Fotografie im Sturm an der Cote de Granit Rose in der nördlichen Bretagne.
Reise Bretagne Frühjahr 2023
Vor Jahren schrieb ich auf Reisen immer auf, was mich gerade beschäftigte.
Ich schrieb authentisch, wie es mir an den besuchten Orten gefiel, wie ich mich fühlte, wenn ich zum ersten Mal nach langer Zeit das Meer wieder sah, und ich berichtete auch drüber, was schief laufen kann, wenn man unterwegs ist.
In den letzten Jahren machten wir das nicht mehr, denn auf Dauer wird das langweilig. Wer möchte das schon lesen?
Wir schrieben nur noch Blogbeiträge, die unseren Lesern bei der Reiseplanung helfen sollten. Und das werden wir auch weiterhin machen.
Hurra – es gibt wieder Live Reiseberichte
Aber ich möchte wieder unser typisches, live- Reisetagebuch schreiben. Es tut mir selbst gut, wenn ich frei Schnauze berichten kann, was mich gerade bewegt, und kann aktuelle Fotos zeigen. Klar, nichts von alldem ist dann perfekt zu Ende editiert. Nicht der Text, es gibt weniger Infos zu den Regionen, und die Fotos sind tagesaktuell und nur basismäßig aus den RAW-Dateien entwickelt.
Natürlich bleiben wir weiterhin an den praktischen Reisetipps dran. Wir werden die teilweise schon existierenden Seiten für die Regionen auf dieser Tour noch ergänzen, wenn wir Neues entdecken. Hier im Reisetagebuch werde ich auf die entsprechenden Beiträge mit den Reisetipps verlinken.
Es wird also zwei Reiserubriken geben: Das Reisetagebuch und nachfolgend die Reiserecherchen mit Fototipps.
Du kannst die stressigen Reisevorbereitungen überspringen – weiter unten, wo du die Bretagne- Fotos siehst, wird es wieder freundlicher.
Leider fange ich diesmal mit ziemlich vielen Reisevorbereitungspannen an. So ist das eben gelaufen!
Ein saublöder Reisebeginn
Da war wirklich der Wurm drin. Wir wollten in die Bretagne und fotografieren, aber es kam dauernd etwas dazwischen. So ein Frust aber auch. Ich werde jetzt nicht weit ausholen und nicht zu ausführlich schreiben. Das wäre viel zu lang. Und es ist gekürzt eigentlich schon zu lang.
Unsere Misere begann im September. Da waren wir reisebereit, unser Dackel geimpft, denn der sollte mit auf Tour. Aber unserer Tochter Amy brach das Auslandsemester in Dijon ab. Es brachte ihr nichts, und so kam sie nach fünf Wochen wieder zurück und wir blieben daheim, um sie noch zu empfangen.
Danach streikten die Raffinieren in Frankreich und wir verschoben die Reise noch ein Stückchen. Im Oktober und November waren wir voll damit beschäftigt unsere Kalender zu verkaufen und jemanden neues für die Buchhaltung und Steuer zu finden. Unser bisheriger guter Steueranwalt ist leider verstorben.
Im Januar und Februar machte uns die Steuer dann wirklich einen Strich durch die Reisepläne. Es war extrem schwierig, einen Steuerberater zu finden. Alle waren voll ausgelastet und immer noch mit der Grundsteuer beschäftigt. Wir hatten gut ein halbes Jahr und mehr als 60 Anfragen gebraucht, bis wir endlich mit der Sucherei Erfolg hatten.
So lange wir noch in der Heimat weilten, fotografierten wir intensiv für ein Weingut. Die Fotoausrüstung war also ständig in Benutzung und alles damit in Ordnung. Später komme ich darauf nochmal zurück.
