Letzte Aktualisierung November 2020
Datensicherung ist wichtig
Fotos sind immer unwiederbringlich.
[toc]
Auf Reisen nutzt fast jeder eine Kamera – sei es eine Kompakte, eine Spiegelreflex oder das Smartphone. Die Fotos liegen erst einmal digital vor. Du hast also erstmal nichts „Greifbares“ in der Hand, keine Filmrollen, keine Abzüge. Wie wichtig die unterwegs aufgenommenen Fotos sind, merkt man oft erst, wenn es zu spät ist. Das Handy oder die Kamera geht verloren, die Speicherkarte meldet einen Fehler. Es ist schnurzpiepegal wie professionell die Fotos sind oder wieviele auf einer Reise fotografiert wurden
– es ist ein enormer Verlust, wenn die Fotos unwiderbringlich weg sind.
Deswegen raten wir jedem, der digital fotografiert sich über die Datensicherung seiner Bilder Gedanken zu machen.
Datensicherung ist wichtig und zwar für JEDEN!
Wie sichere ich meine Fotos auf Reisen
Wie wir unsere umfangreichen Datenmengen sichern, beschreiben wir im Beitrag: Speichern der Fotos unterwegs.
Die Mehrheit unserer Leser fotografiert nicht ganz so datenintensiv, wie wir als professionelle Reisefotografen. Hier zeigen wir ein paar Möglichkeiten zur Datensicherung unterwegs, die auf „Wenigfotografierer“ zugeschnitten sind.

Esra auf Radtour in Schottland
Genug Speicherkarten für die Kamera mitnehmen
Speicherplatz auf der Kamera oder dem Smartphone ist eigentlich kein Thema mehr. Digitalkameras nutzen meist SD-Karten, Smartphones und Tablets micro-SD-Karten. 32 GB oder 64 GB sind eine ordentliche Größe mit sehr gutem Preis-Leistungs-Verhältnis. Mit diesen Kapazitäten kommst du schon mit einer oder zwei Karten durch den Urlaub.
Diese Speicherkarten sind deine Erstsicherung. Wenn sie voll sind, lösche sie nicht und verwende sie wieder, sondern verstaue sie sicher in ihren Schutzhüllen oder in einem Speicherkartenetui bis zur Heimreise. (Für Viel-Fotografierer, wie wir es sind, wäre das eher unpraktisch, weil wir zuviele Karten bräuchten)
Wieviel Speicherplatz brauche ich für meine Urlaubsfotos?
Denke daran, du brauchst den Platz zweimal: einmal als Speicherkartenplatz für die Kamera, und einmal als Backup der Fotos auf einem anderen Datenträger.
Wir haben eine Umfrage auf unserem Blog gemacht, wieviele Fotos unsere Leser im Durchschnitt pro Urlaubstag schießen.
100 Fotos pro Tag war die häufigste Antwort, das deckt sich auch gut mit unserer Einschätzung.
Beispielrechnung 1: JPG-Fotos
Du fotografierst im JPG-Format mit geschätzten 5 MB pro Foto
5 MB x 100 Fotos x 7 Tage = 3500 MB = 3,5 GB Datenvolumen pro Reisewoche
Mit einer 32 GB-Speicherkarte kämst du damit fast neun Wochen aus.
Beispielrechnung 2: RAW-Format
Du fotografierst im RAW-Format mit rund 25 MB pro Foto
25 MB x 100 Fotos x 7 Tage = 17500 MB = 17,5 GB Datenvolumen pro Reisewoche
Eine 32 GB-Speicherkarte reicht damit für knappe zwei Wochen.
Beispielreichnung 3: Fotos und Filmaufnahmen
Du fotografierst im JPG-Format und filmst dabei im Schnitt zehn Minuten (100 MB/Minute) am Tag
5 MB x 100 Fotos x 7 Tage = 3500 MB +
100 MB x 10 Min. x 7 Tage = 7000 MB = 10,5 GB pro Reisewoche
Eine 32 GB-Speicherkarte reicht damit für einen dreiwöchigen Urlaub
Von diesen Beispielen ausgehend kannst du einfach deinen persönlichen Speicherbedarf kalkulieren.
Wichtiges zum Kauf und zur Nutzung von Speicherkarten
- Kaufe unbedingt Speicherkarten von Markenherstellern, die sind um ein Vielfaches zuverlässiger als billige No-Name-Karten.
- Nimm zur Sicherheit eine oder zwei Speicherkarten mehr als nötig mit. Falls wirklich eine Karte Probleme macht, hast du gleich Ersatz dabei.
- Unterbreche niemals Speichervorgänge in deiner Kamera, indem du die SD-Karte oder die Batterie auswirfst. Damit schrottest du deine Speicherkarte mit ziemlicher Sicherheit.
Meldet eine deiner Speicherkarten einen Fehler oder sie zeigt keine Fotos mehr an, dann markiere sie deutlich und nutze sie auf keinen Fall weiter. Daheim kannst du mit speziellen Programmen versuchen die Fotos zu retten. Das funktiniert aber nur, wenn die Karte nicht formatiert oder neu beschrieben wurde!

Woran erkenne ich eine defekte Speicherkarte?
- Meine Digitalkamera zeigt eine Fehlermeldung, dass die Karte formatiert werden muss oder nicht gelesen werden kann.
- Meine Digitalkamera ist mit der defekten Karte nicht mehr bedienbar.
- Fotos und Ordner, die vorher auf der Speicherkarte waren, werden nicht mehr angezeigt.
- Beim Zugriff auf die Karte werden „Lesefehler“, „Die Karte ist beschädigt“ oder „Speicherkartenfehler“ gemeldet.
- Die Karte wird entweder überhaupt nicht mehr, oder als nicht formatiert erkannt.
- Die Bilder auf der Karte sind zwar noch sichtbar, lassen sich aber nicht mehr kopieren oder verschieben.
- Die Fotos auf der Karte lassen sich zwar noch kopieren oder löschen, neu aufgenommene Bilder werden aber von der Kamera nicht mehr angezeigt.

Ist ein Zugriff auf die Speicherkarte nicht mehr möglich, Karte weglegen bis zur Datenrettung am PC oder Notebook!
Extrem wichtig: das Backups deiner Fotos!
Wir können das gar nicht oft genug wiederholen! Deine Fotos sind wertvoll und ein Backup der Daten essentiell! Solange deine Fotos nur auf der Speicherkarte oder auf dem Handy liegen, ist die Verlustgefahr relativ groß. Deshalb sollst du unbedingt die Fotos auf einem zweiten Medium speichern (Noch mehr Sicherheit bietet eine dritte Sicherung, die wir auch anraten, in diesem Artikel aber nicht forcieren).
Hast du deine Fotos auf der SD-Karte der Kamera und parallel auf einem anderen Speichermedium gesichert, kommen deine Bilder mit hoher Sicherheit wohlbehalten von der Reise nach Hause.
Speichern in der Cloud
Wohnst du im Urlaub in einem Hotel mit kostenlosem WLAN, hast du es relativ einfach. Du überträgst deine Tagesausbeute in deinen Cloudspace. Das erledigen moderne Digitalkameras per Wifi direkt. Achte darauf, dass du ausreichend Akkus mit hast, denn die Wifi-Funktion kostet Strom! Alternativ verbindest du die Kamera per Bluetooth mit dem Smartphone (Tethering). Cloudspeicher ist aber nicht immer kostenlos. Je nach Anbieter hast du nur einige Gigabyte frei. Willst du alle deine Bilder in der Cloud speichern, erreichst du schnell die kostenpflichtige Grenze und zahlst bei Mehrbedarf monatliche Gebühren. Oftmals ist auch das Internet in Hotels oder Ferienwohnungen zu langsam für eine Datensicherung!
