Das Mobil schaffte die steilen Straßen der Insel Vågsøy oft nur im 1. Gang. Dafür bieten sich immer wieder grandiose Aussichten. Von oben herab schaut man auf einen großen Sandstrand. Ich sah die Wellen sanft auf dem Sand ausrollen. Die Sonne schien, und am Himmel schwebten nur kleine Wölkchen. Die Landschaft wirkte nach dem ergiebigen Regen frisch und grün.
Sandstrand
Zu unserer freudigen Überraschung bot sich am Strandparkplatz eine Entleerungsmöglichkeit für die Toilette, gerade, als wir es nötig hatten.

Strasse und Berge auf Vagsoy

Aussichtspunkt auf den Strand

Womo Service mit den drei Reicherts Kids hinten drinnen :-)

Esra wirft ein Stöckchen
Nach dem Klo-Service nahmen wir den feinen Sand unter die Füße. Ein Border-Collie gesellte sich zu uns, forderte die Kids immer wieder zum Spielen auf. Das funktionierte wunderbar, bis das Herrchen immer und immer wieder durchdringend pfiff. Nach gefühlten Stunden, blieb dem Hund nichts übrig, er beschloss, zu gehorchen. Wir waren wieder unter uns. Die grünen Berge, das Rauschen der Wellen, die frische Luft und der leichte Wind in unseren Haaren, es war einfach perfekt.
Gezeitenbecken und Brandung
Am Ende einer Sackgasse und nach einer kurzen Wanderung klammert sich ein weiterer Leuchtturm an die steilen Klippen: der Hendanes Fyr. Wir parkten am Besucherparkplatz, sahen die Wellen vor unserer Tür auf die Felsen knallen und blieben erst mal ein, zwei Stunden am Wasser. Ich filmte die Brandung mit der GoPro am Besenstiel, doch Esra kam und riss mir mitten im Film die Kamera aus der Hand. Das neue Spielzeug gefällt ihm wirklich ausnehmend gut.

Pferdeaktinie im Gezeitenbecken

Pferdeaktinie im Gezeitenbecken
Das Leben in den unzähligen Gezeitenbecken faszinierte mich. Kleine Pferdeaktinien säumten den Rand der Becken, weiter unten wuchs Tang und überall waren die Schnecken beim Futtern.
Hendanes Fyr
Schließlich machten wir uns zum Leuchtturm auf. Der Pfad entlang der Küste, wo die Wellen nur so rauschten, war eng aber bequem zu laufen. Einmal rutschte Amy im Matsch aus. Sie erschreckte sich sehr, weil just an dieser Stelle das rostige Geländer bereits ins Meer gefallen war.
Der fast hundert Jahre alte Leuchtturm stand eng gedrängt am Fels und liess uns keinen Abstand fürs Fotografieren.

Hendanes Fyr

Pfad zum Leuchtturm
Der Kannenstein
Das Wahrzeichen der Insel Vågsøy ist der berühmte Kannenstein. Ein hervorragendes Motiv für uns Meeresfotografen!
Wir aßen gerade zu Mittag, als ein Otter vor unserem Fenster vorbeitrödelte. Esra schrie überrascht auf, und das scheue Tier verschwand schnell wie ein Fisch im gurgelnden Bach.
Die Sonne versteckte sich hinter einer zunehmend dichter werdenen Wolkendecke, die Wellen umspülten weiterhin ungerührt den Kannenstein. So ist er ja auch entstanden. Stetig über unglaublich viele Jahrtausende nagte das Meer am Fels, bis es dieses pilzartige Wahrzeichen herausgearbeitet hatte.

Der Kannenstein

Wellen
Gunter erschreckte mich, als ich gerade in die Fotografie versunken war. Ich sprang vor Schreck fast ins Wasser. Das Rauschen der Wellen hatte seine Schritte verschluckt. Das passierte mir an diesem Tag mehrmals.
Beim dritten Mal fuhr ich fast jemanden an, weil ich dachte, jetzt erschreckt mich meine Familie absichtlich. Wie es der Zufall so will, war es jemand aus unserem Heimatbezirk, Björn aus Stadecken Elsheim, direkt bei uns daheim um die Ecke.
Wir fotografierten noch eine ganze Weile und kamen ins Gespräch, welches wir bis in die Nacht noch im Wohnmobil bei einer Tasse lauwarmem Tee weiterführten.