Die ganze Zeit arbeitet ich parallel unter Hochdruck an unserem Blog. Von außen siehst du das nicht, aber er ist jetzt wesentlich schneller. Die Blogbeiträge sind besser strukturiert. Schau dir mal den Beitrag über die europäischen Leuchttürme an. Auch einige Blogbeiträge über die Inseln haben wir grundlegend überarbeitet. Wir veröffentlichten ein paar Reportagen in Reisemagazinen. Einige dieser Berichte findest du jetzt auch hier im Blog:
Gotland
Bornholm
Aland
Die bretonischen Inseln liegen uns ganz besonders am Herzen. Für deine Reiseplanung überarbeitete ich die Übersichtsseite zur Belle Ile nochmal umfassend. Die anderen Inseln folgen so nach und nach.
Wasserprobleme im Wohnmobil
Die Grand Marees, die Springtiden um den Neumond herum im März wollten wir UNBEDINGT erleben. Also beeilten wir uns mit dem Packen des Wohnmobils und bereiteten alles soweit vor.
Beim Füllen des Wassers platzte das Reihenfilter vor der Wasserpumpe. Das merkten wir erst, als der Zwischenboden unter Wasser stand. Gunter fuhr die 20 km zu Fritz Berger nach Bad Kreuznach, aber das Teil war nicht vorrätig. Wir bestellten es im Internet. Es dauerte und dauerte. Also fing Gunter tags darauf noch einmal die Recherche an. In Bad Kreuznach war das Teil auf Lager. Waren die Mitarbeiter nicht in der Lage gewesen, richtig nachzuschauen? Also nochmal hinfahren und das Ersatzteil holen. Der Einbau war etwas fummelig und anstrengend, klappte aber und alles war wieder dicht.
Jetzt war endlich alles gepackt und alle Fotoarbeiten daheim abgearbeitet. Am nächsten Tag sollte es früh losgehen. Rechtzeitig würden wir zur Springtide in Saint Malo sein. Endlich.
Heizung im Haus
Am Sonntagmorgen dann die nächste Überraschung. Das Heißwasser im Haus war eiskalt, die Heizung auch. Schon seit einem Jahr suchten wir jemanden, der Heizung warten sollte. Aber, wie bei der Steuer – es war niemand zu bekommen. Es sei denn wir würden uns für eine neue Heizung entscheiden?!?! Nun denn, jetzt war sie kaputt. Die Zentralsteuerung hatte den Geist aufgegeben.
Glücklicherweise schaute ein Freund von uns mit drauf. Er kam zur gleichen Diagnose. In eBay fanden wir ein gebrauchtes Steuerelement. Da hatten wir gerade Glück, dass jemand es just an diesem Tag anbot. Ungeduldig warteten wir mal wieder auf die Post.
Wenigstens konnte ich weiter am Blog arbeiten. Da war noch genügend Arbeit zu tun. DieDatenbank war extrem voll. Gut, dass ich das noch entdeckt habe und aufräumen konnte. Wir hätten spätestens in der Bretagne gemerkt, dass die Webpage nicht mehr funktioniert. Irgendwie haben Selbständige immer was zu tun. Ruhetage einzulegen muss ich wirklich dringend lernen.
Vier Tage später baute unser Freund das neue Steuerelement in die Heizung ein. Es passte, der Einbau klappte, aber die Heizung heizte nicht. Der Brenner lief nicht. Also noch einen Tag warten, bis unser Freund in den späten Abendstunden nach seiner Arbeit noch einen gebrauchten Brenner einbauen konnte. ENDLICH lief wieder alles. Wie angenehm doch warmes Wasser sein kann.
Nochmal Wasserprobleme im Wohnmobil
Jetzt geht’s aber endlich los. Vielleicht habe ich Glück und könnte wenigstens die Grand Maree in Saint Malo mit richtig hohen Wellen in Saint Malo fotografieren? Bisher hatte immer der passende kräftige Wind gefehlt, als wir dort waren. Jetzt sah es richtig super gut aus.
Ich duschte morgens mit heißem Wasser, packte gerade die letzten Sachen ein, da rief Gunter herauf: „Heute fahren wir nicht in die Bretagne!“ „Hä?“ Jetzt macht er schlechte Scherze, mein Mann, war mein erster Gedanke. Aber nein! Der Druckausgleichsbehälter im Womo war geplatzt, und wieder stand unser Wohnmobil unter Wasser. Der hätte auch die Tage vorher platzen können. Diesmal schauten wir direkt im Internet nach, ob das Teil auch in Bad Kreuznach lagerte und holten es dann ab.