Alternativ kannst du auch deine Datenpakete zu einem Filehoster wie wetransfer.com hochladen, wenn du zuhause jemanden hast, der die Daten kurzfristig herunterlädt und speichert.

Cloudspeicher ist bequem, ist leider nicht überall erreichbar und geht bei größeren Datenmengen ganz schön ins Geld.
Nicht überall auf der Welt stehen aber Unterkünfte mit freiem WLAN herum. Häufiger kommt es vor, dass du in irgeneiner malerischen Ecke unserer schönen Erde unterwegs bist, in der es diesen Service nicht oder nur eingeschränkt gibt. Entweder fehlen schnelle Internetverbindungen, oder die Datenübertragung ist so teuer, dass das Hochladen des Speicherkarteinhalts einen mittleren vierstelligen Betrag kosten würde. In diesem Fall hast du die folgenden Alternativen.

Weit enfernt von einer Stadt, mitten in der Natur ist es um WiFi und Mobilfunk schlecht bestellt.
Das eigene Notebook, Netbook, Chromebook
Die effizienteste Lösung ist immer noch die Mitnahme deines eigenen Notebooks. Die Bilder sind ruckzuck auf das Notebook kopiert, du kannst vor Ort deine Fotos sichten, aussortieren und sogar bearbeiten. Und direkt vor Ort sehen, was du am nächsten Tag bei der Fotografie evtl verbessern kannst.
Viele Notebooks haben einen eingebauten SD-Karten-Slot, ansonsten brauchst du nur ein Kartenlesegerät. Das direkte Anschließen der Kamera ans Notebook ist nicht empfehlenswert, weil Fehler auftreten können, wenn die Akkuleistung der Kamera für die Übertragung nicht ausreicht.
Wenn du dein Notebook nicht auf der Reise mitnehmen kannst oder willst, bleiben dir folgende Möglichkeiten:
USB On-the-Go (OTG)
Was bedeutet dieses On-The-Go? USB-OTG ist eine Methode, mit der USB-Geräte ohne PC miteinander kommunizieren können. Tatsächlich ist USB-OTG die Lösung vieler Speicherprobleme. Immer mehr Smartphones, Tablets und auch Digitalkameras sind inzwischen USB-OTG-fähig.

Normalerweise dient der USB-Anschluss dazu, Geräte an einen PC anzuschließen. Dieser enthält die Treiber und Programme, um diese Geräte anzusteuern und zu nutzen. Das können USB-Sticks, Tastaturen, Scanner, externe Festplatten und anderes sein.
Ein Gerät mit USB-OTG kann einen Teil dieser PC-Aufgaben übernehmen. Somit kannst du Daten von deinem OTG-fähigen Tablet oder der OTG-fähigen Kamera direkt auf einen USB-Stick kopieren. Oder die Fotos von der SD-Karte auf dein OTG-Smartphone/Tablet herunterkopieren.
!! Anmerkung !!
Die folgenden Tipps funktionieren unter Umständen nicht mit Apple iPhones und iPads, da das Betriebssystem Apple iOS gewisse Einschränkungen beim Datenaustausch und bei der Zusammenarbeit mit diversen Geräten hat.

USB-Sticks sind ideal für das Fotobackup unterwegs : schnell, klein, leicht, günstig und mit viel Platz für deine Bilder. Hier zwei 32 GB-Modelle.
Smartphones und Tablets
Smartphone-Fotos auf einem USB-Stick sichern
Im einfachsten Fall hältst du deine Urlaubserinnerungen mit dem Smartphone fest. Hat dieses einen Micro-USB-Anschluss ist es wahrscheinlich OTG-fähig. Deine Bilddaten auf dem Smartphone kannst du über diesen Anschluss direkt auf einen USB-Stick kopieren. Dafür gibt es OTG-fähige USB-Sticks, die haben neben einem normalen USB-Anschluss für PC oder Notebook, einen Micro-USB- oder USB-C-Anschluss für Smartphones und Tablets.
Für den Kopiervorgang benutzt du eine Explorer-App, wie z.B. den Nexus USB-OTG-Datei-Manager. Die Kopiergeschwindigkeiten sind relativ flott.
Kosten: ca. 16 Euro für einen 64 GB USB-Stick mit OTG-Funktion

USB-OTG-Sticks haben zwei USB-Anschlüsse, einen großen USB-Typ A für den PC, einen micro-USB für das Tablet. Für USB c Anschlüsse gibt es Adapter
Fotos von der Kamera auf Smartphone/Tablet sichern
Du fotografierst mit einer Digitalkamera und willst die Bilder auf deinem Smartphone/Tablet sichern.
Viele aktuelle Digitalkameras können sich per WiFi mit einem Smartphone verbinden und so die Fotodaten darauf kopieren.
Kann deine Kamera das nicht, ist aber OTG-fähig, brauchst du ein OTG-Adapterkabel (USB-C) und einen SD-Kartenleser. Dein mobiles Endgerät muss natürlich OTG-fähig sein und genügend Speicherplatz haben. Oft ist dieser Speicherplatz über mikro-SD-Karten erweiterbar.
Für den Kopiervorgang benutzt du eine Explorer-App.
Kosten: ca. 11 Euro, für das OTG-Kabel (Micro USB) und einen SD-Kartenleser

mit dem OTG-Adapterkabel können USB-Sticks und Kartenleser an das Tablet angeschlossen werden
Fotos von der Kamera auf einem USB-Stick sichern
Für den direkten Weg von der Kamera auf den USB Stick bräuchtest du eine OTG-fähige Digitalkamera. Solche Modelle sind aber noch sehr rar. Darum sicherst du erst auf Tablet, Smartphone oder Notebook, und dann wandern die Bilder von da aus auf den USB-Stick.
Zuerst kopierst du die Fotos von der Kamera auf dein Tablet. Dazu brauchst du das OTG-Kabel und den Kartenleser. Für die anschließende Sicherung benutzt du das OTG-Kabel mit dem USB-Stick.
Diese Methode ist preisgünstig, und du kannst bei Bedarf USB-Sticks dazukaufen und zum Beispiel einen älteren oder kaputten Kartenleser leicht durch ein neues Modell ersetzen.
Ein Nachteil ist, dass nicht alle Kartenleser-Mobilgeräte-Kombinationen funktionieren. Ein weiterer Nachteil, du musst die Fotos erst auf dem Smartphone/Tablet zwischenspeichern, und erst in einem zweiten Schritt auf den USB-Stick kopieren.
Achte auf deinen Smartphone/Tablet-Anschluss! USB-c und micro-USB sind sich sehr ähnlich und leicht zu verwechseln.
Kosten: OTG-Adapter 3 Euro
SD-Kartenleser 10 Euro
USB-Stick 64 GB 11 Euro

Ein USB-3.0- Kartenleser ist über den OTG-Adapter am Tablet angeschlossen. Im Bild ein größeres Modell, das auch CompactFlash-Karten aufnimmt.