Fährfahrt auf der RV 17 – Timelapse
Wieder nur eine kurze Meldung:
gestern war das Wetter tagsüber super gut. Wir machten für Euch ein kurzes Timelapse Filmchen von der Fähre auf der RV 17. Was für eine fantastische Fährfahrt das doch war. Den Kapitän besuchte ich auch, aber darüber später….
Auf dem Film seht ihr mich übrigens, wie ich die letzten Bilder mit meinem Lieblingsobjektiv, dem 24-105mm mache. Die Linse versagte danach den Dienst. Die Blende hängt in Telestellung. Ich werde versuchen, Ersatz zu bekommen, was nicht einfach ist im hohen Norden.
Übersichtsseite Norwegenreise 2013
Nordlicht und defektes Licht am Wohnmobil
Nur ganz kurz, denn ich möchte Euch die Nordlichtfotos von gestern gleich zeigen.
Wir sind gerade auf der RV 17 unterwegs. Gestern fiel plötzlich die Elektronik im Wohnmobil aus. Kein Radio, keine Lüftung und keine Uhr aber auch kein LICHT! Bei den vielen Tunnels hier in Norwegen ist es also keine gute Idee, weiter zu fahren. Auch Tagsüber nicht.
Es war Freitagabend und niemand konnte uns helfen. Die Leute an der Tankstelle in Namsos waren aber sehr nett. Ein älterer Norweger versuchte mit uns zusammen den Fehler zu finden.Erfolglos!
Wir suchten den Campingplatz, fanden ihn nicht und da es bereits dunkel wurde, stellten wir uns in den kleinen Hafen. Gunter legte mit Esra zusammen die Kabel unter dem Amaturenbrett frei. Hmm, Kopfkratzen? Keine Idee, was es sein könnte? Die Sicherungen waren es nicht, die Relais wahrscheinlich auch nicht….
Nordlichter über Namsos
Nordlichter über Namsos
Nordlichter über Namsos
Es war bereits stockdunkel als Esra das magische Licht entdeckte :-) Nordlicht! Klasse. Es kam gerade als ich beschlossen hatte kurz meine Augen auszuruhen – so geht es mir immer! Gunter fotografierte im Hafen, ich lief mit Esra auf einem dunklen Pfad zur Brücke in der Ferne. Er erzählte mir gruselige Geschichten und bekam dann selbst Angst, denn der Wind wehte durch die Bäume. Schließlich hörten wir ganz seltsame Sachen, gerade als auch meine Taschenlampe müde zu flackern anfing.
Das Nordlicht war nicht spektakulär, aber trotzdem fotogen. Müde und durchgekühlt von der langen nächtliche Wanderung zogen wir uns ins Mobil zurück. Es gab keine Nordlichtmeldung im Internet, die Aktivität stand auf Kp1. Wir legten uns ins Bett, welches gerade warm wurde als Gunter meinte, dass das jetzt aber richtig große Nochlichtschleier am Himmel seien. Wir sprangen alle wieder in die Klamotten und raus in die windige aber relativ warme Nacht. Der ganze Himmel war von flackernden Nordlichtern bedeckt. Selbst über uns konnten wir sie sehen. Die Lichter des Hafens störten uns zwar, hielten uns jedoch nicht davon ab, das Spektaktel zu genießen. Hier jetzt also für Euch, ganz frisch – die Nordlichter vom 31. 8. 2013 :-)
Nordlicht und Norwegenfahne im Wind
Nordlicht über Namsos
Samstags haben in Namsos alle KFZ Händler und Werkstätten geschlossen. Das Wetter war trüb, wir konnten sowieso nicht weiterfahren, da bastelte Gunter etwas ratlos am Amaturenbrett herum. Plötzlich fiel ein kleines Plastikteilchen zwischen den Kabeln heraus. Das Licht ging an. Der Schaden scheint behoben! HOFFENTLICH!
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Von Vågsøy nach Namsos – und „Ein Stein fällt ins Wasser“
Leider war der Morgen wieder trüb, die Wolken zogen es aber vor, sich nicht über uns zu entleeren. Wir verließen Vågsøy, die Brücke war ohne Sturm plötzlich angenehm zu fahren.