Die verpassten Wellen
Am 25. März fuhren wir dann endlich los. Grand Maree mit Sturm war leider schon am 24. März gewesen. Da warte ich nun schon einige Jahre drauf, und wieder knapp vorbei.
Kreditkarten
Kurz vor unserer Abfahrt in dieser blöden Reparaturhektik kamen unsere neuen Kreditkarten an. Wir lasen den beiliegenden Brief nicht, sondern überflogen ihn nur. Ein Fehler, den wir nicht noch einmal machen werden. Wir hätten nämlich die Kreditkarten zuhause im Geldautomaten aktivieren müssen. So taten wir uns auf der Autobahn schwer, mit den Karten zu tanken. Irgendwann kam die Meldung: „Zu viele falsche Pin-Eingaben“. Mit einer von Gunters Bankkarten konnten wir gerade so noch tanken. Anders wäre das wirklich ganz übel gewesen. Wir brauchten dann mehrere Anrufe bei der Bank und mehrere Anläufe an verschiedenen französischen Bankautomaten, bis die Karten wieder freigeschaltet und aktivert waren.
Gasdruckreduzierventil
Das nächste Problem, welches wir noch lösen mussten, war Gasgeruch im Wohnmobil. Manchmal roch es, manchmal nicht. Wir hatten das Gasdruckreduzierventil erneuert, und da schien etwas nicht ganz dicht zu sein. Nur fanden wir den Fehler tagelang lang nicht. Das war echt stressig. Glücklicherweise ist es zur Zeit noch ziemlich kühl. Wir drehten nachts das Gas ab und somit war auch der Kühlschrank aus.
Mit Hilfe von Gasleckspray fanden wir die undichte Stelle und fragten bei einem sehr freundlichen Wohnmobilhändler in Dinard nach. Er zog die Schraube, die wir schon einige Male angezogen hatten, so richtig brutal an. So fest anzuziehen hatten wir uns nicht getraut. Außerdem meinte er, die französischen Gasflaschen würden in fast leerem Zustand stark riechen. Jedenfalls ist die Luft im Mobil wieder frisch und es riecht nach Meer und leckerem Käse.
Saint Malo
Jetzt mal zu den positiven Seiten. Wir sind in der Bretagne. Zum ersten Mal ohne Zwischenstopp in der Normandie. Der Stellplatz in Rochebonne, Saint Malo ist leer. Abends gegen 17 Uhr stehen wir ganz allein da. Ich freue mich, als ein zweites Mobil ankommt. Der Stellplatz liegt ideal am Strand von Rochebonne. Entlang des Strandes brauchen wir zu Fuß etwa eine Stunde bis Saint Malo, schneller geht es mit dem Fahrrad. Das Meer ist ruhig, aber es liegt noch tonnenweise Sand auf der Promende von Paramé. Wellen und Wind vor zwei Tagen müssen gigantisch gewesen sein. Die Wellen haben an einem strandnahen Hotel sogar zwei Fenster eingeschlagen.
Abends und morgens verschwindet die Sonne hinter Wolkenbänken, tagsüber ist das Wetter ganz nett. Wir fotografieren nicht viel, genießen einfach mal das Meer, den weiten Strand, die frische Luft und die ruhige Vorsaisonstimmung in den Gassen der Intra-Muros, der Altstadt von Saint Malo.
Mit den Rädern suchen wir zwei kleinere Leuchttürme im Außenbezirk der Stadt und kommen mit den Rucksäcken auf dem Rücken und im Verkehr doch ins Schwitzen. Diese Kombination aus Neuem und Bekannten ist ein guter Reisestart.