Kabellose Datei-Hubs, keine Option mehr
Diese Multifunktions-Mini-Router, mit denen du Fotos von der SD-Karte direkt auf USB-Sticks oder mobile Festplatten kopieren kannst sind inzwischen von der Technik überholt worden. Der Todesstoss war die langsame Datenübertragungsrate dieser Geräte. Mit 2 bis 6 MB/s geriet die Kopiererei nach einem fotoreichen Tag zur Geduldsprobe.
Imagetanks, keine Option mehr
Auch diese mobilen Fotospeicher sind fast vom Markt verschwunden. Sie waren für Freizeitfotografen etwas überdimensioniert und sprengten auch den Preisrahmen.
WiFi-Festplatten, keine Option mehr
Diese Festplatten sah ich mehr als Notbehelf. Wie die Datei-Hubs waren sie nicht die Schnellsten beim Kopieren. Probleme bereitete auch die beiliegende Software.
Falls du zufällig über ein Sonderangebot über diese Auslaufmodelle stolpern solltest, lass besser die Finger davon.
Fazit
Egal, wie wenig oder viel du fotografierst – SICHERE DEINE DATEN IMMER DOPPELT!
Wenn du wenig fotografierst, reicht dir wahrscheinlich dein Smartphone/Tablet als Speicher für die Sicherung der Fotos aus. Mit einem OTG-Adapter kannst du deine Bilder auf vorhandene USB-Sticks kopieren. Die haben inzwischen Kapazitäten von bis zu 1 TB, wie der SanDisk Ultra Dual Drive.
Wenn nichts dagegen spricht, nimm dein Notebook oder Chromebook mit auf die Reise, oder du besorgst dir ein günstiges Tablet und einen passenden CardReader.

Eine Alternative zum OTG-USB-Stick ist ein normaler USB-Stick mit OTG-Adapter.
- Weitere Fototipps und immer aktuelle Reiseberichte, praktische pdf’s zum kostenlosen download – nichts mehr verpassen mit dem ca. alle zwei Wochen erscheinenden Newsletter. Melde Dich an!
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Sicherst du deine Fotos auf Reisen? Sag uns wie, es gibt soviele Möglichkeiten!
Wie wir unsere umfangreichen Datenmengen sichern, beschreiben wir im Beitrag: Speichern der Fotos unterwegs.
Île d’Ouessant – die bretonische Insel der Leuchttürme
Im Frühjahr 2015 und im Herbst 2016 besuchten wir die kleine Insel Ouessant in der Bretagne. Dieser mächtige, sturm- und wellenumtoste Granitklotz stand bei mir jahrelang auf der Reisewunschliste weil Ouessant unter anderem auch als Insel der Leuchttürme und Wellen bekannt ist.
Wer sich noch nichts unter der Ile d’Ouessant vorstellen kann, der französische Spielfilm Die Frau des Leuchtturmwärters bringt gut das raue Inselfeeling rüber.
Auf den Leuchtturm Seiten haben wir weitere Infos und zahlreiche Fotos der Leuchttürme und der Umgebung.
Auf der Insel Ouessant stehen zwei Leuchttürme:
Im Meer vor der Insel Ouessant stehen drei Leuchttürme.
Ein vierter war auf der kleinen, unbewohnten Insel Keller vor der Nordküste von Ouessant geplant, wurde aber nie fertiggestellt.
Die Ile d‘ Ouessant ist auch die Insel der Wellen.
Unsere umfassendste Seite über die Insel Ouessant:
Die Insel Ouessant als Fotoreiseziel
Datensicherung ist wichtig, auch für Wenig-Fotografierer
Letzte Aktualisierung November 2020
Datensicherung ist wichtig
Fotos sind immer unwiederbringlich.
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Auf Reisen nutzt fast jeder eine Kamera – sei es eine Kompakte, eine Spiegelreflex oder das Smartphone. Die Fotos liegen erst einmal digital vor. Du hast also erstmal nichts „Greifbares“ in der Hand, keine Filmrollen, keine Abzüge. Wie wichtig die unterwegs aufgenommenen Fotos sind, merkt man oft erst, wenn es zu spät ist. Das Handy oder die Kamera geht verloren, die Speicherkarte meldet einen Fehler. Es ist schnurzpiepegal wie professionell die Fotos sind oder wieviele auf einer Reise fotografiert wurden
– es ist ein enormer Verlust, wenn die Fotos unwiderbringlich weg sind.
Deswegen raten wir jedem, der digital fotografiert sich über die Datensicherung seiner Bilder Gedanken zu machen.
Datensicherung ist wichtig und zwar für JEDEN!
Wie sichere ich meine Fotos auf Reisen
Wie wir unsere umfangreichen Datenmengen sichern, beschreiben wir im Beitrag: Speichern der Fotos unterwegs.
Die Mehrheit unserer Leser fotografiert nicht ganz so datenintensiv, wie wir als professionelle Reisefotografen. Hier zeigen wir ein paar Möglichkeiten zur Datensicherung unterwegs, die auf „Wenigfotografierer“ zugeschnitten sind.
Esra auf Radtour in Schottland
Genug Speicherkarten für die Kamera mitnehmen
Speicherplatz auf der Kamera oder dem Smartphone ist eigentlich kein Thema mehr. Digitalkameras nutzen meist SD-Karten, Smartphones und Tablets micro-SD-Karten. 32 GB oder 64 GB sind eine ordentliche Größe mit sehr gutem Preis-Leistungs-Verhältnis. Mit diesen Kapazitäten kommst du schon mit einer oder zwei Karten durch den Urlaub.
Diese Speicherkarten sind deine Erstsicherung. Wenn sie voll sind, lösche sie nicht und verwende sie wieder, sondern verstaue sie sicher in ihren Schutzhüllen oder in einem Speicherkartenetui bis zur Heimreise. (Für Viel-Fotografierer, wie wir es sind, wäre das eher unpraktisch, weil wir zuviele Karten bräuchten)
Wieviel Speicherplatz brauche ich für meine Urlaubsfotos?
Denke daran, du brauchst den Platz zweimal: einmal als Speicherkartenplatz für die Kamera, und einmal als Backup der Fotos auf einem anderen Datenträger.
Wir haben eine Umfrage auf unserem Blog gemacht, wieviele Fotos unsere Leser im Durchschnitt pro Urlaubstag schießen.
100 Fotos pro Tag war die häufigste Antwort, das deckt sich auch gut mit unserer Einschätzung.
Beispielrechnung 1: JPG-Fotos
Du fotografierst im JPG-Format mit geschätzten 5 MB pro Foto
5 MB x 100 Fotos x 7 Tage = 3500 MB = 3,5 GB Datenvolumen pro Reisewoche
Mit einer 32 GB-Speicherkarte kämst du damit fast neun Wochen aus.
Beispielrechnung 2: RAW-Format
Du fotografierst im RAW-Format mit rund 25 MB pro Foto
25 MB x 100 Fotos x 7 Tage = 17500 MB = 17,5 GB Datenvolumen pro Reisewoche
Eine 32 GB-Speicherkarte reicht damit für knappe zwei Wochen.
Beispielreichnung 3: Fotos und Filmaufnahmen
Du fotografierst im JPG-Format und filmst dabei im Schnitt zehn Minuten (100 MB/Minute) am Tag
5 MB x 100 Fotos x 7 Tage = 3500 MB +
100 MB x 10 Min. x 7 Tage = 7000 MB = 10,5 GB pro Reisewoche
Eine 32 GB-Speicherkarte reicht damit für einen dreiwöchigen Urlaub
Von diesen Beispielen ausgehend kannst du einfach deinen persönlichen Speicherbedarf kalkulieren.