Wir nahmen die E39 Richtung Alesund, auf den Fährfahrten taten sich grandiose Aussichten auf Bergpanoramen mit farbkräftigen Booten auf. Kurz vor Alesund machten wir einen kurzen Abstecher zu den Devold Fabrikken, einer Sammlung von Outlet-Stores, wo es günstige Wollwaren zu kaufen gibt. Meine einzige wollene lange Unterhose löst sich durch andauernde Benutzung fast auf, jetzt war die Zeit, sie durch eine neue zu ersetzen.
Ein Roadtrip zum Genießen
Das Wetter hatte sich inzwischen von grau und bedeckt auf sonnig umgestellt. Jede Kurve, jeder Hügel eröffnete neue Aussichten. Das Abendlicht hüllte die Berge, Fjorde und Brücken in intensives rotorangenes Licht. Wir kennen Norwegen seit vielen Jahren und müssten mittlerweile an diese Grandiosität gewöhnt sein. Landschaft und Licht – besser als hier kann es wohl nicht werden!
Es war schon dämmrig, da fanden wir auf der Halbinsel Tingvoll einen Platz an einem einsamen Sandstrand. Ein Bauer verteilte gerade Gülle auf dem benachbarten Feld. Oh welch intensiver Geruch nach Landluft. Hier werden alle Sinne beansprucht :-)
Bäume am Fjord
früh morgens
Wir liefen den Strand entlang, seicht schwappte das klare Fjordwasser auf die Felsen. Baumstämme, die an riesige Skelette erinnerten, säumten das Ufer. Die müde Sonne verschwand gerade hinter den Bergen in der Ferne. Ein kleines Auto fuhr klappernd über die hölzerne Schwenkbrücke, bremste und wendete wieder. Vier junge Männer, die sich als deutsche und österreichische Studenten entpuppten, quollen aus dem Fahrzeug. Ob wir hier übernachten würden? Ja, das hatten wir vor. „Na dann gesellen wir uns zu euch“ meinte einer der Vier. Die Jungs bauten in Ufernähe ein kleines Zelt auf, sie sammelten Holz und machten es sich kurz daruf Würstchen grillend am Feuer gemütlich.
Die Dämmerung wich tiefdunkler Nacht, über uns erstreckte sich gut sichtbar die Milchstrasse. Klar funkelten die Sterne bis hinunter zum Horizont.
Ich fotografierte das Mobil und die vom flackernden Feuer beschienenen Bäume. Ein leichter Nordlichtschimmer zeigte sich am nördlichen Horizont. Die Nacht war ruhig und erholsam, trotz Landluft.
Lagefeuer und Sterne
Wir tranken morgens gemeinsam einen Kaffee mit den vier Studenten und erfuhren dabei einiges über Auslandstudiensemester in Norwegen. Das Studium in Trondheim würde, wenn es von Erasmus organisiert ist, nichts kosten. Die Professoren seien freundlich, sie würden den neuen Studenten sogar die Stadt zeigen. Die Zimmerpreise wären allerdings hoch, aber das Studentenheim bezahlbar.
Die Studenten bauen das Zelt wieder ab
Wir verbrachten wieder ewige Zeit auf der Straße, es geht langsam voran auf Norwegens Küstenwegen. Doch bietet die Fahrt zahlreiche traumhafte Aussichten und viel Abwechslung. Sonst fahren wir ja meist durch Schweden. Da geht es schneller, ist aber auch viel langweiliger.
In Trondheim verließen wir kurz den lebhaften Verkehr und suchten einen Netcom-Laden auf, der uns die seltsamen Meldungen auf unserem Internet-Stick enträtseln konnte. Der Shop in Arendal hatte uns tatsächlich eine Telefonkarte fürs Internet angedreht, die dafür nur bedingt geeignet war, dafür teurer. Jedenfalls bekam es der junge Verkäufer schnell hin, unser Guthaben auf den letzten verfügbaren Netcom-Internetstick zu transferieren, jetzt haben wir endlich störungsfreies, schnelles Internet, wenn Mobilfunk erreichbar ist.
Der Tag, der sonnig begann, trübte sich gegen Abend wieder etwas ein. Als wir auf die RV 17 kamen fiel das Licht am Wohnmobil aus – aber, darüber hatte ich bereits berichtet.