Saint Malo – Sehenswürdigkeiten nicht nur für Fotografen
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Über Saint Malo findest du ausführliche Reisetipps hier im Blog:
Dinard
Dinard – der Küstenwanderweg ist das Ziel
Nach zwei Nächten fahren wir die wenigen Kilometer nach Dinard zum Campingplatz Port Blanc. Ich bezahle in einem Anflug von Verschwendungssucht die 3,50 Euro extra pro Nacht, damit wir einen Meerblick genießen können. Darüber freue ich mich die nächsten Tage ganz besonders. Das sollten wir uns wirklich öfters mal gönnen: Vom Womo aus direkt aufs Meer zu schauen.
Ich nehme mein erstes Bad im Meer. Die Wellen knallen ziemlich heftig auf den Strand, von oben herab sehen sie so harmlos aus. Als ich hüfttief im Wasser stehe, sind sie plötzlich gewaltig. Ich traue mich nicht zu schwimmen. Macht ja nichts, ich spüre auch so den Kälteimpuls mit Prickeln in den Beinen und Unterleib und bin den Rest des Tages warm.
Wir laufen wieder den Küstenpfad lang, aber das Licht ist heute nicht so doll. Meine Canon R6 hat zur Zeit Probleme mit dem Autofokus, was ziemlich frustrierend ist. Die Fotos sind einfach nicht so knackscharf wie gewohnt. Mal sehen, ob ich diesen Fehler finde.
Fotogalerie Dinard
Es gibt endlich wieder mehr Unterwasserfotos
Fotos von den Lebewesen in den Gezeitentümpeln sind spannend. Ich fotografiere ja schon seit einigen Jahren in den Gezeitenbecken und Häfen. Für diese Reise habe ich mir eine neue Kamera gekauft, die Olympus TG 6. Die Pentax-Kameras sind uralt und nicht mehr dicht. In Saint Malo und in Dinard bin ich damit beschäftigt, die neue Kamera zu testen. Darüber schreibe ich dann mehr in unserem Blogbeitrag über die Unterwasserfotografie. Jedenfalls finde ich ein paar sehr interessante Lebewesen und bin bisher von der kleinen Kamera begeistert.
Der Küstenwanderweg bis nach Dinard beschrieben wir schon im Blogbeitrag vom letzten Jahr.
Wie du auch Unterwasserfotos machen kannst: Fototipp Unterwasserfotografie
Fotos des verwunschenen Waldes Huelgoat im Zentrum der Bretagne. Stellplatz Tipps für Wohnmobilisten.
Der Plage des Amiets in der Bretagne bietet ambitionierten Fotografen sehr viele Fotomöglichkeiten. Die beiden Zöllnerhäuschen wurden vom berühmten Vauban erbaut. Auch sie bieten sich als Fotomotiv an.
Die Straße der Leuchttürme – La Route des Phares, Bretagne
In der Bretagne ist die Leuchtturmdichte eine der höchsten der Welt. Im Finistere schlagen die Herzen der Leuchtturm-Liebhaber nochmal höher. Hier reihen sich die Leuchttürme auf der sogenannten Straße der Leuchttürme, der Route des Phares, nur so aneinander. Hier bei uns findest du eine der ausführlichsten Leuchtturmlisten dieser Region. Wir haben nur die Leuchttürme im Finistere aufgeführt, die du auch ohne Bootsausflug sehen und gut fotografieren kannst. Nur für das unbedingt sehenswerte Treppenhaus des Phare de I’Ile Vierge musst du eine Bootsfahrt machen.
Die Reihenfolge unsere Leuchtturm Liste führt geographisch entlang der Küste vom Phare de Pontusval im Norden des Finistere begonnen bis zur Halbinsel Crozon.
Wenn du nur wenige Tage Zeit hast, besuche die Leuchttürme, zu denen wir auch Fototipps geben.
Weitere Leuchttürme der Bretagne
Da bleiben wir dran, bis wir alle Leuchttürme der Bretagne fotografiert haben!
1. Phare de Pontusval
Der kleine Haus-Leuchtturm Pontusval in Brignogan sieht fast aus wie eine kleine Kirche, die auf einer Felszunge thront. Der 14,5 Meter hohe Turm wurde wegen der vielen Schiffsunglücke in den Riffs vor der Küste erbaut und 1869 in Betrieb genommen. Auf den Stränden um den Leuchtturm herum liegen Unmengen von charakterstarken Felsen im angenehm grobkörnigen Sand herum.