Wichtiges zum Kauf und zur Nutzung von Speicherkarten
Meldet eine deiner Speicherkarten einen Fehler oder sie zeigt keine Fotos mehr an, dann markiere sie deutlich und nutze sie auf keinen Fall weiter. Daheim kannst du mit speziellen Programmen versuchen die Fotos zu retten. Das funktiniert aber nur, wenn die Karte nicht formatiert oder neu beschrieben wurde!
Woran erkenne ich eine defekte Speicherkarte?
Ist ein Zugriff auf die Speicherkarte nicht mehr möglich, Karte weglegen bis zur Datenrettung am PC oder Notebook!
Extrem wichtig: das Backups deiner Fotos!
Wir können das gar nicht oft genug wiederholen! Deine Fotos sind wertvoll und ein Backup der Daten essentiell! Solange deine Fotos nur auf der Speicherkarte oder auf dem Handy liegen, ist die Verlustgefahr relativ groß. Deshalb sollst du unbedingt die Fotos auf einem zweiten Medium speichern (Noch mehr Sicherheit bietet eine dritte Sicherung, die wir auch anraten, in diesem Artikel aber nicht forcieren).
Hast du deine Fotos auf der SD-Karte der Kamera und parallel auf einem anderen Speichermedium gesichert, kommen deine Bilder mit hoher Sicherheit wohlbehalten von der Reise nach Hause.
Speichern in der Cloud
Wohnst du im Urlaub in einem Hotel mit kostenlosem WLAN, hast du es relativ einfach. Du überträgst deine Tagesausbeute in deinen Cloudspace. Das erledigen moderne Digitalkameras per Wifi direkt. Achte darauf, dass du ausreichend Akkus mit hast, denn die Wifi-Funktion kostet Strom! Alternativ verbindest du die Kamera per Bluetooth mit dem Smartphone (Tethering). Cloudspeicher ist aber nicht immer kostenlos. Je nach Anbieter hast du nur einige Gigabyte frei. Willst du alle deine Bilder in der Cloud speichern, erreichst du schnell die kostenpflichtige Grenze und zahlst bei Mehrbedarf monatliche Gebühren. Oftmals ist auch das Internet in Hotels oder Ferienwohnungen zu langsam für eine Datensicherung!
Alternativ kannst du auch deine Datenpakete zu einem Filehoster wie wetransfer.com hochladen, wenn du zuhause jemanden hast, der die Daten kurzfristig herunterlädt und speichert.
Cloudspeicher ist bequem, ist leider nicht überall erreichbar und geht bei größeren Datenmengen ganz schön ins Geld.
Nicht überall auf der Welt stehen aber Unterkünfte mit freiem WLAN herum. Häufiger kommt es vor, dass du in irgeneiner malerischen Ecke unserer schönen Erde unterwegs bist, in der es diesen Service nicht oder nur eingeschränkt gibt. Entweder fehlen schnelle Internetverbindungen, oder die Datenübertragung ist so teuer, dass das Hochladen des Speicherkarteinhalts einen mittleren vierstelligen Betrag kosten würde. In diesem Fall hast du die folgenden Alternativen.
Weit enfernt von einer Stadt, mitten in der Natur ist es um WiFi und Mobilfunk schlecht bestellt.
Das eigene Notebook, Netbook, Chromebook
Die effizienteste Lösung ist immer noch die Mitnahme deines eigenen Notebooks. Die Bilder sind ruckzuck auf das Notebook kopiert, du kannst vor Ort deine Fotos sichten, aussortieren und sogar bearbeiten. Und direkt vor Ort sehen, was du am nächsten Tag bei der Fotografie evtl verbessern kannst.
Viele Notebooks haben einen eingebauten SD-Karten-Slot, ansonsten brauchst du nur ein Kartenlesegerät. Das direkte Anschließen der Kamera ans Notebook ist nicht empfehlenswert, weil Fehler auftreten können, wenn die Akkuleistung der Kamera für die Übertragung nicht ausreicht.
Wenn du dein Notebook nicht auf der Reise mitnehmen kannst oder willst, bleiben dir folgende Möglichkeiten:
USB On-the-Go (OTG)
Was bedeutet dieses On-The-Go? USB-OTG ist eine Methode, mit der USB-Geräte ohne PC miteinander kommunizieren können. Tatsächlich ist USB-OTG die Lösung vieler Speicherprobleme. Immer mehr Smartphones, Tablets und auch Digitalkameras sind inzwischen USB-OTG-fähig.
Normalerweise dient der USB-Anschluss dazu, Geräte an einen PC anzuschließen. Dieser enthält die Treiber und Programme, um diese Geräte anzusteuern und zu nutzen. Das können USB-Sticks, Tastaturen, Scanner, externe Festplatten und anderes sein.
Ein Gerät mit USB-OTG kann einen Teil dieser PC-Aufgaben übernehmen. Somit kannst du Daten von deinem OTG-fähigen Tablet oder der OTG-fähigen Kamera direkt auf einen USB-Stick kopieren. Oder die Fotos von der SD-Karte auf dein OTG-Smartphone/Tablet herunterkopieren.
!! Anmerkung !!
Die folgenden Tipps funktionieren unter Umständen nicht mit Apple iPhones und iPads, da das Betriebssystem Apple iOS gewisse Einschränkungen beim Datenaustausch und bei der Zusammenarbeit mit diversen Geräten hat.
USB-Sticks sind ideal für das Fotobackup unterwegs : schnell, klein, leicht, günstig und mit viel Platz für deine Bilder. Hier zwei 32 GB-Modelle.
Smartphones und Tablets
Smartphone-Fotos auf einem USB-Stick sichern
Im einfachsten Fall hältst du deine Urlaubserinnerungen mit dem Smartphone fest. Hat dieses einen Micro-USB-Anschluss ist es wahrscheinlich OTG-fähig. Deine Bilddaten auf dem Smartphone kannst du über diesen Anschluss direkt auf einen USB-Stick kopieren. Dafür gibt es OTG-fähige USB-Sticks, die haben neben einem normalen USB-Anschluss für PC oder Notebook, einen Micro-USB- oder USB-C-Anschluss für Smartphones und Tablets.
Für den Kopiervorgang benutzt du eine Explorer-App, wie z.B. den Nexus USB-OTG-Datei-Manager. Die Kopiergeschwindigkeiten sind relativ flott.
Kosten: ca. 16 Euro für einen 64 GB USB-Stick mit OTG-Funktion
USB-OTG-Sticks haben zwei USB-Anschlüsse, einen großen USB-Typ A für den PC, einen micro-USB für das Tablet. Für USB c Anschlüsse gibt es Adapter
Fotos von der Kamera auf Smartphone/Tablet sichern
Du fotografierst mit einer Digitalkamera und willst die Bilder auf deinem Smartphone/Tablet sichern.
Viele aktuelle Digitalkameras können sich per WiFi mit einem Smartphone verbinden und so die Fotodaten darauf kopieren.
Kann deine Kamera das nicht, ist aber OTG-fähig, brauchst du ein OTG-Adapterkabel (USB-C) und einen SD-Kartenleser. Dein mobiles Endgerät muss natürlich OTG-fähig sein und genügend Speicherplatz haben. Oft ist dieser Speicherplatz über mikro-SD-Karten erweiterbar.