Hier noch ein kurzes Filmchen von einem Stein, der ganz zufällig direkt vor der Kamera ins Wasser fällt :-)
Gabi bei der Arbeit
Esra und die GoPro
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Die Route von zwei Tagen:
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Ein großer weisser Sandstrand und der berühmte Kannenstein
Das Mobil schaffte die steilen Straßen der Insel Vågsøy oft nur im 1. Gang. Dafür bieten sich immer wieder grandiose Aussichten. Von oben herab schaut man auf einen großen Sandstrand. Ich sah die Wellen sanft auf dem Sand ausrollen. Die Sonne schien, und am Himmel schwebten nur kleine Wölkchen. Die Landschaft wirkte nach dem ergiebigen Regen frisch und grün.
Sandstrand
Zu unserer freudigen Überraschung bot sich am Strandparkplatz eine Entleerungsmöglichkeit für die Toilette, gerade, als wir es nötig hatten.
Strasse und Berge auf Vagsoy
Aussichtspunkt auf den Strand
Womo Service mit den drei Reicherts Kids hinten drinnen :-)
Esra wirft ein Stöckchen
Nach dem Klo-Service nahmen wir den feinen Sand unter die Füße. Ein Border-Collie gesellte sich zu uns, forderte die Kids immer wieder zum Spielen auf. Das funktionierte wunderbar, bis das Herrchen immer und immer wieder durchdringend pfiff. Nach gefühlten Stunden, blieb dem Hund nichts übrig, er beschloss, zu gehorchen. Wir waren wieder unter uns. Die grünen Berge, das Rauschen der Wellen, die frische Luft und der leichte Wind in unseren Haaren, es war einfach perfekt.
Gezeitenbecken und Brandung
Am Ende einer Sackgasse und nach einer kurzen Wanderung klammert sich ein weiterer Leuchtturm an die steilen Klippen: der Hendanes Fyr. Wir parkten am Besucherparkplatz, sahen die Wellen vor unserer Tür auf die Felsen knallen und blieben erst mal ein, zwei Stunden am Wasser. Ich filmte die Brandung mit der GoPro am Besenstiel, doch Esra kam und riss mir mitten im Film die Kamera aus der Hand. Das neue Spielzeug gefällt ihm wirklich ausnehmend gut.
Pferdeaktinie im Gezeitenbecken
Pferdeaktinie im Gezeitenbecken
Das Leben in den unzähligen Gezeitenbecken faszinierte mich. Kleine Pferdeaktinien säumten den Rand der Becken, weiter unten wuchs Tang und überall waren die Schnecken beim Futtern.
Hendanes Fyr
Schließlich machten wir uns zum Leuchtturm auf. Der Pfad entlang der Küste, wo die Wellen nur so rauschten, war eng aber bequem zu laufen. Einmal rutschte Amy im Matsch aus. Sie erschreckte sich sehr, weil just an dieser Stelle das rostige Geländer bereits ins Meer gefallen war.
Der fast hundert Jahre alte Leuchtturm stand eng gedrängt am Fels und liess uns keinen Abstand fürs Fotografieren.
Hendanes Fyr
Pfad zum Leuchtturm
Der Kannenstein
Das Wahrzeichen der Insel Vågsøy ist der berühmte Kannenstein. Ein hervorragendes Motiv für uns Meeresfotografen!
Wir aßen gerade zu Mittag, als ein Otter vor unserem Fenster vorbeitrödelte. Esra schrie überrascht auf, und das scheue Tier verschwand schnell wie ein Fisch im gurgelnden Bach.
Die Sonne versteckte sich hinter einer zunehmend dichter werdenen Wolkendecke, die Wellen umspülten weiterhin ungerührt den Kannenstein. So ist er ja auch entstanden. Stetig über unglaublich viele Jahrtausende nagte das Meer am Fels, bis es dieses pilzartige Wahrzeichen herausgearbeitet hatte.
Der Kannenstein
Wellen
Gunter erschreckte mich, als ich gerade in die Fotografie versunken war. Ich sprang vor Schreck fast ins Wasser. Das Rauschen der Wellen hatte seine Schritte verschluckt. Das passierte mir an diesem Tag mehrmals.
Beim dritten Mal fuhr ich fast jemanden an, weil ich dachte, jetzt erschreckt mich meine Familie absichtlich. Wie es der Zufall so will, war es jemand aus unserem Heimatbezirk, Björn aus Stadecken Elsheim, direkt bei uns daheim um die Ecke.