Höhe des Leuchtturms: 14,5 m
Fototipp: zahlreiche Möglichkeiten für die Bildgestaltung zu jeder Tageszeit
Weitere Fotos des Phare de Pontusval
2. Phare de l’Ile Vierge
Um den höchsten Leuchtturm aus Quadersteinen in Europa von innen zu besichtigen, musst du eine kurze Bootstour unternehmen. Die startet entweder im Port de l’Aber Wrac’h, Landeda, oder in Lilia. Ich bin beide Touren bereits gefahren und fand jede sehenswert. Von Aber Wrac’h dauert es länger, man sieht aber mehr von der Küste. Uns ist die kurze Tour mit einem sehr kleinen Boot von Lilia aus lieber, denn dann sind weniger Leute im Leuchtturm versammelt.
Der Leuchtturm L’Ile Vierge hat insgesamt fast 400 Stufen, aber wenn du hochkletterst musst du nur 365 Treppen steigen. Die freischwebende Wendeltreppe ist nichts für Leute mit Höhenangst. Allein das Treppenhaus mit seinen 12000 Opalglaskacheln ist einen Besuch wert.
Höhe des Leuchtturms: 83 m
Fototipp: Allein aufgrund der Höhe des Leuchtturms und der Nähe zur Küste ist er von vielen Stellen der Küste sehr gut zu sehen und zu fotografieren. Plane ein wenig Zeit ein, den Leuchtturm morgens und abends von der Küste aus zu fotografieren. Wenn Ebbe ist, leuchtet das Wasser in der Bucht herrlich blautürkis, da kannst du auch in der Mittagszeit tolle Fotos aufnehmen.
3. Phare de Ile Wrac’h
Der kleine Hausleuchtturm aus dem Jahre 1845, in dem im Sommer Ausstellungen gezeigt werden, steht auf einer Gezeiteninsel am Eingang des Aber Wrac’h. Der Leuchtturm Ile Wrac’h ist demzufolge nur bei Ebbe zu Fuß zu besuchen. Gehe am Besten eine bis zwei Stunden vor Ebbe los, dann hast du ein ausreichendes Zeitfenster. Gehe kein Risiko ein, die Flut kann ziemlich schnell in die Bucht hineinlaufen und dich vom Festland abschneiden.
Höhe des Leuchtturms: 14 m
Der Leuchtturm kann im Sommer besucht werden. Da dient er als Atelier für Künstler der Region.
Fototipp: Es lohnt sich, zu diesem Hausleuchtturm zu laufen. Auf der kleinen Insel findest du verschiedene Möglichkeiten, den kleinen Leuchtturm zu fotografieren. Im Frühsommer blühen die Strandgrasnelken.
4. Feu de Lanvaon
Von Aber Wrac’h aus kannst du den hohen, quadratischen Turm Lanvaon bei Plouguerneau sehen. Der 1868 in Betrieb genommene Turm löste die unzureichende Laterne im Kirchturm von Plouguerneau ab. Er steht inmitten von Getreidefeldern und dient auch als Peilturm zusammen mit den Phare de Ile Wrac’h und den Phare de l’Ile Vierge.
Höhe des Leuchtturms: 27 m
Fototipp: Über einen Feldweg zu erreichen. Lohnt nur, wenn man die Leuchttürme alle fotografieren möchte.
5. Hafenleuchttürme von Aber Wrac’h
Der kleine Hafenleuchtturm La Palue im Port Wrac’h steht auf einem Parkplatz, der gegenüberliegende Saint-Antoine.
Die beiden zählen nicht zu den „richtigen“ Leuchttürmen. Der Vollständigkeits halber haben wir sie mit rein genommen.
Fototipp: Mit einem Teleobjektiv kannst du beide Leuchttürme auf einem Foto einfangen und mit etwas Glück die parkenden Autos etwas kaschieren.