Für den Kopiervorgang benutzt du eine Explorer-App.
Kosten: ca. 11 Euro, für das OTG-Kabel (Micro USB) und einen SD-Kartenleser
mit dem OTG-Adapterkabel können USB-Sticks und Kartenleser an das Tablet angeschlossen werden
Fotos von der Kamera auf einem USB-Stick sichern
Für den direkten Weg von der Kamera auf den USB Stick bräuchtest du eine OTG-fähige Digitalkamera. Solche Modelle sind aber noch sehr rar. Darum sicherst du erst auf Tablet, Smartphone oder Notebook, und dann wandern die Bilder von da aus auf den USB-Stick.
Zuerst kopierst du die Fotos von der Kamera auf dein Tablet. Dazu brauchst du das OTG-Kabel und den Kartenleser. Für die anschließende Sicherung benutzt du das OTG-Kabel mit dem USB-Stick.
Diese Methode ist preisgünstig, und du kannst bei Bedarf USB-Sticks dazukaufen und zum Beispiel einen älteren oder kaputten Kartenleser leicht durch ein neues Modell ersetzen.
Ein Nachteil ist, dass nicht alle Kartenleser-Mobilgeräte-Kombinationen funktionieren. Ein weiterer Nachteil, du musst die Fotos erst auf dem Smartphone/Tablet zwischenspeichern, und erst in einem zweiten Schritt auf den USB-Stick kopieren.
Achte auf deinen Smartphone/Tablet-Anschluss! USB-c und micro-USB sind sich sehr ähnlich und leicht zu verwechseln.
Kosten: OTG-Adapter 3 Euro
SD-Kartenleser 10 Euro
USB-Stick 64 GB 11 Euro
Ein USB-3.0- Kartenleser ist über den OTG-Adapter am Tablet angeschlossen. Im Bild ein größeres Modell, das auch CompactFlash-Karten aufnimmt.
Kabellose Datei-Hubs, keine Option mehr
Diese Multifunktions-Mini-Router, mit denen du Fotos von der SD-Karte direkt auf USB-Sticks oder mobile Festplatten kopieren kannst sind inzwischen von der Technik überholt worden. Der Todesstoss war die langsame Datenübertragungsrate dieser Geräte. Mit 2 bis 6 MB/s geriet die Kopiererei nach einem fotoreichen Tag zur Geduldsprobe.
Imagetanks, keine Option mehr
Auch diese mobilen Fotospeicher sind fast vom Markt verschwunden. Sie waren für Freizeitfotografen etwas überdimensioniert und sprengten auch den Preisrahmen.
WiFi-Festplatten, keine Option mehr
Diese Festplatten sah ich mehr als Notbehelf. Wie die Datei-Hubs waren sie nicht die Schnellsten beim Kopieren. Probleme bereitete auch die beiliegende Software.
Falls du zufällig über ein Sonderangebot über diese Auslaufmodelle stolpern solltest, lass besser die Finger davon.
Fazit
Egal, wie wenig oder viel du fotografierst – SICHERE DEINE DATEN IMMER DOPPELT!
Wenn du wenig fotografierst, reicht dir wahrscheinlich dein Smartphone/Tablet als Speicher für die Sicherung der Fotos aus. Mit einem OTG-Adapter kannst du deine Bilder auf vorhandene USB-Sticks kopieren. Die haben inzwischen Kapazitäten von bis zu 1 TB, wie der SanDisk Ultra Dual Drive.
Wenn nichts dagegen spricht, nimm dein Notebook oder Chromebook mit auf die Reise, oder du besorgst dir ein günstiges Tablet und einen passenden CardReader.
Eine Alternative zum OTG-USB-Stick ist ein normaler USB-Stick mit OTG-Adapter.
Sicherst du deine Fotos auf Reisen? Sag uns wie, es gibt soviele Möglichkeiten!
Wie wir unsere umfangreichen Datenmengen sichern, beschreiben wir im Beitrag: Speichern der Fotos unterwegs.
Beliebteste Seite im Blog der 5reicherts
Für uns ist es immer wieder interessant zu sehen, welche Seite unseren Lesern am besten gefallen. Das sehen wir anhand der Aufrufzahlen der Seiten aber vor allem auch an der Verweildauer auf der Seite. Die beliebtesten Seiten in diesem Jahr waren:
Es gibt da ein paar Blogbeiträge, die gehen in den Tiefen unseres umfangreichen Blogs verloren. Ich liste mal ein paar als Leseanregung auf:
Wir haben jetzt fast 2000 Newsletter Abonnenten! Willst Du auch dabei sein? Unser Newsletter erscheint etwa alle 2 Wochen und unsere Abonnenten erhalten drei kostenlose EPapers als Download. Bretagne für Meeresliebhaber, eine kurze, praktische Anleitung zur Nordlichtfotografie und eine 44-seitige Übersicht zur Wahl der besten Reisekamera.
Unsere Fotogalerien erscheinen im neuen Layout. In Kürze werden weitere Fotos folgen. Vor allem zu den Inseln Ouessant, Ile de Sein und Belle Ile, aber auch schottische Schlösser und Burgen werden dabei sein. Übrigens werden in den Galerien nun die Exif-Daten der Fotos angezeigt. Auch in die längeren Blogbeiträge werden wir die neuen Galerien einbauen. Viel Spaß beim Schmökern.
Fotogalerien
Der Leuchtturm von Texel – hier findest du auch die neue Galerieansicht.
Haben wir Dir mit unseren Tipps zu guten Nordlichtfotos verholfen? Oder dich zu einer Reise inspirieren können? Oder einfach nur das Jahr über immer wieder mit auf Reisen genommen? Vielleicht magst du als treuer Leser uns etwas zu Weihnachten schenken? Wir haben eine Amazon Wunschliste
Alle Europäischen Leuchttürme
Sehnsuchtsorte in Norwegen
Wir verlängern das im ersten Teil der Kalenderbesprechung angekündigte Gewinnspiel um eine Woche. Schreib fleißig Kommentare und du nimmst an der Verlosung teil!
Es gibt einen Postkartenkalender Norwegen zu gewinnen!Wir haben einen Gewinner ermittelt! Glückwunsch Agnes!Die Fotos des Sehnsuchtskalenders Norwegen 2016 sind hier einzeln vorgestellt mit Geschichten, Informationen und weiterführenden Links zu den live Reiseberichten.
Die Sehnsucht nach Norwegen
Du hast Sehnsucht nach Norwegen – dann wäre das der Kalender für deinen Schreibtisch, fürs Badezimmer oder wo auch immer. Bei der Post gibt es trotz Internet noch Briefmarken, so kannst du nächstes Jahr 52 Freunden mit einer Postkarte eine Freude machen. Obwohl wir ausführlich live von unseren Reisen bloggen, schreiben wir auf jeder Reise Postkarten. Machst du das auch?
Hier stelle ich dir ein paar unserer liebsten Sehenswürdigkeiten von Norwegen vor.
Papageitaucher auf Anda
Puffins, Anda, Vesterålen – Wieviele mögen das wohl sein?