Wir fotografierten noch eine ganze Weile und kamen ins Gespräch, welches wir bis in die Nacht noch im Wohnmobil bei einer Tasse lauwarmem Tee weiterführten.
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Krakenes Fyr – der Leuchtturm auf der Klippe
Schafwecker
Nach dem Sturm der letzten Nacht war der Morgen trocken! Müde ignorierte ich den Wecker, der um 6:00 Uhr rumpiepste. Vor dem Wohnmobil blökten Schafe, auch das ignorierte ich. Doch dann machte sich eines der Schafe an der Anhängerkupplung zu schaffen. Es rieb sich, oder schien dran zu knabbern?
Magisches Licht am frühen Morgen
Ein Blick aus dem Fenster ins magische Morgenlicht und schlagartig war ich wach. Der strömende Regen der vergangenen Nacht hatte Luft und Landschaft rein gewaschen. Die Kälte der Nacht lag noch in der Luft, zart rosa Wolken hingen am Horizont, dahinter reckten sich ein paar Sonnentrahlen hervor. Ich sprang in meine Hosen, weckte meinen Gatten und war draußen in der frischen Luft. Es wehte ein leichter Wind. Vom nächtlichen wilden Sturm war nichts mehr zu spüren. Ein fantastischer Tag begann.
Meeresstimmung im morgendlichen Licht – ja, es ist noch ein klein wenig schief….
Kann man nicht die sonnigen Tage nach einer stürmischen, nassen Nacht am besten genießen?
Ich fotografierte die Wellen und Felsen – wobei die Wellen nach meinem Geschmack noch etwas wilder hätten sein dürfen. Gunter kam und wir liefen gemeinsam zum Leuchtturm ganz vorne auf der Klippe.
Krakenes Fyr
Um einen besseren Blick auf ihn zu werfen blieb uns nichts anderes, als den Hügel dahinter hinaufzuklettern. Sehr vorsichtig auf allen Vieren, weil der ergiebige Regen für rutschigen Matsch und nasses Gras gesorgt hatte. Die traumhafte Aussicht im perfekten Licht entlohnte dafür. Auf der steilen Klippenkante stehend, fotografierten wir den Leuchtturm.
Die drei friedlich schlafenden Teenagern wurden erst durch den Kaffeeduft bei unserer Rückkehr geweckt.
Der Leuchtturm blieb an diesem Tag geschlossen, und wir packten es daher nicht, die beiden deutschen Betreiber zu treffen. Gerne hätten wir sie interviewt. Ein paar Infos gibt es auf der Webpage der beiden. Schaut doch mal dort vorbei.
http://www.krakenesfyr.no/index_ge.php
Krakenes Fyr
Der Leuchtturm kann als Unterkunft gemietet werden. Das würde ich auch gerne mal machen. Wie sich ein Sturm hier anfühlt wissen wir jetzt! Wenn dann noch haushohe Wellen dazu kommen, ist das sicherlich gigantisch.
Ich habe übrigens im Internet nachgesehen: als wir über die Brücke fuhren hatten wir Windstärke 8! Kein Wunder, dass ich das Mobil gestern fast nicht auf der Strasse halten konnte! Seltsam, dass auf der Anzeigetafel keine Angabe zu lesen war?
Norwegische Leuchtturm-Seiten
Leuchttürme im Süden Norwegens
25. August 2013/von GabiKrakenes Fyr – der Leuchtturm auf der Klippe
29. August 2013/von GabiTranøy Fyr und der etwas andere Zeitraffer-Film
8. September 2013/von GabiUnsere sechs Lieblingsleuchttürme in Norwegen
31. Dezember 2013/von Gabi„Gemeinsam einsam“ – Littleisland Lighthouse, Norwegen
19. Februar 2014/von GabiLindesness Fyr im Zeitraffer in der Nacht, Südnorwegen
Eggum, Lofoten, Norwegen
Leuchtfeuer in Henningsvaer, Norwegen
Litløy Fyr, Unterwasserfilmchen, Vesterålen, Norwegen
Skrova Fyr, Lofoten, Norwegen
Lindesnes Fyr und die Bunkeranlagen, Norwegen
Hov Fyr, Lofoten, Norwegen
Vom Geiranger zur Insel Vågsøy
Ich lief früh morgens, die Landschaft lag noch im Schatten, zum Aussichtspunkt. Außer einer kleinen Fähre war auf dem Wasser des Fjordes nichts zu sehen; fette Wolken hingen über den Bergen. Also erstmal Frühstück. Minuten später war plötzlich ein gigantisches, strahlend weisses Kreuzfahrtschiff im Fjord aufgetaucht. Was für ein Anblick! Es glich eher einem Spielzeugland. Wir fotografierten konzentriert.