6. Phare du Four
Der Leuchtturm Le Four wurde über fünf Jahre mühsam auf einem kleinen elf Meter hohen Felsenriff vor der Halbinsel Saint Laurent gebaut und 1874 fertiggestellt. Er gilt als Grenze zwischen Ärmelkanal und Atlantik.
Höhe des Leuchtturms: 28 m
Fototipp: Von der Landzunge Saint Lauent kannst du den Leuchtturm gut sehen und fotografieren. Wenn du Zeit hast, achte auf Wetter mit höheren Wellen. Dann wird der Leuchtturm umspült. Du brauchst mindestens ein 400mm Teleobjektiv.
Weitere Fotos des Phare du Four
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7. Feu de l’Aber-Ildut
Das Leuchtfeuer an der nördlichen Mündung des Aber Ildut sieht mit dem dahinterliegenden Hausmeisterhäuschen eher wie ein umgefallener Leuchtturm aus. Rotes und weißes Licht wurde 1897 in die Oberkante einer weißgestrichenen Mauer eingelassen. 1922 kamen farbige Tafeln im Scheingiebel des Häuschens dazu.
Höhe des Leuchtturms: 5,4 m – Der Leuchtturm ist länger, als er hoch ist. Ein schwierig zu fotografierender Turm, eher ein Leuchtzeichen.
8. Phare de Trezien
Der 37 Meter hohe Leuchtturm von Trezien steht 500 Meter von der Küste entfernt in der Ortschaft Trezien. Seit 1894 dient er zusammen mit dem Phare de Kermorvan als Ausrichtmarkierung zur sicheren Fahrt durch den Four-Kanal.
Höhe des Leuchtturms: 37 m
Fototipp: Im Sommer blühen die Hortensien im Zugang des Leuchtturms. Von der Küste aus kann man den eher unscheinbaren Turm mit dem Tele gut fotografieren. Der Leuchtturm kann besichtigt werden. Allerdings nur an wenigen Tagen im Frühsommer, in der Hochsaison täglich.
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9. Phare de Kermorvan
Der 20 Meter hohe Leuchtturm von Kermorvan ist der westlichste Leuchtturm an Land in Frankreich. 1849 wurde er an der Spitze der Kermorvan-Halbinsel auf einem Riff erbaut und ist über eine Granitbrücke erreichbar. Seit dem Jahr 2022 kann man den Leuchtturm auch besichtigen.
Wir waren oft morgens früh beim Leuchtturm und hatten mehrmals das Glück große Delfinschule beim Jagen zu beobachten. Auch Abends im Sonnenuntergang konnten wir welche sehen. Wenn du in der Nähe bist, geh unbedingt öfters hin. Einmal zum Besichtigen und dann um die Region auf dich wirken zu lassen und mit etwas Glück sogar mit Delfinen.
Höhe des Leuchtturms: 20 m
Fototipp: Bei hohen Koeffizienten kannst du den Phare de Kermovan gut von Le Conquet aus mit Wellen fotografieren.
14 Gründe für einen Besuch von Le Conquet im Finistere
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Die Leuchttürme der Insel Ouessant
Leuchtturmfans sollten für die Insel Ouessant einige Tage einplanen. Die Leuchttürme der Insel sind mit die eindrucksvollsten, die wir in den letzten Jahren fotografieren konnten.
Die bretonische Insel Ouessant als Fotoreiseziel
10. Phare du Stiff
Der Leuchtturm Stiff ist 1699 unter Marschall Vauban auf Ouessant erbaut worden und somit einer der ältesten Leuchttürme Frankreichs. Der 32,4 Meter hohe Turm hat einen doppelten Körper. Einer für die Treppe, der andere für Räumlichkeiten und Lagerung.
1978 hat der Stiff einen großen Radarturm, als Compagnon bekommen.
Höhe des Leuchtturms: 32,4 m
Fototipp: Das Licht des Phare du Stiff ist ein eher schwaches rotes Blinken. Somit kannst du den Leuchtturm gut mit Sternen fotografieren. Der Leuchtturm kann besichtigt werden, was wir sehr empfehlen.