Von Stø aus werden Touren zu den Pottwalen angeboten. Dabei passiert das Schiff die Vogelinsel Anda auf der ein Leuchtturm steht. Auch mit dem Zodiac kann man die Insel umfahren und den Vögeln, vor allem Papageitauchern, sehr nahe kommen. Bei hohem Wellengang ist das ein Höllenritt, oder eben karusellartige Belustigung – je nach Alter und Empfindsamkeit der Passagiere.
Uns gefielen die Waltouren von Stø gerade wegen dieser Vogelinsel. Nur einmal hatten wir die Chance, Anda zu betreten. Kyrre, ein Fischer aus Stø, fuhr uns mit seiner kleinen Nußschale rüber. Wir wurden klatschnass und konnten aufgrund der Windverhältnisse auch nur eine halbe Stunde bleiben.
Diese halbe Stunde war geil. Ja, das Wort muss jetzt mal sein. Die Papageitaucher waren überall. In jeder Himmelsrichtung sahen wir sie flattern, landen, einfach rumsitzen oder balzen. Unsere Kids stahlten über beide Backen und wir fotografierten wie die Paparazzis bei einem Rockstar. Das Grinsen im Gesicht blieb ein paar Tage hängen.
Für das Leuchtturm Kalender Foto des Anda Fyr (2013) hatte ich schon einmal eine Seite zu dieser Insel mit zahlreichen Papageitaucherfotos in den Blog gestellt.
Bleik Strand, Vesterålen
Die norwegische Küste ist lang
Die norwegische Küste ist unglaubliche 100000 km lang. Ja, Einhundertausend! Natürlich nur, wenn man auch die winzig kleinen Inseln mitrechnet. Sandstrände sind allerdings eher selten. Der weiße Sandstrand von Bleik ist mit drei Kilometern Länge der längste Norwegens. Erstaunlich, oder?
Wir übernachten gerne auf dem kleinen Campingplatz direkt am Strand. Die Mitternachtssonne geht an diesem Strand unter und kommt wenige Minuten später wieder zum Vorschein, noch eine Minute später ist sie wieder weg, dann kommt sie wieder. Das liegt an den Zacken der Berge und ich finde das einfach nur genial.
Krakenes Fyr, Insel Vagsøy
Krakenes Fyr, Insel Vagsøy
Auf der Brücke zur Insel Vagsøy wehte es unser Wohnmobil fast von der Straße. Später mischte sich zum Sturm noch Regen, an Fotografie war nicht zu denken. Wir übernachteten ganz in der Nähe des Leuchtturms und hofften darauf, dass wir morgens beseres Wetter hätten. Glücklicherweise rieben sich frühmorgens Schafe an der Anhängerkupplung unseres Wohmobils und weckten mich auf. Ich sah das klare frühe Sonnenlicht, in einer vom Sturm sauber geblasenen Atmosphäre. Ich sprang schnell aus dem Bett, eilte über das nasse Gras am Hang hinter dem Leuchtturm, und kletterte auf allen Vieren den Berg hinauf, um einen Blick auf den Leuchtturm und das Meer einzufangen.
Aurlandsfjord, Norwegen
Aurlandsfjord, Norwegen
In Aurland gibt es zwei Möglichkeiten nach Lærdal zu kommen. Entweder du fährst über den traumhaften Pass mit Aussichten über den Fjord, entlang der rauschenden Stromschnellen und vorbei an einsamen Berghütten, oder du nimmst den längsten Strassentunnel der Welt, den Lærdalstunnel. Wir fuhren beide Strecken und fanden beide toll. Der 24,51 km lange Tunnel wird von großen, blau ausgeleuchteten künstlichen Höhlen unterbrochen, damit die Fahrt nicht zu eintönig ist. Die steile Strecke über den Berg ist alles andere als langweilig und wir schafften sie sogar mit dem Wohnmobil.
Einen Bericht über diesen Roadtrip findest du bei Köln Format.
Stø, Vesteralen
Stø, Vesteralen
Zugegeben, es regnet auch mal tagelang in Nordnorwegen. Aber, wenn die Sonne scheint, dann scheint sie auch 24 Stunden am Tag, zumindest im Sommer. Dieses Foto habe ich in der Mitternachtssonne im malerischen Fischerort Stø aufgenommen. Die Dreizehenmöwen kreischen, paaren sich und sind geschäftig, Otter schwimmen auf der Suche nach Fischresten durch den Hafen oder sie trockenen sich im Gras. Es riecht überall nach Fisch und Meer.
Wasserfall am Aurlandsfjord
Wasserfall am Aurlandsfjord
Diesen Wasserfall fanden wir am sogenannten Snøveg, der von Aurland nach Lærdalsøyr führt. Diese Straße führt von Meeresniveau auf 1300 Meter hinauf und dann wieder hinab. Der Name deutet es an: auf dieser Strecke liegt im Winter bis ins späte Frühjahr hinein, sehr viel Schnee. Wie zwei Fotos vorher beschrieben, ist es im Winter möglich, den längsten Autotunnel der Welt zu nutzen. Kannst du natürlich auch im Sommer machen.
Papageitaucher
Puffins, Anda, Vesterålen
An einem sonnigen, wenn auch windigen Tag durften wir nach Anda. Die Puffins auf der Insel treffen nicht oft auf Menschen, und haben wenig Scheu. Nur manchmal sind Arbeiter da, die den Leuchtturm renovieren, und selten auch mal Meeresbiologen.
Fjord in der Nähe von Bronnøysund
Fjord in der Nähe von Bronnøysund
Die RV 17 ist unbedingt eine Reise wert – wenn du die Zeit hast. Wir fanden viele fotogene Ecken an der Strecke. Hier waren wir ein klein wenig zu spät, dann hätten wir noch die Hurtigrute aufs Foto bekommen. Über die RV 17 schreiben wir im live Reisebericht von 2013.
Lindesness Fyr
Lindesness
Der südlichste Festland Leuchtturm Norwegens hat noch einen Leuchtturmwärter des Lindesness Fyr, Rolf Dybvik. Wir machten ein Interview mit ihm, speisten gemeinsam im Gourmet-Restaurant vor Ort und fotografierten den Leuchtturm bei Tag und bei Nacht, in Sonnenschein und im Regen. Auf dem großen Parktplatz dürfen Wohnmobile kostenlos übernachten. Die Besichtigung des Leuchtturms und der angegliederten Museen kosten allerdings Eintritt, der sich aber unbedingt lohnt.
Im Krieg war dieser südliche Punkt Norwegens stategisch enorm wichtig. So finden sich heute noch Bunkeranlagen. Ich habe die im Film festgehalten. Hier findest du noch zahlreiche weitere Fotos und animierte Gifs.
Sjøbruelva, Sogn og Fjordane
Sjøbruelva, Sogn og Fjordane
Auf der Insel Vagsøy sind die Straßen steil. Das hat den Vorteil, dass sich dauernd grandiose Aussichten bieten. Am Sandstrand gibt es einen Wohnmobilstellplatz mit Entsorgungsstation. Wir liefen stundenlang über den Strand und fotografierten, während die Kids mit einem freilaufenden Hund spielten. An diesem Strand hatten wir eines unserer seltenen Familien-Selfies gemacht, welches auch in den Medien war.
Das Selfie auf Vagsøy bei Spiegel-Online.
Als Selfie-Filmchen kannst du das beim SWR sehen, in einem Bericht zum Freilerner-Abitur von Esra.