Busladungen von Touristen kamen, knipsten und gingen wieder. Die Sonne verzierte die Landschaft und das Schiff immer wieder mit wechselnden Lichtflecken. Ich hatte diese typische Geirangeraussicht im Hinterkopf. Mit einem überhängendem Felsen am Bildrand. Hmm, der könnte ganz in der Nähe sein. Ich fand ihn und schoss diese tausendfach gesehenen Aufnahmen auch mal mit unseren Jungs. Die eher ängstliche Amy schlich bei der Aussicht auf diese Fotos schnell ins Mobil zurück.
Die 5 Reicherts am Geiranger
Aussichtspunkt am Geiranger
Den überhängenden Felsen nimmt man gar nicht als solchen wahr, wenn man draufsteht. Das ist schon ein bisschen Schummelei, weil es viel gefährlicher aussieht, als es ist
Jetzt stand die Frage an: weiter hinunter zum Fjord und dann die noch steilere Adlerstrasse wieder hoch (11 Kehren, 620m hoch). Eine weitere Möglichkeit ist die Fähre nach Hellesylt, die wir gern genommen hätten, weil sie uns Richtung Küste und weiteren Leuchttürmen gebracht hätte.
Esra am Aussichtspunkt, Geiranger
Wir muteten es schließlich dem Wohnmobil zu, die gestern im 2. Gang bergab bewältigte Strasse, heute wieder im 2. Gang hochzuschleichen. Unser etwas altersschwaches Mobil bewältigte die steile Straße erstaunlich gut.
Die Bäche, Seen und Rinnsale auf dem Fjell schrien geradezu nach einer Fotosession, die Sonne strahlte, das klare Wasser plätscherte lebhaft, am Himmel trieben ein paar zierliche Wölkchen. Nachdem wir uns nasse Füße geholt hatten, zogen wir weiter.
Die Fahrerei mit einem alten Mobil im Fjordland ist anstrengend. Die Strecke Richtung Stryn hat zahlreiche, teilweise ältere Tunnels. Der Asphalt war gerade frisch und glatt, aber tiefschwarz und ohne Markierungen, und schluckte das Licht. Die Tunnels wechselten sich mit steilen Strassen ab. Die alten Straßen um den Berg herum sind teilweise noch erhalten. Und wesentlich steiler! Ich beschwer mich mal besser nicht….
Bach auf dem Fjell
Atlantikküste und zur Insel Vågsøy
Das Wetter wurde Richtung Atlantikküste immer düsterer. Wir fuhren trotzdem weiter und verfolgten dabei ein spannendes Hörbuch, die Bösen übernahmen gerade wieder die Macht. In dem Stück stürmte und gewitterte es andauernd. Jetzt stürmte es auch um uns herum. Und der Wind wurde immer stärker und böiger.
Kurz vor der Brücke zur Insel Vågsøy warnten Schilder vor den Windböen, die elektrische Warntafel auf der Brücke zeigte aber keine Daten. Wir fuhren schließlich langsam hinauf, und ich bekam es tatsächlich mit der Angst zu tun. Das arme alte Mobil bebte und erzitterte im Sturm. Nur mit großer Mühe und verkrampften Händen konnte ich das Gefährt auf der Strasse halten. Stress pur!
Auf Vågsøy ging es kurvig und steil weiter, wie gestern beim Geiranger. Nur kam jetzt Sturm und Regen dazu, und die Straßen waren enger, holpriger und zum Teil unbefestigt. Im strömenden Regen erreichten wir mit Mühe den Leuchtturm Kråkenes Fyr. Hier beschlossen wir, Sturm und Regen auszusitzen. Der Wetterbericht machte uns zumindest für den nächsten Morgen Hoffnung auf weniger Wind und etwas Sonne.