11. Phare du Créac’h
Im Westen von Ouessant steht der stärkste Leuchtturm Europas. Der 1863 in Betrieb genommene, 47 Meter hohe Turm hat mit seinen zwei übereinander angeordneten Lichtern eine Reichweite von 60 Kilometern. Er trug auch als Erster 1889 ein elektrisches Feuer. Das in den ehemaligen Maschinenräumen untergebrachte Leuchtturm-Museum ist eines der vollständigsten und zeigt sehr informativ und unterhaltsam die Geschichte der Leuchtturmtechnik auf.
Höhe des Leuchtturms: 47 m
Fototipp: Da bieten sich enorm viele Möglichkeiten für richtig lebendige Leuchtturmfotos. Du kannst den Leuchtturm mit Wellen aus der Ferne fotografieren. Bei Tag und bei Nacht. Oder in der Nacht die gewaltigen Lichtsstrahlen des Leuchtturms einfangen. Das macht bei leichtem Nebel in der blauen Stunde am meisten Spaß.
Weitere Fotos des Phare du Creac’h auf Ouessant
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12. Phare de la Jument
Der La Jument wurde nach siebenjähriger Bauzeit 1911 in Betrieb genommen. Er steht auf einem Riff vor Ouessant am Beginn der Fromveur-Passage. Die gefährliche Strömung in dieser Wasserstraße hat schon viele Schiffe auf dem Gewissen, das bekannteste die englische Drummont Castle, die 1896 unterging und 258 Menschen mit in den Tod riss.
Berühmt ist la Jument wegen des Bildes von Jean Guichard, in dem eine Welle den Turm von hinten erfasst. Die höchste bisher am Turm gemessene Welle war 24,60 Meter hoch.
Höhe des Leuchtturms: 25,3 m
Fototipp: Radle zum Porz Doun, von dort aus bist du dem 2 km vor der Küste liegenden Leuchtturm am nächsten. Ein 400mm Teleobjektiv ist nützlich.
Weitere Fotos des Leuchtturms La Jument auf Ouessant
13. Phare de Nividic
Der Leuchtturm von Nividic hat eine der längsten Bauzeiten. Ganze 24 Jahre hat es gedauert, bis er 1936 in Betrieb genommen werden konnte. Dann lief er nur vier Jahre und wurde im zweiten Weltkrieg abgeschaltet.
Nividic steht auf einem Riff vor der Landspitze von Pern auf Ouessant in einem schwer zugänglichen, von gefährlichen Strömungen durchzogenen Gebiet.
Höhe des Leuchtturms: 36 m
Fototipp: Von der Landzunge Pern auf Ouessant bist du dem Leuchtturm am nächsten. Im Frühjahr und Herbst hast du mehr Chancen, einen Sturm mit hohen Wellen zu erleben. Sei extremst vorsichtig an der Küste der Insel Ouessant. Hier sind die Wellen unberechenbar! Auch für diesen Leuchtturm ist ein Teleobjektiv sinnvoll.
Weitere Fotos und Infos zum Leuchtturm Nividic
14. Phare de Kéréon
Auch Kereon wurde Anfang des 20. Jahrhunderts zur Sicherung der Fromveur-Passage vor Ouessant in neunjähriger Bauzeit auf einem Riff errichtet. Die luxuriöse Innenausstattung des 48 Meter hohen Turms mit Mosaiken und Edelholztäfelungen kann leider aufgrund der exponierten Lage nicht besichtigt werden.
Höhe des Leuchtturms: 47 m
Fototipp: Sehr schwierig von der Küste aus zu fotografieren. Da würde sich eine Bootstour lohnen.
15. Phare de Saint-Mathieu
Dieser berühmte Leuchtturm steht auf der Landspitze von Saint-Mathieu. Der 37 Meter hohe Turm wurde 1835 in den Ruinen einer Abtei errichtet. Zusammen mit dem Phare de Kermorvan bildet er ein Peilsystem für die Four-Passage. Mit dem Leuchtturm von Porzic ist es das gleiche für die enge Einfahrt in die Rade de Brest.
