten wir uns fast, wie damals in Californien. Die Stimmung war locker, Leute schlenderten mit Flipflops durch die engen Gassen in denen an jeder Ecke Sonnenhüte und Schmuck verkauft wurde. In Tarifa ging ich auch auf Delfintour. Ein spielender Delfin spritzte ausgerechnet mich nass, als ich über die Reling gelehnt Fotos schoss. Die restlichen 50 Touristen lachten über die Dusche. Aber ich war sowas von glücklich. Das Delfinfoto findest du wenn du dem Link unten folgst.
In Tarifa fühlen sich vor allem Surfer wohl. Live Reisebericht aus 2017
Conil, Andalusien, Spanien
Die weißen Häuser von Conil kleben wie eine Fata Morgana an den Hügeln vor der Küste. Heißer Wind treibt den Sand über den weiten Strand, die Farben von Himmel und Meer sind im gleißenden Sonnenlicht unwirklich klar.
Der weiße Ort Conil im live Reisebericht
Porto Covo, Portugal
Eine Gegend zum Entdecken wie geschaffen. Sandstrände, Küstenwege, kleine felsige Buchten und Porto Covo selbst laden zum Verweilen und Erkunden ein.
In Porto Covo blieben wir gleich mehrere Tage – live Reisebericht
Pelzerhaken, Ostsee, Deutschland
Auf der Suche nach Leuchttürmen an der Ostküste Schleswig-Holsteins zwischen Travemünde und Fehmarn sind wir auf viele interessante Küstenabschnitte gestoßen. Unsere Dackeldame Grindel liebt es, stundenlang am Meer entlang zu dackeln, auch wenn sie freiwillig nie eine Pfote ins Wasser setzen würde. Das glasklare, ruhige Wasser ließ uns auf den besonderen Kieselstrand schauen. Das sonnige Wetter und die Bilderbuchwolken rundeten das Bild ab. Wir waren ganz allein am Strand. Ein großer Vorteil in der Nachsaison im Oktober.
Über diese Reise bloggten wir nicht. Schade eigentlich.
Fotos von dieser Ostseereise findest du in unserem Buch: Wir dackeln durch Europa
Santa Cruz, Portugal
Nördlich von Lissabon werden die steilen Küstenklippen von Sandstränden abgelöst. Der Atlantik trifft hier mit Wucht auf die Küste und hat vor der Stadt Santa Cruz einen gigantischen freistehenden Felsbogen geschaffen. Der wäre weiter links im Foto zu sehen gewesen. Aber bei diesem Motiv fand ich das Licht auf den heranrollenden Wellen interessant genug. Diese besondere Stimmung hielt sich übrigens nur für zwei, drei Minuten, dann war die Sonne wieder weg. Da der Wind vom Meer her wehte, mussten wir die Pol- und Graufilter ständig putzen, weil sich darauf die Gischt niederließ und einen sehr starken Weichzeichnereffekt verursachte.
Biarritz, Frankreich
Biarritz ist ein berühmtes elegantes Seebad kurz vor der Grenze zum spanischen Baskenland. Im 19. Jahrhundert traf sich hier der europäische Adel zur Erholung. Heutzutage sind die weiten Strände von Biarritz bei den Surfern sehr beliebt. Und bei uns Wohnmobilisten und Fotografen. Es gibt einen ganz netten Wohnmobilstellplatz etwas außerhalb der Stadt. Um den Leuchtturm und die Stadt zu fotografieren, nutzten wir das Rad.
Für die Fotos vom Strand waren wir zu Fuß unterwegs. wir liefen und bewunderten die Wellen. Dann liefen wir weiter, um eine Horde Buhnen herum. Dann noch ein kleines Stück, weil das Abendlicht sich so schön auf dem nassen Sand spiegelte. Und so waren wir unterwegs, bis das Abendlicht schließlich perfekt wurde. In der blauen Stunde fotografierten wir das erste Licht des Leuchtturms in der Ferne. Und schwupps, da war es dunkel. Jetzt erst, so völlig durchgekühlt, merkten wir, wie weit der Weg zurück zum Wohnmobil war. In tiefster Nacht waren wir sicher noch eine Stunde lang unterwegs. Ja, für gute Fotos vergisst man Zeit, Kälte und Hunger.
Biarritz samt Leuchtturm im Live Reisebericht
Maidens, Schottland
Maidens ist eine winzige Ortschaft am unteren Ende des Firth of Clyde im Südwesten von Schottland. Diese von Touristen nicht gerade überschwemmte Region hat uns mit ihrer abwechslungsreichen Küste, den Burgen, Leuchttürmen und schnuckeligen Siedlungen äußerst positiv überrascht.
Auch hier wanderten wir stundenlang an der Küste entlang. Fette Wolken hingen schon den ganzen Tag am Himmel. Im Sonnenuntergang fing der Regen an. Es gab knallige, farbenfrohe Regenbögen und Schwäne, die im Regen stehend in einem Bach am Strand Wasser tranken.
Leider gibt es über jenen Tag keinen live Reisebericht im Blog. Wir könnten das einmal nachholen, denn der Süden Schottlands hat viel zu bieten und ist nicht wirklich bekannt. Außer Trumps protzigen Turnberry-Golfplatz, der so gar nicht nach Schottland zu passen scheint. (Ja, jetzt mache ich dich neugierig – ich lade in Kürze ein paar Fotos davon hoch.)
Zum Reise Übersichtsseite Schottland
Vor einiger Zeit, unsere Kinder waren noch klein, schickten wir „richtige“, kreative Weihnachtskarten an all unsere Freunde. Ich machte mir bereits im Sommer Gedanken darüber, wie ich die diesjährige Weihnachtskarte gestalten würde. Damals war das auch noch aufwendiger. Wir fotografierten noch analog auf SW Film und ich kolorierte die Abzüge dann mit Eiweißlasurfarben per Hand. Also echte Unikate die Fotos. Allerdings fotografierten wir das kolorierte Foto mit Farbfilm, später scannten wir die Abzüge und entwickelten dann 10×15 Fotos für die Weihnachtskarten.
Wenn wir unsere Werke von damals heute anschauen ist das wie eine Reise in die Zeit. Wahnsinn, was sich fotografisch getan hat und unsere Kids sehen jetzt auch ganz anders aus!
Hier also ein paar unserer alten Weihnachtskarten. Du kannst die fotografische Entwicklung daran erkennen.
Zwei Nikoläuse – Weihnachtskarte aus dem Jahr 1996
Die heilige Familie – Weihnachtskarte aus dem Jahr 1998
Engel Weihnachtskarte aus dem Jahr 1999

Engel – hier habe ich erstmals SW Abzuüge eingescannt und dann am Computer koloriert und Wolken eingefügt!
2001 – die eiligen drei Könige
Knabbernde Kinder – Weihnachtskarte aus dem Jahr 2004

Knabbern – hier war die Hauptschwierigkeit, den Kids Schokoladenmünder zu machen. Das klappte nämlich geplant nicht. Digitale Monage
So, jetzt bleibt uns noch, dir ein frohes Fest zu wünschen!






















