Alsvag, Vesterålen
See im sommerlichen Abendlicht, Alsvag, Vesterålen
Die Øksnes Kommune auf den Vesterålen, zu der auch der kleine Fischerort Stø gehört, ist landschaftlich abwechslungsreich, und liegt etwa 300 km nördlich des Polarkreises. Der See im Bild wärmt sich im Sommer schneller auf als das Meer und dient den Einheimischen als Schwimmbad. Im Winter sind sie dann auf dem See beim Eisangeln und fangen Forellen. Wir haben nur das Eisangeln, nicht aber das Baden ausprobiert.
Flakstad, Lofoten
Flakstad, Lofoten
In Flagstad gibt es direkt an diesem Strand einen Campingplatz, der allerdings im September bereits geschlossen hatte. Wir übernachteten trotzdem dort, weil wir auf eine fotogene Morgenstimmung hofften, nachdem abends die Sonne im tristen Grau verschwunden war. Morgens klappte es mit ganz besonders außergewöhnlichem Licht und Sturmwolken in Flakstad, Lofoten.
Reine, Lofoten
Reine, Lofoten
Reine ist wohl der meist fotografierte Ort in Norwegen, oder wenigstens auf den Lofoten. Logischerweise besuchten wir den Ort mehrmals. Leider nur im Sommer. Weitere Fotos von den südlichen Lofoten findest du im live Reisebericht.
Geiranger-Fjord
Kreuzfahrtschiff im Geiranger-Fjord
Die Straße zum Geiranger-Fjord machte unserem langsam altersschwachen Wohnmobil schon Sorgen. Zum Glück gibt es den ersten Gang. Wir quälten uns langsam aber sicher die Serpentinen hinunter und später wieder hoch. Die Tour können wir auf jeden Fall empfehlen. Etwa in halber Höhe gibt es einen Parkplatz und dieser wunderbaren Aussicht. Den berühmten überstehenden Felsen zu finden, kostete einige Mühe. So gefährlich sieht es dann doch nicht aus, wenn man auf der Felsspitze steht, weil man den Überhang ja selbst nicht sieht. Die Fotos von dort findest Du wie immer im live Reisebericht.
Hurtigrute im Trollfjord
Hurtigrute im Trollfjord
Die gewaltigen Dimensionen des Fjordes sind erst zu erkennen, wenn das Hurtigrutenschiff hineinfährt. Ich finde das jedesmal wieder erstaunlich. Erst scheinen die Felsenwände recht winzig und undramatisch zu sein, ich denke: „Da passt doch keine Hurtigrute durch!“ Dann kommt die Hurtigrute und die Felsen scheinen zu wachsen und das Schiff zu schrumpfen, bis es durchpasst.
Die Tagestour mit der Hurtigrute von Stockmarknes nach Svolvaer ist unbedingt empfehlenswert. Wir machten vor einigen Jahren diesen Trip mit der Hurtigrute in den Trollfjord. So bekamen wir wenigstens ein wenig Kreuzfahrflair mit.
Harstad, Vesterålen
Harstad, Vesterålen
Der September ist der beste Reisemonat für Nordnorwegen. Das Laub färbt sich bunt, und in den Nächten flackert bereits das Nordlicht über den Himmel. Es ist noch nicht zu kalt für eine Wohnmobitour. Wir besuchten einen Freund in Harstad und fuhren daher entlang des Fjordes.
Blaue Stunde im Winter auf den Lofoten
Blaue Stunde, Lofoten
„Im Winter ist es nur dunkel“ „Warum fahrt ihr denn im Januar auf die Lofoten?“ Da gab es einige Kritik, als wir uns entschieden, einen ganzen Winter in Skandinavien zu verbringen. Die blaue Stunde ist im Winter wahrlich blau und gar nicht dunkel. Ein solches BLAU hast du noch nie gesehen, das gibt es in unseren Breitengraden nicht. Wir erlebten aber auch einige Stürme während unserer Zeit im hohen Norden. Die ausführlichen live Berichte zu dieser Wintertour auf die Lofoten.
Nordlicht über der Fischfabrik in Stø, Vesterålen
Nordlicht über der Fischfabrik in Stø, Vesterålen
In Stø sah ich das Nordlicht zum ersten Malund war so begeistert, dass ich hinterher meine Familie überredete, einen ganzen Winter im Norden zu verbringen. Wie du selbst Nordlicht fotografieren kannst beschreiben wir ausführlich im Nordlicht Tutorial.
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Tandemsprung auf Texel oder der Tag an dem ich aus allen Wolken gefallen bin
Meine Füße baumeln aus der Luke des Flugzeugs. Ich habe nur einen kurzen Moment um nach unten zu schauen, auf die Insel Texel, die drei Kilometer unter mir liegt. „War das jetzt echt ne gute Idee?“ frage ich mich. Doch es ist zu spät. Dirk rutscht hinter mir ein Stück nach vorne und wir fallen zusammen nach unten…
Nein, das ist kein Kamikazesprung, wie ihr vielleicht denkt. Denn dann würde ich ja nicht darüber schreiben können. Ich mache einen Tandemfallschirmsprung über Texel.
Juhu, meine erste Reise ohne Brüder
Ich habe meine Eltern auf ihrer Pressereise nach Texel begleitet. Meine erste Reise ohne irgendwelche nervigen Brüder. Ich ruhte mich gerade von der langen Fahrt aus, wir waren gerade auf Texel angekommen. Da reichte Gabi mir einen Flyer: „Wäre das nicht vielleicht was für dich?“ fragte sie. Ich schaute drauf: Tandemspringen auf Texel. Ja und solche Possen können wir uns normalerweise auch nicht leisten. Dann wollen nämlich alle springen und es summiert sich mal wieder.
Interessiert war ich schon, glaubte aber nicht, dass so kurzfristig noch Termine zu kriegen waren. Übermorgen hatte der Paragliderverein das letzte Mal geöffnet. Und wir waren ja nicht auf Ferien, sondern wegen des Hundetrainings hier.
Es verging der erste Tag, ohne das ich anrief, um nach einem Termin zu fragen. Am nächsten Tag saßen wir im Bus und fuhren gerade zur Hundewaschstraße, da sah ich zwei Tandemspringer am Himmel. Sanft glitten sie in einer Kurve nach unten, und landeten. „Wie toll muss es wohl sein, so elegant nach unten zu schweben“ dachte ich mir.
Am letzt möglichen Tag war ich dann extrem ungeduldig, als die Leute ihre Hunde in der Hundewaschstraße wuschen. Ich konnte nur noch ans Fallschirmspringen denken. Sobald die Hundewascherei vorbei war, fuhren wir direkt zum Parazentrum. Die Uhr zeigte schon auf fast 16:00 Uhr, die Sonne drohte alsbald hinter dem Horziont ins Meer zu plumpsen. Außerdem hing so ein leichter Nebel in der Luft. Ob das was werden würde?
Ich vor dem Tandemsprung über Texel
Wir fragen kurz vor Schluß noch schnell, ob ich heute springen darf?