Höhe des Leuchtturms: 37 m
Im Sommer kann der Leuchtturm besichtigt werden. Die Aussicht von oben ist wunderschön, das Treppenhaus eher unscheinbar.
Fototipp: Die Lage des Leuchtturms auf den Klippen und direkt neben der Ruine der Abtei macht diesen Leuchtturm zu dem idealen Fotomotiv. Hier triffst du abends manchmal Scharen von Fotografen mit Stativen. Wir nehmen den Leuchtturm gern morgens mit den hohen Klippen auf. Schön, wenn dann die Wellen an die Felsen knallen.
Weitere Fotos und Infos zum Leuchtturm Saint Mathieu
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16. Phare de Pierres Noires
Der zwischen 1867 und 1871 erbaute Turm leitet Schiffe durch die gefährliche Pierres Noires-Straße, die zur Four-Passage führt. Auch während der Bauzeit gab es ein größeres Schiffsunglück. 1869 sank die La Gorgone in der Pierres Noires-Straße, wobei alle 93 Besatzungsmitglieder ertranken.
Höhe des Leuchtturms: 28 m
Fototipp: Vom Festland aus nicht zu fotografieren.
17. Phare du Petit Minou
Zusammen mit einem alten Semaphor-Turm steht der unverkennbare Leuchtturm auf der Landspitze Petit Minou vor einem militärischen Fort. Über eine Brücke ist der 1848 erbaute 26 Meter hohe Turm zu den Öffnungszeiten des Forts zugänglich.
Höhe des Leuchtturms: 26 m
Fototipp: Der Phare du Petit Minou ist aufgrund seiner Lage einer der schönsten Leuchttürme der Bretagne. Hier lohnen sich Langzeitaufnahmen zum Sonnenuntergang. Vom Surferstrand westlich des Leuchtturms aus kannst du bei Ebbe Fotos mit Surfern und Wellen aufnehmen.
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18. Phare du Portzic
Der 35 Meter hohe Phare du Portzic wurde gemeinsam mit dem Phare du Petit Minou an der Nordseite der Bucht von Brest errichtet, um den Schiffsverkehr sicher durch die Rade de Brest zu leiten.
Höhe des Leuchtturms: 35 m
Fototipp: Der Phare du Portzic steht zwar auf Klippen am Meer, ist aber schwierig zu fotografieren. Lohnt nur für echte Leuchtturmfans.
Leuchttürme auf der Halbinsel Crozon
19. Phare du Kador, Morgat
Auch Phare de Morgat genannt, steht der Haus-Leuchtturm inmitten von Kiefern auf der Spitze einer 62 Meter hohen Klippe. Der 1914 erbaute nur 15 Meter hohe Turm leitet die Schiffe zum Eingang des Hafens von Morgat.
Höhe des Leuchtturms: 15 m
Fototipp: Du findest den Leuchtturm, wenn du dem Wanderweg entlang der Küste folgst. Er versteckt sich ein wenig in den Hecken.
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20. Phare du Toulinguet
Wie der Phare du Kador ist der Toulinguet ein Hausleuchtturm. Er ist 14 Meter hoch, steht hoch oben auf der Spitze von Toulinguet in militärischem Sperrgebiet und ist somit nicht für Besucher zugänglich.
Höhe des Leuchtturms: 14 m
Fototipp: Von der Höhe aus Camaret aus aufzunehmen. Teleobjektiv ist sinnvoll. Schöne Fotomöglichkeiten im Sonnenuntergang. In der Ferne siehst du den Leuchtturm Saint Mathieu.
Crozon Halbinsel – die Hafenstadt Camaret, das Pointe de Toulinguet und der Schiffsfriedhof in Le Fret
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Weitere Leuchttürme findest du auf der Seite die Leuchttürme der Bretegne.






























































