Und tatsächlich! Es waren noch Sprünge frei! Ich musste nur eine halbe Stunde warten. Dabei konnte ich zusehen wie die kleinen Flugzeuge abhoben, und kurz danach Fallschirmspringer nach unten fielen. Ich sah ihnen fasziniert beim Gleiten zu, war voller Vorfreude und Aufregung, und hatte seltsamerweise überhaupt keine Angst. Merkwürdig, normalerweise bin ich nicht der mutige Typ. Während ich so wartete, fragte mich ein großgewachsener Mann: „Springst du zum ersten Mal?“
Ich bejahte. „Bist du schon einmal Bungeejumpen gewesen?“ fragte er dann. Ein Nein. „Dann wir es dich umhauen. Du hast Glück, es ist gleich Sonnenuntergang, es wird wunderschön werden!“
Ich hab fast nicht genug Zeit für die Vorfreude
Diese zwei Sätze steigerten meine Vorfreude so sehr, dass ich es kaum erwarten konnte endlich loszulegen. Ich erfuhr auch, dass ein Fallschirmspringer erst nach mindestens 1000 Absprüngen einen Mitflieger mitnehmen darf.
Ein Tandemsprung ist ganz einfach
Endlich kam ein Instruktor, und rief mich und zwei andere zu sich. Er erklärte uns was wir zu tun hatten, erst den anderen auf Holländisch, dann mir auf Deutsch. Wir bekamen Overalls, damit unsere Kleidung sich nicht beim Springen verheddern würde. Dirk, mein Sprungpartner, hatte schon allein in diesem Jahr 1600 Tandemsprünge gemacht. Anscheinend war die Anfrage ziemlich hoch.
Das Flugzeug war, wie erwähnt, nicht sonderlich groß. Wir waren zu zehnt, und es war eng wie in einer Sardinenbüchse. Dirk saß direkt hinter mir, seine Beine an meinen Seiten. Vor mir ein anderer Tandemspringer, so dicht dass ich mich kaum bewegen konnte. Ich saß an einem kleinen angelaufenem Fenster, und sah wie Texel immer kleiner wurde. Derweil erklärte Dirk mir ein paar Sachen, und beobachtete den Höhenmesser an seinem Handgelenk. Mein Fuß war ganz nah an der Öffnungsklappe, ich spürte den Windzug, der unter uns durchzog.
Die anderen Tandemspringer setzten sich sich auf die Oberschenkel ihrer Mitspringer. Dirk gab mir auch das Signal. Dann schnallte er mich so fest an sich, dass ich nicht mal mehr auf dem Boden sitzen konnte. Die Seitenluke ging auf, und der Wind zerrte an uns. Mir wurde etwas mulmig, und ich zog den Fuß weg. Ich setzte die Windschutzbrille auf, Dirk überprüfte den korrekten Sitz. Ein Kameramann kletterte aus dem Flugzeug, und klammerte sich an die Außenwand. Dann rutschte das erste Tandempaar nach vorne. Es hängte die Füße aus dem Flugzeug, verharrten kurz, und dann sprangen sie. In einem Sekundenbruchteil waren sie weg. Es war ein merkwürdiger Anblick, als ob sie einfach vom Nichts verschluckt worden wären. Wir waren als Dritte an der Reihe. Dirk rutschte mit mir nach vorne, bis unsere Beine über den Rand hingen. Ich zog sie an mich, wie es angewiesen wurde. Mir blieb nicht lange, um nach unten auf Texel zu blicken. Da rutschte Dirk schon vor, und wir fielen vom Flugzeug weg.
Wir rasen mit 180 Sachen im freien Fall auf die Insel Texel zu
Es ist ein einzigartiges Gefühl mit 180 Sachen zu fallen. Mein Bauch rutschte nach oben. Ich versuchte, das Flugzeug zu finden, aber ich sah nur Texel unter mir. Der Wind drückte mir ins Gesicht, irgendwann erinnerte ich mich daran, wieder zu atmen. Das Fallen war äußerst verwirrend, und ich vergaß alle Instruktionen. So musste Dirk mir zweimal das Signal geben, die Arme auszustrecken, bevor ich begriff was er wollte.
30 Sekunden können lang sein
Der freie Fall dauerte nur kurz: 30 Sekunden. Dann gab es einen leichten Ruck als der Fallschirm sich öffnete. Sofort beruhigte sich mein Bauch wieder. Das Atmen ging normal, und ich konnte besser mein Umfeld genießen. Texel war immer noch sehr klein unter uns. „Unglaublich“ war das einzige Wort was aus mir herauskam. Die Sonne schien rosa und orange auf den leichten Nebel der über die Insel zog.
Dirk nahm mir die Brille wieder ab, und löste ein paar Gurte, die nur für den Freifall bestimmt waren. Ich streckte meine Beine und es wurde gemütlicher. Die restlichen Gurte machten einen sicheren Eindruck. Ich behielt Texel im Auge, und beobachtete wie es langsam, sehr langsam, größer wurde. Es bestand fast nur aus viereckigen Feldern, und Häusern. Etwas einseitig, was mich aber nicht am Staunen hinderte. Ich genoss dass Gefühl, die Welt von hier oben aus zu betrachten. Meine Ohren fühlten sich komisch an, alles klang gedämpft.
Ich darf sogar mal den Fallschirm lenken
„Willst du mal lenken?“ fragte Dirk. Überrascht sah ich zu den Lenkgriffen. Unter Dirks Griffen war ein zweites Paar montiert. Ich steckte vorsichtig meine Hände hinein, und zog an dem rechten. Wir lehnten uns ganz leicht zur Seite.
Dirk lachte: „Ein bisschen stärker. So!“ Er zog den rechten Griff ganz weit nach unten, woraufhin wir uns in einem weiten Schwung hineindrehten. Das Gefühl des Fallens stellte sich wieder ein. Die ganze Welt schien sich zu drehen, nur wir uns nicht. Ich spürte die Gurte, wie mein Gewicht an ihnen zerrte. Das normale Gleiten gefiel mir mehr.
Schlagartig wurde es ein ganzes Stück kälter, merkwürdig.
Unten auf Texel konnte ich nun auch Autos sehen, winzige blaue, weiße oder gelbe Pünktchen. Auch die Schafe, sahen eher wie Tupfen weißer Farbe aus. Eine Cart-Rennbahn war einfach eine Acht. Und alles war flach wie ein Brett. Als wären die Autos und Schafe und Felder nur auf einem Spielbrett.
Der Landeplatz kam jetzt näher, da war mir etwas traurig zumute. Bald würde der Sprung zu Ende sein. Wir drehten noch eine letzte Schleife. Der Boden kam rasant näher. Ich konnte aber Gabi und Gunter unter den Wartenden nicht ausmachen.
Ich hob die Beine an, und wir schwebten in einem weiten Bogen nach unten. Ich hatte das Gefühl, wir würden immer schneller.
Die Landung war sanft und federleicht. Kaum spürte ich den Boden mit den Füßen, da saßen wir auch schon auf der Wiese. Ich konnte nicht aufstehen da ich noch an Dirk geschnallt war. Aber das war auch gut so. Ich war völlig überwältigt von dem Sprung. Als ich endlich aufstand dankte ich Dirk vielmals, und schüttelte ihm mehrmals die Hand. Dann lief ich zu Gabi, die am Feldrand auf mich wartete. Ich fühlte wie ein breites Lächeln mein Gesicht verzog. Wenn ich dürfte, würde ich sofort nochmal springen.
Ich nach dem Tandemsprung über Texel
Dirk und ich nach dem Sprung – sieht man das Adrenalin?
Der Sprung kostete 209 Euro. Ein Film und Fotos davon hätten nochmal 150 Euro gekostet, das habe ich mir dann gespart!
Hast Du auch schonmal sowas gemacht? Und wo? Welche verrückten Sachen kannst Du mir noch empfehlen? Ich bin gespannt!
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